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Militärputsch in der Türkei

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Beitrag von Matrix 3:16:
Zitat:
Original geschrieben von Berlin Brawler:
Ich würde es vielleicht nicht so formulieren, aber deinen Schluss, dass es eine Demokratie ausmacht auch jenen die ihre Rechte zu garantieren, die gegen die Regierung sind, sehe ich auch so. Dies war schon vor dem Putsch fragil - auch wenn die Türkei nun nicht grad eine demokratische Tradition hat - und was jetzt passiert kann man nur als Übergang zur Diktatur bezeichnen.

Trotz allem - ein erfolgreicher Putsch gegen Erdogan hätte mitnichten die Demokratie dort gerettet. Auch das hätte Willkür bewirkt. Gegen Parteien, Presse und die Staatsbediensteten.



Es gibt halt irgendwann einen Punkt da kann man nicht mehr "demokratisch" gegen die Regierung vorgehen. 1935 hätteste gegen Hitler auch nix mehr friedlich machen können. Da HILFT irgendwann nur noch ein Militärputsch.
Beitrag von seidi:
Erdogan verhängt Ausnahmezustand

In der Türkei gilt nach dem Putschversuch für drei Monate der Ausnahmezustand. Das kündigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch an.
Beitrag von Thrawn:
Zitat:
Original geschrieben von seidi:
Erdogan verhängt Ausnahmezustand

In der Türkei gilt nach dem Putschversuch für drei Monate der Ausnahmezustand. Das kündigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch an.



Naja. Wenn man wirklich das Land von sämtlicher Opposition "reinigen" will, dann braucht das eben Zeit. Und ohne Ausnahmezustand könnte nach dem Putsch zu schnell ein Normalzustand eintreten, in dem unangenehme Fragen gestellt werden könnten bzgl. der kontinuierlichen Ausgrenzung von Oppositionellen.
Beitrag von seidi:
also im grunde bedeutet dass das Erdogan jetzt Ausgangssperren verhängen, Versammlungen untersagen und Medien-Berichterstattung kontrollieren oder verbieten kann wie Er will.und einiges mehr
das hat er zwar vorher auch schon getan, nun ist das aber aufgrund von Paragrafen / der Verfassung. auch noch Rechtsstaatlich gedeckt
Beitrag von Crazy Crusher:
Zitat:
Original geschrieben von Matrix 3:16:
Es gibt halt irgendwann einen Punkt da kann man nicht mehr "demokratisch" gegen die Regierung vorgehen. 1935 hätteste gegen Hitler auch nix mehr friedlich machen können. Da HILFT irgendwann nur noch ein Militärputsch.



1932-34 auch nicht, da du dann warscheinlich bekanntschaft mit der SA gemacht hättest. Das einzige was ihn aufhalten hätte können war die Reichswehr und die hat 1935 einen Eid auf ihn geschworen, danach kamen dann die Siege über Frankreich und Co. und da gab es nur noch die möglichkeit von Außen ihn wieder loszuwerden, dass einzige was Stauffenberg (und ich glaube die Nazis hätten diesen auch bei Erfolg niedergeschlagen) zB. mit einem Erfolgreichen Attentat geschafft hätte, wäre ein schnelleres Kriegsende, Himmler, Göring und Co. haben ja schon vor Hitlers Tod versucht mit den Allierten zu verhandeln und ihren Kopf zu retten (Ja,die glaubten wirklich, dass sie ihn noch retten können...) Dann wäre wohl eine frühere Kapitulation gekommen, da Göring der Nachfolger geworden wäre.

Aufjedenfall kann man sagen, Erdogan kann nur noch von Außen oder wenn das Volk aufmuckt gestoppt werden, wie es beim Schah der Fall. Nur wird das wohl nichts, da er ja im gegensatz zum Schah verehrt wird wie ein Gott, bei seinen Fanatischen Anhängern.
Beitrag von Skyclad:
Da hilft nichts mehr als knallharte Sanktionen und der Abbruch aller EU-Gespräche. Ansonsten macht der Westen sich völlig lächerlich. Mit diesem Despoten sollte man nicht mehr verhandeln.
Beitrag von Crazy Crusher:
Zitat:
Original geschrieben von Skyclad:
Da hilft nichts mehr als knallharte Sanktionen und der Abbruch aller EU-Gespräche. Ansonsten macht der Westen sich völlig lächerlich. Mit diesem Despoten sollte man nicht mehr verhandeln.



Er wäre aufjedenfall nicht der erste Dispot mit dem der Westen kein Problem hat, Hussein war ja auch mal ein guter Dispot bis er an das Öl in Kuwait wollte, der Schah war auch ein Dispot und ich hab gelesen in Chile hat das CIA auch mal paar Rädchen gedreht das die Sozialisten den Abgang machen und der gute Herr Pinochet zum Machthaber wurde... Ägypten ist auch eine Militär Demokratur am Werk mit der man kein Problem hat, solange die sich nicht irgendwas leistet, was dem Westen nicht passt - das ist aber durchaus etwas, was ich Herrn Erdogan zutraue, wobei er sich ja nicht umsonst bei Putin entschuldigt hat (Stichwort Druckmittel). Ist alles nicht so einfach.
Beitrag von BigCountry:
Zitat:
Turkish state media says authorities to close down 626 private schools and other establishments.

(WaPo)

Beitrag von Wölfpack:
http://m.spiegel.de/polit...=www&referrrer=

Zitat:
Tod einer Demokratie

Die türkische Führung hat einen dreimonatigen Ausnahmezustand ausgerufen. Im Land stirbt die Demokratie, man kann beobachten, wie es unter Präsident Erdogan in den Abgrund stürzt. Eine Trauerbekundung

Beitrag von Rocky is back:
Fast könnte man bei dem strategischen und stückweitem vorgehen meinen, Erdogan hätte nur auf einen Aktion wie diesen Militärputsch gewartet, um endlich eine ganze Reihe sehr umstrittener Maßnahmen umzusetzen zu können. Das scheint alles schon sehr ausgearbeitet und geplant gewesen zu sein.

Vor dem Putsch hätte es dafür im eigenen Land vielleicht noch etwas mehr Kritik gegeben. Aber jetzt wird er ja für jeden einzelnen Schritt bejubelt und abgefeiert. Nun ist jegliche Form von Kritik sogar ein Grund für sehr harte Sanktionen.

Da sind beim Volk sehr viele Emotionen und hitziges Gemüt am brodeln, spätestens durch den Putsch endgültig frei gesetzt. Sie lassen sich instrumentalisieren und merken es nicht mal, bzw. wollen es vielleicht auch gar nicht mehr merken.

Eine gefährliche Mischung und man wird sehen müssen, wohin die Reise jetzt noch gehen wird. Ich denke man ist noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. Ganz im Gegenteil, vielleicht geht es jetzt erst richtig los.

Jetzt kann er im eigenen Land ja quasi schalten und walten wie er will und mit Hilfe dieses Putsches geschieht alles sogar noch im Willen der Großteil der Bevölkerung. Zumindest ist dieses Denken nun die Meinung, die angesagt, geduldet und vielleicht sogar gefordert wird.

Vor allem letzteres erinnert wirklich fatal an die Geschehnisse in Deutschland in den 30er Jahren.
Beitrag von Saul Goodman:
Zitat:
Original geschrieben von Skyclad:
Da hilft nichts mehr als knallharte Sanktionen und der Abbruch aller EU-Gespräche. Ansonsten macht der Westen sich völlig lächerlich. Mit diesem Despoten sollte man nicht mehr verhandeln.



Das kann man nicht wegen des Flüchtlings-Deal und der geostrategischen Lage der Türkei, die ja immerhin auch NATO-Mitglied ist. Es ist wirklich bemerkenswert, wie der Westen sich sehenden Auges an diesen Mann verkauft hat.
Beitrag von Andelko:
Und schon wird die Menschenrechtskonvention teilweise aufgehoben.

War ja zu erwarten
Beitrag von Saul Goodman:
Bald können wir für jeden syrischen Flüchtling, den die Türkei aufnimmt, einen türkischen Flüchtling aufnehmen...
Beitrag von Rocky is back:
Zitat:
Original geschrieben von Saul Goodman:
Bald können wir für jeden syrischen Flüchtling, den die Türkei aufnimmt, einen türkischen Flüchtling aufnehmen...



Etwa drei Millionen ethnische Türken in Deutschland, also Menschen mit Migrationshintergrund, haben ihre familiären oder religiösen Wurzeln in der Türkei.

Quelle


Wobei das zumindest natürlich bisher größtenteils noch keine Flüchtlinge sind. Ursprünglich Gastarbeiter.

Interessant wird es auch zu sehen sein, ob das Bündnis zwischen Merkel und Erdogan bzgl. der syrischen Flüchtlinge auch noch weiter bestand haben kann, wenn sich der Westen irgendwann noch mehr wegen der Entwicklungen in der Türkei einmischen muss.

Zitat:
Original geschrieben von Andelko:
Und schon wird die Menschenrechtskonvention teilweise aufgehoben.

War ja zu erwarten



Damit dürfte die nächste Stufe -> Folter demnächst wieder regulär angewandt werden. So schreibt es zumindest die Bild heute online. Also nicht mehr einfach nur Gefängnis, für Systemkritiker, sondern eventuell auch offiziell schon bald mehr. Auch in Sachen Todesstrafe darf man gespannt sein, auf neue Entwicklungen in der nächsten Zeit.

Dazu meinte Erdogan ja diese Woche, er würde sich der Entscheidung des Volkes beugen, bzw. sich dem nicht entgegen stellen. Er weiß es wirklich alles gut zu inzenieren.
Beitrag von Saul Goodman:
Zitat:
Original geschrieben von Rocky is back:
Etwa drei Millionen ethnische Türken in Deutschland, also Menschen mit Migrationshintergrund, haben ihre familiären oder religiösen Wurzeln in der Türkei.

Quelle


Wobei das zumindest natürlich bisher größtenteils noch keine Flüchtlinge sind. Ursprünglich Gastarbeiter.



Danke... ;)

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