MOONSAULT.de - Deutschlands größte Wrestling-Community: WWE, AEW, IMPACT, US-Indy, Europa & vieles mehr!
Zurück zur MOONSAULT.de Startseite Wrestling Newsboard mit News und Infos aus WWE, AEW, IMPACT, US-Indy und weiteren Ligen sowie Ergebnissen und Gerüchten CyBoard Wrestling Forum & Community Euro-Wrestling: Wrestling Eventkalender, Euro-Promotions (wXw, GSW, EWP, CWN, SWO, ACW, ...) und mehr Die Wrestling Talk-Radios MoonTalk und CyLight Reel: Kostenlos als MP3-Download Aktuelle WWE, AEW, IMPACT, ECW, US-Indy & weitere Wrestling-Champions sowie umfangreiche Titelhistories MOONSAULT.de Archive: WrestleCrap, Biographien, Ergebnisse und vieles mehr.

Benutzerdefiniert
In Partnerschaft mit Amazon.de Facebook Like Support MOONSAULT.de

MOONSAULT.de Forum CyBoard > CyBoard Archive > II. Community & Sport Foren > Deluxe Talk
Seiten: [1] 2 3 4 5 6 7 8 
#Aufschrei - vom Sexismus, welches keines ist

[ TIPP: Diesen Beitrag komplett im MOONSAULT.de Forum anzeigen ]

   Seiten: [1] 2 3 4 5 6 7 8 

Beitrag von Anchantia:
In meinem Blog (s. Sig) habe ich gestern einen Text zur Sexismus-Debatte in den letzten Wochen verfasst. Ich wollte diese Text jetzt einfach mal zur Diskussion stellen und amit folgende Fragen verknüpfen:

- Empfindet Ihr auch, dass Sexismus gegen Männer viel zu verständlich genommen wird?
- Wie kann man Sexismus allgemein begegnen?

Hier nun mein Text aus meinem Blog:

---------------------------------

Fangen wir einfach mal mit der Wiki-Definition an:

Unter Sexismus versteht man die soziale Konstruktion von Unterschieden zwischen Menschen auf Grund ihres Geschlechts und die daraus abgeleiteten Normen und Handlungsweisen. Der Sexismus unterteilt alle Menschen anhand ihrer biologischen Geschlechtsmerkmale in Frauen und Männer, unterstellt ihnen damit eine grundlegende Unterschiedlichkeit und weist ihnen auf dieser Basis unterschiedliche Rechte und Pflichten zu.

Soweit also die Kurzform. Sexismus ist ein sehr komplexes Problem in unserer Gesellschaft. Alltagssexismus findet ihr quasi überall, beispielsweise in den Medien. Sexistisch ist das tägliche Pin-Up Girl in der Bildzeitung. Sexistisch sind aber auch Darstellungen im Werbefernsehen, wo beispielsweise der Mann zu blöd für den Haushalt ist und dann erst die Frau mit dem rettenden Reinigungsprodukt heran reitet. Es gibt noch viele weitere Formen von Sexismus, auf einige werde ich im Folgenden noch zu sprechen kommen. Nun, in der derzeitigen Debatte die vor allem im Internet in den verschiedensten Formen herrscht, geht es gar nicht mal um den normal erscheinenden Alltagssexismus. Sondern es ist eine reine Jammerdebatte von Frauen, die nicht zu sich selbst stehen. Wie ich das meine?

Wir leben in einer Zeit in der es häufig, meist schon zu häufig, auf das äußerliche Erscheinungsbild ankommt. Viele Frauen verbringen Stunden um Stunden im Fitnessstudio, geben jeden Monat einen dreistelligen Betrag für Make Up, verschiedene Hygieneprodukte, Friseur, Nagelstudio, Solarium, Klamotten und was weiß ich nicht noch alles aus. Das ist ja auch in Ordnung. Rein biologisch will man sich einfach attraktiv für die Balz machen. Soweit also etwas ganz natürliches. Nun leben wir aber auch in einer Zeit, in der viele Statements mit ihrer Außenwirkung setzen wollen – sei es mit ihrem Styling oder der Auswahl der Kleidung. Es sind Botschaften die bewusst und unbewusst gesendet werden. Eine Frau weiß das normalerweise auch. Eine Frau kennt ihre Waffen instinktiv.

Nun kommt der Bruch: Eine Frau macht sich hübsch, zieht ein Röckchen und High Heels an – kurz gesagt, macht sich sexy zurecht – und geht beispielsweise in ein Einkaufszentrum shoppen. Nun möchte die Frau nicht angeschaut und angesprochen werden. Da frage ich: warum gehst Du dann so in die Öffentlichkeit? Ich bin der Meinung: wenn man mit gewissen sexuellen Reizen kokettiert und spielt, sollte man auch dazu stehen! Wer das Selbstbewusstsein hat sexy in die Öffentlichkeit zu gehen, sollte auch das Selbstbewusstsein haben, dass man dann auch angesprochen oder zumindest angeschaut wird. Was nicht geht, ist sich dann im Internet auszuheulen über die ach so bösen, sexistischen Männer, die dann natürlich anfangen zu flirten.
Dabei geht es gar nicht um die Männer. Sondern um die Männer, von denen ihr nicht angesprochen weren wollt. Würde ein gutaussehender Mann nach Eurem Geschmack daherkommen, wärt ihr natürlich offen für eine spontane Einladung zum Kaffee. Machen wir uns nichts vor – so ist es doch, oder?

Ihr, liebe #AufschreierInnen, könnt nicht einfach daherkommen und sagen: „Also wenn der Mann mir gefällt, darf er mich anreden, wenn nicht, dann ist das Sexismus“. Das ist verdammt nochmal verlogen und ihr macht Euch selbst etwas vor. Und ist es nicht auch Sexismus, den Mann nach seinem äußeren Erscheinungsbild zu bewerten? Das gleiche gilt natürlich auch umgekehrt.
Gehen wir mal weiter. Wenn Mann und Frau sich kennenlernen, ist einer der ersten Fragen, die von vielen Frauen definitiv kommt: „Was machst Du beruflich?“ – Damit impliziert: Wie ist Dein Einkommen, wie ist Dein sozialer Status? Ist es nicht sexistisch, Männer anhand dessen zu sortieren und ihnen diese Versorgerrolle aufzwingen zu wollen? Ja, das ist ebenso sexistisch! Denn wenn es Euch wirklich um den Menschen gehen würde, würde es Euch um Werte gehen, nicht um den monetären Status!

Der Sexismus gegen Männer ist noch viel ausgeprägter. Warum werden Jungs häufig schlechter in der Schule bewertet als Mädchen? Warum wird bei einer Stellenausschreibung eine Frau häufiger genommen, obwohl es auch einen männlichen, gleichqualifizierten Mitbewerber gibt? Warum werden 90% aller Sorgerechts-Streitigkeiten vor Gericht zu Gunste von Frauen entschieden? Sexismus gegen Männer ist zutiefst verankert. Wenn beispielsweise die Ärzte singen, dass „alle Männer Schweine sind“ – dann wird das einfach so hingenommen und akzeptiert. Was würde wohl passieren, würden die Ärzte davon singen, „dass alle Frauen Säue“ wären? Na, dann wäre aber was los!

Sexismus gegen Männer kann auch echt schlimme Gesichter zeigen. Beispielsweise ist es ja mittlerweile so, dass man als Mann schon vom Geschlecht her als potentieller Kindesvergewaltiger gilt. „Man hört ja so viel“ und ähnliches bekommt man seitens der Frau auf Nachfrage gesagt. Ich hatte dahingehend auch schon Erfahrungen. Das ist schon 2 Jahre her. Da saß ich bei uns Stadtpark und habe gelesen. Dann kam ein kleines Mädel daher und sprach mich an. Wir haben uns ein wenig unterhalten, ich bot ihr etwas zu essen an. Wir haben uns ein wenig unterhalten über ihre Kindergartengruppe und solche Dinge. Natürlich habe ich gefragt, wo denn ihre Mutter sei. Sie: „Die steht dahinten und quatscht mit ner Freundin.“ Wahrscheinlich war der Tratsch so interessant, dass die gute Frau ihre Aufsichtspflicht verletzt hatte. Und kaum wollte ich ihre Tochter zurückbringen, kam sie schon an. „Lassen Sie meine Tochter in Ruhe, ich hole die Polizei!“ Zu dem Mädel dann: „Hat der Dir was getan? Du musst doch vorsichtig sein, solche Männer wollen Dir weh tun!“ – Das ist wirklich so passiert! Das ist einer der schlimmsten Formen von Sexismus gegen Männern, wenn man ihnen unterstellt Kinder zu vergewaltigen. Stellt Euch doch einfach mal vor ich wäre nicht männlich, sondern weiblich gewesen. Hätte sich die Mutter dann auch so hysterisch aufgeregt? Vermutlich nicht! Daraufhin habe ich diese Story in diversen Foren geschrieben und geschaut, was für Rückmeldungen es gab. Viele Männer konnten mich verstehen, aber die Frauen waren da häufig schon viel ungehaltener und wiederholten diesen Vorwurf direkt oder indirekt. Da ging der Sexismus also weiter.

Und ist es schlussendlich nicht auch sexistisch, dass das Thema häußliche Gewalt gegen Männer so tabuisiert wird? So steht das einzige Männerhaus Deutschlands im brandenburgischen Ketzin. Warum gibt es nicht mehr solche Häuser? 2004 wurde vom Familienministerium eine Pilotstudie zu Gewalt gegen Männer veröffentlicht, in der immerhin 11% der Befragten angaben, gewaltsam von ihrer Partnerin angegriffen worden zu sein. Noch viel schwerer muss es für diese Männer sein sich Hilfe zu suchen, da es kaum Hilfestellen für solche Fälle gibt. Und häufig hört man dann auch sicherlich: „Seien Sie mal nicht so“ – Da schlägt das gesellschaftliche Mannsbild also voll durch: dass der Mann der Stärkere der Geschlechter sin soll. Der, der versorgen soll. Weswegen werden beispielsweise alleinerziehende Väter häufig so schief angeschaut, wenn diese nicht dem typischen Gesellschaftsbild entsprechen? Warum gibt es eigentlich keinen Erziehungsurlaub für Männer?

Wo bleibt hier eigentlich der Aufschrei?

Wisst ihr: deswegen ist diese gesamte Debatte auch so verlogen! Natürlich gibt es auch Sexismus gegen Frauen! Aber dieser Sexismus zeigt sich weniger in unhöfliche Kerle, die ein “nein” nicht akzeptieren (hier zeigt sich nur nicht vorhandene Erziehung). Es ist nicht sexistisch, wenn ein Taxifahrer anbietet die Frau kostenlos zu fahren und im Gegenzug dessen gehen sie mal was trinken. Sexistisch sind massive sexuelle Übergriffe! Sexistisch ist, wenn man in ein bestimmtes rollenspezifisches Bild gezwängt wird. Sexistisch ist aber nicht, wenn ihr mit den Reaktionen Eurer Signale nicht zurecht kommt.

Hier wird ein Wort für eine kindische, sinnlose Debatte missbraucht, das es einem schlecht wird! Denn in Zukunft wird es den Opfern von wirklichem Sexismus noch schwerer gemacht werden, sich irgendwo hinzuwenden. Nämlich deshalb, weil dann immer die Gefahr besteht mit solchen Jammerweibern in einem Topf geschmissen zu werden…
Beitrag von Klaus Allofs:
Ein bisschen Spät oder? Diese ganze #Aufschrei-Sache um die Brüderle Aussagen hat doch bereits wieder merklich abgenommen in den Medien. :D
Beitrag von CaptainElbow:
Völlig irrelevant ob es nun wieder aus den "Medien" raus ist. Wichtig ist das Thema allemal und nur weil in gewissen Mainstreammedien schon wieder der Ofen aus ist, heißt es nicht das die Debatte in sachlicher Form weiterhin geführt werden muss. Letzte Woche wurde auch noch im Spiegel dazu geschrieben und die Sozialforschung brodelt dazu gerade und wird dann in einiger Zeit ihr Feuerwerk abgeben, was man dann wieder im Fach- und Sachbuchmarkt sehen wird.

Der alltägliche Sexismus ist ein ansozialisierte Fluch. Jeder Mensch wird opfer von ober- oder unterschwelligen Sexismus ob er will oder nicht und manchmal sogar ohne es zu bemerken, bzw. sogar im Falle der Erkennung, diesen sogar zu tolerieren, obwogl Er und meißtens eben Sie, sich dabei total unwohl fühlen. Es geht beim Sexismus auch um die klare Ausübung von Macht über andere. Es geht nicht immer darum ob der eine Mensch den anderen Menschen sexuell attraktiv oder berauschend findet, es geht manchmal nur darum Jemanden einen auszuwischen und das auf Basis eines biologischen Charakteristikum seiner selbst. Das ist etwas wogegen man sich argumentativ nicht wehren kann, sondern nur durch strikte Ermahnung und Hinweis auf die Würde seiner selbst. Das man aber zu so einer Handlung als "Opfer" einer solchen Schmähung genötigt wird und selbst Stärke und Durchsetzungsvermögen gegen so einfach formulierte Angriffe führen muss, ist eigentlich das wahre Missverständnis. Es müsste sich niemand wehren, wenn es allgemeiner Konsens wäre nicht über seine Geschlechterrolle druck aufeinander auszuüben.

@Anchantia: Gut geschrieben. Die "Ernähererrolle" ist meiner Meinung nach gerade die Keimzelle der aktuellen Diskrepanzen zwischen den Geschlechtern. Mal ab vom Sexismus ist hier die Problemstellung vorhanden, dass Frauen auf der einen Seite Karriere und Familie wollen, aber auch keinen Mann der klassich geprägt den Alleinernährer gibt. Dagegen die Männer oftmals völlig verunsichert sind ob des wandelnen Verständnis des ´modernen´ Mannes, welcher zugleich der Frau den Freiraum bieten soll, aber bei manchen dann doch wieder das Alphamännchen geben soll. Aber das ist ein Extrafass.
Beitrag von Crystal Mett:
Es tut mir wirklich leid, lieber Threadersteller, aber auch im dritten (!) Versuch musste ich das Lesen deines Beitrages abbrechen. Auch wenn das vielleicht beabsichtigt war, aber so viele Verallgemeinerungen im Wesen von Menschen helfen bei einer Versachlichung oder gar Problemlösung ganz gewiss nicht. Ständig von "der Frau", "dem Mann" bzw "Frauen" und "Männern" zu schreiben/reden ist so dermaßen an einer ansatzweise funktionierenden Gesellschaft vorbei, dass es schwer ist, dies in Worte zu fassen.
Der Mensch ist ein Individuum. Wer es schafft, diesen Grundsatz zu verinnerlichen, dem begegnet dieses Problem in der Realität eigentlich gar nicht mehr.
Jeder Mensch ist in seinem Wesen anders, ganz egal ob Mann oder Frau, und genauso kann und muss jeder nach seiner Farcon glücklich werden! Es gibt Frauen genau wie Männer, die sich die traditionellen Geschlechterrollen wünschen. Aber es gibt auch genau so Männer wie auch Frauen, die geschlechterspezifische Merkmale ausblenden wollen. Sollen sich die finden, die die gleichen Werte haben und sich nicht daran aufreiben, dass andere anders denken.
Aber ich kann dieses stete suchen nach der Opferrolle nicht mehr ertragen. Jeder ist immer ganz gebeutelt und arm dran und heult damit der ganzen Welt die Taschen voll.
Unendlich viele Diskussionen werden nicht dazu führen, dass all die geschlechtsspezifischen Merkmale, die uns seit unserer Geburt begleiten, verschwinden. Das lässt sich nicht beeinflussen, es ist so! Und damit muss jeder auf seine Art leben und im Umgang mit anderen Menschen umgehen können und dies gegebenenfalls lernen!
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau Anfang Zwanzig in den nächsten Jahren schwangerschaftsbedingt (vorrübergehend) aus dem Arbeitsleben ausscheidet, ist nicht gering. Und da muss ein Arbeitgeber das Recht haben, im Sinne seines Unternehmens, für das er die Verantwortung hat, zu entscheiden, dass er lieber einen gleichaltrigen und gleichqualifizierten aber männlichen Bewerber einstellt, bei dem diese „Gefahr“ nicht gegeben ist!
Und genau so müssen Eltern das Recht haben, nach dem Besten für ihr Kind zu streben, in dem sie eine weibliche Tagesmutter engagieren, die biologisch/genetisch bedingt Vorteile im täglichen Umgang mit der Erziehung von Kindern haben.
Da ist doch nichts Verwerfliches dran, obwohl es Sexismus ist.
Die Gesellschaft darf sich nicht von so genannten FeministInnen und irgendwelchen Gutmenschen, die versuchen ihr fehlendes Selbstwertgefühl damit wett zu machen, dass sie von morgens bis abends mit dem Finger auf andere zeigen, einreden lassen, dass das alles ein Problem ist!
Frauen können in Deutschland ein genauso glückliches und selbstbestimmtes Leben führen wie die Männer. Dazu muss sie sich „nur“ damit abfinden, dass sie eben eine Frau ist. Mit all den Vor- und Nachteilen.
Vielleicht bewege ich mich da auch in nicht repräsentativen Kreisen und meine persönlichen Erfahrungen sind nicht auf die gesamte Gesellschaft runterzubrechen, aber ich kenne diese rumheulenden Frauen und Männer nur aus Fernsehreportagen, Zeitungsartikeln, Foren und Blogeinträgen. In der Realität treffe ich eigentlich ausschließlich Frauen, die zufrieden mit ihren geschlechtsspezifischen Vor- und Nachteilen sind.
Aber vor allem diese ganze Diskussion um die alltägliche sexuelle Belästigung ist doch noch viel größerer Humbug! Und in dieser nehmen sich Männer und Frauen mal so gar nichts! Ich kann jede Frau dieser Welt verstehen, die kein Bock hat von fremden Männern angesprochen zu werden, egal wie geil sie sich kleidet. Ich habe aber auch noch nicht die Erfahrung gemacht, dass eine Frau dumm oder völlig abwertend reagiert hat, nachdem ich sie respektvoll angesprochen habe.
Und ein „Mann“, der einer Frau respektlos begegnet, indem er ihr im Suff, der Gruppe oder aufgrund anderer Umstände irgendeinen herabwürdigenden Scheiß an den Kopp knallt, ist gewiss kein so genannter Sexist, der exemplarisch für „die Männer“ handelt sondern er ist schlichtweg ein Asi, der exemplarisch für alle Asis dieser Welt handelt!
Mir ist schon bewusst, wie sehr ich mit dieser Meinung überall anecke, weil es viel moderner ist, rumzuheulen, aber Leute: Macht euch ma grade, lebt euer Leben, so wie es euch glücklich macht und lasst andere ihr Leben so leben, wie es sie glücklich macht!
Beitrag von Der Regler:
EIn gewisser Aufschrei ist sicherlich berechtigt. Es gibt Probleme, die ernst sind und um die man sich kümmern sollte. Die Debatte tat sich allerdings keinen Gefallen damit, dass dort quasi jeder seinen Mist abgeladen hat, der nicht nur völlig unbedeutend sondern eben auch von den ersten Problemen ablenkte. So wurde das ganze zur Farce bis hin zum Running-Gag unter dem Aufschrei-Hashtag.
Statt dass eine Debatte über sexueller Missbrauch, häusliche Gewalt, Benachteiligung am Arbeitsplatz etc. entstand, wurde hauptsächlich darüber diskutiert, wie ein Kerl sich einer Frau gegenüber zu verhalten hat, wo er hinschauen und was er sagen darf - und was nicht. Da war dann bei Twitter Seitenlang die Rede von irgendwelchen Discoabenden, wo irgend ein Kerl der armen Frau tatsächlich "lüsterne Blicke" zugeworfen oder es gar gewagt hat sie anzusprechen - und ähnliche Banalitäten. Das hat niemanden etwas gebracht: Für die Frauen nicht, weil man sich selbst um die relevanten Punkte brachte um ihre eigene Agenda selbst in die Lächerlichkeit zu ziehen - und für die Männer nicht, weil diese mal wieder völlig verunsichert wurden.

Und ja, man tat sich auch keinen Gefallen damit, dass man die Männerwelt quasi komplett in die Täterrolle steckte, während man die Opferrolle pauschal für sich gepachtet und den Männern abgesprochen hat - was auch zum Problem wurde. Denn Sexismus ist keine Einbahnstraße, schon gar nicht wenn man als Frau Gleichberechtigung einfordern will. Ich kann nicht auf der einen Seite nur haben wollen, aber sobald mein Geschlecht mal von Vorteil ist die "positive Diskriminierung" annehmen, sei es in der Schule, im Sorgefallstreit oder wo auch immer.
Beitrag von DummerZufall:
Zitat:
Original geschrieben von Der Regler:
EIn gewisser Aufschrei ist sicherlich berechtigt. Es gibt Probleme, die ernst sind und um die man sich kümmern sollte. Die Debatte tat sich allerdings keinen Gefallen damit, dass dort quasi jeder seinen Mist abgeladen hat, der nicht nur völlig unbedeutend sondern eben auch von den ersten Problemen ablenkte. So wurde das ganze zur Farce bis hin zum Running-Gag unter dem Aufschrei-Hashtag.
Statt dass eine Debatte über sexueller Missbrauch, häusliche Gewalt, Benachteiligung am Arbeitsplatz etc. entstand, wurde hauptsächlich darüber diskutiert, wie ein Kerl sich einer Frau gegenüber zu verhalten hat, wo er hinschauen und was er sagen darf - und was nicht. Da war dann bei Twitter Seitenlang die Rede von irgendwelchen Discoabenden, wo irgend ein Kerl der armen Frau tatsächlich "lüsterne Blicke" zugeworfen oder es gar gewagt hat sie anzusprechen - und ähnliche Banalitäten. Das hat niemanden etwas gebracht: Für die Frauen nicht, weil man sich selbst um die relevanten Punkte brachte um ihre eigene Agenda selbst in die Lächerlichkeit zu ziehen - und für die Männer nicht, weil diese mal wieder völlig verunsichert wurden.

Und ja, man tat sich auch keinen Gefallen damit, dass man die Männerwelt quasi komplett in die Täterrolle steckte, während man ihnen die Opferrolle pauschal für sich gepachtet und den Männern abgesprochen hat - was auch zum Problem wurde. Denn Sexismus ist keine Einfahrtstraße, schon gar nicht wenn man als Frau Gleichberechtigung einfordern will. Ich kann nicht auf der einen Seite nur haben wollen, aber sobald mein Geschlecht mal von Vorteil ist die "positive Diskriminierung" annehmen, sei es in der Schule, im Sorgefallstreit oder wo auch immer.



Wir sind mal komplett einer Meinung :knuddel:
Beitrag von Crystal Mett:
Es wurden in der Diskussion (!) doch nciht nur die Männer in die Täter- und die Frauen in Opferrolle gepresst. Ich habe fast genauso viel undifferenzierten BS von Männern gelesen, welche sich irgendeine Opferrolle eingedichtet haben. Und abgesehen von der Benachteiligung am Arbeitsplatz sind das doch nun wirkliche keine Probleme, die man mit Sexismus bezeichnen kann. Das sind einfach asoziale Menschen, die ihre körperliche Überlegenheit ausnutzen, um Macht über ein schwächeres Wesen zu erlangen. Bei Heterosexuellen ist das nunmal in der Mehrzahl der Fälle der Mann.
Beitrag von Hijo:
Zitat:
Original geschrieben von Der Regler:
EIn gewisser Aufschrei ist sicherlich berechtigt. Es gibt Probleme, die ernst sind und um die man sich kümmern sollte. Die Debatte tat sich allerdings keinen Gefallen damit, dass dort quasi jeder seinen Mist abgeladen hat, der nicht nur völlig unbedeutend sondern eben auch von den ersten Problemen ablenkte.

Sehe ich nicht so, das "erste Problem" war Brüderle, der angeheitert nach irgendeiner Faschingsfeier einer Journalistin an der Bar ein "Kompliment" über ihre Titten machte und sie mit Handkuss verabschiedete, wenn ich mich richtig erinnere. Warum dieser Vorfall dann Grund sein soll über sexuellen Missbrauch, häusliche Gewalt usw. zu reden, muss mir erst einmal jemand erklären. Es ging von vornherein in dieser Diskussion nur um Schwachsinn, um "Benimmregeln", und im Gegenteil, dann wurde plötzlich Vergewaltigung etc. mit hineingebracht, was mMn zu Recht vielen böse aufgestoßen ist.
So eine unzulässige Vermischung schadet nur ernsthaften Anliegen, die hysterischen Social Media-Strategistinnen sind da völlig übers aktuelle Thema hinausgeschossen. JETZT wäre ein Anlass, mit der Vergewaltigung hier in München Blumenau, wo ne Clique von jugendlichen Männern UND Frauen zwei Mädchen vergewaltigt hat. Nur kann es jetzt keinen #Auffschrei mehr geben, zumindest nicht ernst genommen, weil die Twitter-Krampfhennen schon vorher mit Kanonen auf Spatzen geschossen haben.
Beitrag von Bernard Black:
Zitat:
Original geschrieben von Crystal Mett:
eine weibliche Tagesmutter engagieren, die biologisch/genetisch bedingt Vorteile im täglichen Umgang mit der Erziehung von Kindern haben.


Das ist, mit Verlaub, Kotzescheiße und ein klassisches Beispiel für Sexismus und gesellschaftlich geprägte Geschlechterrollen.

Zitat:
Original geschrieben von Hijo:
weil die Twitter-Krampfhennen schon vorher mit Kanonen auf Spatzen geschossen haben.


Andererseits ist es natürlich auch so, dass die testosterongeschwängerten Jungs (um mal das sexistische Gegenbild zu bedienen) immer wieder gerne versuchen, solche Debatten dadurch zu diskreditieren, dass sie sich sexistischer Bilder wie der Hysterie oder den "Krampfhennen" bedienen.
Beitrag von Hijo:
Meine hier getätigten Aussagen sind exakt und ausschließlich auf diesen Fall bezogen.
Und mMn hier völlig berechtigt, wenn schlechtes Benehmen bzw. dumme, aufdringliche, unerwünschte Anmachen in einen Topf geworfen werden mit Vergewaltigung und Mißbrauch, wie geschehen.
Die einzige Diskussion, die mich hier interessieren würde, ist, warum Frauen wie diese Journalistin aus "sie könnten ja ein Dirndl auch ausfüllen" so einen Terz machen, während ein Mann bei "Sie können eine Lederhose ja auch gut ausfüllen" wahrscheinlich sich entweder geschmeichelt gefühlt hätte oder gelacht hätte. Das Problem der Journalistin war wohl eher Brüderles Person, wäre es George Clooney gewesen, wäre sie mit ihm nach oben verschwunden :D
Das Recht zu bestimmen wer einen anmachen darf, sozusagen die Gesichtskontrolle vor dem Spruch, haben sich mMn aber bisher weder Frauen noch Männer verdient und beide Geschlechter müssen damit leben, dass sie ab und zu von besoffenen, auf sie nicht attraktiv wirkenden Personen angesprochen oder angemacht werden könnten.

Edit: Ach so, DELÜCKS, da lass ich das mal.
Beitrag von Der Regler:
Zitat:
Original geschrieben von Hijo:
Sehe ich nicht so, das "erste Problem" war Brüderle, der angeheitert nach irgendeiner Faschingsfeier einer Journalistin an der Bar ein "Kompliment" über ihre Titten machte und sie mit Handkuss verabschiedete, wenn ich mich richtig erinnere.



Jein. Dieser "Vorfall" und die daraus generierte Medienaufmerksamkeit war nicht der Grund des #Aufschreis, sondern diente nur der 'Erfinderin' dazu aufzurufen, doch mal die eigenen Erfahrungen mit Sexismus unter eben jenen Hashtag zu sammeln. Über den Brüderle-Schwachfug wurde dabei mWn nie wirklich diskutiert und gerade in der ersten Welle - bevor das ganze zu Populär wurde - ging es tatsächlich hauptsächlich um ernste Themen, bevor das ganze dann verwässerte und zu einer Art Disco-Verhaltenscodex mutierte, den nun wirklich niemand brauchte.

@Crystal Mett: Natürlich gab es auch jede Menge BS von Männern. Aber ehrlich, wundert dich das? ;) - Es ist zum Einen das Internet, da wimmelt es sowieso von Trollen und Zweitens war klar, dass aufgrund dieser o.g. verwässerten Diskussion irgendwann auch viele Kerle die Schnauze voll hatten und halt 'auf gleichen Niveau' konterten. Was nichts daran ändert, dass durchaus reale Probleme existieren - auch auf Männerseite und Abseits von absurden Debatten ob es denn noch okay ist ein Werbeplakat mit einem vollbusiges Unterwäschemodel aufzuhängen und falls nein, warum dann keiner ein Problem mit David Beckham als Unterwäschemodel hat.
Beitrag von Bernard Black:
Zitat:
Original geschrieben von Der Regler:
Jein. Dieser "Vorfall" und die daraus generierte Medienaufmerksamkeit war nicht der Grund des #Aufschreis, sondern diente nur der 'Erfinderin' dazu aufzurufen, doch mal die eigenen Erfahrungen Sexismus unter eben jenen Hashtag zu sammeln. Über den Brüderle-Schwachfug wurde dabei mWn nie wirklich diskutiert und gerade in der ersten Welle - bevor das ganze zu Populär wurde - ging es tatsächlich hauptsächlich um ernste Themen, bevor das ganze dann verwässerte und zu einer Art Disco-Verhaltenscodex mutierte.


Mir ist so, dass zusätzlich von verschiedenen Seiten mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass, obwohl der Brüderle-Vorfall aus Auslöser diente und er sich zweifelsohne schlecht verhalten hat (wenn die Szene so stimmt), garnicht unbedingt als "gutes" Beispiel dient.
Beitrag von Der Regler:
Richtig. Ich hab das TV-Interview dazu nicht mehr wirklich im Kopf, aber ich meine dass auch dort die 'Erfinderin' klar betonte, dass es ihr nicht um den Brüderle-Vorfall ging und er für die Diskussion auch keine Rolle spielte; sie wollte lediglich die daraus entstandene öffentliche Diskussion über Sexismus in den Medien nutzen um junge Frauen dazu aufzurufen, ihre eigenen Erfahrungen und Probleme eben unter jenen Hashtag zu teilen.
Beitrag von Crystal Mett:
Du hast Recht, es wundert mich nicht. Aber das macht es keinesfalls besser. Ich habe selten in einer öffentlichen Diskussion so unfassbar viel realitätsfernen BS von allen Seiten gelesen wie in diesem Fall. Da gibt es für mich auch garkeine Rechtfertigung mehr für ("Die haben aber angefangen"). Man kann nur hoffen, dass unsere Gesellschaft gefestigt genug ist *hust*, dass sie sich von so viel Unfug nicht beeinflussen lässt.
Beitrag von Hijo:
Einfach aus Gehässigkeit schmeiß ich hier mal nen Link rein, recht lesenswert:
http://www.geschlechterst...n.de/index.html
Aber das ist nur Wissenschaft, die kann mit Alice Schwarzers Lebenserfahrung in Bezug auf Männer natürlich nicht mithalten.

Und möchte den möglicherweise folgenden Kommentaren das Impressum entgegenhalten:
"Unser besonderer Dank gilt allen Frauen und Männern, die verstanden haben, dass diese Seite nicht frauenfeindlich ist, sondern lediglich über Tatsachen und Vorurteile bzw. Diskriminierung aufklären will."

   Seiten: [1] 2 3 4 5 6 7 8 


[ © 2000 - 2020 MOONSAULT.de | Impressum & Datenschutzerklärung | Team ]   
Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen.