A N Z E I G E

[NB] AEW Double Or Nothing 2020 Report vom 23.05.2020

  • Was ich immer nicht verstehe: Was hat man denn bei der Ansetzung für das Stampede Match erwartet? Es war doch klar, dass es genau auf so ein Match hinaus laufen würde, wie wir es gesehen haben. Entweder man steht auf sowas, oder man sollte es besser nicht schauen. Aber jeder kennt die beteiligten Personen und es ist ebenso kein Geheimnis, dass Tony Khan die Leute einfach machen lässt, bzw. das eben genau sein Geschmack ist. Die Qualitätskontrolle findet also statt, nur ist das eher nichts für 80er Jahre Wrestlingfans (von den Cody oder MJF Matches mal abgesehen).

  • A N Z E I G E
  • Guter PPV! Stimmungstechnisch ist der Weg den die AEW geht natürlich besser als der der WWE. Bietet aber auch ein größeres Risiko das doch einer der Anwesenden das Virus in sich trägt ohne es zu merken und so potentiell die gesamte AEW mal in Quarantäne schicken könnte (von schweren Infektionsverläufen mal ganz abgesehen). Apropos, warum genau fasst Stratlander allen Faces im Publikum nacheinander ins Gesicht???


    Das Leiter Match fand ich an manchen Stellen nicht ganz sauber und mit zu vielen (unnötigen) High Spots. Landet bei mir eher so im unteren Mittelfeld. Wrestlerisch am besten war wohl MJF vs JB, dass hat mir schon recht gut gefallen. Und ja der Main Event war wild, chaotisch und trashig! Fand ihn aber auch sehr unterhaltsam! Für mich bisher das Beste dieser Art Matches.

  • Zitat

    Original geschrieben von fireburner:
    Jaja die berühmte Autoritätsfigur die Worker auch mal.vom Hallendach in den Tod fallen lässt oder einen JR erniedrigt und andere Leute ihren Hintern kuessen laesst. Ja die fehlt total bei AEW. Ganz ehrlich wenn mir ein Produkt so sehr nicht gefaellt warum kaufe ich den PPV?


    Habe ja schon viel Mist hier gelesen aber das ist definitiv Flop 5.

  • Zitat

    Original geschrieben von Rainmaker:
    Großes Kompliment den Mann als Kritiker zu bezeichnen.




    Wer kennt ihn nicht Cornette den tollen Kritiker mit sachlichen Kritiken wie: Dana Brooke sieht aus als haette man ihr Gesicht mit einer Axt geloescht. In Zeiten wo eine Hana Kimura Selbstmord begeht wegen persoenlicher Attacken und Mobbing, ist Cornette wirklich ein strahlendes Vorbild als "Kritiker"


    Griese: von mir aus war es dann halt Flop 5. Ich finde halt dieses Jammern nach einer Autoritaetsfigur nervig. Gerade wenn man sieht das die Konkurrenz da eben jemand mehr als fragwuerdigen in der Position hat, der seine Autoritaet wirklich nicht zum Positiven genutzt hat ueber die Jahre. (Eddie is in Hell, Show must go on, Kiss my Ass, Umgang mit JR und seiner Krankheit etc...) natuerlich war das mit Owen von mir etwas zu arg (wobei ich da voll bei Martha Hart bin) aber allgemein ist einfach eben es so dass ich nicht glaube AEW wuerde eine Autoritaetsfigur gut tun.


    AEW ist gerade deshalb so gut fuer viele weil man endlich mal neue Wege geht und mal die Worker selbst entscheiden laesst und gerade das macht sie so unterhaltsam und da braucht man auch keinen Bremser, denn wenn man das woellte haette man genug Leute in den Reihen mit Malenko, Anderson und Co die das koennten.

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  • Mir gefiel der PPV und ich kann mit allen Aushängen sehr gut leben.
    Leider fehlt mir ohne Zuschauer der Kick, den es braucht, um mich emotional abzuholen.
    Die AEW Community ist leider auch nicht mehr cool, weshalb ich hier in Herne schreibe.
    Wünsche allen weiterhin viel Spaß am Produkt.

  • So, jetzt auch mal geschaut.


    Das Casino-Leiter Match hatte einige Timing-Probleme, und als Cage auftauchte, war die Spannung auch schon hinüber. Schade, da hatte ich mehr von erwartet. Unterhaltsam war es stellenweise immer noch, auch weil jeder im Roster und dessen Mutter eingegriffen hat.


    Mit MJF wurde ich bislang nicht warm, und Jungle Boy ist okay. Das Match war aber wirklich gut. Ob man in MJF jetzt die Zukunft sehen muss, weiß ich nicht, Sammy ist da für mich weit voraus. Aber das Storytelling im Match war klasse.


    Cody vs. Archer. Schade, hätte Archer den Titel eher gegönnt. Auch, dass der Referee Anderson wegschickt, aber dann Cody nicht disqualifiziert, fand ich mehr als nur reichlich seltsam. Andererseits kann Cody nun einen jungen Wrestler aufbauen, könnte langfristig also passen.


    Der Alien Statlander (was soll das eigentlich darstellen?) gegen Penelope Ford war kurzfristig und da. Okay halt.


    Spears vs Dustin Rhodes war, da schließe ich mich vielen an, WWE-Bullshit-Booking. Vor allem der Sieg für Dustin ist verschwendet.


    Rose vs Shida war dann das x-te David vs Goliath-Match mit entsprechendem Aufbau. Mal schauen, wie es da weitergeht, die Frauenriege wirkt für mich generell nicht so stark (Shida und Britt ausgenommen).


    Moxley vs Lee wirkte irgendwie halbfertig. Da hab ich auch vorgespult, das hat mich nicht begeistert. Beide sehe ich zwar gerne, aber warum man Lee als Big Boss zu AEW bringt, um ihn dann bei erster Gelegenheit jobben zu lassen, verstehe ich auch nicht.


    Der Main Event war dann großartig - wie das Boneyard- oder das Funhouse-Match muss man momentan so was bringen. Einige Segmente waren mir etwas zu albern, aber generell hat man hier einiges ausgespielt, und ich hatte meinen Spaß.


    Fazit:
    Guter PPV. Sehr gut ... da hat was gefehlt, aber momentan ist es ja auch schwer.
    Bis auf Spears vs Dustin aber immerhin kein Rohrkrepierer dabei, und der Main Event war auch gut gewählt. Mein erster AEW-PPV, und definitiv nicht mein letzter!

  • Zitat

    Original geschrieben von Skyclad:


    Cody vs. Archer. Schade, hätte Archer den Titel eher gegönnt. Auch, dass der Referee Anderson wegschickt, aber dann Cody nicht disqualifiziert, fand ich mehr als nur reichlich seltsam. Andererseits kann Cody nun einen jungen Wrestler aufbauen, könnte langfristig also passen.


    Ich denke mal das man Darby Allin seinen ersten Sieg ueber Cody und dann den TNT Titel geben wird. Quasi Cody als Detroit Pistons zu Darby's Bulls.

  • Zitat

    Original geschrieben von fireburner:
    Ich denke mal das man Darby Allin seinen ersten Sieg ueber Cody und dann den TNT Titel geben wird. Quasi Cody als Detroit Pistons zu Darby's Bulls.


    Das kann ich mir gut vorstellen, auf die Vorgeschichte der beiden wurde ja auch im Halbfinale schon eingegangen.

  • Insgesamt recht kurzwillig, auch wenn einige Schwächen dabei waren.


    Casino Ladder Match waren die Spots gut dosiert, allerdings stört mich der Sieger. Wie schon andere (Brodie Lee, Vance Archer) kommt Cage viel zu früh zu einem Titelmatch.


    MJF vs. Jungle Boy wrestlerisch mit Abstand beste Match. Für einen Top Heel vielleicht etwas zu lange und unklarer Sieg für MJF gegen Spargeltarzan.


    Cody vs. Archer für mich kein gutes Match, was an Archer lag. Den fand ich ihr richtig langweilig in seiner Offensive und bin froh das er verloren hat.


    Kris Statlander ist eine richtig Gute, Penelope Ford mit Potential, aber noch etwas grün. Trotzdem hat es mich besser unterhalten als das andere Damen-Match.


    Auch wenn nicht viel in Shawn Spears sehe war das "Match" gegen Dustin Quark und unnötige Comedy, die bei einem PPV nichts zu suchen hat.


    Hikaru Shida vs. Nyla Rose hätte ein normales, etwas kürzeres Match vielleicht besser getan, so war es ok, mehr nicht. Als vor dem Match die Hana Kimura Einblendung kam hatte ich schon mit dem Titelwechsel gerechnet.


    Jon Moxley vs. Brodie Lee fand ich besser als befürchtet/erwartet. Kickout aus dem Paradigm Shift bei 1 total überzogen.


    Stadium Stampede Match eigentlich durchgehend unterhaltsam. Einziger Kritikpunkt: Es werden alle Mitglieder Inner Circle ausgeschaltet und dadurch wusste man viel zu früh wer dieses Match gewinnen wird.

  • Zitat

    Original geschrieben von MaBecks:
    Oha, also erwarten uns danach sechs Jahre Dominanz von Allin;-)


    3 Jahre Dominanz, dann spielt er ne Weile Baseball oder versucht sich als Pro-Skater, dann wieder Dominanz, dann Ruhestand, dann Rückkehr in die Undercard, dann wieder Rücktritt und dann der Kauf/die Gründung einer eigenen Liga/eins Stables. ^^




    Ich habe eigentlich schon lange vor dem PPV mit einem Sieg der Elite bei der Stadium Stampede gerechnet, in sofern hat mich das Ausschalten der IC-Mitglieder nicht gestört

    NJPW G1 Climax 2017 - 17.07. - 13.08.2017 LOVE



    AEW und Jim Cornette helfen mir durch die Lockdowns, Pandemie usw. Danke!

    Einmal editiert, zuletzt von ()

  • Zitat

    Original geschrieben von LooseCannon:
    3 Jahre Dominanz, dann spielt er ne Weile Baseball oder versucht sich als Pro-Skater, dann wieder Dominanz, dann Ruhestand, dann Rückkehr in die Undercard, dann wieder Rücktritt und dann der Kauf/die Gründung einer eigenen Liga. ^^


    Und wenn die nächste Pandemie ausbricht, mit einer Mega Doku als Ratings Knaller - The last Skate. ;)


    Es ist in diesem Zusammenhang echt besch... , das kein Publikum da ist. Sowohl Darby als auch MJF als auch Hangman könnten locker den nächsten grossen Schritt tun. Aber wenn keine Fans da sind, kann der Defining Moment kaum bigtime werden. Kann mir vorstellen, das man deshalb die Titel noch eine ganze Weile bei den etabierten Jungs lässt.

    EC3 changing the game... The best guy here. The best guy there. The best guy ANYWHERE!


    The spirit of the Ultimate Warrior will run forever!

  • AEWs DON 2020 ist einer der witzigsten Wege, in seinen Geburtstag reinzukommen. So bleibt mir der 33. Geburtstag mit AEW immer in Erinnerung !


    Großartige AEW-Show, die zwar aufgrund der Umstände etwas hinter Revolution steht, aber trotzdem sehr viel richtig gemacht hat.


    Im Buy-In tolle Tag-Team-Action, die nicht ganz fehlerfrei gewesen ist und mit Best Friends die richtigen Sieger hatte.


    Der Opener mit dem Leiter-Match wirkte etwas unausgewogen. Tolle Besetzung und einem Überraschungsteilnehmer mit Impact. Irgendwie ging die Ernsthaftigkeit und das es hier tatsächlich um etwas ging etwas unter. Orange Cassidy ist absolut genial, aber auch er hatte einen leichten Anteil an der Unausgewogenheit des etwas zu langen Matches.


    Technisch großartig und unerwartet lang war dann MJF gegen Jungle Boy. Der Ausgang hat beiden sehr gut getan und mehr genützt als geschadet.


    Bin mal gespannt, wie der finale TNT-Belt aussieht, da er aktuell wie der 24/7-Belt rüberkommt nur mit rotem Leder. Hatte bei all der bisher gefühlten Zurückhaltung von Cody aus dem Title-Picture und dem „Over bringen“ von anderen Talenten mehr mit einem Sieg von Archer gerechnet, aber natürlich freut es mich auch für Cody. Vielleicht liegt es an der wirklich fehlenden Crowd, aber das Match wirkte etwas zäh trotz seiner intensiven Führung.


    Aus der Not eine Tugend machen. Mir war klar, dass es nach der Verletzung von Baker zum Ersatz durch Ford kommt – und vermutlich auch zu einem definitiv anderen Matchausgang. Match ging in Ordnung.


    Was für das nächste Match jedoch nicht gilt. Schade, dass man aus dem anfangs so stark eingeführten Shawn Spears hier einen Comedy-Act in einem Squash-Quatsch gemacht hat. Sehr unnötiges Match. Beide hätten durchaus auch als Teilnehmer 10 und 11 im Casino Ladder Match sein können.


    Die Frage ist, ob die kommende Aussage vielleicht als transphob gilt, aber für Transathleten wie Nyla Rose muss es eine eigene Kategorie geben, denn Transathleten haben für mich im Picture von sowohl den Männern als auch den Frauen nichts zu suchen. Auch wenn Nyla Rose definitiv sicherer im Ring agiert als z.B. Nia Jax und Tamina in der anderen Promotion, hat ganz ehrlich Shida mit ihren von Beginn an konsequent guten Leistungen und den Statistiken den Sieg hier klar verdient. Schönes intensives Match, vielleicht manchmal etwas zu zäh und auch produktionstechnisch waren 2 oder 3 Schnitte und Kameraeinstellungen sehr ungünstig.


    Ebenfalls sehr intensiv und hart geführt war das Match zwischen Mox und Lee. Der Spot mit der Rampe war heftig und auch das Finish hat beiden definitiv nicht geschadet. Einen Titelwechsel habe ich hier jedoch für ausgeschlossen gehalten und ich habe auch Recht behalten.


    Der Main-Event im Stadium Stampede war ein absolutes Fest mit Momenten für die Ewigkeit. Sowohl unterhaltsam als auch intensiv ohne Längen war das Match großartiges Entertainment.

  • Ich hab heute auch mal wieder Bock, meine Meinung zur Show abzugeben.


    Ich muss sagen, ich bin doch überrascht, wie positiv die Show hier ankommt und frage mich, ob man das wirklich so sieht oder so sehen will. Wenn ich die Show mit DoN von vor einem Jahr vergleiche, dann fällt diese Ausgabe doch deutlich ab. Ich mache da AEW nicht mal einen Vorwurf, in der aktuellen Situation war sicher nicht viel mehr möglich. Dennoch ist diese Show kein Vergleich zu DoN von 2019.


    Das Leitermatch war sicherlich gut, gleichzeitig wirkte vieles etwas holprig. Ich finde, man hat es schon besser hinbekommen, dass spotlastige Matches bei AEW flüssiger wirken. Cage als Sieger ist OK, die Kombination mit Taz klingt interessant. Insgesamt mag ich diese übertriebenen Larger Than Life Charaktere nicht so und Cage setzt dem ganzen optisch natürlich die Krone auf. Ich lasse es mal auf mich zukommen, vielleicht wird etwas daraus.


    MJF vs. Jungleboy für mich das MOTN, auch weil es das einzige Match war, das man am ehesten noch als Wrestlingmatch bezeichnen kann. MJF als Sieger war denke ich klar, dennoch haben die beiden einen intensiven Fight aufs Parkett gelegt.


    Das TNT Championship Match hatte dann zumindest den richtigen Sieger. Mich nervt nicht viel an AEW, aber den Cody Charakter bis jetzt so krampfhaft vom Titel wegzuhalten, fand ich die falsche Entscheidung. Sicher wäre es vielleicht zu Hateposts kommen, wenn Cody den Heavyweight Titel schnell geholt hätte, deswegen wäre es aber nicht komplett falsch gewesen. Cody wäre für mich als AEW Champion definitiv interessanter gewesen als Mox, aber dazu später mehr. Mit dem Titelgewinn habe ich die Hoffnung, dass Cody vielleicht sogar als Face doch noch an den AEW Titel kommt (z.B. gegen einen Heel der Kategorie MJF, der sich sorgt, dass der TNT Titel bei AEW das größere Prestige hat und Cody challenged). Das Match war durchschnittlich, was für mich an Lance Archer lag. Der Murderhawk Charakter gefällt mir nicht, viele seiner besonderen Aktionen wirken mir zu gewollt (wie der Seiltanz) und generell klickt bei mir diese David gegen Goliath Konstellation nicht mehr, weil sie zu verbraucht ist. Ein Charakter wie Lance Archer ist in dieser Konstellation schnell begraben, wenn er das erste Mal verliert. Ich hätte mir für dieses Turnier im Nachhinein eher ein Finale Darby gegen Cody gewünscht und danach dann erst die Archer/Cody Fehde. Möglicherweise war der Verlauf der Fehde und womöglich das Turnier überhaupt durch die Covid-19-Situation bedingt. Das Match krankte zunächst an Mike Tyson, der bei der ersten Einstellung mal herzlich in die Kamera gähnt, wurde dann etwas besser, hatte aber nie das Big Time Feeling. Für mich hat Tyson, den man unweigerlich mit der Attitude Era vor 20 Jahren verbindet, das Match arg heruntergezogen. Fand ich keine gute Entscheidung.


    Statlander gegen Ford war ein Filler, der mir auch zwei Probleme der Women's Division vor Augen geführt hat. Einerseits die mangelnde Tiefe der Division (vielleicht auch Pandemie bedingt, dass Ford als Ersatz für Baker einspringen muss). Dazu kommt, dass ich in dem Roster außer der nun verletzten Brit Baker niemanden sehe, der eine Promo halten kann. Ich mag den Statlander Charakter, aber sie brauch für mich ein Sprachrohr oder vielleicht eine Tag Team Partnerin. Die Division wird keine Tiefe bekommen, wenn sie nur durch (durchaus gutes) Wrestling getragen wird.


    Spears vs. Dustin Rhodes hat mich nun nicht wirklich gestört. Shawn Spears ist unterhaltsam, aber niemand, der nun besonders over ist oder den ich als großen Namen in der Zukunft sehe. Alles, was Cody bei seiner Verpflichtung über ihn sagte und was dann für Spears Heelturn aufgegriffen wurde, stimmt voll und ganz. Da ist auch eine Niederlage gegen Rhodes nicht tragisch. Ich denke, man hat mit beiden nichts mehr Großes vor, so dass man immer mal wieder Siege und Niederlagen im Wechsel gibt, um sie für andere Gegner interessant zu halten und nicht völlig in die Jobberecke zu verfrachten. Warum das Match nun beim PPV kommt? Zumindest hat es jetzt nicht exorbitant viel Zeit verschlungen.


    Das Damentitelmatch gehörte für mich auch zu den besseren, die No DQ Stipulation hat dem Match in jedem Fall gut getan. Shida nach dem Aufbau den Titel zu geben, war eigentlich unumgänglich, wenn man ein sauberes Finish booken wollte. Nun steht aber sehr konkret vor dem Problem, wie man eine Division over bekommen will, die keine Workerin hat, die eine Promo rüberbringen kann.


    Das AEW Titelmatch (das ja auch richtigerweise als Main Event angesagt wurde) dann der nächste Brawl. Brodie Lee finde ich deutlich spannender als Big Man als Lance Archer, Mosley dagegen der langweiligste aller Titelkandidaten. Dass der Moxley Charakter, der schon mit Zuschauern nicht lange als Champion (und nicht Jäger) funktionieren kann, ohne Zuschauer noch weniger funktioniert, hat man geschickt versucht, durch die Aktion um den Titelgürtel zu kaschieren, was aber auch nicht lange funktioniert. Mox ist eine Figur, die in Hallen funktioniert, in denen Leute Party machen und den Badass sehen wollen. Darüberhinaus ist er mir zu langweilig. Gefühlt waren fast alle seine Matches Brawls, die die halbe Halleneinrichtung zerpflückt haben, was irgendwann zu eintönig wird. Sehr gut fand ich das Finish, da das Match nicht einfach nach einem DDT aus dem Nichts endet, sondern Mox nachlegen muss und das auch tut, ohne dass es eine Kontersequenz mit den jeweiligen Finishern gibt, wie sonst sehr oft.


    Das Stadium Stampede Match fühlte sich wie ein Bonusmatch oder eine Spezialausgabe von BTE an. Für das was es war, hat es sich natürlich gelohnt, die 10 unterhaltsamsten Worker für ein Comedymatch zu verpulvern, bei dem der Ausgang eigentlich Nebensache war. Dennoch ist das für mich der Hauptkritikpunkt an DoN, wofür aber eigentlich auch keiner etwas wirklich kann. Durch die Pandemie konnte man keine Storys machen, vieles wurde abrupt abgebrochen und man hat mit einem Rumpfroster über 5 Wochen getapte Shows gesendet, womit man wertvolle Zeit zum Aufbau des PPV verloren hat. Vielleicht hätte es der Show gut getan, wenn man ähnlich wie im letzten Jahr, wo es noch keine Weekly gab, Special Attraction Matches gebookt hätte, diese frühzeitig angekündigt hätte und dann die Shows mit dem Titelturnier und Tag Team Action gefüllt hätte, dazu dann Promos von zu Hause. Fraglich natürlich, ob es überhaupt frühzeitig absehbar war, wer überhaupt beim PPV eingesetzt werden kann.


    Insgesamt klingt mein Geschreibsel jetzt negativer als beabsichtigt, ich bin insgesamt echt zufrieden mit Show und Produkt an sich. Wie viel in der aktuellen Situation möglich war, lässt sich schwer beurteilen, aber diese Show ähnlich bis gleich hoch zu bewerten wie die Show im letzten Jahr, erschließt sich mir überhaupt nicht.

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