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MOONSAULT.de CyBoard Community - Deutschlands größtes Wrestling-Forum CyBoard > II. Community & Sport Foren > Free & Fun > Haben wir es verlernt positive Dinge als positiv anzunehmen?
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BigCountry ist offline BigCountry
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Zitat:
Original geschrieben von Sonnenwirt:
[b]

Und nur weil sie es deiner Meinung nach nicht merken, ist es egal bzw. keine gute Sache? Genau das meinte ich in meinem Ausgangsposting. Selbst wenn er es nicht merkt: Er zeigt sich solidarisch und verzichtet freiwillig - das ist positiv und sollte auch dementsprechend gewürdigt werden.



Und wieder dasselbe: Ja, sie lenken ein und ja, es hat was mit PR zu tun, na und? Ich finde es schon sehr befremdlich, positive Dinge nur dann als positiv anzusehen, wenn sie für den Akteur sonst keine positiven Auswirkungen hat.




Sowohl Daimler als auch Adidas sind Beispiele, die imo selbstverständlich sind und keiner speziellen Würdigung bedürfen.

Bei den Autobauern bricht der Umsatz ein? Ja, dann wird an der Kostenschraube gedreht. Kurzarbeit, Gehälter runter und eben auch die Bezüge des Vorstands. Das ist nicht solidarisch sondern im Interesse des Unternehmens.

Und das Adidas seinen vertraglichen Verpflichtungen zur Mietzahlung nachkommt ist ja wohl selbstverständlich. Insbesondere angesichts der hervorragenden finanziellen Verfassung des Unternehmens. Lob haben da eher die hunderttausenden Kleinunternehmer verdient, die irgendwie die letzten (privaten) Euros zusammenkratzen, um Pacht/Miete zu zahlen.

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EC3 changing the game... The best guy here. The best guy there. The best guy ANYWHERE!

The spirit of the Ultimate Warrior will run forever!

Old Post Posted: 02.04.2020, 09:32 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von Cameron Grimes:
Ich glaube, dass es daran liegt, dass man von Konzernen und der Politik oder anderen Großverdienern eher enttäuscht wurde. Klar ist das alles jetzt echt super, was diese (also fast alle) machen, weil es nicht selbstverständlich und ein schönes Zeichen ist, aber dennoch: Denen schmerzt das nicht und es ist halt nicht alles Gold, was glänzt. Bin aber in der Grundtendenz bei dir: Man sieht vieles schnell zu negativ. Aber ein schönes Diskussionsthema!



Warum wurde man von Großverdienern und Konzernen enttäuscht? Wenn mich diese Adidas-Miete Geschichte enttäuscht hat, dann kann ich dich trotzdem sagen „Gute Sache, dass sie da eingelenkt haben“. Ich will das Thema jetzt gar nicht auf die Konzerne lenken, aber mal als anderes Beispiel: Die Gewinne von gestern werden oftmals in Weiterentwicklung budgetiert oder in Dividende ausgeschüttet. Klar haben Unternehmen ein Festgeldkonto, aber was denkst du, was Adidas pro Monat an Gehältern zahlt? Das geht schnell ebenso in die Milliarden - pro Monat! Man sieh hohe Gewinne und sagt, da muss doch Geld da sein, aber das eine solche Situation die wenigsten Unternehmen lange mitmachen können und dementsprechend frühzeitig auf ihre Liquidität achten müssen, ist auch klar. Wie das jetzt explizit bei Adidas zu bewerten ist, weiß ich nicht, aber von Galeria Kaufhof weiß ich, dass sie jeder Tag mit geschlossenen Geschäften 80 Mio € kostet.

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Oberguru und neuerdings auch Hellseher

Old Post Posted: 02.04.2020, 09:34 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von Sonnenwirt:
Zoom bei dem Betten Beispiel näher ran: Ist es gut, dass Deutschland verhältnismäßig viele Intensivbetten hat? Ja - das ist was eindeutig positives und kein Grund darauf mit „aber die Arbeitsbedingungen sind so schlecht“ zu antworten. Man kann doch auch einfach sagen „Ja, dass ist wirklich gut“. Von mir aus auch „Ja, dass ist wirklich gut, jetzt sollten wir vielleicht an anderen Punkten noch nachziehen“. Aber was ich furchtbar finde ist „Trotzdem ist alles schlecht Blablabla“.



Keine Ahnung, wo hast Du das "ALLES schlecht blabla" denn gelesen, das Du es als Allgemeinhaltung wahrnimmst?

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Old Post Posted: 02.04.2020, 09:34 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von BigCountry:
Sowohl Daimler als auch Adidas sind Beispiele, die imo selbstverständlich sind und keiner speziellen Würdigung bedürfen.

Bei den Autobauern bricht der Umsatz ein? Ja, dann wird an der Kostenschraube gedreht. Kurzarbeit, Gehälter runter und eben auch die Bezüge des Vorstands. Das ist nicht solidarisch sondern im Interesse des Unternehmens.

Und das Adidas seinen vertraglichen Verpflichtungen zur Mietzahlung nachkommt ist ja wohl selbstverständlich. Insbesondere angesichts der hervorragenden finanziellen Verfassung des Unternehmens. Lob haben da eher die hunderttausenden Kleinunternehmer verdient, die irgendwie die letzten (privaten) Euros zusammenkratzen, um Pacht/Miete zu zahlen.



Warum sind freiwillige Leistungen bei dem einen selbstverständlich und bei dem anderen mehr zu würdigen? Das ist Schwachsinn ohne Ende.

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Oberguru und neuerdings auch Hellseher

Old Post Posted: 02.04.2020, 09:35 Uhr
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Sonnenwirt ist offline Sonnenwirt
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Zitat:
Original geschrieben von BigCountry:
Keine Ahnung, wo hast Du das "ALLES schlecht blabla" denn gelesen, das Du es als Allgemeinhaltung wahrnimmst?



Ich spreche nicht von einer Allgemeinhaltung, sondern stelle dieses Thema zur Diskussion. Aber wenn ich mir sowohl die Reaktionen im Politik Thread anschaue, als auch in Facebook, ist da einfach wenig bis keine positive Reaktion auf diese Zahl.

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Oberguru und neuerdings auch Hellseher

Old Post Posted: 02.04.2020, 09:37 Uhr
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seidi ist online! seidi
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Zitat:
Original geschrieben von Sonnenwirt:
Wie würdest du dann die Gesundheitswesen ALLER anderen Länder beurteilen?



ich kann die Gesundheitswesen ALLER anderen Länder nicht wirklich beurteilen

es gibt überall Unterschiede
und wie geschrieben, wenn man von draußen als außenstehender auf unser Gesundheitswesen blickt ergibt das ein anderes Bild wie als wenn man in diesen System Jahrelang arbeitet

es gibt ja schon alleine innerhalb Deutschlands teilweise heftige unterschiede

man darf auch nicht vergessen, das wir in einem der reichsten Länder der Welt und einem Hoch Industrieland Leben
wir haben ganz andere Voraussetzungen als viele Länder, aber wir machen teilweise zu wenig draus
teilweise weil es von der Politik verschlafen wurde, teilweise aufgrund Finanzieller Engpässe in der Vergangenheit, auch teilweise weil Gewinn erzielung bei Privaten Kliniken wichtiger waren als Ausstattung,Personal oder Investitionen in die Infrastruktur.

Old Post Posted: 02.04.2020, 09:39 Uhr
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BigCountry ist offline BigCountry
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Zitat:
Original geschrieben von Sonnenwirt:
Warum sind freiwillige Leistungen bei dem einen selbstverständlich und bei dem anderen mehr zu würdigen? Das ist Schwachsinn ohne Ende.



Das fragst Du echt?

Weil ein Unternehmen wie Adidas genug Cash bzw. noch das Onlinegeschäft hat, während ein Kleinunternehmer (Gaststätte, Friseur etc) oftmals über keine grossen Rücklagen verfügt und u.U. mit dem persönlichen Vermögen haftet. Völlig unterschiedliche Voraussetzungen in der Leistungsfähigkeit. Wer es schwer hat, wird von mir immer mehr Würdigung erfahren.

Naja, klinke mich besser aus. Muss eh los.

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Old Post Posted: 02.04.2020, 09:41 Uhr
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Voel ist online! Voel
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Hatte schon häufig sehr ähnliche Gedankengänge wie Sonnenwirt, auch unabhängig von Corona. Die Wahrnehmung kann ich also zu 100% bestätigen, fällt mir vor allem immer wieder im Social Media Bereich auf, aber nicht nur dort.

Es wird sich ja selbst dann nur auf das Negative fokussiert wenn trotzdem auch positive Aspekte ersichtlich sind (Stichwort eine Münze hat auch zwei Seiten).
Ein Großteil daran liegt imo an der übertriebenen Diskussionskultur vor allem in Deutschland. Wird ja jedes Thema x-mal ausgeschlachtet und hundertfach durchgekaut. Und über Probleme/Negatives lässt sich wesentlich besser diskutieren.

Natürlich gibt es auch diffizile Themen aber es wird sehr häufig übertrieben negativ dargestellt, teilweise auch von den Medien natürlich.

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XBOX Live Gamertag: PastJaguar58661

Old Post Posted: 02.04.2020, 09:46 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von BigCountry:
Das fragst Du echt?

Weil ein Unternehmen wie Adidas genug Cash bzw. noch das Onlinegeschäft hat, während ein Kleinunternehmer (Gaststätte, Friseur etc) oftmals über keine grossen Rücklagen verfügt und u.U. mit dem persönlichen Vermögen haftet. Völlig unterschiedliche Voraussetzungen in der Leistungsfähigkeit. Wer es schwer hat, wird von mir immer mehr Würdigung erfahren.

Naja, klinke mich besser aus. Muss eh los.



Ich habe das jetzt eher auf den Verzicht von Gehältern im Vorstand bezogen.

Aber um bei Adidas zu bleiben: Adidas wollte ein neues Gesetz, welches Corona-Geschädigten hilft, im Zweifel liquide zu bleiben, nutzen um mit kommerziellen Vermietgesellschaften über eine Stundung von Miete zu reden. Ich seh da noch nicht mal was verwerfliches, zumal das Onlinegeschäft bei Adidas gerade mal 15% des Umsatzes ausmacht und Adidas dementsprechend Corona geschädigt ist. So oder so, sie haben ja jetzt die Gespräche eingestellt und werden Miete zahlen - also ist doch alles gut.

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Oberguru und neuerdings auch Hellseher

Old Post Posted: 02.04.2020, 09:48 Uhr
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Gnabry kocht ist offline Gnabry kocht
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Zitat:
Original geschrieben von Sonnenwirt:
Wie würdest du dann die Gesundheitswesen ALLER anderen Länder beurteilen?

Hier werden, glaube ich, zwei Betrachtungs- und Bewertungsweisen vermischt. Du vergleichst das Gesundheitssystem Deutschland mit dem Rest der Welt bzw. Mit Ländern mit der gleichen wirtschaftlichen Wertschöpfung und kommst zum Schluss: Ja, wir sind vergleichsweise gut, besser oder sogar am Besten aufgestellt.
Seidi bewertet das Gesundheitssystem unabhängig von anderen Ländern und kommt zum Schluss: Nicht gut und sehr ausbaufähig.

Das “Problem” ist jetzt: Beide Betrachtungsweisen sind völlig legitim und unabhängig voneinander richtig. Man kann sie aber nicht vergleichen bzw. sollte man nicht dagegen Argumentieren, indem man Argumente aus der anderen Sichtweise nutzt.
Ja, es ist richtig, dass wir im Vergleich sehr gut da stehen. Da können wir uns glücklich schätzen und das sollte man auch schätzen. Es ist aber dann falsch zu sagen: ABER, wenn man sieht wie stark das System kaputt gespart wurde, ist es miserabel. Das mag stimmen, ist aber das falsche Argument für die Diskussion “Gesundheitssystem weltweit”. Es wird gleichzeitig zu einem validen Argument, wenn man über das Gesundheitssystem in Deutschland diskutierten möchte. Dann wäre es aber wiederum falsch dem entgegen zu wirken und zu sagen: “ABER, weltweit gesehen sieht es in allen anderen Länder deutlich schlechter aus”.

Ich hoffe aber es ist klar, was ich damit aussagen wollte.

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Old Post Posted: 02.04.2020, 09:49 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von Gnabry kocht:
Hier werden, glaube ich, zwei Betrachtungs- und Bewertungsweisen vermischt. Du vergleichst das Gesundheitssystem Deutschland mit dem Rest der Welt bzw. Mit Ländern mit der gleichen wirtschaftlichen Wertschöpfung und kommst zum Schluss: Ja, wir sind vergleichsweise gut, besser oder sogar am Besten aufgestellt.
Seidi bewertet das Gesundheitssystem unabhängig von anderen Ländern und kommt zum Schluss: Nicht gut und sehr ausbaufähig.

Das “Problem” ist jetzt: Beide Betrachtungsweisen sind völlig legitim und unabhängig voneinander richtig. Man kann sie aber nicht vergleichen bzw. sollte man nicht dagegen Argumentieren, indem man Argumente aus der anderen Sichtweise nutzt.
Ja, es ist richtig, dass wir im Vergleich sehr gut da stehen. Da können wir uns glücklich schätzen und das sollte man auch schätzen. Es ist aber dann falsch zu sagen: ABER, wenn man sieht wie stark das System kaputt gespart wurde, ist es miserabel.
Das mag stimmen, ist aber das falsche Argument für die Diskussion “Gesundheitssystem weltweit”. Es wird gleichzeitig zu einem validen Argument, wenn man über das Gesundheitssystem in Deutschland diskutierten möchte. Dann wäre es aber wiederum falsch dem entgegen zu wirken und zu sagen: “ABER, weltweit gesehen sieht es in allen anderen Länder deutlich schlechter aus”.

Ich hoffe aber es ist klar, was ich damit aussagen wollte.



Ja, hast recht. Ich habe meine Kernintention mal in deinem Beitrag kursiv dargestellt, mit dem Rest hast du aber auch recht.

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Old Post Posted: 02.04.2020, 09:53 Uhr
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Meine Frau hat durch die Gesundheitsbranche ihre jetzige Krankheit die sie in eine ähnliche Situation wie R.Enke bringen kann und trotzdem finde ich machen die jetzt das beste daraus was möglich ist. Und da zählt nicht was sie hätten besser machen können.


Letzten Endes ist aber die Gesamtheit an der gesamten Situation mitschuldig. Alles sp günstig wie möglich und "Geiz ist geil" was sehr viele leben ist nen Grund das alle so oft wie möglich in Richtung "Sparen Sparen Sparen" gehen um überleben zu können.

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Wer oft genug an's Hohle klopft, der schenkt der Leere ein Geräusch!

Old Post Posted: 02.04.2020, 09:56 Uhr
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Cameron Grimes ist offline Cameron Grimes
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Zitat:
Original geschrieben von Sonnenwirt:
Warum wurde man von Großverdienern und Konzernen enttäuscht? Wenn mich diese Adidas-Miete Geschichte enttäuscht hat, dann kann ich dich trotzdem sagen „Gute Sache, dass sie da eingelenkt haben“. Ich will das Thema jetzt gar nicht auf die Konzerne lenken, aber mal als anderes Beispiel: Die Gewinne von gestern werden oftmals in Weiterentwicklung budgetiert oder in Dividende ausgeschüttet. Klar haben Unternehmen ein Festgeldkonto, aber was denkst du, was Adidas pro Monat an Gehältern zahlt? Das geht schnell ebenso in die Milliarden - pro Monat! Man sieh hohe Gewinne und sagt, da muss doch Geld da sein, aber das eine solche Situation die wenigsten Unternehmen lange mitmachen können und dementsprechend frühzeitig auf ihre Liquidität achten müssen, ist auch klar. Wie das jetzt explizit bei Adidas zu bewerten ist, weiß ich nicht, aber von Galeria Kaufhof weiß ich, dass sie jeder Tag mit geschlossenen Geschäften 80 Mio € kostet.

Weil man es halt ungewohnt ist, dass diese so denken, da sie sonst eher durch Egoismus glänzen, wenn es Menschen außerhalb ihrer Blase schlecht geht. Dass die das nur für die Mitarbeiter tun, klar, dass es eine schöne Geste ist, auch, aber das ist man schlicht und ergreifend nicht gewohnt und der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier.

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zum Thema Gesundheitssystem nochmal etwas

letzes Jahr gab es bei Bertelsmann-Stiftung eine forderung mehr als die Hälfte der Krankenhäuser schließen zu wollen

dort war zu lesen:

Zitat:
Mehr als jedes zweite Krankenhaus in Deutschland sollte nach Ansicht von Fachleuten geschlossen werden, damit die Versorgung der Patienten verbessert werden kann. Von den derzeit knapp 1400 Krankenhäusern sollten nur deutlich weniger als 600 größere und bessere Kliniken erhalten bleiben, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung. Sie könnten dann mehr Personal und eine bessere Ausstattung erhalten.

"Nur Kliniken mit größeren Fachabteilungen und mehr Patienten haben genügend Erfahrung für eine sichere Behandlung", betonen die Autoren der Studie. Viele Komplikationen und Todesfälle ließen sich durch eine Bündelung von Ärzten und Pflegepersonal sowie Geräten in weniger Krankenhäusern vermeiden.

Kleine Kliniken verfügten dagegen häufig nicht über die nötige Ausstattung und Erfahrung, um lebensbedrohliche Notfälle wie einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall angemessen behandeln zu können.

Nur in ausreichend großen Kliniken könnten Facharztstellen rund um die Uhr besetzt werden. Auch Computertomographen und andere wichtige Geräte könnten dann in allen Kliniken bereitstehen. Vor allem die Qualität der Notfallversorgung und von planbaren Operationen lasse sich so verbessern. Auch der Mangel an Pflegekräften könne so gemindert werden. "Es gibt zu wenig medizinisches Personal, um die Klinikzahl aufrecht zu erhalten", schreibt Bertelsmann-Projektleiter Jan Böcken.



Zitat:
Die finanzielle Lage vieler Krankenhäuser in Deutschland ist gleichwohl prekär. Nach jüngsten Zahlen der Deutschen Krankenhausgesellschaft hat jede dritte Klinik 2017 rote Zahlen geschrieben. Die sogenannten Rationalisierungsreserven seien mittlerweile ausgeschöpft, hatte die Krankenhausgesellschaft erklärt.

Ob immer schwarze Zahlen der allein entscheidende Punkt für die Existenzberechtigung einer Klinik sein dürfen und sollen, ist aber diskussionswürdig. Das fängt schon mit dem Blick auf einzelne Abteilungen an.

Nicht selten arbeiten insbesondere beratungsintensive Abteilungen in Kliniken am Rande von Verlusten oder tatsächlich lange Strecken defizitär, weil diese Tätigkeiten zur herkömmlichen Gerätemedizin relativ schlechter vergütet werden. Sind deshalb zum Beispiel (wiederholte) Schulungen von Eltern schwer an Diabetis erkrankter Kinder durch Fachärzte und Ernährungsberater überflüssig? Oder psychologische Betreuung fettleibiger Kinder und Jugendlicher, deren Gesundheit massiv gefährdet ist, wenn keine Änderung einsetzt? Wohl eher nicht. Die Liste der Beispiele ließe sich beliebig verlängern.



kann man nur jeden Tag DANKE sagen das es nicht umgesetzt wurde!!

Old Post Posted: 02.04.2020, 10:19 Uhr
Beiträge: 2025 | Wohnort: Berlin | Registriert seit: 30.01.2012 Info | Posting ID: 9587586  
Raul Bobadilla ist offline Raul Bobadilla
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Gutes Thema.

Schon vor Corona hatte ich das Gefühl, dass sich eine negative Weltsicht und Unzufriedenheit mit quasi allem in Deutschland (nur hier habe ich 100% Einblick) durchgesetzt hat, die es so vor 20 oder 30 Jahren nicht gab. Gerade was Politik und Gesellschaftiches angeht, hat man bei vielen Statements das Gefühl, dass wir in einer Bananenrepublik mit 50% Arbeitslosigkeit und einem schrecklich unter Inkompetenz, Boshaftigkeit und Dummheit der Regierung leidenden Volk zu tun haben. Dass sich das alles 0,0 mit der Realität in Einklang bringen lässt und so gut wie alle Statistiken und Erhebungen belegen, dass es uns insgesamt sehr gut und in vielen Bereichen viel besser als vor 20 Jahren geht, macht das Ganze noch seltsamer. Meine Wahrnehmung mag aber auch massiv durch das Internet geprägt sein, wo naturgemäß die Unzufriedenen lauter und mitteilsamer sind als im echten Leben.

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"Die Investition von den Spielern wird am Tage geführt." - Thorsten Legat

Old Post Posted: 02.04.2020, 10:41 Uhr
Beiträge: 3539 | Wohnort: Mönchengladbach | Registriert seit: 19.06.2010 Info | Posting ID: 9587593  
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