MOONSAULT.de - Deutschlands größte Wrestling-Community: WWE, AEW, IMPACT, US-Indy, Europa & vieles mehr!
Zurück zur MOONSAULT.de Startseite Wrestling Newsboard mit News und Infos aus WWE, AEW, IMPACT, US-Indy und weiteren Ligen sowie Ergebnissen und Gerüchten CyBoard Wrestling Forum & Community Euro-Wrestling: Wrestling Eventkalender, Euro-Promotions (wXw, GSW, EWP, CWN, SWO, ACW, ...) und mehr Die Wrestling Talk-Radios MoonTalk und CyLight Reel: Kostenlos als MP3-Download Aktuelle WWE, AEW, IMPACT, ECW, US-Indy & weitere Wrestling-Champions sowie umfangreiche Titelhistories MOONSAULT.de Archive: WrestleCrap, Biographien, Ergebnisse und vieles mehr.

Benutzerdefiniert
In Partnerschaft mit Amazon.de Facebook Like Support MOONSAULT.de

MOONSAULT.de Forum CyBoard > CyBoard Archive > II. Community & Sport Foren > Free & Fun
 
Was versteht ihr unter "Manieren"?

[ TIPP: Diesen Beitrag komplett im MOONSAULT.de Forum anzeigen ]


    

Beitrag von Tobi Jovi:
Mich würde mal interessieren wie ihr zum Thema Manieren steht. Wichtig oder Unwichtig? Dinge wie z.B.

Leuten die hinter euch gehen die Tür aufhalten,
Mit dem Essen warten bis alle ihr Essen auf dem Teller haben bzw. erst den Tisch verlassen wenn alle Beteiligten mit dem Speisen fertig sind,
Eurem Partner die Autotür öffnen und viele mehr.

Was fällt euch noch so ein? Welche Manieren haltet ihr für übertrieben? Auf was solltem besonders Männer bzw besonders Frauen achten?
Ich bin auf eure Meinungen und Ansichten gespannt, da ich selbst in meinem Freundeskreis schon teils große unterschiedliche Ansichten sehe.
Beitrag von Main Train Event:
Geht dich nen Scheißdreck an, du Opfa!
Beitrag von Spunke:
Meine Manieren hängen ganz davon ab wer mir gegenüber sitzt.
Beitrag von Fullback:
Spontan weckt das Wort in mir negative Assoziationen: angepasst, langweilig, duckmäuserisch...
Beitrag von EyeofLegend:
Kommt immer darauf an mit welchen Personen man zu tun hat. Im Freundes oder Familienkreis ganz normal nicht auf alle mit dem Essen zu warten oder sitzen zu bleiben bis alle fertig sind. Am ehesten im beruflichen oder von mir aus noch feierlichen Anlässen notwendig. Tür aufhalten? Das machen Männer die Angst haben das sie sonst keinen Sex mehr bekommen :p
Beitrag von Unregistriert:
Zitat:
Original geschrieben von Fullback:
Spontan weckt das Wort in mir negative Assoziationen: angepasst, langweilig, duckmäuserisch...



Du stehst also nicht für ältere Leute im Bus auf, weil es zu langweilig und angepasst ist? :p
Beitrag von Exil-Adler:
Zitat:
Original geschrieben von Tobi Jovi:
Auf was solltem besonders Männer bzw besonders Frauen achten?



Ich hab mir ehrlich gesagt abgewöhnt da irgendeinen Unterschied zu machen, ich wüsste nicht was das Geschlecht damit zu tun hat wie ich mich Jemandem gegenüber verhalte. Um Geschäftsessen und solche Dinge bin ich glücklicherweise immer herum gekommen. :D

Zum Thema Tür aufhalten, Ladies first ist so ein schreckliches Ding ... Es gilt btw nur wenn man sich sicher ist das Frau nichts passieren kann, ansonsten geht eigentlich der Mann vor um potenzielle Gefahren abzuwenden oder im Fall wenn es nötig ist den Schirm aufzuspannen,ist aber irgendwie in Vergessenheit geraten das ganze .;)
Beitrag von Fullback:
Zitat:
Original geschrieben von Peyton's Royce:
Du stehst also nicht für ältere Leute im Bus auf, weil es zu langweilig und angepasst ist? :p



Oder aber ich bin langweilig und angepasst, weil ich Manieren habe und im Bus aufstehe. ;)

Zitat:
Original geschrieben von EyeofLegend:
Tür aufhalten? Das machen Männer die Angst haben das sie sonst keinen Sex mehr bekommen :p



Spaß bei Seite, ich denke schon, dass "Manieren haben" eher negativ konnotiert ist, das spricht ja auch dafür.
Beitrag von Kapitän Ahab:
Auch wenn hier jetzt viel inhaltlich flaches, (dem ich durchaus ein kleines Grinsen abgewinnen kann) steht, versuche ich mich jetzt dem Thema "Manieren" und "Etikette" etwas ernsthafter zu nähern.

Grundsätzlich sollten Manieren dazu dienen, dem Gegenüber, egal ob in privater oder geschäftlicher Beziehung, seinen Respekt zu erweisen und vor allem ein angenehmes Klima zu schaffen. Man kann dies durchaus als das Zeigen von ein wenig Demut betrachten, um so dem Gegenüber ein positives Gefühl zu verschaffen und ihm sozusagen eine höhere Position zuzugestehen.

Ähnlich ist es zum Beispiel mit dem "jemandem den Vortritt lassen. Es gibt üblicherweise eine ganz klare Rangfolge, in der Personen einen Saal betreten, bzw. in der sie einen Platz an einem Bankett zugewiesen bekommen. Für die Bundesrepublik wäre es zum Beispiel:

1. Bundespräsident
2. Bundestagspräsident
3. Bundeskanzler
4. Bundesratspräsident
5. Bundesverfassungsgerichtspräsident.

Analog ist es in militärischen Strukturen, in welchen sich eben auch die unteren Ränge hinten anzustellen haben. Da die deutsche Sitte doch sehr von diesem preußischen Militarismus geprägt ist, ist eben jemandem den Vortritt zu lassen, ebenfalls eine Geste, mit deren man dem Anderen "die Ehre erweist". Übrigens ist auch das "einem Älteren einen Sitzplatz anbieten" nicht unbedingt auf "alt" im Sinne von krank und schwach, wie man es heute sieht, zurückzuführen, sondern mehr auf den Begriff der "Seniorität", sprich dem Dienstalter in Soldatenkreisen. Gerade im Bereich von Offizieren mit dem selben Dienstgrad.

Ähnlich mag zwar das "einer Frau die Tür aufhalten" wirken, wobei hier weniger der Rang-Gedanke eine Rolle spielt, sondern mehr dem gebrechlichen Fräulein eine schwere Tätigkeit, nämlich die schwere Tür zu öffnen, abgenommen wird. Hier sind wir dann mehr im romantischen Kavalierstum. Geht also gänzlich in eine andere Richtung, und soll mehr ein "kümmern" und "helfen" darstellen, als tatsächlich eine Rangerhöhung.


Zitat:
Original geschrieben von Fullback:
Spontan weckt das Wort in mir negative Assoziationen: angepasst, langweilig, duckmäuserisch...



Tatsächlich hatte ich mit einer Freundin und Mutter eine relativ spannende Diskussion zu genau selbigen negativen Assoziationen. Diese kommen häufig wohl daher, dass Kindern "gute Manieren" nur unter Zwang beizubringen sind, weil doch oftmals beim erlernen von solchen Dingen bei Kindern noch das empathische Verständnis dafür fehlt, warum dies für den Gegenüber wichtig sein könnte.

Ein klassisches Beispiel ist die "liebe Oma", die einem Kind eben auch mal einen Kuss geben will, wenn das Kind im Gegenzug am ehesten noch Omas Bartstoppeln wahrnimmt, und sich somit schon früh, mit Höflichkeit negative Emotionen verbinden.

Vielleicht nicht ähnlich dramatisch, aber doch in der Art gelagert, dürfte es mit jeder Form von erzwungener Höflichkeit sein, solang das Verständnis für den Kontext (nämlich die Höflichkeitsgeste) fehlt. Dann wird ein "Bitte" und "Danke" zur wirklich leeren Worthülle, und zum pavlovschen Automatismus, und damit quasi bedeutungs- und wertlos. (Das ist nicht anders, wie mit Menschen die sich dauernd für alles 'entschuldigen').

---

Und von diesem philosophischen Ansatz jetzt mal hin zu meinem persönlichen Umgang mit dem Thema.

Als Geschäftsmann ist es schon existenziell, dass ich meinen potentiellen Kunden eine gewisse Grundhöflichkeit entgegen bringen, denn obwohl mir manche gehörig auf den Zeiger gehen, lebe ich final doch auch von ihrem Geld (und mit mir meine Frau und alle meine Angestellten). Das Wissen um Etikette und Umgangsformen (welche Gabel für welchen Gang) erleichtert dies einfach ungemein.

Zudem stellt ein manierlicher Umgang, sprich ein respektvoller Umgang, miteinander, gerade bei konträren Meinungen oftmals die Grundlage für einen Kompromiss da. Und auch wenn es traurig ist, hat doch auch der Begriff "Kompromiss" eine ähnliche negative Konnotation bekommen, gleichwohl er doch die Grundlage für ein Auskommen Untereinander und Miteinander sorgt.

Das "gute Manieren" und "höflicher Umgang miteinander" jetzt mit "duckmäuserisch" wahrgenommen wird, empfinde ich als traurig. Denn Höflichkeit heißt nicht per se, seinen Standpunkt aufzugeben, sondern einem konträren Platz einzuräumen, und ihm nicht direkt die Existenzberechtigung abzusprechen. Höflich zu sein, heißt nicht sich selbst und seine Meinung aufzugeben und Schwäche zuzugeben, sondern sich selbst in einer entsprechend starken Position zu sehen, dass man unter Umständen mit dem "Schwäche zeigen" auch selbst kokettieren kann.

Um dies auf das "Vortritt lassen" zu beziehen. Ich kann einem anderen nur den Vortritt lassen, wenn ich selbst das Recht besitze voranzugehen. Dadurch das der andere dann mein Angebot annimmt, festigt er damit nur meine "überlegene Stellung", da er ja anerkennt, dass ich der bin, dem der Vortritt zusteht. Denn wenn ihm der Vortritt zustände, könnte er ja einfach voran gehen.

Alles in allem geht es bei guten Manieren eben oftmals um höfisches (daher auch das Wort höflich) Benehmen, und dort ist in allem eine gewisse Form der Dominanzgeste zu suchen.
Beitrag von legacy1909:
Ich versuche schon so gut wie immer höfflich zu sein und auch auf Manieren zu achten. Sei es das einfache benutzen von bitte und danke oder der Person hinter einem nicht die Tür vor dem Kopf knallen zu lassen. Dabei spielt es finde ich auch keine rolle ob hinter einem Alexa Bliss ist oder Braun Strowman läuft. Wobei mit das mit den Manieren sicher nicht immer gelingt.
Beitrag von DerJometsk:
Zitat:
Original geschrieben von Peyton's Royce:
Du stehst also nicht für ältere Leute im Bus auf, weil es zu langweilig und angepasst ist? :p



Bus fahren LUL ;)
Beitrag von Dingsbrini:
Manieren heißt für mich, sich so zu benehmen, wie es als allgemein angenehm erscheint. Ergo: Seine eigentliche Art in Schranken zu weisen.

    


[ © 2000 - 2020 MOONSAULT.de | Impressum & Datenschutzerklärung | Team ]   
Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen.