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Corona-Virus #4 - Schrittweise Lockerung der Maßnahme

A N Z E I G E

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A N Z E I G E

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Beitrag von Griese:
Der Spiegel hat die aktuellen Lockerungen der Maßnahmen zusammengefasst:

Zitat:
Worauf haben sich Bund und Länder geeinigt? Der Überblick:
Die Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen werden bis zum 3. Mai verlängert. Demnach ist in der Öffentlichkeit ein Abstand von 1,5 Metern einzuhalten. Man darf sich in der Öffentlichkeit nur im Kreis der Angehörigen oder mit einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person aufhalten.

Schulen sollen ab dem 4. Mai wieder schrittweise geöffnet werden. Der Schulbetrieb soll mit Abschlussklassen, obersten Klassen in Grundschulen sowie mit Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen, beginnen. Bis zum 29. April soll die Kultusministerkonferenz ein Konzept vorlegen, wie der Unterricht mit reduzierten Klassengrößen sowie Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder aufgenommen werden kann. Auch "Pausengeschehen" und Schulbusbetrieb sollen dabei berücksichtigt werden.

An Hochschulen dürfen Prüfungen abgenommen werden. Auch Lehrveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume erfordern, sind unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen erlaubt. Bibliotheken und Archive können geöffnet werden, wenn Auflagen zur Hygiene erfüllt sind, der Zutritt gesteuert wird und Warteschlangen vermieden werden.

Das Versammlungsverbot in Gotteshäusern bleibt bis auf Weiteres in Kraft. In Kirchen, Moscheen, Synagogen oder Örtlichkeiten anderer Glaubensgemeinschaften sollen damit vorerst keine religiösen Feierlichkeiten und Veranstaltungen stattfinden.


Großveranstaltungen bleiben wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich untersagt.

Es wird dringend empfohlen, im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel Masken zu tragen. Eine Maskenpflicht gibt es aber nicht.

Weitere Geschäfte im Einzelhandel sollen ab der kommenden Woche öffnen dürfen. Dies gilt für Geschäfte mit Verkaufsräumen von bis zu 800 Quadratmetern. Autohäuser, Fahrradhändler und Buchhandlungen sollen unabhängig von der Größe wieder öffnen dürfen.

Friseursalons sollen öffnen dürfen, wenn sie Auflagen zur Hygiene beachten und Warteschlangen vermeiden. Zudem sollen die Angestellten Schutzausrüstung tragen.



Mehr Infos hier
Beitrag von Kapitän Ahab:
jetzt war ich gerade im anderen Thread so schön am schreiben, und dann ist zu. Darum hier nochmal:

Zitat:
Original geschrieben von Christian Vander:
Alles klar, das Land können wir dicht machen. Glaubt hier einer noch daran, dass dieses Jahr nochmal ein Restaurant o.ä. öffnen wird? Im Leben nicht. Lassen wir doch einfach jegliche Kulturangebote vor die Hunde gehen, denn das werden sie, und dann kann sich am Ende die Quittung dafür abholen. Arbeiten gehen und in deiner Bude dahin vegetrieren, das darfste noch. Vielleicht mal nen Spaziergang zwischendurch, damit man nicht völlig verkrüppelt.

Völlig überzogen. Wie kommen eigentlich viele hier zu der Überzeugung, dass eine Maskenpflicht etwas positives wäre oder irgendwie von Nutzen wäre? Vielleicht bin ich aber auch nur zu blöd, das alles zu verstehen.

Was sollen die ganzen Maßnahmen denn noch bewirken? Du zögerst das unvermeidliche einfach nur hinaus. Es werden sich wieder mehr Menschen anstecken, es wird eine zweite Welle geben. Ja und? Spielt doch keine Rolle. Es wird kein apokalyptisches Szenario eintreten, selbst wenn das in den Medien immer wieder und wieder breitgetreten wird.

Quelle: Spiegel

Wenn ich so einen Satz lese, wird mir ganz anders.




Tatsächlich gibt es 2 Exitmöglichkeiten, eben die Herdenimmunität oder ein Impfstoff.

Herdenimmunität ist ziemlicher Quark, da einfach das Gesundheitssystem nicht die Behandlungsstrukturen aufbieten kann, dies zu stemmen. Und was passiert, wenn man das Gesundheitssystem überlastet konnte man an einigen Orten, wie Frankreich, NY oder Bergamo schon sehen.

Bleibt also der Impfstoff. Das ist eine veritable Option, und bis dahin muss man versuchen einfach einzudämmen, was geht. Das heißt, das ganze so weit in den Griff und überschaubar zu bekommen, das man wieder mit individuellen Maßnahmen arbeiten kann. Pandemie heißt ja letztlich nur eine unkontrollierte Lage. Masken können einfach dafür Sorgen, das Infektionen nicht so leicht übertragen werden.

Daher verstehe ich nicht, wo das Problem jetzt genau liegt.
Beitrag von Magnum:
Zitat:
Original geschrieben von Kapitän Ahab:
Bleibt also der Impfstoff. Das ist eine veritable Option, und bis dahin muss man versuchen einfach einzudämmen, was geht. Das heißt, das ganze so weit in den Griff und überschaubar zu bekommen, das man wieder mit individuellen Maßnahmen arbeiten kann. Pandemie heißt ja letztlich nur eine unkontrollierte Lage. Masken können einfach dafür Sorgen, das Infektionen nicht so leicht übertragen werden.

Daher verstehe ich nicht, wo das Problem jetzt genau liegt.



Es ist OK, wenn man das Thema Impfstoff nicht kritisch sieht. Die Meinungen dazu sind ja völlig frei. Vielen Menschen, mich eingeschlossen, geht es da sehr anders. Aktuell wird gebetsmühlenartig, egal ob von Politik oder Medien, paroliert, dass wir auf den wunderheilenden Impfstoffwarten und ein "normales" Leben, erst damit wieder möglich sein wird. Nun, wer sollte sich denn dafür eigentlich impfen lassen? Und wenn das ganze dann flächendeckend ablaufen soll, gehe ich aktuell von einer Impfpflicht aus? Der feuchte Traum von Bill Gates dürfte damit Wirklichkeit werden.

Vielleicht könnte man das dann am Beispiel des humanitären Prestige-Projekts ID2020 gleich mit einem netten Nebeneffekt koppeln. Aber keine Sorgen: es kommt von Gutmenschen wie der Bill & Melinda Gates Foundation, sowie der Rockefeller Stiftung. Also alles easy.

Sorry für die Polemik. Mich schockiert nur, wie das Thema Impfstoff (und dann auch noch mit extrem verkürztem Prüfzyklus) im Allgemeinen nur äußerst mild kritisch behandelt wird.
Beitrag von SaHKu:
Zitat:
Original geschrieben von Kapitän Ahab:
jetzt war ich gerade im anderen Thread so schön am schreiben, und dann ist zu. Darum hier nochmal:




Tatsächlich gibt es 2 Exitmöglichkeiten, eben die Herdenimmunität oder ein Impfstoff.

Herdenimmunität ist ziemlicher Quark, da einfach das Gesundheitssystem nicht die Behandlungsstrukturen aufbieten kann, dies zu stemmen. Und was passiert, wenn man das Gesundheitssystem überlastet konnte man an einigen Orten, wie Frankreich, NY oder Bergamo schon sehen.

Bleibt also der Impfstoff. Das ist eine veritable Option, und bis dahin muss man versuchen einfach einzudämmen, was geht. Das heißt, das ganze so weit in den Griff und überschaubar zu bekommen, das man wieder mit individuellen Maßnahmen arbeiten kann. Pandemie heißt ja letztlich nur eine unkontrollierte Lage. Masken können einfach dafür Sorgen, das Infektionen nicht so leicht übertragen werden.

Daher verstehe ich nicht, wo das Problem jetzt genau liegt.



Das Problem liegt einfach daran, dass der Schaden - vor allem der wirtschaftliche und kulturelle - den man jetzt gerade anrichtet, bald irreparabel ist. In unserer Umgebung - gerade im Raum Karlsruhe, aber auch Pforzheim und Stuttgart - geht in den Bars, Kneipen und Klubs gerade die blanke Angst um...die wissen bald nicht mehr, wie sie weitermachen sollen. Dazu noch Kinos, Restaurants - nicht jeder hat nen Aussenbereich - Tattoo- und Sonnenstudios.
Versteh mich nich falsch: Menschenleben retten, schön und gut.

Aber es gibt eben nur - man verzeihe die Wortwahl - Pest oder Cholera:
entweder, alle stecken sich nach und nach an und entwickeln voraussichtlich Antikörper, oder man wartet tatsächlich bis zu ner Impfstoffentwicklung, die sich aber locker bis 2021 hinziehen kann...vermutlich eher 2022, weil man ja den neuen Stoff auch testen muss. Wenn genannte Betriebe bis dahin dicht machen sollen, dann gute Nacht...am Ende hast du dann an jeder Ecke ein "Geschlossen"-Schild hängen...oder tausende Dönerläden und Frisörsalons.

Bzgl. des Verbotes von Großveranstaltungen: das wird viele Veranstalter hart treffen. Wir reden hier nicht nur von Konzerten, auch die Festivalsaison ist vom Tisch. Da rollen Köpfe.

UND: ich bezweifle stark, dass sich die Leute noch lange einsperren lassen...spätestens, wenn uns der Sommer um die Ohren knallt - und das wird er, laut Meteorologen, ganz sicher - werden sich die Leute zu Tausenden an die Seen Deutschlands bewegen wollen...erklär den Leuten mal, dass sie dann noch daheim bleiben sollen. Das funktioniert nicht.
Beitrag von Jacks:
Am 3.5. muss die Regierung liefern.

Normale Leute wie ich halten sich an alles, aber die Stimmung beginnt zu kippen.

Menschen brauchen Perspektive, brauchen Wege aus der Kriese, das heute was Gar nichts, nur ein weiter so!

Hoffen wir das bessere Gedanken kommen ...
Beitrag von Nostrademon:
Zitat:
Original geschrieben von Magnum:
Es ist OK, wenn man das Thema Impfstoff nicht kritisch sieht. Die Meinungen dazu sind ja völlig frei. Vielen Menschen, mich eingeschlossen, geht es da sehr anders. Aktuell wird gebetsmühlenartig, egal ob von Politik oder Medien, paroliert, dass wir auf den wunderheilenden Impfstoffwarten und ein "normales" Leben, erst damit wieder möglich sein wird. Nun, wer sollte sich denn dafür eigentlich impfen lassen? Und wenn das ganze dann flächendeckend ablaufen soll, gehe ich aktuell von einer Impfpflicht aus? Der feuchte Traum von Bill Gates dürfte damit Wirklichkeit werden.

Vielleicht könnte man das dann am Beispiel des humanitären Prestige-Projekts ID2020 gleich mit einem netten Nebeneffekt koppeln. Aber keine Sorgen: es kommt von Gutmenschen wie der Bill & Melinda Gates Foundation, sowie der Rockefeller Stiftung. Also alles easy.

Sorry für die Polemik. Mich schockiert nur, wie das Thema Impfstoff (und dann auch noch mit extrem verkürztem Prüfzyklus) im Allgemeinen nur äußerst mild kritisch behandelt wird.


Aber selbst wenn man das Thema Impfstoff kritisch sieht und sich - wenn man wählen darf - nicht impfen lassen möchte, ändert es doch nichts daran, dass nur durch Impfungen eine ausreichende Immunität in der Bevölkerung erreicht werden kann, ohne das Gesundheitssystem zu überlasten - was ja auch negative Folgen für Patienten hätte, die gar nicht am Virus erkrankt sind.

Ich sehe aktuell 3 Optionen:

1. Man unternimmt nur das nötigste gegen den Virus und nimmt eine Überlastung des Gesundheitssystems in Kauf, was nicht nur für Viruserkrankte folgen hätte.

2. Man versucht zur Entlastung des Gesundheitssystems die Virusverbreitung zu kontrollieren, indem man die bekannten Maßnahman ergreift, bis ein Impfstoff entwickelt ist

3. wie 2, nur bis ein wirksames Medikament zur Symptombekämpfung gefunden wird

Optionen 2 und 3 verlangen natürlich viel mehr Opfer von allen, und die wirtschaftlichen Folgen könnten noch viel mehr Opfer fordern, wenn der Staat da nicht ausreichend finanzielle Unterstützung leisten kann. Option 1 fordert erst einmal "nur" Opfer von Viruserkrankten, allen anderen Patienten, die auf ein funktionierendes Gesundheitswesen angewiesen sind, den Angehörigen sowie den Beschäftigten im Gesundheitswesen - für die bedeutet diese Option dann aber halt auch lange Krankheitsverläufe, gesundheitliche Folgeschäden oder womöglich auch den Tod. Und wenn zu viele Menschen "geopfert" werden, in Quarantäne müssen, Folgeschäden bekommen usw. haben wir womöglich die gleichen wirtschaftlichen Folgen wie bei Option 1 und 2. Aus meiner Sicht sollte man dann so lange probieren, mit Option 1 und 2 zu fahren, bis man sieht, dass Option 3 wirklich die bessere ist. Aber das sehe ich bisher noch nicht.
Beitrag von Unregistriert:
Ich könnte jetzt einen Roman schreiben, warum das bisher unbekannte Coronavirus viel harmloser ist als angenommen, aber ich mach es mal kurz. Es reicht! Wie kann man wegen der Angst vor dem (noch) Unbekannten so seinen Hut an der Garderobe abgeben? Jeder SOLLTE wissen dass die Zahl der Infizierten nur ein Zehntel der wirklichen Infizierten darstellt. Wahrscheinlich noch weniger und dass die Zahlen der Toten zu hoch ist. Ob mit oder an und zudem fehlt mir die Differenzierung in Verbindung mit Influenza- oder Rhinoviren. Wenn ich in Ländern wie Frankreich, Italien usw. gefühlt nur bei den Toten einen so schwammigen Test ansetze, dann brauche ich mich über vermeintlich 10 % Mortalität nicht wundern.
Beitrag von Kapitän Ahab:
Polemisches Totschlagargument gefällig?

Ischgl zeigt sehr gut, was passiert, wenn die Gastronomie-, Party- und Barszene und deren Rettung mit entsprechender Priorität im Vordergrund stehen.

Genug der Polemik...

Du hast in jedem Punkt irgendwo recht, und dennoch gilt es sich für eine der schlechten Möglichkeiten zu entscheiden. Ohne Corona wäre besser, aber das gibts einfach nicht. Man hat sich jetzt für einen Kurs entschieden, und egal wie, wird man am Ende Schäden davon tragen. Letzlich gibt es da nur eine Möglichkeit, nämlich am Ende Wiederaufbau zu betreiben...

Ich bin mir auch relativ sicher, dass es gerade in diesem Bereich, also Gastronomie, im Rahmen eines Konjunkturprogrammes auch einfache Möglichkeiten geben wird, im Zweifel wieder neu zu gründen. So blöd das klingen mag, aber ich habe da tatsächlich in die Politik genug vertrauen, dass sie nicht vollkommenen Schwachsinn betreiben.

Und was die Sommermonate und das einsperren angeht: Es geht hier doch nicht darum, die Leute dauerhaft einzusperren, sondern Verhalten zu konditionieren (Gesichtsmasken), das es dann ja auch ermöglicht, entsprechend sich freier zu bewegen. Ich halte es auch für sehr wahrscheinlich, dass bis dahin entsprechende Engpässe auch einfach beseitigt sein dürften.

Und was die Kulturszene im Karlsruher Raum angeht: Mein Bruder betreibt hier einen relativ großen Getränkehandel, der vor allem Gastronomie und Büros beliefert, und ich habe eine sehr klare Vorstellung davon, welche Schäden da entstehen. Aber es hilft am Ende niemand in Fatalismus und Selbstmitleid zu verfallen.
Beitrag von Wir Hyperboreer:
Zitat:
Original geschrieben von Kapitän Ahab:
Tatsächlich gibt es 2 Exitmöglichkeiten, eben die Herdenimmunität oder ein Impfstoff.



Da liegt das Problem. Ein Impfstoff ist eben Science-Fiction. Niemand kann seriös vorhersagen ob und wann es Forschungsergebnisse gibt. An einigen Virusvariationen wird seit Jahren und Jahrzehnten geforscht ohne Ergebnisse.

Dann kommt das Problem des Testverfahren: Normalerweise dauern solche Tests ungefähr 5 Jahre, bevor ein Medikament zugelassen wird. Die hat man hier nicht. Man argumentiert, das es nicht ethisch sei, einen jungen gesunden Menschen bewusst mit Corvid-19 zu infizieren, damit er Immunität erlangt. Ich kann das nachvollziehen. Die Wahrscheinlichkeit, das er stirbt liegt bei deutlich unter 0,5%, aber auch solche Entscheidungen treten ein, wenn man genug Menschen infiziert. Dann muss man sich aber auch fragen, ob die Ethik bei einem Impfstoff besser sein kann. Wie weit darf man Testverfahren verkürzen, wie gering muss man das Risiko drücken, bevor man Milliarden gesunde Menschen mit einem Impfstoff behandelt, wenn man potentielle Nebenwirkungen aufgrund von verkürzten Tests nicht ausschließen kann? Wie viel Zeit wird man sich für die Tests nehmen, bis das ethisch unbedenklicher ist, als die bewusste Infektion mit Corvid-19? Vermutlich auch 1-2 Jahre.

Nächstes Problem ist die Produktion. Man wird weltweit mindestens 4-5 Milliarden Einheiten benötigen, wenn eine Mehrfachimpfung in dem Verfahren nötig ist sogar deutlich mehr.
Dabei leben wir in einer Wirtschaft, wo ALLE Länder gerade um medizinische Ressourcen konkurrieren. Wir können nicht genug Beatmungsgeräte produzieren, nicht mal genug Schutzmasken! um den Bedarf zu decken. Also wie lange wird es dauern Milliarden Einheiten eines vermutlich komplexen Impfstoffes zu produzieren, wenn wir aktuell noch gar nicht genau wissen welche Kompetenzen, Rohstoffe und Maschinen dazu notwendig sein werden? In einer Wirtschaft, die ohnehin schon am Boden liegt und jeden Monat schwächer wird.

Es gibt aktuell nur eine Exit-Strategie. Die ist aus den von dir genannten Gründen extrem unattraktiv und jeder will sie vermeiden. Aber es hilft nicht seine Hoffnung in Zukunftstechnologie zu setzen, wenn man eine konkrete Krise zu bewältigen hat. Dann muss man mit den Mitteln arbeiten, die einem zur Verfügung stehen. Der Impfstoff ist ein "Pie in the Sky" in den man zur Zeit all seine Hoffnungen setzt, weil sich niemand damit abfinden will, das wahrscheinlich mindestens 300 000 Menschen in Deutschland an diesem Virus sterben werden. Das verstehe ich gut. Ich würde das als Politiker auch nicht entscheiden wollen und nach jedem Strohhalm greifen. Aber im Endeffekt brauchen wir eine pragmatische Lösung, damit nicht noch mehr Menschen sterben als nötig.
Wenn kein Wunder geschieht (und das sollte nie Teil einer seriösen Strategie sein) wird man zwangsläufig irgendwann auf die Strategie natürliche Herdenimmunität setzen müssen. Spätestens wenn irgendwann zentrale Systeme wie Strom- oder Lebensmittelversorgung gefährdet sind. Dann sollte man es lieber mit so wenig Toten wie möglich tun und nicht erlauben, das die schleichende Erosion aller Gesellschaftssysteme bis dahin noch unzählige weitere Opfer fordert.
Beitrag von Big Thing:
Zitat:
Original geschrieben von SaHKu:
Aber es gibt eben nur - man verzeihe die Wortwahl - Pest oder Cholera:
entweder, alle stecken sich nach und nach an und entwickeln voraussichtlich Antikörper, oder man wartet tatsächlich bis zu ner Impfstoffentwicklung, die sich aber locker bis 2021 hinziehen kann...vermutlich eher 2022, weil man ja den neuen Stoff auch testen muss.




Eben - nach und nach. Das hat man aktuell und mit den angekündigten Lockerungen wird man das auch weiterhin haben. Wahrscheinlich eher beschleunigt. Aber eben bitte nicht so, dass das Gesundheitssystem völlig überlastet wird. Wenn man jetzt keinerlei Einschränkungen mehr hat, dann hat man in Kürze Situationen wie in Italien, Frankreich oder den USA.
Beitrag von Nachtfuchs:
-

Egal, ich fands lustig

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Ich bleibe mal sachlich und versuche die Aluhut-Fraktion bzw. Weltuntergangsfanatiker mal so gut es geht zu ignorieren:

Verlängerung der Kontaktbeschränkungen also bis 03.05. Okay, ist für mich auch weiterhin kein großartiger Beinbruch und würde ich auch, für den Fall einer weiteren Beschränkung darüber hinaus, überleben.
Großveranstaltungen bis 31.08. untersagt hat mich tatsächlich in der so weit gedachten Zukunft überrascht. Finde ich aber, gerade im Hinblick auf die Menschenmassen bei Festivals/Konzerten/etc. nur folgerichtig. Ich kann natürlich die Personen verstehen, die sich auf entsprechende Veranstaltungen gefreut haben, aber zum Wohle aller ist es eben aktuell unumgänglich.
Die Ladenöffnungen sind natürlich einerseits zu begrüßen. Andererseits hoffe ich, dass der Großteil der Leute nicht komplett alles, was sie die letzten Wochen erlernt haben, nicht direkt wieder vergessen. Ansonsten haben wir schneller wieder verschärfte Maßnahmen und Schließungen als uns alle lieb ist. Auch hoffe ich, dass die Geschäfte entsprechende Maßnahmen ergreifen, um ihre Kunden entsprechend einer angemessenen Abstandshaltung zu sensibilisieren.
Beitrag von Feigling82:
Ach mir ist das alles mittlerweile scheißegal ey. Firmen gehen Pleite, Millionen Arbeitslose kommen in Deutschland dazu. In vielen Firmen herrscht Kurzarbeit mit Perspektive Kündigung weil die Auftragslage dahingeht. Auch im Sport gehen viele Clubs bald Pleite (Handball,Fußball,Eishockey usw.) Nach der Pandemie wird es ein ganz anderes Deutschland geben. Die Menschen werden vergessen wie es ist, jemanden in den Arm zunehmen und in Gessellschaft gemeinsam zu feiern. Kinos brauchen nicht aufzumachen, weil es momentan sowieso keine aktuellen Filme mehr gibt, wurde alles verschoben aufs nächste Jahr. Klar, man könnte dort alte Klassiker zeigen, aber naja, dennoch ist es auch Esistenzbedrohlich. Egal wo man hinschaut. Viele machen sich finanzielle Sorgen, wissen nicht wie es weitergeht.

Aktuell haben wir 130.000 Infizierte in Deutschland und davon sind 73.000 geheilt, Über 3200 sind verstorben und knapp 60.000 von 83 Mio sind noch infiziert. Diese 60.000 sind überall im Land zerstreut und es muss einfach versucht werden das die Zahl der infizierten noch weniger werden.

Aber es geht ja nicht nur um uns. Sondern andere Länder sind für unsere Wirtschaft als Exportländer sehr wichtig. Auch die USA... und da ist momentan noch gar nicht zusehen das irgendwas abflacht.

Ein Impfstoff macht zwar Hoffnung, aber ist sicherlich nicht das Ende der Fahnenstange.
Beitrag von Hijo:
Hello from the inside

Darf ich mich jetzt an den See legen? Oder in den Park? Oder dürfen das nur Schweden und Bremer?

Edit:

Oh, ich lese gerade, im Zuge des Shitstorms auf einen Tweet der Münchener Polizei, man dürfe nicht auf der Bank sitzen und ein Buch lesen:

"Auch die Polizei München hat ihre Aussage mittlerweile korrigiert. Die Regeln zur Ausgangsbeschränkung und die damit verbundenen Leitlinien an die Polizei würden "regelmäßig überprüft und angepasst", heißt es in einem Tweet. Gestattet seien bei Sport, Spaziergängen und Bewegung an der frischen Luft auch das Sitzen auf Bänken und Wiesen."

https://www.stern.de/poli...rt-9217546.html

Wow, es war also schon immer erlaubt, nur die Polizei wusste es nicht? Oder darf ich mich nur kurz in die Wiese setzen, beim Sport, um mal auszuruhen? Aber kein Picknick mit der Freundin? Was ist mit an den See? usw.

Ich kapier gar nix mehr, ich bezweifle auch, dass es noch jemand tut.

Aber ist ja auch scheißegal, geht ja nur um das LEBEN so außerhalb von Arbeit und so. Ist da ja nich so wichtig, was jetzt Sinn macht und was nicht, und ob irgendwer Bescheid weiss, was denn nun gilt...
Da passt man dann die Regeln "regelmäßig an", nur weiss halt keiner, wie man sie gerade angepasst hat. Das entscheidet am besten der Herr Oberwachtmeister direkt aus seinem Anus, wenn er dann vor mir steht. Und das ist keine Polemik, genau das passiert hier anscheinend, siehe oben.
Beitrag von streichholzmann:
Beatmungsgeräte schön und gut, und wer stellt die ein, kontrolliert die also bedient die. Das sind keine autonomen Maschinen! ->Lesch mitte März. Und man wiil halt unbedingt norditalienische Verhältnisse verhindern, ohne Serum und Kontaktbeschränkung kaum möglich! Zum Thema Ethik... imformier dich ma über die verschiedenen Tests....nicht Pest oder Cholera sondern Taube aufm Dach oder Spatz inner Hand, pragmatisch ist man also schon.
Was aber gar nicht hilft sind Medien die einen rund um die Uhr mit Exit Strategien und Gedankenspielen vollballern. (Leopoldina... die jüngsten zuerst in die Schule...klar, Mama/Papa sollen ja wieder arbeiten....)
Für die Gastro isses hart, ich weiss das. Aber die werden ja nicht alleine gelassen, selbst ein Verpächter macht sich Gedanken übers Aussetzen, nen Neuen Pächter findet er grad eh ni!
Was machen eigentlich die Ellis die ihre Kids erfolgreich von PS und Handy fernhalten konnten?....-

Edith sacht;
Die Polizisten sind die ärmsten Schweine, Berlin sagt A, das Land sagt B, und die Gemeinde C.... n Handwerker würde sein Werkzeug gezielt werfen, fluchen und gehen....
Beitrag von Fuzzy Dunlop:
Zitat:
Original geschrieben von Hijo:
Hello from the inside

Darf ich mich jetzt an den See legen? Oder in den Park? Oder dürfen das nur Schweden und Bremer?



Hello from Bremen.
Das Leben hier ist schön, komm einfach vorbei. Morgen gibt es ein schönes Treffen mit der Familie, im größeren Kreis. Du bist herzlich eingeladen, hier triffst du auf viele Gleichgesinnte.

Meine Geduld endet am heutigen Tage. Glücklicherweise teilt meine Familie diese Ansicht, ebenso der Freundeskreis.
Selbstverständlich achte ich darauf, den Abstand in der Öffentlichkeit einzuhalten etc., aber ab morgen gibt es halt wieder Familientreffen, Filmabende mit Freunden etc.
Die Schließung von Kinos, Restaurants etc. kann ich nicht beeinflussen, aber von nun an ignoriere ich das Kontaktverbot. Das ist in Bremen zwar ohnehin vergleichsweise locker, aber mir reicht's.
Wird hier sicherlich auf viel Kritik stoßen, ist mir aber lieber, als dass ich irgendwann unter Depressionen leide.

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