A N Z E I G E

Bundestagswahl 2021 - 26. September 2021

  • Das Modell wurde ja schon hier und da mal erwähnt, speziell auch von Linken-Wählern glaube ich, weil das für sie ein (zwar wackeliger aber) idealerer Kompromiss wäre.


    Mir persönlich passt das nicht, weil ich eben will, dass die Linke dann auch Verantwortung in Form eines Ministeriums übernimmt und sich nicht auch jetzt herauszieht aus der Gestaltung der Politik. Das wäre meines Erachtens auch der nächste Grund, warum man die Linke als nicht regierungsfähig einordnen kann (kann bei der FDP streng genommen auch). Und das entgegen meiner eigentlichen Überzeugung, dass diese Stimme wichtig wäre in der aktiven Politik bzw. Regierung.


    Dass es dazu kommen könnte, klar. Vor allem wären dann auch diese hysterischen Stimmen gegenüber der Linken beruhigter. Für die sollte man das allerdings keinesfalls tun.

  • A N Z E I G E
  • Von der Bild ist ja seit Jahren/ schon immer nicht mehr viel zu halten. Aber kommt es mir nur so vor oder haben sie insbesondere in diesem Jahr zur Bundestagswahl einen enormen Sprung nach Rechts gemacht und eifern dem amerikanischen Nachrichtensender “Fox” nach? Ist mir in diesem Ausmaß in den vergangenen Jahren nie so extrem bewusst gewesen.


    Ja vor paar Jahren war es wirklich einfach nur Hetze und Skandalismus. Einen konservativen/rechten Background hatte man da zwar auch schon immer ("Die faulen Griechen", Angstmache vor Flüchtlingen), was natürlich auch nahe liegt, weil man mit Rechtspopulismus und Angstmacherei sehr gut Emotionen bei den Leuten auslösen kann.


    Das was da gerade passiert ist aber schon ein sehr harter Brocken, dass auch ganz offen gegen den ÖR geschossen und wie "linksgrün" und "unsachlich" der momentan sei. Das ist nicht nur absurd, sondern zeigt halt auch in welche Richtung man geht. Das ist halt stellenweise schon fast Querdenker-Richtung.


    Inwiefern da jetzt im Hintergrund Deals ablaufen, Laschet hat ja eine gewisse Nähe zur Bild, auch mit seiner Beraterin, oder inwiefern da auch Reichelt's eigene Weltanschauung mit reinspielt, keine Ahnung. Es ist aber trotzdem erbärmlich, dass es Leute gibt, die sich für so eine Art des Journalismus nicht zu schade sind und dass wir in der Bevölkerung scheinbar ein so großes Bildungs/Medienkompetenzproblem haben, dass die Leute sich davon instrumentalisieren lassen.

  • Ich glaube eigentlich nicht, dass die Hetze der BILD große Auswirkungen auf das Wahlergebnis haben wird. Den typischen BILD Leser schätze ich so oder so eher in der rechten Ecke ein.

    SVD


    "Wir haben jetzt zwei Mal in Folge das Saisonziel verpasst: Den Klassenerhalt. Schuster muss weg..." Dominik Stroh-Engel am 24.5.2015

  • Eine Minderheitsregierung auf Bundesebene halte ich für nahezu ausgeschlossen. Bevor das passiert, gibt es eher Neuwahlen. Und selbst das wird man zu vermeiden wissen, indem sich 3 Parteien zusammenraufen werden.


    In einer 3er Koalition wird es nur mit vielen Kompromissen gehen und das sollten auch die WählerInnen verstehen. Da muss man dann sehen, dass man das Kernthema durchkriegt und von eher unwichtigeren Positionen Abstand nimmt.

  • Es ist aber trotzdem erbärmlich, dass es Leute gibt, die sich für so eine Art des Journalismus nicht zu schade sind und dass wir in der Bevölkerung scheinbar ein so großes Bildungs/Medienkompetenzproblem haben, dass die Leute sich davon instrumentalisieren lassen.

    Jetzt bin ich ja auch Teil der Medien grob gesagt, und auch so einige hier im Forum. Die Frage, ob man zu Springer geht entspricht meines Erachtens auch ziemlich klar der Wählerschaften. Das ist jetzt sehr anekdotisch, kann man also so hinnehmen oder ablehnen wie man will. Meiner Erfahrung nach würde mindestens die Häfte der Neulinge in den "Medien" niemals zu Springer gehen. Dann gibt es einen Teil, der das nicht kategorisch ausschlagen will und gefühlt 30%, die das aus finanziellen und Karrieregründen sogar befürworten, womöglich kann man sein Gesicht auch mal vor die Kamera bringen oder muss einfach nicht zu tief recherchieren, sondern kann Fast Food mäßig Nachrichten servieren.

    Dies entspricht also ungefähr den politischen Veranlagungen der Deutschen.


    Wer für Springer arbeitet, dessen Ruf ist für viele andere in der Branche automatisch ruiniert. Und nicht grundlos, auch die Springer-Akademie zählt da nicht als Begründung. "Weil der Weg in die Branche so schwer ist" pipapo. Ja, war er irgendwie schon immer für diejenigen, die eben keine unlauteren Abkürzungen über unseriöse Medien machten.

    Insofern verkörpert die Arbeit für Springer-Medien für mich auch eine gewisse Art von Faulheit. Es gäbe noch andere klarere Begriffe, aber ich finde speziell die Faulheit hier wichtig, denn man will ja immer verkörpern, dass man selbst so karrieregeil und Workaholic ist und mehr macht und deswegen mehr hat und das auch symbolisch in Texten usw. präsentiert.

    Aber selbst das ist meines Erachtens Quatsch. Wer für Springer arbeitet, der macht es sich einfacher, weil er es sonst nicht schaffen würde. Und das geht dann eben auch einher mit der Arroganz und dem Egoismus von politischen Ideen. Ob sie diese zuvor schon hatten, sich nun ergänzen oder es ihnen die Argumentation vereinfacht im Nachhinein, man wird von Wissenden dafür belächelt. Das bringt zwar den Lächelnden auch nichts, aber in einer zu starken neoliberalen Wertegemeinschaft und den Verlockungen von Städten wie Berlin oder Hamburg, haben wir da eine giftige Blase, die sich selbst nährt.


    Und ja, im Bereich Bildung brauchen wir wie in sovielen anderen Bereichen auch weitaus mehr Klarheit und Aufklärung bzgl. Politik, Sozialem, Medien und speziell das Internet. Ich befürchte nur, dass die letzten Jahrzehnte Stillstand zum unglücklichsten Zeitpunkt (Digitalisierung) kamen und man das kaum noch aufholen kann. Man kann noch viel erreichen und zurechtbiegen, aber gewisse Dynamiken durch die Überforderung und Übersättigung der Bürger mittels neuer Kommunikationsmittel hat einen tiefen Schaden angerichtet, den man wohl nur vernarben kann.

  • Springer im Lebenslauf zu haben, scheint aber gerade auch außerhalb des Journalismus dem weiteren Karriereweg eher zuträglich zu sein. Vor allem im Sportbereich hast du das ja öfter, ganz aktuell mit der neuen DFL-Vorsitzenden, die vorher lange Jahre bild.de betreut hat oder vor ein paar Monaten mit dem Riesentheater um den neuen Medienchef bei meinem Herzensverein. Springer kriegt da seine Leute schon gut unter.

  • Oder man wird, zumindest temporär, Teil der Leitung des Spiegels. Der gute Herr Blome hat mit seiner Ernennung zwar einen Shitstorm ausgelöst, aber so schlimm kann der nicht gewesen sein, da er sonst nicht bei RTL untergekommen wäre und noch immer Kolumnen für SPON schreibt.

  • Oder man wird, zumindest temporär, Teil der Leitung des Spiegels. Der gute Herr Blome hat mit seiner Ernennung zwar einen Shitstorm ausgelöst, aber so schlimm kann der nicht gewesen sein, da er sonst nicht bei RTL untergekommen wäre und noch immer Kolumnen für SPON schreibt.

    Wobei man fairerweise sagen muss, dass Blome für Springer-Verhältnisse (vor allem wenn man die Diekmanns und Reichelts als Maßstab nimmt) schon ziemlich seriös und gemäßigt daherkommt.


    Augstein und Blome bei Phoenix war eine Weile aber auch ein kleiner guilty pleasure von mir. ^^

    God is love - but Satan does that thing with the tongue you like so much.

  • Oder man wird, zumindest temporär, Teil der Leitung des Spiegels. Der gute Herr Blome hat mit seiner Ernennung zwar einen Shitstorm ausgelöst, aber so schlimm kann der nicht gewesen sein, da er sonst nicht bei RTL untergekommen wäre und noch immer Kolumnen für SPON schreibt.

    Das ist für mich auch ein großes Problem des deutschsprachigen Journalismus. Man grenzt sich nicht von Springer ab, verpflichtet deren Ehemalige und lädt sogar Springer-Journalisten zu ÖR-Sendungen ein. Stellt euch mal vor was los wäre, wenn Parteien ehemalige AfD und NPD Mitglieder aufnehmen würden oder mit denen zusammenarbeiten würden. Im Journalismus gibt es überhaupt keine Brandmauer gegen Rechtsextreme und Antidemokraten.

  • Ich bin kein Freund der Bild, aber Leute kommt mal runter. Bei der Argumentation dürfte auch kein CDU-Wähler mehr ARD und ZDF gucken. Beide Sender sind zu den Haussendern der "Links-Grünen" geworden. Nun hier zu sagen, dass die großen Medien nun Laschet und die CDU unterstützen ist genauso hanebüchen. Finde es aber wirklich interessant, dass sich die linke Ecke in den Medien nicht gut verkauft fühlt - für mich heute morgen schon der Witz des Tages :lol:

  • Von der Bild ist ja seit Jahren/ schon immer nicht mehr viel zu halten. Aber kommt es mir nur so vor oder haben sie insbesondere in diesem Jahr zur Bundestagswahl einen enormen Sprung nach Rechts gemacht und eifern dem amerikanischen Nachrichtensender “Fox” nach? Ist mir in diesem Ausmaß in den vergangenen Jahren nie so extrem bewusst gewesen.

    Der Bild-Fernsehsender soll ja nichts anderes werden als eine Version der äußerst rechten Fox News Ecke à la Tucker Carlson. Die anderen Springer-Medien sind da dann auch auf Kurs, die Welt hat sich da auch einige Leute ins Boot geholt, die sehr weit rechts stehen.

  • Ich bin kein Freund der Bild, aber Leute kommt mal runter. Bei der Argumentation dürfte auch kein CDU-Wähler mehr ARD und ZDF gucken. Beide Sender sind zu den Haussendern der "Links-Grünen" geworden. Nun hier zu sagen, dass die großen Medien nun Laschet und die CDU unterstützen ist genauso hanebüchen. Finde es aber wirklich interessant, dass sich die linke Ecke in den Medien nicht gut verkauft fühlt - für mich heute morgen schon der Witz des Tages :lol:

    Das mit ARD und ZDF ist doch komplett aus der Luft gegriffen. Das Argument hört man zwar immer wieder in letzter Zeit, aber wahrscheinlich ist es einfach darauf zurückzuführen, dass sich die Politiker der SPD, Grünen und Linken in den Talkshows einfach besser verkaufen und mehr Inhalte transportieren als die der Union oder auch AfD. Da können aber die Öffentlich Rechtlichen nichts dafür.

    Allgemein ist die Medienlandschaft in Deutschland schon eher rechts-konservativ geprägt, allen voran natürlich die Bild.

    SVD


    "Wir haben jetzt zwei Mal in Folge das Saisonziel verpasst: Den Klassenerhalt. Schuster muss weg..." Dominik Stroh-Engel am 24.5.2015

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