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Studentenproteste in Hong Kong - Hat die Demokratie eine Chance in China?

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Beitrag von ale:
Es tut sich mal wieder was in China. Nach der Sunflower Bewegung in Taiwan anfang des Jahres haben sich im chinesischen Kulturbereich wieder Studenten versammelt, dieses mal auf der anderen Seite der Taiwanstraße in Hong Kong. Und dieses mal könnte es die Regierung in Peking vor ein großes Problem stellen. Die Sonderverwaltungszone Hong Kong ist für China (neben Shanghai) das wichtigste Wirtschafts- und Finanzzentrum, dass momentan von den Demonstrierenden mehr oder weniger lahm gelegt wird. Es gehen Bilder von Studenten mit Skibrillen und Atemschutzmasken die sich mit Regenschirmen gegen die Wasserwerfer der Polizei zu Wehr setzten durch die Medien der Welt. Außer in der Volksrepublik natürlich, dort wird lediglich in einer kleinen Meldung durch Xinhua zum auflösen des ''Occupy Central'' Protests aufgerufen: http://news.xinhuanet.com...c_133684846.htm.

Besonders brisant ist die Lage auch auf Grund des Datums. Der 1. Oktober ist Nationalfeiertag in China, da will man sich der Welt natürlich ganz anders darstellen, als es die Bilder aus Hong Kong suggerieren. Erinnerungen werden wach an den 六四事件, dem 4. Juni Vorfall, in Deutschland besser bekannt als das Tian'anmen Massaker. Eine militärische Intervention in Hong Kong halte ich momentan für undenkbar, denn trotz Zensur und Internetsperren würden solche Bilder die Menschen Peking, Shanghai oder Chengdu erreichen und was dann dort an Sympathieprotesten stattfinden würde könnte die Machthaber in Peking tatsächlich vor ein schwer lösbares Problem stellen.

Weiterführende Links:
Al Jazeera Bericht
China warnt den Westen
Schluss mit Marionetten
Ultimatum an Regierung in Peking
South China Morning Post über den Polizeieinsatz
Sympathiebekundungen nach Tränengaseinsatz
Beitrag von Mirdrlas :
Abgesehen davon, dass ich die Daumen drücke, dass da n Ruck durch China geht, musste ich einfach an diese Szene denken, nachdem ich Regenschirm-Revolution las :D
Beitrag von Unregistriert:
Peking sitzt am längeren Hebel und deswegen glaube ich nicht das sich da was zu Gunsten der Demokratie ändert. Ich befürchte sogar das durch diese Proteste Peking richtig durchgreift und Hongkong somit auch seine Sonderrechte verliert.

Ich glaube zwar nicht das es ein neues Massaker wie 1989 geben wird aber das Peking sich das nicht noch allzu lange anschauen wird, dürfte klar sein. Denn dann würde die Führung befürchten das dies Schule macht und auch auf andere Regionen übergreift. Aus Sicht des Politbüros kann es keine weiteren Zugeständnisse geben. Und die Welt wird nichts dagegen tun können, außer ein paar diplomatischen Protestnoten denn dafür ist China auf allen Gebieten viel zu mächtig geworden, gerade im wirtschaftlichen Bereich von dem ja auch immer mehr der Weltmarkt abhängt.
Beitrag von Mirdrlas :
Anderseits haben die Chinesen bzw Hongkonger eine ganz andere Mentalität wie die Nahoststämmigen. Dazu kommt es, dass es dort technisch alles sehr fortgeschritten ist... eindämmen, propagandieren, etc wie bei Nahost wird da nicht funktionieren. Wenn Peking einen entscheidenen Fehler macht, dann haben die nicht Tausende an der Backe, sondern Hundertausende wenn nicht Millionen.

Edit: Wenn die Proteste dazu führen, dass die Innenpolitik wie u.a. innere Sicherheit moderisiert wird, dann wäre das schon mal n gewaltiger Fortschritt.
Beitrag von ale:
Ach ja noch die Forderungen der Demonstranten:
1. Rücktritt von Hong Kongs Chefadministrator Leung Chun-ying
2. Keine von der KPCh vor-ausgewählten Kandidaten bei der Wahl des Regierungschef 2017 (bei der erstmals alle Menschen Hong Kongs abstimmen dürfen)

Edit:
Aussagekärftiges Bild dazu Wir wollen gehoert werden, wir werden nicht kaempfen
Beitrag von Unregistriert:
Zitat:
Original geschrieben von Mirdrlas :
Anderseits haben die Chinesen bzw Hongkonger eine ganz andere Mentalität wie die Nahoststämmigen. Dazu kommt es, dass es dort technisch alles sehr fortgeschritten ist... eindämmen, propagandieren, etc wie bei Nahost wird da nicht funktionieren. Wenn Peking einen entscheidenen Fehler macht, dann haben die nicht Tausende an der Backe, sondern Hundertausende wenn nicht Millionen.



Da ist sicher was Wahres dran. Aber man darf auch nicht den gewaltigen chinesischen Sicherheitsapparat (der alles im Westen in den Schatten stellt) und die Disziplin gepaart mit dem Patriotismus der chinesischen Masse unterschätzen. Da können auch schnell solche Studenten zu Vaterlandsverräter werden!

Es wird jedenfalls richtig spannend was die nächste Zeit so bringt.

    


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