A N Z E I G E

Religionen und ihre heutige Bedeutung

  • https://www.tagesspiegel.de/po…-ns-tattoos/27135900.html

    Zitat

    Neues Kopftuchgesetz Warum stellt der Staat Kopftücher auf eine Stufe mit NS-Tattoos?


    Die Drangsalierung kopftuchtragender Frauen geht weiter. Jetzt wurde, in aller Stille, sogar ein Bundesgesetz erlassen. Ein Kommentar.


    Schwieriges Thema. Natürlich müssen Beamte neutral sein, aber anscheinend traut man das kopftuchtragenden Frauen nicht zu, was eig. schon wieder an Diskriminierung grenzt. Und gleichzeitig die Kreuze in den Amtsstuben zu lassen, ist sowieso ein Witz.

  • A N Z E I G E
  • Meiner Meinung nach sollten alle Beamten völlig neutral im Dienst sein.


    In der Schule hat kein Kreuz, kein Kopftuch und kein Parteienanstecker irgendwas verloren. Da muss aber der Grundsatz "für alle gleich" und somit "entweder alles oder gar nix" gelten. Wer ein Kreuz im Klassenzimmer hängen sehen will, muss auch Lehrerinnen mit Kopftuch in Kauf nehmen.

  • Zustimmung.

    CyBoard Rookie of the Year 2008; CL-Tippspiel Sieger 15/16


    Zwischen dem Leben, wie es ist, und dem Leben, wie es sein sollte, ist ein so gewaltiger Unterschied, dass derjenige, der nur darauf sieht, was geschehen sollte, und nicht darauf, was in Wirklichkeit geschieht, seine Existenz viel eher ruiniert als erhält.(Niccoló Machiavelli)

  • Kopftücher sind eine grenzwertige Geschichte da man diese auch einfach als Kleidungsstück bezeichnen könnte, ähnlich wie z.b. eine Baseballmütze. Andererseits könnte man ein Kreuz auch einfach als Wandschmuck bezeichnen. Würde man einfach an die Vernunft und die soziale Ader der Menschen appellieren statt zu versuchen alles durch Gesetze zu Tode zu regulieren hätte man wahrscheinlich mehr Erfolg, allerdings müsste man dann erst eine Gesellschaft aufbauen die auch vernünftige und soziale Menschen hervorbringt.

  • Zitat

    Original geschrieben von Skyclad:
    Meiner Meinung nach sollten alle Beamten völlig neutral im Dienst sein.



    Ja, aber inwiefern schließt sich das mit dem Tragen eines Kopftuchs aus. Dann müsste man auch Kreuzkettchen oder generell christliche Beamte verbieten, weil die mit dem selben Argument als religiöse Menschen auch nicht neutral sein können.

  • Zitat

    Original geschrieben von The Maharaja:
    Ja, aber inwiefern schließt sich das mit dem Tragen eines Kopftuchs aus. Dann müsste man auch Kreuzkettchen oder generell christliche Beamte verbieten, weil die mit dem selben Argument als religiöse Menschen auch nicht neutral sein können.


    Sichtbare Kreuzkettchen würde ich auch verbieten. Und weder Christen noch Muslime sind verboten, da religiöse Menschen selbstverständlich neutral sein können. Gibt ja genug Religiöse, die für säkulare Strukturen sind.


    Sichtbar ist da halt das Entscheidende. Das Kopftuch ist nun mal nicht für jede Muslimin Pflicht. Und da muss man sich halt entscheiden, ob Glaube oder "Berufung" wichtiger ist, die Wahl hat ja jeder.


    Ein langhaariger und bärtiger Hippie arbeitet ja auch nicht in der Bank, und ein Anarchist wäre auch ein schlechter Polizist. ;)

  • Bei diesem Gesetz wäre es für den als "Punk-Rektor" bekannt gewordenen Matthias Isecke-Vogelsang heute wohl schwerer, als Schulleiter zu arbeiten. Schließlich könnte man sein äußeres Erscheinungsbild als politisches Statement deuten.

  • Also ich behaupte mal so frei, dass ein so auftretender Lehrer in ländlichen Gegenden in Süddeutschland nicht so einfach einen Job findet. Gleiches gilt wohl auch für Gothic- und Metal-Outfits. Gibt ja auch genügend Berufe, wo Anzüge warum auch immer Pflicht sind. Das sehe ich aber nicht unbedingt als politisches Statement.


    Die Frage ist halt - ist das Erscheinungsbild automatisch ideologisch? Punkfrisur muss nicht sein (ich kenne beispielsweise auch einige aus der Technoszene, die mal solche Frisuren hatten). Beim Kopftuch dürfte man das momentan ziemlich offensichtlich mit "ja" bewerten - wenn aber nun viele Frauen rein hypothetisch morgen Kopftuch tragen würden, was dann? Wäre es dann nicht eher Mode?

  • Das sehe ich an solchen Regelungen und Gesetzen schwierig: Wo wird genau die Grenze gezogen und wer zieht die Grenze darüber, was ideologisch ist und was nur z. B. Mode. Ich denke, dass es einige gerichtliche Einzelfallentscheidungen dazu geben wird.

  • Vermutlich, ja. Finde ich auch richtig so. Es liegt da nun mal am Gesetzgeber, klare Regeln zu erlassen, die niemanden diskriminieren.


    Ein völliger säkularer Staat ist für meine Begriffe absolut erstrebenswert, aber ich finde es absurd, dass ein Kopftuch ein Problem für einen Staat sein soll, der gleichzeitig für Kirchen Steuern eintreibt und eine Gottheit sowie verpflichtenden Religionsunterricht im Grundgesetz festhält.


    Entweder völlig säkular mit gleichen Regeln für alle, oder allen Religionen ist gleichermaßen die Teilnahme erlaubt - dann muss man das Kopftuch selbstverständlich erlauben.

  • Das wird leider so schnell aber nichts werden mit der Gleichstellung. Und selbst wenn es für alle gleich gestellt werden sollte: ein Kreuz in der Wand in Schule ist für ein Mädchen, welches da mit Kopftuch sitzt, womöglich verstörend, während andere das Kopftuch verstörend finden könnten.
    Da wirst du leider keinen Kompromiss finden - außer du untersagst sämtliche Form der religiösen "Abbildungen" in der Öffentlichkeit. Und da werden dann auch wieder manche Sturm rennen, weil sie sich in ihrem egoistisch-religiösem Blick eingeschränkt fühlen. Die Freiheit eines Einzelnen sollte aber nicht die Freiheit der Übrigen überschreiten.

  • Zitat

    Original geschrieben von LordGangrel:
    Das wird leider so schnell aber nichts werden mit der Gleichstellung. Und selbst wenn es für alle gleich gestellt werden sollte: ein Kreuz in der Wand in Schule ist für ein Mädchen, welches da mit Kopftuch sitzt, womöglich verstörend, während andere das Kopftuch verstörend finden könnten.
    Da wirst du leider keinen Kompromiss finden - außer du untersagst sämtliche Form der religiösen "Abbildungen" in der Öffentlichkeit. Und da werden dann auch wieder manche Sturm rennen, weil sie sich in ihrem egoistisch-religiösem Blick eingeschränkt fühlen. Die Freiheit eines Einzelnen sollte aber nicht die Freiheit der Übrigen überschreiten.


    Nun, eine Impression von jemandem, der sterbend am Kreuz hängt, ist objektiv gesehen wesentlich verstörender als ein Kopftuch. ;)


    Außerdem haben staatliche Institutionen mit der Öffentlichkeit zwar etwas gemein, aber Öffentlichkeit ist auch anders definiert, oder? Niemand hält religiöse Menschen davon ab, auf öffentlichen Plätzen ihre Kreuze oder Kopftücher vorzuzeigen, und selbst ihre Geschichten dürfen sie doch dort preisgeben.


    Aber an staatlichen Institutionen sollte die gleiche Toleranz für alle gelten - ob hoch oder niedrig, das muss ausverhandelt werden. Aber das momentane Ungleichgewicht ist nicht mehr tragbar für viele, und das völlig zurecht. Erklär doch mal einem gläubigen Muslim, der etwas über Religionsfreiheit gelernt hat, warum seine Tochter kein Kopftuch tragen darf, aber ein Kreuz dort hängt. Das ist mangelnder Integrationswille auf "unserer" Seite.


    Klar, ich persönlich wäre für einen völlig säkularen Staat, in dem an staatlichen Institutionen keinerlei ideologische Bekenntnisse irgendwelcher Art erlaubt sein sollten, da der Staat sich dementsprechend neutral verhalten sollte. Das ist aber nur meine persönliche Meinung. Aber besser als der jetzige Zustand wäre auch für mich, dass hier Gleichheit insofern besteht, dass Kreuz und Kopftuch gestattet sind.

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