A N Z E I G E

Berufliche Existenz in der Corona-Krise 3.0

  • Wie sieht es beruflich bei euch aus? 84

    1. Selbstständig und es läuft gut oder okay. (2) 2%
    2. Selbstständig und es läuft schlecht. (2) 2%
    3. Angestellt und es läuft gut oder okay. (62) 74%
    4. Angestellt und in Kurzarbeit. (4) 5%
    5. Angestellt und es läuft schlecht. (5) 6%
    6. Hab meinen Job oder Betrieb verloren. (8) 10%
    7. Ganz anders (1) 1%

    Hallo zusammen,


    da nun seit dem zweiten Thread auch wieder einiges an Zeit ins Land gegangen ist, hier die neue Umfrage.


    Mich würde interessieren, wie es dem Cyboard-Volk beruflich mit der Cornoa-Krise geht.


    Habt ihr euren Job verloren? Seid ihr in Kurzarbeit? Läuft alles wunderbar?
    Vielleicht haben wir ja auch ein paar Selbstständige hier, die sagen können wie es Ihnen mit der Situation geht, ob sie kreative Lösungen finden konnten, ob und wie die staatlichen Hilfsgelder bei Ihnen ankommen und was Ihnen das bringt usw.


    Mein Update:
    Bei uns im Unternehmen wurde noch niemand entlassen und die Auftragsbücher sind wohl noch zufriedenstellend gefüllt. Gehaltserhöhungen gab es in den Gesprächen im Oktober durchaus, aber in den meisten Fällen in sehr geringem Umfang, Bonus wurde gestrichen.
    Die Geschäftsführung hat zuletzt eine vorsichtig pessimistische Mail bzgl. der Erwartungen für 2021 verschickt und wir haben, für mein Gefühl, die Bemühungen um neues Personal zurückgefahren (was in den letzten Jahren nie der Fall war).
    Es sind alle im Homeoffice die können und das läuft auch insgesamt ganz gut, wobei es schon ein paar Fälle gibt bei denen, so ist mir zu Ohren gekommen, man daran zweifelt, dass dort genauso hart gearbeitet wird. Für mich persönlich bedeutet das HO schon gefühlt mehr Aufwand dabei mein Team zu organisieren. Außerdem geht es scheinbar allen so langsam an die Nieren und die Neuen auch in das soziale Konstrukt einzubinden fällt schon schwerer.


    Noch zwei Hinweise:
    1. Über Geldanlagen o.Ä. würde ich hier nicht sprechen wollen, dafür gibt es bereits einen Thread.
    2. Wenn hier jemand sein Herz ausschüttet, weil es ihm beruflich und finanziell aufgrund der aktuellen Situation sehr mies geht, würde ich ungern erleben, dass ihm jemand etwas antwortet wie "Hier sterben MENSCHEN und Du jammerst rum wegen Deines Jobs!!!1"


    Beste Grüße
    DummerZufall


    Ergebnisse aus dem ersten Thread:


    Angestellt und es läuft bisher! 75.00%
    Angestellt und in Kurzarbeit. 14.71%
    Selbstständig und es läuft bisher! 2.94%
    Selbstständig und es wird kritisch. 1.47%
    Job verloren. 5.88%


    Ergebnisse aus dem zweiten Thread:


    Ich bin angestellt und es läuft gut. 63,44%
    Ich bin angestellt und verspüre Unsicherheiten 17,2%
    Ich bin selbstständig und es läuft gut/okay. 5,38%
    Ich bin selbstständig und es läuft schlecht. 3,23%
    Ich habe mein Geschäft oder meine Anstellung verloren. 4,3%
    Ganz anders. 6,45%

    CyBoard Rookie of the Year 2008; CL-Tippspiel Sieger 15/16


    Zwischen dem Leben, wie es ist, und dem Leben, wie es sein sollte, ist ein so gewaltiger Unterschied, dass derjenige, der nur darauf sieht, was geschehen sollte, und nicht darauf, was in Wirklichkeit geschieht, seine Existenz viel eher ruiniert als erhält.(Niccoló Machiavelli)

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  • A N Z E I G E
  • Überblick: ÖD. Gehalt ist sicher. Für Arbeitssicherheit wird so gut wie möglich gesorgt. Getrennte Teams, soweit möglich. Wer im Homeoffice arbeiten kann, der arbeitet im Homeoffice. Wer nicht im Homeoffice arbeiten kann und vor Ort nicht dringend gebraucht wird, der sitzt zuhause und arbeitet nicht (trifft Mitarbeiter mit einfachen Aufgaben). Stellen werden ganz normal ausgeschrieben. Wir sind gespannt, wie das mit der Einarbeitung laufen wird.


    Meine Situation: Die Arbeit ist durch Corona für mich stressiger geworden, weil irgendwer muss halt jede neue Regel irgendwie umsetzen und das ist u.a. meine Aufgabe.


    Team: Viele sind genervt, weil man eben immer nur die gleichen Leute auf Distanz sieht. Früher gab es gemeinsame Frühstückspausen, viele waren gemeinsam Essen. Das fällt jetzt alles weg. Psychisch geht es denen wohl am schlechtesten, die im Homeoffice nichts machen können.

  • Angestellt und insgesamt okay. Bei mir auf der Arbeit wurde niemand entlasse, im Gegenteil, die Firma wächst weiter. Bus auf Weiteres ist Home Office für alle angesagt, und das dürfte wohl noch ganz 2021 so weitergehen. Wegfallen tun momentan Beförderungen und einige Perks wie jeden Arbeitstag Essen bestellen (Pauschale war da 15 Pfund), aber das ist angemessen, da meckert auch keiner.


    Ich persönlich hab momentan viel zu tun, da einige Launches anstehen, die ich "projectmanagen" muss, und in einer meiner Sprachen gibt es auch so einige Probleme mit der Übersetzungsqualität. Generell läuft es aber durchaus okay, und ab April wird es auch ruhiger mit weniger Meetings.


    Es gibt einige, die gerne wieder ins Büro kommen würden, für andere ist Home Office ein Traum (da zähle ich mich zu). Team Buulding klappt ganz gut, aber klar, irgendwie fehlen die direkten Kontakte und vor allem die freitäglichen Pub-Abende (hey, das gehört hierzulande zum Team-Building) schon.
    Andererseits konnte ich auch fast den ganzen Dezember von Deutschland aus arbeiten, tragisch ist es also alles nicht.

  • Innendienst in der Koblenzer Zentrale eines Unternehmens.


    Der Job ist sicher, gerarbeitet wird fast nur von zu Hause. Jeder aus unserem Team muss ein- bis zweimal im Büro arbeiten, dann allerdings alleine. Hintergrund ist, dass der Teil des Posteingangs, der noch in Papier kommt, per scan to mail an die zuständige Kollegin/den zuständigen Kollegen versendet werden muss. Ab und zu muss jeder von uns auch mal Verträge zur Unterschrift vorbereiten, da diese (anders als Briefe) nicht digital unterschrieben werden können.


    Damit wechseln wir uns eben ab.


    Ich bin von der Situation zwar genevert, habe aber einen sehr sicheren Job.

    "Ich habe nicht gesagt, dass ich Ihnen nicht traue und ich sage nicht, dass ich Ihnen traue, aber ich traue Ihnen nicht."

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  • Angestellt und es läuft gut. Zwar hat sich Corona auch bei den Aufträgen bemerkbar gemacht, auf der anderen Seite wurden unnötige Ausgaben endlich mal stärker geprüft und eingestellt. Am Ende stand eines der besten finanziellen Ergebnissen der Firma in den letzten 15 Jahren.


    Die zwischenzeitlich mal eingeführte Kurzarbeit hat mich selbst nicht betroffen.

  • Habe meinen Job verloren.


    Vorher 8 Jahre bei einem japanischen Reisebüro gearbeitet, wobei ich vor allem 2018-19 die beste Zeit meines Lebens hatte, da es mich begeistert hat, anderen Leuten ihre maßgeschneiderte Japanreise zu quotieren, buchen und durchzuführen.


    Im März letzten Jahres zunächst in Home Office und Kurzarbeit geschickt und dann Ende Juli die Nachricht der betriebsbedingten Kündigung erhalten, da es überhaupt nicht absehbar ist (nach Stand heute auch weiterhin nicht), wann sich der internationale Tourismus nach Japan erholen wird.


    Seit August auf Arbeitssuche (wobei mein Vertrag noch bis Ende Oktober lief und ich damit erst seit November ALG 1 beziehe) und bereite mich nebenher auf die IHK Externenprüfung vor, um meinen Kaufmann Für Büromanagement zu machen. Bewerbe mich hauptsächlich auf Bürotätigkeiten (Assistenz, Kaufmännischer Mitarbeiter, Sachbearbeiter etc.), aber trotz einiger Vorstellungsgespräche bisher kein Erfolg. Nächste Woche wieder 2 Vorstellungsgespräche.und die Hoffnung spätestens bis Ende Oktober (Ende von ALG 1 Bezug etwas zu finden).

    I pledge allegiance to the New Lunar Republic and the night for which it stands. One republic, under the moon, indivisible, with pillows and plushies for all.

  • Seit November bin ich im Referendariat, da läuft selbstverständlich auch alles anders als normal, Präsenz-AGs finden nicht stand und sind komplett auf Online-Seminare umgestellt und die Praxisausbildung ist auch ziemlich zurückgefahren, aktuell bin ich nur 1-2 mal in der Woche im Gericht, weil auch da der Betrieb nur reduziert standfindet.
    Klagen kann ich, gerade im Vergleich zu vielen anderen, sicher nicht, da ich auch ungeachtet allem mein volles Ausbildungsgehalt kriege, dennoch merkt man einfach, dass die Ausbildung eben nicht so gut abläuft wie das normal der Fall wäre und ein bisschen Sorge habe ich schon, dass einem das im Examen auf die Füße fällt.


  • Miese Sache. Viel Glück!


    Bei mir auf Arbeit läufts auch ganz gut. Fast nur noch im Home Office. Hatten zwar im Dezember 1 Monat 10% Kurzarbeit, aber das war wohl schon alles. Trotzdem eine dicke Gehaltserhöhung bekommen, von daher stehe ich jetzt besser da als vor Corona.

  • Systemrelevant, da wir ua. Supermärkte mit der gesamten Kühlung ( Truhen/Regale) kassentische und allem anderen beliefern. Aber wir mussten uns auch gesund schrumpfen, da nicht genug Arbeit für alle Montage Teams da war. Kurzarbeit inklusive. Aber es läuft weiter

    Haste Scheiße am Schuh , haste Scheiße am Schuh


    #Greuther Fürth


    R.I.P Danny Havoc

  • Games Branche. Unser Geschäft boomt ehrlich gesagt. Haben die Firma von 20 Mann im Januar letzten Jahres auf jetzt 60 erhoeht samt Befoerderungen.


    Sind alle im Home Office und bereiten den Release des naechsten Games vor. Allerdings fehlt einem Buero doch manchmal. Momentan spielen wir dann fuer Teambuildings online Jackbox Party und so.

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  • Versand bei einem größeren Metallverabeiter.


    Generell läuft es gut und für mich ist Ende 2020 sogar eine kleine Beförderung rausgesprungen.


    Mitarbeitermoral ist aber ziemlich im Keller weil man von Kurzarbeit im Sommer/Herbst 2020 (inkl. Kündigungen und Abmeldungen von Zeitarbeitern) quasi direkt in Mehr- bzw. Wochenendarbeit gegangen ist da man sich viele Aufträge von anderen reingeholt hat ohne die Mitarbeiterzahl entsprechend wieder aufzustocken.

  • Ich bin verbeamtet, habe als, was das finanzielle angeht, gibt es bei mir nichts zu beklagen. Der Lockdown hat auch sein Vorteile: Ich kann morgens länger schlafen, ich muss den Hund nicht mehr in die HuTa bringen, spare als sogar Geld.


    Ich habe aber auch langsam die Schnauze was das e-Schooling angeht. Den ganzen Tag vor dem PC ist sehr anstrengend. Ich arbeite viel über die Beziehungsebene mit meinen SchülerInnen und das ist momentan sehr schwer möglich. Auch fehlt es mir vor der Klasse zu stehen.


    Ich bin mir natürlich bewusst, dass ich ihm Vergleich zu anderen noch sehr gut dastehe. Aber all das, was mir am Lehrersein am meisten Spaß macht und was ich als am wichtigsten erachte, kann ich derzeit nur äußerst eingeschränkt ausführen.

  • Bis Ende 2020 bei einem Unternehmen im Bereich bargeldlose Zahlungsoptionen im Einkauf gearbeitet. Job war sicher, es wurden im Bereich Kundenservice und Vertrieb sogar noch zahlreiche Mitarbeiter eingestellt.


    Seit Januar in der Prüfungsverwaltung einer Hochschule. War bisher 2 mal im Büro, Rest im Home Office. Wird aller Voraussicht nach noch bis mindestens April so bleiben. Job und Gehalt sind sicher, mit dem Home Office komme ich wunderbar aus.


    Ich hatte Glück.

    GG Art. 14

    (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

    (3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

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