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Nachhaltigkeit, Zero Waste & Co.

A N Z E I G E

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A N Z E I G E

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Beitrag von Schmier:
Hi Leute,

ich habe dazu jetzt außer dem Klimawandel-Thread, in dem das Thema immer wieder angeschnitten wurde, keinen Thread zu dem Thema gefunden.

Ich befasse mich erst seit Kurzem mit dem Thema Nachhaltigkeit im Alltag und wir (meine Frau und ich, somit auch unser Sohn) versuchen nach und nach umzustellen. Natürlich ist das nicht einfach, da ja so gut wie alles in Plastik verpackt wird oder sonst wie umweltschädlich ist, was man so in den Regalen findet oder im Alltag braucht.

Stoffbeutel verwenden wir eigentlich schon seit mehreren Jahren, für größere Einkäufe werden alte Schachteln (Bananenkartons, etc.) verwendet anstatt Plastiksteigen, wie man bei uns in Österreich so schön sagt. Seit einiger Zeit haben wir unser Wasser immer in Glasflaschen dabei und ja, auch ein Sodastream steht bei uns zuhause, um nicht auf das Sodawasser verzichten zu müssen.
Jetzt sind wir gerade dabei auch andere Dinge zu ersetzen. Auf meiner Einkaufsliste stehen jetzt wiederverwendbares Backpapier, Zero Waste Zahnpasta aus dem Glas, Glasbehälter für Wurst, Käse, etc. und noch vieles anderes, was wir uns in nächster Zeit zulegen werden.

Außerdem veranstalte ich 5-6 Konzerte im Jahr und versuche auch hier weniger Müll zu produzieren. Die Bands bekommen also kein Plastikgeschirr mehr zum Essen, sondern normales Geschirr und Besteck.
Was sich noch eher schwierig umsetzen lässt, ist die Wasserversorgung auf der Bühne. Normalerweise verlangen die Bands 0,5l PET-Flaschen während des Auftritts und auch Backstage. Backstage habe ich nun 40 0,5l Glasflaschen gekauft, die mit Leitungswasser wiederbefüllt werden. Ich kläre dann vorab noch ab, ob sie diese mit auf die Bühne nehmen wollen. Musiker, die sich viel auf der Bühne bewegen, nehmen dann aber lieber die PET-Variante, da die Glasflaschen einfach leicht zu Bruch gehen.
Aber hinter der Bühne wurde es sehr gut angenommen und ich hab durchwegs positives Feedback für die Idee bekommen.

So, das mal zu mir.
Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Thema? Was habt ihr bereits umgesetzt? Welche Tipps habt ihr für den Alltag und was von den vielen Alternativen ist eurer Meinung nach Schwachsinn?
Beitrag von Spunke:
Meine Freundin ist vor kurzem auch auf den Tripp gekommen, so viel Plastik wie möglich zu vermeiden. Ich sehe das ja alles nicht so eng.
Seit dem sind unsere gemeinsamen Einkäufe der Horror. Egal was ich in den Einkaufswagen lege, sie nimmt es nochmal raus und schaut ob es das Produkt nicht auch umweltfreundlicher gibt. Seit dem verbringen wir bestimmt die doppelte Zeit beim einkaufen :rolleyes: :D

Mit ein paar Sachen hat sie sich aber schon angefreundet, dass ich die eben kaufe, ob sie will oder nicht. Aber man merkt eben auch bei ihren Einkäufen, ohne Plastik geht es gar nicht. Und wenn doch, sind die Produkte meist auch teurer. Der Joghurt aus dem Glas kostet eben nun mal meist mehr als das doppelte. Bei anderen Produkten genau so.

Seinen Einkauf in Bananenkisten transportieren geht halt aber auch nur wenn man ein Auto hat. Was ja dann auch wieder umweltschädlich ist. Kann mir keiner erzählen, dass er 2-3 von den Kisten nach Hause trägt. Ich habe dafür diese Mehrweg Tüten die es in jedem Laden für 50 Cent gibt. Keine Ahnung ob die aus Plastik sind. Die werden halt solange benutzt bis sie kaputt gehen. Und zum einkaufen wird natürlich gelaufen.
Beitrag von Bender:
Ich hab mich dieses Jahr primär aufs Haus fokusiert:

- Komplett auf nachhaltigen Ökostrom umgestellt. Das ist bei ner Wärmepumpe gar nicht so einfach, da es bisher immer noch ein Nischenmarkt mit wenigen Anbietern ist. Und Ökostrom von den großen Stromanbietern ist Etikettenschwindel.
- Im und ums Haus kommen nur noch LEDs zum Einsatz. Ist schon beachtlich, wie viel Strom man allein dadurch einsparen kann
- Die restliche Hecke und sonstige Pflanzen eingesetzt. Sieht schön aus, frisst CO2 und gibt den Bienen Nahrung
- Dieses Jahr auch mal das Projekt Gemüsegarten gestartet. Da bei uns idR sogar ein Kaktus eingeht, haben wir mal klein angefangen. Hat aber gut funktioniert, wird daher nächstes Jahr ausgeweitet.
Bin damit eigentlich zufrieden, da der Fußabdruck vom Haus jetzt endlich so minimal wie möglich ist und der Garten eben auch dazu beiträgt, Bienen zur erhalten und CO2 zu reduzieren.

Jetzt im Winter will ich mich dann mal intensiv mit der Müllproblematik auseinander setzen. Dieses Jahr hab ich mich jetzt mal drauf fokusiert, den Müll konsequent zu trennen und die einzelnen Rohstoffe den jeweiligen Recyclingsystem zurückzuführen. Auch wenn diese System auch kranken ist es trotzdem erstmal ein guter Schritt, sie wenigstens zu nutzen. Müllvermeidung steht dann wie gesagt im Winter an.
Beitrag von Saft in Dosen:
Deutschland ist weltweit auf Platz 2 der Müllexporteure und ein nicht geringer Anteil des gesammelten Plastiks wird verbrannt. Solange das nicht endlich seitens unserer Regierung gelöst wird ist es vollkommen egal, ob nun ein Joghurtbecher im Plastikeimer oder im Restmüll landet. Die Leute reden sich ein gutes Gewissen ein und trennen ihren Müll, nur damit es am Ende doch im Ofen oder irgendwo in Asien landet. Immerhin wehrt sich China schon mal...

Zum Thema Zero Waste: das gibt es nicht. Wenn ich etwas im unverpackt-Laden kaufe, muss es erst einmal dahin transportiert werden. Natürlich kann man vermehrt Waren in Holz- oder Glasboxen transportieren, aber auch die werden irgendwann abgenutzt sein und dann heisst es ab auf den Müll oder auf den Wertstoffhof.

Kurz gesagt: mal wieder ein übertriebener Wahnsinn (natürlich mit englischem Begriff), der a) von dem Handeln unserer Regierung quasi ad absurdum geführt wird und b) alleine schon mit vernünftigem Denken jedes Verbrauchers unnütz wäre. Was wir brauchen ist kein "Zero waste" sondern ein vernünftiges Konsumentenverhalten in Kombination mit einem staatlich kontrollierten und FUNKTIONIERENDEM Recyclingsystem.

Beides ist auf absehbare Zeit nicht realistisch. Von daher - die paar Kilo Plastik die man mit Zero Waste einspart sind beim nächsten Musikfestival oder Open Air schon wieder in der Natur verstreut.
Beitrag von Schmier:
Stimmt, einkaufen fahre ich mit dem Auto. Ist aber hoer am Land auch kaum anders möglich. Dieses Jahr hat wieder ein kleiner Kramerladen im Ort aufgemacht, dort kaufen wir jetzt die Lebensmittel häufig und da gehen wir natürlich, anstatt zu fahren.

Der Garten ist bei uns auch großes Thema und wir pflanzen seit ca 3 Jahren vieles selbst an. Tomaten, Zucchini, div. kräuter, Äpfel, Himbeeren, und und und.
Bienenwiesen haben wir auch angelegt und es summt im Sommer ordentlich im Garten.

Zum Thema Recycling. Wir trennen auch, aber Saft hat schon Recht, dass das System hakt. Ist bei uns in Österreich meines Wissens nicht anders.

Ja, Zero Waste ist streng genommen nicht möglich und ich finde das auch ein wenig zu viel des Guten. Aber deinem letzten Absatz stimme ich nicht zu, denn der Müll auf dem Festival entsteht ja trotzdem, egal ob ich weniger Müll produziere oder nicht. Aber der Müll den ich einspare, bleibt auch der Umwelt erspart, auch wenn‘s nur ein klitzekleiner Teil ist.
Heißt, jede Tüte die ich nicht brauche, ist eine Tüte weniger, egal wieviel Müll andere produzieren.
Beitrag von Spunke:
Schlimm an dem Festival Müll finde ich ja eher woher der oft kommt. Ich bin ja selbst auch auf dem ein oder anderen Festival und wie es so ist lassen sich im betrunkenen Zustand politische Themen kaum vermeiden. Finde ich dann irgendwie immer zum schmunzeln wenn die Gruppe von Grünwählern (womit sie die ganze Nach rumposaunen) am nächsten Tag sämtlichen Müll wild verstreut auf ihrem Platz liegen lässt.
Oder auch einfach kreuz und quer durch die Felder der Bauern läuft um 2 Minuten Fußweg zu sparen. Das sind dann schon große Heuchler.

Ich selbst nehme meinen ganzen Müll komplett mit und bringe ihn dort hin wo er hingehört. Wobei ich das aber eher mache, weil ich niemand anderen meinen Dreck wegräumen lassen möchte.
Beitrag von egge:
Im Endeffekt helfen die großen Dinge, auch wenn alle kleinen Dinge sehr löblich sind.

Seine Stimme bei Wahlen jenen geben, die das Problem lösen wollen. Auf Fleisch/Massentierhaltungserzeugnisse möglichst verzichten, eher Öffis oder Fahrrad nutzen als Auto und lieber Bahn als Flugzeug, generell weniger kaufen und wenn, dann eben etwas Gehaltvolleres und wenn möglich aus der Region, damit es nicht mit riesigen Frachtern, denen kaum Beachtung geschenkt wird in der Diskussion, herangebracht wird. Wer kann und will: einfach selbst anbauen. Fühlt sich toll an, schmeckt besser, ist gesünder und günstiger wenn man es richtig macht.
Und generell nicht immer diesem gierigen Gefühl nachgeben unnbedingt das Neueste haben zu wollen, obwohl man es nicht braucht. Meine Handys haben ich solange bis sie den Geist aufgeben. Das sind dann schon einmal kA 5-10 weniger als andere und macht auch etwas aus.

Was die Plastiksachen angeht, war das eh noch nie mein Ding. Ich habe lieber Holz aus geregeltem Abbau oder Glas etc., das sind vllt. nur Nuancen, aber ich finds auch weitaus schöner und angenehmer.

Und beim Einkaufen... ich meine... ich bin in 100% der Fälle mit Rucksack einkaufen gegangen, dann brauch ich auch nicht über Tüten nachdenken, ist ja auch besser zum Tragen usw.

Klar kann man nicht auf alles verzichten, so will man ja auch nicht leben. Ich brauche für die Arbeit technische Geräte und Strom etc., aber wenn man den großen Konzernen die Einnahmen reduziert (wie hier genannt auch bspw. Ökostrom damit sich Kohle nicht mehr lohnt usw.), dann tut man schon etwas sehr gutes, was auch wirkt, sobald mehr Kettenreaktionen entstehen. Oder eben auch wieder zum Bäcker gehen, der keine große Kette ist oder zum Schneider, anstatt Kleidung wegzuwerfen. Das tut auch der direkten Umgebung gut. Wenn dein Bäcker und Schneider, Familienunternehmen etc., besser leben, dann blüht die Stimmung im Viertel auf.

Klar werden andere Länder so nicht vorgehen, die sind ja noch gar nicht an unserem Punkt angelangt. Wir haben den Kapitalismus und die Verschwendung so übertrieben ausgenutzt, dass wir dessen ja schon müde sind. Wir sind gelangweilt vom Überfluss. Ein Wahnsinn, während andere kaum Trinkwasser haben. Aber wenn keiner mit gutem Vorbild voran geht und vor allem sich befreit von den "Sünden" oder wie man das alles auch für sich bezeichnet und das hinter sich lässt, der geht auch weitaus selbstbewusster und befreiter nach vorne.

Und ganz ehrlich: man tut das ganze auch für sich. Ich fühle mich mehr verbunden zur Erde, zur Zukunft, wenn ich mich nicht in die Verschwendung werfe. Karma und so, der gute Egoismus.
Beitrag von Bender:
Zitat:
Original geschrieben von Schmier:
Zum Thema Recycling. Wir trennen auch, aber Saft hat schon Recht, dass das System hakt. Ist bei uns in Österreich meines Wissens nicht anders.



Selbst wenn das System plötzlich nicht mehr haken würde, würde es nur bei konsequenter Mülltrennung effektiv funktionieren. Und das ist etwas, das jeder auch schon jetzt tun kann. Dazuhin funktioniert es ja bei vielen Rohstoffen (Papier, Glas, Elektroschrott) schon sehr gut.
Beitrag von Schmier:
Klar, er hat aber vom Plastik gesprochen und da funktioniert das nicht so, wie es sollte bzw. ist einfach falsch geregelt.
Dass nicht wirklich alles im Endeffekt auf einen Haufen geworfen und verbrennt wird ist klar (zum Glück).
Beitrag von The Formless One:
Zitat:
Original geschrieben von egge:
Klar kann man nicht auf alles verzichten, so will man ja auch nicht leben. Ich brauche für die Arbeit technische Geräte und Strom etc., aber wenn man den großen Konzernen die Einnahmen reduziert (wie hier genannt auch bspw. Ökostrom damit sich Kohle nicht mehr lohnt usw.), dann tut man schon etwas sehr gutes, was auch wirkt, sobald mehr Kettenreaktionen entstehen. Oder eben auch wieder zum Bäcker gehen, der keine große Kette ist oder zum Schneider, anstatt Kleidung wegzuwerfen. Das tut auch der direkten Umgebung gut. Wenn dein Bäcker und Schneider, Familienunternehmen etc., besser leben, dann blüht die Stimmung im Viertel auf.



Ja, aber das ist ja aufgrund der Konkurrenz durch die großen Firmen deutlich schwieriger geworden. Viele kleine Läden haben dadurch einfach den Kampf verloren und mussten schließen, weil sie den deutlich günstigeren Preisen unterlegen waren. Und ich persönlich kann Mitbürgern, die über Jahre hinweg vom "Appel und Ei" gelebt haben, keinen Vorwurf machen auch mal etwas für nen Urlaub oder einfach nur fürn paar Geschenke zu Weihnachten zu sparen. Das geht dann auch nur so.

Dazu kommen dann noch die Zentralisierungsideen... allein die ganze Krankenversorgung, die man kaum noch in kleinen Orten findet, sondern nur noch in Ballungszentren und dort nicht nur umwelttechnisch am Rad dreht, sondern auch Personal heftigst verschleißt, mal davon ab, dass die Qualität der Behandlung dadurch auch meist leidet. Das waren alles politische und wirtschaftliche Ideen, die Blödsinn waren.

Zitat:
Klar werden andere Länder so nicht vorgehen, die sind ja noch gar nicht an unserem Punkt angelangt. Wir haben den Kapitalismus und die Verschwendung so übertrieben ausgenutzt, dass wir dessen ja schon müde sind. Wir sind gelangweilt vom Überfluss. Ein Wahnsinn, während andere kaum Trinkwasser haben. Aber wenn keiner mit gutem Vorbild voran geht und vor allem sich befreit von den "Sünden" oder wie man das alles auch für sich bezeichnet und das hinter sich lässt, der geht auch weitaus selbstbewusster und befreiter nach vorne.


Du bist eventuell davon gelangweilt, aber es gibt noch Millionen, die es nicht sind. Auch nicht in Deutschland, weil die allesamt noch nie im Überfluss gelebt haben, aber dauerhaft mediale Beispiele sehen, wie man ja "so viel besser leben" kann. Das geht vom kleinsten Nenner (Werbung - die ja zu 95% nur auf Angst basiert) bis hin zu ganzen Shows, in denen Reiche und Neureiche ihre Villen, Yachten etc. zeigen und wie sie, wenngleich superdämlich, einen gebräunten Lebensstil pflegen.

Gehen wir dann rüber nach China, wo wir eine Bevölkerung von 1,4 Milliarden Menschen haben (das sind immerhin mal eben 17x so viele Menschen wie wir), in denen über 18% der Menschen sogar unterhalb der Armutsgrenzen leben (immerhin auch mal eben 252 Mio Menschen, ergo mehr als 3x so viele Menschen, die hier in Deutschland allgemein leben), denken die natürlich eher darüber nach, wie sie ihr Leben überhaupt auf die Reihe bekommen, anstatt an schmelzende Gletscher.


Zitat:
Und ganz ehrlich: man tut das ganze auch für sich. Ich fühle mich mehr verbunden zur Erde, zur Zukunft, wenn ich mich nicht in die Verschwendung werfe. Karma und so, der gute Egoismus.


Ja, natürlich tut man das. Und ich glaube, es gibt auch wenige Menschen, die sagen: "Ach, wir könnten nachhaltiger sein, aber ich will es nur aus Trotz nicht..." - die meisten tun es nicht, weil es mit Geldverlust einhergeht etc. pp.

Wir können mit gutem Beispiel natürlich vorangehen, aber wir dürfen uns da eben auch nicht arrogant geben, indem wir glauben, es ändere sich dann sofort etwas. Wenn die großen Länder nicht mitziehen, können wir als "halber Fingernagel" auf dem Globus schlichtweg einpacken. Wenn wir andere Länder überzeugen und mitreißen können, ist das ne feine Sache. Ich verstehe aber auch die Angst vor der Hilflosigkeit, wenn diverse Firmen eben sogar Klimawandel-Leugner subventionieren, nur um deren Interessen zu vertreten. Und da sehe ich dann eben auch in keiner Weise Deine angesprochene Müdigkeit des Konsums.
Beitrag von seidi:
bei mir auf der Arbeit
Krankenhaus mit ca 25.000 stationären Patienten pro Jahr

hat man ein Projekt bei den Essen gestartet

früher gab es Salate, sowie süße Desserts in Plastik wegwerf schälchen

nun hat man Dessertschalen bzw Salatschalen mit Deckel aus Porzellan

das spart schon mal einiges an Plastik ein, allerdings muss man dann eben die Dessertschalen wie das andere Geschirr auch abwaschen was dann wiederum den Wasser und Energieverbrauch erhöhen wird

und in der Anschaffung sind die Dessertschalen natürlich auch teurer als die aus Plastik
Beitrag von winchesta:
ich bin zumindest mal auf glas-pfandflaschen beim mineral umgestiegen
Beitrag von Unregistriert:
Zitat:
Original geschrieben von The Formless One:
Und da sehe ich dann eben auch in keiner Weise Deine angesprochene Müdigkeit des Konsums.



Die sehe ich auch überhaupt nicht. Ich wollte schon gestern auf das "Wir" von egge eingehen aber hatte dann keine Lust darauf.

Mag sein dass viele Menschen in München, Stuttgart oder Hamburg so denken, dieses kann ich nicht ausschließen. Liegt vielleicht auch wirklich daran das dort viele Menschen tatsächlich seit etlichen Jahrzehnten und über Generationen hinweg in Überfluss leben und dies wirklich "satt" haben.

Aber für den Osten oder auch hier in Sachsen maße ich mir an zu behaupten, das die Mehrheit bestimmt nicht "satt" ist. Das hat sicher auch immer noch mit den Erfahrungen einer DDR-Mangelwirtschaft zu tun aber eben auch mit radikalen Veränderungen in den 90er und Anfang 2000er Jahre (Stichwort Hartz 4). Abgesehen von den Altrentnern welche schon in den 90ern Rentner wurden, gab es eine wirklich nachhaltige positive Veränderung im Leben vieler Ossis (vor allem meiner Generation der sogenannten Wendekinder),also in Richtung wirtschaftliches und finanzielles Glücklichsein, erst so mit Ende 2000er/Anfang des neuen Jahrzehnts. Ist sicher nicht allgemeingültig aber dies ist mein Empfinden wenn ich meine Lage, von meinem Umfeld und auch darüber hinaus so mitbekomme. Und da ist jetzt keiner bereit sich selbst radikal zu verändern und einzuschränken.
Beitrag von Spunke:
Zitat:
Original geschrieben von seidi:
bei mir auf der Arbeit
Krankenhaus mit ca 25.000 stationären Patienten pro Jahr

hat man ein Projekt bei den Essen gestartet

früher gab es Salate, sowie süße Desserts in Plastik wegwerf schälchen

nun hat man Dessertschalen bzw Salatschalen mit Deckel aus Porzellan

das spart schon mal einiges an Plastik ein, allerdings muss man dann eben die Dessertschalen wie das andere Geschirr auch abwaschen was dann wiederum den Wasser und Energieverbrauch erhöhen wird

und in der Anschaffung sind die Dessertschalen natürlich auch teurer als die aus Plastik



Ich war das letzte mal vor über 10 Jahren im Krankenhaus. Und insgesamt bestimmt 10 mal in meinem Leben.
Da gab es nicht einmal Wegwerfschalen. Immer so Plastik Teller und normales Metal Besteck :confused:

Auch der Salat und das Dessert kamen immer in Plastik Schälchen.
Beitrag von seidi:
Das wird mit Sicherheit auch überall anders sein

Z.b auf unseren geschlossenen Psychiatrie Stationen gibt es aufgrund Sicherheitsbestimmungen nur abgerundete Messer. Und keine nomalen Tassen sondern nur Thermobecher bzw Plastik Trinkbecher
Und es gibt dort ein Glasflaschen Verbot
Alle Getränke. gibt es dort nur in PET oder Tetrapack

Wüsste jetzt auch nicht wie man da vom Plastik wegkommen könnte. weil eben Sicherheitsbestimmungen dem entgegenstehen

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