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Präsidentschaftswahl in den USA 2020 / US-Wahl #3

A N Z E I G E

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Beitrag von Griese:
Der Dienstag nach dem ersten Montag im November ist traditionell Wahltag in den USA. So auch dieses Jahr.

Mit den ersten Hochrechnungen/Prognosen ist in der Regel am frühen Mittwoch unserer Zeit zu rechnen. Allerdings könnte es sich durch die hohe Anzahl an Briefwahlen verzögern oder nicht aussagekräftig werden.

Gewählt werden die Wahlleute des Wahlkollegiums (Electoral College), das 41 Tage nach der Wahl, also im Dezember 2020, den Präsidenten und Vizepräsidenten bestimmt.

Bereits im Vorfeld nahmen ca. 94 Mio. Bürger ihr Recht auf "early Voting" wahr. Das entspricht knapp 68% der gesamten Wahlbeteiligung von 2016.

Neben dem aktuellen Präsidenten Donald Trump und dem Kandidaten der Demokraten Joe Biden, stehen auch weitere Kandidaten zur Wahl:

- Howie Hawkins für die Green Party
- Jo Jorgensen für die Libertarian Party

Für die Umfrage: was denkt ihr, wer gewinnt die Wahl?

Wie würdet ihr Wählen, wenn ihr US Wahlrecht hättet?
Beitrag von Beast:
Meine Wahl ginge als Wahlberechtigter jedenfalls nicht an den Wannabe-Diktator, in einem Swing States somit wohl Biden. In einem sicheren Blue State käme es drauf an, was am ehesten wirkt als "wir werden nicht repräsentiert".

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Was man bisher im Prinzip seit Jahren befürchtet, da er schon vor/während/nach der 2016er Wahl die demokratischen Ergebnisse nicht gänzlich akzeptieren wollte, scheint sich immer weiter herauszukristallisieren (auch die neuesten Aussagen von Trump selbst und Berichte über die Wahl betonen diese Möglichkeit ja immer stärker... etwas, das man sich nach 2016 dachte und für 2020 befürchtete und dann mal abwartete und hoffte, dass er bis dahin zurücktritt, gezähmigt wird oder gar eh eine Katastrophe lostritt, die alle Regeln ignoriert):

Trump wird wohl die Wahl für sich beanspruchen, speziell am Wahlabend, wenn er durch die kleine Zahl an ausgewerteten bzw. eingespeisten Briefwahlergebnissen im ersten Moment vorne zu liegen scheint. Das könnte auch kein kleiner Vorsprung sein, der ihm hilft. Erst später wird es dann wohl stark umschwingen. Man muss also schon hoffen, dass selbst diese frühen Zahlen nicht pro-Trump erscheinen, ansonsten wird Trump seinen Plan umsetzen. Wie auch schon bisher kümmert er sich nicht um Gepfolgenheiten, nicht-fixe Gesetze und fixe Gesetze.

Es ist daher sogar erwartbar mittlerweile, dass er genau das tun wird, wenn die Zahlen passen (und wofür er jedes unlautbare Mittel bereits genutzt hat... von Richtern über Wahlmodusbeeinflussung der einzelnen Staaten und Regionen und generelle Möglichkeit, dass Nazi-Milizen wie die Proud Boys die Wahlbeteiligung direkt am Lokal eher mindern).

Wenn Wahlbeobachter dieselben Standards anwenden würden wie in einem kleineren/schwächeren/u.ä. Land, dann wäre das Urteil über deren demokratische Wahl mehr als nur "fragwürdig". Es muss also eine geballte Wählerschaft all diesen Kräften trotzen, und in solch Mengen abstimmen, dass man Trump aushebelt.

Ideal am Wahltag, wo wir ein Ergebnis mind. brauchen, bei dem Trump nicht klar führt, dann definitiv in der nächsten Zeit wo noch genügend Menschen auf diese Sache gucken und wenn es mittels Gericht und einigen Tagen Auszählung bestimmter Staaten noch länger dauert, dann muss es so entscheidend sein, dass selbst ein möglicherweise korruptes höchstes Gericht Bidens Sieg akzeptieren muss.

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Es ist für Internationale das Hoffen auf das geringere Übel, je nach Priosetzung. Grad im Bereicht Klimawandel, Covid-Bekämpfung und rechtsextremer Mobilisierung weltweit wäre eine Ablösung sehr wichtig, denn die USA prägt nach wie vor die ganze Welt am stärksten. Und das sind nur drei große Gründe der vielzähligen warum diese Wahl für jeden von Bedeutung sein sollte. Auch wenn man sie nicht beeinflussen kann.
Beitrag von Daniel Thioune:
Ich bin froh, dass ich das nicht zu wählen habe, glaube aber irgendwie daran, dass Trump das Ding gewinnt. Gestern noch mit meiner US-Verwandschaft dazu geschrieben und die hoffen alle, dass der Trump-Wahnsinn am Dienstag ein Ende nimmt.
Beitrag von Sonnenwirt:
Ich würde Biden wählen, glaube aber dass sich Trump irgendwie zum Sieg schleicht.
Beitrag von Nachtfuchs:
Zitat:
Original geschrieben von Griese:
Wie würdet ihr wählen, wenn ihr US-Wahlrecht hättet?

Eindeutige Sache. Wenn die Frage lauten würde, wer wohl eher die Wahl gewinnen wird, wäre das meiner Meinung nach schon etwas komplizierter.
Beitrag von Mr. RKO:
Zitat:
Original geschrieben von Nachtfuchs:
Eindeutige Sache. Wenn die Frage lauten würde, wer wohl eher die Wahl gewinnen wird, wäre das meiner Meinung nach schon etwas komplizierter.


So lautet doch aber die Umfrage, oder? Etwas verwirrend mit dem Einleitungstext dann zwar, aber "Wer wird gewinnen?" ist nun wirklich die interessantere Frage als "Wer soll gewinnen?". :D
Beitrag von Brahma Bull :
Würde natürlich Präsident Trump wählen.
Denke aber, dass es leider anders kommen wird.
Beitrag von Skyclad:
Ich würde 100 % Biden wählen, auch wenn ich ihm von ihm und den Establishment-Republikanern alles andere als überzeugt bin. Trump gleich drei Dinge auf einmal - unglaublich peinlich, eine internationale Katastrophe und lernimmun obendrauf.

Den Umfragen zufolge liegt Biden auch vorne und ich hoffe auf einen klaren Sieg mit 320+ Wahlmännern, dann ist der Käse gegessen. Gewinnt er Florida oder Texas, kann man davon ausgehen.

Leider traue ich den Umfragen nicht. Gewinnt Trump Florida, Iowa und Ohio, wird es eng.
Ist Florida an sich eng, erwartet uns möglicherweise eine Wiederholung der Posse anno 2000.

Worst case wäre, dass Trump sich frühzeitig vor der vollständigen Auszählung zum Wahlsieger erklärt und dann bei Korrektur seiner Erklärung und der Verkündung des echten Ergebnisses mal eben seine Kumpel, die gefährliche Melange aus Rassisten, Milizen und Fundamentalisten, zum Protest aufruft.

Mich würde also ein Szenario nicht überraschen, in dem Biden gewinnt, aber Trump mit "legalen" Mitteln einfach im Amt bleibt. Da wäre ein "klarer" und "eindeutiger" Trump-Sieg schon besser. Wobei die Republikaner mit gerrymandering, voter suppression und gezielter Erschwerung der Wahl für Minderheiten schon dafür gesorgt haben, dass diese Wahl an sich schon nicht fair sein kann.
Würde die UN nur mal die US-Wahlen untersuchen - und zwar schon im Vorfeld!
Beitrag von Beast:
Zitat:
Original geschrieben von Mr. RKO:
So lautet doch aber die Umfrage, oder? Etwas verwirrend mit dem Einleitungstext dann zwar, aber "Wer wird gewinnen?" ist nun wirklich die interessantere Frage als "Wer soll gewinnen?". :D


Jupp, es stehen zwei Formulierungen im Raum.
Beitrag von Berlin Brawler:
Stimmt, wollte eingangs auch fragen, wie realistisch die Option "andere" ist. Dann las ich die letzte Frage im Beitrag.

Ansonsten - würde ich in Swing States oder roten Staaten leben, würde ich wohl zu bei Biden mein Kreuz machen. In sicheren blauen Staaten dagegen eher schauen, ob nicht doch noch ein interessanter Einzelkandidat wählbar ist. Bei der Green Party habe ich wenig substantielles, da müsste ich mich näher mit befassen. Ist ja nicht die gleiche wie hier.
Beitrag von Griese:
Ich habe es mal im Ausgangsposting klar gestellt.
Beitrag von Legendk!ller:
Nach wie vor deutet sehr viel auf ein Komplett-Fiasko für die Republikaner am morgigen Tag hin: Präsidentschaft weg, Senatsmehrheit weg, Mehrheit im House nicht erreichbar. Die beiden TV-Duelle von Trump/Biden und auch das zwischen Pence/Harris scheinen so gut wie keinen Einfluss zugunsten der Republikaner gehabt zu haben - im Gegenteil: Während Biden nach wie vor einen einigermaßen komfortablen Vorsprung in Florida und vor allem in Pennsylvania zu haben scheint, entwickelt sich seit gut einer Woche ausgerechnet Texas durchaus überraschend zu einem echten Battleground. Trump gehen langsam aber sicher auch die letzten Optionen aus.

Im Übrigen bewegen wir uns mittlerweile bereits über dem 2016er polling error. Heißt konkret: Selbst unter Einberechnung des exakten polling errors von vor vier Jahren kommt Biden auf komfortable 335 electoral votes.
Beitrag von Skyclad:
Welche swing states sind denn außerhalb des Fehlerbereichs?

In Florida hat Biden beispielsweise knapp 2 % Vorsprung (er hatte schon mal 3), und Florida liegt deshalb eindeutig noch im Fehlerbereich.
Texas wäre schön, kann ich mir aber leider immer noch nicht vorstellen.

Und dann kann es ja sein, dass viele in Umfragen nicht persönlich zugeben wollen, Trump zu wählen, es dann aber insgeheim dennoch tun.

Nicht falsch verstehen - ein Ergebnis mit 335 Votes wäre ein Traumergebnis. Aber ich habe da so meine Zweifel, dass es so deutlich wird.
Beitrag von Beast:
Der texanische Supreme Court hat eine republikanische Beschwerde, mit derer über 100000 Briefwahlen ungültig erklärt worden wären, abgelehnt. Und das, obwohl der Tex Supreme Court vollständig aus Republikanern besteht.

(https://twitter.com/chuck...2104704/photo/1)

Es ging um Wahlstationen, an die man mit dem Auto fahren kann zum Wählen.

Es wird wohl noch so einige zusätzliche Aktionen geben, denn es gab ab ja die letzten Wochen und planerisch Monate schon viele Bestrebungen bestimmte Briefwahlen zu (il)legitimisieren: von abgeschlossenen, abgebauten Abgabestationen über fake Stationen, um Stimmen zu vernichten bis hin zu regional existierenden unterschiedlichen Auswertungsregularien, sogar soweit, dass in manchen Bereichen wohl versucht wird Briefwahlen, die trotz Poststempel frühestens am Wahltag ankommen, abzulehnen oder abseits der Ausnutzung von Frist-Thematiken gewisse Formfehler hier und da stärker/schwächer zu bewerten.
Beitrag von Legendk!ller:
Zitat:
Original geschrieben von Skyclad:
Welche swing states sind denn außerhalb des Fehlerbereichs?



Unter Einberechnung des 2016er-Fehlerbereichs sehen die Analysten von FiveThirtyEight und die der NY Times von den aktuellen 19 Battlegrounds 5 bei Trump (Iowa [Vorsprung: 5.9%], Maine2 [7.3%], North Carolina [2.0%], Ohio [7.0%], Texas [1.5%]) und 14 bei Biden (Colorado, Florida, Georgia, Maine, Michigan, Minnesota, Nebraska2, Nevada, New Hampshire, New Mexico, Pennsylvania, Virginia, Wisconsin). Von diesen 14 "Biden-Staaten" sind - wie gesagt: bereits unter Einberechnung des 2016er-Fehlerbereiches - Florida [Vorsprung: 0.4%], Georgia [0.5%] und Pennsylvania [0.7%] am knappsten.

Ohne die 19 Battlegrounds besagt die Vorhersage 185 Biden, 122 Trump. Wenn ich von den Battlegrounds die Staaten mit mehr als 5% Vorsprung nach Einberechnung des Fehlerbereiches hinzurechne, steht das Verhältnis bei 222:147 zugunsten von Biden. Zusätzlich mit den Staaten mit mehr als 3% Vorsprung: 249:150 Biden.

249:150 heißt: Sieben offene Staaten (Arizona, Florida, Georgia, North Carolina, Pennsylvania, Texas, Wisconsin). Biden würden davon Arizona [aktueller Vorsprung laut Umfragen: 3.1%] und Wisconsin [8.6%] schon reichen für genau 270 Wahlmänner, während Trump zwingend Texas UND Florida UND Pennsylvania gewinnen muss. Und dass, obwohl Trump in diesem Modell obendrein auch die aktuell knappsten Staaten Iowa und Ohio beide erhält.

Und ein kleines Schmankerl noch bezüglich des letzten von mir skizzierten Szenarios: Gewinnt Biden Pennsylvania, verliert aber alle anderen 6 Staaten, steht es 269-269 :D

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