A N Z E I G E

Liebe-Sammelthread #8

  • Zitat

    Original geschrieben von Indy26:
    Was ich noch fragen wollte, du schriebst ja, dass deine Freundin das Theater auch mit der Ex-Schwiegermutter hatte? Was heißt das genau?


    Das ist für mich auch ein wichtiger Punkt. Decken sich die Zweifel und Sorgen vielleicht und kann man da eventuell ansetzen? Das klingt jetzt alles nicht so, als wenn es aus dem Nichts kommen würde und völlig unbegründet wäre.


    Du weißt, dass ich dich mag und für einen feinen Kerl halte, Chris. Aber das was zum Beispiel Ahab oben schreibt sehe ich ähnlich. In meinen Augen sollte es nie eine "entweder/oder" Entscheidung geben, sondern ein Weg gefunden werden, mit beiden Partein klarzukommen.


    Und ganz ehrlich. So weit du für dein Alter auch bist oder meinst, gewisse Dinge gut einschätzen zu können. Du bist seit Beginn des Jahres in dieser Beziehung, welche zugleich auch deine Erste ist. Das sind grade einmal 6 Monate. Da kann man absolut NULL einschätzen, so blöd das klingt.

  • A N Z E I G E
  • Zitat

    Original geschrieben von Fuzzy Dunlop:
    Wäre ein Gespräch mit deinen Geschwistern eine Option? Aus meiner Erfahrung heraus bringt sowas häufig eine Menge. Die sind nah genug dran, haben aber gleichzeitig auch einen gewissen Abstand und unter Geschwistern kann man normalerweise offen und ehrlich reden.


    Das bringt rein gar nichts. Meine Schwester steht grundsätzlich immer auf der Seite meiner Mutter und mein Bruder hat genug eigene Sorgen bzw. würde sich in die ganze Sache nicht einmischen.


    Zitat

    Original geschrieben von Indy26:
    Was ich noch fragen wollte, du schriebst ja, dass deine Freundin das Theater auch mit der Ex-Schwiegermutter hatte? Was heißt das genau?


    Genauer heißt das, dass ihr Ex-Freund ein absolutes Muttersöhnchen war. Der immer gesprungen ist, wenn seine Mutter gerufen hat. Der sich sogar von seiner Mutter hat verbieten lassen, auszuziehen, obwohl er eigentlich anderer Meinung war. Und nachdem ich ihre Ex-Schwiegermutter kennengelernt habe (der Lütte ist ja schließlich ihr Enkelkind), habe ich auch gemerkt, warum man sich mit der Frau nur streiten kann. Drache ^^


    Zitat

    Original geschrieben von Sonnenwirt:
    Deine Mutter unterstützt euch finanziell, wenn ich das richtig verstanden habe. Dann solltest du ihr zumindest zuhören und nicht einfach abblocken.


    Deine Freundin arbeitet gar nicht oder nur Elternzeit gerade?


    Sie hat uns 2-3 Monate unterstützt (März, April, Mai).


    Sie hat eine Ausbildung zur Krankenschwester begonnen, hat diese aber wegen der Schwangerschaft abgebrochen, da Schichtdienst ohne Führerschein und mit Kind schwierig war / ist. Jetzt will sie in der stationären Pflege anfangen, jedoch stellt momentan kaum einer Leute ein. Corona...


    --------------


    Mittlerweile sieht die ganze Sache wieder etwas entspannter aus. Ich habe meine restlichen Klamotten aus der Wohnung meiner Eltern geholt und meiner Mutter gesagt, dass sie etwas Gras über die Sache wachen lassen soll; und ich der Meinung bin, dass in 2-3 Monaten alles wieder halbwegs normal ist. Meine Freundin und meine Mutter müssen sich ja nicht lieben oder umarmen, aber eben miteinander reden und sich akzeptieren ...

  • Zitat

    Original geschrieben von Kapitän Ahab:
    Wenn wir ehrlich sind, klingt das schon ziemlich nach dem Stoff für das RTL2-Vorabendprogramm, und wir alle wissen, dass diese Geschichten meist ein ziemlich unschönes Ende nehmen.


    das ist mir auf jeden Fall zu pauschal.



    Zitat

    Original geschrieben von Kapitän Ahab:
    Da können natürlich so Dinge kommen, dass sich deine Freundin mit 17 hat schwängern lassen und das dies ein Zeichen von absolut hirnverbrannter Verantwortungslosigkeit sein muss. Und ganz verkehrt ist das nicht.


    oder einfach ein "Unfall"?


    (und das nicht jede Frau bzw. jedes Paar sich in einem solchen Szenario zu einem Schwangerschaftsabbruch entschließt bzw. durchringen könnte, würde ich z.b. bestens verstehen.



    ich würde in diesem Zusammenhang deiner Mutter gegenüber verdeutlichen (wohlgemerkt nicht: drohen), daß sie sich selbst bzw. ihrem Anliegen damit einen Bärendienst erweist und dich möglicherweise (vermutlich?) eher einen Keil zwischen euch beide anstatt deine Freundin und dich treibt.

  • Zitat

    Original geschrieben von madaboutradford:
    das ist mir auf jeden Fall zu pauschal.


    Das war bewusst pauschal, plakativ und unfair gewählt.


    Das ist von mir aber gar nicht böse Adam gegenüber gemeint, sondern sollte vor allem eines klar machen, nämlich gegen was er hier kämpfen muss. Meiner Erfahrung bildet genau das die Ressentiments ab, gegen die er immer wieder ankämpfen werden muss. Und die sind genau so dumpf, wie von mir ausgeführt. Seine Aufgabe wird sein, das zu widerlegen. Und zwar immer und immer wieder. Das fängt bei der eigenen Mutter an, wird dann sehr wahrscheinlich im Kindergarten weiter gehen, und quasi nie enden.


    Hinter jedem Schicksal, (egal ob tragisch oder glücklich), steht eine Geschichte. So wird es bei dieser Schwangerschaft auch sein. Und hinter seiner Beziehung auch. Er wird aber diese Geschichte immer wieder erzählen müssen, und dabei versuchen die Menschen, die sie anhören auch emotional mitzunehmen. Das kann ganz schön kräftezehrend sein.


    Zitat

    Original geschrieben von madaboutradford:
    oder einfach ein "Unfall"?


    (und das nicht jede Frau bzw. jedes Paar sich in einem solchen Szenario zu einem Schwangerschaftsabbruch entschließt bzw. durchringen könnte, würde ich z.b. bestens verstehen.


    Aus eigener Erfahrung: Diese Entscheidung sollte niemand treffen müssen. Auch nicht, ob man das Kind austrägt und zur Adoption frei gibt. Dabei entstehen Narben, die niemals verheilen werden. "Bedauert werden" oder andere Formen von "Mitleid" machen das auch nicht besser.


    Und egal ob es ein "Unfall", "Leichtsinn" oder "Absicht" war, ich vermute Stand jetzt geht es Mutter und Kind gut, und die beiden sind zusammen. Dazu kann ich nur gratulieren. Aber aus all dem ergibt sich für die nächsten 10 Jahre ein Kampf gegen Windmühlen, der geführt werden will. In meinen Augen ist, diesen Kampf führen zu müssen auf jeden Fall besser, als die anderen Optionen.


    Aber, um zurück zu Adams Problem zu kommen, das jetzt erst mal in ruhigeren Fahrwassern ist, so ist es eben eine Aufgabe, dass es eben wichtig sein wird, nicht zu konfrontativ in solche Gespräche zu gehen, und gerade die besonders wichtigen Personen, wie die eigenen Eltern, eben nicht vor den Kopf zu stoßen, weil eben solche "Pauschalbedenken" vorliegen, und man diese pauschalen Äußerungen nicht mehr hörenkann, und sie in einem Aggressionen auslösen.

  • Ihr könnt mich hier, wie Ghost es auch getan hat, ruhig Chris nennen ^^


    Nun ja, dass das Kind mit 17 nicht geplant war, sollte klar sein. Jedoch wollte sie es behalten und ist bis dato auch zufrieden mit ihrer Entscheidung.

  • Kurze Frage noch: Verstehst du irgendwo, dass diese Kombination (Kind, kein Job, keine Ausbildung) deiner Mutter Sorgen bereitet? Würde es mir tatsächlich auch, ohne einen von euch zu kennen. Natürlich kann sich das als falsch herausstellen, aber wie du hier zum Teil auf seine Mutter verbal losgegangen bist, kann ich nicht nachvollziehen. Sie will mit Sicherheit nur dein bestes und auf den ersten Blick ist das bei der Beziehung ein erschwerter Start.

  • Auch wenn es der Mutter Sorgen bereitet, finde ich den Umgang der Mutter mit der Situation ausbaufähig. Hat deine Mutter denn schonmal versucht deine Freundin und den Sohn besser kennenzulernen ? Oder sieht sie dich immer nur alleine ?


    Ich meine auch bisher habt ihr euch kennen und anscheinend lieben gelernt, lebt zusammen. So wie ich die Situation verstanden habe, ist da aus meiner Sicht noch nichts passiert, wo ich Alarm schlagen würde. Da würde ich mir als Elternteil die Situation erstmal ansehen und abwarten und euch nicht nur finanziell, sondern auch anderweitig unterstützen.
    Ich finde, sie könnte dir etwas mehr vertrauen und zutrauen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Sonnenwirt:
    Kurze Frage noch: Verstehst du irgendwo, dass diese Kombination (Kind, kein Job, keine Ausbildung) deiner Mutter Sorgen bereitet? Würde es mir tatsächlich auch, ohne einen von euch zu kennen. Natürlich kann sich das als falsch herausstellen, aber wie du hier zum Teil auf seine Mutter verbal losgegangen bist, kann ich nicht nachvollziehen. Sie will mit Sicherheit nur dein bestes und auf den ersten Blick ist das bei der Beziehung ein erschwerter Start.


    Aber das hat die Mutter dem Sohn ja bereits ausführlich unter vier Augen dargelegt. Daraufhin hat der Sohn eine Entscheidung getroffen.
    Für mich ist es völlig unklar, wie er dann akzeptieren sollte, dass seine Mutter seine Partnerin samt Kind weiterhin ausschließt.

  • Ich bin beruflich ja gewohnt, meine eigene Meinung zu der Konstellation und auch zu meiner Einschätzung der Reife, Lebenserfahrung und der Menschenkenntnis des Betroffenen bei der Bewertung des Problems (i.d.F. Mutter akzeptiert Freundin nicht) erst einmal außen vor zu lassen.


    So wie es hier dargestellt ist, finde ich das Verhalten der Mutter arg übergriffig.
    Bedenken kann und sollte man äußern. Aber eben auch - finanzielle Unterstützung hin oder her - die selbstbestimmte Entscheidung des (erwachsenen) Kindes ohne wenn und aber akzeptieren. Und das Schlechtmachen eines Partners gehört sich erst recht nicht.


    Sicher meint die Mutter es nur gut, aber sie muss (!) akzeptieren, dass das erwachsene Kind das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und ggf. eben auch aufs Scheitern hat.


    Sollte die Mutter weiter nicht aufhören sich einzumischen, wäre aus meiner Sicht ein Gespräch mit einem unabhängigen professionellen Mediator eine gute Sache (ggf. zB ProFamilia). Auf jeden Fall besser als Eskalation und zB temporärer Kontaktabbruch. Und aus langjähriger Erfahrung weiß ich, dass es den meisten Menschen in ähnlicher Konstellation aufgrund der emotionalen Beanspruchung nicht (oder nur sehr, sehr schwer) gelingt, selbst eine Lösung zu erarbeiten die allen Beteiligten gerecht wird.

  • Zitat

    Original geschrieben von Ernesto1986:
    Aber das hat die Mutter dem Sohn ja bereits ausführlich unter vier Augen dargelegt. Daraufhin hat der Sohn eine Entscheidung getroffen.
    Für mich ist es völlig unklar, wie er dann akzeptieren sollte, dass seine Mutter seine Partnerin samt Kind weiterhin ausschließt.


    Weil es keine Do or Die Entscheidung ist. Ganz einfach. Er kann sich doch trotzdem die Zeit nehmen, sich ohne die Freundin mit der Mutter zu treffen. Sollen sie halt über was anderes reden. Oder er hört sich halt aus Respekt der Mutter gegenüber das Genörgel an und schaltet im schlimmsten Fall auf Durchzug. Und wenn er es, wie du sagst, nicht akzeptieren kann, hat er gefälligst auch kein Geld anzunehmen. Können ja die Eltern von ihr im Notfall aushelfen. So finde ich sein Verhalten schon opportunistisch und unfair der Mutter gegenüber. Denn selbst wenn sie sich nicht richtig verhält, will sie ja, dass sollte offensichtlich sein, sein bestes.

  • A N Z E I G E

  • Moment: die Mutter hat doch nur zwei Dinge gemacht, wenn ich alles richtig verstanden habe: Sie will ihren Sohn ohne Anhang sehen und macht die Freundin schlecht. Wobei zweiteres für mich noch die Frage mitbringt: Was ist so schlecht an ihr? Laut Aussage der Mutter, hat sich Kohl ja verändert. Das kann ja durchaus passieren, ohne das man es selbst merkt.


    Aber wo genau ist das Verhalten denn übergriffig? Finde es eigentlich normal, dass Eltern ihre Sorgen äußern. Ich finde auch nicht, dass sie manipuliert oder ähnliches. Sie sagt Ihr Meinung bzw. Will ihn nur alleine sehen. Ist doch jetzt nicht groß einmischen, notfalls geht er halt mal nicht ans Handy.

  • Dann lesen wir vielleicht unterschiedliche Dinge aus den Beiträgen heraus. Ist ja nicht schlimm.
    Da ich seit vielen Jahren mit ähnlichen Fällen täglich zu tun habe, sind mir bestimmte Muster im Verhalten bei vergleichbaren Konstellationen sehr gut bekannt. Da ich diesen Fall hier aber nur aus einer Perspektive und wenigen Zeilen Forengeschreibsels kenne, kann es natürlich auch sein, dass diese Muster in diesem Fall überhaupt nicht zutreffen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Tom Mickel:


    Sicher meint die Mutter es nur gut, aber sie muss (!) akzeptieren, dass das erwachsene Kind das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und ggf. eben auch aufs Scheitern hat.


    Ganz wichtiger Satz!


    Ich finde, die Freundin schlecht zu reden und sie samt Kind auszuschließen, ist kein Verhalten, das ich akzeptieren würde.

  • Zitat

    Original geschrieben von Sonnenwirt:
    Weil es keine Do or Die Entscheidung ist. Ganz einfach. Er kann sich doch trotzdem die Zeit nehmen, sich ohne die Freundin mit der Mutter zu treffen. Sollen sie halt über was anderes reden. Oder er hört sich halt aus Respekt der Mutter gegenüber das Genörgel an und schaltet im schlimmsten Fall auf Durchzug. Und wenn er es, wie du sagst, nicht akzeptieren kann, hat er gefälligst auch kein Geld anzunehmen. Können ja die Eltern von ihr im Notfall aushelfen. So finde ich sein Verhalten schon opportunistisch und unfair der Mutter gegenüber. Denn selbst wenn sie sich nicht richtig verhält, will sie ja, dass sollte offensichtlich sein, sein bestes.


    Es gibt in meinen Augen keinen Grund sich mit der Mutter zu treffen, wenn diese seine Partnerin samt Kind bewusst (!) ausschließt. Allein der Respekt vor seiner Partnerin gebietet es hier in meinen Augen der Mutter eine klare Kante zu zeigen.
    Und wie aus seinem Beitrag hervorgeht, nimmt er bereits seit 2 Monaten kein Geld an.
    Wobei es absolut gar keine moralische Verpflichtung dazu gibt, das Fehlverhalten (!!!) der Mutter zu akzeptieren, nur weil sie einem finanziell aushilft.
    Es geht in meinen Augen kein Weg daran vorbei, der Mutter klar zu machen, dass es ihn nur mit Partnerin + Kind gibt. Wenn sie das nicht akzeptiert, dann ist das so. Wenn sie dann in einer zukünftigen Notlage finanziell nicht mehr aushilft, dann ist das eben auch so.
    Aber was du hier versuchst zu konstruieren, ist grotesk!

  • Was mich erstaunt ist das hier, obwohl es um das Thema Liebe geht, so viel auf Erfahrung Wert gelegt wird bzw. diese als etwas unbedingt notwendiges angesehen wird. Mal abgesehen davon dass Erfahrung die bei weitem schlechteste Methode ist irgendetwas zu lernen bewirkt ein sich auf die Erfahrung verlassen bzw. berufen sehr oft negatives da man eine neue, positive Situation mit einer alten die negativ verlaufen war gleichsetzt. Und gerade bei einem Thema wie der Liebe die ja eine rein gefühlsmässige und emotionale Geschichte ist sollte man jede Situation individuell und komplett neu bewerten. Wenn ihr wirklich ineinander verliebt seit sehe ich da ehrlich gesagt kein wirkliches Problem. Deine Mutter macht sich Sorgen um dich, das wird Sie ihr Leben lang tun ganz egal welche Entscheidungen du triffst. Und auch wenn dich das manchmal nervt solltest du darüber froh und dankbar sein auch wnen SIe vielleicht manchmal übers Ziel hinausschießt. Du müsstest deine Mutter gut genug kennen um zu wissen wieso Sie sich so verhält, ob es wirklich nur Überfürsorge ist oder doch etwas anderes und dich entsprechend verhalten. Ihr seit doch 3 erwachsene Menschen, und das im Jahr 2020, da muss es doch möglich sein wie humane und soziale Wesen miteinander zu kommunizieren.

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