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Netflix, Disney, Amazon Prime & andere Streamingdienste Thread #3

A N Z E I G E

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A N Z E I G E

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Beitrag von Euro-Adler:
Zitat:
Original geschrieben von Oliver Queen:
Dass du den Film noch nichtmal kennst bzw. nicht gesehen hast und dann hier groß mitdiskutierst, macht die ganze Geschichte ja nochmal um ein vielfaches lächerlicher.

Ich hab ihn gesehen, das Teil trieft nur so vor Rassismen die für eine aufgeklärtere Gesellschaft als zum Jahre 1939, wo Rassenlehre bzw. Theorie in Deutschland und Rassentrennung in den USA noch an der Tagesordnung waren, einfach unhaltbar sind um dies weiterhin komplett unkritisch betrachten bzw. ausstrahlen und angucken zu können.



Und ja, sämtliches Blackfacing was "Switch Reloaded" betrieben hat bzw. Bernd Hoecker war rassistisch. Da kannst du dich drehen und wenden wie du willst, da kann sich auch Hoecker drehen und wenden wie er will. Es bleibt rassistisch.
Weil es ALLE Schwarzen so empfinden, und weder DU, ICH oder BERND HOECKER als Weiße können darüber urteilen oder entscheiden ob das rassistisch ist, über die Köpfe der Betroffenen hinweg.

Es ist allein schon systematisch rassistisch, dass scheinbar Niemand vom Produktionsteam überhaupt mal auf die Idee kam, zu schauen ob es schwarze Comedians/Darsteller gibt, die einen Bruce Darnell parodieren können.

Teddy war z.B. glaub ich durchaus schon zu der Zeit aktiv, wo diese Bits gedreht wurden, aber egal.
Und wenn man eben keinen findet, der Bock darauf hat, dann LÄSST MAN ES EINFACH VERDAMMT NOCHMAL?!
Oder man strahlt es aus und lebt mit dem negativen Feedback, selbst wenn dieser erst Jahre später kommt.

Bernd Hoecker muss es sich dann einfach gefallen lassen, dass ihm mindestens! unbedachter Rassismus vorgeworfen wird.
Wenn man cool ist und was auf Empathie und Einsicht gibt, dann entschuldigt man sich aufrichtig dafür bzw. steht dazu.
Wenn man ein ********* ist, lässt man es halt sein und lebt damit für ein rassistisches ********* gehalten zu werden, so einfach ist das.

Und Oliver Pocher oder auch ein Felix Lobrecht scheinen sich ja damit abzufinden, für Rassisten gehalten zu werden bzw. blockieren Kritiker einfach auf sozialen Medien, weil sie halt eher Feiglinge als aufrichtige Menschen sein wollen :hase:

Ähnlich ist es eben mit Little Britain, dessen Darseller es ja, wie schon öfters jetzt im Thread erwähnt, tatsächlich eingesehen haben dass so einige Sketche sehr problematisch waren. Wie u.A. eben auch das Blackfacing.

Das macht es doch nicht weniger problematisch, nur weil es paar Jahre her ist, holy shit :rolleyes:


Was lernen wir daraus: Die Wayans Brüder, Dave Chapelle, Kevin Hart usw. sind also alle Rassisten, weil sie sich über Weiße lustig machen. Diese Dreckssäcke! :(
Beitrag von Klaus Thomforde:
Es gibt keinen Rassismus gegen Weiße...
Beitrag von Wursto:
Zitat:
Original geschrieben von Reservoir Dog:
Nichts weiter. ^^
Wollte nur erwähnt haben, das es nicht alle schwarzen rassistisch finden, wie behauptet. ;)



Die zwei Schwarzen die ich kenne und die sich als Deutsche identifizieren, lachen sich auch immer schlapp, wenn denen Jemanden erklären will, was rassismus ist.
Beitrag von Fletcher Cox:
Und diejenigen, die ich kennen, empfinden Blackfacing-Humor als rassistisch, so what?

Mal abgesehen davon, gibt es da filmkulturelle Unterschiede. Während schwarze Schauspieler nach der NS-Zeit, in der einzelne (z.B. Theodor Wonja Michael) zwangsweise mitspielen mussten, in der Film- und Fernsehwelt der Nachkriegszeit nicht existierten, hatte eben gerade das Blackfacing eine lange, eklige Tradition in den Staaten. Bis in die 50er fand da übelster Rassismus statt, mit dem sich die USA aber Gesellschaftlich nie wirklich auseinander gesetzt haben. Vergleichbares gab es im Nachkriegsdeutschland relativ selten, weshalb man hierzulande an vergleichsweise banales (aber dummes) Blackfacing bei Switch denkt, während in den USA hochrassistische Werke in den Sinn kommen. Neben allerhand anderen sehr rassistischen Werken (alleine von Disney...) wie Song of the South.
Beitrag von Oliver Queen:
Zitat:
Original geschrieben von DummerZufall:
Könntest Du vielleicht mal aufhören für alle zu sprechen. Ich kann mich weder durch meine Eltern noch durch meine Schule an irgendeine Art Rassismus oder rassistische Erziehung erinnern. In der Kindheit war das unter uns auch kein Thema. Später dann bin ich durchaus Rassismus begegnet aber da war ich schon alt genug und wohl auch vorher nicht ausreichend genug rassistisch erzogen worden, um jenen nich auch als solchen zu erkennen und mich dagegen auszusprechen, wenn ich ihn bemerkte. Ich bin sicher kein Heiliger und bestimmt habe ich auch schon Menschen, nicht nur Schwarze, unabsichtlich verletzt, aber das wird wohl jedem so gehen - dazu muss man nicht weiß sein.




Ich sollte also die mir bekannten Schwarzen, welche den Hype um Blackfacing als Unfug empfinden (unter anderem auch mit Blick auf Chapelles Whitefacing (hier wurden auch explizit Vorurteile über weiße bedient und nicht irgendwelche weißen Promis imitiert) mal darüber informieren, dass sie keine echten Schwarzen sind, weil Oliver Queen vom Cyboard beschlossen hat, dass alle Schwarzen so empfinden, wie er das sagt. Da kommen wir ja in Regionen eines Joe Biden, der sagt man wäre nicht wirklich schwarz, wenn man Donald Trump wählt.

Wenn Blackfacing damit einhergeht, irgendwelche negativen, rassistischen Vorurteile über Schwarze darzustellen oder wenn man schwarze historische Figuren so darstellt, dann kann ich da ja mitgehen. Wenn ich mich aber an Karneval als Michael Jordan verkleiden wollen würde oder wenn eine Comedysendung nun mal ihr Stammpersonal hat und einen schwarzen Promi imitieren will um sich über etwas, nicht sein Schwarz sein, an ihm lustig zu machen, sehe ich da wenig Probleme.

PS. Idris Elba als Bond wäre dermaßen genial :cool:





War mir klar, dass mir das auf die Füße fällt :mad: Natürlich nicht ALLE Schwarzen, da hab ich nicht aufgepasst und zack, streng genommen selbst unbewusst was rassistisches geäußert. Bin ja kein White Knight bzw. Advocate der Schwarzen, war unglückliche Wortwahl mit "Alle" zugegeben.

Aber das macht meine Grundaussage nicht weniger richtig. Nur weil du und der eine oder andere User einen schwarzen Buddy haben, der scheinbar darüber lachen kann, macht es das Blackfacing nicht weniger problematisch bzw. weniger rassistisch.

Es gibt ja auch Schwarze, die z.B. warum auch immer in der AfD sind, das macht die AfD als gesamte Partei trotzdem nicht weniger rassistisch ;)

Außerdem spielt es überhaupt keine Rolle, ob DU darin kein Problem siehst, wie denn auch? Du bist wie ich ein Weißbrot. Wie kannst du dir denn bitte ein Urteil darüber erlauben ob das Blackfacing für sehr viele Schwarze & PoC nicht verletzend sein kann..


Und zu dem Kommentar eines anderen Users mit angeblichen Rassismus gegen Weiße muss ich echt nichts sagen... :rolleyes:
Weil es diesen einfach nicht gibt, Punkt.
Beitrag von Kir Royal:
Zitat:
Original geschrieben von Fletcher Cox:
Sorry, aber mit der Begründung, könnte die UFA bei einem eigenen Streamingdienst auch Propagandafilme aus dem 3. Reich zeigen, was sie sicherlich nicht täten.

Nochmal: Es ist deren eigener Streamingdienst, die dürfen selbst entscheiden was sie zeigen wollen und was nicht. Sie entscheiden sich etwas nicht mehr zu zeigen? Dann ist es deren Entscheidung. Nicht meine. Nicht deine. Du kannst dir den Film andersweitig ansehen. Wobei du ja selbst sagst, dass du ihn gar nicht kennst und nicht so klingst als ob du ihn ansehen möchtest. Stattdessen konstruierst du etwas von einer Art Meinungsdiktatur, die bestimmte Witze verbieten will, weil viele Menschen nunmal heute anders sensibilisiert sind. Gerade Switch Reloaded ist schon ein sehr unglückliches Beispiel, da in der Parodie schon sehr deutlich mit den typischen Klischees gearbeitet wird und eher dies als das zu parodierende Format parodiert wird. Humor verändert sich, vor einigen Jahren gab es auch noch zur Primetime im TV billigste Schwulenwitze - davon ist man auch weggekommen und kaum ein Mensch trauert dem nach.



Also antisemitische Filme aus der NS-Zeit wurden extra als Propaganda-Film produziert und der Staat hat quasi das Drehbuch mitgeschrieben.

War das bei "Vom Winde verweht" auch der Fall? Ein staatlicher Propagandafilm? Oder wurde der Film damals produziert, um möglichst viel Geld zu verdienen, war lange Zeit der erfolgreichste Film aller Zeiten und hat zig Oscars gewonnen.

Meine Sichtweise auf so alte Filme ist wie bei alten wissenschaftlichen Bücher: Ich kann auch ein 50 Jahres altes Physikbuch angreifen, weil es "nicht mehr Up-to-date ist" und dann theoretisch auch noch dem damaligen Autor Dummheit vorwerfen, weil das Buch den Stand des Jahres 1970 beschreibt.

Ein Buch oder eben ein Film ist eben ein Produkt der damaligen Zeit. Das relativiert ja nicht den Rassismus damals. Aber ich kann auch nicht jeden Film aus dieser Zeit inhaltlich korrigieren.

Ich würde nur einen Film vom Markt nehmen, wenn von dem Film eine Gefahr ausgehen würde. Wenn Szenen aus dem Film von Nazis missbraucht worden wäre für irgendwelche Zwecke. Aber davon ist mir bei dem Film auch nichts bekannt ...

Und noch zu "HBO": Die Frage ist doch immer, ob jemand sich aus "moralischen Gründen" korrigiert oder "um populär zu sein". Da der Film nun von der Plattform genommen wurde nach den aktuellen Demos in den USA, will man sich wohl damit eher profilieren. Und das finde ich grundsätzlich schwach.

Wenn der Film so rassistisch wäre, hätte das die Plattform auch VOR 2020 stören müssen.

Was ich ganz einfach in der heutigen Zeit vermisse: Früher hat man "bestimmte Inhalte" nicht konsumiert, wenn man sie nicht gemocht hat. Heute wird sofort nach Verboten gerufen.

Ich finde die alten Hoecker-Parodien auch nicht gut. Aber wird die Welt besser, wenn die drei alten Szenen von YouTube gelöscht werden oder nicht mehr im TV wiederholt werden?
Beitrag von sayonara:
Ach, Zensur! Zensur? Anscheinend soll der Film langfristig wohl gar nicht verbannt sein, sondern mit Hinweisen und historischen Kontext ausgestattet werden laut einem Sprecher. Aber wahrscheinlich ist so etwas auch nicht Recht, man solle doch selbst denken dürfen... ;)

Zitat:
Although some of the chatter has made it sound like HBO is trying to memory-hole Gone With the Wind forever, it is planning to return the film to its roster soon. A spokesperson tells WIRED that HBO will include “a discussion of its historical context” and a denouncement of the film’s racist depictions. As to what exactly that will look like, the company hasn’t elaborated, but there are models out there already. Disney+, for example, places warnings about “outdated cultural depictions” on some of its older movies. Charles Tabesh, the programmer for Turner Classic Movies, agrees with the decision to add context. “It was smart of them to temporarily pull it in, but also smart of them to put the proper context around it and then bring it back,” he says. TCM is the cable channel that plays Gone With the Wind most frequently. Tabesh says that TCM has been in talks with HBO about how it could introduce the film, as TCM had previously aired Gone With the Wind with historical context. “We will always acknowledge in the introduction that it's a fundamentally racist premise to the film,” Tabesh says. “That doesn’t mean it shouldn’t be seen.”


https://www.wired.com/sto...e-wind-hbo-max/
Beitrag von Oliver Queen:
Zitat:
Original geschrieben von Kir Royal:
Also antisemitische Filme aus der NS-Zeit wurden extra als Propaganda-Film produziert und der Staat hat quasi das Drehbuch mitgeschrieben.

War das bei "Vom Winde verweht" auch der Fall? Ein staatlicher Propagandafilm? Oder wurde der Film damals produziert, um möglichst viel Geld zu verdienen, war lange Zeit der erfolgreichste Film aller Zeiten und hat zig Oscars gewonnen.

Meine Sichtweise auf so alte Filme ist wie bei alten wissenschaftlichen Bücher: Ich kann auch ein 50 Jahres altes Physikbuch angreifen, weil es "nicht mehr Up-to-date ist" und dann theoretisch auch noch dem damaligen Autor Dummheit vorwerfen, weil das Buch den Stand des Jahres 1970 beschreibt.

Ein Buch oder eben ein Film ist eben ein Produkt der damaligen Zeit. Das relativiert ja nicht den Rassismus damals. Aber ich kann auch nicht jeden Film aus dieser Zeit inhaltlich korrigieren.

Ich würde nur einen Film vom Markt nehmen, wenn von dem Film eine Gefahr ausgehen würde. Wenn Szenen aus dem Film von Nazis missbraucht worden wäre für irgendwelche Zwecke. Aber davon ist mir bei dem Film auch nichts bekannt ...

Und noch zu "HBO": Die Frage ist doch immer, ob jemand sich aus "moralischen Gründen" korrigiert oder "um populär zu sein". Da der Film nun von der Plattform genommen wurde nach den aktuellen Demos in den USA, will man sich wohl damit eher profilieren. Und das finde ich grundsätzlich schwach.

Wenn der Film so rassistisch wäre, hätte das die Plattform auch VOR 2020 stören müssen.

Was ich ganz einfach in der heutigen Zeit vermisse: Früher hat man "bestimmte Inhalte" nicht konsumiert, wenn man sie nicht gemocht hat. Heute wird sofort nach Verboten gerufen.

Ich finde die alten Hoecker-Parodien auch nicht gut. Aber wird die Welt besser, wenn die drei alten Szenen von YouTube gelöscht werden oder nicht mehr im TV wiederholt werden?




Jetzt mal ernsthaft, kannst du zu Themen bzw. in diesem Fall Filmen die du sowieso nie gesehen hast und es auch nicht vorhattest zu schauen, nicht einfach mal die Finger still halten?

Und nein, das ist kein "Meinungsverbot" sondern es gehört eigentlich zu den simpelsten gesellschaftlichen Netiquetten, dass man sich bei Themen, Filmen, Geschehnissen etc. einfach zurück hält, wenn man sich damit nicht einmal auseinander gesetzt hat.
In deinem Fall sind das alte Filme, die aus der heutigen Sicht einfach sehr problematisch sind und Leute das auch so empfinden, die den Film im Gegensatz zu dir halt gesehen haben.

Also halt dich doch einfach mal zurück wenn du kein Plan hast, anstatt hier so pseudo intelligent & aufgeklärt mitreden zu wollen :rolleyes:
Beitrag von Kir Royal:
Zitat:
Original geschrieben von Oliver Queen:
Also halt dich doch einfach mal zurück wenn du kein Plan hast, anstatt hier so pseudo intelligent & aufgeklärt mitreden zu wollen :rolleyes:



Sorry, mir wird es echt zu blöd.

Wenn der alte Schicken "Vom Winde verweht" so rassistisch und so gefährlich ist, gehört der heute noch auf den Index. Wenn der Film so böse ist, werden es fünf Erklär-Tafeln auch nicht mehr retten können ;)
Beitrag von Euro-Adler:
Zitat:
Original geschrieben von Oliver Queen:
Und zu dem Kommentar eines anderen Users mit angeblichen Rassismus gegen Weiße muss ich echt nichts sagen... :rolleyes:
Weil es diesen einfach nicht gibt, Punkt.


Dann müssten zwar sämtliche Lexika dieser Welt umgeschrieben werden, aber wenn die Schwarzen den Rassismus offenbar exklusiv für sich gepachtet haben, ist es doch schon mal ein Grund weniger sich diskriminiert zu fühlen. :)
Beitrag von Fletcher Cox:
Zitat:
Original geschrieben von Kir Royal:

Meine Sichtweise auf so alte Filme ist wie bei alten wissenschaftlichen Bücher: Ich kann auch ein 50 Jahres altes Physikbuch angreifen, weil es "nicht mehr Up-to-date ist" und dann theoretisch auch noch dem damaligen Autor Dummheit vorwerfen, weil das Buch den Stand des Jahres 1970 beschreibt.





Ja und geh mal in den örtlichen Buchhandel und frag nach diesem Physikbuch aus den 70ern. Oder frag nach einem Erdkundebuch der 80er, in dem noch das N-Wort vorkommt. Du wirst bemerken, dass diese Bücher vom Verlag nicht mehr angeboten werden, weil der Stand von damals veraltet ist. An irgendeinem Punkt der Zeit, hat man sich gesagt "das ändern wir ab" oder "das Buch wird eingestampft." Ist das nun etwa auch Zensur?

Und nochmal, es ist deren Hausrecht anzubieten was sie wollen. Ein Spielegeschäft kann sich auch weigern Monopoly anzubieten. Weil es extremkapitalistisch ist, weil es tausende bessere Spiele gibt oder weil es nach 2020er Standards unglaublich schlecht ausbalanciert ist, was den Spielspaß angeht - whatever.
Es ist aber keine Zensur, wenn der Laden das Spiel nicht anbietet. Niemand(!) verbietet dir das Spiel woanders zu erwerben.
Genauso wäre es aber auch keine Zensur, wenn der Lizenzinhaber Monopoly irgendwann einstellen sollte. Deren Entscheidung, so wie es Disneys Entscheidung ist hochrassistische Filme nicht auf modernen Datenträgern oder Plattformen anzubieten.

Zitat:
Original geschrieben von Euro-Adler:
Dann müssten zwar sämtliche Lexika dieser Welt umgeschrieben werden, aber wenn die Schwarzen den Rassismus offenbar exklusiv für sich gepachtet haben, ist es doch schon mal ein Grund weniger sich diskriminiert zu fühlen. :)





Rassismus ist eine Gesellschaftliche Sache. Sagt ein Deutscher zu einem in Deutschland lebenden Türken "Scheiß Türke" ist es etwas anderes als ob ein Türke in Deutschland "Scheiß Deutscher" sagt, da es nicht nur reine Worte sind, sondern etwas impliziert wird. Rassismus ist immer auch ein Kontext, ein Rassist möchte bspw. diejenigen, die er rassistisch angeht unterdrücken. Rassismus braucht eine Gesellschaft um zu sein was er ist. Rassismus braucht die vermeintlich kleinen Dinge im Alltag um zu "funktionieren". Sei es jemand der arabischstämmige Menschen in seinem Geschäft nicht bedient oder das man eine Talkshow zum Thema Rassismus macht, aber ausschließlich weiße Deutsche einläd, anstatt wenigstens eine Person, die Rassismus regelmäßig ertragen muss.
Ein Nicht-Deutscher der einen Deutschen angeht hat gar nicht die Möglichkeit diesen zu Unterdrücken, da ihm in Deutschland die Gesellschaftlichen Mittel dazu fehlen, er kann nicht auf einen strukturellen Rassismus aufspringen, der nunmal da ist (wenn auch weniger ausgeprägt als in vielen anderen Ländern). Daher ist "Scheiß Deutscher" eine Beleidigung, aber in Deutschland kein Rassismus.
Beitrag von sayonara:
Zitat:
Original geschrieben von Kir Royal:
Sorry, mir wird es echt zu blöd.

Wenn der alte Schicken "Vom Winde verweht" so rassistisch und so gefährlich ist, gehört der heute noch auf den Index. Wenn der Film so böse ist, werden es fünf Erklär-Tafeln auch nicht mehr retten können ;)



Stimmt. Aber lieber von Zensur reden (was ja nun nachweislich falsch ist) oder sagen, dass sowieso alles nichts bringt. ;)

Bloß immer bei Status Quo verbleiben, nichts machen, dann verbrennt man sich nicht die Finger. Wenn Du Marschrichtung auch bei anderen Themen verfolgen würdest. :D
Beitrag von DummerZufall:
Zitat:
Original geschrieben von Fletcher Cox:
Rassismus ist eine Gesellschaftliche Sache. Sagt ein Deutscher zu einem in Deutschland lebenden Türken "Scheiß Türke" ist es etwas anderes als ob ein Türke in Deutschland "Scheiß Deutscher" sagt, da es nicht nur reine Worte sind, sondern etwas impliziert wird. Rassismus ist immer auch ein Kontext, ein Rassist möchte bspw. diejenigen, die er rassistisch angeht unterdrücken. Rassismus braucht eine Gesellschaft um zu sein was er ist. Rassismus braucht die vermeintlich kleinen Dinge im Alltag um zu "funktionieren". Sei es jemand der arabischstämmige Menschen in seinem Geschäft nicht bedient oder das man eine Talkshow zum Thema Rassismus macht, aber ausschließlich weiße Deutsche einläd, anstatt wenigstens eine Person, die Rassismus regelmäßig ertragen muss.
Ein Nicht-Deutscher der einen Deutschen angeht hat gar nicht die Möglichkeit diesen zu Unterdrücken, da ihm in Deutschland die Gesellschaftlichen Mittel dazu fehlen, er kann nicht auf einen strukturellen Rassismus aufspringen, der nunmal da ist (wenn auch weniger ausgeprägt als in vielen anderen Ländern). Daher ist "Scheiß Deutscher" eine Beleidigung, aber in Deutschland kein Rassismus.



Wenn ich also Türke in Deutschland wäre und zu Dir sagen würde "Scheiß Deutscher, ihr seid doch eh alle von Geburt an autoritäre Nazis" dann wäre das keine rassistische Aussage sondern nur eine Beleidigung?
Beitrag von Schwarzwälderle:
Wenn jmd. zu mir sagen würde, ich wäre ein "Kraut", dann würde ich das schon als rassistisch empfinden.
Beitrag von Fletcher Cox:
Zitat:
Original geschrieben von DummerZufall:
Wenn ich also Türke in Deutschland wäre und zu Dir sagen würde "Scheiß Deutscher, ihr seid doch eh alle von Geburt an autoritäre Nazis" dann wäre das keine rassistische Aussage sondern nur eine Beleidigung?



Rassismus benötigt einen gesellschaftlichen Faktor. Rassismus ist mehr als nur ein Wort. Also ja. Wäre der Fall in der Türkei, also mit umgedrehter Gesellschaftssituation, könnte man das mMn anders bewerten.


Mal zum Vergleich sexuelle Diskriminierung: es gibt keine Diskriminierung Heterosexueller und die geschlechtliche Identität von CIS-Personen (Menschen, die sich mit ihrem biologischen Geburtsgeschlecht identifizieren) stellt auch nie jemand in Frage oder beleidigt diese.

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