A N Z E I G E

Wahlen in Frankreich 2022

  • Ich würde aber aufpassen mit solchen Kommentaren. Die ca. 42 Prozent sind sicher nicht alle mit genau dem Gedankengang zum Wahllokal gegangen. Da werden nicht wenige dabei sein die mit der Politik Macrons komplett unzufrieden waren/sind und die dann leicht von diesen populistischen Aktionen/Sichtweisen Le Pens und ihrer Partei geblendet werden und den sämtlichen anderen Dreck der da von sich gegeben wird hat man deswegen irgnoriert oder nicht bewusst wahrgenommen.

    Die LePens sind doch schon so lange in der französischen Politik unterwegs, dass man unter einem Stein leben müsste, um nicht zu verstehen, was für rechtsextreme und antisemitische Gestalten das sind.


    Es mag nicht jeder der 42% die hier abgestimmt haben (nicht aller Franzosen) aus diesen Motiven so gewählt haben, aber es muss sich auch niemand einfach rausreden.

  • A N Z E I G E
  • Die LePens sind doch schon so lange in der französischen Politik unterwegs, dass man unter einem Stein leben müsste, um nicht zu verstehen, was für rechtsextreme und antisemitische Gestalten das sind.


    Es mag nicht jeder der 42% die hier abgestimmt haben (nicht aller Franzosen) aus diesen Motiven so gewählt haben, aber es muss sich auch niemand einfach rausreden.

    Ist es dann nicht umso schlimmer, dass Le Pen 42% holt? Vielleicht ist es den Leuten, aus welchen Gründen auch immer, dann irgendwann scheißegal, wie die Le PEN sonst tickt?

  • Für heute sind wir erleichtert, in 5 Jahren fliegt es uns dann um die Ohren. In diesem Sinne: Vive la France.


    Wird wie bei Biden in den USA laufen: Der ist heute in den Umfragen auch schon unbeliebter als Trump. Und das musste man auch erstmal schaffen. Macron kriegt das sicher auch noch hin, noch unbeliebter zu werden.


    Ironie: Aber Macron wird nun sicher "die Franzosen wieder einen". Nichts will die Mehrheit der Franzosen mehr als "Rente mit 65 Jahren" und "Senkung der Unternehmenssteuern".

  • Macron kriegt das sicher auch noch hin, noch unbeliebter zu werden.

    Ohne Probleme. Mit einer Programmatik, die keinerlei Kursänderung vorsieht, wird das keine zwei Jahre dauern. Wenn man sich mal anschaut, wie er im TV-Duell echt seine Bilanz der letzten Jahre als Erfolg sieht, frage ich mich, wie wenig man die Zeichen der Zeit eigentlich erkennen kann oder will.

  • Wenn es immer mehr nur noch darum geht den Faschisten zu verhindern, und der Neoliberale die einzige Alternative ist, sodass man am liebsten gegen den selbst gewählten danach auf die Straße gehen will muss tiefer und ehrlich überlegt werden was nun wichtig ist und wie man das Notwendige umsetzt.


    Ob Macron oder Biden sowie weitere westliche Mächte. Entweder man findet einen echten Weg sozialere und ökologischere Politik auszuüben oder man findet sich gleich auf mehreren Spuren Richtung Abgrund. Klima, Krieg, soziale Schere, Globalisierungsform und nationale Bestrebungen, so war Corona eben auch big picture ein Brennglas.

  • Puh, noch mal Glück gehabt. Brexit und Trump reichen.


    War ganz witzig - der Flieger landete um kurz nach 8 kontinentaler Zeit in London, und überall hörte man nur Erleichterung - und gleichzeitig war der Konsens "he's not perfect, but definitely better".


    Dass in einer Demokratie wie Frankreich 42 % aber eine Faschistin wählen, ist einerseits natürlich sehr traurig, andererseits ist es in Frankreich aber gang und gäbe. Wie man bei Brexit und Trump sehen konnte, ist es aber auch ein Spiuel mit dem Feuer, wenn dann mal das Undenkbare passiert und man Dorftrottel (muss man bei Johnson und Trump auch klar so sagen, die sind ja nicht mal gewiefte Demagogen, sondern einfach nur platte Populisten mit niedrigem IQ) Entscheidungen treffen lassen muss, die man eigentlich nicht wirklich wollte.

  • Im zu 98 Prozent muslimischen

    Mayotte fast 60 Prozent für Le Pen...


    Bin erleichtert dass Macron gewonnen hat. War mir fast sicher aber doch etwas verunsichert. Von dem her.


    Bei der Wahl Trumps haben afroamerikanische Wähler die 08 und 012 Obama gewählt haben gesagt sie wählten Trump, weil sie change wählen wie schon bei den Wahlen davor. Obama und Trump sind zwar unterschiedlich aber beide Change Kandidaten. Deswegen wählen auch viele sanders oder melenscgon wähler le pen oder trump. Weil sie für change stehen. Was anderes als Politiker*Innen wie Bush oder Clinton. Wobei bei Sanders wohl auch die Praktikten bei den Vorwahlen der Dems die Wähler*Innen von ihm provoziert haben.


    Aber in Europa dürfte dieser Zenit schon überschritten sein, vielleicht durch den Krieg ist das Geeinte wieder etwas da. Zumindest hab ich das Gefühl in der USA ist mehr die Gefahr der Wiederwahl Trumps und somir die Rückkehr dieses Protests / Revolluzer geists gegeben. Vielleicht sind die Europäer auch einfach langweiliger (nicht negativ gemeint)

  • A N Z E I G E
  • Wenn man sich mal anschaut, wie er im TV-Duell echt seine Bilanz der letzten Jahre als Erfolg sieht

    Ich kann seine Politik nicht beurteilen aber das man bei solchen Sendungen sich eher versucht gut zu verkaufen, sollte doch klar sein. Er kann sich ja nicht da hinstellen und sagen " wir sind völlig gescheitert aber bitte wählen sie uns auch wieder weil wir jetzt genau wissen, wie man es nicht machen sollte".

  • Ich kann seine Politik nicht beurteilen aber das man bei solchen Sendungen sich eher versucht gut zu verkaufen, sollte doch klar sein. Er kann sich ja nicht da hinstellen und sagen " wir sind völlig gescheitert aber bitte wählen sie uns auch wieder weil wir jetzt genau wissen, wie man es nicht machen sollte".

    Das nicht, bei einer Sendung zu einer Stichwahl kann man aber schon die Hand auch denen reichen, die sich überwinden müssen, dich zu wählen. Indem man vielleicht eingesteht, dass man auch diesen Wähler*innen was bieten muss und auch zeigt, dass einem bewusst ist, dass man nicht unbedingt für sie Politik gemacht hat. Niemand setzt sich dahin und gibt zu, dass vieles kritikabel war, jemand der sich vor allem durchsetzt, weil alle LePen verhindern wollen, könnte sich dessen ruhig bewusster zeigen.


    In Mayotte greift klar Lebens Politik gegen jedwede Migration. Dort will man keine Migrant*innen mehr von en Komoren und gibt diesen auch die Schuld hat der, für Frankreich sehr hohen Kriminalität. Perfektes Futter für LePen, das Klima welches sie damit gesellschaftlich schafft, spürt man sonst in Mayotte weniger, denn dort wird man im Alltag natürlich nicht angefeindet von weißen, christlichen Rassist*innen

  • Ich verstehe den Frust, das ist trotzdem kein Grund für diese Wahl.

    Ich bin auch unzufrieden mit einigem was die Ampel gerade macht, deswegen werde ich bei der nächsten Wahl aber weder AFD noch NPD wählen

    Du kannst weder die AFD noch die NPD mit Marine Le Pen und ihrer Partei vergleichen. Genauso kannst du unser demokratisches System, unsere Erfahrungen mit Parteien der Mitte und unsere Parteienlandschaft mit der in Frankreich vergleichen.

    So schön es ist, dass Frankreich in den kommenden 5 Jahren nicht von einer Rechtspopulistin regiert wird, aber es verbessert die Lage in diesem Land einfach nicht.

    Die größte Fraktion bei dieser Stichwahl sind mal wieder die Nichtwähler. Will heißen: Franzosen, denen es piepegal ist, ob ein "Neoliberaler" oder eine Rechtspopulistin sie regieren, weil sie in Gänze den Glauben an die Politik verloren haben.

    Und von denen, die wählen gegangen sind, haben knapp 42% eine Rechtspopulistin gewählt und Macron konnte gerade so gewinnen, weil Frankreich sich mal wieder gegen die Le Pens vereinen musste.

    Aber nun muss dieses Land, welches sich klar mehrheitlich nicht von Macron und seiner "Partei" repräsentiert fühlt, regiert werden und in fünf Jahren drücken wir alle wieder die Daumen, dass es nicht Le Pen wird.

    Wer das für einen Sieg der Demokratie, der Freiheit oder einen großen Tag für Europa hält, hat wahrlich eine verquere Sicht auf die französische Gesellschaft und ihre Stellung in Europa.

  • Jein. Generell ja, wobei Sanders Wähler 2016 bspw. zu einer höheren Quote dann Clinton wählten als Prelim-Clinton-Wähler (wenngleich ich jetzt auf die Schnelle keine Quelle habe, aber das war der allgemeine Tenor in unabhängigen Nachrichtensendungen). Hillary hat also mehr ihrer eigenen Wählerschaft noch verprellt als Sanders-Wähler rüber wechselten. Das ist also nicht ganz so klar dort, vor allem zählen auch bspw. Trump-Stimmen von Sanders-Unterstützern in Staaten wie Kalifornien oder New York nichts, weil Trump dort eh keine Chance hatte. Das waren dann so Proteststimmen, die nichts bewirkten, und deswegen als Protest überhaupt genutzt wurden.


    Das habe ich auch schon mal in Miniform gemacht, als ich zwar wusste, dass der korrupte SPD-Politiker eh gewinnen wird, ich aber so wählte, dass sein Ergebnis auch diese Wahl noch schlechter ist und sich die Partei vielleicht mal überlegt, ob man auf den noch setzen sollte.

  • Jonas Hector

    Hat den Titel des Themas von „Präsidentschaftswahl in Frankreich 2022“ zu „Wahlen in Frankreich 2022“ geändert.
  • Bei den Parlamentswahlen gestern hat das Wählerbündnis von Macron die absolute Mehrheit verloren, bleibt aber stärkste Kraft, es kommt auf voraussichtlich 245 Sitze, zur Mehrheit sind 289 erforderlich.

    Zweitstärkste Kraft wurde das Links-grüne Bündnis von Jean-Luc Melenchon mit voraussichtlich 131 Sitzen, dritte Kraft die Rechtspopulisten von Marine LePen mit voraussichtlich 89 Sitzen.

    Größter Verlierer sind neben Macron die Konservativen, die 2017 noch zweite Kraft hinter Macrons Liberalen waren und nun auf den vierten Platz mit 61 Sitzen abgestürzt sind.



    Das dürfte die Regierungsarbeit für Macron nicht leichter machen, spannend, wie und wo er sich nun seine Mehrheiten holen will.

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