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[Atomkraft] Die Zeche - oder die Suche nach dem Endlager für Strahlungsabfall

A N Z E I G E

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A N Z E I G E

    

Beitrag von Berlin Brawler:
Die geologische Karte zur Endlagersuche

Eine der spannenden Fragen dieser Zeit in unserer Republik ist auch die Suche nach einem Lagerplatz, der den in Deutschland produzierten Atommüll für mehr als hunderttausend Jahre sicher! aufnehmen kann.

Es bringt sicher nichts, darauf hinzuweisen, daß man sicher nicht für eine solche Zeitspanne endgültige Sicherheit garantieren kann.
Es hat ja auch nichts gebracht jahrzehntelang darauf hinzuweisen, daß man mit dieser Energienutzung diesen Müll produziert ohne Lösungen zu haben.
Auch wenn es sicher hilfreich wäre von den Ländern und Politiker*innen, welche immer noch oder aufgrund der niedrigen CO2 Emissionen auf Atomkraft setzen (wollen), erst einmal eine Lösung für den entstehenden Müll einzufordern.


Nun gut, es geht um die oben verlinkte Deutschlandkarte. Ein großer Teil von Deutschland wäre damit tauglich nach Expertenmeinungen.
Und ... große Überraschung ... der Salzstock Gorleben ist nicht geeignet. Die Winter im Wendland waren nicht vergebens :)

Hier mal einige Artikel zum Theme (nur die Links)
https://www.swr.de/wissen...dlager-100.html
https://www.spiegel.de/wi...cf-1bc5392aa4af
https://www.tagesschau.de...rsuche-103.html

Dazu die "offizielle" Seite der Bundesgesellschaft zur Endlagersuche

Und für Interessierte Menschen auch die Seite derer, die sich seit Jahren gegen diesen Strahlenmüll einsetzen:
https://www.ausgestrahlt.de/



Dazu gibt es schon länger Stimmen die gegen die Lagerung des Strahlenmülls in Ihren Bundesländern sind. Vor allem Bayern ist da lauter Vorreiter, die Koalition hat das ja sogar in den Koalitionsvertrag geschrieben.
Ich frage mich aber dennoch: Warum ist für die nur der Müll das Problem und die Atomkraftwerke selber waren willkommen?
Sollte man nicht annehmen, daß sie zumindest ihren Müll selber wegmachen?


Aber mal ehrlich gefragt:
Was ist für Euch eine sichere Lagerung?
Würdet Ihr bei einer wissenschaftlichen Studie auch ein Endlager in Eurer Nähe akzeptieren?
Beitrag von Sonnenwirt:
Was ich mich frage: Warum schießt man es nicht einfach ins All und lässt es dort wie ein Satellit seine Runden drehen?
Beitrag von Wichard:
Zitat:
Original geschrieben von Sonnenwirt:
Was ich mich frage: Warum schießt man es nicht einfach ins All und lässt es dort wie ein Satellit seine Runden drehen?



Weil
1) Raketen bei einem Start auch mal explodieren und sich dann der radioaktive Staub über die ganze Welt verteilt
2) Wir inzwischen soviel hochradioaktiven Müll angehäuft haben, dass wir um Größenordnungen nicht genügend Raketenstart hinbekommen können (Tausende!).
3) Atommüll muss nach internationalen Verträgen im Inland endgelagert werden.
Beitrag von Berlin Brawler:
Wenn das Problem damit im wahrsten Sinne des Wortes aus der Welt wäre, wäre ich hier bei dir.
Aber was macht man, wenn dann die Rakete nach dem Start explodiert? Oder wenn der Satellit irgendwann doch wieder in die Athmosphäre eintritt? Es wäre ja auch etwas größer als der standardsatellit.
Beitrag von bdbjorn:
Zitat:
Original geschrieben von Berlin Brawler:

Was ist für Euch eine sichere Lagerung?
Würdet Ihr bei einer wissenschaftlichen Studie auch ein Endlager in Eurer Nähe akzeptieren?



Punkt 1: Es ist aus meiner Sicht alles sicher, was Fachleute als sicher einstufen. Wenn mit eine Gruppe von Fachleuten glaubhaft darstellt, warum ein Endlager in meiner Gegend geeignet ist, den ganzen Müll aufzunehmen, akzeptiere ich dies als sicheres Endlager.

Punkt 2: Mittlerweile bin ich bei dem Punkt, dass ich unter den bei 1 genannten Gesichtspunkten sogar dafür plädieren würde, den Atommüll aufzunehmen. Wir haben uns durch schlechte und ungeplante Politik in diese missliche Situation gebracht und kommen da nur raus, wenn irgendjemand mutig nach vorne tritt. Sofern die unter Punkt 1 genannten Punkte erfüllt sind, würde ich mich sogar aktiv dafür einsetzen, das möglichst schnell geregelt zu bekommen. Der Atommüll sollte dann als Mahnmahl dafür dienen, wenn bei der Energiepolitik nur auf kurzfristig geplante Gewinne und nicht auf die langfristigen Probleme geachtet wird.
Beitrag von fingerinpo:
Nicht vergessen, wir haben schon Unmengen Weltraumschrott im All und auch Satelliten können durchaus kollidieren, also auch der Atommüll, in was auch immer der da rumfliegen soll. Aber reicht ja auch etwas in der Größe eines Schraubenziehers für gravierende Reaktionen. Wobei mir jetzt chemische Kenntnisse fehlen was passiert, wenn so ein "Behälter" in der Atmosphäre verglüht.
Aber aus den Augen, aus dem Sinn ist selten ein guter Ansatz :D

Abgesehen davon, dass dies nur Deutschland Billionen kosten würde.

Wird aber noch ein "Spaß", den keiner wird diesen Müll in seiner Nähe haben wollen.
Beitrag von LordGangrel:
Das Thema wird uns ja noch 15 Jahre begleiten - bis es mal eine Entscheidung gibt.

Ich gehe davon aus, dass wohl die wenigstens Menschen das bei sich haben wollen - es wird aber sicher auch ein paar geben, die damit kein Problem haben.
Wo auch immer es dann passieren wird, wobei ich sagen muss, dass ich nicht weiß, in welchem Rahmen und in welchem Ausmaß das alles umgesetzt wird: Man müsste sich im Extremfall darauf vorbereiten, massive Umsiedlungen von Bürgern und Firmen umzusetzen. In einem gewissen Umkreis sollte man jedem Bürger und jeder Firma sehr großzügige Finanzmittel zur Verfügung stellen, wenn diese den Bereich verlassen wollen. Und da sollten dann alle anderen Bundesländer für zahlen, die nicht betroffen sind.
Beitrag von Kir Royal:
Also ich hab mal grundsätzlich bei den Wissenschaftlern schon bedenken: Für Gorleben gab es früher ja auch genug Studien, dass das ein sicheres Endlager ist.

Was allgemein wichtig wäre: Dass man betroffene Anwohner egal in welcher Region großzügig entschädigt, sollte irgendwo mal in Deutschland ein Standort gefunden werden. Denn die Anwohner können ja wirklich nichts dafür, wenn in der Nähe dann das Endlager gebaut werden sollte.

Und ganz allgemein hätte man sich nie auf die Atomkraft einlassen sollen: Der Müll strahlt noch "eine Million Jahre". Vor einer Million Jahre gab es nicht mal Menschen. Für solche Zeiträume kann doch niemand noch irgendeine Vorhersage machen ...

Haben uns die CDU / CSU, SPD und FDP Politiker mal wieder schön in die Schei*e geritten ...

Edit: Und vielleicht wäre es sinnvoll, den Müll auf mehrere Standorte zu verteilen. Nicht nur politisch, sondern auch, um das Risiko zu verringern, dass man in 50 Jahren wieder ein komplettes Endlager umlagern muss.
Beitrag von Sonnenwirt:
Mal die Frage an euch: Ihr sprecht hier von verfehlter Politik, aber wie hättet ihr denn den steigenden Energiebedarf sichergestellt?
Beitrag von LordGangrel:
Zitat:
Original geschrieben von Sonnenwirt:
Mal die Frage an euch: Ihr sprecht hier von verfehlter Politik, aber wie hättet ihr denn den steigenden Energiebedarf sichergestellt?



Da man mit Wind und Solar noch nicht weit war, wäre es wohl Kohle geworden. Auch keine tolle Lösung. Die Entscheidungen von damals hatten andere Grundlagen als heute.
Beitrag von bdbjorn:
Zitat:
Original geschrieben von Sonnenwirt:
Mal die Frage an euch: Ihr sprecht hier von verfehlter Politik, aber wie hättet ihr denn den steigenden Energiebedarf sichergestellt?



Es geht glaube ich nicht um den Energiebedarf, sondern das Problem besteht doch seit jeher in der Frage der Sicherung des Atommülls. Der Vorwurf, den sich die Politiker der damaligen Zeit sicherlich gefallen lassen müssen, ist die Naivität, dass sich das Problem ja schon irgendwie lösen werde. Hier hätte man klar sagen müssen: Wenn Unternehmen Atomkraftwreke brauchen, müssen sie auch für die Entsorgung der "Überreste" aufkommen. Diese klaren Regeln haben gefehlt und uns in diese aktuelle Lage gebracht, die für Konflikte sorgt und gleichzeitig haufenweise Geld verschlingt. Die Alternative, wie LordGangrel schon schreibt, wäre dann wahrscheinlich mehr Kohle gewesen. Aber da sollte man auch die anderen Grundlagen zu heute im Blick haben. Insofern ist es aus meiner Sicht kein Fehler, Atomkraft damals für richtig gehalten zu haben. Aber der Vorwurf des inkonsequenten Umgangs mit dem Müll ist berechtigt.
Beitrag von Berlin Brawler:
Traurig ist vor allem die Tatsache, daß viele Unternehmen gar nicht in die Atomkraft wollten und dann noch massiv subventioniert wurden...

Ja, damals hätte man sich diese Gedanken machen sollen, aber zu der Zeit war Umweltbewusstsein noch sehr wenig verbreitet. Verbleite Benziner ohne Kat, keine Mülltrennung, Smog jeden Winter.... So halt die Zeit, wo die Ehefrau nur mit Genehmigung des Ehemannes arbeiten durfte... (das wurde tatsächlich auch erst 1977 geändert).


Ich bin allerdings was ein sicheres (!) Endlager angeht, realistisch. Ich glaube nicht, daß wir heute sicher sagen können: Dieses Platz wird auch in hunderttausend Jahren (!) noch sicher sein.
Eventuell sind Bleisärge wie in Tschernobyl an den Stellen der alten AKWs doch eine bessere Alternative. Dann kann man die auch komplett "einsargen" und muss die nicht rückbauen.

    


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