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EURO 2012 - Live: Spiele, Städte, Sensationen aus den Gastgeberländern

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Beitrag von Copeland:
Ich bin dann mal so frei und mache doch was eigenes auf, weil einfach viele bei mir gefragt haben, wie es war und ich nicht alles drei Mal erzählen will. Für bessere Lesbarkeit und um euch nicht zu erschlagen, in zwei Teilen. Hier also der erste Teil:

Tag 1
Von Leipzig nach Krakau

Abfahrt war nach einer kurzen Nacht (vier Kerle in einem WG-Zimmer...) um 7.20 Uhr aus Leipzig, Autobahn war angenehm frei. Kurz vor Riesa gabs das obligatorische Pfeifkonzert von uns Vieren (haben da zusammen studiert) und eine Pause bei McDonalds, bevor dann weiter Kurs auf Polen genommen wurde. Die Grenze wurde problemlos passiert, Stichprobenkontrollen - da gab es sie nicht. Weiter also gen Osten, wo dann gegen 13.30 Krakau erreicht wurde, das Florenz des Ostens, die Perle an der Wisla. Als Hotel hatten wir einen soliden Dreisterner im Zentrum gebucht, von dem man die Sehenswürdigkeiten wie den Markt und die Wawel-Burg zu Fuss erreichen konnte. Eingecheckt, umgezogen, Stadt angeguckt. Krakau ist unbeschreiblich schön, das Wetter war bestens (30 Grad konstant) und so haben wir uns das Stadtzentrum und das jüdische Viertel angeguckt. Weiter gings dann zu den Hotels der Engländer und der Holländer. Der Brite lebt mitten in der Fußgängerzone, als wenn er in Berlin auf dem Kudamm logieren würde. Unglaublich. Direkt vor dem Hotel war auch eine Horde Briten, von Sonne und billigem polnischen Bier gezeichnet und feierte Wayne Rooney. Keine Ahnung, wie die schlafen können oder so, aber das ist immerhin volksnah. Der Holländer wohnte fußläufig zur Wisla, mit bester Sicht auf die Wawel-Burg. Deren Fans hatten es sich auf einem Ausflugsschiff am Wisla-Ufer bequem gemacht, ebenfalls in Sichtweite zum Hotel. Direkt auf dem Wasser, oben auf dem Deck, ohne Sonnenschirm und Bier für umgerechnet einen Euro. Ergebnis: Die waren schon mittags hackedicht. Muss man vielleicht nach den Turnierleistungen ihres Teams auch sein. Jedenfalls bestiegen wir auch so einen Dampfer und gönnten uns das erste "Tyskie", was angesichts des Ambiente wirklich noch mal doppelt gut schmeckte. Der Holländer ließ uns soweit in Ruhe, wie überhaupt auf dem ganzen Trip es nicht einmal zu Problemen unter Fans kam.

Schade Polen, alles ist vorbei

Nach dem Getränk trieb uns der Hunger zurück in die Innenstadt und wir haben in einem Restaurant für umgerechnet sieben Euro einen Salat, ein Hauptgericht und zwei Bier bekommen. Wunderbar. So geht das gut an. Zurück ins Hotel, geduscht, fertig gemacht, ab auf die Fanmeile von Krakau, die ebenfalls sehr zentral auf den großen Wiesen knapp außerhalb der Stadtmitte liegt. Konnte man zu Fuß erreichen. Drinnen dann mit ca. 200.000 Leuten das Polen-Spiel geguckt. Der Pole hat generell wenig Variation in seinen Gesängen, aber wenn er singt, dann mit Inbrunst und Leidenschaft. Irgendwie haben wir ihnen dann auch die Daumen gedrückt, weil das einfach rührend zu sehen war. Als das Gegentor fiel gab es aber auch überhaupt keine Pfiffe oder so. Im Gegenteil, die haben direkt weiter gesungen und schienen irgendwie nicht wirklich beunruhigt, ob des drohenden Ausscheidens zu sein. Nach Spielende liefen die Massen zurück in die Innenstadt und das waren echt besondere Momente für uns. Egal ob zu Fuß, aus der Tram oder aus dem Auto. Die polnischen Fans haben ihr Team gefeiert als hätten sie gewonnen. Ohne Internet und alles dort im Ausland haben wir kurz überlegt, ob sie evtl. doch weiter sind, aber es war einfach nur ein Ausdruck des Stolzes und der Begeisterung für ihr Team. Kein einziger hat da randaliert oder so, das hat uns sehr imponiert. Einfach ein anderer Anspruch, der dahinter steckt. Jedenfalls waren das tolle Szenen, mit den Polen zurück in die Innenstadt zu laufen und die Stimmung mitzunehmen. Tolles Verhalten der polnischen Fans, die sowieso über den gesamten Tag sehr freundlich und locker waren. Einzig als wir auf der Fanmeile etwas zu laut auf deutsch rumgeschrien haben, gabs den ein oder anderen bösen Blick. Aber das muss nicht mal mit unserer Herkunft zu tun gehabt haben.

Auf dem Marktplatz von Krakau zurück haben wir uns noch zwei Dosen Bier geholt und wollten den Abend gemütlich in bester Lage auf dem Platz ausklingen lassen als plötzlich die Polizei vorfuhr. Was wir nicht wussten und worauf wir auch nie geachtet hatten: Alkohol in der Öffentlichkeit ist in Polen verboten. Jedenfalls waren die Beamten relativ schlecht gelaunt, wollten uns Bußgeld aufdrücken und uns in ihrem Bus ins Hotel bringen. Wir haben rumdiskutiert, die Sprachbarriere so gut es geht ausgenutzt, die Biere schweren Herzens in den Müll geschmissen und durften dann doch noch alleine ins Hotel. Aber mit dem Hinweis, dass wir da auch zu bleiben hätten. Gerade noch mal gut gegangen. Zurück im Hotel dann noch etwas ausgeruht, Zusammenfassung des Griechenland-Spiels geguckt, realisiert, dass wir ein Freilos haben im Viertelfinale und dann ins Bett.

Tag 2
Von Krakau nach Lemberg

Nach einer wieder zu kurzen Nacht aber mit tollem Frühstück ging es gegen 8 Uhr los gen Lemberg. Freudig stellten wir fest, dass die Autobahn auch nach Krakau weiterzugehen schien. 10 Kilometer jedenfalls. Danach endet sie und eine Landstraße beginnt, die wir noch verfluchen sollten. Die letzten knapp 200 Kilometer zur ukrainischen Grenze legten wir auf einer Straße zurück, bei der vor und hinter uns die LKW's rumpelten, teilweise hätten sie in Deutschland wahrscheinlich gar keine Straßenzulassung mehr erhalten und links und rechts waren einfachste polnische Siedlungen. Da baut der Pole Kartoffeln im Vorgarten an, ein anderer verkauft gebrauchte Motorräder. Mit etwas Romantik könnte man "niedliche kleine Dörfer" sagen, aber wenn man über Stunden auf diese Art mit höchstens 60 Km/h vorwärts kommt, dann ist das weniger niedlich. Immerhin: Die Straße war in gutem Zustand. Das alleine war schon mal viel wert, wie wir später feststellen sollten. Die polnisch-ukrainische Grenze erreichten wir gegen 13 Uhr. Die Horrorszenarien waren bekannt, unsere Nervosität entsprechend. Trotz Green Lane für Euro-Ticketinhaber und allen Beteuerungen. Und es lief dann gottseidank auch viel besser als erwartet. Nur knapp 10 Minuten standen wir an der Grenze, Reisepass und Fahrzeugschein wurden kontrolliert, ein Blick in den Kofferraum geworfen und die Frage "Waffen?" mit "No, Sir" beantwortet. Dann durften wir raus. Was folgte, war ein beispielloser Kulturschock.

Die Ukraine - eine andere Welt

Nach wenigen Kilometern in der Ukraine wurde uns klar, wo wir hier gelandet sind. Alle Klischees schienen zu stimmen. Schulkinder an einer Haltestelle erkannten das deutsche Auto mit deutscher Fahne am Dach, zeigten uns freundlich den Hitlergruß. Wenige Meter weiter weidete ein Pferd auf der Straße, einfach so. Einige Meilen ostwärts: Schafe, auf der Straße. Seelenruhig. Und wir mittendrin. Ab da haben wir alle den Fahrer unterstützt, nur Augen für die Straße gehabt. Denn der Ukrainer fährt Auto wie ein Irrer. In alten Wartburgs und Ladas wird rücksichtslos rechts überholt, incl. kleinem Ausscheren in den Abhang der in den Straßengraben führt. Das geht alles. Mehrfach kam es zu übergefährlichen Manövern weil der Ukrainer immer überholt, egal was entgegen kommt. Wir sind einfach nur so sicher gefahren wie möglich, haben irgendwie versucht, nicht in sowas reinzugeraten. Aber es war echt brutal. Die Straße war zudem in einem Zustand, dass man dauernd links und rechts auf der Spur wechseln musste, um nicht in Schlaglöcher zu geraten. Die Straße, auf der alle Fans fahren müssen, die aus Westeuropa zum Turnier wollen. Egal ob Charkow, Donezk, Lemberg oder Kiew. Unfassbar. So ging es irgendwie weiter nach Lemberg. Die Vorstädte sind so, wie man sie erwartet hat. Wohnsilos von bemerkenswert primitiver Qualität, dreckig und grau. Je näher man ins Zentrum kommt, desto schöner wird Lemberg dann. Das kleine Wien, einst Metropole der Habsburger, zeigt dann sein schönes Gesicht. Was nicht für die Straßen gilt. Mittlerweile war Kopfsteinpflaster angesagt, der Ukrainer war immer noch der Meinung, die Breite der Straße für Manöver links und rechts an uns vorbei ausnutzen zu können und wir wollten nur noch ankommen. Die Schlaglöcher waren so groß, dass man sie mit Wasser hätte befüllen und als Freibad ausschreiben können. Alles, wie in den billigen Klischees.

Hotel Vlasta - Vorhof der Hölle

Das Hotel Vlasta, wo wir für 80 Euro ein Zimmer im ukrainischen zwei-Sterne-Standard bekommen hatten, wurde schliesslich leicht gefunden und lag auch relativ zentral. Das war auch das einzig positive an diesem Zehn-Stockwerke-Bunker direkt gegenüber des Lemberger "SKA-Stadions", mit seinem Ost-Charme und 27.000 Plätzen. Eine tolle alte Sowjet-Schüssel (gebt mal Hotel und Stadion bei Google ein). An der Rezeption trafen wir jede Menge deutsche Fans und uns kurz danach der Schlag. Ich wollte nach der Fahrt schnell pissen gehen, suchte eine Toilette auf und plötzlich fehlte der Spülkasten, der abgeschlagen worden war und der obere Teil der Schüssel. Das Wasser am Waschbecken ging nicht. Lustig, dachte ich noch und wollte einfach warten, bis wir auf dem Zimmer waren. Doch auch da ging es nicht. Das Zimmer war ein Drecksloch, wie es schlimmer kaum sein könnte. Auch dort fehlte der Spülkasten, die Toilette war defekt. Der Boden im Zimmer teilweise rausgebrochen, drei überdreckige Betten standen im Raum, einen Nachttisch gab es. Das wars. Unfassbar. Schnell Sachen reinwerfen, Wertsachen und alles was wichtig ist wieder mit raus ins Auto und los in die Stadt. Die Fanzone fanden wir schnell und da war schon ordentlich Party.

Zu Gast bei Freunden

Was wir in Lemberg erlebt haben, war wirklich toll. Die Fanmeile war brechend voll und Deutsche, Ukrainer und Dänen feierten eine riesige Party. Richtig schön einfach. Wieder geniales Wetter, 30 Grad und wolkenfrei und auf der großen Bühne legten ukrainische DJ's eher europäischen Elektro auf, es gab Karaoke-Contests und all diesen Eventscheiss, den man in Deutschland hassen würde. Aber hier passte es einfach zu der Atmosphäre. Ukrainer filmten die Atmosphäre, feierten einfach mit, die Deutschen intonierten "Mexico" zu Füßen des Lemberger Rathauses, da der Bierpreis für einen halben Liter bei umgerechnet 55 Cent (!) lag, gab es einige Ausfälle zu verzeichnen, aber nirgendwo war es aggressiv oder feindselig. Wir haben da einfach tolle Bilder erlebt. Die Ukrainer haben sich gefreut, dass Menschen in ihre Stadt kamen, haben mit gefeiert und getanzt, es gab eine riesige Polonäse über den Marktplatz, mit Dänen, Deutschen und Ukrainern. Für uns war es einfach schön zu sehen, wie positiv die Ukrainer auch Deutschland begegnet sind an diesem Nachmittag. Das war bei weitem nicht selbstverständlich. Einer sprach mich in gebrochenem englisch an und sagte nur: "Khedira, good, good Player" und zeigte den Daumen nach oben. Mehr konnte er nicht sagen, aber es war einfach sehr süß und wir haben uns Mühe gegeben, uns da entsprechend gut zu benehmen. Das hat einfach Spaß gemacht.

Teil 2:

Bis zum Anstoss waren immer noch knapp vier Stunden Zeit und damit auch noch die Chance da, das deutsche Hotel in Lemberg zu besuchen. Davor - wie üblich - jede Menge Fans, die einen Blick auf die Jungs erhaschen wollten und aber auch der große Jürgen Bergener, der für die ARD noch einen Aufsager zu machen hatte. Die Gesänge da wurden aber minütlich asozialer, ("Gina-Lisa") und deswegen sind wir dann weiter Richtung Abfahrtsplatz der Busse, etwas außerhalb der Innenstadt. Dort auf dem Weg, wo also jeder Fan von der Fanmeile aus entlang musste, hatten die Aktivisten von "Free Yulia" ihren Stand aufgebaut und haben Flugblätter verteilt. Wir haben kurz mit denen gesprochen und ihnen zugesichert, dass Deutschland hinter ihnen steht. Als wir nach Spielende wieder dort entlang kamen, war der Stand samt Leuten weg. Nun ja. Die Busse, die die Ukrainer bereitgestellt hatten, waren nach den ersten Ukraine-Straßenerfahrungen regelrechter Luxus. Ausrangierte deutsche Linienbusse hatten die findigen Lemberger besorgt, die definitiv auch noch verkehrssicher waren. Das übliche Gedränge, dass jeder bei einem Fußballspiel erlebt, wenn er nicht gerade in der Häppchen-Etage sitzt, war natürlich inklusive. Die Busse fuhren entweder zum grünen und blauen Sektor oder zum roten und gelben Sektor. So wollte man irgendwie auch schon Fans vorweg trennen, aber letztlich war das ohnehin nur halbgar, wenn die Busse am gleichen Platz abfahren. Was bei Deutschland gegen England mit diesem Konzept passiert wäre, sollte man sich lieber nicht vorstellen. Aber mit Dänen gabs ja keine Probleme. Die Busfahrt dauerte etwa 15 Minuten und ging raus aus der Stadt, an dreckigen Wohnsilos und kaputten Fabriken vorbei. Das neue Stadion wurde einfach irgendwo draußen in der Pampa errichtet, in allen vier Richtungen liegen Felder und unbestellte Matschwüsten drumherum. Das Karparty-Stadion, wo Dortmund einst spielte, liegt genauso zentraler, wie eben auch diese Arena gegenüber vom Hotel. Aber für den Neubau war wohl kein Platz in der Stadt, deswegen einfach da so weit draußen.

Wäre ja alles kein Problem, wenn die Straßen zum Stadion fertig wären. Waren sie aber nicht. Der Bus hielt ungefähr 20 Gehminuten vom Stadion entfernt, es gab einen gepflasterten Fußweg auf dem es dann in Richtung Arena ging. Die Straße direkt daneben war zwar angelegt, aber nicht breit genug dass zwei Autos aneinander vorbei passten. Demnach mussten die Bus-Shuttles irgendwo vorher halten. Dennoch: Die Stimmung war weiter bestens, ukrainische Omis verkauften geröstete Maronen, Schals und T-Shirts. Karten gab es auch noch, wenn man denn wollte. Der Stadionvorplatz war immerhin zu Ende betoniert worden, auch Pflastersteine und Zaunlatten lagen keine mehr herum. Der Einlass ging unfassbar schnell, es gab eine breite Front an Toren, wir mussten nirgendwo lange stehen. Was für Namen auf den Tickets stehen, scheissegal. Hat eh keiner drauf geguckt. Auch Personen- und Taschenkontrollen waren so lässig, wie ich es zuletzt in der Niedersachsenliga erlebt habe. Da kannst Du alles mit rein nehmen, der Kroate hats ja auch hinreichend ausgenutzt. In den Blöcken selber setzte man auch auf Selbstreinigung der Kurve. Freie Platzwahl war das Stichwort. Nicht ein Ordner wollte noch mal sehen, ob wir im richtigen Block sind. Im Sektor (jede der vier Stadionseiten) war dann alles erlaubt. Deutschland hatte eine komplette Stirnseite als Block, die Dänen die gegenüberliegende Südwestecke. Ich hatte es ja auch mal hier gefragt, ob wir sicher im deutschen Block sitzen. Die Antwort war: Nein, tun wir nicht. Wir hatten einen neutralen Bereich, nicht mitten im deutschen Block, sondern eben an der Seite, wo auch Ukrainer und Dänen saßen. Aber alles entspannt. Interessant auch hier: Was passiert bei Risikospielen? Wie hätte die Uefa das gelöst? Das Bier im Stadion (0,5 % Alkoholgehalt - WTF?!) kostete umgerechnet 1,20 Euro, fertig abgepackte Baguettes ungefähr zwei Euro. Bratwurst schenkt der Ukrainer nicht aus. Schade.

Das Spiel - alles für diesen Moment

Das Rahmenprogramm vor dem Spiel war eine Katastrophe. Dauerbeschallung mit unerträglicher Musik, Mitmachspiele für das Publikum ("Wave Challenge", "Cheer Challenge") und eben diese Einlaufshow irgendwann, die aber auch nicht wirklich jemand braucht, der zum Fußball geht. Deutschland kam später als die Dänen zum Warmmachen, gesondert aufgefallen ist mir da nichts - geil war natürlich, dass mit Christian Stoll ein deutscher Stadionsprecher mit entsprechenden "Skills" mitreist und so also echt Stimmung aufkommt. Nicht auszudenken, wenn ein Ukrainer in gebrochenem Englisch da unsere Aufstellung verlesen hätte. Die Dänen hatten auch ihren eigenen Sprecher, gute Sitte - das sollte so bleiben. Zum Spiel selber brauche ich ja gar nicht so viel zu schreiben. Weiss nicht, ob bekannt war, dass Löw nach 20 Minuten bereits immer drei Spieler nacheinander in einer Kleingruppe zum Aufwärmen schickt. Ich wusste das nicht. Reus, Götze und Gündogan haben 10 Minuten Warm-up gemacht, sich dann hingesetzt. Dann kamen Klose, Kroos und Schürrle und schliesslich Höwedes, Mertesacker und Schmelzer. Bis zur Pause ging das so. Ansonsten musste ich wie schon 2011 gegen Italien im Februar als ich im Stadion war, feststellen, dass Mesut Özils Spielweise einfach nur beeindruckend ist. Diese Laufwege und Pässe finde ich einfach genial. Ich lese hier grundsätzlich nicht in den Spielthreads, weil ich die Spiele wo anders verfolge als vor dem Computer, aber ich hab so halb mitbekommen, dass Özil nicht gut wegkam gegen Dänemark. Zumindest aus dem Stadion kann ich das nicht teilen. Unglaublich, wie sehr die Mannschaft ihn sucht und wie unermüdlich er sich anbietet und Lösungen sucht. Wenn Özil zugestellt ist, oder mal noch tief im Abseits steht, nach einem Angriff, ist das Deutsche Spiel wie gelähmt. Und Özil sieht dabei noch so elegant aus. Ich hatte das gleiche Gefühl schon damals gegen Italien, Özil zu sehen, ist einfach toll. Ansonsten ist Khedira einfach ein extrem eleganter Spieler da vor der Abwehr. Stellt Schweinsteiger da eindeutig in den Schatten. Diese Physis und Präsenz, gerade wenn der Gegner zentral den Ball führt, Respekt.

Das 1:0 fiel auf der anderen Seite, der Ausgleich dann bei uns. Beides aber ohne nennenswerte Ereignisse. Im deutschen Sektor kristallisierte sich relativ schnell ein im wahrsten Sinne des Wortes tonangebender Bereich heraus, der von etwa 20-30 Lok-Leipzig-Fans gebildet wurde. Incl. Lok-Banner (nein, es war nicht das gesuchte rechtsradikale Plakat, davon habe ich nichts gesehen) haben die eigentlich fast alles angestimmt und die Kurve passte sich an. Auch der Dauergesang in der 2. Halbzeit ("Super Deutschland Olé") wurde von denen intoniert und bis Ende durchgehalten. Stark. Rauchtopf gabs ja auch einen, aber alles harmlos. Als uns dann Mitte der 2. Halbzeit klar wurde, dass ein dänisches Tor für uns das Aus bedeuten wurde, hat das die Kurve für mich zuerst mehr gelähmt als angetrieben. Gottseidank waren die Spieler nicht so nervös wie wir. Das 2:1 von Bender dann hat für alles entschädigt. Das Hotel, die Fahrt, die Strapazen. Das war der Moment. Ich glaube, ich hab noch nie so exzessiv gejubelt wie bei diesem Tor, da passte alles. Für diese Szene sind wir da hin gefahren und der Block ist explodiert. Es war einfach gigantisch. Szene schien vorbei, alle guckten auf den wegrutschenden Klose und dann kommt von rechts da dieser weiße Pfeil angeflogen und knallt das Ding in die lange Ecke. Der Rest war Jubel. "So gehen die Dänen, die Dänen die gehen so" auf den Rängen, war megalustig. Schade nur, dass die Mannschaft nur so kurz draußen geblieben ist, zur Welle. Aber gut, die haben noch einiges vor, das war nur der nächste Schritt. Stadion leerte sich schnell, Kjaer ist alleine in Shorts und Socken ausgelaufen, ich hab noch einen "Felix freut sich schon auf Dich, dudai, dudai"-Chant angestimmt, aber er hats wohl nicht gehört.

Zurück also aus dem Stadion, was wahrscheinlich für lange Zeit sein letztes großes Spiel erlebt hat. Irgendwie absurd, Karpaty wird dort vereinzelt spielen, aber nicht immer. Die Betriebskosten sind halt viel zu hoch. Dabei hat dieses kleine Teil mehr Charme als ich dachte. Auf Fotos dachte ich, das ist eben nicht anders als Rostock, Dresden oder Magdeburg, aber drinnen wars echt ganz nett. Auf dem besagten Fußweg mit Mini-Straße daneben brach derweil etwas Chaos aus, weil der Ukrainer sich wohl vorgestellt hatte, dass die Fußgänger-Fans auch auf diesem Fußweg bleiben und die Straße daneben eben frei bleibt. Klar, wenn 20.000 Leute auf unserer Seite der Arena zum Bus wollen. Unfug. Jedenfalls kamen die Busse und Autos nicht durch, weil überall Leute liefen. Kennt man ja auch aus Deutschland. Da rennt jeder, wo er will. Reiche Ukrainer und Funktionäre fanden das aber weniger witzig und haben dauergehupt, um vorbei zu kommen. Wir sind extra auf der Straße geblieben und zu viert nebeneinander gelaufen, seelenruhig. Jeder trägt so seinen Teil bei, um die Uefa zu ärgern. Auch auf der Rückfahrt haben die Lemberger alles auf die Straße gebracht, was als Bus taugt und so bekamen wir schnell eins der Shuttles zurück in die Stadt. Die Fanmeile hatte schon geschlossen, aber auf dem Marktplatz entlang der Bänke war noch einiges los. Aus nem Kiosk da noch mal zwei kühle Bier geholt (55 Cent die Dose) und niedergelassen. Diesmal war sich ein Kollege völlig sicher, dass öffentlich Bier trinken auf jeden Fall erlaubt sei. War es nicht, wie wir aber erst zurück in Deutschland erfuhren. Neben uns saßen andere deutsche Fans, ein Stück weiter einige Dänen. Es wurde geplaudert, sich locker unterhalten. Der Abend war wunderbar mild, bei immer noch 25 Grad. Es war einfach super-nett, total angenehme Atmosphäre. Mit dem Sieg so im Rücken, nen tollen Tag gehabt. Ukrainische Polizei marschierte vorbei, ließ uns aber in Ruhe. Die wissen, was sich gehört. Ist doch auch EM. Saßen da recht lange noch und haben den Abend ausklingen lassen. Denn das Hotel hatten wir alle nicht vergessen.

Häßlich war die Nacht

Zurück im Vlasta hatten wir alle nur ein Ziel: Die Dusche. Den ganzen Tag Bullenhitze, schön synthetische Trikots dabei getragen. Lecker. Also Schweiss und Müdigkeit selbst in diesem dreckigen Bad wenigstens etwas loswerden und sich frisch machen. Also die Dusche a...tropf, tropf, tropf. Unfassbar: Der Ukrainer hat das Wasser abgestellt. Alles tot, nichts ging mehr. Kein Wasser für uns. Weder aus dem Hahn, noch der Brause. Das war so ziemlich der einzige Tiefpunkt dieses Trips. Vier Kerle, versifft nach so einem Tag, ein dreckiges und miefiges Hotelzimmer, wenig Platz und keine Dusche. Die Stimmung hätte kippen können, aber gottseidank kenne ich meine drei Mitreisenden seit 5-6 Jahren, hab einige Roadtrips mit ihnen gemacht und wir haben auch das ausgestanden. Also wenigstens die drei Betten zusammen schieben, damit alle vier Platz ha...knack, Bettkante abgerissen. Ein Kollege wollte am Fußteil ziehen, plötzlich hat er es in der Hand, das Bett kippt ab und steht schräg im Raum. Unfassbar. Kaum hatten wir ein anderes Bett bewegt, fanden wir darunter den Dreck der Jahrtausende. Staub, Müll, Siff. Widerlich. Spätestens jetzt waren wir ausreichend provoziert. Gerüchten zur Folge hat einer dieser Typen, nennen wir ihn C. Opeland den einzigen Nachttisch vom Balkon aus dem neunten Stock gefeuert, während ein anderer Kollege (mangels einer Toilette) einfach am Fahrstuhl auf den Flur gepisst hat. Ich weiß, die Meisten wollen jetzt hier Strafanzeige gegen uns stellen und verurteilen so ein Verhalten. Ich normalerweise auch. Aber ich bitte, die mildernden Umstände zu berücksichtigen. Anyway, Riot Cope war irgendwann auch müde und so haben wir uns mit Deo eingeballert so gut es ging und versucht, in diesem Dreck zu schlafen. Unnötig zu erwähnen, dass die Tagesdecken über den Betten nur den Schmutz darunter versteckten und niemand von uns sich unter die Bettdecken gelegt hat. Mit Handtüchern und Deutschland-Fahnen zugedeckt und irgendwie versucht zu pennen.

Tag 3
Leben wie Gott in Lemberg

Um 5 Uhr weckte uns alle ein tosender Wasserfall. Wir alle: völlig irritiert, was zur Hölle war das denn. Mein Kumpel raffte sich auf ins Bad - das Wasser ging wieder. Wir hatten in der Nacht frustriert an allen Hähnen gedreht und sie offen gelassen. Um 5 Uhr schaltete der Ukrainer wieder das Wasser zu und plötzlich kam aus Wasserhahn und Dusche eben das aufgedrehte Wasser. Schlafen konnte keiner mehr, aber immerhin - man konnte ja duschen. Also aufgerafft, die Tagesdecken als Teppich quer im Zimmer verteilt, damit keiner in den Dreck treten musste und alle geduscht. Frühstück hatten wir eh nicht gebucht, also auschecken. Sachen zusammen und weg. Schlüssel haben wir da gelassen, nicht mal unten abgegeben. Absoluter Skandal, was da passiert ist. Ich hab wenig erwartet, klar war es die Ukraine - aber fliessend Wasser und eine Toilette sollte nicht zu viel verlangt sein. Weil wir so natürlich viel mehr Zeit hatten als gedacht, haben wir drüben das Stadion inspiziert. Der Hauch der UDSSR umwehte diese Betonschüssel, die sogar eine alte Motorradrennbahn statt einer Laufbahn um den Rasen hatte. Natürlich war da alles kaputt und im Arsch, aber wir sind über die alte Haupttribüne marschiert, haben uns einen Ball aus dem Auto geholt und ein paar Bälle auf dem Rasen geschlagen. Gehört eben auch dazu. Dann war Zeit für Abfahrt, die gottseidank entspannter war als die Anreise durch Lemberg. War ja noch früh, wenig los auf den Straßen. Frühstück besorgen wurde noch ein echtes Highlight: Station gemacht wurde an einem Supermarkt in Lemberg, aber schon außerhalb des Zentrums. Wir alle wollten noch unsere Ukrainischen Dollar (ich weiss bis heute nicht wie die Währung eigentlich heisst, sorry) loswerden. Ich hatte noch umgerechnet sieben Euro in ukrainischen Pfund dabei und habe dafür ungelogen folgendes gekauft: Zwei Kirschplunder, ein Puddingteilchen, zwei Sechserträger Actimel-Drinks, zwei Pizzastücke, zwei 10er-Packs Orbit Kaugummi, eine 0,5-Flasche Eistee, eine 1-Liter-Flasche Wasser, einen Wimpel von Karpaty Lwiw, eine ukrainische Autoflagge (das Geld wurde nicht alle...) und schliesslich aus lauter Verzweiflung eine Postkarte von Lemberg und eine Dose Red Bull. Ich habe noch Geld zurück bekommen. Wahnsinn.

Die Ausreise aus der Ukraine war entspannt, wir hatten den Respekt davor weitesgehend verloren und obwohl mehr los war, kamen wir in 30 Minuten durch. Sind sogar ausgestiegen und zu Fuß am Auto rumgelaufen, war alles kein Problem. Nicht mal der Kofferraum wurde kontrolliert, obwohl meine Kumpels Zigarettenstangen und Schnaps gekauft haben. War alles egal. Green Lane eben, Fußballfans. Die Rückfahrt ist schnell erzählt. Hörbücher waren jetzt trumpf, "Das erste Tor ist schon gefallen", Biographie von Marcel Reif, Serdar Somuncu, volles Programm. 1000 Kilometer haben wir abgerissen an einem Tag, zwei Pausen irgendwo in einem der Käffer entlang der ostpolnischen Landstraße und eine kurz hinter Breslau, wo es noch mal für acht Euro Hähnchenbrust in Sesamkruste mit Salat und einen Eiskaffee gab. Herrlich, dieser Osten. Ankunft in Leipzig war gegen 23.30, die Fahrer haben da echt eine tolle Leistung gezeigt. 3G gab es zwar aber der Grenze wieder, aber Spanien-Spiel so auf dem Handy zu schauen, konnte man knicken. Ich bin dann noch mit einem Kumpel die 2h nach Berlin hoch, vom ICC mit dem Nachtbus nach hause und war um 3.30 Uhr im Bett.

Fazit: Was überwiegt jetzt? Der Frust, dass die Uefa ein Turnier in ein Land vergibt, wo die Leute Auto fahren wir die Irren, es kein fliessend Wasser in Fan-Hotels gibt und die Straßen zu den Stadien nicht fertig sind? Oder muss man nicht viel mehr hervorheben, wie positiv und angenehm die Ukrainer waren, wie unglaublich schön die Atmosphäre in Lemberg war. Bei Menschen, die deutsche Fahnen schon mal in ganz anderem Zusammenhang erlebt haben, die aber dort mit Deutschen gefeiert haben. Auch das vermag Fußball und ich denke - so ist mein Fazit - das ist mir wichtiger. Natürlich ist es unglaublich, wie die Infrastruktur teilweise war. Aber ich hätte die Ukraine nie besucht, wenn dieses Turnier nicht wäre. Und ich habe nette und hilfsbereite Menschen kennengelernt, zudem die Schönheit Breslaus erlebt. Das bewahre ich mir eher als den Frust, über die Reisestrapazen. Das zählt einfach mehr.
Beitrag von Brödschen:
Liest sich bis jetzt einfach nur großartig und spannend. Ich hoffe doch, du hast auch einige Fotos gemacht.
Beitrag von STRIGGA:
Zitat:
Original geschrieben von Copeland:
Nach wenigen Kilometern in der Ukraine wurde uns klar, wo wir hier gelandet sind. Alle Klischees schienen zu stimmen. Schulkinder an einer Haltestelle erkannten das deutsche Auto mit deutscher Fahne am Dach, zeigten uns freundlich den Hitlergruß. Wenige Meter weiter weidete ein Pferd auf der Straße, einfach so.


Da musste ich laut lachen. :lol:

Insgesamt ein sehr schön geschriebener Reisebericht, der insbesondere die Stimmung, die im Spielort herrschte, wunderbar beschreibt. Ich freu mich auf den zweiten Teil.
Beitrag von GenNext:
Toller Bericht :) Freu mich schon auf den zweiten Teil!
Beitrag von Peter Neururer:
Superb! :thumbsup:
Beitrag von SashOne87:
Super Bericht! Ich liebe es einfach solche Reiseberichte zu lesen:thumbsup:
Freue mich schon auf Teil 2:) :)
Beitrag von IncredibleJ :
Liest sich wirklich super und bringt bei mir Erinnerungen an die WM 2006 hoch, wo ich auch mit wildfremden Menschen aus aller Herren Länder gefeiert habe. Freue mich auf den 2. Teil!
Beitrag von Mario Balotelli:
:lol: Großartige Story. Freue mich schon auf Part2 :)
Beitrag von Steve McQueen:
Da kann halt einfach jemand schreiben. :)
Beitrag von Blackmunk:
Kann mich nur anschließen, sehr schöner Bericht Lenny! :) Hab das jetzt ganz in Ruhe konzentriert gelesen und mir dabei immer die Bilder vor Augen ausgemalt, wie du mit der Polizei rumdiskutierst :D, die Holländer auf der Weichsel, die Krakauer Fanmeile, das Hotel (in dem Sowjet-Stadion da hatte doch glaube ich Dortmund damals Euro League gespielt oder? Dieses verrückte 4:3?), das kaputte Klo etc. Sehr fein geschrieben, da merkt man natürlich, dass du das professionell gelernt hast, auch mit den Zwischenüberschriften, dem abwechslungsreichen Stil etc.
"Der Pole" bzw. "Der Brite" ist dann natürlich alte Springer-Schule ("Der Pleite-Grieche") ;)

Respekt, dass ihr die Strecke echt mit dem Auto genommen habt statt zu fliegen (wobei das wahrscheinlich auch zu teuer geworden wäre, oder?). So habt ihr natürlich auch viel mehr gesehen und erlebt, gerade Krakau hätte ich nicht für so schön gehalten. In alter HS-Livereview-Manier hätte mich natürlich auch noch interessiert, was genau ihr gegessen habt in den Restaurants, aber gut :D
Verwertest du die Reise irgendwie auch noch in WK?

Freu mich auf Teil 2!
Beitrag von TheNatureBoy:
Toller Bericht! :) Freue mich schon auf Teil 2.
Beitrag von Copeland:
Teil 2 ist da.

Kurz zu den Fragen:

Das Stadion von Karpaty, war ein anderes. Da waren wir leider nicht. Fliegen wäre definitiv teurer gewesen ja, Lwiw wird aus Deutschland gar nicht angeflogen. Und extra für den Munk habe ich jetzt auch die Gerichte noch mal mit reingeschrieben, die es gab. Von dem Trip habe ich jetzt erstmal nur eine Karten-Story (ist in Welt Kompakt von heute) gemacht, weil die Ressortleiter unbedingt wissen wollten, wie das mit Schwarzmarkt und allem ist. Mehr ist nicht geplant, BILD hat genug eigene Leute da, für die WELT-Gruppe mache ich nicht mehr als nötig.

Nach Fotos wurde noch gefragt. Ich selber habe nicht fotografiert, wir haben viel mehr gefilmt. Hatten zwei Full-HD-Kompakt-Cams mit, da wir vier ja alle Sportjournalisten sind, und einer meiner Kumpels bei MDR arbeitet, ist da ein großer Wurf geplant. Haben fast 30h Material zusammen, was jetzt in der Sichtung ist. Mal sehen, wohin das führt. Kann aber gut sein, dass es noch Bewegtbilder geben wird.

Ansonsten Danke für die Blumen, aber ich glaube, hier macht ihr den User größer als die Leistung. Ich hab das wirklich nur im Notepad in einem Rutsch aus dem Kopf fix für euch runtergeschrieben, weil ich keinen enttäuschen wollte, was einen Bericht angeht. Sonderlich journalistisch ist da eigentlich herzlich wenig dran. ;)
Beitrag von Unregistriert:
Nimm es nicht persönlich, aber das liest sich wie eine Nachmittagssendung auf RTL... ;)

Aber definitiv gut (und amüsant) geschrieben. Schön, dass Du den nötigen Humor bei dieser Reise nicht verloren hast.
Beitrag von Don Jupp:
Sehr interessanter Bericht :thumbsup:

genau deswegen , bin ich da nicht hingefahren. Auch wenn mir der Bericht irgendwie ein bißchen so vorkommt , als seid ihr nicht richtig vorbereitet gewesen. Vor allem bei der Hotelwahl


Das mit den Straßen stimmt definitv. Kenne eine Gruppe Bayern Fans die mit dem Bus angereist sind. Die haben mir erzählt , der Busfahrer war nervlich am Ende als Sie endlich angekommen sind :D

Nunja aus dieser Sicht: Die EM beginnt jetzt erst richtig mit Danzig und Warschau :cool:
Beitrag von Copeland:
Doch, wir waren richtig vorbereitet. Die Hotelpreise fingen irgendwo bei 40 Euro an, gingen schnell rauf bis 800 Euro für die Hotels mit deutschem Standards. Die Preise sind an den Spieltagen explodiert, das war ja zu erwarten. Dieses Hotel kostete 80 Euro für das Zimmer. Hätte es fliessend Wasser und eine Toilette gegeben, hätte ich mich auch nicht beklagt. Was ich sagen will: Hotels, die deutschem Standard entsprechen, wären weitaus teurer und an diesem Abend nicht bezahlbar gewesen. Couchsurfing oder irgendwelche dubiosen Nächte bei Einheimischen fallen mit vier Kerlen aus, außerdem war uns das ehrlich gesagt auch zu gefährlich. Weiss man gar nicht, bei wem man da letztlich landet.

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