A N Z E I G E

Der 1.BuLi-Diskussionsthread #12

  • Kommt drauf an. In und um Hoffenheim oder Leipzig herum wurde massiv mit branchenfremenden Managern gerbeitet (wenn auch nicht in einer so sichtbaren Position). Und das ja auch durchaus erfolgreich.

    Finde aber Vereins- und Verbandsarbeit noch etwas unterschiedlicher. Wenn du als Verband in wichtige Verhandlungen und Diskussionen bzgl. 50+1, TV Rechte etc. gehst, ist es einfach von großem Vorteil wenn du die Hintergründe und Meinungen aller Parteien von Fan, über Parteien, über Vereine oder Verbände kennst.


    Ein Verein selbst ist viel eher mit einem Unternehmen zu vergleichen, wo man gewisse Strukturen professionalisiert und Elemente aus der freien Wirtschaft nach und nach miteinbringst. Man setzt auch keinen branchenfremden Manager hin und lässt ihn eine Mannschaft zusammenstellen.


    Gibt mit Sicherheit auch externe, die ein gutes Verständnis mitbringen, aber woher sollen die jetzt mitten in einer Spielzeit die nötige Flughöhe für die verschiedenen Themen die ausdiskutiert werden, bekommen. Das kann für den festen Nachfolger zum 01.07.23 schon anders aussehen, wenn dieser Monate Zeit hat, sich in Themen schon einzuarbeiten.


    Leki macht übrigens auch Doppelfunktion.

  • A N Z E I G E
  • Das dürfte alleine schon an der fehlenden Messbarkeit scheitern. Wie will man z.B. Union Berlin berücksichtigen, die halt ein kleines Stadion haben? Oder Freiburg, die einfach einen Standortnachteil gegenüber einem Verein aus einem Ballungsgebiet haben? Wenn man vom tabellarischen Schlüssel weg will fänd ich es sinnvoller die Nachwuchsarbeit zu berücksichtigen. Gerade angesichts dessen, dass Deutschland ja gefühlt auf jeder Position Jugendspieler braucht...

  • Ich finde die Logik ehrlich gesagt gar nicht so falsch. Wenn wir über TV-Gelder reden, kommen diese ja daher, dass Leute gewillt sind, einzuschalten. Und dabei ist dann auch klar, dass es gewisse Vereine gibt, die deutlich mehr Zuschauer anziehen und motivieren, Abos abzuschließen als andere. Darum ist der Gedanke jetzt nicht so dumm, diese auch dafür zu "belohnen", anstatt wie aktuell ein Schneeballsystem zu haben, indem einige Plastikvereine ohnehin schon einen krassen Wettbewerbsvorteil haben und dann dafür auch noch mehr TV-Gelder kassieren als andere, obwohl sie kein Schwanz sehen will und sie im Zweifel die Attraktivität und damit die TV-Einnahmen aller Vereine sogar senken. Ganz oben an der Spitze dürfte sich dabei nichts tun, Bayern und Dortmund dürften immer noch das meiste Geld kassieren, aber wenn dann dahinter Vereine mehr Geld bekommen, die die Liga für eine größere Anzahl Zuschauer attraktiver machen, ist das langfristig nicht die schlechteste Idee.


    Edit: Fletcher Cox: Ich gehe stark davon aus, dass sich das auf die TV-Zuschauer beziehen soll, nicht auf die Stadionbesucher.

  • Und dabei ist dann auch klar, dass es gewisse Vereine gibt, die deutlich mehr Zuschauer anziehen und motivieren, Abos abzuschließen als andere. Darum ist der Gedanke jetzt nicht so dumm, diese auch dafür zu "belohnen", anstatt wie aktuell ein Schneeballsystem zu haben, indem einige Plastikvereine ohnehin schon einen krassen Wettbewerbsvorteil haben und dann dafür auch noch mehr TV-Gelder kassieren als andere, obwohl sie kein Schwanz sehen will und sie im Zweifel die Attraktivität und damit die TV-Einnahmen aller Vereine sogar senken.

    Also soll man Vereine dafür belohnen, dass sie früher mal erfolgreich waren, unabhängig von der aktuellen Leistung? Denn, wenn man das ehrlich betrachtet, haben die Vereine, die aktuell viele Fans haben, die auch nur aufgrund früherer Erfolge.

    Oder warum hat z.B. Alemania Aachen mehr Fans als der Bonner SC, die haben letzte Runde noch in einer Liga gespielt. Das liegt bestimmt an der größeren Stadt, nicht?


    Oder warum haben Vereine wie Kaiserslautern oder der HSV immer noch so eine große Fanbasis? Vermutlich wegen der überzeugenden Leistungen in den letzten Jahren (wobei es natürlich trotz allem stark ist zu den 36 stärksten Vereinen Deutschlands zu gehören).


    Nicht falsch verstehen, bei der Verteilung der Gelder kann man sicher diskutieren und es gibt bestimmt Verbesserungspotential, aber eine rein auf Zuschauerzahlen basierte Verteilung würde vermutlich noch eher eine geschlossene Gesellschaft in den oberen Ligen verursachen. Mannschaften, die mehr Fans ziehen bekämen mehr Geld, würden dann vermutlich bessere Leistungen bringen, bekämen daher neue Fans damit mehr Zuschauer und wieder mehr Geld. Damit wären Mannschaften wie Mainz oder Freiburg, die sich in den letzten 20 Jahren in der ersten Liga etabliert haben, vermutlich nicht so weit gekommen.

  • Ich finde die Logik ehrlich gesagt gar nicht so falsch. Wenn wir über TV-Gelder reden, kommen diese ja daher, dass Leute gewillt sind, einzuschalten. Und dabei ist dann auch klar, dass es gewisse Vereine gibt, die deutlich mehr Zuschauer anziehen und motivieren, Abos abzuschließen als andere. Darum ist der Gedanke jetzt nicht so dumm, diese auch dafür zu "belohnen", anstatt wie aktuell ein Schneeballsystem zu haben, indem einige Plastikvereine ohnehin schon einen krassen Wettbewerbsvorteil haben und dann dafür auch noch mehr TV-Gelder kassieren als andere, obwohl sie kein Schwanz sehen will und sie im Zweifel die Attraktivität und damit die TV-Einnahmen aller Vereine sogar senken. Ganz oben an der Spitze dürfte sich dabei nichts tun, Bayern und Dortmund dürften immer noch das meiste Geld kassieren, aber wenn dann dahinter Vereine mehr Geld bekommen, die die Liga für eine größere Anzahl Zuschauer attraktiver machen, ist das langfristig nicht die schlechteste Idee.


    Edit: Fletcher Cox: Ich gehe stark davon aus, dass sich das auf die TV-Zuschauer beziehen soll, nicht auf die Stadionbesucher.

    finde ich ehrlich gesagt ziemlich böd

    dann bekommen Bayern und der BVB immer das meiste Geld

    selbst wenn der BVB mal 2-3 oder mehr Jahre nicht Vizemeister werden sollte oder gar mal nur4 oder 5 wird bekommen sie ihr Geld


    während dann Vereine wie Augsburg, Mainz oder auch Hertha die für viele Zuschauer wenig Attraktiv sind und daher deutlich weniger Zuschauer anziehen, iimmer weniger TV-Gelder kassieren und zwar auch dann wenn sie mal 1 oder 2 Jahre dabei haben wo es vielleicht mal um die Internationalen Plätze oder einen einstelligen Tabellenplatz geht.

  • Wird die PK von RB irgendwo gezeigt?

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  • Ganz praktisch betrachtet, weil diese Vereine dafür verantwortlich sind, dass man diese TV-Einnahmen erwirtschaftet. Das kann man nun auf alle möglichen Wege erklären und es unfair finden, dass der HSV, Schalke und Köln eben schon vor 60 Jahren groß waren, aber das ändert doch am Ende nichts an dem Faktum, dass Köln-Gladbach oder HSV-Werder um Längen mehr Zuschauer anzieht als Leipzig-Hoffenheim oder Wolfsburg-Leverkusen. Und wenn wir über TV-Gelder reden, dann ist es da eben eine Grundvoraussetzung dafür, dass die Leute tatsächliche diese immer mehr und teurer werdenden Abos abschließen, dass die Liga attraktiv ist. Attraktiv ist die Liga mittlerweile aber eben schon lange nicht mehr über Spannung oder dergleichen, da ist der Zug längst abgefahren, aber immerhin noch über die einzelnen Vereine, die eine riesige Fanbasis haben und die genug bekloppte Leute mitbringen, die bis zu 4 Abos abschließen, um sich anzugucken, wie man 0:6 in Mainz verliert.

    Die TV-Einnahmen der DFL leben von der Attraktivität der Vereine, nicht von deren faktischen Leistungen auf dem Platz, deswegen sehe ich diese Zwangsläufigkeit einer Gewichtung in der Einnahmenverteilung nach Erfolg der letzten Jahre überhaupt nicht. Denn es besteht nicht so ein großer Zusammenhang zwischen dem Erfolg einer Mannschaft und ihrer Attraktivität für den Zuschauer, welche letztlich den entscheidenden Ausschlag gibt, ob dieser sich die Abos anschafft, aus denen sich am Ende der Topf der TV-Einnahmen speist. Ich finde es im Gegenteil deutlich absurder, dass Vereine, die für den Zuschauer extrem unattraktiv sind (gemessen an den TV-Zuschauerzahlen) einen riesigen Wettbewerbsvorteil durch fußballexterne Geldgeber haben, sich damit Erfolg einkaufen und höhere Plätze belegen und als Konsequenz dessen dann auch noch mehr von dem TV-Einnahmentopf kassieren, den sie im Zweifel gleichzeitig eher verringern als anfüttern, weil sie eben keiner sehen will. Da ist doch wirklich was kaputt.


    Es gibt genug Einnahmenquellen, die sich aus sportlichem Erfolg ergeben, bei denen dann eben auch ein logischer Zusammenhang zwischen dem Erfolg und den damit generierten Einnahmen bestehen. Die TV-Gelder haben aber nur äußerst peripher etwas mit sportlichem Erfolg zu tun, weswegen es sich mir nicht erschließt, warum sie nach diesen Maßstäben zu verteilen sind.

  • Edit: Fletcher Cox: Ich gehe stark davon aus, dass sich das auf die TV-Zuschauer beziehen soll, nicht auf die Stadionbesucher.

    Puh, da hat man doch den gleichen Problemfall. Manche Teams haben dann einfach ihre Topspiele, andere bekommen dann Hertha am Freitagabend. Dann unterschiedliche Reichweiten von Sky und DAZN,... Und sportliche Situationen. Ein Team, dass nach 26 Spieltagen im gesicherten Mittelfeld steckt ist für neutrale Zuschauer wieder uninteressanter als Abstiegskampf.


    Da müsste man erstmal einen Weg finden um halbwegs objektiv alle Vereine unter halbwegs ähnlichen Umständen gegen halbwegs gleichwertige Gegner auf dem gleichen Sendeplatz auszutesten...

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  • Puh, da hat man doch den gleichen Problemfall. Manche Teams haben dann einfach ihre Topspiele, andere bekommen dann Hertha am Freitagabend. Dann unterschiedliche Reichweiten von Sky und DAZN,... Und sportliche Situationen. Ein Team, dass nach 26 Spieltagen im gesicherten Mittelfeld steckt ist für neutrale Zuschauer wieder uninteressanter als Abstiegskampf.


    Da müsste man erstmal einen Weg finden um halbwegs objektiv alle Vereine unter halbwegs ähnlichen Umständen gegen halbwegs gleichwertige Gegner auf dem gleichen Sendeplatz auszutesten...

    Ich würde sagen, dass man diese Ausreißer mit einer ausreichend großen sample size schon vernünftig ausgleichen könnte. Man kann da ja auch die Statistiken der letzten Jahre heranziehen, sodass das im Endeffekt schon irgendwie passen sollte.

  • Also manche Aussagen von Eberl sind schon extrem konträr zu seinem jetzigen Arbeitgeber. Wie kann er sich denn da hinsetzen, davon reden wir müssen aufpassen dass wir „die Basis nicht verlieren“ und den extremen finanziellen Aspekt in Frage stellen… wo er gerade bei RBL angefangen hat. Was zur Hölle.

  • Also manche Aussagen von Eberl sind schon extrem konträr zu seinem jetzigen Arbeitgeber. Wie kann er sich denn da hinsetzen, davon reden wir müssen aufpassen dass wir „die Basis nicht verlieren“ und den extremen finanziellen Aspekt in Frage stellen… wo er gerade bei RBL angefangen hat. Was zur Hölle.

    Sehr unterhaltsam war das. ^^

  • Also manche Aussagen von Eberl sind schon extrem konträr zu seinem jetzigen Arbeitgeber. Wie kann er sich denn da hinsetzen, davon reden wir müssen aufpassen dass wir „die Basis nicht verlieren“ und den extremen finanziellen Aspekt in Frage stellen… wo er gerade bei RBL angefangen hat. Was zur Hölle.

    Vielleicht liegen wir einfach alle falsch und er ist im

    Recht. Anders kann ich mir die Aussagen nicht erklären.

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