A N Z E I G E

James Bond 007 - Film 25: No Time To Die [02.04.2021]

  • War am Montag drin und zwar mit eigentlich wenig Interesse.

    Aber wir waren in Berlin, wollten Abends ins Kino und da war Bond ziemlich alternativlos.

    Hatte mir nur Craigs ersten Bond angeguckt und den fand ich einfach nur schwach und danach hatte ich 0 Interesse nochmal einen Craig Bond zu gucken.

    Das lag bzw liegt zum einen an Bonds Darstellung und an Craig selbst den ich einfach nicht als guten Schauspieler sehe.


    Dafür, das ich also ohne Begeisterung ins Kino ging, war der Film dann aber insg schon ok.

    Bond Feeling kam selten auf, aber das war dann schon mehr als erwartet.

    Der Bösewicht war, da stimme ich der Mehrheit zu, relativ farblos, austauschbar.


    Das Ende


    Film war besser als erwartet, aber dennoch freue ich mich mehr auf den nächsten Bond und weine Craig sicher keine Träne nach.

    Die Hoffnung das man wieder mehr zum klassichen Bond zurückgeht stirbt zwar zuletzt, aber groß ist sie nicht.

    Ein paar der genannten Namen machen mir zwar etwas "Angst", aber mal sehen.

  • A N Z E I G E
  • Das Ende

  • Das sehe ich wiederum anders

  • Das sehe ich wiederum anders

  • Gesehen und für gut befunden, aber ich war enttäuscht von Malek. Der Typ ist so großartig und hier hatte ich das Gefühl, er wäre nicht richtig bei der Sache oder man hat einfach nur zu ihm gesagt. "Mach dein Ding, passt schon". Das war bisher die schwächste Performance die ich von ihm je gesehen habe. Nicht schlecht deswegen, aber er kann viel mehr. Der beste Schauspieler aktuell, aber irgendwie hat das nicht gepasst.


    Das gleiche Gefühl hatte ich aber auch bei "Spectre" schon bei Waltz. Als wenn die Produzenten einfach nur gesagt hätten, spiel so wie die Leute dich kennen und fertig.

    Ich gebe hier nicht den Schauspielern die Schuld, sondern der eher eindimensionalen Art und Weise, wie die Charaktere geschrieben sind. Man hat die letzten Filme hochkarätige Schauspieler als Bösewichte verpflichtet, aber die Art und Weise wie die Charaktere geschrieben sind und was sie zu erzählen haben, dürfte selbst für den besten Schauspieler Unterforderung sein.

  • Ich gebe hier nicht den Schauspielern die Schuld, sondern der eher eindimensionalen Art und Weise, wie die Charaktere geschrieben sind. Man hat die letzten Filme hochkarätige Schauspieler als Bösewichte verpflichtet, aber die Art und Weise wie die Charaktere geschrieben sind und was sie zu erzählen haben, dürfte selbst für den besten Schauspieler Unterforderung sein.

    Und wie hat man das dann früher geschafft? Bond war schon immer ein eindimensionaler Charakter, der von Facettenreichtum und Spiel des Bösewichtes profitierte.

    Und mal ganz ehrlich: die waren teilweise auch recht geradlinig-konservativ, was Lebenseinstellung, Plan und Umgang angeht. Trotzdem waren es fantastische Parts, die teilweise mit Weltstars ausgefüllt, welche wiederum ihre Rollen teils kongenial ausfüllten.


    Da stellt sich mir die Frage: war man bei früheren Drehs hinsichtlich des Scripts flexibler, was das Villain-Spiel angeht verglichen mit NTTD oder hat man sich zu sehr an das gehalten, was einige Autoren für eine gute Story hielten? Sollte letzteres zutreffen habe ich bei den letzten Filmen das Gefühl gehabt, man schriebt die Story um die Action herum. Früher wars genau andersrum: da hat man die Action aus den Gegebenheiten heraus geschrieben und das hat gerade Waghalsigkeit und den Glamour ausgemacht.

    "Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne."
    "Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast du es hinter dir ..."

  • Ich kann die Bond Filme mehr oder weniger hauptsächlich ab Timothy Dalton beurteilen. Bei den Daniel Craig Bonds fand ich nur Mads Mikkelsen überzeugend. Der Charakter war präsent und hatte genug Screentime zur Entfaltung. Waltz und Rami bekamen mehr oder weniger nur Lines und Szenen, um Hintergründe zu erläutern. Mir fallen hier keine Szenen oder Dialoge ein, bei denen beide irgendwie hätten brillieren oder mehr zeigen können als im Script stand. Fand aber das Beide mimisch und der Delivery her keinen schlechten Job machten aber die Charaktere die sie spielten, einfach mit wenig Facetten und Eigenheiten geschrieben wurden. Ähnlich auch bei den Bösewichten in MCU Filmen. Mit Ausnahme von Thanos, Ultron und Loki war der Grossteil der Schurken einfach 0815 und das zum Teil mit grossartigen Schauspielern besetzt.

  • Ich kann die Bond Filme mehr oder weniger hauptsächlich ab Timothy Dalton beurteilen. Bei den Daniel Craig Bonds fand ich nur Mads Mikkelsen überzeugend. Der Charakter war präsent und hatte genug Screentime zur Entfaltung. Waltz und Rami bekamen mehr oder weniger nur Lines und Szenen, um Hintergründe zu erläutern. Mir fallen hier keine Szenen oder Dialoge ein, bei denen beide irgendwie hätten brillieren oder mehr zeigen können als im Script stand. Fand aber das Beide mimisch und der Delivery her keinen schlechten Job machten aber die Charaktere die sie spielten, einfach mit wenig Facetten und Eigenheiten geschrieben wurden. Ähnlich auch bei den Bösewichten in MCU Filmen. Mit Ausnahme von Thanos, Ultron und Loki war der Grossteil der Schurken einfach 0815 und das zum Teil mit grossartigen Schauspielern besetzt.

    Das erklärt natürlich einiges. Ich gebe dir recht, dass von dem Standpunkt aus betrachtet da einiges mittelprächtig rüberkam. Bei Bond fallen mir eher die klassischen Gegenspieler ein: nuancenstarke Misanthropen mit einem gewisse Tick, die in Gänze so brilliert haben, dass der Film letztlich Spaß machte.


    Koskov und Sanchez waren keine Weltzerstörer mehr, aber interessant und ausdrucksstark. Die "Global Killer" kamen mit Brosnan wieder, hatten die Anlagen früherer Schurken, waren aber insgesamt betrachtet in der Darstellung recht lasch.

    Wenn man nur das als Basis gegenrechnet, kann ich verstehen, dass dir die Craig-Rivalen eher mittelmäßig vorkamen.

    Wenn ich Bond höre, möchte ich im Grunde eine einflussreiche Persönlichkeit der Welt, die Macht hat und mehr will und am Ende einen möglichst kreativen Abgang macht. Aber die Zeiten dürften leider vorbei sein.


    Da ich NTTD noch nicht gesehen habe, hatte ich auf so etwas bei Malek gehofft und im Falle von Waltz als ESB auf ein vergleichbaren Part, wie ihn Sean Harris in "MI:6 - Fallout" hingelegt hat. So wie das aber gerade durchklingt, hat das bei beiden Rollen nicht funktioniert.

    "Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne."
    "Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast du es hinter dir ..."

  • Mir war nicht bewusst, dass Du NTTD nicht gesehen hast. Grundsätzlich kann man an der Schauspielerei nichts bemängeln. Aber sowohl er als auch Waltz machen ihre Routine, da die Charaktere die die spielen einfach mit wenig Facetten gezeichnet sind. Bin auch der Meinung, dass bei Craigs Bond Filmen eher auf die Entwicklung des Bondcharakters und nicht der Bösewichte der Mittelpunkt steht. Die Filme werden als Gesamtstory betrachtet und Bond hat in dieser Zeit Vertraute verloren und wurde auch verraten. Dieses wird vor allem zu Beginn ersichtlich, wo er Misstrauen zeigt.

  • Ich bin dir noch eine Antwort schuldig.

    Sorry, dass ich erst jetzt dazu komme.


    'FYEO' hatte einen perfekten Soundtrack, mit Carole Bouquet ein ausdrucksstarkes, gut spielendes und (Achtung, subjektiv) bildhübsches Bondgirl, Actionszenen, bei denen auch der Humor nicht zu kurz kam und die nicht mit 25 Schnitten/Sekunde versaut wurden (Die Verfolgungsjagd mit der 'Ente' gehört zu den unterhaltsamsten Szenen aller Bonds, auch die Duelle auf Ski und unter Wasser waren unterhaltsam), nette Gadgets sowie mit dem Kloster auf der beeindruckenden Insel eine tolle Location für den Schluß. Wenn denn überhaupt, kann ich bei dem Streifen allenfalls kritiseren, dass Julian Glover als Ari Christatos sicherlich nicht in einem Atemzug mit den Bösewichtern von Curd Jürgens, Gert Fröbe oder Sean Bean genannt wird (keine Kritik am Schauspieler, es geht mir um die Rolle).


    Wenn wir von ansprechenden Locations einmal absehen, geht all das den Filmen mit Craig quasi völlig ab.


    Auch bei Connery kamen Charme, Humor und Leichtigkeit absolut nicht zu kurz.


    Es ist ja vollkommen in Ordnung, wenn Menschen die Bonds mit Craig feiern. Genauso in Ordnung ist es aber, wenn man mit der Entwicklung der Franchise nicht mehr viel anfangen kann. Hier geht es auch gar nicht um Zeitgeist, denn die Bondes von 1962 bis 1999 hatten alle einen gemeinsamen Nenner, der in den letzten Filmen, die sich über einens ehr viel kürzeren Zeitraum erstrecken, aufgegeben wurde.

    "Ich habe nicht gesagt, dass ich Ihnen nicht traue und ich sage nicht, dass ich Ihnen traue, aber ich traue Ihnen nicht."

  • Ich bin nicht einmal Bond-Fan und daher bei jedem Film weit von der Höchstwertung entfernt, aber finde es dennoch erstaunlich, dass wir genau dieselbe Auswahl an Top-6-Filmen treffen (wenngleich in anderer Reihenfolge). Irgendwie auch poetisch, dass damit jeder der 6 Bond-Darsteller mit 1 Film an der Spitze vertreten ist.


    Mein Guilty Pleasure wäre "A View to a Kill", hier kann ich mich über den freiwillig wie unfreiwillig komischen Oldie Roger Moore sehr amüsieren. Christopher Walken & Grace Jones tragen ihr Übriges zu einem äußerst unterhaltsamen Film dabei.

  • Ich liebe Diamantenfieber alleine wegen Mr. Wintt und Mr. Kidd. Die beiden Killer sind so herrlich schräg ;)

    Die beiden sind auch das beste an dem Film, ansonsten ist er in vielerlei Hinsicht ziemlich katastrophal. ^^


    Danke! "In tödlicher Mission" ist für mich irgendwie nur ein reiner "Funktions"-Bond, der nach Moonraker Bond wieder Down to Earth holen musste. Diese Rolle erfüllt er, bietet darüber hinaus aber wenig erinnerungswürdiges: Kristatos ist einer der schwächsten Bond-Schurken, generell gibt es bei auf Columbo wenig gute Nebencharaktere. Auch zu Moore passt dieser Film nicht wirklich, da er hier selten dazu kommt, seine humoristisch-charismatischen Stärken ins Bild zu zeigen. Der Film bietet mit seiner sehr "ernsten" Grundthematik dazu wenig Chancen. Da funktioniert er in fast allen anderen Filmen besser. Spectre muss ich definitiv nochmal anschauen, da ich wenig Erinnerungen daran außer die damaligen Kinobesuche habe. "Die Welt ist nicht genug" gehört aus meiner Sicht völlig zurecht zu den stärkeren Bonds: Brosnan in Bestform, dazu ein starkes Schurkenduo mit Elektra/Renard. Ein toller Support-Cast (Robbie Coltrane!) und einer der wenigen Bonds, in welcher die Involvierung von M in den Plot wirklich gut funktioniert.


    "Im Angesicht des Todes" ist sicherlich ein besonderer Bond und wenn man ihn nicht so ganz ernst nimmt, funktioniert er eigentlich ganz gut. Aber Moores Alter ist dort schon sehr auffällig. ^^


    Ich bin einfach kein Freund der Craig-Filme, was aber nicht an dem Darsteller liegt (den ich sogar für einen hervorragenden Schauspieler halte).


    Vielmehr fehlt mir in den letzten Bonds all das, was die Reihe für mich ausgemacht hat.Gadgets, Charme, Humor, Leichtigkeit, das "Übernatürliche an Bond", etc..


    Die Filme seit dem Einstieg Daniel Craigs sind einfach herkömmliche Actionfilme.


    Aber genau so ist Bond doch z.B. auch in LTK aufgetreten, den du bei "sehr gut" aufgeführt hast. Versteh mich nicht falsch, ich kann nachvollziehen, warum du kein Fan der Craig-Filme bist. Aber die Grundlage für diese Richtung hat doch schon Dalton in seinen Filmen gelegt.


    Ich bin nicht einmal Bond-Fan und daher bei jedem Film weit von der Höchstwertung entfernt, aber finde es dennoch erstaunlich, dass wir genau dieselbe Auswahl an Top-6-Filmen treffen (wenngleich in anderer Reihenfolge). Irgendwie auch poetisch, dass damit jeder der 6 Bond-Darsteller mit 1 Film an der Spitze vertreten ist.

    Spannend, gerade der letzte Punkt ist mir gar nicht so aufgefallen. Zeigt aber auch, dass man bei den Darstellern bis jetzt immer ne gute Wahl getroffen hat. ^^

    Mein erster Blog: Videospielhistoriker - Geschichte in Videospielen. // CyBull TV - Der Darts-Channel


    The Signature of bdbjorn: Drechslerrr (4.4.2017), Selfmade (19.4.2017), Skyclad (22.05.2017), J-Man (21.08.2017), ...

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