A N Z E I G E

Corona-Virus #15

  • In den Schulen wird doch schon seit fast 4 Wochen getestet. Zumindest in Hamburg - in vielen anderen Bundesländern gab es zuletzt wohl auch 1-2 Wochen Osterferien.


    Jedenfalls ist das bei meiner Tochter an der Grundschule so. Mittlerweile ist es dort schon die vierte Woche.
    Zu Beginn wurde 1x pro Woche getestet. Seit letzter Woche sind dort 2 Tests pro Woche für alle Schüler die zur Schule erscheinen, auch Pflicht.


    Ähnliches Bild bei mir auf der Arbeit. Hier wird auch seit Mitte März getestet. Erst 1x pro Woche, seit letzter Woche darf sich jeder 2x pro Woche testen lassen. Gut, hier ist es anders als in der Schule aber auch noch freiwillig.


    Indy. Ja so meinte ich es mit den Zahlen. Danke, das wäre perfekt :thumbup:


    Falls es dir nicht zu viele Umstände macht ;)

  • A N Z E I G E
  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Downey Jr:
    Indem man in den Betrieben und Schulen 2-3 mal die Woche testet. Damit hätte man schon eine gigantisch große Zahl an Menschen erfasst.


    Und auch hier gilt wieder, je niedriger die Inzidenz, desto grobmaschiger kann das Netz sein. Natürlich muss man nicht jeden Menschen in Deutschland testen, damit es überhaupt funktioniert, aber so wie es aktuell gehandhabt wird, ist es kontraproduktiv.


    Die Argumentation, dass man die Leute mit dem Anreiz "Mit Test darfst du einkaufen, ins Kino gehen usw." zu Testen bewegt, steht auf sehr wackeligen Füßen und kann mit keiner Erhebung untermauert werden. Im Gegenteil, bisher ist eigentlich nur bekannt geworden, dass Gastronomen und Einzelhändler nichts viel von dem Konzept halten.
    n.


    zum ersten Punkt
    Ok. Da ja wohl eh Schulen und Arbeitsplatz die wahren Pandemietreiber sind, bzw weit gefährlicher als Einzelhandel, würde das schon Sinn machen dort regelmäßig Tests durchzuführen.


    Zum zweiten
    ganz ehrlich, das fände ich doch nur logisch.
    Lässt du dich testen?
    Was habe ich davon?
    Nix, aber du weißt dann das du gesund bist.
    Nee, lass ich lieber.


    oder
    Was habe ich davon?
    Du kannst essen gehen oder shoppen.
    Hm, ok


    Testen vor Ort wo es notwendig ist, ok.
    Nur die aufgebauten Teststraßen könnte man dann, glaube ich, runterfahren, bzw bräuchte man nicht so viele wie momentan aufgebaut werden bzw worden sind.
    Das denke ich, irren kann ich mich natürlich. Ich kenne aber niemanden der sich bisher "einfach so" hat testen lassen. Gut unsere Inzidenzwerte waren jetzt die ganze Zeit auch so das ohnehin "alles" auf war, auch ohne Tests, von daher muss man abwarten was passiert wenn die Zahlen steigen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Adam Bomb:
    In den Schulen wird doch schon seit fast 4 Wochen getestet.


    Jedenfalls bei meiner Tochter an der Grundschule. Mittlerweile ist es dort schon die vierte Woche.
    Zu Beginn wurde 1x pro Woche getestet. Seit letzter Woche sind dort 2 Tests pro Woche für alle Schüler die zur Schule erscheinen, auch Pflicht.


    Ähnliches Bild bei mir auf der Arbeit. Hier wird auch seit Mitte März getestet. Erst 1x pro Woche, seit letzter Woche darf sich jeder 2x pro Woche testen lassen. Gut, hier ist es anders als in der Schule aber auch noch freiwillig.


    Auch hier dasselbe Problem:


    - Nicht an allen Schulen (bei meiner Tochter kann das einfach jeder verweigern und erscheint trotzdem zum Präsenzunterricht)
    - Nicht in allen Firmen
    - Nicht oft genug (einmal pro Woche ist halt mehr als suboptimal, zweimal eigentlich schon die Untergrenze).


    Wenn man dann halt die größte Masse nimmt, nämlich diejenigen, die überhaupt nicht getestet werden und diese dann mit einem einmaligen, anlassbezogenen Test durch die Gegend rennen und potentiell infektiös durch mehrere Läden und im schlimmsten Fall Veranstaltungen in geschlossenen Räumen rumrennen, dann baut man sich damit die nächste Katastrophe sehenden Auges zusammen.

  • Das Problem ist doch dass am Anfang die Virenlast zu gering ist, so das der Test nicht anschlägt. Man ist aber schon ansteckend. Um die Verbreitung zu stoppen, hilft dann doch nur täglich zu testen, und so Leute schneller zu identifizieren.


    Adam Bomb Krieg ich noch so eben hin

    Ich habe dann im Fitnessstudio auch direkt ein Gerät gefunden, an dem ich arbeiten konnte. Ich habe mir eine Cola gezogen.

    Einmal editiert, zuletzt von ()

  • Zitat

    Original geschrieben von al_sb_683:
    Wenn man dann halt die größte Masse nimmt, nämlich diejenigen, die überhaupt nicht getestet werden und diese dann mit einem einmaligen, anlassbezogenen Test durch die Gegend rennen und potentiell infektiös durch mehrere Läden und im schlimmsten Fall Veranstaltungen in geschlossenen Räumen rumrennen, dann baut man sich damit die nächste Katastrophe sehenden Auges zusammen.


    Das finde ich dann doch schon..nennen wir es mal worst case.
    1 ist dennoch die Zahl der Menschen in einem Laden begrenzt
    2 muss man dennoch für jeden Laden einen Termin vereinbaren
    3 tragen die dennoch Masken
    4 sind die Schnelltests nicht so sicher wie erhofft, aber dennoch wohl nicht wertlos


    Daher sehe ich die Gefahr das eine übersichtliche Anzahl getesteter Menschen in einen Laden geht, die auch weiterhin Abstand und Maske einhalten, nicht als so groß an.

  • Zitat

    Original geschrieben von Plattfuß:
    Das finde ich dann doch schon..nennen wir es mal worst case


    Es ist eine Pandemie, die Intensivstationen stehen aktuell kurz vor dem Kollaps. Der Worst Case ist hier der Wert, von dem man ausgehen sollte und nicht irgendeine zusammenfabulierte Hoffnung.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Downey Jr:
    Das weiß man schon, seitdem die Tests verfügbar und geprüft sind. Man muss die Fakten nur in ein vernünftiges Konzept einbauen und sich nicht sein eigenes basteln, in welchem die Pro-Argumente herausgezogen werden und die Contra-Argumente unter den Teppich gekehrt werden.


    Ist das so? Ich hatte es immer so verstanden, dass die Tests in der Frühphase noch nicht anspringen, weil man in Zeit noch keine hohe Viruslast im Nasen- und Rachenraum hat und dementsprechend auch nicht wirklich ansteckend ist. Das war meines Wissens die Grundlage dafür, warum die Tests als weitestgehend zuverlässig angesehen wurden.

    Better try MLW


    "Während das Argument demokratisch sich gebärdet, ignoriert es, was die Welt aus ihren Zwangsmitgliedern macht."

  • Zitat

    Original geschrieben von Abgas:
    Ist das so? Ich hatte es immer so verstanden, dass die Tests in der Frühphase noch nicht anspringen, weil man in Zeit noch keine hohe Viruslast im Nasen- und Rachenraum hat und dementsprechend auch nicht wirklich ansteckend ist. Das war meines Wissens die Grundlage dafür, warum die Tests als weitestgehend zuverlässig angesehen wurden.


    Richtig, der Test schlägt an, sobald die Viruslast hoch ist und man besonders infektiös ist. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht infektiös ist, wenn man eine geringere Viruslast hast.


    Daher auch die Schlussfolgerung, dass man systematisch testen sollte. So erkennt man jemanden, der sich infiziert hat auf jeden Fall bzw. zu einem sehr hohen Prozentsatz.


    Wenn ich mich nur anlassbezogen Testen lassen, und gerade so unter der Grenze der Sensitivität liege, falle ich durch das Rost und bin (unwissend, da keine Symptome) eine Gefahr für die Mitmenschen. Das ist eigentlich der Kern der Fehlinterpretation, wenn man sagt, mit Testen kann man - unabhängig von Inzidenz - öffnen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Downey Jr:
    Richtig, der Test schlägt an, sobald die Viruslast hoch ist und man besonders infektiös ist. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht infektiös ist, wenn man eine geringere Viruslast hast.


    Okay, aber ist das nicht die Crux, die man näher beleuchten muss, um wirklich festzustellen, wie gefährlich anlassbezogene Tests sind? Weiß man etwas darüber, wie groß das Ansteckungsrisiko in dieser Phase ist? Ich bin bisher immer von einem überschaubaren Risiko ausgegangen in dieser Phase ansteckend zu sein und habe mich tatsächlich freier bewegt als zuvor.

    Better try MLW


    "Während das Argument demokratisch sich gebärdet, ignoriert es, was die Welt aus ihren Zwangsmitgliedern macht."

  • Zitat

    Original geschrieben von Abgas:
    Okay, aber ist das nicht die Crux, die man näher beleuchten muss, um wirklich festzustellen, wie gefährlich anlassbezogene Tests sind? Weiß man etwas darüber, wie groß das Ansteckungsrisiko in dieser Phase ist? Ich bin bisher immer von einem überschaubaren Risiko ausgegangen in dieser Phase ansteckend zu sein und habe mich tatsächlich freier bewegt als zuvor.


    Genau richtig. Die Ansteckungsrisiko ist gering, aber es ist vorhanden. Wenn man dieses kleine Risiko jetzt durch falsches Anwenden der Tests (ungeschultes Personal, Selbsttest), anlassbezogene Testung bzw. unregelmäßiges Testen und einer hohe Grundinzidenz multipliziert, kann es zu einem Umkehren des Effekts kommen und die Infektionsdynamik wird angefacht.


    Zu deiner Frage: Es gibt Studien, dass 80% der Infektionen von Superspreadern ausgehen, die eine hohe Viruslast haben und damit ein ganzes Cluster auslösen. Dementsprechend kommen 20% des Infektionsrisiko aus einfachen Infektionsketten, wo die Infektion quasi von einem Menschen zu nächsten weitergegeben werden.


    Das ist das, was auch Drosten kritisiert bzw. zu bedenken gibt. Und das war auch das, was Melanie Brinkmann vor 1-2 Wochen versucht hat, Tobias Hans zu erklären.


    Man kann sich das ganze auch wie ein Schweizer Käse vorstellen. Jeder Scheibe hat Löcher, aber je mehr Scheiben man aufreiht, desto weniger und kleiner werden die Löcher.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Downey Jr:
    Richtig, der Test schlägt an, sobald die Viruslast hoch ist und man besonders infektiös ist. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht infektiös ist, wenn man eine geringere Viruslast hast.


    Daher auch die Schlussfolgerung, dass man systematisch testen sollte. So erkennt man jemanden, der sich infiziert hat auf jeden Fall bzw. zu einem sehr hohen Prozentsatz.


    Wenn ich mich nur anlassbezogen Testen lassen, und gerade so unter der Grenze der Sensitivität liege, falle ich durch das Rost und bin (unwissend, da keine Symptome) eine Gefahr für die Mitmenschen. Das ist eigentlich der Kern der Fehlinterpretation, wenn man sagt, mit Testen kann man - unabhängig von Inzidenz - öffnen.


    Ich hatte schon erste Symptome und mein erster Test (bei bereits vorhandenen Symptomen) war negativ. Erst der zweite positiv.

    WRESTLEMANIA XXVIII in Miami, Florida - I was there! YES YES YES :)

  • Zitat

    Original geschrieben von Abgas:
    Okay, aber ist das nicht die Crux, die man näher beleuchten muss, um wirklich festzustellen, wie gefährlich anlassbezogene Tests sind? Weiß man etwas darüber, wie groß das Ansteckungsrisiko in dieser Phase ist? Ich bin bisher immer von einem überschaubaren Risiko ausgegangen in dieser Phase ansteckend zu sein und habe mich tatsächlich freier bewegt als zuvor.


    Kommt ja darauf wie eng der Raum ist. Und wie durchlüftet usw..

    Ich habe dann im Fitnessstudio auch direkt ein Gerät gefunden, an dem ich arbeiten konnte. Ich habe mir eine Cola gezogen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Downey Jr:
    Genau richtig. Die Ansteckungsrisiko ist gering, aber es ist vorhanden. Wenn man dieses kleine Risiko jetzt durch falsches Anwenden der Tests (ungeschultes Personal, Selbsttest), anlassbezogene Testung bzw. unregelmäßiges Testen und einer hohe Grundinzidenz multipliziert, kann es zu einem Umkehren des Effekts kommen und die Infektionsdynamik wird angefacht.
    .


    Das ist halt auch so etwas mit dem ungeschulten Personal.
    Da gab es Ideen das vor jedem Laden getestet werden soll, auch vor Restaurants.
    Und da soll dann der Kellner, wenn er kurz Zeit hat, mir ein Stäbchen in die Nase schieben und das Ergebnis soll dann Aussagekräftig sein.
    Puh.
    Ich werde voraussichtlich in absehbarer Zeit keinen Test mehr machen (müssen) aber WENN, dann bitte jemand der so etwas auch beruflich macht, bzw damit zu tun hat und nicht jemand der sich ein Youtube Video dazu angesehen hat.

  • Mal wieder gibt es Kritik an der Impfpolitik, da wohl derzeit ~ 4 Millionen Impfdosen herumliegen...

    Zitat

    Es könnten viel mehr Personen gegen Covid-19 geschützt werden, wenn die Impfzentren ihre Lagerbestände abbauten und wenn neue Lieferungen verstärkt an die Hausärzte gingen. „In einigen Ländern oder Impfzentren liegen insgesamt fast vier Millionen Dosen ungenutzt herum. Weil es keine Sendungsverfolgung wie bei der Post gibt, weiß niemand, wo der Impfstoff wirklich ist“, sagt der Vorsitzende des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI), Dominik von Stillfried, der F.A.Z.: „Bund und Länder müssen Klarheit über den Verbleib schaffen und dann dafür sorgen, dass die Dosen möglichst schnell verimpft werden.“ Der Lagerbestand ergibt sich aus der Menge der Lieferungen des Bundes an die Länder minus der bisher verabreichten Impfdosen.


    Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wi…n-ungenutzt-17291586.html

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