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Die EU und das Internet

A N Z E I G E

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A N Z E I G E

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Beitrag von AngelaMerkel:
Für den allgemeinen Nachrichtenthread ist das Thema meines Erachtens zu wichtig, denn das Internet betrifft uns alle vor allem auch wenn wir zB das CyBoard nutzen. Und da es auch viele namhafte Kritiker gibt dürften die vielen Bedenken nicht ganz aus der Luft gegriffen sein. So schreibt Sascha Lobo: "
code:
Übrigens gegen die mehrfache, lautstarke, ausdrückliche Warnung fast der gesamten wissenschaftlichen Community Europas, die sich mit dem Urheberrecht beschäftigt. Gegen jede wissenschaftliche Vernunft also.
Außerdem bezeichnet er das Gesetz als "Quatschgesetz" und "Geschenk für Populisten".
Hier die volle Kolumne: http://www.spiegel.de/net...-a-1212697.html
Konkret geht es darum, dass die EU über eine Reform des Urheberrechts abstimmt. Die Abstimmung findet am 20 Juni statt.

Hier Artikel und Auszüge dieser zum Thema:

https://www.bbc.com/news/...nology-44412025
Zitat:
Memes, remixes and other user-generated content could disappear online if the EU's proposed rules on copyright become law, warn experts.

Zitat:
There is also concern that the proposals will rely on algorithms that will be programmed to "play safe" and delete anything that creates a risk for the platform.
A campaign against Article 13 - Copyright 4 Creativity - said that the proposals could "destroy the internet as we know it".



code:
Jim Killock, executive director of the UK's Open Rights Group, told the BBC: "Article 13 will create a 'Robo-copyright' regime, where machines zap anything they identify as breaking copyright rules, despite legal bans on laws that require 'general monitoring' of users to protect their privacy. "Unfortunately, while machines can spot duplicate uploads of Beyonce songs, they can't spot parodies, understand memes that use copyright images, or make any kind of cultural judgement about what creative people are doing. We see this all too often on YouTube already. "Add to that, the EU wants to apply the Robocop approach to extremism, hate speech, and anything else they think can get away with, once they put it in place for copyright. This would be disastrous. " The Electronic Frontier Foundation and 56 other rights organisations sent an open letter to European lawmakers in October outlining their concerns about Article 13. "Article 13 appears to provoke such legal uncertainty that online services will have no other option than to monitor, filter and block EU citizens' communications if they are to have any chance of staying in business," it read.

https://derstandard.at/20...berrechtsreform
code:
WWW-Erfinder Tim Berners-Lee, Wikipedia-Mitgründer Jimmy Wales und andere IT-Pioniere fürchten eine "Transformation des Internets"

https://derstandard.at/20...berrechtsreform
code:
Massive Bedenken gegen EU-Pläne für eine Urheberrechtsreform - derstandard.at/2000081440418/Massive-Bedenken-gegen-EU-Plaene-fuer-eine-Urheberrechtsreform


Was hält ihr davon?
Beitrag von SaHKu:
Ich informiere mich seit einigen Tagen ebenfalls über das Thema, und nie war es klarer als jetzt, dass dieses Gesetz einzig und allein dazu dienen soll, unter anderem gewissen Verlagen einen vorgeblichen Vorteil zu verschaffen. Das Leistungsschutzrecht an sich war ja schon in Spanien ein voller Erfolg, wie man so hört...google news kann da helfen. Oh, warte mal...uns noch, aber Spanien bereits nicht mehr.
Wie Sascha Lobo es treffend formuliert hat: das Gesetz soll eine Gelddruckmaschine für Verlage werden...

Und die Geschichte mit dem Upload-Filter...ach kommt schon, man sieht ja wunderbar bei youtube, wie der Kram funktioniert, nämlich gar nicht bzw. es wird ausgenutzt ohne Ende (Copyright für Rauschen? Geil...).
Da braucht nur einer auf die Idee kommen, den Satzbaustein bzw. Quellcode "Nächste Seite" als Copyright zu vermerken, und das System bricht in sich zusammen bzw. wird mit "Abuse"-Meldungen geflutet.

Achja: dass "man" (bzw. Firmen) dazu gezwungen werden sollen, auf eine KOSTENPFLICHTIGE Datenbank zuzugreifen, um zu prüfen, ob man gegen Copyright verstößt (man also auch noch dazu gezwungen zu zahlen ist, wie dieses Gesetz vorsieht)...nun ja.

Aber das Timing passt natürlich perfekt, wir haben ja Fußball-WM, da kann man solche Sachen ja mal versuchen durchzuboxen. :rolleyes:
Beitrag von madaboutradford:
das macht wirklich den Anschein eines "Lobbygesetzes".
Beitrag von SaHKu:
Zitat:
Original geschrieben von madaboutradford:
das macht wirklich den Anschein eines "Lobbygesetzes".



*hust*
Zitat:
Wobei etwas verbessern? Angeblich beim „Schutz der freien und unabhängigen Presse“. Gleich darauf verriet Voss jedoch, wer genau ihn davon überzeugt hatte, dass dieses Mittel zur Verfolgung dieses lobenswerten Ziels nötig sei: „Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass ein Axel-Springer-Verlag […] nicht mehr auf Augenhöhe mit diesen weltumfassenden Plattformen wie Google oder Facebook [ist].“


Quelle: https://juliareda.eu/2018...ngsschutzrecht/
Beitrag von SaHKu:
...und wie zu erwarten stimmte eine Mehrheit dafür.
Wenn jetzt nicht noch ein Wunder geschieht, dann haben wir den Salat.
Beitrag von BigCountry:
Ich bin auch letztens durch Lobo´s Artikel auf die Geschichte gestossen und war zuerst auch erschrocken.

Seitdem versuche ich zu ergründen, was sich konkret für uns (private Internetnutzer) ändern könnte. Bitte korrigiere mich, wenn ich beim folgenden falsch liege.

Ich zitiere mal aus dem von dir verlinkten Beitrag von Julia Reha:

Zitat:
Für Einzelpersonen, die privat und ohne wirtschaftliche Interessen Nachrichtenausschnitte teilen, schlägt Voss eine Ausnahmeregelung vor. Dann könnten wenigstens Blogger*innen aufatmen, die ihre eigenen Plattformen betreiben, ohne dabei zur Kostendeckung bezahlte Links oder Werbebanner einzublenden.

Jedenfalls teilen und kommentieren die meisten von uns Nachrichten heute nicht auf selbst betriebenen Seiten, sondern auf kommerziellen Plattformen wie Twitter oder Facebook. Solche Plattformen davon abzuhalten, zum Beispiel die Titel von Artikeln zu verbreiten, wie dieses Gesetz es vorsieht, schränkt demnach unsere Linkfreiheit ein.



Ich sehe ehrlich gesagt nicht die Gefahr, das plötzlich auf Twitter/Facebook nicht mehr über Artikel diskutiert werden kann. Die Plattformen (auch Google) leben von der Zeit, die die User auf ihrer Seite verbringen. Das gleiche gilt für die Nachrichtenseiten. Weder können es sich die Plattformen leisten, das bei ihnen nicht mehr über Nachrichten diskutiert wird, noch können die Verlage auf die indirekte Aufmerksamkeit bzw. Leserzufuhr durch die Social Media/Suchplattformen verzichten. Beide Seiten brauchen sich. Deshalb wird es imo wohl darauf hinauslaufen, das Facebook, Twitter, Google Geld an Bild & co. zahlen, damit die User weiter wie gewohnt über die Nachrichten diskutieren können.


Was aber tatsächlich zum Problem werden könnte, ist die Vielfalt (wieder Reha):

Zitat:
Selbst wenn Verleger davon überzeugt sind, dass sie von der Verlinkung ihrer Inhalte (mit Anreißern) in Suchmaschinen, Nachrichtenaggregatoren und sozialen Medien profitieren – wie viele es sind – wären sie rechtlich dazu verpflichtet, dafür Geld zu verlangen. Je kleiner der Verlag, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Aggregatoren sie daraufhin einfach aus ihren Datenbanken entfernen. Das unveräußerliche Recht, das vermeintlich die Interessen der Verlage schützen soll, nimmt also insbesondere kleinen Verlagen einige der wichtigsten Möglichkeiten, ihr Publikum zu erreichen und größere Bekanntheit zu erlangen.
Beitrag von SaHKu:
Zitat:
Original geschrieben von BigCountry:
Ich bin auch letztens durch Lobo´s Artikel auf die Geschichte gestossen und war zuerst auch erschrocken.

Seitdem versuche ich zu ergründen, was sich konkret für uns (private Internetnutzer) ändern könnte. Bitte korrigiere mich, wenn ich beim folgenden falsch liege.

Ich zitiere mal aus dem von dir verlinkten Beitrag von Julia Reha:



Ich sehe ehrlich gesagt nicht die Gefahr, das plötzlich auf Twitter/Facebook nicht mehr über Artikel diskutiert werden kann. Die Plattformen (auch Google) leben von der Zeit, die die User auf ihrer Seite verbringen. Das gleiche gilt für die Nachrichtenseiten. Weder können es sich die Plattformen leisten, das bei ihnen nicht mehr über Nachrichten diskutiert wird, noch können die Verlage auf die indirekte Aufmerksamkeit bzw. Leserzufuhr durch die Social Media/Suchplattformen verzichten. Beide Seiten brauchen sich. Deshalb wird es imo wohl darauf hinauslaufen, das Facebook, Twitter, Google Geld an Bild & co. zahlen, damit die User weiter wie gewohnt über die Nachrichten diskutieren können.


Was aber tatsächlich zum Problem werden könnte, ist die Vielfalt (wieder Reha):



Naja, man hat ja gesehen, was Gier - und beim Springer-Verlag ist es nichts anderes - auslösen kann, wenn man sich das Hickhack um die GEMA und YouTube anguckt. Also denke ich durchaus, dass google - ähnlich wie in Spanien - einfach den Stecker zieht und das Spiel nicht mitmacht. Und Facebook wird es wohl ebenso halten; ich bezweifle, dass die den Forderungen nachgeben. Wie Lobo es richtig geschrieben hat: für die Verlage ist das geplante Gesetz eine Gelddruckmaschine fürs Nichtstun...in deren Augen. Aber mit google und Facebook - die dieses Gesetz ja hauptsächlich treffen soll/würde - hat man sich die falschen Gegner ausgesucht.

Ich freue mich auf das Gejammer vom Springer Verlag, wenn alle Einnahmen wegbrechen.
Beitrag von Griese:
Zitat:
Original geschrieben von SaHKu:
Naja, man hat ja gesehen, was Gier - und beim Springer-Verlag ist es nichts anderes - auslösen kann, wenn man sich das Hickhack um die GEMA und YouTube anguckt.



Naja, was heißt Gier. Da liegt das Problem ja eindeutig bei YouTube. ;)
Beitrag von SaHKu:
Zitat:
Original geschrieben von Griese:
Naja, was heißt Gier. Da liegt das Problem ja eindeutig bei YouTube. ;)



Die GEMA wollte ursprünglich 0.375 Cent pro Abruf eines Videos wegen der Rechteverwertung...wenn du nun ein Video wie "Gangnam Style" hast, welches 3 Milliarden mal aufgerufen wurde...alles andere als "Gier" fällt mir da nicht ein. Das wären mal flott über 11 Millionen Euro gewesen, an EINEM Song...dass sich YT bzw. google da quergestellt hat, ist nur mehr als verständlich ;)
Beitrag von BigCountry:
Zitat:
Original geschrieben von SaHKu:
Wie Lobo es richtig geschrieben hat: für die Verlage ist das geplante Gesetz eine Gelddruckmaschine fürs Nichtstun...in deren Augen. Aber mit google und Facebook - die dieses Gesetz ja hauptsächlich treffen soll/würde - hat man sich die falschen Gegner ausgesucht.



So wenig ich Springer und den Lobbyismus leiden kann - aber die Lizenz zum Gelddrucken haben aus meier Sicht eher die Plattformen.

Facebook stellt nur die Plattform. Die Verlage liefern aber die Inhalte, die dann nicht bei ihnen, sondern bei FB diskutiert werden. Der Nutzer hat seine "Eyeballs" also bei Facebook, die wiederum Werbung schalten können und Einnahmen generieren, von denen der Schöpfer der Artikel in dem Moment nichts hat.

Die Verlage wollen also nur ein Stück vom Werbekuchen abhaben, was aus meiner Sicht verständlich ist. Den Stecker können die Plattformen gar nicht ziehen. Es ist für sie immer noch profitabler, eine kleine Lizenzgebühr zu zahlen, als die Nutzer ganz zu verlieren. Und da das Gesetz für alle Newsschöpfer gelten soll, können sie auch nicht einfach Verlag X (Springer) boykottieren und auf andere Quellen ausweichen.
Beitrag von Griese:
Zitat:
Original geschrieben von SaHKu:
Die GEMA wollte ursprünglich 0.375 Cent pro Abruf eines Videos wegen der Rechteverwertung...wenn du nun ein Video wie "Gangnam Style" hast, welches 3 Milliarden mal aufgerufen wurde...alles andere als "Gier" fällt mir da nicht ein. Das wären mal flott über 11 Millionen Euro gewesen, an EINEM Song...dass sich YT bzw. google da quergestellt hat, ist nur mehr als verständlich ;)



Ist jetzt ja nicht so, als würde YouTube im Gegenzug an so einem Video keinen Cent verdienen. ;)
Beitrag von SaHKu:
Zitat:
Original geschrieben von BigCountry:
So wenig ich Springer und den den Lobbyismus leiden kann - aber die Lizenz zum Gelddrucken haben aus meier Sicht eher die Plattformen.

Facebook stellt nur die Plattform. Die Verlage liefern aber die Inhalte, die dann nicht bei ihnen, sondern bei FB diskutiert werden. Der Nutzer hat seine "Eyeballs" also bei Facebook, die wiederum Werbung schalten können und Einnahmen generieren, von denen der Schöpfer der Artikel in dem Moment nichts hat.

Die Verlage wollen also nur ein Stück vom Werbekuchen abhaben, was aus meiner Sicht verständlich ist. Den Stecker können die Plattformen gar nicht ziehen. Es ist für sie immer noch profitabler, eine kleine Lizenzgebühr zu zahlen, als die Nutzer ganz zu verlieren. Und da das Gesetz für alle Newsschöpfer gelten soll, können sie auch nicht einfach Verlag X (Springer) boykottieren und auf andere Quellen ausweichen.




Als ob sich der Springer mit einem "Stück" zufrieden gibt. :lol:
Zum restlichen Punkt: wo ist das Problem? Du lieferst den Content. Der wird diskutiert. Wo ist erstmal egal...und: grad bei der berühmtesten Seite des Springer-Verlages...Werbung, wohin man blickt. Flash usw. Da ist es nur mehr normal, dass man auf Facebook ist, deren Werbung ist wenigstens halbwegs dezent bzw. behindert meinen Lesefluss nicht mit Werbung, die sich nicht als störend entfernen lässt.
Und die Diskussionskultur auf den Nachrichtenseiten ist kaum bis gar nicht gegeben...entweder, es gibt keine Commentbox, es kommt das Thema "Flüchtlinge/Merkel/Asylbewerber/AfD/*sonstiger Trash" auf und deswegen gibt es keine Comments...ODER die Diskussion wurde direkt auf Facebook ausgelagert.
Und hier ist auch noch die Frage: Seiten, die bereits Werbung schalten, wollen an der Werbung mitverdienen, die auf den bösen, MULTInationalen Konzernseiten google und facebook erscheinen?
Was kommt als Nächstes? GEZ-Gebühren für RTL, weil sie von der WM berichten, die bei den ÖR läuft?

Zitat:
Original geschrieben von Griese:
Ist jetzt ja nicht so, als würde YouTube im Gegenzug an so einem Video keinen Cent verdienen. ;)



Ich geh mal von "normaler Werbung" aus. Bei 1000 Aufrufen kriegst du als Privatuser von google ca. 2€ (kann auch weniger sein mittlerweile).
Bei 3 Mrd. Aufrufen wären das 3 Mio. X 1000, also 6 Millionen Euro. Sagen wir, google verdient für die Werbung 5€ pro 1000 Aufrufe...naja, dann wären es 15 Millionen. Und davon soll google dann (mal angenommen, Gangnam wird von der GEMA vertreten) 11 Millionen abtreten?
Beitrag von Big Thing:
Für Gangnam Style hat YT damals nach 1 Mrd. Views 6 Millionen an Werbeeinnahmen vermeldet.
Beitrag von BigCountry:
Lös Dich doch mal von gut und böse und speziell dem Feindbild Springer.

Nimm einfach eine Newsseite, die Du für wertvoll hältst oder stell Dir vor, Du betreibst selbst qualitativ hochwertigen Journalismus, der ordentlich Geld kostet.

Und dann kommen monopolartige Plattformen daher, nehmen Deine Inhalte, ziehen einen Grossteil Deiner potentiellen Leserschaft einfach rüber, verdienen ohne etwas zu tun damit Milliarden und Du siehst nicht einen müden Cent.


Springer und alle anderen Verlage werden sich mit einem "Stück" begnügen müssen. Es muss sich für FB & co. immer noch rechnen, etwas für die Content Nutzung zu bezahlen. Also kann die Summe nicht zu hoch sein. Ansonsten ziehen sie tatsächlich den Stecker und beide Seiten würden verlieren.
Beitrag von SaHKu:
Zitat:
Original geschrieben von BigCountry:
Lös Dich doch mal von gut und böse und speziell dem Feindbild Springer.

Nimm einfach eine Newsseite, die Du für wertvoll hältst oder stell Dir vor, Du betreibst selbst qualitativ hochwertigen Journalismus, der ordentlich Geld kostet.

Und dann kommen monopolartige Plattformen daher, nehmen Deine Inhalte, ziehen einen Grossteil Deiner potentiellen Leserschaft einfach rüber, verdienen ohne etwas zu tun damit Milliarden und Du siehst nicht einen müden Cent.


Dann frage ich mich, wieso alle Newsseiten ihre Artikel auf Facebook verlinken, wenn das doch so böse ist? Meistens handelt es sich dabei ja nur um Snippets, und ich MUSS auf die Hauptseite (also die Newsseite), um den kompletten Artikel zu lesen. Win-Win für beide Seiten, oder nicht?
Hier geht es meiner Meinung nach nur darum, dass man den Hals nicht vollbekommt (die Bild hatte ja sowieso zu kämpfen, nachdem sie Vorreiter waren in Sachen "Adblocker blocken", da sind viele Leute halt abgesprungen, um Nachrichten woanders zu lesen (was ja auch nicht so schlecht ist, wenn man es genau bedenkt...anyway))

Es geht mir hier nicht um die Entlohnung, ich werkle selbst hobbymäßig als Redakteur bei einem Game-Magazin und werde dafür nicht entlohnt (auch wenn ab und an Spielemuster vergeben werden, aber das ist ne andere Geschichte :D ), ich weiß, wieviel Arbeit in einem Artikel stecken kann. Und wenn dir den einer "klaut" und selbst veröffentlicht, dann ist das mies. Ok, Punkt geht an dich.
ABER, dieses Gesetz sieht ja sogar vor, dass du (bzw. dein Content-Provider, also Facebook und Co.) nur für SNIPPETS (Link mouseover...) bereits zur Kasse gebeten werden kannst...oder Überschriften schützenswert sind, du folglich schon für das Zitieren einer Überschrift, die rechtlich geschützt sei, löhnen sollst. Und die Nutzung der Datenbank, in dem das schützenswerte Gut aufgelistet ist, soll ebenfalls kostenpflichtig sein laut Gesetzesvorlage...also ich weiß ja nicht...aber gut.

Zitat:
Original geschrieben von BigCountry:

Springer und alle anderen Verlage werden sich mit einem "Stück" begnügen müssen. Es muss sich für FB & co. immer noch rechnen, etwas für die Content Nutzung zu bezahlen. Also kann die Summe nicht zu hoch sein. Ansonsten ziehen sie tatsächlich den Stecker und beide Seiten würden verlieren.


Die Frage ist: wer defininiert das "Stück"? Sollten die Verlage (im Vergleich) so übertriebene Vorstellungen haben wie die GEMA, dann kann dieser Prozess lange anhalten (siehe den "Krieg" mit google) und der Stecker würde mit Sicherheit gezocken werden. Könnte aber sogar das Beste sein, weil den Lobbyisten dann klar wird, dass sie tief in der Scheiße stecken. Ich denke, dass sehr viele User ÜBER Facebook und Co. auf Nachrichtenseiten kommen; nicht nur auf die großen, sondern auch die kleinen. Wäre mal interessant zu wissen, wieviele User Newsseiten besuchen, die auf Facebook auf einen Artikel jener Seiten hingewiesen wurden...und wenn das wegbricht...also diese Geschichte schafft auf Seiten der Verlage nur Verlierer, ich vermute mal, viel Geld werden die nicht sehen.

Von den Uploadfiltern fang ich gar nicht erst an...es gibt ganze Webseiten, die nur von Memes leben...wenn diese wegfallen...da stirbt ein Stück Netzkultur in Europa.

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