A N Z E I G E

Kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Polizei

  • Danke, dennoch klang es damals anders von dir.

    Ich bin immer noch der Meinung, dass es unsinnig ist, hier mehr oder minder eine Liste von Beispielen für Gewalt gegen Polizei zu sammeln. Deswegen ja auch die Änderung (nach größerem Überlegen).


    Was ich aber nicht möchte, ist, dass wir Diskussionen über die Schwierigkeit der Polizeiarbeit (und der Agression, der sie in bestimmten Situationen ausgesetzt sind) aus diesem Thread verbannen. Diese gehören zu einer vollständigen Betrachtung aus meiner Sicht auch dazu. Und wenn man hier darüber redet, dass die Polizei sich bspw. bei einer Demo falsch verhalten hat, gehört zu einer Betrachtung auch, welcher Gefahr/Gewalt/Agression sie dabei ausgesetzt waren.

  • A N Z E I G E
  • Da bin ich bei Dir, die Frage ist aber dann ob ihr bei diesen leider immer wieder vorkommenden Fällen rechtzeitig moderierend eingreifen könnt. Es ist halt ein Ärgernis, wenn immer wieder die Ansätze durch schnoddrige Einzeiler zerstört werden.


    Das aber Gewalt gegen polizisten und steigende Aggressivität - sei es von rechtsradikalen, sogenannten querdenkern, linksradikalen, islamisten oder anderen - auch benannt und diskutiert gehört, da stimme ich zu hundert Prozent zu.

    Ob es aber in einem gemeinsamen Thema sinnvoll ist… na ihr entscheidet. :-*

    Lust auf Leben, Lust auf Liebe, Lust auf Lust. Lust auf Lagerfeuer und nen fetten Kuss. Lust auf Wunder, Wunderbar und Wundervoll. Lust mein Maul nicht zu halten wenn ich soll ( Manchmal - Milch & Blut )


    Also wenn man in alle Richtungen nur nach Süden kommt, dann ist es der Nordpol. Wenn man in alle Richtungen nur nach Norden kommt, ist es der Südpol. Soweit klar.
    Was ist dann wohl West-Berlin ;)

  • Also das gleiche wie vor wenigen Wochen die Brandschutzbegehung durch den Bezirk ergab. Dafür waren also über 1000 Polizisten, Sperrzonen, aufgeflexte Türen, Sachbeschädigung von Privateigentum und alles andere notwendig...

    Ich finde tätliche Angriffe auf Polizisten sollten in einer solchen Aufzählung schon explizit erwähnt werden und nicht unter "alles andere" gepackt werden. Der Versuch Menschen zu verletzen wiegt für mich nämlich schon schwerer als Sachbeschädigung. Zumal ohne die Gewaltbereitschaft seitens Rigaer94 all die anderen von dir genannten Punkte hinfällig gewesen wären. Aber gut, das Dutzend verletzende Polizisten hat sich ja laut gängiger Meinung hier wahrscheinlich eh nur das Knie beim Aussteigen aus dem Mannschaftsbus gestoßen.


    Man hätte die Begehung ja auch zugelassen, das passierte genau so (ohne Polizei nur durch das BA) vor wenigen Wochen. Gestern wollte das der Brandschutzexperte ja nicht.

    Man wollte natürlich nicht, daß der Eigentümer sich von einem selbstbezahlten Gutachter ein eigenes Gutachten erstellen lässt, das war ja der Auslöser. Und wurde vom OVG ja glücklicherweise auch untersagt

    Dass der Brandschutzexperte da alleine nicht rein wollte, ist aber doch verständlich. Denn auch wenn Skyclad meint, das gehöre nicht zum Thema, das von Jon Snow erwähnte brennende Fahrzeug einer (anderen) Brandschutzfirma ist sicherlich ein wichtiger Punkt, der mit zu dieser Entscheidung des Sachverständigen geführt hat. Die Ausschreitungen vorgestern und die regelmäßigen Androhungen von Gewalt hinsichtlich der Brandschutzprüfung haben dann ihr weiteres getan. Da würde ich als Prüfer auch nicht darauf vertrauen, dass die dann wie vor einigen Wochen beim vom Bezirk bestellten Prüfer wieder nett und friedlich bleiben. Denn hat Rigaer94 ja auch vor einiger Zeit versucht einen Vertreter des Hauseigentümers anzugreifen, eine grundsätzliche Bereitschaft auch "Zivilisten" zu attackieren, ist ja eindeutig gegeben.


    Und dass der Eigentümer nicht dem Gutachten des ersten vom Bezirk geschickten Prüfers vertrauen wollte, ist ebenfalls ein Stück weit nachvollziehbar. Denn der Umgang des Bezirks mit Rigaer94 könnte schon fast als Klüngelei bezeichnet werden. Dass der Eigentümer letztlich aber keinen selbstbezahlten Gutachter schicken durfte, ist jedoch ebenfalls stark zu begrüßen. Denn hätte ich dessen unumfängliche Neutralität auch in Frage gestellt, denn traue ich dem dubiosen Eigentümer auch nicht weiter als ich spucken kann.


    Wie gesagt: Das gestrige Ergebnis ist das gleiche wie das vor 3 - 4 Wochen, der ganze Einsatz war also unnötig - ausser um Stimmung zu machen, was bei Dir offensichtlich geklappt hat.

    Aber er hat doch recht. Das Verhalten und die Aussagen von Rigaer94 und deren Umfeld in denen eigentlich regelmäßig klar gemacht wird, dass man das Gewaltmonopol des Staats nicht wirklich akzeptiert, lässt sich als "demokratiefeindlich" oder gar "verfassungsfeindlich" bezeichnen. Das auch hier so viele vermeintlich gemäßige Linke mit diesen gewaltbereiten Extremisten "kuscheln" ist erschreckend. Würde es sich bei Rigaer94 um eine Kommune gewaltbereiter Reichsbürger handeln, die regelmäßig in Ausschreitungen mit der Polizei verwickelt wäre und Gewalttätern bei sich Zuflucht gewähren würde, während der CDU-regierte Bezirk schüzend seine Hand darüber legt, würden hier sicherlich ganz andere Töne angeschlagen werden.


    Da bin ich bei Dir, die Frage ist aber dann ob ihr bei diesen leider immer wieder vorkommenden Fällen rechtzeitig moderierend eingreifen könnt. Es ist halt ein Ärgernis, wenn immer wieder die Ansätze durch schnoddrige Einzeiler zerstört werden.

    Fairerweise sei hier gesagt, der User der in diesem Thread die mit Abstand meisten polemischen Einzeiler postet, welche einem dann den kompletten Anreiz für (und auch die Lust auf) eine ernsthafte Diskussionen nehmen, ist ja mit Schiggy jemand von euren "Team".

    "The decisions to make in this game are similar to if...say you're standing in a pool full of piss, all the way up to your neck. Then somebody comes in with a bucket full of shit to dump on your head. Do you duck down under the piss or do you just stay up and take on the shit?"
    (Angry Video Game Nerd über "Dragon's Lair")

  • Also team gibt es „hier“ nicht. Das ist ja auch manchmal das Problem, warum manche nicht wissen woran sie sind. Tausend Einzelkämpfer*innen eher.


    Aber du hast so recht, von manchem bin ich auch so abgetörnt, dass ich es kaum verteidigen mag. Bei vielen magst du recht haben, im größeren Zusammenhang sehe ich das anders. Aber das ist menschlich und jede Meinung mag aus der eigenen Sichtweise richtig sein. Man muss sich nur gegenseitig akzeptieren und respektieren.

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    Also wenn man in alle Richtungen nur nach Süden kommt, dann ist es der Nordpol. Wenn man in alle Richtungen nur nach Norden kommt, ist es der Südpol. Soweit klar.
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  • Also bitte..ein halbes bis ganzes Jahr lang habe ich hier Meldungen zum Thema Rassismus und Polizeigewalt gepostet. Längst nicht alle, sondern nur die großen und relevanten. In der Regel unkommentiert, da die News wichtiger ist als meine Meinung.


    Aber tut mir leid das sagen zu müssen, aber wenn es in diesem Thread nicht darum geht, dass Polizisten geschubst werden oder ob 350 Polizisten für eine Brandschutzbegehung notwendig sind, dann gibt es hier keinen Traffic. Und generell links legt sich gerne mit der Polizei an, darf man nicht vergessen. Hat man ja zwei Seiten vorher gelesen.

    Und ich bezweifle auch ganz stark, dass es daran liegt, dass jeder hier im Board die Situation rund um die Polizei in Hessen problematisch findet und es deswegen keine Grundlage zur Diskussion gibt. Wie schon mal an anderer Stelle erwähnt, habe ich eine arabische Frau, welche seit einiger Zeit jetzt in Deutschland wohnt. Selbst in der kurzen Zeit kann sie über rassistische Erfahrungen seitens der Polizei berichten und aufgrund ihrer Herkunft lese ich Nachrichten über Todeslisten, verschwindene Waffen und SEK Beamte welche in Hanau im Einsatz waren, vielleicht ein bisschen anders als der Standard Cyboard User, welcher als „Bio-Deutscher“ (dummes Wort) erst mal keine Angst haben muss auf eine solche Todeslisten gepackt zu werden.


    Dass ich für die gleichen 2-3 Typen die in anderen Threads darauf bestehen, weiterhin das Z Wort sagen zu dürfen und in Sachen Polizeigewalt alles bis zum geht nicht mehr relativieren, polemische Einzeiler übrig hab’s, mag sein. Aber ich ziehe mich auch gerne aus diesem Thread hier zurück - „ich poste hier nicht mehr“. Über die nächsten Nazi Whatsappgruppen von Polizisten lest ihr auch bei Spiegel nächste Woche.

  • Und schon haben die Polemiker ihr Ziel erreicht - müssen sie zukünftig weniger unangenehme Geschichten über die Polizei lesen (sind ja eh alles Einzelfälle, gelle?) und können inhaltsleere Absätze übers "Knie gestoßen" schreiben. Bravo, habt ihr toll gemacht, ans Tempolimit müsst ihr euch trotzdem noch halten.


    Sorry, das war jetzt ein Zweizeiler, ich muss das noch ein wenig üben.

  • Bevor man dann aber ständig immer irgendwelche Artikel von Fällen postet, wäre es mal viel interessanter darüber zu diskutieren, was denn wirklich gemacht werden muss. Zuletzt stand Hessen immer wieder im Fokus, eine schwarz-grüne Regierung, die da nun eigentlich aufräumen müsste. Wird das passieren? Der Innenminister der CDU - Beuth - darf anscheinend weitermachen. Von den Grünen kommt hier keine kritische Stimme. In anderen Parlamenten, wo sie in der Opposition wären, würde dann wohl wieder die große Restrukturierung gefordert werden. Typisch halt dafür, wo man nun sitzt. Ich hab auch nochmal gesucht, was den explizit gesagt wurde:


    Zitat

    Die Grünen, Koalitionspartner der CDU, verzichteten auf persönliche Kritik an Beuth. Viel eher müsse die Polizei als Ganzes "für eine professionelle Sichtweise von außen weiter offen bleiben, um den für Veränderungen notwendigen Prozess der Selbstreflexion noch stärker zu befördern", sagte Innenpolitikerin Eva Goldbach: "Diesen Prozess werden wir künftig noch nachhaltiger anregen."

    https://www.hessenschau.de/pol…h-landtag-hessen-100.html


    Was heißt das? Was soll zukünftig gemacht werden? Was muss die Polizei und die Politik tun?


    Ich hatte im April schon mal einen Artikel vom Polizeiwissenschaftler Thomas Feltes gepostet, der einige interessante Punkte offen gelegt hat. Wo es generell Handlungsbedarf gibt und wie man die Strukturen aufbrechen und ändern könnte. Wenn man denn möchte. Dies würde dann halt auch mal was bringen.


    https://www.republik.ch/2021/0…t-was-vertuscht-wurde?utm


    Er spricht das System generell an. Ein System, in dem du von Anfang bis Ende bleibst, falls du keiner der bist, die eine lukrative Stelle in der Wirtschaft finden. Lieber schweigen und durchkommen als zum Ende hin noch die Pension zu gefährden. Das man im eigenen Saft schmorrt, keine Einblicke oder Ideen von Außen. Die nicht vorhandene Fehlerkultur innerhalb der Organisation, das stetige Funktionieren, keine Schwäche zeigen.


    Das sind die drei Punkt, die Feltes sieht, die man auf jeden Fall angehen muss:

    Zitat

    Drei Punkte müsste man angehen, und dann könnte man schnell viel bewirken. Erstens: eine Fehler­kultur entwickeln. Fehler transparent aufarbeiten und externe Unter­suchungs­einrichtungen aufbauen. Zweitens: Führungs­kräfte sensibilisieren, so wie das in der Schweiz durchaus der Fall ist, wo man Leute von aussen holt, die eine andere Sicht­weise und Sensibilität haben. In Deutschland hat ein Polizei­führer nie etwas anderes gelernt als Polizist. Er hat nie gelernt, anders zu denken als im System Polizei. Die meisten, aber zum Glück nicht alle, sind nicht sensibilisiert für Probleme, die es im eigenen Haus geben kann.


    Und drittens?


    Drittens muss die Politik endlich Verantwortung übernehmen. Inzwischen redet man nicht mehr von Einzel­fällen, mit denen man nichts zu tun habe, sondern von Einzel­gruppen. Statt Verantwortung zu übernehmen, sagt man: Wir schauen jetzt genauer hin. Man erkennt nicht, dass man über Jahre hinweg Ausbildung und Fortbildung zu sehr auf rechtliche und technische Aspekte ausgerichtet hat und zu wenig auf die innere Führung geschaut hat. Nur wenn man alle drei Ebenen zusammen angeht, kann man die Polizei reformieren.


    Tja, welche Partei hat dazu schon Konzepte und Ideen? Was wird schon gemacht? Oder ist das auch bei allen nur wieder Gerede und am Ende kommt nichts bei rum? Man muss auch nicht die Augen verschließen, dass das dieses System schon seit Jahren und Jahrzehnten so entwickelt hat und bisher hat niemand mal was gemacht oder reformiert.

  • Schiggy und Sky:

    Bezieht ihr zwei euch eigentlich auf mich (kommt mir so vor, weil ich hier etwas davon geschrieben habe, dass ich hier eigentlich nicht mehr poste).


    Dann möchte ich a) klarstellen, dass ich nirgendwo gefordert habe das Z-Wort weiter sagen zu dürfen und b) mich hier eigentlich immer recht differenziert geäußert habe und durchaus die Probleme anerkannt bzw. benannt habe. Ich habe die Polizei kritisiert, teils auch sehr hart und auch initiativ Vorfälle gepostet (wenn es nicht vorher schon jemand tat, was hier meist der Fall ist). Achja, und c) geil ich mich auch nicht daran auf wie anti-woke ich bin, oder so ähnlich (Sky, Du kennst ja deine Formulierung)


    Ich bin eben der gleichen Meinung wie Stingray, man kann Fehlverhalten durch die Polizei oftmals nicht richtig diskutieren, wenn man nicht auch die Begleitumstände betrachtet (bei Demonstrationen eben auch das Verhalten der Demonstrationsteilnehmer oder z.B. die Tatsache, dass Polizisten von der linken Seite (siehe z.B. den Taz Artikel von damals entmenschlicht werden). Hier, so hatte ich den Eindruck, wollte man jetzt in letzter Zeit aber übergehen zu einer reinen Sammlung von Meldungen über das Fehlverhalten der Polizei plus eines gefälligen Oneliners "Your daily Einzelfall" und dann möchte man sich ungestört in der widerspruchslosen Verurteilung der Polizei suhlen. Das ist für mich nicht eines Diskussionsforums, zumal im Deluxe, würdig.

    Wie ich jetzt heute erfahren habe, ist es für Dich, Schiggy, eben auch noch ein sehr persönliches Thema, das macht Diskussionen oft auch nicht einfacher.


    Ich verstehe nicht ganz wo das Problem liegt, wenn man als User sagt, dass einem das einfach meistens zu anstrengend ist und jemand anderen darauf hinweist, dass seine Mühe hier wahrscheinlich vergeblich sein wird. Viele hier sind hochemotionalisiert und akzeptieren nicht mal das Thema des Threads, da ist es eben ziemlich anstrengend dagegen zu halten (zumal man ja gar nicht dagegen halten will im Sinne von "ich steh auf der anderen Seite".


    PS. Ich finde den neuen Titel des Threads wesentlich besser. Gut, dürfte wenig überraschen.

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    Zwischen dem Leben, wie es ist, und dem Leben, wie es sein sollte, ist ein so gewaltiger Unterschied, dass derjenige, der nur darauf sieht, was geschehen sollte, und nicht darauf, was in Wirklichkeit geschieht, seine Existenz viel eher ruiniert als erhält.(Niccoló Machiavelli)

    Einmal editiert, zuletzt von DummerZufall ()

  • Nach taz-Recherchen gibt es innerhalb der Bundestagspolizei und des Sicherheitsdiensts des Bundestags eine Vielzahl von Rechtsextremismusfällen gibt. Besonders eindrücklich in vielerlei Hinsicht, da es sehr exemplarisch für den grundsätzlichen Umgang mit dem Thema ist, fand ich folgenden Ausschnitt:


    Es ist natürlich grundsätzlich schon absurd, dass jemand bei der Bundestagspolizei arbeiten kann, der den Bundestag als Institution ablehnt. Gleichzeitig ist in dem Fall auch wieder dieser leider sehr übliche Umgang innerhalb der Behörden mit rechtsextremen Vorfällen innerhalb der Polizei zu sehen. Es gibt sogar mal ein Disziplinarverfahren, man findet aber aus unerklärlichen Gründen keine Anhaltspunkte. Die nicht besonders subtile Bedrohung, verbunden mit einem netten Augenzwinkern in Richtung "NSU 2.0" schließt das ganze dann ab, zeigt mir aber auch in besonderer Weise, wie unglaublich sicher der sich ist, dass er sich solche Aussagen erlauben kann.


    Leseempfehlung für den ganzen Artikel, das ist stellenweise wirklich extrem besorgniserregend.

  • Schiggy und Sky:

    Bezieht ihr zwei euch eigentlich auf mich (kommt mir so vor, weil ich hier etwas davon geschrieben habe, dass ich hier eigentlich nicht mehr poste).

    Es geht nicht nur um dich, aber wenn da aus "deiner Ecke" immer wieder Einzeiler wie "hier zu posten bringt ja nix" kommen, ist das anstrengend. Vor allem wenn da jemand einfach Zahlen ohne Quellenangaben und Kontext reinkotzt. Und ja, ein Einzeiler wie "lass es gut sein" halte ich für ziemlich sinnlos.


    Meine Kritik, dass beides nicht zusammenhängt, wurde ja nach Wochen erst von Stingray überhaupt thematisiert. Mit dem Kompromiss jetzt kann ich durchaus leben, aber im Prinzip läuft der Thread darauf hinaus, dass A "neues Fehlverhalten der Polizei" postet, was ein systemisches Problem ist, worauf dann B immer "hier werden Polizisten angegriffen" kommt - das ist ja auch keine Diskussion, sondern nur das Lauern "wenn A/B postet, muss ich reagieren". Vielleicht läuft es jetzt besser, aber da hab ich meine Zweifel.


    Was ist eigentlich das Z-Wort? Zombie?



    sayonara

    Dass die Grünen dann an der Macht plötzlich keine Probleme mehr mit Rechtsextremismus haben, kann auch ein Blick in die Zukunft nach der Bundestagswahl sein. Wundert mich nicht, 98 hat man sich ja auch "gewandelt". Erschreckend finde ich es trotzdem, dass man Rechtsextremismus nun toleriert, um den Koalitionsfrieden zu wahren. Gelebter Antifaschismus sieht anders aus.


    Das zeigt aber wohl auch leider gut auf, dass wohl überall auf der Welt rechtsextreme Tendenzen bei der Polizei gerne übersehen werden, denn "das sind ja keine Nazis, die machen nur Spaß". Ist ja auch eine nette Ausrede.


    Hier in GB gibt es da übrigens auch solche Fälle - manchmal ist es auch kein Spaß mehr und sogar das böse T-Wort wird benutzt:

    https://news.met.police.uk/new…orist-group-jailed-426461


    Erfreulich, dass hier das Kind mal beim Namen genannt wird. Würde ich mir in Sachen Aufklärung auch mal bei der deutschen Polizei wünschen.

  • Was ist eigentlich das Z-Wort? Zombie?

    Ich gehe mal von einer Herkunftsgruppe aus den Sinti und Roma aus... so wegen Soße und so...


    Ansonsten habe ich das Problem ja auch so angesprochen, aber schauen wir wie es läuft. Das Topic ist ja durchaus spezifizierter.


    Nach taz-Recherchen gibt es innerhalb der Bundestagspolizei und des Sicherheitsdiensts des Bundestags eine Vielzahl von Rechtsextremismusfällen gibt. Besonders eindrücklich in vielerlei Hinsicht, da es sehr exemplarisch für den grundsätzlichen Umgang mit dem Thema ist, fand ich folgenden Ausschnitt:


    Es ist natürlich grundsätzlich schon absurd, dass jemand bei der Bundestagspolizei arbeiten kann, der den Bundestag als Institution ablehnt. Gleichzeitig ist in dem Fall auch wieder dieser leider sehr übliche Umgang innerhalb der Behörden mit rechtsextremen Vorfällen innerhalb der Polizei zu sehen. Es gibt sogar mal ein Disziplinarverfahren, man findet aber aus unerklärlichen Gründen keine Anhaltspunkte. Die nicht besonders subtile Bedrohung, verbunden mit einem netten Augenzwinkern in Richtung "NSU 2.0" schließt das ganze dann ab, zeigt mir aber auch in besonderer Weise, wie unglaublich sicher der sich ist, dass er sich solche Aussagen erlauben kann.


    Leseempfehlung für den ganzen Artikel, das ist stellenweise wirklich extrem besorgniserregend.

    Wieder mal erschreckend und prägnant. Man kann nur hoffen, daß irgendwann reeagiert wird, bevor diese Menschen tatsächlich an allen Schlüsselpositonen Möglichkeiten zum Eingreifen haben....

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  • Es geht nicht nur um dich, aber wenn da aus "deiner Ecke" immer wieder Einzeiler wie "hier zu posten bringt ja nix" kommen, ist das anstrengend. Vor allem wenn da jemand einfach Zahlen ohne Quellenangaben und Kontext reinkotzt. Und ja, ein Einzeiler wie "lass es gut sein" halte ich für ziemlich sinnlos.


    Meine Kritik, dass beides nicht zusammenhängt, wurde ja nach Wochen erst von Stingray überhaupt thematisiert. Mit dem Kompromiss jetzt kann ich durchaus leben, aber im Prinzip läuft der Thread darauf hinaus, dass A "neues Fehlverhalten der Polizei" postet, was ein systemisches Problem ist, worauf dann B immer "hier werden Polizisten angegriffen" kommt - das ist ja auch keine Diskussion, sondern nur das Lauern "wenn A/B postet, muss ich reagieren". Vielleicht läuft es jetzt besser, aber da hab ich meine Zweifel.


    Was ist eigentlich das Z-Wort? Zombie?

    Ich hab keine Ecke, aber ich nehme an Du meinst einfach im Schnitt konservativere und wirtschaftsliberalere Personen als es hier dem Durchschnitt entspricht. Ich bemühe mich eigentlich bei wichtigen Themen nicht mit Einzeilern zu glänzen, daher lasse ich mich da ungern in Sippenhaft neh


    Kam es Dir jetzt darauf an, dass deine Kritik jetzt erst von einem Mod thematisiert wurde oder überhaupt von jemand? Wir zwei haben nämlich auf Seite 17 und 18 schon darüber gesprochen und ich sagte nicht viel anderes als Stingray jetzt, wenn ich das richtig im Kopf hab. Sogar der geänderte Threadtitel (also der Vorschlag) kommt, wie Stingray ja auch angab, von mir.

    Zunächst mal ist nicht jedes Fehlverhalten der Polizei ein systemisches Problem (auch wenn es zweifelsfrei Fälle gibt wo das so ist) und zum Anderen gibt es eben auch systemische Probleme die wiederum zu diesen führen - das sollte dann Diskussionsgrundlage sein. Natürlich bringt es nichts, und da gebe ich Dir recht, nur schlicht einen Vorfall von Gewalt gegen Polizei zu posten um auf einen Vorfall gegen die Polizei zu posten, es bringt aber auch genauso wenig hier einen reinen Liveticker für polizeiliches (oder manchmal auch mutmaßliches) Fehlverhalten zu erschaffen.


    Ich nehme an er meinte das Wort Zigeuner bzw. Zigeunerschnitzel - oder Sauce.

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    Zwischen dem Leben, wie es ist, und dem Leben, wie es sein sollte, ist ein so gewaltiger Unterschied, dass derjenige, der nur darauf sieht, was geschehen sollte, und nicht darauf, was in Wirklichkeit geschieht, seine Existenz viel eher ruiniert als erhält.(Niccoló Machiavelli)

  • ...daher lasse ich mich da ungern in Sippenhaft nehmen

    Ein schöner Satz, grad das stört mich auch. Ob es Riots "aus eurem Team" ist oder mal wieder alles Linke als Böse Gutmenscheneinheit in einen Topf geworfen wird.

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    Also wenn man in alle Richtungen nur nach Süden kommt, dann ist es der Nordpol. Wenn man in alle Richtungen nur nach Norden kommt, ist es der Südpol. Soweit klar.
    Was ist dann wohl West-Berlin ;)

  • Wenn du einem User empfiehlst, nix zu posten, der trotz wiederholtem Nachfragen keinerlei Reaktion auf die Bitte, mal seine Quelle zu posten, folgen lässt, ist das für mich schon schwach. War aber auch ein Dreizeiler, sorry.


    Das Reimnklatschen von Zahlen ohne Zusammenhang kam dann auf die Reaktion, dass wie so oft in Hessen angeblich alles in Ordnung ist. Dort, wo rechtsextreme Tendenzen unter Polizisten nun auch für die Grünen kein großes Problem sind.


    Und ich glaube eben schon, dass so ziemlich jedes Fehlverhalten der Polizei ein systemisches Problem ist, eben weil so ziemlich jedes Fehlverhalten von Kollegen, Chefs und gerne mal der Staatsanwalt gedeckt wird (nicht alle, klar). Welche systemischen Probleme führen denn nun zu Polizeigewalt? Das würde mich jetzt mal interessieren.


    Generell finde ich halt die Verquickung unglücklich. Denn Polizeigewalt und Willkür gibt es eben nicht nur gegen die, die Steine auf Polizisten werfen.

  • Um das ganze Thema vernünftig diskutieren zu können, sollte man sich erstmal grundlegend darauf einigen, dass auch hier ein Hufeisen völlig fehl am Platz ist.


    Die Polizei hat berechtigterweise das Gewaltmonopol im Staat. Damit einher geht aber auch automatisch, dass man sich wesentlich höheren moralischen uns ethischen Ansprüchen stellen muss (und diese an sich selbst stellen muss), als normale Bürger und Menschen, die außerhalb des demokratischen Spektrums agieren.


    "aber die Clans...", "aber die Rigaer...", "aber die haben halt oft mit Ausländern..." darf da nie der Gradmesser oder die Rechtfertigung sein, demokratiefeindliche Bestrebungen in der Polizei oder Armee zu bewerten.


    Auch muss man hier einen bestimmten User nicht unbedingt verteidigen. Ich habe dazu in einem anderen Thread bereits etwas aus persönlicher Erfahrung berichtet.

    Genauso wenig muss man sich diesen User als Gegenargument von irgendjemandem anhängen lassen.

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