A N Z E I G E

Die Zeit nach Vince - wird es besser?

  • Ich bin nun jahrelanger Wrestlingfan bzw. WWE-Fan. Und ich finde die WWE ist am Tiefpunkt angekommen. Sicher ist die Situation momentan bitter ohne Fans usw. aber ich finde es liegt eher an den miesen Stories, wie schlecht gewisse Wrestler eingesetzt werden, immer wieder die gleichen Geschichten, teilweise wirklich peinliche Segmente (siehe Schleimmdusche bei Braun), viele Titel nix mehr wert (24/7, Tag Team Titel, MITB) usw usw.


    Und unter Vince wird keine Besserung mehr stattfinden. Nun die Frage, wie lange wird Vince noch so weitermachen, und wird es besser nach Vince? Mit Shane z.B.? Was glaub ihr?

    "You people, you know who i am...but you don't know, why i am here!"

  • A N Z E I G E
  • Also zum einen glaube ich, dass Vince - sollte er nicht durch höhere Gewalt daran gehindert werden, was natürlich in seinem Alter nicht auszuschließen ist - noch mindestens bis zum Jahr 2033 die WWE leiten wird. Dann würde ihm die Bude nämlich 50 Jahre gehören.


    Was eine Besserung angeht, hängt die mMn nicht alleine an Vince. Ja, der mag einen einigermaßen veralteten Ansatz haben, aber am Ende hat man auch nen Haufen Writer und andere Pappnasen in hohen Positionen, die auch keine besseren Ideen haben. Ja, Vince entscheidet am Ende, aber es kann mir keiner erzählen, dass der bei jeder einigermaßen guten Idee ablehnt und nur Schleimeimer und Soap-Hochzeiten durchwinkt. Der ganze Laden ist einfach ein kreatives Vakuum mit Ausnahmen wie Wyatt oder Reigns/Heyman, die größtenteils wohl selbst ihre Storys verantwortlich sind.


    Was eigentlich mal wichtig wäre, wäre eine generelle Verjüngungskur hinter den Kulissen. Wenn ich schon lese, dass Laurinaitis wieder HoTR ist, denke ich mir auch nur, dass die alten Säcke da einfach immer nur in den Positionen hin und hergeschoben werden. Es ist wie in der Politik: So makaber das klingt, aber um die Leute loszuwerden, müssen sie wegsterben. Ansonsten hat man die ewig an der Backe und sie werden nur in andere Ämter befördert, um dort dann die nächste Scheiße zu verzapfen. So scheint es bei WWE auch zu sein. Ständig holt man Leute wie Laurinaitis oder Prichard zurück, anstatt einfach mal junge Leute ranzulassen, die vielleicht mal ein paar frische Ideen auf den Tisch legen. In dieser Form ändert sich an dem Produkt nix. Egal, ob Vince oder Shane oder Hunter oder sonstwer den Laden leitet.


    Darüber hinaus sehe ich zum beispiel in Triple H auch nicht den großen Retter, denn sein Bookingstil ist zwar ganz gut, aber mMn fehlt ihm das Gespür fürs Entertainment. Er ist da zu sehr Wrestler durch und durch und ich glaube, unter ihm würde das E in WWE doch eingermaßen in den Hintergrund geraten und das würde ich auch nicht gut finden. ich denke, man sollte in Zukunft (am besten noch mit Vince; also jetzt) die Aufgaben besser verteilen und statt einem Entscheidungsträger das ganze auf mehrere Leute ausgliedern, damit man mehr Abwechslung ins Programm kriegt. Man will ohnehin irgendwie jeden Fan bedienen, dann muss man auch unterschiedliche Ansätze bringen. Und die Mittel dafür hat WWE ja definitiv zur Verfügung. Da kann dann von der simplen Soap-Story, über die Comedy-Undercard-Fehde bis zur durchdachten Long-Term-Geschichte und allem dazwischen normalerweise alles geboten werden. Wenn man dann noch ein wenig die Produktion dementsprechend anpasst, geht das auch gut Hand in Hand, wenn man nen Schleimkotzenden Randy Orton und nen vollgeschleimten Strowman in einer Show hat. So wie es jetzt ist, wirkt das alles nicht wie eine Symbiose sondern wie alleinstehende Schnipsel, die nichtmal im selben Kosmos existieren. Quasi wie eine Anthologie mit zwar dem selben Thema, aber ansonsten ohne Gemeinsamkeiten.

    Alles was hier drüber steht, ist nur meine subjektive Meinung, also reg dich nicht zu sehr auf. Auch du darfst eine eigene Meinung haben und der Meinung sein, dass meine Meinung Müll ist.

  • Zumindest solche Entgleisungen wie bei Super ShowDown & Summerslam 2020, wo die wichtigste Storyline (Fiend), Vince's persönlichen Interessen jeweils untergeordnet wurde, wird es dann nicht mehr geben.


    Solange aber AEW keine so starke Konkurrenz ist, wie es WCW einst war, gibt es für Steph. & Co keinen Grund, die Generelle Austrichtug über den Haufen zu werfen. WWE wird also schon WWE bleiben...


    Eine Rückkehr zu Attitude oder Ruthless Aggression Zeiten ist eher unwahrscheinlich.


    Die Schleimmdusche war ja anscheinend eine Bestrafungsaktion wegen rassistischer Äusserungen von Braun, was ich angesichts dessen, durchas befürworte.


    Die eigentliche Lösung wäre Prichard rauswerfen. Der hat schon TNA nicht gut getan.
    Am besten Rotunda (Wyatt) das gesamte booking übertragen - zumdest wenn der irgendwann seine aktive Karriere beendet, was noch 20-30 Jahre dauern kann.

  • Viele User reden hier immer wieder von einem "Tiefpunkt", aber ist das wirklich so? Oder ist das ein persönlicher Eindruck, weil einem viele Dinge in der WWE aktuell überhaupt nicht gefallen? Ich frage nur, weil, ohne Corona, wären die Hallen regelmäßig voll und die Fans würden die Bude einrennen. Oder irre ich mich da? Erst wenn der Zustrom an Fans deutlich zurückgehen würde, erst dann könnte man von einem Tiefpunkt sprechen. Ich sehe das aber aktuell noch nicht und für viele ist es einfach ein Highlight, wenn sie mal bei einer RAW oder sogar einem PPV live dabei waren.

    The Monster: Perhaps you can tell me, do I have a name?
    Monster's Sister: Why would you need one?
    The Monster: Starbucks mostly.
    - The Magicians

  • Ich gehe stark davon aus, dass die WWE langfristig vom Mutterhaus des USA Networks (NBC Universal) übernommen wird. Also wird man ähnlich wie damals die WCW zu einer Businessunit innerhalb eines Konzerns angegliedert. Das heisst, je nachdem wer die Verantwortung übernimmt, richtet es entsprechend aus und hierbei wird vor allem der Entertainmentaspekt in den Vordergrund gestellt. Dadurch kann man, ähnlich wie die WCW, schnell fallengelassen oder nicht priorität behandelt werden. Ich glaube auch nicht, dass Triple H jemals den Laden führen wird. Er hatte mit NXT seine Spielwiese und rein von den Altersgruppen her, züchtet er zu wenig neue Zuschauer sprich die nächste Generation der Wrestlingfans / Zuschauern heran. Das ist nicht nachhaltig. Steph sehe ich bei einem Verkauf vor allem im CSR, PR oder Marketingbereich. Aber eben, ein solches Szenario erwarte ich erst als thematisiert, wenn die Verträge bei Fox und USA Network neu verhandelt werden. Ich denke es ist vor allem von Vince abhängig, ob er loslassen will und zum richtigen Zeitpunkt verkauft, oder weiterhin den Platzhirsch markiert. Also unabhängig ob das Szenario eintrifft oder nicht: Es wird für den Wrestlingpuristen oder den Fan von extremeren Gangarten nicht besser.


    Der einzige McMahon den ich mir als Nachfolger (eventuell mit einer Investorengruppe in der Hinterhand) vorstellen kann, ist Shane. Das Produkt würde sich dann wohl in Richtung MMA ausrichten bzw. so präsentiert werden. Ob das besser oder schlechter oder dann gar zeitgemäss ist, wage ich nicht zu prognostizieren. Ich traue halt Shane am meisten zu, einen anderen Weg einzuschlagen.

  • Zitat

    Original geschrieben von JohnDoe:
    Viele User reden hier immer wieder von einem "Tiefpunkt", aber ist das wirklich so? Oder ist das ein persönlicher Eindruck, weil einem viele Dinge in der WWE aktuell überhaupt nicht gefallen? Ich frage nur, weil, ohne Corona, wären die Hallen regelmäßig voll und die Fans würden die Bude einrennen. Oder irre ich mich da? Erst wenn der Zustrom an Fans deutlich zurückgehen würde, erst dann könnte man von einem Tiefpunkt sprechen. Ich sehe das aber aktuell noch nicht und für viele ist es einfach ein Highlight, wenn sie mal bei einer RAW oder sogar einem PPV live dabei waren.


    Selbst ohne zwischen den Zeilen zu lesen, ist doch wohl eindeutig, dass es dem Threadersteller um den kreativen Aspekt geht und nicht den finanziellen. Dass WWE sich ne goldene Nase verdient bestreitet ja niemand. Wie auch, ist nun mal Fakt. Trotzdem muss man deshalb das Produkt ja nicht durchweg gut finden. Hollywoodfilme brechen auch ständig Einspielrekorde, aber kreativ herrscht da auch gähnende Leere.


    Ich persönlich würde allerdings auch kreativ nicht vom Tiefpunkt der WWE sprechen. Den hatte man 1995 und das zu unterbieten dürfte schon alleine aufgrund der Qualität des Rosters nicht gelingen. Außerdem ist man seit geraumer Zeit mMn durchaus auf nem besseren Weg als noch vor ein paar Jahren. Vor allem SmackDown läuft recht rund. Raw hingegen ist totes Land. NXT kann ich nicht beurteilen. Insgesamt wirkt aber halt alles so, als könnte es in wenigen Wochen schon wieder kippen und erneut zum Schema F verkommen.


    @Blackman


    Ich kann mich natürlich irren, aber ich glaube, Vince würde nur verkaufen oder gar abtreten, wenn ihm keine andere Wahl bliebe. Der lebt für die Arbeit und vor allem die WWE. Ohne das hat der quasi dann nix mehr, das ihn antreibt. Deshalb ja auch meine Prognose, dass der quasi weitermacht, bis es aus welchen Gründen auch immer nicht mehr geht.

    Alles was hier drüber steht, ist nur meine subjektive Meinung, also reg dich nicht zu sehr auf. Auch du darfst eine eigene Meinung haben und der Meinung sein, dass meine Meinung Müll ist.

    Einmal editiert, zuletzt von ()

  • Zitat

    Original geschrieben von JohnDoe:
    Viele User reden hier immer wieder von einem "Tiefpunkt", aber ist das wirklich so? Oder ist das ein persönlicher Eindruck, weil einem viele Dinge in der WWE aktuell überhaupt nicht gefallen? Ich frage nur, weil, ohne Corona, wären die Hallen regelmäßig voll und die Fans würden die Bude einrennen. Oder irre ich mich da? Erst wenn der Zustrom an Fans deutlich zurückgehen würde, erst dann könnte man von einem Tiefpunkt sprechen. Ich sehe das aber aktuell noch nicht und für viele ist es einfach ein Highlight, wenn sie mal bei einer RAW oder sogar einem PPV live dabei waren.

    abgesehen davon was LostInWeb über mir geschrieben hat, waren die Shows in den seltensten Fällen ausverkauft. Live Zuschauerzahlen gehen seit schon lange deutlich zurück.

  • Glaube nicht, dass sich was ändert wird. Zumindest nicht groß. Warum auch. Es geht der WWE um maximalen Gewinn, und nicht um ein paar Internetheinis glücklich zu machen. Die Wrestling Boomzeiten rund um das Jahr 2000 herum sind vorbei. WWE ist auf dem Papier so erfolgreich wie noch nie. Die Zeiten haben sich einfach geändert. So schlimm das für alte Fans wie mich auch ist. Schauen kann ichs schon lange nicht mehr.


    Gehen wird Vince zudem eh erst, wenn er wirklich nicht mehr kann oder Gott bewahre, nicht mehr lebt.

  • Ich bin seit 20 Jahren hier auf dem Board und seit 20 Jahren gibt es Diskussionen, ob die WWE am Tiefpunkt angekommen ist und was sich ändern muss. Viele Dinge, die mittlerweile glorifiziert werden, wurden damals zerrissen.


    Um deine Frage zu beantworten: Nein, es ändert sich nichts. Vieles ist aber nicht so schlimm, wie es den Anschein erweckt

  • Vince McMahon wurde schon mal gefragt, ob er die WWE verkaufen würde und hat Ja gesagt, wenn z. B. Disney die WWE kaufen würde.


    Wenn die WWE mit ihrem Konzept wirtschaftlich erfolgreich ist, warum soll man dieses Konzept großartig ändern.


    Und wer das WWE Produkt nicht mag, da gibt es genug Wrestling Alternativen. Man muss nur den Mut zusammennehmen und sich den neuen Wrestling Alternativen annehmen.

    "Wrestling ist ähnlich wie Politik oder Religion! Jeder hat seine Meinung, und jeder glaubt, dass er Recht hat." (Shawn Michaels)
    "Wer das Schlechte sucht, wird das Schlechte finden. Wer das Schöne sucht, wird das Schöne finden." (chinesisches Sprichwort)
    "Viele Leute sagen immer vieles, doch das darf man nicht zu ernst nehmen. Ich bin einer, der schaut immer geradeaus." (Niko Kovac)

    Einmal editiert, zuletzt von ()

  • Man kann von außen halt auch nicht beurteilen, ob Vince das große Problem ist. Vielleicht sind auch einfach die Writer schlecht oder der Headwriter weiß nicht so recht wie er alle Storys zusammenführen soll. Bei 5 Stunden Raw+Smackdown die Woche kann das auch Profis passieren

  • Zitat

    Original geschrieben von Hulkamaniac:
    Ich bin seit 20 Jahren hier auf dem Board und seit 20 Jahren gibt es Diskussionen, ob die WWE am Tiefpunkt angekommen ist und was sich ändern muss. Viele Dinge, die mittlerweile glorifiziert werden, wurden damals zerrissen.


    Um deine Frage zu beantworten: Nein, es ändert sich nichts. Vieles ist aber nicht so schlimm, wie es den Anschein erweckt


    Oh ja, wie recht du hast. Damals in den frühen 2000ern hieß es, dass alles gerade Mist sei und alle haben die Attitude-Ära vermisst. Heute heulen viele, vor allem ich, der Ruthless Aggression Ära hinterher.
    Damals meinten alle, nachdem der Brand-Split konsequent durchgezogen wurde, dass der World Heavyweight Title (oder wie Carsten Schäfer immer so schön sagte "Weltschwergewichtstitel") ein wertloses Pizzablech sei, welches von HHH herumgetragen wird. Heute in Zeiten der Titeldesigns von der Einheits-BlingBling-Stange wünschen wir uns genau wieder zwei individuell unterschiedliche Top-Titel zurück, die nicht schwarz bzw. blau/rot mit Edelsteinen besetzt sind, sondern einfach mal gold sind.

  • es gab in der Vergangenheit aber schon genug Berichte, dass die Writer sich kreativ nicht frei entfalten können, weil deren Ideen viel zu oft von Vince abgewunken werden und man dadurch nun eher nach Vince's Geschmack booked. Perfektes Beispiel wie kompetent die Writer sein können ist doch NXT (wenn auch nicht perfekt), weil Vince sich da nicht einmischt. Und bevor jemand kommt mit "wArUm IsT nXt DaNn NiChT sO eRfOlgReIcH?", ich rede hier rein vom Booking und Storytelling und nicht das Produkt als ganzes. Da kann es doch nicht ernsthaft 2 Meinungen geben.

  • Wenn ich ehrlich bin denke ich mir alle 4-5 Jahre aufs Neue, dass die WWE am absoluten Tiefpunkt angekommen ist. Dies liegt aber daran, dass man immer auch hauptsächlich nur den aktuelle Zeitpunkt wahrnimmt und nicht in den Bezug zur Vergangenheit setzt. So geht es mir zumindest...


    Ich bin auch von vielen Punkten momentan nicht überzeugt aber hätte man mir bspw vor 6, 7 oder 8 Jahren gesagt das es ein Produkt namens „NXT“ gibt, dass mir persönlich so viel Spaß bereitet, hätte ich vermutlich auch nur den Kopf geschüttelt.


    Soll heißen: Klar ist mal wieder viel Quatsch in den Shows, alles schlecht finde ich aber auch heute nicht.

  • Zitat

    Damals meinten alle, nachdem der Brand-Split konsequent durchgezogen wurde, dass der World Heavyweight Title (oder wie Carsten Schäfer immer so schön sagte "Weltschwergewichtstitel") ein wertloses Pizzablech sei, welches von HHH herumgetragen wird. Heute in Zeiten der Titeldesigns von der Einheits-BlingBling-Stange wünschen wir uns genau wieder zwei individuell unterschiedliche Top-Titel zurück, die nicht schwarz bzw. blau/rot mit Edelsteinen besetzt sind, sondern einfach mal gold sind.


    mir Persönlich ist es egal ob der Titel, Rot, Blau, Gold, mit Edelsteinen besetzt oder von mir aus Bund ist,
    auf den Wert eines Titels kommt es drauf an, da liegt eil teil des Problems
    die Titel sind heute einfach viel weniger Wert als vor 10,15,20 oder gar 30 Jahren
    aber eben nicht nur die Top-Titel sondern besonders die Tag Team Titels oder auch der IC Titel


    zur Eingangsfrage.
    man muss eben sehen was passiert wenn Vince wirklich 0 Einfluss mehr hat, sei es durch gesundheitlichen Gründen, durch Tod oder sonstigen Gründen


    ob dann wirklich kreativ alles besser wird, kann man heute noch nicht sagen


    aber dieses ständige kurzfristige Umschreiben von Shows vor ihren Start
    oder das fallenlassen von Leuten an denen Vince das Interesse verliert
    oder die tote Tag Team Division werden dann hoffentlich ein Ende haben



    eine starke Konkurrenz, kreativ bessere Storys in Verbindung mit Titeln die auch was Wert sind,
    kein kurzfristige Umschreiben von Shows und eben auch Tag Team sowie Frauen Division die gute Storys haben, gute Leute, Titel die was Wert sind könnten zu einer Verbesserung führen

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

A N Z E I G E