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Bin ich der einzige ...

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Beitrag von Bayley:
Ist aber glaube ich auch kein rein niederrheintypischer Fehler. Mein Nachbar (Baden-Württemberg, stammt garantiert nicht aus der Niederrheinregion) spricht auch ständig von einem Kirchkuchen :mad: Da könnte ich auch verrückt werden.
Beitrag von CristyHemmefahrt:
Zitat:
Original geschrieben von Moira O'Deorain:
Ich kenne absolut keinen, der das mit T spricht..aber gut, ich kenne auch keinen gesunden Menschen, der Kina oder Kemie sagt..



Und wie sprichst du dann Chili aus? Dank Columbo weiß ich, dass auch Deutsche Tschili sagen.
Beitrag von Unregistriert:
Also wenn du Chili ernsthaft Kili aussprichst, hat das schon nichts mehr mit Dialekt, sondern mit Sprachfehler zu tun.
Beitrag von Nate Diazepam:
Zitat:
Original geschrieben von 1900:
Oder der Dialekt ist, gerade in jüngeren Generationen, einfach lange nicht mehr so präsent wie bei den älteren Damen und Herren.



Das haben Dialekte – in der Regel – so an sich.

@Bayley: Hyperkorrektur ist nicht auf den Niederrhein beschränkt, dass ist richtig. Trotzdem ist er dort bei Fich/Tich oder isch/nisch/Kirsche besonders verbreitet.
Beitrag von CristyHemmefahrt:
Zitat:
Original geschrieben von Bucky Lynch:
Also wenn du Chili ernsthaft Kili aussprichst, hat das schon nichts mehr mit Dialekt, sondern mit Sprachfehler zu tun.



Oh Mann, bitte lern lesen:

Zitat:
Original geschrieben von CristyHemmefahrt :
Und wie sprichst du dann Chili aus? Dank Columbo weiß ich, dass auch Deutsche Tschili sagen.



Ich sage Tschili natürlich.
Beitrag von 1900:
Zitat:
Original geschrieben von Nate Diazepam:
Das haben Dialekte – in der Regel – so an sich.


Ist das so? Ich war jetzt einige Mal in Berlin und fand, dass da bspw. wesentlich mehr jüngere Leute noch "berlinert" haben, als bspw. junge Leute hier mit starkem rheinländischen Akzent sprechen. Aber ob das nur eine subjektive Wahrnehmung von mir ist, wirst du mir sicherlich beantworten können, du dürftest dort öfter verkehren. ;)
Beitrag von Nate Diazepam:
Ich sage ja in der Regel. Vor allem in Bayern sprechen die jüngeren auch noch sehr oft Dialekt. Aber dennoch werden es tendenziell immer weniger. Und in Berlin – naja. Eher die Leute aus dem Umland würde ich sagen. Ich höre hier mehr Englisch als Dialekt. Es ist bei so »hippen« Städten auch wieder modern einen Dialekt zu imitieren. Bestes Beispiel Hamburg. Büschn »schnacken« und »Deern« sagen, macht noch kein Platt.
Beitrag von Daniel Stendel:
Exakt. In den hippen Städten kokettieren die zugezogenen dann mit schlechtem Dialekt-Imitat und ziehen den Zorn von wütenden Männern mit Schnauzbart auf sich.
Beitrag von Nate Diazepam:
Schnörres. Ich hätte so gern einen.
Beitrag von Griese:
Zitat:
Original geschrieben von Nate Diazepam:
Schnörres. Ich hätte so gern einen.



Wer hätte bitte nicht gerne einen Schnorres?
Beitrag von Nate Diazepam:
True.
Beitrag von Jesse:
Nachdem es ja immer noch einige beschäftigt, noch ein paar Worte zur Aussprache von Chemie, China und Chile.

Chemie ist ein Wort aus dem Altgriechischen. Der Buchstabe Chi wurde dort wie K oder Kh gesprochen. Es gab in der deutschen Sprache (aus dem Indogermanischen) keine Wörter mit Ch-Anlaut. Sämtliche Wörter mit Ch-Anlaut kamen (unmittelbar oder mittelbar) aus dem Altgriechischen und wurden entsprechend mit K-Anlaut gesprochen. Andere Wörter, die mit Ch beginnen, kamen erst viel viel später in die deutsche Sprache, hauptsächlich aus dem Französischen (Chance, Chef, Charme, etc.). Es kam auch vor, dass Wörter wie Kraft seinerzeit mit Ch geschrieben wurden (Chraft), weil der Anlaut als angehauchtes K identisch war. Und bei den allermeisten Wörtern aus dem Altgriechischen hat sich die entsprechende Aussprache im (fast) gesamten deutschen Sprachgebiet auch bis heute gehalten: Chaos, Charakter, Charisma, Chamäleon, Chor, Cholera, chorlerisch, Christ, Chlor, Chrom, Chromosom, chromatisch, Chronik, etc.

Davon gibt es nur 2 große Ausnahmen, das sind Chemie und Chirurg. Das sind Wörter, die erst relativ spät in die deutsche Sprache kamen und nochmal später erst auch weite Verbreitung in der Beölkerung gefunden haben. Das ist eine Zeit in der andere Ch-Lautverschiebungen schon durchgesetzt hatten (vgl. z.B. das deutsche machen und das englische make) und in der es einen französischen Einfluss auf die deutsche Sprache gibt (Wörter wie Charme und Chance stammen aus einer ähnlichen Zeit). Bei Chirurg hat sich bis heute eine weitgehend französische Aussprache etabliert. Bei Chemie hat sich bis heute keine Standardaussprache durchgesetzt. Wäre Chemie ein paar Jahrhunderte früher nach Deutschland gekommen, würde es heute selbstverständlich jeder mit K aussprechen. So gab es eben regional aber eine Verwechslung mit dem Französischen und einer Hyperkorrektur in Bezug auf die ch-Lautverschiebung. So haben wir heute eine regionale Trennung, die in etwa entlang der klassischen sprachlichen Trennlinien zwischen Oberdeutsch, Mitteldeutsch und Niederdeutsch verläuft. Die Aussprachen mit k, ch und (s)ch sind alle drei so häufig, dass keine davon heute in Anspruch nehmen kann, die korrekte zu sein. Alle drei sind korrekt. Wenn einer unbedingt den Titel haben will, dann sind es am ehesten die Süddeutschen, nachdem die K-Aussprache die historisch und systematisch korrekte ist.

China und Chile sind dann Spezialfälle, weil es Eigennamen sind. Bei China ist es besonders schwierig, nachdem das Wort im Chinesischen so nicht existiert. Das Wort geht zurück auf den Kaiser Qin. Die damalige Aussprache ist nicht völlig eindeutig geklärt. Es ist sogar möglich, dass Donald Trump als einziger auf der Welt China richtig ausspricht. ;) Am Wahrscheinlichsten ist, dass das Q seinerzeit als ch mit einem sehr harten Anlaut gesprochen wird, was im Deutschen am ehesten tch entsprechen würde. Die historisch korrekte Aussprache wäre also am ehesten T'china. Vielleicht also ein halber Punkt an die Niederdeutschen, nachdem die ch-Aussprache noch am nähesten dran ist (wenn auch trotzdem noch recht weit weg) und ein halber Punkt an die Süddeutschen, nachdem das Wort zu einem Zeitpunkt ins Deutsche kam, als ein Ch-Anlaut immer k ausgesprochen wurde. Auch hier sind aber alle 3 Aussprachen heute korrekt.

Bei Chile ist es relativ eindeutig. Das gibt es in der Landessprache und wurde daraus übernommen. Die Aussprache Tschile ist entsprechend auch die häufigste und vor allem im Süddeutschen dominant. Die Linien unterscheiden sich von der China- und Chemie-Aussprache. Die Dominanz der Tsch-Aussprache erstreckt sich weiter in den Norden über die Speyrer Linie (die Grenze zwischen Ober- und Mitteldeutsch) hinaus, teilweise bis zur Benrather Linie (die Grenze zwischen Hochdeutsch und Niederdeutsch), mit einer Ausnahme, dass an der französischen Grenze die französische Aussprache mit Sch-Anlaut dominiert, die darüber hinaus auch im Osten dominiert. Im Norden findet sich dann noch eine Dominanz des Ch-Anlauts. Fast überall finden sich aber signifikant große Minderheiten, die das eigentlich korrekte Tschile verwenden. Wobei man aber hier auch sagen muss, dass sowohl die ch-Aussprache wie auch die sch-Aussprache ausreichend verbreitet sind, dass sie als standardsprachlich korrekt gelten müssen.

Zusammengefasst: Chemie, China, Chile – es gibt für alle drei jeweils drei Aussprachen, die standardsprachlich korrekt sind. Niemand macht also etwas falsch. Sprachlich bzw. sprachhistorisch am meisten richtig machen die Süddeutschen. Sie haben aber natürlich auch den historischen Vorteil, dass sie auf hochdeutschem Sprachgebiet leben und das Hochdeutsch erfunden haben.
Beitrag von Saul Goodman:
Wir könnten uns auch einfach mal darauf einigen, dass es quasi keine "falsche" Aussprache gibt, solange der Sinn erkennbar bleibt.

Leuten vorzuschreiben ob sie Kina oder Schina sagen ist sensationell deutsch - und dann noch über die "Korrektheit" streiten.
Beitrag von Unregistriert:
Danke für die ausführliche Erläuterung Jesse. Wobei es den meisten, glaube ich, gar nicht darum ging, dass die andere Aussprache per se "falsch" ist (auch wenn das so am ehesten heraus liest), sondern dass sich die entsprechend andere Aussprache einfach dämlich anhört. :D Gerade die Diskussion rund um Fisch/Fich und Tisch/Tich ist da ein Paradebeispiel.

@Saul Goodman: So typisch Deutsch ist das gar nicht. Lass doch mal Briten und Amerikaner darüber abstimmen, wie man z.B. "can't" ausspricht, ob es Fries, Crisp oder Chips heißt, Biscuit oder Cookie, Check oder Bill, Elevator oder Lift, Postman oder Mailman und natürlich Football oder Soccer. ;)
Beitrag von King of Old School:
...der sein Gehalt immer erst am 10. des folgenden Monats erhält? Also mein Gehalt für den Januar bekomme ich erst am 10.Februar bzw am 9., weil das ein Freitag ist. Oder bekommt jemand sein Gehalt regulär noch später?

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