A N Z E I G E

Eure Social Media Nutzung

  • Ich finde es ganz interessant, dass es bislang im wesentlichen die Kategorien


    - beruflich
    - Ehrenamt
    - enger Bekanntenkreis
    - passiv/Informationsbeschaffung


    sind, die hier auf den Board vorherrschen, während eine private breite aktive Nutzung eher weniger verbreitet scheint. In Bezug auf zwei der Kategorien kann ich es aus meiner persönlichen Lebenswelt nicht nachvollziehen: beruflich und Informationsbeschaffung.


    Zumindest bei mir sind alte "old scholl gepflegte" Netzwerke deutlich effektiver gewesen, als alles, was XING und LinkedIn bisher geboten haben - die guten Projekte/Mandate/Offerten habe ich allesamt über Mundpropaganda und böse ausgedrückt "alte Männerbünde" erhalten. Die Tendenz scheint sich auch weiterhin zu bestätigen, wenngleich das natürlich inzwischen so ein angestoßener Selbstläufer ist; aber ein Abend im Borchert sichert mir gefühlt mehr Aufmerksamkeit, als 4-5 Jahre auf den Plattformen. Ehrlicherweise fühle ich mich in solchen Situationen aber auch sehr wohl und merke relativ schnell, wann ich da nen Kontakt entwickeln kann.


    In Bezug auf die Infobeschaffung bin ich mir auch relativ sicher, dass ich wesentliches über Zeitungen erfahre, ohne nennenswerte Zeit zu vergeuden, und unterstütze dabei dann auch noch den Journalismus.


    In Bezug auf Shitstorms habe ich eine etwas andere Meinung, da ich mal mitten in einen geraten bin (und es zum Glück (?) erst danach mitbekommen habe); mir hatte vor einigen Jahren mal nen Kumpel zu nem pulsierendem Thema ein Urteil mit nem lustigem Kommentar geschickt. Ich habe etwas schnotzig geantwortet und war wohl im Hashtag drin, sodass ein paar daran Anstoß genommen haben, was zu einigen nicht besonders schönen Repliken von Wildfremden führte (für uns beide lustigerweise, obwohl mein Kumpel gar nichts in der Richtung gemacht hatte). Ich habe es erst nen Tag später mitbekommen, was mich davor bewahrt hat, irgendewie zu reagieren und die Wucht des Sturms mitzubekommen. Ein paar Monate später, nachdem ich die Dynamik vielfach öffentlich beobachten konnte, habe ich mich da einfach rausgezogen.
    Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich zwar gerne hart in der Sache diskutiere, aber eben genau das will. Für diese persönlichen Attacken fehlt mir jeder nerv und jede Geduld.


    Zusätzlich zum Ausgangspost muss ich noch das Board und den Verfassungsblog als Netzwerk aufführen; beides, weil die thematischen Diskussionen in meinem engeren Bekanntenkreis überhaupt nicht abgedeckt werden. Der Rest läuft tatsächlich über Messenger, Telefonate, VK und Face to Face.


    Aber es ist erstmal interessant, wie ihr SM so nutzt

  • A N Z E I G E
  • Ich müsste meinen Ausgangspost dann wohl noch YT hinzufügen. Allerdings auch nur passiv und die Kommentare unter den Videos sind mir egal.

    CyBoard Rookie of the Year 2008; CL-Tippspiel Sieger 15/16


    Zwischen dem Leben, wie es ist, und dem Leben, wie es sein sollte, ist ein so gewaltiger Unterschied, dass derjenige, der nur darauf sieht, was geschehen sollte, und nicht darauf, was in Wirklichkeit geschieht, seine Existenz viel eher ruiniert als erhält.(Niccoló Machiavelli)

  • Twitter nutze ich nur, um hier und da mal einen Tweet lesen zu können.
    Ich finde dieses Medium aber furchtbar unübersichtlich.


    Bei Insta habe ich mich irgendwann einfach mal angemeldet und ein paar Fotos hochgeladen, bin dort aber nicht wirklich aktiv.


    Facebook nutze ich täglich als kleinen Zeitvertreib für zwischendurch. Ab und zu teile ich mal etwas, aber in erster Linie gratuliere ich da Leuten zum Geburtstag. Bin dort vielleicht 10 Minuten am Tag, wenn es hoch kommt.


    Whatsapp ist als Komunikationsmittel mit Freunden und Kollegen ein fester Bestandteil meines Soziallebens. Zwar bin ich nicht der Typ, der darüber ellenlange Kommunikationen abhält, als Medium für die Vereinbarung von Terminen ist es aber unkompliziert. Ausserdem ist es in Coronazeiten auch für die Vorstandsarbeit unseres Sportvereins nützlich.

    "Ich habe nicht gesagt, dass ich Ihnen nicht traue und ich sage nicht, dass ich Ihnen traue, aber ich traue Ihnen nicht."


  • Das ist aber ein Umstand, den ich unserem Alter zuschreiben möchte, als Generation die jetzt zwischen 35-45 Jahre alt ist.


    Einfach von der Grundsozialisierung sind wir nicht mit einer omnipräsenten digitalen Welt aufgewachsen. Ich durfte ja zum Teil auch nicht auf den Spielplatz bevor ich nicht eine Stunde am Computer war. Das führt zu einem ganz anderen Umgang mit der Medienwelt als es die heutige Generation so erlebt.


    Auch wenn das sehr nostalgisch klingt, aber wir haben uns verabredet nach dem Konzept: wir sind von 15-18 Uhr auf dem Sportplatz. Wer kommt ist da. Und wenn man etwas wollte hat man auch jemand anderen angerufen. Und wenn es nicht so wichtig war, hat man eben auch mal 3-4 Stunden gewartet. Diese Omnipräsenz an Erreichbarkeit gab es nicht. Stattdessen hat man Telefonnummern oder ICQ-Nummern auswendig gelernt. Manche kann ich heute noch. Das ist auch tatsächlich eine Kommunikation, die ich heute noch schätze.


    Als ich Ende der 90er dann aufs Internat gegangen bin, hab ich von meinen Eltern einen Pager (!) bekommen, mit der Bitte, wenn was sein sollte, zurückzurufen. Das war natürlich nur ein kurzer Trend, aber ein sehr prägender. Da hab ich auch gelernt, einem Pling oder Vibrieren des Handys heute zu widerstehen, und zu warten, bis ICH die Zeit reif finde, zu agieren. Wer wirklich was will, meldet sich.


    Ich habe auch von meiner Familie relativ schnell gelernt, dass es nicht unbedingt sinnvoll ist, an die große Glocke zu hängen, wie wohlhabend man ist. Es gibt einfach zu viele Leute, sei es aus Neid oder Habgier, oder auch nur weil sie meinen es hebt sie hervor, dass sie mit jemand 'Besonderem' (was auch immer das sein mag) befreundet sind. Das hat bei mir zumindest einen sehr verschlossenen Umgang mit meinem Privatleben geprägt, und alleine wenn man sich anschaut, wie sensibel wir Deutsche beim Thema 'Datenschutz' sind, scheine ich nicht der einzige zu sein, dem es so geht.


    Die sozialen Medien, egal ob Facebook, Twitter oder Instagram sind für mich zudem ein Medium, dass sehr spät in mein Leben kam, jenseits der Pubertät. Damit bin ich darin auch nicht so verwurzelt, wenn es um 'persönlichkeitsbildende Prozesse' geht, sondern nähere mich von einem sehr professionellen Standpunkt aus.


    Wenn ich etwas teile, vor allem potentiell mit der ganzen Welt, aber in Kern natürlich mit dem regionalen Umfeld, dann weil ich etwas zu sagen habe. Da sehe ich mich als Person bei weitem nicht interessant und wichtig genug. Frei nach Dürrenmatt geht es eben weder um die Person, noch um die eigentliche 'Sache/Botschaft', sondern darum diese in einen entsprechenden Kontext mit einem Empfänger zu setzen. Dazu eignen sich die sozialen Medien sehr gut. Am Beispiel: Nicht irgend ein Brettspiel ist interessant, sondern der Umstand, dass es unseren Mitglieder ausleihen, spielen, testen können ist spannend. Daher, um einen solch persönlichen Kontext herstellen zu können, empfinde ich die sozialen Medien als ein sehr mächtiges Werkzeug, sobald man begriffen hat, wie Fokusgruppen und Synergien funktionieren.


    Für einige, gerade in der jüngeren Generation, zumindest merke ich das an meinen Auszubildenden, sind die sozialen Medien ein Teil der Persönlichkeitsstruktur. Da gehört der digitale Exhibitionismus einfach zur Sozialstruktur mit dazu, und das ändert auch den Umgang damit komplett. Das ist sicher nicht schlimm, aber doch befremdlich. Letztlich bleibt aber nichts anderes, als dies zu akzeptieren. Das ist einfach 'unser' großer Generationen-Konflikt zur uns nachfolgenden Generation.

  • Ich habe einen Facebook-Account, nutze Whatsapp und You Tube, bin hier und bei Spiegel Online aktiv. Ich nutze das Internet und seine Möglichkeiten zur Unterhaltung und zur Informationssammlung. Ich finde Wikipedia ist eine tolle Sache.


    Aber mal doof gefragt: Ist das bei den nachfolgenden Generationen so, dass man a) wirklich sich selbst darstellt oder b) man stellt die Person da, die man sein möchte? Und warum haben Influencer einen so großen Einfluss auf ihre Follower? Woher kommt der und warum reagieren junge Menschen so auf deren Tun?

    Ich habe dann im Fitnessstudio auch direkt ein Gerät gefunden, an dem ich arbeiten konnte. Ich habe mir eine Cola gezogen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Indy26:
    Und warum haben Influencer einen so großen Einfluss auf ihre Follower? Woher kommt der und warum reagieren junge Menschen so auf deren Tun?


    Weil junge Menschen nach Vorbildern dürsten udn weil das Niveau in der Gesellschaft gesunken ist. Heute schauen viele Menschen eben diese ganzen niveaulosen Sendungen im Privatfernsehen (Frauentausch, biggest loser, Love Island, Big Brother, diverse Superdubermegastars-shows und was es sonst so gibt), wo andere Generationen früher sich lehrreiches TV (Löwenzahn, Sendung mit der Maus) oder wenigstens anständige Filme angesehen haben.


    Das ist jetzt natürlich plakativ und trifft natürlich weder früher noch heute auf jeden Menschen zu.
    Die Dichte an voyeuristisch geprägten Sendungen, die den eigenen Geist weder fordern noch fördern, hat aber sicherlich zugenommen.

    "Ich habe nicht gesagt, dass ich Ihnen nicht traue und ich sage nicht, dass ich Ihnen traue, aber ich traue Ihnen nicht."

  • Zitat

    Original geschrieben von Indy26:
    Ich habe einen Facebook-Account, nutze Whatsapp und You Tube, bin hier und bei Spiegel Online aktiv. Ich nutze das Internet und seine Möglichkeiten zur Unterhaltung und zur Informationssammlung. Ich finde Wikipedia ist eine tolle Sache.


    Aber mal doof gefragt: Ist das bei den nachfolgenden Generationen so, dass man a) wirklich sich selbst darstellt oder b) man stellt die Person da, die man sein möchte? Und warum haben Influencer einen so großen Einfluss auf ihre Follower? Woher kommt der und warum reagieren junge Menschen so auf deren Tun?


    Als Hobbypsychologe denke ich mir das so. Gerade in der Pubertät, die ja die prägendste Phase der Persönlichkeitsbildung ist, sucht man sich ja Anhaltspunkte, wie man sein möchte. 'Früher' gab es "Punks", "Rocker", "Popper", "Skater" und andere Subkulturen an denen man sich orientiert hat. Da hat man sich dann an entsprechenden Magazinen und Vorbildern orientiert.


    Heute ist diese Orientierung eben einfach etwas 'intimer', denn sie findet auf dem eigenen Handy statt. Aber je mehr wir "individuell" und "besonders" sind, so gibt es doch in uns den Wunsch teil einer Gruppe zu sein. Das scheint einfach im Sozialverhalten angelegt zu sein. Entsprechend spiegeln wir ein Verhalten, von dem wir glauben, das es bei anderen positive Emotionen und Zustimmung hervor ruft. Über die "sozialen Medien" gibt es da eben schnell das Feedback über einen Like-Button. Unpersönlich, dennoch triggert es die selben Mechanismen.


    Am ende ist es ein Schwarmverhalten. Jeder schwimmt in der Pubertät irgendwo mit. Die spannende Frage ist doch dann, genau wie bei einem Vogel- oder Fischschwarm, wer jetzt wirklich weiß wo es lang geht, und wer nur mit schwimmt.


    Zitat

    Original geschrieben von Richie McCaw:
    Weil junge Menschen nach Vorbildern dürsten udn weil das Niveau in der Gesellschaft gesunken ist. Heute schauen viele Menschen eben diese ganzen niveaulosen Sendungen im Privatfernsehen (Frauentausch, biggest loser, Love Island, Big Brother, diverse Superdubermegastars-shows und was es sonst so gibt), wo andere Generationen früher sich lehrreiches TV (Löwenzahn, Sendung mit der Maus) oder wenigstens anständige Filme angesehen haben.


    Das ist jetzt natürlich plakativ und trifft natürlich weder früher noch heute auf jeden Menschen zu.
    Die Dichte an voyeuristisch geprägten Sendungen, die den eigenen Geist weder fordern noch fördern, hat aber sicherlich zugenommen.


    Ich möchte das gerne noch um den Punkt ergänzen, dass man heute neben dem 'anspruchslosen' als Alternative das Fernsehen nur noch besonders edgy und auf den Effekt hin produziert. Dexter, Game of Thrones, House of Cards sind alles gute Serien, aber mit einem sehr grauen Portfolio an Darstellungen. Man nennt das zwar erwachsen, aber es ist wohl kein guter Lehrmeister zum erwachsen werden. Im Kontrast dazu hatten wir damals Micheal Knight, Captain Picard oder Inspektor Columbo, und damit doch einen klar definierten Faden in der Darstellung, wo richtig und falsch liegen. Sicher waren da manche Themen auch edgy, aber die Indentifikationsfiguren haben eine klare Struktur und klare Anhaltspunkte mitgeliefert. Die tragischen Nebenfiguren, an deren Beispiel schwere Fragen gezeigt wurden, sind jetzt zu den Hauptfiguren geworden, und es fehlen oftmals die Indentifikationsfiguren, die eben das gesehene für uns in einen Kontext setzen.


    Diese fehlenden Figuren werden dann oftmals durch Influencer ersetzt, oder auch durch laute Fans, die ihre Theorien als unerschütterliche ins Internet blöken. In meinen Augen sind wir am Ende einfach zu sehr damit beschäftigt, das Einzelschicksal herauszuheben, und dabei vernachlässigt man eben im Mainstream die Einordnung in das Sozialgefüge.

  • Zitat

    Original geschrieben von ron-cober:
    In Bezug auf die Infobeschaffung bin ich mir auch relativ sicher, dass ich wesentliches über Zeitungen erfahre, ohne nennenswerte Zeit zu vergeuden, und unterstütze dabei dann auch noch den Journalismus.


    Wenn ich bestimmte Journalisten oder Zeitungen/Magazinen folge, bin ich meist sehr zeitnah darüber informiert, wenn es von dieser Seite Neues und Lesenswertes gibt. Ich klicke automatisch drauf und vergeude keine Zeit beim scrollen der Seite.


    Bei Krisen oder anderen besonderen Ereignissen ist das Folgen bestimmter Accounts dann auch sinnvoller als als darauf zu warten bis Live-Ticker oder Artikel auf einer Seite stehen. Zu Mal Live-Ticker meist auch noch Tweets oder Videos von Leuten vor Ort teilen. Man muss bei bestimmten Situationen natürlich aufpassen, wem man da glaubt. Aber das findet man manchmal auch schnell raus, wer da etwas teilt.

  • Ich benutze Youtube hauptberuflich, daher gehören die gängigen Social Media Seiten wie Instagram, Twitter, Facebook (mittlerweile kaum noch) usw. dazu. Es ist unverzichtbar geworden, da es eine unglaubliche Masse an Vernetzungen bietet, die so nicht möglich wäre und einem viele weitere Türen öffnet. Allerdings habe ich auch ein zweites IG Konto, welches privat und eher anonym genutzt wird, wo ich diverse Inhalte mir gebe, mit der ich in der Öffentlichkeit nicht unbedingt in Verbindung stehen will.

  • Ich nutze neben diesem Forum nur Facebook.
    Ich halte damit (losen) Kontakt zu alten Bekannten oder solchen, die weit weg wohnen. Darüber hinaus habe ich die Auftritte einiger Zeitungen (SZ, Zeit, Berliner Zeitung, Abendblatt wegen des Lokalkolorits) Zeitschriften (Spiegel, 11Freunde, Katapult, Titanic) und öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten (NDR, ARTE, Tagesschau) abonniert. Da ich ansonsten seit mehr als zehn Jahren keine Zeitung gekauft habe (Titanic und Katapult habe ich aus Idealismus im Printabo), fungiert das quasi als Newsticker.
    Ich folge einigen Personen des öffentlichen Lebens, vor allem Künstlern und Politikern aus dem linksgrünen Spektrum, aber auch einigen internationalen Stars oder Bands.
    Ansonsten lese ich dort in einigen Gruppen, die sich als informativ herausgestellt haben zu den Themen Garten, Ernährung, HSV und Soziale Arbeit.


    Ich schreibe so gut wie nie etwas auf FB. Höchstens mal in einer der Gruppen oder etwas belangloses (Urlaubsbilder, Fotos von besonderen Mahlzeiten, lustige und/oder informative Beiträge Dritter) auf meinem eigenen Account. Ich beteilige mich jedenfalls nie an Diskussionen und lese bei den abonnierten Zeitschriften auch nie die Kommentare anderer.


    Twitter ist mir zu unübersichtlich da gerate ich nur alle Jubeljahre mal hin, wenn ich nicht aufpasse und hier einen Link anklicke.
    Bei Insta habe ich einen Account den ich irgendwann im ersten Lockdown mal für ein Kneipenquiz online benötigte. WhatsApp zähle ich nicht zu sozialen Netzwerken, da ich Gruppen dort weitgehend vermeide, nur in zwei (im Endeffekt obsoleten) Familienchats bin j d das ganze für mich ausschließlich ein Messengerdienst ist über den ich 0-5 SMS pro Tag verschicke.

    Alte Fettflecken werden wieder wie neu, wenn man sie mit Butter bestreicht!

    Einmal editiert, zuletzt von ()

  • Zitat

    Original geschrieben von Tom Mickel:
    Ich nutze neben diesem Forum nur Facebook.
    Ich halte damit (losen) Kontakt zu alten Bekannten oder solchen, die weit weg wohnen.
    Ich schreibe so gut wie nie etwas auf FB.


    Dem kann ich mich anschließen. FB auch nur lose für Bekannte die ich sonst kaum noch sehe, außerdem 1,2 interessante Gruppen, aber wenn ich 3,4 mal im Monat FB aufrufe wäre es viel.


    Ansonsten nix. Klar, man klickt mal auf einen Twitter link wenn hier etwas interessantes verlinkt wird, aber das wars dann auch schon.
    Ansonsten raff ich das eh alles nicht was das soll und was mir das bringen soll, aber natürlich jedem das seine, empfinde es ja jetzt nicht als negativ wenn jemand Twitter oder so nutzt.


    Da fällt mir gerade nur noch Twitch ein. Da gibt es ein paar Leute denen ich dort "folge" und ab und an poste ich dort auch was in den Chats.

  • Ich finde das tatsächlich einfach sehr interessant und versuche mir die versch. Blickwinkel zu erschließen - soweit ich also nachfrage oder sage, dass ich etwas nicht (vollkommen) teile, seht es bitte nicht als Kritik o.Ä. So ist das absolut nicht gemeint.


    @Ahab: die Einordnung ehrt mich, aber ganz so alt bin ich noch gar nicht. Dennoch kann ich deine Ausführungen im Grunde nachvollziehen und in wesentlichen Punkten teilen. Die Jugend ohne Smartphone durchlebt zu haben dürfte äußerst prägend für das Nutzungsverhalten unsererseits sein, während inzwischen SM als integrale Bestandteile des (frühen) Lebens einen unglaublich prägenden Einfluss auf die Entwicklung nehmen können. Entsprechend wichtig ist aber (auf versch. Weisen interessanterweise).


    Zitat

    Für einige, gerade in der jüngeren Generation, zumindest merke ich das an meinen Auszubildenden, sind die sozialen Medien ein Teil der Persönlichkeitsstruktur. Da gehört der digitale Exhibitionismus einfach zur Sozialstruktur mit dazu, und das ändert auch den Umgang damit komplett. Das ist sicher nicht schlimm, aber doch befremdlich. Letztlich bleibt aber nichts anderes, als dies zu akzeptieren. Das ist einfach 'unser' großer Generationen-Konflikt zur uns nachfolgenden Generation.


    Das ist meines Erachtens aber tatsächlich bedenklich, weil es unglaubliche Gefahren begründet, deren Realisierung man ggf. erst im Endstadium mitbekommt. Sei es das Superschlanke Idol, das jede Woche Bilder von exotischen Urlaubsorten postet, die Telegrammgruppe, oder Twitter. Da muss man meines Erachtens ganz intensiv in Medienkompetenz investieren - auch in Bezug auf Langzeitfolgen u.Ä.


    Zitat

    Ich möchte das gerne noch um den Punkt ergänzen, dass man heute neben dem 'anspruchslosen' als Alternative das Fernsehen nur noch besonders edgy und auf den Effekt hin produziert. Dexter, Game of Thrones, House of Cards sind alles gute Serien, aber mit einem sehr grauen Portfolio an Darstellungen. Man nennt das zwar erwachsen, aber es ist wohl kein guter Lehrmeister zum erwachsen werden. Im Kontrast dazu hatten wir damals Micheal Knight, Captain Picard oder Inspektor Columbo, und damit doch einen klar definierten Faden in der Darstellung, wo richtig und falsch liegen. Sicher waren da manche Themen auch edgy, aber die Indentifikationsfiguren haben eine klare Struktur und klare Anhaltspunkte mitgeliefert. Die tragischen Nebenfiguren, an deren Beispiel schwere Fragen gezeigt wurden, sind jetzt zu den Hauptfiguren geworden, und es fehlen oftmals die Indentifikationsfiguren, die eben das gesehene für uns in einen Kontext setzen.


    Diese fehlenden Figuren werden dann oftmals durch Influencer ersetzt, oder auch durch laute Fans, die ihre Theorien als unerschütterliche ins Internet blöken. In meinen Augen sind wir am Ende einfach zu sehr damit beschäftigt, das Einzelschicksal herauszuheben, und dabei vernachlässigt man eben im Mainstream die Einordnung in das Sozialgefüge.


    Super interessanter Gedanke! Meinst du, wir muten den jungen Menschen in dieser Hinsicht zu viel zu und müssten - auch als Bezugsperson - mehr Einordnung liefern? Mal an die eigene Nase gefasst, muss ich sagen, mir sind diese "edgy" Charaktere geradezu sympathisch. So habe ich bspw. Herrn Underwood tats. "gemocht", weil er einfach klar seine Ziele erfolgt hat und dabei sehr planvoll und strategisch vorging. Ein anderes Bsp. wäre Tony Stark (Ironman) oder auch Tyrion Lennister oder den Mentalist, Lucifer, die ich eben gerade nicht "nur" unterhaltsam oder spannend fand. Demgegenüber kann ich mich eben für die geradlinigen Figuren und jene, die nicht destruktiv ggü. sich selbst auftreten, gar nicht begeistern. Nur können die alle nicht als Leitbild/Vorbild für einen gesunden, rechtschaffenen Menschen dienen.


    Oh und; Oh Captain, my Captain! (Sorry, ich konnte nicht verzichten :D )





    Zitat

    Wenn ich bestimmte Journalisten oder Zeitungen/Magazinen folge, bin ich meist sehr zeitnah darüber informiert, wenn es von dieser Seite Neues und Lesenswertes gibt. Ich klicke automatisch drauf und vergeude keine Zeit beim scrollen der Seite.


    Bei Krisen oder anderen besonderen Ereignissen ist das Folgen bestimmter Accounts dann auch sinnvoller als als darauf zu warten bis Live-Ticker oder Artikel auf einer Seite stehen. Zu Mal Live-Ticker meist auch noch Tweets oder Videos von Leuten vor Ort teilen. Man muss bei bestimmten Situationen natürlich aufpassen, wem man da glaubt. Aber das findet man manchmal auch schnell raus, wer da etwas teilt.


    Fair enough - ich dreh' das Argument halt um und sage ich sehe auch mal nen anderen Artikel und nehme die 5 Minuten, die die Zeit für den Ticker braucht (und der dann quasi in Echtzeit läuft) in Kauf. Aber ich kann die Argumentation nachvollziehen, sie schlägt bei mir einfach nicht durch.

  • Aktiv nutze ich nur das Cyboard und WhatsApp, passiv schau ich öfter mal auf youtube, 9gag und verschiedenen Zeitungen vorbei. Den Rest an sozialen Medien nutze ich nicht bzw. lande dort nur durch links. Im Gegensatz zu vielen anderen hier bin ich aber auch beruflich nicht von sozialen Medien abhängig.

  • Zitat

    Original geschrieben von Kapitän Ahab:

    Ich möchte das gerne noch um den Punkt ergänzen, dass man heute neben dem 'anspruchslosen' als Alternative das Fernsehen nur noch besonders edgy und auf den Effekt hin produziert. Dexter, Game of Thrones, House of Cards sind alles gute Serien, aber mit einem sehr grauen Portfolio an Darstellungen. Man nennt das zwar erwachsen, aber es ist wohl kein guter Lehrmeister zum erwachsen werden. Im Kontrast dazu hatten wir damals Micheal Knight, Captain Picard oder Inspektor Columbo, und damit doch einen klar definierten Faden in der Darstellung, wo richtig und falsch liegen. Sicher waren da manche Themen auch edgy, aber die Indentifikationsfiguren haben eine klare Struktur und klare Anhaltspunkte mitgeliefert. Die tragischen Nebenfiguren, an deren Beispiel schwere Fragen gezeigt wurden, sind jetzt zu den Hauptfiguren geworden, und es fehlen oftmals die Indentifikationsfiguren, die eben das gesehene für uns in einen Kontext setzen.


    Also das ist mir zu schwarz-weiß bzw. zu "früher war alles besser".
    1. "Edgy" ist etwas auch immer nur im Kontext der Zeit, in der das Werk entstanden ist. Als Captain Kirk vor 50 Jahren das erste Mal eine schwarze Darstellerin geküsst hat, war das edgy. Bei der Lindenstraße kam es vor 30 Jahren zum ersten Kuss zwischen zwei Männern, der dafür gesorgt hat, dass entsprechende Folge zunächst nicht wiederholt wurde. Selbst Socrates wurde vorgeworfen, dass er die Jugend korrumptiert. Waren das jetzt auch kalkulierte Skandale, oder wurden da nur aktuelle gesellschaftliche Strömungen aufgegriffen und verarbeitet? Mal abgesehen davon finde es nicht gut, wenn solche "tragischen Nebencharaktere" zu Problemen der Woche, die dann der Hauptcharakter meist mal eben fix lösen kann, reduziert werden, wie es oft früher der Fall war.
    2. Wenn man klare und einfache Rollenbilder sucht, dann findet sie heute auch noch, auch bei Netflix oder Youtube (Jordan Peterson, hust, hust) Nur hat sich heute zum Großteil die Ansicht durchgesetzt, dass die Realität komplizierter ist, als das was uns in Knight Raider oder Columbo präsentiert wurde, insbesondere was die Unfehlbarkeit der Helden angeht. Wenn Medien Heranwachsende auf das spätere Leben vorbereiten sollen, dann ist diese Tatsache auch wichtig zu lernen.
    3. Die von dir als Negativebeispiel genannten Serien haben auch gar nicht das Ziel Jugendliche ins Erwachsenenalter zu begleiten. Im Gegenteil, sie sind dezidiert für bereits Erwachsene gemacht. Thomas Harris würde ja auch niemand vorwerfen, dass sich das Schweigen der Lämmer nicht als Lektüre für 10-jährige eignet. Aber auch heutzutage gibt es Serien wie Black-ish oder Parks&Rec, die klar positive Rollenvorbilder enthalten und für die ganze Familie gemacht sind. Sie finden bloß vielleicht nur mehr in der Primetime bei den großen Sendern statt, aber ist das wirklich ein Problem?
    4. Es fehlen vielleicht dir die Identifikationsfiguren, auch wenn ich mir da vorstellen kann, dass du noch nicht die entsprechenden Serien/Medien/Werke gefunden hast. Gleichzeitig gibt es zur heutigen Zeit erstmals für viele Teile der Bevölkerung überhaupt die Chance, auf Grund der "edgy" Charaktere solch eine Figur zu finden. Das kann in Bereichen wie Sexualität, Geschlecht, Hautfarbe oder psychische Krankheiten und der Umgang mit diesen stattfinden. Das ist auch ein riesiger Vorteil einer diversen Medienlandschaft, auch wenn es zugegebenermaßen den Job der Eltern nicht unbedingt einfacher macht. Mal abgesehen davon, ob jemand wie Michael Knight sich heute noch wirklich als Vorbild eignen würde.

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