A N Z E I G E

Corona-Virus #17

  • Also wenn es einen Lockdown für geimpfte gibt, kann ich absolut jeden einzelnen verstehen, der sich allgemein nicht mehr impfen wird, und nicht boostern wird. Aber zu 100%.

    Genau, dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich alles länger zieht und noch ein paar Mal wiederholt.


    Kann ich jeden verstehen, der das so haben will.

    Die drei Hauptsätze der Thermodynamik:
    1. Du kannst nicht gewinnen
    2. Du kannst kein Unentschieden erreichen
    3. Du kannst aus dem Spiel nicht ausscheiden

  • A N Z E I G E
  • Zitat


    Das Gesundheitsamt Köln hat uns für das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach eine Genehmigung erteilt, mit 50.000 Zuschauern zu spielen. Möglich ist dies aufgrund des als tragfähig eingestuften und erfolgreich praktizierten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept mit 2G“, erklärte FC-Geschäftsführer, Alexander Wehrle.


    Das erfolgreich praktizierte Konzept, beginnt halt erst nach der Anreise in der proppenvollen Straßenbahn. Aber auch egal, entweder kommt die Winterpause oder der lokale Lockdown.

  • Lockdown kann aber auch keine Lösung sein. Man fährt diesen Film jetzt seit zwei Jahren, Lockdown, Lockerungen, teilweise normales Leben, Lockdown, Lockerungen usw usw... so geht es jetzt seit zwei Jahren, und so wird es auch in zwei Jahren noch laufen, wenn man so weiter macht.


    Ich hör schon die Leute tippen... "Wir hatten noch nie einen harten Lockdown, hätten wir einen gehabt..." blabla. Wir hatten 3 oder 4 Lockdowns bisher, und es hat sich immer alles wiederholt, und so wird es dann auch wieder laufen. Lockdown war nie die Lösung, sondern nur ein Mittel es zu beruhigen, bis es nicht mehr beruhigt war.

    Ich finde es wichtig, das die Impfpflicht vor dem Lockdown verkündet wird, einfach damit die Leute sehen, dass das Ende diesmal tatsächlich kommt und es nicht im Winter 22/23 direkt weitergeht.


    Aber in der aktuellen Situation hilft es ja nichts. Die Ärzte haben den ganzen Sommer dafür geworben die Impflücke zu schließen, aber man hat die Ungeimpften lieber mit Samthandschuhen angefasst. Aber all das lässt sich jetzt nicht mehr ändern. Die Situation ist bereits zu extrem außer Kontrolle geraten, das ein Lockdown nur für Ungeimpfte reichen würde. Jetzt muss man alles reduzieren so weit man kann. Ich könnte auch kotzen, wenn ich an den nächsten Lockdown denke, all die Probleme die damit zusammenhängen. Aber die Alternative sind über 400 Tote jeden Tag bis Ende Januar und komplett überlastete Gesundheitssysteme, die noch für weitere Tote bei Nicht-Corona Patienten sorgen werden.

  • Genau, dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich alles länger zieht und noch ein paar Mal wiederholt.


    Kann ich jeden verstehen, der das so haben will.

    Ob es richtig ist oder nicht, ist gar nicht das Thema. Das Thema ist, dass sich dann noch viel weniger Leute impfen lassen werden. Viele haben sich nunnal geimpft um wieder ohne Probleme ins Kino oder Stadion gehen zu können, und diese Leute werden sich veräppelt fühlen - zurecht.

    "well enough is enough and it's time for a change"

    "with a tear in my eye, this is the greatest moment in my life"

  • Auch hier muss man immer sagen, dass viele Daten vorläufig sind und einige Ergebnisse schlichte Schlussfolgerungen sind, die man aus der Erfahrung der anderen Mutationen gezogen hat.


    Nichtsdestotrotz ist das nicht gut und wir müssen uns so lange wie möglich vor der Ausbreitung abschirmen. Eventuell muss der Impfstoff angepasst werden und die Zeit muss man sich jetzt erkaufen, koste es was es wolle.

  • Mittlerweile wäre mein bevorzugter Weg der von Österreich: Lockdown und allgemeine Impfpflicht bis Tag X

    Nur wie erklärt man sich dann, dass auch Länder mit einer höheren Impfquote wieder Maßnahmen verhängen? Portugal beispielsweise. Vllt. schaffen die es durch den Winter ohne Lockdown, vllt. auch nicht. Wetten würde ich jedoch nicht darauf. Bei uns im Universitätsklinikum ist das Verhältnis zwischen Geimpften und Ungeimpften mittlerweile bei 50/50. Auch dort geht man davon aus, dass selbst wenn alle geimpft wären, hätte man nur Zeit gewonnen, und um Weihnachten/Neujahr herum würde man auch mit einer nahezu perfekten Impfquote Probleme bekommen. Sollten sich jetzt die Befürchtungen aus Südafrika aus bestätigen, sieht die Zukunft noch düsterer aus. So viel kann man doch gar nicht impfen und boostern, wie man eigentlich müsste. Das sieht man ja auch jetzt schon wieder. Vor Februar/März kommt man kaum noch an Termine. Und alle Impftermine, die danach kommen, sind vllt. nicht sinnlos, aber fallen dann eben in eine Jahreszeit, wo es keinen großen Unterschied (mehr) macht.


    Ich glaube, man sollte eher mal über Alternativen sprechen. Die Saisonalität des Virus' hat sich gezeigt. Also wüsste ich nicht, was dagegen spricht von April bis Ende September/Oktober alle Maßnahmen aufzuheben. In dieser Zeit dürfte eine Überlastung des Gesundheitssystem unwahrscheinlich sein. Dafür fängt man dann aber ab Oktober an, bereits frühzeitig Maßnahmen einzuführen. Beispielsweise solche Sachen wie Homeofficepflicht (überall wo möglich), Masken im ÖPNV tragen und weitere Kontaktreduzierungen. Und ab November fährt man radikal alles runter, geht also für 2-3 Monate in den Winterschlaf/Lockdown. Evtl. müsste man auch darüber nachdenken, das Schuljahr umzustellen. Und ab März kann man dann langsam wieder hochfahren, um dann ab April wieder eine Art Normalität zu haben.


    Ich denke nicht, dass es mit einer einmaligen "Impfaktion" durchgestanden ist. Auch das "Boostern" wird wahrscheinlich nicht reichen, weil es logistische Grenzen gibt. Aus meiner Sicht wäre es eher mal angebracht, darüber nachzudenken, wie man durch die nächsten Jahre kommen kann, ohne dafür zu sorgen, dass in den Krankenhäusern alle Alten wegsterben, aber gleichzeitig auch die Jungen noch ein halbwegs normales Leben führen können. Schwierig eine Balance zu finden, aber so wie jetzt kann es nicht ewig weitergehen. Sofern allerdings kein Impfstoff auf den Markt kommt, der eine Schutzwirkung für mehrere Jahre aufbaut (vor allem bei den vulnerablen Gruppen), bin ich sehr skeptisch, dass sich die Situation in den nächsten Wintern großartig bessert. Impfpflicht hin oder her.

  • Also Fußball Stadien gehen unter Vollauslastung aber gleichzeitig wird jetzt über einen harten Lockdown diskutiert...

    wie bitte will man das irgendjemanden verkaufen?


    Wenn man irgendwas zuerst reduzieren müsste dann doch Stadien mit 50000 Menschen oder? 😅

  • Ob es richtig ist oder nicht, ist gar nicht das Thema. Das Thema ist, dass sich dann noch viel weniger Leute impfen lassen werden. Viele haben sich nunnal geimpft um wieder ohne Probleme ins Kino oder Stadion gehen zu können, und diese Leute werden sich veräppelt fühlen - zurecht.

    Veräppelt in der Form, dass man nicht rechtzeitig Druck auf die Ungeimpften aufgebaut hat.


    Rational ist es aber nicht nachvollziehbar, wie man dann zur Erkenntnis kommt, sich zukünftig nicht mehr impfen zu lassen. Denn dann sinkt die Chance auf diese Dinge erst recht.

    Die drei Hauptsätze der Thermodynamik:
    1. Du kannst nicht gewinnen
    2. Du kannst kein Unentschieden erreichen
    3. Du kannst aus dem Spiel nicht ausscheiden

  • Aber eins muss ich doch jetzt auch mal fragen, es hieß doch tatsächlich immer der Impfstoff könnte im Hand umdrehen angepasst werden. Dann sollte die neue Variante doch kein größeres Problem sein. Impfstoff anpassen, Impflicht einführen. Fertig.

    Ich hätte vor allem auch mal gerne klare Antworten ob mein jetziger Impfstatus ausreicht, ich mich vil bei der neuen Variante doch früher boostern lassen sollte usw...

    normalerweise wäre es im Februar soweit bei mir.

  • Nur wie erklärt man sich dann, dass auch Länder mit einer höheren Impfquote wieder Maßnahmen verhängen? Portugal beispielsweise. Vllt. schaffen die es durch den Winter ohne Lockdown, vllt. auch nicht. Wetten würde ich jedoch nicht darauf. Bei uns im Universitätsklinikum ist das Verhältnis zwischen Geimpften und Ungeimpften mittlerweile bei 50/50. Auch dort geht man davon aus, dass selbst wenn alle geimpft wären, hätte man nur Zeit gewonnen, und um Weihnachten/Neujahr herum würde man auch mit einer nahezu perfekten Impfquote Probleme bekommen. Sollten sich jetzt die Befürchtungen aus Südafrika aus bestätigen, sieht die Zukunft noch düsterer aus. So viel kann man doch gar nicht impfen und boostern, wie man eigentlich müsste. Das sieht man ja auch jetzt schon wieder. Vor Februar/März kommt man kaum noch an Termine. Und alle Impftermine, die danach kommen, sind vllt. nicht sinnlos, aber fallen dann eben in eine Jahreszeit, wo es keinen großen Unterschied (mehr) macht.


    Ich glaube, man sollte eher mal über Alternativen sprechen. Die Saisonalität des Virus' hat sich gezeigt. Also wüsste ich nicht, was dagegen spricht von April bis Ende September/Oktober alle Maßnahmen aufzuheben. In dieser Zeit dürfte eine Überlastung des Gesundheitssystem unwahrscheinlich sein. Dafür fängt man dann aber ab Oktober an, bereits frühzeitig Maßnahmen einzuführen. Beispielsweise solche Sachen wie Homeofficepflicht (überall wo möglich), Masken im ÖPNV tragen und weitere Kontaktreduzierungen. Und ab November fährt man radikal alles runter, geht also für 2-3 Monate in den Winterschlaf/Lockdown. Evtl. müsste man auch darüber nachdenken, das Schuljahr umzustellen. Und ab März kann man dann langsam wieder hochfahren, um dann ab April wieder eine Art Normalität zu haben.


    Ich denke nicht, dass es mit einer einmaligen "Impfaktion" durchgestanden ist. Auch das "Boostern" wird wahrscheinlich nicht reichen, weil es logistische Grenzen gibt. Aus meiner Sicht wäre es eher mal angebracht, darüber nachzudenken, wie man durch die nächsten Jahre kommen kann, ohne dafür zu sorgen, dass in den Krankenhäusern alle Alten wegsterben, aber gleichzeitig auch die Jungen noch ein halbwegs normales Leben führen können. Schwierig eine Balance zu finden, aber so wie jetzt kann es nicht ewig weitergehen. Sofern allerdings kein Impfstoff auf den Markt kommt, der eine Schutzwirkung für mehrere Jahre aufbaut (vor allem bei den vulnerablen Gruppen), bin ich sehr skeptisch, dass sich die Situation in den nächsten Wintern großartig bessert. Impfpflicht hin oder her.



    Hier auch eine Analyse, die sehr frisch ist, die das auch nochmal unterstreicht, wie wichtig Impfen ist und dass wir jetzt nicht annehmen dürfen, die Impfungen seien zu schwach:

    Zitat

    In total, unvaccinated individuals are expected to be involved in 8–9 of 10 new infections.

    https://rocs.hu-berlin.de/news/role_of_vaccinated/



    Und nochmal, es geht nicht darum, dass wir uns immer jährlich impfen müssen, sondern dass wir einen gesellschaftlichen Schutz aufbauen, sodass Corona irgendwann nur noch eine harmlose Erkältung wird und höchstens wirklich Höchstrisikopatienten sich evtl. impfen lassen müssen.


    Und doch es macht einen Unterschied, wenn sich im Frühling viele Menschen impfen, momentan ist jedes bisschen Impffortschritt immens wichtig. Sonst passiert sowas wie in Südafrika, dass das Virus statt schwächer zu werden, nur weiter mutiert und wir wieder Zeit verlieren.

  • Ich hätte vor allem auch mal gerne klare Antworten ob mein jetziger Impfstatus ausreicht, ich mich vil bei der neuen Variante doch früher boostern lassen sollte usw...

    normalerweise wäre es im Februar soweit bei mir.

    Wie soll man das denn jetzt innerhalb von ein paar Stunden konkrekt beantworten können? Die Mühlen kommen doch jetzt erst ins Laufen, da jetzt konkrete Aussagen zu tätigen wäre alles andere als seriös.

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