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DIe Verrohung der Gesellschaft

A N Z E I G E

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A N Z E I G E

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Beitrag von Unregistriert:
Ich bin noch wach, kann mal wieder nicht schlafen. Deshalb will ich mal was ansprechen was mir sehr sehr am Herzen liegt und womit ich immer weniger klar komme:

Das Verhalten in unserer Gesellschaft.

Hier mal ein Video zu dem Thema was die Idiotie im Internet betrifft LINK

Ja, wie im Games Bereich ein BeHaind wieder, find die Videos von dem sehr informativ, interessant und gut gemacht.

Nun ist das hier angesprochene erstmal nur auf das Internet bezogen. Und ja, es ist unfassbar schlimm. Du hast den Eindruck das 90% des Internets nur noch von Hass durchzogen sind. Es nur noch darum geht andere fertig zu machen, schaden anzurichten. Ist es so das sich einfach nur der wahre Kern der Menschen zeigt? Es sind Dinge die man auf der Straße normal nicht erleben würde, sollte man meinen.

Und ich entdecke es auch hier, am Cyboard, leider immer mehr. Es gibt Auseinandersetzungen in Diskussionsthemen, das ist normal. Aber es wird so schnell persönlich, man giftet sich an und die Folge davon ist leider nicht mehr, das man am Ende sagt: ok, wir kommen auf keinen Nenner, aber lass uns weitermachen, bei anderen Themen vielleicht. Nein, es wird einem nachgetragen, man gilt grundsätzlich als Vollidiot und eine erwachsene Schlichtung findet grundsätzlich nicht statt. Das mag hier allerdings fast noch human sein, im Vergleich dazu was sich im Internet tut.

Wer Kommentare auf Facebook liest, dem kann schon regelrecht schlecht werden. Lustigerweise ist das Portal Instagram noch schlimmer. Egal welche Seite, egal welches Thema, egal welcher Star, Club, sonstige Menschen des öffentlichen Lebens oder einfach nur eine Privatperson, die Kommantere sind geflutet von Hass, Neid, Missgunst und den negativsten Facetten der menschlichen Persönlichkeit. Mich macht es krank.

Sind wir Menschen im Kern wirklich so böse? Sind wir so verzweifelt das wir uns an anderen auslassen um über unser eigenes, negativ erlebtes Dasein hinwegzutäuschen? Oder verlernen wir einfach nur wie man sich benimmt?

Das die Hemmschwelle im Internet gar nicht vorhanden ist, ist klar.

Was mir Sorge bereitet, ist aber das sich dies längst nicht mehr auf das Internet bezieht. Mal vom Rechtsruck abgesehen, hab ich den Eindruck das auch ohne vor dem Bildschirm zu sitzen, die Hemmschwelle der Leute immer weiter fällt.

Jetzt reden alle immer darüber, vielen ist das Problem bewusst. Wahrscheinlich werden hier viele Leute posten und mir recht geben. Zumindest hoffe ich das. Aber was wird das bringen? Was wird sich ändern? Mir graut es schon vor der Entwicklung in den nächsten 10 Jahren. Die Leute werden schier immer boshafter, hasserfüllter, Rechts ist wieder im Aufwind. Was soll aus der Gesellschaft werden?

Therapeuten sind überlaufen wie nie, der Einzelne hat immer weniger Wert in der Gesellschaft, entweder du funktionierst oder du bist nichts.

Muss man sich da wundern das alles und jeder gefrustet ist?

Oder hab ich einfach nur mit geschlossenen Augen geschlafen und es war immer schon so wie jetzt? Momentan hab ich eine Phase in der ich manchmal gar nicht mehr im Internet sein will, weil ich mir diesen Unsinn nicht mehr geben kann, weil es mich krank macht, wütend und traurig das Menschen so ein Bild abgeben.

Aber es ist doch nicht nur das Internet. Auf der Straße hörst du auch im Vorbeigehen Dinge wie "scheiß Flüchtlinge". Selbst mein ehemaliger Frisör, selber Immigrant, meinte noch groß erzählen zu müssen das dieses Flüchtlinspack weggesperrt gehöre.

Anonymität im Internet ist eine Sache. Aber was bringt die Menschen dazu, sich so zu benehmen und es ist nicht einfach nur eine Fassade die im Internet fällt, zumindest befürchte ich das.

Und wie schlimm soll das noch werden? Vor allem was kann man dagegen tun und diese Entwicklung aufhalten?

Mich macht es unendlich traurig wenn ich sehe wie sehr Menschlichkeit keinen Platz mehr in unserer Gesellschaft hat. Mir liegt das Thema sehr am Herzen und manchmal verzweifel ich einfach und hab das Gefühl ich bin einer der wenigen, die sich darum Sorgen machen. Vielleicht bin ich auch einfach zu naiv für die Welt. Sicher, ich hoffe auf Dinge wie Weltfrieden, die es nie geben wird.

Aber was zur Hölle stimmt mit den Menschen einfach nicht? :(
Beitrag von The Maharaja:
Naja, einseits ist es einfach solche Kommentare anonym abzulassen, andererseits sind das sehr wenige Menschen, die überhaupt kommentieren. Die deutliche Mehrheit ist eine schweigende Mehrheit: https://derstandard.at/20...lkampf-Debatten

Das andere ist halt wirklich eine Panik vieler Menschen vor "Flüchtlingen", weil sie halt Glauben, dass sich dadurch die Krimialität stark erhöht (hat) und der Einfluss von "nicht-westlichen/aufgeklären Kulturen) (ich hasse den Ausdruck selber) in die öffentlichen Bereiche. Halt so irrationale Sachen wie, "irgendwann trägt die Mehrheit Kopftuch in der Schulklasse, einfach weils so viele sind, irgendwann kann man nicht mehr im Bikini ins Freibad, weil man da angegafft/belästigt wird"
Beitrag von Lauf-Guru K:
Einfach die sozialen Medien meiden und nicht lesen.

Wie sagte Lady Gaga in der Richtung: " Social Media is toilet of the internet. "

Halte mich von Social Medien auch fern. Was ich nicht lese, nehme ich nicht wahr, wobei ich auch Argumente gerne überlese. :D
Beitrag von Spunke:
Zitat:
Original geschrieben von Lauf-Guru K:
Einfach die sozialen Medien meiden und nicht lesen.

Wie sagte Lady Gaga in der Richtung: " Social Media is toilet of the internet. "



Und benutzt sie trotzdem selbst regelmäßig.

Das gehört eben auch irgendwo in unsere Zeit. Ich will ohne SM gar nicht mehr.
Man kann natürlich auch ohne elektrische Geräte in eine Höhle ziehen, wenn einem das besser gefällt.
Beitrag von Unregistriert:
Es geht mir ja hier nur teilweise um Social Media und eher mehr darum ob das nicht ein Spiegelbild unserer Gesellschaft ist. Ob die Menschen wirklich einfach so...unmenschlich geworden sind. Oder ob wir das immer waren.
Beitrag von Spunke:
Zitat:
Original geschrieben von Peyton's Royce:
Es geht mir ja hier nur teilweise um Social Media und eher mehr darum ob das nicht ein Spiegelbild unserer Gesellschaft ist. Ob die Menschen wirklich einfach so...unmenschlich geworden sind. Oder ob wir das immer waren.



Das war schon immer so.
Sieht man doch alleine jedes Wochenende beim Einkaufen. Du bist für andere Menschen nur ein NPC, der für sie gar nicht richtig existiert. Hauptsache sie selbst kommen schnell und ohne Probleme voran. Ohne Rücksicht auf andere.
Das war auch schon vor 20 Jahren so. Bestimmt ist nicht jeder so, aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage jeder dritte.
Beitrag von Oliver Queen:
Die Verrohung der Gesellschaft findet doch nicht nur beim Flüchtlingsthema statt. Mittlerweile mach ich mir eher Sorgen, dass ich oder gar schlimmer, geliebte Menschen bei einem Autounfall allein deshalb draufgehen, weil niemand mehr bereit ist erste Hilfe zu leisten und eine Rettungsgasse für den Notdienst zu bilden.
Nein, stattdessen versperren Gaffer einem den Zugang, *********** nutzen freie Gassen um selbst durch zu kommen und SANITÄTER! werden mittlerweile angepöbelt, angegriffen und daran aktiv gehindert leben zu retten.

Wenn man irgendwo in der Stadt zusammenbricht, helfen die meisten Menschen auch nicht mehr wirklich, sondern gucken kurz und gehen munter weiter. Oder schlimmer noch, filmen Menschen in Not lieber anstatt zu helfen.

Wiederum andere Menschen sehen nicht ein, wieso man Platz für Behinderte in Bus machen sollte oder dass Parkplätze für Behinderte auch nur für jene gedacht sind. Macht man drauf aufmerksam, wird einem gedroht dass man gleich selbst behindert geprügelt wird.

Das sind tatsächlich reale Verhältnisse, die einem Angst machen vor der Gesellschaft. Und das beobachtet man durch sämtliche soziale Schichten im Alltag.
Autofahrer mit ihren dicken SUV oder PS Maschinen scheißen auf sämtliche Verkehrsregeln, nehmen tote Fußgänger und Unfälle auf der Autobahn in Kauf, weil sie meinen dass alles jenseits der rechten Spur ihnen allein gehört.
Und gibt es den Unfall, sind wir wieder beim bereits oben angesprochenen Problem..
Beitrag von Spunke:
@Oliver Queen
Aber auch das ist ja alles nichts neues. Ich kann mich sogar noch erinnern, da war ich ein kleiner Stumpf, da haben meine Eltern schon darüber diskutiert warum einem niemanden hilft, wenn man irgendwo liegt und ein medizinisches Problem hat.

Aber es gibt auch positive Beispiele. Mir ist vor einigen Jahren an der Bushaltestelle schwummrig geworden. Musste mich ins Eck setzen, Schweißausbruch und alles. Mit mir standen 5 Leute an der Haltestelle und jeder kam um mir zu helfen. Einer ist sogar schnell in den Laden gerannt um mir etwas zu trinken und zu essen zu holen. Alle fünf haben den Bus verpasst und einer davon ist sogar, obwohl er früher raus musste mit mir bis zu meiner Haltestelle gefahren.
Da habe ich gesehen, dass es eben auch anders sein kann :)
Ich helfe immer, wenn ich es irgendwie kann.
Beitrag von bdbjorn:
Ich sehe das eigentlich wie Spunke. Denn ich glaube nicht, dass es einen wirklichen Unterschied in Bezug auf die Gesellschaft von heute und früher gibt. Man nimmt es sicherlich so wahr, weil Social Media und co Kommentare zeigen, die man sonst gar nicht bemerkt hätte. Wenn auf der Bild-Seite bei Facebook regelmäßig Selbstjustiz gefordert wird etc., ist das nichts neues, sondern lediglich etwas, dass man früher nicht bemerkt hat/bemerken konnte.

Zitat:
Original geschrieben von Peyton's Royce:
Aber es ist doch nicht nur das Internet. Auf der Straße hörst du auch im Vorbeigehen Dinge wie "scheiß Flüchtlinge". Selbst mein ehemaliger Frisör, selber Immigrant, meinte noch groß erzählen zu müssen das dieses Flüchtlinspack weggesperrt gehöre.



Schaut man sich Debatten aus den 90ern oder 70ern an, wird man da ähnliches finden. Selbst aus den 50ern kannst du breite Ablehnung der "Vertriebenen" in der Gesellschaft finden. Von den Zeiten davor müssen wir nicht reden.
Beitrag von Nachtfuchs:
Zitat:
Original geschrieben von Oliver Queen:
Wiederum andere Menschen sehen nicht ein, wieso man Platz für Behinderte in Bus machen sollte oder dass Parkplätze für Behinderte auch nur für jene gedacht sind. Macht man drauf aufmerksam, wird einem gedroht dass man gleich selbst behindert geprügelt wird.

Ich nehme mal dieses Beispiel heraus, da ich hierzu meine persönlichen Eindrücke schildern kann: Ich fahre jeden Tag mit dem ÖPNV und es kommt locker mehrmals die Woche vor, dass für alte Leute oder Leute mit Beeinträchtigungen oder Müttern mit Kinderwagen immer Platz gemacht oder angeboten wird. Nicht nur von mir selbst, sondern auch von vielen weiteren Personen ebenso.

Über deine weiteren Punkte bezüglich der unterlassenen Hilfeleistung oder der Beeinträchtigung von Rettungskräften usw. gebe ich dir zwar Recht, dass es in der jüngeren Vergangenheit scheinbar vermehrt Berichte hierzu gab, aber ob sich das wirklich gehäuft hat im Vergleich zu früher vermag ich nicht zu beurteilen. Persönlich kann ich hierzu auch nichts entsprechendes berichten.

Ich sehe es auch eher so, dass durch die "sozialen" Medien vieles mehr Gehör findet und sich eben heutzutage jeder zu allem äußern kann. Dementsprechend potenzieren sich dann auch die Ergüsse von Leuten - teils anonym, teils mit Klarnamen - die einfach jeglichen Anstand und Respekt vermissen lassen. In diesem Punkt gebe ich dem im Ausgangsposting verlinkten Video von BeHaind vollkommen Recht. Dadurch kommt einem meiner Meinung nach diese "Verrohung der Gesellschaft" viel stärker vor als zu den Zeiten bevor es das Internet gab.

Persönlich bin ich z. B. auch nicht bei Facebook, Twitter, Instagram und Konsorten angemeldet und habe wohl dadurch auch das große Glück mich mit vielen anderen Sachen über die man sich in seinem Umfeld (politische/soziale Auseinandersetzungen im Bekanntenkreis u. ä.) sonst aufregen könnte, nicht so viel mitzubekommen. Meine Mutter bestätigte mich erst letzte Woche wieder in dieser Hinsicht. :D
Beitrag von Timeus:
Sehe das Problem auch nur im Internet. Zum einen sind viele da halt mutiger weil auf Abstand jemanden zu beschimpfen und zu beleidigen als irgendwo auf der Straße wo’s Gegenwind geben könnte. Zum anderen gibt es denke ich auch unglaublich viele Menschen die einfach auch nur dumm und unerfahren sind im Umgang mit dem Internet. Da kapieren viele nicht das ihr Name da steht wenn Sie jemandem anderen den tot wünschen oder beleidigen. Viele haben da bis heute nicht kapiert das das irgendwann mal auf einem zurückfallen kann wenn ggf ein neuer Chef, eine interessante Frau etc sieht was für eine scheiße man da von sich vorm

Dazu gibt es da noch eine weitere Gruppe die diese Schwächen und Ängste der Leute gnadenlos ausnutzen. Es wird einfach immer und immer und immer wieder das selbe geschrieben, ob es gerade stimmt oder nicht und mit der Zeit glauben dann immer mehr das alles was da steht wahr ist weil man hat’s ja soooo oft gelesen das die Quelle da sehr oft die selbe ist fällt dann hinten runter. Die AFD weiß das zum Beispiel sehr gut zu nutzen and teilweise hat man das ja sogar hier im Forum
Beitrag von Indy26:
Zitat:
Original geschrieben von Timeus:
Sehe das Problem auch nur im Internet. Zum einen sind viele da halt mutiger weil auf Abstand jemanden zu beschimpfen und zu beleidigen als irgendwo auf der Straße wo’s Gegenwind geben könnte. Zum anderen gibt es denke ich auch unglaublich viele Menschen die einfach auch nur dumm und unerfahren sind im Umgang mit dem Internet. Da kapieren viele nicht das ihr Name da steht wenn Sie jemandem anderen den tot wünschen oder beleidigen. Viele haben da bis heute nicht kapiert das das irgendwann mal auf einem zurückfallen kann wenn ggf ein neuer Chef, eine interessante Frau etc sieht was für eine scheiße man da von sich vorm

Dazu gibt es da noch eine weitere Gruppe die diese Schwächen und Ängste der Leute gnadenlos ausnutzen. Es wird einfach immer und immer und immer wieder das selbe geschrieben, ob es gerade stimmt oder nicht und mit der Zeit glauben dann immer mehr das alles was da steht wahr ist weil man hat’s ja soooo oft gelesen das die Quelle da sehr oft die selbe ist fällt dann hinten runter. Die AFD weiß das zum Beispiel sehr gut zu nutzen and teilweise hat man das ja sogar hier im Forum



Ich glaube nicht, dass es sich nur ein Problem im Internet handelt. Das Internet potenziert allerdings diese Verhaltensweisen.

Nehmen wir als aktuelles Beispiel das Verhalten von Hochzeitsgesellschaften auf Autobahnen, Kreuzungen usw. Es ist möglich, dass es das auch früher gab. Heute werden aber über das Internet Nachahmer so schnell gefunden, das ist teilweise unglaublich. Zudem scheint es in irgendeiner Form einen Wandel in der Mentalität zu geben. Autorität wird nicht mehr zwingend anerkannt bzw. nicht überall. Egal ob es Polizisten, Rettungssanitäter oder Bahnpersonal ist. Da gibt es heutzutage auch ein andere Einstellung zu. Generell kann man dieses in Frage stellen positiv sehen, aber irgendwo scheint bei manchen etwas verloren gegangen zu sein oder nie existiert zu haben. Ein aktuelles Beispiel ist doch der Streit zwischen Enissa Amani oder wie sie heißt, und der Spiegel-Redakteurin.
Beitrag von Unregistriert:
Zitat:
Original geschrieben von Spunke:
Aber es gibt auch positive Beispiele. Mir ist vor einigen Jahren an der Bushaltestelle schwummrig geworden. Musste mich ins Eck setzen, Schweißausbruch und alles. Mit mir standen 5 Leute an der Haltestelle und jeder kam um mir zu helfen. Einer ist sogar schnell in den Laden gerannt um mir etwas zu trinken und zu essen zu holen. Alle fünf haben den Bus verpasst und einer davon ist sogar, obwohl er früher raus musste mit mir bis zu meiner Haltestelle gefahren.
Da habe ich gesehen, dass es eben auch anders sein kann :)
Ich helfe immer, wenn ich es irgendwie kann.



Da kann ich auch ein positives Beispiel geben. 2016 gab es einen Tag an dem mir auf Arbeit einfach nur schlecht war und ich Magenkrämpfe hatte. Da eh bald Feierabend hat mich mein Chef nach Hause gehen lassen - ohne Minusstunden aufzuschreiben. Auf dem Weg zur Bahn wurde das Übelkeitsgefühl noch schlimmer bis ich dann auch mich tatsächlich Erbrechen musste. Zwei Passanten sind da dann auch auf mich zugekommen und haben mich gefragt wie es mir geht und ob ich Hilfe bräuchte. Einer sogar auf Englisch, was ich in der Situation sogar ganz amüsant fand.

Ein anderes Beispiel ist mein Unfall vor vielen Jahren. Da bin ich beim Überqueren der Straße - bei Grün wohlgemerkt - von einem Pizzalieferanten angefahren worden. Ist aber auch eine blöde Kreuzung. Auf jeden Fall war es dann auch so, dass gleich mehrere Autofahrer mir zur Hilfe geeilt sind, und den Pizzafahrer auch zugestellt haben, so dass der nicht im Affekt abhauen kann.

Ich sehe das "Problem" auch mehr im Internet und vielleicht in der eigenen Wahrnehmung. Man misst den "Hasskommentaren" zu viel Bedeutung bei. Rechte und Linke Idioten, religiöse Spinner und andere Kasper hat es zu jeder Zeit gegeben.
Beitrag von EvilErnie:
Viele Leute sind natürlich im Internet ganz anders als im echten Leben, aber ich denke ihre Internetpersönlichkeit beeinflusst auch ihre echte private Persönlichkeit ohne dass sie dies vielleicht merken.

Die Fähigkeiten Entschuldig zu sagen wenn man jemanden unfair behandelt hat geht z.B immer mehr verloren.
Im Internet sagt man das selten und das ist auch immer mehr in die echte Welt zu spüren.
Beitrag von fingerinpo:
Also wenn ich mir den Umgangston älterer Semester so anhöre dann bezweifel ich, dass es heutzutage roher zugeht.

Vielleicht auch nur ein typisches “früher war alles besser“ Gefühl?

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