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Innerdeutsche Mentalitätsunterschiede: Vorurteil oder Realität?

A N Z E I G E

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A N Z E I G E

    

Beitrag von MCK:
Um den folgenden Inhalt einigermaßen deluxewürdig zu gestalten, beginne ich einmal mit folgendem Kant Zitat:

"Das Vorurteil ist recht für den Menschen gemacht, es tut der Bequemlichkeit und der Eigenliebe Vorschub, zweien Eigenschaften, die man nicht ohne die Menschheit ablegt."

Realistisch betrachtet war und ist Bequemlichkeit wohl der Ursprung jeglicher Innovation und Entwicklung, wen wundert es da, dass auch geistiges Schubladendenken der eigenen Bequemlichkeit oftmals eher genehm ist, als bestehende Schemata umzubauen und immer wieder neue "Einzelschubladen" anzulegen.

Auch ich selbst kann mich von solchem Schubladendenken nicht eindeutig frei machen, sondern maximal immer wieder hinterfragen, ob ich nicht gerade eine unzulässige Vereinfachung vornehme oder aber an der eigenen Wahrnehmung doch etwas dran ist. So geschehen kürzlich beim Urlaub auf Rügen:

Ich selbst komme aus Niedersachsen und muss zugeben, dass an der eher distanzierten und reservierten Verhaltensweise, die uns häufig nachgesagt wird, häufig schon etwas dran ist, und zwar sowohl in meinem Umfeld als auch in Form meines eigenen Verhaltens. Dies nehme ich beispielsweise im Familien- und Bekanntenkreis in Süddeutschland teilweise ganz anders wahr: Das beginnt bei der herzlichen Umarmung zur Begrüßung (im Gegensatz zum eher förmlichen Händeschütteln hier) und endet bei der m.E. generell höheren Geselligkeit.

Beim besagten Rügen-Urlaub fiel mir jedoch auf, dass einige Leute (gerade in der Gastronomie) selbst nach niedersächsischen Maßstäben nicht nur distanziert sondern teilweise gar offen patzig und unfreundlich wirkten. So geschehen beispielsweise in einem Restaurant mit Außenbereich, das um 12 Uhr öffnen sollte. Wir wollten uns dort um 11:55 setzen, wurden jedoch relativ barsch mit den Worten "Ist noch geschlossen" aufgefordert, doch bis 12 Uhr zu warten. Die Tische waren fertig eingedeckt, wir erwarteten auch noch keine Bedienung, aber die Art und Weise der Aufforderung erschien mir doch sehr patzig. Ironischerweise begegnete die gleiche Bedienung uns jedoch anschließend nach Eröffnung sehr freundlich, was mich insofern nachdenklich stimmte, ob besagter Kommentar nicht einmal böse gemeint war, sondern einfach nur Ausdruck einer anderen Mentalität war.

Ähnliches, dafür Sprechendes beobachtete ich bei einem einfachen Imbiss. Während ich auf mein Essen wartete, bestellte jemand ein Fischbrötchen. Auf die Entgegnung der Mitarbeiterin, dass es mit dem gewählten Brötchen aber etwas dauere, erwiderte die Kundin, dass sei kein Problem, dann nehme sie eben irgendein anderes Brötchen, das gerade fertig sei.
Daraufhin erfolgte aus dem Hintergrund, der nach meinem Verständnis äußerst patzige Kommentar eines bis dato am Verkaufsgespräch gänzlich unbeteiligten Mitarbeiters, das man ja nicht McDonalds sei und alles fertig vorbereitet liegen habe.
Dieser Kommentar war für mich ein absolutes "No Go", da die Kundin 1.) sich vollkommen unkompliziert auch mit jeglicher Alternative bereit erklärt hatte und der besagte Mitarbeiter 2.) am vorherigen Dialog überhaupt nicht beteiligt war. Zu einem späteren Zeitpunkt hörte ich jedoch, wie besagter Mitarbeiter mit ebenfalls anwesenden Freunden oder Bekannten in ähnlich "blaffiger" Weise sprach, was mich wiederum dahin zurückbrachte, ob dies nicht einfach mentalitätsbedingt war und überhaupt keine böswillige Intention dahinterstand.

Natürlich sind dies Einzelbeispiele und persönliche Erfahrungen, die nicht zwangsläufig aussagekräftig sind. Aber diese zugegebenermaßen eher trivialen Beispiele brachten mich so sehr ins Grübeln, dass ich gerne andere Erfahrungswerte lesen würde:

Habt ihr ähnliche Mentalitätsunterschiede innerhalb verschiedener Regionen Deutschlands ausgemacht und falls ja, auf welchen Erfahrungen begründen sich diese?
Oder seid ihr der Meinung, dass derartige Erfahrungen generell als Einzelerfahrungen zu werten sind und eine Verallgemeinerung grundsätzlich problematisch ist, da eine Zuordnung spezifischer ortsbezogener Mentalitäten eine unzulässige Verallgemeinerung darstellt?
Beitrag von Berlin Brawler:
Hm, sicherlich gibt es durchaus Unterschiede in der Mentalität bei verschiedenen Gruppen. Vor allem: Auf dem Dorf ist es anders als in der Großstadt. Ansonsten kann man viel falsches herleiten.

Niemand weiß, wie in deinem Beispiel die Angestellten bezahlt werden. Bei nahe dem Mindestlohn würden die wenigsten sich übermäßig anstrengen - und was privat los ist kann eh niemand wissen, der nicht hellsehen kann.

Und insbesondere dein erstes Beispiel habe ich schon "im Westen" erlebt:
McDonalds am Hermannplatz um 5 vor 11 an einem Sonntag. Ich etwas verkatert möchte einen Burger. Nein, bis 11:30 Uhr gibt es nur Frühstücksprodukte und nix anderes.... unglaublich...

Und um meine "Fans" nicht zu enttäuschen, die wahrscheinlich ob meines Textes ungläubig den Kopf schütteln mal ganz Off-Topic:
Spandau gehört nicht zu Berlin
Beitrag von Griese:
Zitat:
Original geschrieben von Berlin Brawler:

Und insbesondere dein erstes Beispiel habe ich schon "im Westen" erlebt:
McDonalds am Hermannplatz um 5 vor 11 an einem Sonntag. Ich etwas verkatert möchte einen Burger. Nein, bis 11:30 Uhr gibt es nur Frühstücksprodukte und nix anderes.... unglaublich...



Hat wenig mit dem Standort zu tun, sondern eher, dass man "von oben" auf den Deckel bekommen würde, wenn man sich nicht an diese Zeiten hält.
Beitrag von Spunke:
Zitat:
Original geschrieben von Berlin Brawler:

Und insbesondere dein erstes Beispiel habe ich schon "im Westen" erlebt:
McDonalds am Hermannplatz um 5 vor 11 an einem Sonntag. Ich etwas verkatert möchte einen Burger. Nein, bis 11:30 Uhr gibt es nur Frühstücksprodukte und nix anderes.... unglaublich...



Ja wow. Ist ja nicht so als ob das geregelt wäre. Man kann sich seine Probleme auch selbst machen. :D
Ich bin mir sicher dass es in Berlin genug Dönerbuden gibt in denen du auch um die Uhrzeit was deftiges bekommen hättest.

Ich hab übrigens in Cannstatt auch mal keinen Burger bekommen, weil es zu früh war. Das ist 20 Jahre her. Geht man eben zum BK 🤷‍♂️
Beitrag von B.J. Penn:
Ich bin ja, selbst als nicht Gastronom, immens genervt von den Leuten, die sich vor Öffnung irgendwo hinsetzen wollen, weil sie Angst haben, ein paar Minuten später könnte schon die Welt untergegangen sein.

Die Leute haben einen stressigen Job und auch wenn ihr da keinen Service erwartet habt, passiert es vermutlich dutzende male, dass sich da eben Leute hinsetzen und sofort Service erwarten. Sie sitzen ja jetzt schon. Da gebe ich den Leuten halt noch ihre letzten 5 Minuten Ruhe und alles ist gut.

Das ist auch so der Klassiker in All Incl. Restaurants im Hotel. Wenn die um 12Uhr aufmachen, kannst du davon ausgehen, dass ab 11:45 die Deutschen Touristen davor stehen und sich gegenseitig fragen, wieso noch nicht offen ist, es steht doch schon alles da. Die ersten rütteln an der Tür und schauen ob man doch irgendwie reinkommt.
Und wenn um 12:01 noch nicht offen ist, schauen sie nervös auf die Uhr und fragen andere "12Uhr hieß es, oder?"

Also ich kann da Gastroleute schon verstehen.
Beitrag von Spunke:
Zitat:
Original geschrieben von B.J. Penn:
Wenn die um 12Uhr aufmachen, kannst du davon ausgehen, dass ab 11:45 die Deutschen Touristen davor stehen und sich gegenseitig fragen, wieso noch nicht offen ist, es steht doch schon alles da.



Ist natürlich nur ein deutsches Problem.
Komischerweise waren die Franzosen, als ich dort gearbeitet habe, genau so.
Beitrag von Berlin Brawler:
Zitat:
Original geschrieben von Spunke:
Ja wow. Ist ja nicht so als ob das geregelt wäre. Man kann sich seine Probleme auch selbst machen. :D
Ich bin mir sicher dass es in Berlin genug Dönerbuden gibt in denen du auch um die Uhrzeit was deftiges bekommen hättest.

Ich hab übrigens in Cannstatt auch mal keinen Burger bekommen, weil es zu früh war. Das ist 20 Jahre her. Geht man eben zum BK 🤷‍♂️

1. Ist das genau das angesprochene Problem. DIe haben ja auf und alles da: Ich sehe da keinen Unterschied zum geschlossenen Aussenbereich. Ausser eventuell Lärmschutzvorschriften.

2. Finde mal in Kreuzkölln Sonntags einen Imbiss, der vor 12 aufmacht, was glaubst du warum ich gezwungen war zu dem Junkfoodladen zu gehen.

    


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