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Pro Modellflug - Hände weg von meinem Hobby

A N Z E I G E

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A N Z E I G E

    

Beitrag von Unregistriert:
Direkt mal vorweg: Ein Dank geht an CyBeN für dessen Unterstützung. :)


Ich möchte der Community heute einmal ein politisches Thema näher bringen, da sich manch einer hier sicherlich in die Perspektive hinein versetzen kann. Der Modellflug(sport) ist momentan mehr als nur in Gefahr. Viele von euch haben sicherlich schon einmal von Multikoptern - gerne auch als "Drohnen" bezeichnet - gehört und dem damit einkehrenden Hype. Der Modellflug ist aber noch so viel mehr als die Kopter. Segelflug, Jets, Aircombat, Heißluftballone, Fallschirmspringen, Großflugmodelle und noch viele Klassen mehr - aber alles unbemannt und auf Hobby-Niveau. Der Modellflug ist ebenso wie das Wrestling ein Nischenhobby, vereinzelt ähnlich verschmäht. Während das Wrestling etwas für "Nerds" ist, ist Modellflug was für "alte Männer". Viele von euch sollten wissen, dass an den Klischees nur bedingt was dran ist. So geht es auch dem Modellflug. Neben regionalen Meisterschaften in diversen Klassen, gibt es auch Jugendmeisterschaften, bundesweite Wettkämpfe und sogar Europa- und Weltmeisterschaften. Zudem ist Modellflug oftmals noch "made in Germany" - wenn natürlich auch nicht nur. Doch damit könnte es bald vorbei sein und somit auch mit den Arbeitsplätzen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt plant neue, schärfere Gesetze für den Modellflug, welche einen Großteil der Klassen schlicht illegal gestalten würden. Als Ausgangssituation wird dabei das Argument gebracht, dass der Modellflug die zivile Luftfahrt gefährdet. Tatsächlich ist es aber so, dass seit Beginn des letzten Jahres bis einschließlich Februar diesen Jahres der deutschen Flugsicherung lediglich 12 Zwischenfälle gemeldet wurden. Bei allen Zwischenfällen handelt es sich um aktuelle Gesetzesverletzungen, die damit zurecht hart bestraft gehören. Gerade im "Wildfliegen" gibt es viele Einschränkungen, die bereits durch den Gesetzgeber festgelegt wurden. Der Großteil der Modellflieger ist in einem Verein organisiert und fliegt auf einem Flugplatz, wo es eine offizielle Genehmigung gibt.

Der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV), Vertreter von mehr als 80.000 Mitgliedern in Deutschland, hat daher am heutigen Tag auf der Jahreshauptversammlung in Kassel die Initiative "Pro Modellflug - Hände weg von meinem Hobby" gestartet. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gefährdet mit seinem Vorhaben viele Arbeitsplätze in Deutschland und droht den Modellflug in seiner Existenz zu bedrohen.

Eine genaue Auflistung der Argumente und Behauptungen findet ihr unter www.pro-modellflug.de.

Zudem gibt es eine offizielle Petition bei openPetition.de. Insgesamt werden 120.000 Unterschriften gebraucht, damit der Antrag bis zum Bundestag vorgetragen werden kann. Bereits in den ersten Stunden konnten bereits über 2.000 Unterschriften gesammelt werden, was als erster kleiner Erfolg gewertet werden darf. Doch der Modellflug braucht weitere Stimmen und kann sich nicht nur auf seinen eigenen Interessenbereich verlassen. Er braucht die Unterstützung weiterer Nischenhobbies, die verstehen, wie schwierig die Akzeptanz hierzulande manchmal sein kann. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies gerne unter www.pro-modellflug.de/petition tun oder es direkt auf der openPetition-Seite machen. Ihr müsst lediglich euren Namen und eure Anschrift angeben. Der Name kann per Mausklick auch als anonym angegeben werden. Kosten entstehen für euch natürlich keine.

Ich danke für jede Unterschrift.

Solltet ihr irgendwelche Fragen haben, welche nicht mit Hilfe der Petition auf openPetition.de oder der offiziellen Pro Modellflug Seite beantwortet werden können, versuche ich diese gerne zu beantworten. Vermutlich komme ich aber erst am Montag dazu, um mich da dann auch bei den Experten absichern zu können um nichts Falsches zu erzählen. ;)
Beitrag von bdbjorn:
Soeben unterschrieben, wünsche euch viel Glück :thumbsup:
Beitrag von ChosenOne:
Beobachte das Thema auch schon länger, da ich selber Quad & Hexacopter fliege. Durch die Negativpresse beim Thema 'Drohnen' erlebt man schon manchmal was, wenn man selber fliegt.
Beitrag von Rocky is back:
Ein etwas schwieriges Thema wie ich finde.

Ich hoffe daher das es ok ist, wenn ich auch ein paar kritische Zeilen dazu schreibe.

Zunächst mal, an dem Hobby Modellfliegen kann ich nicht viel schlechtes erkennen. Wer das mag, soll das doch auch gerne machen und ausüben dürfen.

Schwieriger finde ich aber das Thema Drohnen. Vielleicht muss dazu aber erst mal genau definiert werden, was alles als Drohne zählt.

Ein simples Modellflugzeug noch nicht (zumindest für mich). Wenn es ein Objekt mit Kamera zum auskundschaften oder ausspionieren ist, dann sieht der Fall aber schon ganz anders aus.

In den letzten Monaten war vermehrt zu lesen, das es mehrfach fast zu Kollisionen zwischen großen Flugzeugen und Drohnen gekommen wäre. Das darf natürlich niemals passieren.

Die Besitzer dieser verantwortlichen Drohnen sollten dann zumindest aus meiner Sicht sehr hart sanktioniert werden. Zumindest wenn sie durch ihre Unachtsamkeit fast einen Unfall oder eine Kollision verursacht hätten. Denn wenn da Gegenstände oder im schlimmsten Fall sogar Menschen zu schaden kommen, wäre das sehr verwerflich.

Ein komplettes Verbot dieser Modelflugzeige oder von Drohnen allgemein, halte ich daher für reichlich überzogen. Aber diesem Hobby sollten schon klare Grenzen bzw. zur Verfügung stehende Gebiete gesetzt werden.

Ich hoffe ihr seht es mir also nach, das ich nicht auch wie alle anderen hier bisher nur Hurra und Super schreibe. Aber gerade für mich als jemanden mit enormer Flugangst, sind Solche Drohnen zu Überwachungszwecken durchaus schon ein Dorn im Auge.

Nachtrag zum Ausgangsposting: Da steht ewas davon, das "nur" 12 Zwischenfälle gemeldet wurden. Das sind für mich in diesem Bereich leider auch schon genau 12 Fälle zu viel.
Beitrag von Edgecution:
Ich habe soeben auch mal für euch unterschrieben, bislang haben schon 24.035 Leute unterzeichnet. ;-)
Beitrag von Unregistriert:
Zitat:
Original geschrieben von Rocky is back:
Schwieriger finde ich aber das Thema Drohnen. Vielleicht muss dazu aber erst mal genau definiert werden, was alles als Drohne zählt.


Das Problem ist eher, dass Drohnen hierzulande oftmals als Überbegriff verwendet wird. Konkret sind Drohnen eigentlich eben jene Maschinen, die auch mal mehrere Meter lang sind und zu militärischen Zwecken eingesetzt werden. Was die meisten unter Drohnen verstehen, sind in der Regel aber einfache Multikopter, welche für gewöhnlich einen Durchmesser von maximal einen Meter (inkl. Rotorblätter) haben und nicht viel länger als 30 Minuten in der Luft bleiben können.

Darüber hinaus lassen sich Quadrokopter softwareseitig aus bestimmten Gebieten fernhalten und es gibt sogar die Möglichkeit ein Höhenlimit festzulegen. DJI (Anbieter des Phantoms, dem wohl bekanntesten Multikopters) macht dies bereits. Es ist mit legalen Mitteln nicht möglich den Phantom in Sperrgebiet zu fliegen, da die Software zuvor eingreift. Ebenso ist es nicht möglich unbegrenzt aufzusteigen (jetzt mal unabhängig der Reichweite zum Sender).

Bei den 12 Zwischenfällen handelte es sich, wie bereits erwähnt, um aktuelle Gesetzesverletzungen. Das heißt, das dort bereits eine Basis besteht und sich diese Leute bewusst illegal verhalten haben und damit zurecht bestraft wurden. Das hat nichts mit dem Modellflugsport zu tun.

Die Entwicklung der Unterschriften ist bisher aber auf jeden fall überragend. :thumbsup:
Beitrag von Rocky is back:
Neues zu diesem Thema...

Drohnen machen Probleme am Hamburger Flughafen

Hamburg. Der Boom bei Drohnen macht dem Hamburger Flughafen und der Flugsicherheitsbehörde zunehmend zu schaffen. Eigentlich gebe es im Umkreis von 1,5 Kilometern um den Flughafen ein gesetzliches Verbot, solche Fluggeräte dort steigen zu lassen, sagte Harry Denz von der Luftsicherheitsbehörde in Hamburg.

Startende Flugzeuge besonders nah filmen

"Davon wissen die meisten Freizeitpiloten nichts." Allein 2015 seien drei Drohnen in der Einflugschneise des Airports gesichtet worden. "Meistens findet man dann die Videos davon im Internet. Die stammen von irgendwelchen Leuten, die an- oder abfliegende Flugzeuge möglichst nah filmen wollen."

Auch die genehmigungspflichtigen gewerblichen Drohnenflüge hätten sehr stark zugenommen, sagte Denz bei der Veranstaltung des Hightech-Presseclubs am Mittwochabend. 2012 habe es in Hamburg 19 Anträge gegeben. 2015 seien es bereits 620 gewesen. Hauptsächlich seien es Luftaufnahmen für Filmproduktionen oder Fotos gewesen. Andere Anlässe waren die Bestandskontrolle von Schüttguthalden oder wissenschaftliche Einsätze.

LKA beschäftigt sich mit Drohnen-Problem

Denz verwies bei der Veranstaltung unter dem Titel "Drohnen: Technik, Hype und Gefahren" auf die Risiken des Drohnen-Booms. So seien beim Hafengeburtstag mehrere Drohnen bei Dreharbeiten in die Elbe gefallen.

Es komme immer wieder zu Anrufen bei der Polizei, dass eine Drohne über dem Grundstück fliege oder ins Fenster filme. In Hamburg würden sich Innenbehörde und Landeskriminalamt (LKA) bereits mit dem Problem beschäftigen. Das Bundesverkehrsministerium arbeite derzeit an einer Verschärfung und Konkretisierung der Regeln.

Abendblatt.de

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Ganz ehrlich. Bei solchen Zeilen verstehe ich, warum da über starke Verschärfungen der Gesetze oder sogar über Verbote nachgedacht wird.
Beitrag von Unregistriert:
Das ist ein absolutes No-Go der Jungs gewesen. Ich zitiere dazu aber die FAQs von Pro Modellflug.

Zitat:
Wo darf man Fliegen?
In Deutschland gibt es viele Vereine, die sich dem Flugmodellsport widmen und über ein eigenes Fluggelände verfügen. Als Gastflieger oder Mitglied eines solches Vereins kann das Modell auf dem entsprechenden Gelände geflogen werden. Abseits eines Vereinsgeländes gilt es, einige Aspekte zu beachten: Zunächst einmal benötigt der Modellpilot die Erlaubnis des Grundstückeigners, um von dessen Boden starten zu dürfen. Darüber hinaus hat sich der Modellflieger über Sperrgebiete oder herrschende Höhenbegrenzungen zu informieren und diese einzuhalten. Es ist zusätzlich darauf zu achten, dass je nach Modellgröße und -gewicht weitere Einschränkungen gelten können.

Wo darf man auf keinen Fall fliegen?
Natürlich darf man nicht überall mit seinem Modellflugzeug fliegen. Es gibt ausgewiesene Sperrzonen – zum Beispiel in der Nähe von Flughäfen, Kraftwerken, Autobahnen und anderen sensiblen Einrichtungen. Auch in Naturschutzgebieten ist das Steuern eines RC-Modells nicht erlaubt, um die dortige Tier- und Pflanzenwelt nicht zu beeinträchtigen. Ebenfalls untersagt ist es, über Menschen-Ansammlungen sowie dicht besiedeltem Gebiet zu fliegen. Des Weiteren sollte unbedingt darauf geachtet werden, mit seinem Modell niemals Menschen unzumutbar zu belästigen, stets einen ausreichenden Sicherheitsabstand einzuhalten und sie in keiner Weise zu gefährden. Dieselben Verhaltensregeln sollten im Übrigen auch gegenüber Wild- und Nutztieren beachtet werden.

Welcher Versicherungsschutz ist für den Betrieb von Flugmodellen erforderlich?
Um ein Flugmodell in Deutschland steuern zu dürfen, bedarf es einer speziellen Luftfahrthaftpflicht-Versicherung. Die private Haftpflichtversicherung deckt mögliche Schäden in der Regel nicht ab. Maßgeschneiderte Luftfahrthaftpflicht-Versicherungen werden zum Beispiel vom Deutschen Modellflieger Verband mit verschiedenen Leistungsumfängen angeboten.

Was muss man in Hinblick auf den Schutz von Persönlichkeitsrechten beachten?
Einige Flugmodelle, speziell Multikopter, sind serienmäßig mit leistungsstarken Kamerasystemen ausgerüstet oder für die Aufnahme einer Action-Cam vorbereitet. Noch nie war es so einfach, hochauflösende Fotos und Videos aus der Vogelperspektive aufzunehmen. Neben der befürchteten Gefährdung der öffentlichen Sicherheit sind es daher vor allem datenschutzrechtliche Argumente, die in der Diskussion rund um privat genutzte Flugmodelle vorgebracht werden. Dabei ist diese Art des Fotografierens und Filmens mittels eines Flugmodells rechtlich nicht anders zu bewerten als das Fotografieren mit einer Handkamera. Selbstverständlich gelten hier die bereits bestehenden Gesetze.

Beitrag von kobichief:
Ja, wieder doof, dass einige in ihrer unachtsamen Arroganz den Spaß oder das Hobby anderer Kaputt machen. Hab mal mitgemacht, auch wenn nicht viel von Petitionen halte.

Aber klar ist, irgendetwas muss getan werden, gegen die möchtegern Piloten die sich nicht an bestehende Regeln und Bestimmungen halten. So Fälle, wie letztes Jahr als Dubai Airport einen halben Tag geschlossen war, wegen einer Drohne die am Airport rumflog. Da geht es um so viel Geld, klar überreagieren die.
Beitrag von Stinger:
Zitat:
Original geschrieben von Bucky:
Das ist ein absolutes No-Go der Jungs gewesen. Ich zitiere dazu aber die FAQs von Pro Modellflug.



Die FAQ klingt überzeugend. Idioten, die mit einem Hobby Missbrauch betreiben, gibts leider überall. Daher auch unterschrieben.
Beitrag von Unregistriert:
Es gibt jetzt übrigens auch ein Video, was die Thematik nochmal etwas erklärt.
Beitrag von Peter Neururer:
Unterschrieben :thumbsup:
Beitrag von Rocky is back:
Ich glaube die Aussichten für die Drohnen-/Modellflugfans werden in naher Zukunft nicht wirklich besser...

Vorfall in London Drohne soll gegen Passagierflugzeug gekracht sein

Der Pilot eines Britisch-Airways-Flugs berichtet von dem Zwischenfall am Sonntag.
Immer mehr Hobbydrohnen bevölkern den Luftraum.
Nach dem mutmaßlichen Zusammenstoß rufen Experten jetzt nach Konsequenzen.

London -

Am Flughafen Heathrow in London soll es zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen sein: Demnach ist eine Passagiermaschine mit einer Drohne zusammengekracht.

Der Pilot eines Britisch-Airways-Flugs berichtet von dem Zwischenfall am Sonntag.

Schlimmeres passierte glücklicherweise nicht - das Flugzeug, das mit 137 Menschen an Bord aus Genf kam, konnte sicher in Großbritannien landen.

Polizei ermittelt

Nach einer technischen Kontrolle wurde es wieder für den Luftverkehr freigegeben. Die Polizei ermittelt.
Experten nahmen den Vorfall zum Anlass, um auf die Gefahr durch Drohnen hinzuweisen und strengere Regeln zu fordern.

„Angesichts der großen Zahl an Drohnen, die von Hobby-Piloten herumgeflogen werden, war es nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem Zusammenstoß kommen würde“, sagte Flugsicherheitsexperte Steve Landells von der Pilotenvereinigung der Fluggesellschaft British Airways (Balpa).

von mopo.de

    


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