A N Z E I G E

Euer zuletzt gesehener Film + Bewertung/Diskussion Part VII[Keine Spoiler!]


  • Also im Prinzip bewertest du hier zum Großteil wie der Film gedreht wurde und weniger was man eigentlich zu sehen bekommt. Also die Story und Charaktere. Das finde ich schon sehr interessant. Jeder darf am Ende natürlich so Filme bewerten wie er es machen will.

  • A N Z E I G E
  • Ich bin kein großer Will Ferrell Fan und fand Anchorman jetzt nicht wirklich großartig... aber es gibt einen Film von ihm den ab sofort zu meinen Lieblingsfilmen im Bereich Comedy zählen werde:


    EUROVISION: The story of Fire Saga


    Da stimmt für mich alles: Die Geschichte, die Charaktere, die Musik, viele Cameos von ESC Teilnehmern / Siegern... Ja, es war teilweise der typische Will Ferrell Humor aber ganz ehrlich: Hier hat er für mich funktioniert.


    Zuerst auf deutsch gesehen: 08/10 Punkten
    Danach auf englisch: 09/10


    Wenn der jemals auf DVD rauskommt wird er gekauft (den OST hab ich schon ^^ )

  • Nachdem ich letztes Jahr mir die gesamte Halloween-Reihe mal wieder angeguckt habe, knüpfe ich mir jetzt mal wieder die Friday the 13 vor. Ist bestimmt schon über zehn Jahre her als ich das erste Mal mir die ganzen Filme angeguckt habe, auch wenn ich zwischendurch den ein oder anderen bestimmt noch mal gesehen habe.


    Ich finde es nach wie vor faszinierend, dass nach dem ersten Friday the 13th überhaupt so eine Erfolgsgeschichte starten konnte. Bis auf den Tod von Kevin Bacon und Betsy Palmer als Mama Vorhees in den letzten Minuten des Films – meine Fresse ist das ein uninteressanter Film. Der Film fühlt sich an wie eine Ewigkeit, obwohl er nur gut 90 Minuten lang ist und hat halt einfach fast nichts anzubieten, was ihn sehenswert macht, abseits eben der historischen Relevanz. Eines der popkulturellen Aushängerschilder der Horrorgeschichte und ein richtig schwacher Start.


    Die ersten beiden Filme sind sicherlich nicht mit dem zu vergleichen, was die Reihe dann später wurde, als die Macher bemerkt haben, dass Jason der Star der Sache ist, aber Friday the 13th Part 2 ist trotzdem eigentlich ein relativ ordentlicher Film, der noch schön in der Slasher-Tradition des Giallos verwurzelt ist. Die Kamera ist wunderbar voyeuristisch, die Stimmung dadurch auch deutlich beklemmender und spannender als im ersten Teil, der visuell schrecklich uninspiriert ist. Part 2 ist insgesamt einfach deutlich kurzweiliger und das Final Girl ist wahrscheinlich auch eins der besten der ganzen Reihe.


    Der Wendepunkt der Reihe zum „Guten“ ist ohne Frage Friday the 13th Part III, allerdings ist der Film eine zweischneidige Machete und lange Zeit eine Zumutung. Ich hasse die erste Stunde und kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal so genervt war von einem Film (die damaligen 3D-Effekte sorgen immerhin zwischendurch für Erheiterung). Am laufenden Band wird Jason angekündigt, nur um dann eine Katze, Ratte, Schlange oder was auch immer zu präsentieren, ständig öffnen und schließen Türen. Ein Toter als Prank, ein Mörder als Prank, uninspirierte Kills und einfach das ständige Gefühl, dass die Filmemacher sich für superschlau halten und dich nur verarschen wollen. So ziemlich genau nach einer Stunde stolpern die Filmemacher dann aber in die goldene Fundgrube, setzen Jason die Eishockey-Maske auf und entscheiden, dass der Killer zum Star der Geschichte werden sollte. Endlich steht Jason auch visuell im Mittelpunkt, darf Leute mit Harpunen erschießen, mit Machete durchstechen, Augen ausdrücken, Hände abhacken und Opfer durcheinanderbrechen und unter die Decke hängen. Die letzte halbe Stunde ist der Prototyp dessen, wofür die Reihe später wirklich berühmt werden sollte – auch wenn Jason noch nicht das mythische Monster ist, sondern einfach nur ein Typ mit Maske ist, den man einfach mal umschubsen kann oder mit einem gezielten Tritt in die Weichteile ausschaltet.

  • Zitat

    Original geschrieben von Ray Alcove:
    Ich seh das zwar nicht so euphorisch wie du, aber Fire Saga hat mich auch sehr positiv überrascht und Ferrell hatte einen Hit dringend nötig.


    Weiß auch nicht wieso, aber das war für mich ein richtig gutes Feel-Good-Movie... Vielleicht spielt da auch so ein bisschen mit rein dass ich vor kurzem einen Todesfall in der Familie hatte und dass der erste Film war den ich danach gesehen habe... War Mitte des Jahres und 2 Monate nach dem Todesfall habe ich den Film geguckt. Vielleicht hatte ich so einen Film nötig und deshalb meine Euphorie.


    Ist neben Tenet mein Film des Jahres!

  • Zitat

    Original geschrieben von Spunke:
    1917 ist ein One-Cut-Film, kein One-Shot-Film. Er ist also nur so gedreht und geschnitten dass es aussieht er würde in Echtzeit ablaufen.


    Ja, das habe ich mittlerweile auch von vielen Seiten zu hören bekommen. ^^

    Zitat

    Original geschrieben von legacy1909:
    Also im Prinzip bewertest du hier zum Großteil wie der Film gedreht wurde und weniger was man eigentlich zu sehen bekommt. Also die Story und Charaktere. Das finde ich schon sehr interessant. Jeder darf am Ende natürlich so Filme bewerten wie er es machen will.


    Alles unter dem ersten Spoiler ist eine Wertung zur Handlung und den Charakteren. ;)


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    Black Box


    Der nächste der vier Filme der Kooperation von Blumhouse mit den Amazon Studios.


    In "Black Box" geht es um einen alleinerziehenden Vater, der sich einer experimentellen Behandlung unterzieht, die ihm bei seinem Gedächtnisverlust nach einem Autounfall, bei dem er auch seine Frau verlor, helfen soll. Doch von Behandlung zu Behandlung zweifelt er mehr an sich selbst und seiner Identität.


    Vom Stil her wirkt "Black Box" wie eine Folge von "Black Mirror". Hätte als einstündige Episode womöglich auch besser funktioniert als als 100-minütiger Film. So hätte man einige Längen vermeiden können, die der Film mit sich bringt.


    Amazon vermarktet die 4 Blumhouse-Filme ja als Horrorfilme, was "Black Box" für mich allerdings so gar nicht ist. Er hat mehr was Science-Fiction-Drama.


    Insgesamt ziemlich durchschnittlicher Film. Kann man sich angucken, man verpasst aber auch nichts, wenn man es sein lässt.


    5/10

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  • Das ließt sich aber eher bescheiden. Zumindest ist das mein Eindruck. Du findest die Handlung weder besonders gut und sie hat ein paar Fehler. Das einzig Positive ist auch hier wieder die Inszenierung. Wenn er dir gefallen hat, ist es ja gut. Es ließt sich nur für mich negativer als ne 8,5.

  • Dann kommt das negativer rüber als es sollte. Aber ich finde schon, dass eine gelungene Inszenierung einen Film auch inhaltlich aufwertet. Wenn die gleiche Geschichte nun mit altbekannten Mitteln oder gar B-Movie Inszenierung gekommen wäre, hätte ich den Film ja auch abgewertet. Ich finde, dass man da alles mit einfließen lassen sollte. Übertriebenes Beispiel: wenn ein ernster Kriegsfilm z.B. jedes Mal wenn jemand stolpert oder so das Benny Hill Theme einspielen würde, könnte ich den auch nicht mehr mit 10/10 bewerten, weil es einfach unpassend wäre. So passte bei 1917 eben Inszenierung zur Geschichte und beides greift wie ein Zahnrad ins andere.

  • Zitat

    Original geschrieben von Jiri Nemec:
    Dann kommt das negativer rüber als es sollte. Aber ich finde schon, dass eine gelungene Inszenierung einen Film auch inhaltlich aufwertet. Wenn die gleiche Geschichte nun mit altbekannten Mitteln oder gar B-Movie Inszenierung gekommen wäre, hätte ich den Film ja auch abgewertet. Ich finde, dass man da alles mit einfließen lassen sollte. Übertriebenes Beispiel: wenn ein ernster Kriegsfilm z.B. jedes Mal wenn jemand stolpert oder so das Benny Hill Theme einspielen würde, könnte ich den auch nicht mehr mit 10/10 bewerten, weil es einfach unpassend wäre. So passte bei 1917 eben Inszenierung zur Geschichte und beides greift wie ein Zahnrad ins andere.



    Wogegen ja auch absolut nichts spricht. Mir persönlich ist die Story und Charaktere einfach sehr wichtig. Ich glaube ich gab 1917 deswegen auch "nur" eine 7/10 und ich bin eigentlich relativ großzügig was Bewertungen angeht.



    Der geheime Garten
    Story
    Wir schreiben das Jahr 1947 und die Welt macht gerade einiges durch. Europa erholt sich immer noch von den Folgen des zweiten Weltkrieges. In Indien sind Unruhen und Ausschreitungen wegen der bevorstehenden Trennung von Indien und Pakistan. In all den Tumulten Lebt die 10 Jährige Britten Mary in Indien. Sie lebt inzwischen alleine in dem Haus da ihre Eltern nicht mehr da sind. Eines Tages wird sie von einem Soldaten gefunden und zu ihrem Onkel nach England geschickt. Dort wird ihr Leben nur bedingt einfacher. Sie hat keine Freunde und sowohl ihr Onkel als auch dessen Betreuung will nichts von ihr wissen. So erkundigt sie zum ersten Mal in ihrem Leben die Umgebung. Dabei entdeckt sie nicht nur neue Freunde, sondern auch geheime Orte und das nicht alles so ist wie es scheint.


    Meinung
    Die Film Zuteilung als reiner Fantasy Film trifft finde ich nur bedingt zu. Ja er hat einige Fantasy Aspekte aber für mich ist er dann vielleicht doch eher ein Drama. Da es sehr viel um den Verlust von Menschen geht und was das aus einem machen kann. Da jeder im Film jemand wichtiges verloren hat und er damit umgehen muss. Das macht der Film manchmal gut aber auch manchmal etwas weniger gut. So ist auch keine Figur Perfekt und sie alle haben gute oder weniger gute Momente. Insgesamt aber hatte ich viel Spaß beim Film und es hat mich wirklich interessiert was aus Mary wird. Wie sie sich entwickelt und was für einen Einfluss sie auf die anderen Figuren im Film hat.


    Wertung 8/10

  • Ich bin seit 2006 mit meiner Frau zusammen. Ich war schon immer Serien und Filmfan (+ Gamer). Sie schaut sehr gerne Filme und in unseren mittlerweile 14+ Jahren haben wir vieles geschaut. Es gibt aber wohl immer noch Perlen, die meine Frau noch nicht kennt. Letztes Jahr zB das erste mal Spaceballs geschaut und danach kam die Frage "warum kannte ich den noch nicht?".


    Bei Netflix laufen aktuell alle möglichen Bruce Willis Filme und dann kam es doch tatsächlich zu einer Aussage, die ich einfach nicht nachvollziehen kann. "Sag mal, ist Die Hard wirklich so gut? Habe noch nie einen Teil davon gesehen"


    Nachdem mir das Essen im Hals stecken blieb und ich es nicht fassen konnte, dass diese Frau Filme wie Mamma Mia oder Dirty Dancing Xfach geschaut hat, aber nicht einmal einen der Die Hard Teile.


    Also, Nägel mit Köpfen gemacht und am WE mal die GUTEN Die Hard 1-3 nachgeholt. Für mich immer noch geile, spannende Filme, mit markiger Action, geilen Onelinern und kein CGI. Eben alles, was einen guten Action Streifen Ende 80er/Anfang 90er ausmachte. Ich finde die Filme auch nach 20x+ schauen nicht langweilig und, überraschung, meine Frau fand die Teile auch sehr cool und kann verstehen, warum ich die Reihe mag. Teil 4 und 5 werden auch noch nachgeholt, habe ihr aber gleich gesagt, dass keiner der Teile mehr an die alte Trilogie ran kommen.


    Also kurzum:


    Die Hard: 9/10
    Die Hard II: 10/10
    Die Hard III: 9/10


    Ich persönlich finde zB Teil 3 echt stark und brauch sich nicht vor Teil 1 zu verstecken. Wieso der oft als schlechtester Teil der Trilogie gesehen wird verstehe ich nicht. Teil 2 wird immer mein Fav bleiben. Mag einfach dieses Flughafen Setting und mit den 2 Flugzeugabstürzen + der Szene mit dem Schleudersitz hat man (für damalige Verhältnisse) richtig geile WTF Momente im Film! Die Story finde ich zwar von allen dreien am "Schwächsten", hat dafür den besten Bösewicht der drei Teile (IMO). Wer so krank nen Flugzeug abstürzen lässt muss da auf Platz 1 stehen!

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  • A N Z E I G E
  • Zitat

    Original geschrieben von Ellie_Williams:
    Ich bin seit 2006 mit meiner Frau zusammen.


    Dito.


    Zitat


    Ich war schon immer Serien und Filmfan (+ Gamer).

    Zitat


    Dito.


    Zitat


    Sie schaut sehr gerne Filme und in unseren mittlerweile 14+ Jahren haben wir vieles geschaut.

    Zitat


    Dito.


    Zitat


    Es gibt aber wohl immer noch Perlen, die meine Frau noch nicht kennt. Letztes Jahr zB das erste mal Spaceballs geschaut und danach kam die Frage "warum kannte ich den noch nicht?".

    Zitat


    Dito.... also jetzt die grundsätzliche Aussage das sie einige "Perlen" noch nicht kennt. Wobei ich Spaceballs jetzt nicht als "Perle" bezeichnen würde, da der Humor schon etwas speziell ist. Wirklich ablachen kann ich da zum Beispiel selbst auch nicht. Und in diesem Falle kennt meine Frau den Film sogar auch nicht ^^


    Zitat


    Bei Netflix laufen aktuell alle möglichen Bruce Willis Filme und dann kam es doch tatsächlich zu einer Aussage, die ich einfach nicht nachvollziehen kann. "Sag mal, ist Die Hard wirklich so gut? Habe noch nie einen Teil davon gesehen"


    Nachdem mir das Essen im Hals stecken blieb und ich es nicht fassen konnte, dass diese Frau Filme wie Mamma Mia oder Dirty Dancing Xfach geschaut hat, aber nicht einmal einen der Die Hard Teile.

    Zitat


    Also DAS war eine der ersten Reihen die ich mit ihr geschaut habe ^^ Diese Bildungslücke musste umgehend gestopft werden ^^


    Zitat


    Hm... meine Wertung sieht anders aus, aber ich bin da bei dir: Eine der stärksten Action-Reihen die es gibt. Die Hard 1 würde ich sogar als meinen Lieblings-Action-Film bezeichnen. Bruce Willis in einer Rolle die so damals in Action-Filmen nicht üblich war: Verletzlich, keine übermächtige Ein-Mann-Armee und dennoch mutig genug es mit einer ganzen Horde an Gangstern aufzunehmen.


    Der erste Teil steht bei mir, nach wie vor, an der Spitze. Der Antagonist ist auch für mich heute noch einer der besten Bösewichte der Leinwandgeschichte. So eiskalt und kalkulierend. Eben ein echter Gegner.


    Teil 2 fällt bei mir da etwas ab, da ich eben mit dem Flughafensetting etwas weniger anfangen kann. Dazu kommt noch die von dir angesprochene Szene mit dem Schleudersitz, die effekttechnisch, einfach nicht gut gealtert ist (sorry! ;))


    Teil 3 finde ich dann aber auch wieder Bombe und bin da bei dir: Kann auch nicht so ganz nachvollziehen warum der immer als der "schwächste der Reihe" bezeichnet wird. Für mich ist das nämlich Teil 2 (was die Original-Trilogie angeht!).


    Teil 4 hätte direkt etwas mehr härte vertragen können. Der war mir einfach zu "weich". Von der Idee und der Umsetzung sonst aber ganz cool, auch wenn ich das Finale mit dem Truck und dem Jet für ein wenig zu drüber halte. In der erweiterten Fassung hat man ja zumindest mit etwas CGI-Blut noch ein bisschen mehr härte reingebracht.


    Teil 5 dagegen ist eine ganz andere Nummer: Meiner Meinung nach hätte dieser Film nie gedreht werden dürfen. Es ist der einzige Film der Reihe den ich nicht in meiner Sammlung habe. Ich habe nun über 850 Filme/Serien und bin eigentlich jemand der gern eine Reihe komplett hat. Aber diesen Film blende ich einfach aus. Der ist so sche*ße das ich den nicht in meiner Sammlung haben will. Ich habe mich damals richtig geärgert als ich den gesehen habe. Unglaublich dämlich. Den würde ich deiner Frau, an deiner Stelle, auch gar nicht antun wollen ^^

  • Zitat

    Original geschrieben von Ellie_Williams:
    Ich persönlich finde zB Teil 3 echt stark und brauch sich nicht vor Teil 1 zu verstecken. Wieso der oft als schlechtester Teil der Trilogie gesehen wird verstehe ich nicht. Teil 2 wird immer mein Fav bleiben. Mag einfach dieses Flughafen Setting und mit den 2 Flugzeugabstürzen + der Szene mit dem Schleudersitz hat man (für damalige Verhältnisse) richtig geile WTF Momente im Film! Die Story finde ich zwar von allen dreien am "Schwächsten", hat dafür den besten Bösewicht der drei Teile (IMO). Wer so krank nen Flugzeug abstürzen lässt muss da auf Platz 1 stehen!


    Mein Problem mit Teil 3 war damals, dass man das Konzept zu sehr auf Buddycomedy umgestaltet hatte. Das hatte man mit Murtaugh und Riggs schon sozusagen in Perfektion und wollte ich bei DIE HARD nicht sehen. Mittlerweile sehe ich das zwar etwas entspannter, aber insgesamt hängt das halt ewig über dem dritten Teil. Ich finde den trotzdem gut, aber für mich ist der auch nicht besser als der mMn überraschend gute vierte Teil, der leider nur am Ende komplett verkackt, wenn er aus McClane nen unzerstörbaren Superhelden macht. Bis dahin macht der aber einfach Spaß und greift sogar auf eine Charaktereigenschaft von McClane zurück, die bereits in Teil 2 angesprochen wird, wenn Holly erzählt, dass ihr Mann mit dem technologischen Fortschritt absolut nicht klarkommt. Das war zwar sicher Zufall, wirkt dann aber immerhin so, als hätte sich da jemand vorher ein paar Gedanken gemacht, anstatt einfach nur ein Drehbuch hinzuschludern und dann nen bekannten Namen draufzukritzeln. Über die bodenlose Frechheit, die der fünfte Teil darstellt, schweige ich besser. Filmischer Bodensatz auf einer Stufe mit Fließbandschrott alá ID2 oder JW2, die nur für den Cashgrab gemacht wurden und das zu jeder quälend beschissenen Sekunde zeigen.


    Die Hard ist leider halt auch eine der vielen Reihen, deren Reputation im Nachhinein erheblichen Schaden dadurch nimmt, dass in Hollywood jede Marke bis zum gehtnichtmehr ausgequetscht werden muss (es droht uns ja sogar noch ein Teil, der allein durch seine Prämisse die gesamte Reihe nachträglich mit in den Dreck ziehen könnte). Bis auf die erwähnten Murtaugh und Riggs (da soll glaube ich auch was kommen) und natürlich Marty und Doc Brown gibt es leider quasi keine "Helden" aus dieser Zeit mehr, die man nicht mittlerweile komplett zerlegt hat.


    Zitat

    Original geschrieben von Wicked Ninja:
    Teil 5 dagegen ist eine ganz andere Nummer: Meiner Meinung nach hätte dieser Film nie gedreht werden dürfen. Es ist der einzige Film der Reihe den ich nicht in meiner Sammlung habe. Ich habe nun über 850 Filme/Serien und bin eigentlich jemand der gern eine Reihe komplett hat. Aber diesen Film blende ich einfach aus. Der ist so sche*ße das ich den nicht in meiner Sammlung haben will. Ich habe mich damals richtig geärgert als ich den gesehen habe. Unglaublich dämlich. Den würde ich deiner Frau, an deiner Stelle, auch gar nicht antun wollen ^^


    Ich habe sowohl den und auch den nicht minder beschissenen Indy 4 auf BR. Komplettboxen sind dann doch ganz nett (da ich auch Komplettist bin und ungerne Lücken in meiner Sammlung von über 1000 Streifen auf Scheibe habe). Gesehen habe ich aber beide nur genau zweimal. Einmal ohne Vorwissen. Und einmal um sie nach Strich und Faden auf meinem Blog zu verreißen.

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  • Sergei Fährlich: Ein richtig gutes Feel-Good Movie ist der Film ohne Zweifel. Funktioniert bei mir sogar besser als gutherzige Rom-Com, was selten genug der Fall ist - dass ich Gefühle zwischen den beiden Verliebten nachvollziehen kann, "spüren" kann. Ich glaube, der einzige Unterschied zwischen uns beiden hier ist, dass er bei dir auf einer Top of the Year Liste stehen wird und bei mir (normalerweise) nicht, obwohl, ich sehe gerade, dass er von den elf Filmen aus dem Jahr 2020, die ich gesehen habe, wohl auf Rang 2 bisher wäre :), was aber eher mit dem abstrusen "Weltjahr" 2020 zu hat.
    Ich hatte gerade auch einen Todesfall in der Familie, deswegen kann ich das nachvollziehen. Ich hatte vor dem Fall Lincoln in the Bardo von George Saunders bestellt, ohne wirklich zu wissen, worum es in dem Buch geht (spielt zu der Zeit, früh während des Bürgerkrieges, in der Lincoln sein Kind verliert und wird aus der Sicht von Geistern erzählt, die auf dem Friedhof sich herumtummeln, in dem das Kind begraben wurde und es versuchen, dazu zu überreden, weiterzuziehen, da für Kinder ein Leben in Limbo gefährlich ist), jetzt passte das gerade perfekt in meine Gemütslage, was dazu führen wird, dass es länger bei mir bleiben wird als so manch anderes, vielleicht qualitativ gleich gutes Buch.


    Zu Die Hard: Ich liebe Die Hard with a Vengeance gerade weil es ein Buddy Movie ist, mMn noch besser als die Lethal Weapon Reihe. Teil 2 finde ich zwar auch besser als die Allgemeinheit, aber in Sachen Bösewichtern sind Irons & Rickman da schon andere Kaliber.


    Was ich nie ganz nachvollziehen kann, ist dieses Befürchtnis, dass eine schlechte Fortsetzung, ein schlechtes Remake, eine Reihe oder einen Klassiker zerstören kann. Teil 1 hat den Test der Zeit überstanden, wird immer noch als einer der besten Actionfilme (zu Recht) angesehen. Teil 5 ist eine Fussnote, mehr nicht.

  • Zitat

    Original geschrieben von Ray Alcove:
    Was ich nie ganz nachvollziehen kann, ist dieses Befürchtnis, dass eine schlechte Fortsetzung, ein schlechtes Remake, eine Reihe oder einen Klassiker zerstören kann. Teil 1 hat den Test der Zeit überstanden, wird immer noch als einer der besten Actionfilme (zu Recht) angesehen. Teil 5 ist eine Fussnote, mehr nicht.


    Falls das auf meinen Post bezogen ist: Der nächste Die Hard wird ein Prequel und die können so eniges zerstören. Wenn dort ein junger McClane wie der absolute Actionsuperhero dargestellt wird (aslo so, wie es heute nun mal in jedem verdammten Film üblich ist), ist einfach die komplette Kontinuität der Reihe hinüber, weil er genau das ja eben nie war. Ansonsten bin ich da bei dir. 5 ist komplette Scheiße, aber die Story ändert nix an den Vorgängern, deshalb leicht zu ignorieren. Prequels bergen da eine größere Gefahr (und sind mMn ohnehin die Pest der fiktionalen Erzählung, aber das nur so am Rande), weil sie eben explizit die Charakterzeichnung und Geschehnisse für alle "Nachfolger" komplett über den Haufen werfen können. Klar kann man das dann auch ausblenden, aber es wirkt dann doch ganz gerne nach, je nachdem, wie schlimm es wird.

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