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[Rechtsfrage] Crazy Mitmieter: Lüftungswahn im Treppenhaus

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Beitrag von 2. Vorsitzende:
Eigentlich könnte es fast etwas für den Fun-Thread sein, aber neben den all den lustich-Smileys hat vielleicht auch jemand einen rettenden Paragraphen oder einen ultimativen Tipp für folgenden Sachverhalt parat:

In einem Haus mit 10 Wohnungen, von denen die Hälfte leerstehen, lebt in einer ein Mann (nennen wir ihn Mieter A), der Frettchen hält, was hin und wieder zu einer gewissen Geruchsbildung führt, was Mieter B dazu veranlasst, regelmäßig ein ca 40x40cm großes Fenster im Treppenhaus nicht nur zu öffnen, sondern oft darüberhinaus einfach aus den Angeln zu heben und wahlweise tagelang in seiner Wohnung zu verstecken oder in den Hof hinunterzuwerfen, so dass es kaputtgeht und tagelang repariert werden muss. Somit wäre schonmal ein Fenster im Treppenhaus permanent offen.
Zum anderen gibt es Mieterin C, die gerne mit ihrem Schäferhund im Hof Gassi geht, und dabei die Tür vom Treppenhaus zum Hof nicht nur während des Spaziergangs offen stehen lässt, sondern auch, wenn sie wieder drinnen ist. Und das locker 3-5x am Tag.
Ich muss nicht erwähnen, dass alle diese genannten Mieter tagsüber zuhause sind, anscheinend keiner geregelten Tätigkeit nachgehen und daher ihre Nebenkosten vermutlich vom Amt übernommen werden..
Jedenfalls herrscht natürlich durch diese permanente Dauerbelüftung (auch die Hauseingangstür steht oft sperrangelweit offen) natürlich im Treppenhaus so ziemlich das gleiche Klima wie draußen. Bei 25°C und Sonnenschein kann mir das herzlich egal sein, bei Temperaturen um die Frostgrenze oder niedriger entstehen natürlich enorme Heizwärmeverluste für alle Mieter durch die Wohnungstüren und Treppenhausangrenzenden Wände.
Die Hausverwaltung sagt "Da können wir nichts machen", und fühlt sich nicht zuständig.
Ich heize 2 angrenzende leerstehende Wohnungen sowie das Treppenhaus mit und meine Nebenkostennachzahlung liegt höher als eine Monatsmiete!
Abgesehen davon alle Mitmieter in die geschlossene Abteilung einer psychatrischen Einrichtung einweisen zu lassen... Welche Rechte stehen mir als Mieter zu?
Nebenbei: Auch wenn es so klingt, das ist kein sozieler Wohnungsbau hier, sondern eigentlich gute Wohngegend mit Maklerkaution und gehobener Ausstattung...
Beitrag von Andy B. Rocha:
Ich nehme an, dass du schon das Gespräch mit den Mitmietern gesucht hast, oder?
Beitrag von Peter Zwegat:
Ähm, die Story mit dem ausgehebelten Flurfenster hatten wir doch schon mal von dir oder nicht? Kommt mir sehr bekannt vor.
Beitrag von Andy B. Rocha:
Zitat:
Original geschrieben von Peter Zwegat:
Ähm, die Story mit dem ausgehebelten Flurfenster hatten wir doch schon mal von dir oder nicht? Kommt mir sehr bekannt vor.



Wobei man das (denke ich) schon als Diebstahl mit Eigentumsbeschädigung zur Anzeige bringen könnte.
Beitrag von Copeland:
Die List wird immer verdorbener, früher war das mal eine anständige Gegend. Interessantes Szenario irgendwie. Möchte zunächst eine Nachfrage stellen: Wie gelingt es dem Mieter B, ein derartiges Fenster eigenmächtig auszubauen und dort aus dem Haus zu werfen? Müsste nicht alleine das A) die Hausverwaltung alarmieren und B) Gegenstand polizeilicher Ermittlungen sein? Sachbeschädigung ist das doch mindestens?
Beitrag von 2. Vorsitzende:
Ja, kann sein, dass das mal öfter kam.. ist ja auch seit 2 Jahren ein Dauerphänomen.
Der einzige, der mit einem spricht, ist der mit den Frettchen. Der ist geistig leicht behindert/zurückgeblieben, aber im Grunde recht nett, aber eben auch nicht der, der da ständig die Türen und Fenster aufmacht.
Mit Mieter B lässt sich nicht reden, zum einen, weil er meist alkoholisiert ist, zum anderen, weil er Mieter A bereits diverse kleine Nettigkeiten wie nachts permanent an die Tür klopfen oder Wohnungstür mit dem Feuerzeug ankokeln zukommen lassen hat. Er ist so'n Fan kleiner Privatkriege unter Nachbarn, und darauf hab ich eigentlich keine Lust.
Mieterin C ist lt. eigener Aussage "aus psychischen Gründen beruflich beurlaubt" (seit 2 Jahren übrigens..), meidet Begegnungen im Treppenhaus (wenn sie Schritte auf der Treppe hört, geht sie schnell zurück in ihre Wohnung, etc), und sieht auch kein Problem in ihrem Tun, wenn man sie denn mal drauf anspricht.
@Cope: Die Hausverwaltung schickt nur resigniert den Hausmeister, der das Fenster flickt und macht ansonsten gar nichts. Es lief bereits seit Jahren eine erfolglose Räumungsklage gegen Mieter B. Da noch die Polizei zu rufen oder eine Diebstahlsanzeige zu schreiben, scheint aus deren Sicht ein auswegloses Unterfangen nach dem Motto "bringt doch alles nix".
Beitrag von lool:
Ohne Rechtswissen und als Ottonormalmieter einer ebensolchen Wohnung würde ich wie folgt vorgehen:

1. Mieter freundlich ansprechen/anschreiben und dein durch deren Verhalten verursachtes Problem darstellen.
Bei Nichtänderung des Verhaltens...
2. Mieter anschreiben und auf Hausordnung und Mieterordnung verweisen, gegebenenfalls rechtliche Schritte androhen.
3. Hausverwaltung kontaktieren -> schon geschenen, also
4. Vermieter kontaktieren und Problem schildern
passiert nichts...
5. vllt. eine Kaltmietkürzung aushandeln bzw.
6. Mieterschutzbund einschalten


Die Frage ist ja auch: Wie weit würdest du gehen? Bis hin zum Rechtsstreit mit dem Vermieter, wenn der nichts unternimmt?
Beitrag von Das Spiel:
@ Vorsitzende: Auch wenn du einen "rettenden §" möchtest, mache ich das ganze aus Bequemlichkeit jetzt mal ohne genaue §§. Diese sind nämlich auf jeder Miertschutzseite leicht herauszufinden.

Durch das Fehlverhalten der Mitmieter steigen deine Heizkosten in die Höhe, sodass von üblichen Heizkosten nicht gesprochen werden kann. Du hast also einen Schaden. Damit stehen dir also schon gegen die Mitmieter delitksrechtliche Schadensersatzansprüche zu. Sinniger ist es aber, sich an den (vermögenden) Vermieter zu wenden. Der Vermieter ist durch den Mietvertrag verpflichtet, dir den vetragsgemäßen (bzw. üblichen) Gebrauch deiner Mietsache (also der Wohnung) zu erhalten. Dazu gehört auch, dass er dich vor den Mitmietern, mit denen er ebenfalls Verträge abschloss, schützt. Andernfalls stehen dir schuldrechtliche Ansprüche wie Schadensersatz nach § 280, 241 BGB zu. Weiterhin kann dies ein erheblicher Sachmangel sein, der dich nach §§ 535ff BGB berechtigt zu Schadensersatz, Mietminderung und sogar zur Kündigung. Üblich ist bei solchen Beeinträchtigungen die Mietminderung. Ganz wichtig ist, dass du dem Vermieter klar machst, dass du diesen Mangel nicht hinnehmen möchtest. Wenn man vorbehaltlos Miete weiterzahlt, können die oben aufgezählten Rechte ausgeschlossen werden. Daher würde ich an deiner Stelle dem Vermieter schreiben, inwiefern du durch das Fehlverhalten der Mitmieter beeinträchtigt bist, dass er aufgrund seiner vertraglichen Pflichten zu einer Beseitigung dieser Beeinträchtigung verpflichtet ist und (ganz wichtig), dass du ihm eine Frist zur Beseitigung setzt und die Miete nur unter Vorbehalt weiterzahlen wirst. Wenn eine Beseitigung ausbleibt, würde ich die Miete mindern.

Kleiner Tipp noch: Der Eintritt in einen Mieterschutzbund mit darin enthaltener anwaltlicher Hilfe lohnt sich bei einem problematischen Vermieter und Mitmiertkreis eigentlich immer. Sind nur ein paar Euro, aber der letztendliche Schutz überwiegt meist.
Beitrag von Prisoner:
Ich kenne da eine Sprache, die versteht jeder und vor allem schafft sie gegen fast alles Abhilfe :rolleyes: Vielleicht hast du ein paar nette männliche Familienmitglieder oder Freunde, die mal mit denen "sprechen" könnten. Bisher hat es immer geholfen. Ich möchte natürlich niemanden zu körperlicher Gewalt anstiften, war nur so'n Gedanke :p
Beitrag von Jesse:
Neben den von Das Spiel genannten Ansprüchen, käme auch noch ein unmittelbarer Unterlassungsanspruch gegen die Nachbarn in Betracht. D.h. du könntest unmittelbar gewisse dich schädigende Handlungen gerichtlich verbieten lassen. Da es aber ja hauptsächlich um einen finanziellen Schaden geht, würde ich auch den Weg über den Vermieter mit Ziel einer Mietminderung als effektiver ansehen.

Dazu psychisch kranke alleinlebende Frauen mit Schlägertrupps zu behelligen kann ich hingegen nur abraten. ;)
Beitrag von Copeland:
...und die armen Frettchen erst! ;)
Beitrag von Berlin Brawler:
Du hast Probleme, bei uns ist im Treppenhaus seit 3 Jahren ein Fenster kaputt, es regnet und schneit rein und glaubst du da kümmert sich jemand drum? ;)
Beitrag von Birdman:
Versteck doch einfach einen Air Wick Lufterfrischer öder ähnliches Konkurrenzprodukt im Treppenhaus. dann stinkt es niemand mehr. Alternativ befestige das Fenster unbeweglich in der Verankerung. Oder Du wirst einfach die Wiesel los...
Der Frau mit Hund hängst ein "Bitte Türe schließen!"-Schild an entsprechenden Ausgang oder hetzt ihr den Tierschutzverein auf den Hals, weil sie nur im Hof Gassi geht.
Beitrag von Andy B. Rocha:
Naja... es wird auf jeden Fall was geben, was du auch tun kannst. Es wird aber wohl (leider) über den harten Weg der Justiz gehen müssen. Wäre ganz gut wenn du dir einen Anwalt deines Vertrauens aufsuchen und mit ihm die genauen Schritte besprechen würdest. Ich hoffe mal, dass du eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hast...
Beitrag von 2. Vorsitzende:
Vielen Dank, vor allem an Das Spiel und Jesse für die Ausführungen, sowas hatte ich mir erhofft.
Von den Schlägertrupps mache ich vielleicht in meiner Phantasie gebrauch, aber im realen Leben verhalten wir uns doch zivilisiert, man will ja mit gutem Beispiel vorangehen.
@Brawler: Ich nehme an, dass Du dich auch nicht gekümmert hast, also wo soll's herkommen?
Ich habe bereits einen Aushang im Treppenhaus gemacht, lediglich mit der Bitte, die Türen und Fenster nach Möglichkeit geschlossen zu halten mit dem Hinweis auf die Wärmeverluste und damit verbundenen Kosten, der lag am nächsten Tag zerknüllt neben der offenen Tür zum Hof.
Eine Rechtschutzversicherung gibts, allerdings bin ich immer froh wenn man es nicht bis zum Gericht kommen lassen muss.

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