A N Z E I G E

Wie wohnt ihr? Wie wollt ihr wohnen?

  • Der nächste Punkt beim Hausbau ist, das man sich auch persönlich noch einmal bindet. Auch wenn das viele nicht so wahrnehmen, kann ein Haus teils fester an einen Ort binden, als ein Kind. Und Location, Location, Location zählt da noch mehr, und ist die meistunterschätze Komponente. Wenn du raus 'aufs Dorf' ziehst, bist da auch. Dort mögen zum Beispiel die Grundstückspreise wesentlich erschwinglicher sein, aber du kommst da im Zweifel nie wieder weg. Das ist etwas, auf das man sich mental einstellen muss.

    Andererseits kann es beim Mieten genau umgekehrt laufen. Man bewohnt ein sehr schönes Haus; Arbeit, Schule usw. ist alles in der Nähe, die Umgebung gefällt einem, die Nachbarn sind wirklich tolle Menschen und auf ein mal muss man raus. Je nachdem wo man wohnt ist es nahezu unmöglich, besonders mit Kindern im entsprechendem Alter, in der Nähe einen halbwegs adäquaten Ersatz zu finden. Dazu kommen die ganzen Kosten und der Stress eines Umzugs.

    Es hängt auch sehr vom Menschen selbst ab, logische Argumente sind immer willkommen aber ob Miete oder Eigentum ist ähnlich wie ob Stadt oder Land eine Frage die irgendwo jeder für sich selbst beantworten muss. MMn ist es am besten man baut selbst dort wo man aufgewachsen ist. Viele mögen das langweilig finden, für mich aber wäre das die bestmögliche Lösung. Und wenn man selbst baut kann man ja Stück für Stück bauen und erweitern, man muss nicht sofort das ganze Geld für ein großes Haus auf den Tisch legen.

  • A N Z E I G E
  • Also ich bin froh, dass ich 2017 gebaut habe und würde es unter gleichen Bedingungen auch immer wieder machen. Im Moment würde ich davon aber eher abraten - gibt entspanntere Dinge.

    Wie Kapitän Ahab es auch schon geschrieben hat: Ihr baut für euch und nicht für die Kinder. Wer weiß wo die später hinwollen oder was die machen wollen? Ansonsten würde ich dem Eigenheim immer der Mietswohnung vorziehen, einfach schon aus dem "Meins"-Gedanken. Ich habe mir ein wirklich tolles Haus bauen können, habe einen großen Garten und auch eine Party- Gerätehütte im Garten stehen. Wir können uns gerade jetzt Abends schön auf die Terrasse setzen und in unseren grünen Garten mit viel Obst und Gemüse schauen. Natürlich macht das alles auch Arbeit und auch uns wird das manchmal zu viel, aber am Ende des Tages schafft man es und freut sich auch darüber.

    It is hard to beat someone who never gives up!

  • Punkt 2 kommt halt drauf an. Die Kinder müssten im Erbe ja nicht selbst wohnen um davon profitieren zu können. die Kinder können diese ggf ja auch vermieten oder irgendwann selbst verkaufen.

    Das ist nur ein Erfahrungswert von mir. Ohne jemand zu nahe treten zu wollen, aber vererbte Immbilien sind meist ziemlich 'runtergelebt' und bedürfen meist einer Grundsanierung. Oftmals ist auch der Neubau objektiv betrachtet billiger. Gerade in den letzten 10-15 Lebensjahren wird doch meist stark von der Substanz gelebt. Das ist ein Aspekt, den man unterschätzen kann.


    Mein aktuelles Beispiel ist das Haus meiner Großeltern. Das wurde 2007 'behindertengerecht' hergerichtet, eben damit meine Großeltern ihren Lebensabend dort verbringen können. Und eben aus körperlichen Gründen, wurde seit 15 Jahren nichts mehr am Haus gemacht. Das summiert sich am Ende einfach auch. Da gibt es schon Gründe, warum von den Miterben niemand sonst das Haus inkl. Grundstück haben wollte.


    Andererseits kann es beim Mieten genau umgekehrt laufen. Man bewohnt ein sehr schönes Haus; Arbeit, Schule usw. ist alles in der Nähe, die Umgebung gefällt einem, die Nachbarn sind wirklich tolle Menschen und auf ein mal muss man raus. Je nachdem wo man wohnt ist es nahezu unmöglich, besonders mit Kindern im entsprechendem Alter, in der Nähe einen halbwegs adäquaten Ersatz zu finden. Dazu kommen die ganzen Kosten und der Stress eines Umzugs.

    Es hängt auch sehr vom Menschen selbst ab, logische Argumente sind immer willkommen aber ob Miete oder Eigentum ist ähnlich wie ob Stadt oder Land eine Frage die irgendwo jeder für sich selbst beantworten muss. MMn ist es am besten man baut selbst dort wo man aufgewachsen ist. Viele mögen das langweilig finden, für mich aber wäre das die bestmögliche Lösung. Und wenn man selbst baut kann man ja Stück für Stück bauen und erweitern, man muss nicht sofort das ganze Geld für ein großes Haus auf den Tisch legen.

    Ich hatte vor ein paar Jahren mal dieses Foto gepostet. Nur um nochmal zu zeigen, wie schnell der 'Verkaufs- und Verkehrswert' eines Hauses fallen kann...


    Auch wenn der von dir beschriebene Fall als Mieter nicht schön ist, so ist er eben doch lösbarer. Mit einem Haus umziehen ist nahezu unmöglich.

    Messer, Gabel, Schere, Licht; sind für kleine Kinder nicht

    Auch für Große gibt es Sachen; die verboten sind zu machen

    Roter Knopf heißt Abenteuer; Roter Knopf heißt Höllenfeuer

    Darum hör mir bitte zu:


    ROTE KNÖPFE SIND TABU

    Einmal editiert, zuletzt von Kapitän Ahab ()

  • Klar, kommt auf die Erfahrungen an.

    Meine Eltern z.B. haben insg 5 Häuser zu vererben und die sind alle in sehr gutem Zustand.

    Aber klar, wirkliche Sicherheit hat man natürlich nicht. Kommt immer auf die Situation an.

    Mein Vater hat auch mal mit 2 Cousins ein Haus geerbt das ebenfalls in, sagen wir mal, keinem guten Zustand war.

  • Ich hatte vor ein paar Jahren mal dieses Foto gepostet. Nur um nochmal zu zeigen, wie schnell der 'Verkaufs- und Verkehrswert' eines Hauses fallen kann...


    Auch wenn der von dir beschriebene Fall als Mieter nicht schön ist, so ist er eben doch lösbarer. Mit einem Haus umziehen ist nahezu unmöglich.

    Das kann natürlich passieren, wenn man Pech hat nimmt es sogar extreme Züge an. Man hat sein Leben lang gespart und dann wird einem ein Ghetto Hochhaus vor die Nase gesetzt. Ich will gar nicht wissen wie die Menschen in Köln Meschenich reagiert haben als man ihnen diese 3 Hochhäuser hingebaut hat. Man zieht sich ein bisschen aus der Stadt zurück bei dennoch immer noch ziemlich hohen Immobilienpreisen und dann verwandelt sich das Viertel in Rekordzeit in eines der miesesten in ganz Köln.

    Das Haus dass meine Eltern gemietet hatten wurde z.b.. bei der Erweiterung des Autobahnkreuzes Köln-Ost abgerissen, wer weiß wie das ganze angelaufen wäre bzw. wie viel Stress es mehr gebracht hätte wenn sie es gekauft hätten.

  • Nach dem Tod meiner Eltern, wohne ich wieder "zu Hause" Hab deren Eigentumswohnung geerbt und ja. Zufrieden ist anders ^^ Ist nur günstig und von der Lage her Top

    Haste Scheiße am Schuh , haste Scheiße am Schuh


    #Greuther Fürth


    R.I.P Danny Havoc

  • Ich wohne in einem 135qm Haus, 5,5 Zimmer und ziemlich großem Garten am Ende der ruhigsten Sackgasse der Welt. Ich zahle dafür ca. 1000 Euro Warmmiete. Das ist ein unfassbarer Preis im Ruhrgebiet. Ich habe 50m zum Wald und 1,5km zum Kemnader See, d.h. quasi mitten im Naherholungsgebiet. Wenn ich das Ding kaufen wollte, dann wäre ich mit mindestens 400.000 Euro dabei. Bei der Miete wäre ich komplett bescheuert etwas kaufen zu wollen.


    Ab davon habe ich drei Kinder, die nicht ewig bei mir leben werden und was will ich dann mit der riesigen Hütte? Ich investiere meine Kohle lieber anderweitig und gucke dann im Alter weiter.

  • Vielen Dank erstmal! Sind ja doch alles Punkte, die mich in meiner Meinung bestärken. Mir selbstwürde es ja schon reichen, wenn wir ne schöne 3 Zimmer Wohnung mit Terrasse und kleinem Garten finden würden - und das zur Miete. Bei meines Frau hat jeder in der Familie ein Eigenheim, da geht´s halt auch viel um den Status (Türken halt ;) ). Eigentlich müsste es sie abschrecken, wenn ich mir anschaue, wie ihre Schwester fast existenzielle Probleme hat, mit dem baufälligen Haus, was sie sich vor drei Jahren gekauft haben :rolleyes:

    I am what I say I am - absolutely perfect!

  • Nachdem wir bis 2015 jahrelang in einer tollen und bezahlbaren Wohnung in der Hamburger Innenstadt gewohnt haben, hat es uns vor sieben Jahren in eine Kleinstadt etwas außerhalb gezogen. Hier wohnen wir in einem eigenen Endreihenhaus.

    Wir hatten damals echt noch den richtigen Zeitpunkt abgepasst.

    Unser Budget hatten wir bei 250k festgelegt, da wir auch keinen großen Druck hatten. War eine lange und ätzende Suche (einer Maklerin habe ich damals gesagt, dass sie bitte lieber ein Feuer legen sollte, statt Leute zu ihrer Bruchbude zu bestellen).

    Irgendwann war aber das Leid unserer Vorbesitzer unser Glück. Die 250k haben wir inkl. Nebenkosten nicht gerissen.

    Heute ist das Haus rund 100k mehr wert 😳

    Da wir uns in der Kleinstadt nicht sonderlich wohlfühlen (wobei das Haus super ist), ist grob angedacht, das ganze in 3 Jahren wieder zu verkaufen. Ab dem 11. Jahr sind nämlich keine Vorfälligkeitszinsen mehr fällig.

    Der Abtrag läuft aber dank Sondertilgungen sehr gut, und es ist für mich ein besseres Gefühl, die „Miete“ in etwas eigenes zu stecken, als jemand anderem sein Eigentum damit zu finanzieren.


    Danach würde es nach derzeitigem Stand weiter raus aufs Land gehen, um am dünnsten besiedelten Landkreis Niedersachsens haben wir unsere Fühler bereits ausgestreckt. Denkbar wäre dann zB auch ein genossenschaftlich organisiertes Wohnprojekt o.ä.

    Das ist aber derzeit Zukunftsmusik und muss wegen des Beamtenstatus meiner Frau, sowie dem fortschreitenden Alter unserer Eltern ohnehin gut durchdacht sein.

    Alte Fettflecken werden wieder wie neu, wenn man sie mit Butter bestreicht!

  • Finde ich immer wieder schön zu hören, dass es auch tolle Vermieter gibt, die auch mal realistisch entgegenkommen und auch mal Vorschläge anderer anhören. :thumbup:


    Wie genau sieht die Zusammenlegung der 2 Wohnungen aus? Du sprachst von "innerhalb des Innenhofes nur eine Tür weiterziehen", was ist genau gemeint?


    Ich dachte, die Wohnungen liegen nebeneinander und man würde in einer Wand eine Tür verbauen, die eben die beiden Wohnungen verbindet.

    Ob er nun toll ist oder nicht, darüber lässt sich sicher streiten (je nachdem wen man fragt). Aber trotz ein paar kleineren Problemen in den letzten Jahren, ist das Verhältnis gut und mit viiiel Zeit und Durchhaltevermögen, wurden die meisten Probleme letztendlich geklärt.


    Unser Carree hat ein kleines Nebengebäude links, unser Haus in der Mitte, ein weiteres Haus geht über die Ecke nach rechts und auf der rechten Seite ist noch ein kleineres Objekt. Wir würden von unserem Haus in das Eckhaus ziehen, wo derzeit zwei Wohnungen nebeneinander sind, die man zu einer großen machen könnte. Je nachdem wie er sich das vorstellt und wie wir zusammenkommen, können wir uns das gut vorstellen. Da es das Haus nebenan ist, würde wir sozusagen vom Innenhof eine Tür weiter reingehen. Alternativ schauen wir noch das kleinste Objekt an, ob man da nicht etwas über mehrere Etagen machen könnte. Dann hätten wir Balkon und Terrasse, was ich auch geil finden würde. Aber wie gesagt, das ist erstmal nur graue Theorie und in mir keimt nur die große Hoffnung, weil sonst kaum etwas Brauchbares zu finden ist.


    Meine Oma wird auch irgendwann ein Haus hinterlassen, allerdings gibt es da meinen Papa und meine zwei Brüder, weshalb es gar nicht so sicher ist, dass ich das Haus bekomme, auch wenn sie es immer sagt. Davon abgesehen möchte ich das Haus auch nicht unbedingt, da es das niedrigste Haus im Ort direkt am Mühlgraben ist. Die erste Etage stand 2013 komplett unter Wasser. Darauf habe ich so gar keine Lust. Und es ist ein altes Haus, an dem so gut wie alles irgendwie anders gemacht werden müsste, da die Zimmeraufteilung gar nicht für vier Personen geeignet ist. Das abzureißen und neu zu bauen, wäre ebenfalls ein völlig utopisches Unterfangen, was ich mir wahrscheinlich auch gar nicht leisten möchte.

  • Wir (Frau,Tochter,Ich) wohnen in einem 120qm Eigenheim auf 800qm Grundstück.


    Meine Frau und ich hatten vor dem Nachwuchs 3 Mietwohnungen und es hat IMMER!!!! irgendwas tierisch genervt.


    Entweder Vermieter,Nachbarn,Lage,Zustand der Wohnung etc.

    Wir sind heilfroh jetzt selber zu entscheiden was wir machen dürfen/können/wollen.


    Zahlen aktuell bei 3%Tilgung 900€ ab was locker nebenbei geht. Billiger kann man hier (OWL) nicht wohnen.

    Ohne jegliche Sondertilgung ist das Haus vor der Rente abbezahlt, aber wer weiß schon was bis dahin ist.


    Natürlich ist das Risiko bei einem Eigenheim größer das dann doch mal eine Reparatur ansteht, dafür wird mir nicht die Miete erhöht ;) Wenn man dann plötzlich 150€ aufgrund von energetischen Sanierungen mehr zahlen soll, läppert sich das über die Jahre genauso.

  • Doch ich hab ne Badewanne in der ich dusche, aber ne Duschkabine wäre halt doch schöner. ;)


    In meiner Stadt brennen seit geraumer Zeit einige Keller (meist in dem Viertel wo ich wohne), Bootsschuppen und andre Gebäude-die Polizei geht von Brandstiftung aus, aber die Täter werden die natürlich nicht erwischen. :(

  • Wir hatten heute den Termin mit unserem Vermieter und haben die kleinere Wohnung angeschaut. Sehr schönes Bad, offene Küche mit Essbereich und ein großes Zimmer. Dazu haben wir gemeinsam Pläne geschmiedet, dass wir einen Teil des Treppenhausflures dazu bekommen und die Haustür versetzen, wo die Durchbrüche gemacht werden und so weiter. Die aktuell noch belegte Wohnung schauen wir Anfang August an, aber von dieser kennen wir den Schnitt und die Anordnung der Zimmer, da sie deckungsgleich mit der unserer Nachbarin ist. Deren Wohnung schauen wir uns morgen trotzdem nochmal an, um eine noch genauere Vorstellung zu bekommen. Unser Vermieter würde sich sehr freuen wenn es klappt, wir uns ebenfalls. Jetzt müssen wir nur noch mit dem Geld zusammenkommen. Hätten dann irgendwas zwischen 120 und 130 Quadratmeter mit ausreichend Zimmern, bei denen sogar ein eigenes Ankleidezimmer rausspringen dürfte. Dazu Wohnbereich, Küche mit Essbereich, zwei Bädern und einem Balkon wie wir ihn jetzt schon haben. Zwischen Küche und Essbereich gibt es sogar eine Bar inklusive Holzbalken, was einfach nur überragend aussieht. Wir sind gerade etwas begeistert und hoffen, dass nicht nur unsere Vorstellungen vom lieben Geld zusammenpassen, sondern auch alle baulichen Angelegenheiten problemlos über die Bühne gehen werden.

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