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Militärputsch in der Türkei

A N Z E I G E

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Beitrag von RatedRKO:
Zitat:
Original geschrieben von seidi:
das heist aber NICHT das JEDE Religion, egal ob:
Hinduismus, Buddhismus,Islam mit Sunniten und Schiiten, Jesiden, irgendwelche Afrikanische Religionen ,der Yarsan oder sonstige

Historisch, Kulturell und Gesellschaftlich zu Deutschland gehören!



So. Die Trennung zwischen der Institution und all ihren Entitäten wird ja oft betont (bspw. so auch von Frau Petry) wenn aus der Aussage bestimmte Konsequenzen abgeleitet werden und ich finde die Trennung auch richtig. Nur stellt sich mir folgende Frage: Wenn es nur um diese Bewertung geht, was sagt sie dann überhaupt aus?

Ja, der Islam an sich ist mit Deutschland historisch, kulturell und sogar von den Grundlagen unseres Rechtssystem nicht so stark verwachsen wie das Christentum und das Judentum. Vollkommen korrekt. Nur was will man mit dieser Feststellung eigentlich inhaltlich? So wie du sie jetzt beschreibst ist es nicht mehr, als wenn ich sage, dass Tikka Masala kein typisch deutsches Gericht ist. Richtig, aber banal. Weil daran, dass heute natürlich Tikka Masala in Deutschland gegessen wird, ändert das nichts und es leitet sich daraus auch keine Konsequenz ab (außer dass Tikka Masala nicht in Restaurants die mit urdeutscher Küche für sich werben serviert werden dürfte).

Was will diese Aussage? Wenn es nur darum ginge, dass wenn ein größerer Prozentsatz von Menschen dieser fremden Religion zu uns kommt, wir das genau aufpassen müssen und Acht geben sollten, dass sich dies unserem gesellschaftlichen und rechtlichen Systemen anpasst wo es explizite Reibungspunkte gibt und nicht umgekehrt, dann stimme ich sogar mit kleinen Vorbehalten zu. Aber die Aussage wird eben nicht nur in diesem Kontext benutzt und auch hier wird sie es nicht. Was ist die realpolitische Konsequenz aus der bloßen Feststellung, dass der Islam als Institution kein Ding ist, was kulturhistorisch ein essentieller Bestandteil Deutschlands war? Darauf muss es eine Antwort geben, sonst ist der Satz doch nur das was Skylad und andere daraus machen.
Beitrag von Skyclad:
Zitat:
Original geschrieben von seidi:
Religionsfreiheit bedeutet u.a das die Freie Religionsausübung gewährleistet wird

das heist aber NICHT das JEDE Religion, egal ob:
Hinduismus, Buddhismus,Islam mit Sunniten und Schiiten, Jesiden, irgendwelche Afrikanische Religionen ,der Yarsan oder sonstige

Historisch, Kulturell und Gesellschaftlich zu Deutschland gehören!

der kern meiner Aussage war jedoch das
Konflikte eines anderen Landes auf deutschem Boden unter dem Deckmantel deutscher Rechtsstaatlichkeit ausgetragen werden
und das ist doch wirklich Traurig und darf einfach nicht sein.

ich würde ja gerne mal sehen wenn mal paar tausend Deutsche in die Türkei fahren und dort für oder gegen Merkel oder AFD Demonstrieren
ich würde alles Geld was ich habe verwetten das in der Türkei sowas nicht mal im Ansatz genehmigt werden würde.



Es ist völlig irrelevant, ob der Islam, der Buddhismus oder der Atheismus historisch (ist das nicht irrelevant?), kulturell (was bedeutet das überhaupt?) oder gesellschaftlich (hier straft dich die Wirklichkeit Lügen) zu Deutschland gehören oder nicht, denn der Satz ist nun eben völlig inhaltsleer und bedeutet nichts. Oder kannst du mir erklären, was du damit aussagen möchtest?

Und darf es auch nicht sein, dass damals gegen die Kriegstreiber Blair und Bush demonstriert wurde? Waren das nicht auch Konflikte anderer Länder?

Und ob eine Rumpfdemokratie wie die Türkei sowas genehmigt, darf nun wirklich kein Gradmesser sein. Und mit welcher Begründung würdest du denn eine solche Demonstration verbieten wollen? Sollen nur noch Deutsche demonstrieren dürfen? Und sollen Salafisten, Nazis und Kommunisten auch demonstrieren dürfen?
Beitrag von Gore!Gore!Gore!:
Zitat:
Aufruhr in der Türkei: Putschversuch mit Ansage

Ist der Prediger Gülen für den Putschversuch in der Türkei verantwortlich? Präsident Erdogan ignorierte Warnungen offenbar jahrelang. Nun geht er umso härter gegen Gülens vermeintliche Anhänger vor.

Oberst Ahmet Zeki Ücok war entsetzt, als er von dem Putsch gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan erfuhr, er war wütend, nur eines war er nicht: überrascht.
Ücok hat mehrere Jahrzehnte lang als Staatsanwalt und Richter für das Militär gearbeitet. 2009 leitete er Ermittlungen gegen eine Gruppe von mehreren Hundert Soldaten, die sich gegen den Generalstab verschworen hatten - angeblich auf Befehl Fethullah Gülens, jenes Predigers, den Erdogan bezichtigt, den Putsch vom 15. Juli angezettelt zu haben.
Nach dem gescheiterten Aufstand, bei dem fast 300 Menschen starben, glich Ücok die Namen der Verdächtigen mit seiner alten Liste ab und fühlte sich bestätigt: Nicht gegen einen oder zwei mutmaßliche Verschwörer hatte er 2009 schon ermittelt - sondern gegen so gut wie alle. "Es war eine Frage der Zeit, bis es zu einem Putsch kommen würde", sagt er.
[...]

www.spiegel.de/politik/au...-a-1105744.html

Beitrag von Pokemon-Trainer:
Zitat:
Original geschrieben von RatedRKO:
So. Die Trennung zwischen der Institution und all ihren Entitäten wird ja oft betont (bspw. so auch von Frau Petry) wenn aus der Aussage bestimmte Konsequenzen abgeleitet werden und ich finde die Trennung auch richtig. Nur stellt sich mir folgende Frage: Wenn es nur um diese Bewertung geht, was sagt sie dann überhaupt aus?

Ja, der Islam an sich ist mit Deutschland historisch, kulturell und sogar von den Grundlagen unseres Rechtssystem nicht so stark verwachsen wie das Christentum und das Judentum. Vollkommen korrekt. Nur was will man mit dieser Feststellung eigentlich inhaltlich? So wie du sie jetzt beschreibst ist es nicht mehr, als wenn ich sage, dass Tikka Masala kein typisch deutsches Gericht ist. Richtig, aber banal. Weil daran, dass heute natürlich Tikka Masala in Deutschland gegessen wird, ändert das nichts und es leitet sich daraus auch keine Konsequenz ab (außer dass Tikka Masala nicht in Restaurants die mit urdeutscher Küche für sich werben serviert werden dürfte).

Was will diese Aussage? Wenn es nur darum ginge, dass wenn ein größerer Prozentsatz von Menschen dieser fremden Religion zu uns kommt, wir das genau aufpassen müssen und Acht geben sollten, dass sich dies unserem gesellschaftlichen und rechtlichen Systemen anpasst wo es explizite Reibungspunkte gibt und nicht umgekehrt, dann stimme ich sogar mit kleinen Vorbehalten zu. Aber die Aussage wird eben nicht nur in diesem Kontext benutzt und auch hier wird sie es nicht. Was ist die realpolitische Konsequenz aus der bloßen Feststellung, dass der Islam als Institution kein Ding ist, was kulturhistorisch ein essentieller Bestandteil Deutschlands war? Darauf muss es eine Antwort geben, sonst ist der Satz doch nur das was Skylad und andere daraus machen.


Guter Argumentationsstrang. Und in letzter Konsequenz muss man sich die Frage stellen, was Parteien wie beispielsweise die AfD damit auf rechtlicher und politischer Ebene fordern wollen, wenn sie es als politisches Ziel äußern, den Islam nicht zu Deutschland gehören lassen zu wollen. Wenn du das nicht eh schon mit dem Posting hinterfragen wolltest

Rot-Grün äußert gerne explizit, dass der Islam zu Deutschland gehöre. Ist jetzt für mich auch nicht so einwandfrei als Satz, da wie dargestellt der Islam schon diverse kulturelle und gesellschaftliche Unterschiede zu dem, was wir als deutsch bezeichnen würden, hat. Die Interpretation des Satzes geht aber von den Politikern meist in die Richtung, dass es politisch gesehen wichtig ist, den hier ansässigen Muslimen ihre Religionsfreiheit zu gewähren und dass sich Muslime in Deutschland heimisch fühlen sollten. Und das wäre als Hintergrund des platten Satzes etwas, was man auch so unterschreiben kann.

Jetzt stellen sich in diesem Kontext Gegner hin und sagen innerhalb eines politischen Diskurses "Der Islam gehört NICHT zu Deutschland". Und da geht es für mich halt nochmal über den rein kulturellen und historischen Aspekt des Satzes hinaus, wenn man dies politisch als eine Leitstruktur, ein Ziel äußert. Will man Muslime aktiv nicht integrieren? Will man die Religionsfreiheit für Muslime einschränken? Will man aktiv einen Konfessionswandel für Muslime fördern? Was steckt realpolitisch hinter dieser Aussage? Das ist eine Frage, der die Kritiker gerne ausweichen. Und das sollte durchaus angemerkt werden.
Beitrag von duque dc:
Ich bin vor allem gespannt, ob Erdogan jetzt ein politisches und wirtschaftliches Bündnis mit Russland und China und vielleicht noch Indien eingeht. Wirtschaftlich wird er das vielleicht müssen wenn die Brücken mit dem Westen und den us-ratingagenturen gesprengt sind. Das Problem da für ihn ist aber dass das seine muslimischen Partnerländer, die er noch nicht zwingend befürworten werden. Wenn es eine russisch-chinesisch-türkische militärallianz geben würde, wäre das aber zumindest für uns Normalbürger beruhigend hinsichtlich Gleichgewicht der Abschreckung wie im kalten Krieg. Nach dem Hillary Sieg würde putin wohl nicht den mut haben die baltischen Staaten zu okkupieren und Erdogan würde auch nicht die verbliebenen pro-westlichen bastionen im nahen Osten angreifen können nach Türkeis NATO Austritt, weil US Armee, NATO und auch israel selber grosse Schlagkraft haben. Auf der anderen Seite würde die NATO wohl sich auch nicht direkt mit so einer putin Erdogan China Allianz militärisch messen wollen, da sie ja Länder angreifen, wo man sicher ist leicht zu gewinnen. Serbien, irak, Libyen etc.
Beitrag von Cowboy:
Streit mit der Türkei: Österreich plädiert für Ende der EU-Verhandlungen

Österreichs Bundeskanzler Christian Kern plädiert für einen Abbruch der Beitrittsgespräche mit der Türkei. Ein Beitritt der Türkei zur EU sei "nur noch diplomatische Fiktion", sagte Kern dem TV-Sender ORF.

Er wolle die Möglichkeit eines Abbruchs beim kommenden EU-Gipfel am 16. September auf die Tagesordnung setzen, sagte der Sozialdemokrat Kern. "Wir wissen, dass die demokratischen Standards der Türkei bei Weitem nicht ausreichen, um einen Beitritt zu rechtfertigen."



Österreichs Außenminister Kurz: "Wir dürfen gegenüber Ankara nicht in die Knie gehen"

Berlin und Brüssel beharren auf dem Flüchtlingsabkommen mit der Türkei - Österreichs Außenminister fordert einen Alternativplan. Die Abhängigkeit von der türkischen Regierung sei gefährlich.


Also ich weiß nicht, ob es an meinem grenznahen Wohnen, Verwandtschaft in Österreich, oder anderen Dingen liegt, aber die österreichische Regierung spricht das aus, was ich mir von unserer wünschen würde.
Beitrag von RB Leipzig:
Was aber wieder kritikwürdig ist, wenn er solche Sätze vom Stapel lässt:
"Wer sich in der türkischen Innenpolitik engagieren will, dem steht es frei, unser Land zu verlassen"
Beitrag von BigCountry:
interessant: http://www.spiegel.de/pol...-a-1139271.html

Zitat:
Der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) Bruno Kahl widerspricht der türkischen Regierung mit Blick auf den Putschversuch gegen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan im Sommer vergangenen Jahres. "Der Putsch war wohl nur ein willkommener Vorwand", sagte Kahl dem SPIEGEL über die Säuberungswelle in der Türkei nach dem versuchten Staatsstreich.

Kahl sieht außerdem keine Anzeichen dafür, dass die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen hinter dem Putschversuch steckt. "Die Türkei hat auf den verschiedensten Ebenen versucht, uns davon zu überzeugen. Das ist ihr aber bislang nicht gelungen", sagt der BND-Präsident.

Ebenso widerspricht er der von der Türkei propagierten Aussage, die Gülen-Bewegung sei eine islamisch-extremistische oder gar terroristische Bewegung: "Die Gülen-Bewegung ist eine zivile Vereinigung zur religiösen und säkularen Weiterbildung."

Die Aussagen des BND-Chefs bergen außenpolitischen Sprengstoff. Die türkische Regierung macht die Gülen-Bewegung für den Putschversuch gegen Erdogan verantwortlich und verdammt sie als islamistische Terrororganisation. Kahl widerspricht dem fundamental - und wirft Erdogan vor, unter einem Vorwand mehr als hunderttausend Beamte entlassen und mehrere Tausend Menschen inhaftiert zu haben.



Ankara schäumt vor wut.

der BND chef hat das o.g. interview im Spiegel gegeben. ich denke, diese ausgabe werde ich mir besorgen.

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