A N Z E I G E

Trans*Personen im Profisport

  • Zitat

    Original geschrieben von Indy26:
    Und was ist wenn eine Mannschaft 3 von 5 Spielerinnen hat, die 2m groß sind und früher ein Mann waren? Es müssen ja dann allgemeingültige Regeln sein.

    Dann wäre das in einem unterklassigen Liga aus meiner Sicht eben so. Auch jetzt schon sind die körperlichen Voraussetzungen im Hobby-Bereich so ungleich, dass es darauf aus meiner Sicht nicht mehr ankommt. Wenn Trans-Frauen weiter Basketball spielen möchten, sollten sie das im Hobbybereich tun können, wie sie möchten. Da finde es weit schlimmer, denen den Zugang zum Sport zu verwehren, als es den Gegnern zuzumuten, dass sie gegen jemand spielen, der mal ein Mann war.


    Im Profisport (und das, was wir teilweise Amateur nennen, z.B. RW Essen im Fußball, ist natürlich Profisport) musst Du es logischer Weise irgendwie regeln, da hier viel mehr dran hängt als nur "macht mir das gerade noch Spaß". Aber es ist illosorisch, eine Lösung zu finden, die auch im (gehobenen) Hobbybereich funktioniert. Du wirst da letztlich medizinische Faktoren wie Testosteronwerte etc. brauchen.

  • A N Z E I G E
  • Zitat

    Original geschrieben von holu:
    Mal davon abgesehen dürfte es doch kaum so viele sportbegeisterte Trans-Personen geben, dass das wirklich im Amateurbereich zum Problem wird, oder?


    Trans-Frauen sind ja nur die Spitze des Eisberges der Probleme des Amateursports. Die Probleme sind ja inhärent gegeben und das Ausnutzen einer Regellücke für 'Trans-Athleten' eben nur ein weiterer findiger Zug.


    Schöne Anekdote, die ich hier auch schon mal an anderer Stelle erzählt habe:


    Es gibt im Bowling den "SG Stern-Pokal". Das ist eine Art Firmenpokal, den Mercedes gestiftet hat, und an dem Unternehmen teilnehmen können. Soll eigentlich eine lustige Veranstaltung sein, außer für BMW und Mercedes, die zum Teil sehr gute Amateurspieler kurzfristig im Betrieb anstellen, um dann bei dem Turnier die erste Mannschaft zu bilden. (Ich wurde da auch schon angefragt).


    Genauso wenn ich hier an den TC Rüpurr 2015 denke, die eben auch für ihre Damenmannschaft und die Aufstiegsspiele in die Bundesliga dann mal kurzerhand Sabine Lisicki verpflichtet haben (aus der Privatschatulle des Vorstands bezahlt), und dann die eigentlichen Spielerinnen, die sich das verdient hatten, ausgebootet wurden.


    Im oberen Breitensport ist eben ein solches Rules-Abusing in der Zwischenzeit schon Gang und Gäbe.

  • Erinnert mich an die KoQ-Folge in der Doug als Anwalt eingestellt wird nur um im Firmenteam Softball zu spielen :D
    Und die Simpsons hatten das auch mal als Thema.


    Aber ja, im Amateuerbereich sehen die Leute das dann aber auch zu engstirnig. Das soll, wie gesagt, in erster Linie Spaß machen und einen Fit halten. Wenn dann irgend jemand mit dicker Brieftasche meint die öffnen zu müssen um einen Starspieler zu verpflichten.. ja meine Güte, dann ist das halt so. Würde mir selbst als Gegenspieler jetzt vermutlich gar nicht so viel ausmachen, weil es für mich wohl auch spaßiger und interessanter wäre gegen bspw. einen Ailton zu spielen als gegen Herrn Krautmüller vom Accounting der Konkurrenz.

    Try not to sing too many sad songs for yourself. The universe already hates you. Self-pity isn't going to help.

    Einmal editiert, zuletzt von ()


  • Ja das ist aber meiner Meinung nach nicht wirklich vergleichbar, weil da geht es um Macht , Korruption und falschen Ehrgeiz. Und bei der genderdebatte, eher darum, dass Frauen, die im Körper eines Mannes geboren wurden, aber als Frauen akzeptiert werden sollten ohne Einschränkungen in ihrem Leben, leider in diesem Bereich halt eventuell doch ein kleines bisschen unterscheiden zu biologisch geborenen Frauen.


    Es ist nach wie vor keine moralische Frage, wie die Verpflichtung von Tiger Woods beim Firmen Golf Turnier bspw.

    Haste Scheiße am Schuh , haste Scheiße am Schuh


    #Greuther Fürth


    R.I.P Danny Havoc

  • Zitat

    Original geschrieben von Doink fan nr1:
    Ja das ist aber meiner Meinung nach nicht wirklich vergleichbar, weil da geht es um Macht , Korruption und falschen Ehrgeiz. Und bei der genderdebatte, eher darum, dass Frauen, die im Körper eines Mannes geboren wurden, aber als Frauen akzeptiert werden sollten ohne Einschränkungen in ihrem Leben, leider in diesem Bereich halt eventuell doch ein kleines bisschen unterscheiden zu biologisch geborenen Frauen.


    Es ist nach wie vor keine moralische Frage, wie die Verpflichtung von Tiger Woods beim Firmen Golf Turnier bspw.


    Doch ist es. Profisport ist ein Geschäftsmodell und nichts anderes. Nicht jeder ist dazu geeignet daran zu partizipieren und der Profisport hat auch das Recht sein Geschäftsmodell zu schützen. Ansonsten können wir auch jegliche Doping-Debatten über Bord werfen, und wirklich zum Free-4-All übergehen.


    Wie aber bereits gesagt, Profisport und Breitensport sind da komplett unterschiedlich zu betrachten, und jemanden aus Gründen der Geschlechtsindentität von breitensportlichen Aktivitäten auszuschließen betrachte ich als falsch, und ich sehe es als akzeptabel an, dann entsprechende Unfair-Debatten in diesem Bereich zu führen. Und ich sehe es auch als wichtig an, das sich Betroffene diesen Debatten stellen, weil es in meinen Augen berechtigte Debatten sind. Diese stellen ja auch üblicherweise keinen Angriff auf eine Geschlechterindentität dar, auch wenn sie sich, zugegebenermaßen, dafür leicht kidnappen lassen. Da kann man dann auch entsprechend einschreiten.


    Man muss sich auch immer klar machen, dass es eben im Profisport nicht mehr um die 'Teilnehmerurkunde der Bundesjugendspiele' geht, sondern um handfeste finanzielle Interessen die in einem sehr engen Wettbewerb konkurrieren. Da gelten, und dies zeigt uns ja auch die Politik im Corona-Kontext aktuell sehr deutlich auf, andere Mechanismen als im einfachen Breitensport.

  • Aber wo zieht man denn die Grenze zwischen Profi und Breitensport?


    Beim Fussball gibt es ja Hobbyligen und Betriebssportsliegen, die kann man Hobby bzw. Breitensport bezeichnen. Eine Mannschaft aus der Kreisliga C ist für 99,999999% der Menschen eine reine Hobbytruppe, aber durch das Ligensystem könnte sie bis in die Bundesliga aufsteigen. Gerade auch im Frauenfußball ist das bei entsprechender Förderung möglich. Wenn in den unteren Ligen das Mitspielen von Transpersonen erlaubt ist, ab wann ist es das nicht mehr?

    Ich habe dann im Fitnessstudio auch direkt ein Gerät gefunden, an dem ich arbeiten konnte. Ich habe mir eine Cola gezogen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Indy26:
    Aber wo zieht man denn die Grenze zwischen Profi und Breitensport?


    Beim Fussball gibt es ja Hobbyligen und Betriebssportsliegen, die kann man Hobby bzw. Breitensport bezeichnen. Eine Mannschaft aus der Kreisliga C ist für 99,999999% der Menschen eine reine Hobbytruppe, aber durch das Ligensystem könnte sie bis in die Bundesliga aufsteigen. Gerade auch im Frauenfußball ist das bei entsprechender Förderung möglich. Wenn in den unteren Ligen das Mitspielen von Transpersonen erlaubt ist, ab wann ist es das nicht mehr?


    Das ist eine sehr gute Frage, und ich bin nicht tief genug drin im Sportfunktionärstum, egal auf welcher Ebene, um da ein fundiertes Urteil zu fällen.


    Als Laie, der immer gerne einfach nachzuvollziehenden Strukturen anhängt, und nachvollziehbares Schaffen möchte, würde ich die Grenzlinie erst einmal da ziehen, wo die obligatorischen WADA-Dopingtests anfangen. Da müsste man sicherlich im Detail, je nach Sportart und Dachverband nachsteuern, aber es wäre ein Anfang.

  • Zitat

    Original geschrieben von Ho Lee Fuk:
    Florida hat nun den "Fairness in Women's Sports Act" verabschiedet, welcher ab 1. Juli biologische Männer aus Frauensportarten ausschließt.


    Sehr gut :thumbsup:

    "Anderson Silva....you ABSOLUTELY suck!" - Chael Sonnen
    "I don't earn title shots - title shots earn me." - Chael Sonnen

  • Abgesehen von der Trans-Feindlichkeit in diesem Gesetz: Nach der Logik dürften "biologische Frauen" also ganz legal weiter teilnehmen? Womit Transmänner dann ganz legal teilnehmen dürften?

    Mein erster Blog: Videospielhistoriker - Geschichte in Videospielen. // CyBull TV - Der Darts-Channel


    The Signature of bdbjorn: Drechslerrr (4.4.2017), Selfmade (19.4.2017), Skyclad (22.05.2017), J-Man (21.08.2017), ...

  • Zitat

    Original geschrieben von bdbjorn:
    Abgesehen von der Trans-Feindlichkeit in diesem Gesetz: Nach der Logik dürften "biologische Frauen" also ganz legal weiter teilnehmen? Womit Transmänner dann ganz legal teilnehmen dürften?


    So in etwa. Laut dem Gesetz zählt das in der Geburtsurkunde eingetragene Geschlecht.

  • Zitat

    Original geschrieben von bdbjorn:
    Abgesehen von der Trans-Feindlichkeit in diesem Gesetz: Nach der Logik dürften "biologische Frauen" also ganz legal weiter teilnehmen? Womit Transmänner dann ganz legal teilnehmen dürften?

    solange man sich nicht durch Hormone einen Vorteil geschaffen hat, wüsste ich auch nicht, wo das Problem sein sollte.

  • Laurel Hubbard als erste Transperson für Olympische Spiele nominiert


    Damit geht das ganze natürlich weiter, und man wird bald in irgend einer Form eine 'vorläufige' Entscheidung bekommen. Das es hier um das Gewichtheben geht, bringt für mich auch nochmal eine besondere Schärfe rein, insbesondere weil die dortigen Verbände ja eh als dubios gelten, und oftmals eine sehr eigene und vor allem Konservative Sicht auf die Welt haben. Wird also sicherlich spektakulär werden.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

A N Z E I G E