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Olympische Winterspiele - Wie kann es weitergehen...?

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Beitrag von Panzerwagen:
Mal ein kleines Fazit / Gedankenexperiment zur Zukunft der Winterspiele.

Blickt man auf diese Winterspiele so fällt natürlich auf, dass sich das Zuschauerinteresse doch sehr in Grenzen hält. Jedenfalls bei den "klassischen" Sportarten wie Ski Nordisch und den Alpinen. Sicherlich ist das auch der Tatsache geschuldet, dass hier wenig bis keine Koreaner irgendeine Rolle spielten und dennoch ist es mehr als traurig, dass die Teilnehmer kaum Zuschauer hatten. Blicken wir auf 2022 deutet sich hier ein Weiter so an, denn China ist in diesen Sportarten ebenfalls kaum existent. Überhaupt ist dies eine weitere Bewerbung, die stark in die Richtung Weiter so geht und die Olympia weiter von den Menschen vor Ort wegbringen wird.

Für das Jahr 2026 gibt es aktuell noch sechs Interessenten. Die Schweizer werden darüber noch abstimmen, die FPÖ will auch abstimmen über Graz/Schladming und die Schweden werden es auch nicht einfach durchwinken. Womit man dann bei Sapporo, Erzurum und Calgary wäre. Letztere schwanken allerdings auch sehr. Auf der anderen Seite plant das IOC immer mehr Sportarten weiter aufzublähen und drückt immer mehr kuriose und depperte Teamstaffeln und andere Scherze in das Programm. Die sogenannten neuen Sportarten auf Snowboard und Co. dienen offenbar nur dazu Material für Watts und Instagram zu liefern. So stehen hier eher Knochenbrüche und Stürze im Vordergrund.

Wieso also nicht das aufgeblähte Programm wieder entschlanken, anstelle der Einführung von immer noch komischeren Bewerben? Der Tagesspiegel stellt vollkommen zurecht diese Frage. Noch dazu, wenn es sonst in vier Jahren auch drei WM-Austragungen mit dem gleichen Programm gibt? Mit großer Freude denke ich an Lillehammer 1994 oder Oslo 2011. Da campierten!! die Leute Tage an der Strecke um die Rennen sehen zu können. Da denke ich auch an die fantastischen Weltcups von Oberhof, Ruhpolding und Antholtz oder an Schladming mit 50.000 Zuschauern an der Strecke. Der Wintersport muss auch wieder da hin kommen können, wo er geliebt und gefeiert wird und das nicht nur alle 30 Jahre. Das ist mit der aktuellen Marschrichtung des IOC praktisch ausgeschlossen. Denn niemand will noch den Gigantismus eines selbstverliebten Verbandes fördern, der alt, starr und intransparent ist. Daher kleinere Spiele mit deutlich geringeren Kosten für die Veranstalter. Noch dazu, wo alle traditionellen Wintersportländer praktisch das meiste an Infrastruktur haben und nicht noch zig Sachen bauen müssten. Aber dann verdient halt keiner mehr in Katar und Co. Schon klar.
Beitrag von Gemsi:
Dein letzter Satz bringt das Dilemma auf den Punkt. Da wird sich nur punktuell etwas ändern, wenn überhaupt. Dem IOC und auch den NOCs geht es vor allem ums liebe Geld, da kann man eher von einer weiteren Aufblähung der Spiele ausgehen.

Moral ist nicht so wichtig wenn es um Moneten geht. Deshalb würde ich Erdogans Erzurum auch direkt mal als Favorit für 2026 ansehen .
Beitrag von BBK:
Was den Ort betrifft, stimme ich dir überein. Es kann eigentlich nicht sein, dass die klassischen Wintersportländer keine Gastgeber mehr sein wollen/können. Auch das IOC muss sich doch mal hinterfragen, warum diese Länder, die Woche für Woche beim Weltcup großes Interesse bei den Zuschauern garantieren (Zakopane, Willingen, Antholtz, Oberhof, Norwegen an sich...), wo also eine grundsätzliche enorme Begeisterung für diesen Sport vorhanden ist, Olympia nicht mehr so haben wollen.

Bei den Disziplinen sehe ich es im Winter aber anders. Das Programm ist in meinen Augen nicht zu voll, eher sogar in einigen Disziplinen im Gegenteil. Biathlon ist voll, klar, Ski Alpin, Langlauf genauso. Aber wenn es Tage mit "nur" 3 Entscheidungen gibt, dann kann man mir nicht erzählen von "das ist zu viel".

Dem Kommentar kann ich da auch nicht zustimmen, es ist nun mal ein Unterschied, ob ich im Sprint (mehr die Laufdisziplin) oder im Einzel (Schießen bevorteilt) vorne liege oder ob ich im Duell Mann gegen Mann mich als nervenstärker präsentiere.

Und, ich glaube nicht, dass diese Menge an Disziplinen das Problem für die europäischen Städte darstellen, das würde man gewuppt bekommen.
Beitrag von TheJester:
Stell dir nur mal die Stimmung vor, wenn diese Spiele mit einem so starken Ergebins deutscher Athleten in München und Umgebung stattgefunden hätte. Das wäre ein unvergessliches Ereignis geworden. Das wird es bei Olympia in absehbarer Zeit leider nicht mehr geben.
Beitrag von RavenHawk999:
Problem sind doch offenbar die enormen Kosten, da sind ja nicht nur die Kosten für die Sportstätten,wenn man jetzt mal die aktuellen Spiele nimmt die Kosten ohne Infrastruktur fast 2 Milliarden Euro ,rechnet man die Infrastuktur noch dabei sind wir schon bei 10 Milliarden Euro und mehr.Sicher ist die Infrastruktur rund um München nicht so brach wie jetzt hier in Südkorea.Aber da müsste wohl auch im Milliardenbereich investiert werden. Da kommt man selbst mit alles ausverkauft niemals auf die Einnahme um es plus minus Null rauszukriegen.
Beitrag von Lauren Southern:
Die neuen Bewerbe im Snowboard/Ski Freestyle sind doch grossartig und eine grosse Bereicherung für die Spiele. Snowboard Big Air war sowohl bei den Damen als auch bei den Herren auf sehr hohem Niveau, spektakulär und unterhaltsam. Ich wünsche mir auch, dass Ski Big Air bald olympisch wird. Oder auch mal über Snow Mobile/Snow Bike nachdenken, wie bei den Winter X Games. Gerade die jüngeren Zuschauer kann man so abholen.

Bei der fehlenden Begeisterung gebe ich dir Recht. Wo Koreaner am Start waren, war die Stimmung immer klasse (Eiskunstlauf, Eisschnelllauf und Short Track hauptsächlich), aber es gab bei anderen Bewerben leider wirklich viele leere Plätze, was schade ist. Oder bei den technischen Bewerben der Alpinen, wo viele Koreaner nach dem ersten Lauf das Stadion verlassen haben, weil sie dachten, dass das Rennen vorbei wäre. Ist schon traurig.

Ich würde Winterspiele in der Schweiz natürlich sehr begrüssen, aber die Chancen, dass Sion 2026 vor dem Volk besteht, sind leider eher gering. Österreich und Schweden wären auch tolle Orte für die Spiele. Türkei hingegen absolut worst case. Kann mir aber schon denken, dass die ganz gute Chancen haben. :rolleyes:

    


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