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Sandhausenfahrer ist offline Sandhausenfahrer
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Gerade Plasberg hat aus meiner Sicht und dem was ich so mitkriege, was zugegebenermaßen nicht so riesig viel ist, da ich diese Talkshow-Formate weitestgehend ignoriere, die "rechteste" Haltung, wenn man so auf die Themen und Gästewahl abstellt.

Letztlich ist das bei dieser ganzen Diskussion wahrscheinlich überwiegend eine Frage der Perspektive und auf was man den Schwerpunkt legen will. Ich persönlich würde dem Twitter-Auftritt, der wahrscheinlich von irgendeinem Praktikanten betreut wird und dessen Tweets dann ja auch sogleich wieder gelöscht wurden, nicht die Bedeutung beimessen, daraus direkt eine Linksfärbung des ganzen ÖRR zu sehen, aber gut, gerade die Welt ist halt auch wirklich sehr erfolgreich darin, den konservativen Verfolgungskomplex immer wieder zu befüttern.
Was tatsächliche Berichterstattung angeht, finde ich die ÖRR ehrlich gesagt nicht besonders eingefärbt. Die Nachrichtensendungen sind weitestgehend neutral, auch wenn da, wie bei allen Nachrichten die Frage, über welche Themen man wie viel berichtet eher die interessante ist. Mir ist das da oft zu viel Fokus auf Pferderennen, aber das ist eben das, was Journalisten am spannendsten finden. Die Meinungsbeiträge sind einigermaßen aufgeteilt und man hat da sowohl linke Redakteure, die sie bringen dürfen (Restle zB) als auch sehr CSU-nahe Redakteure. Es fehlt natürlich ein Rechtsradikaler, da könnte man den Meinungspluralismus vermissen. Halte es aber für vertretbar, dass die Meinungsformate im ÖRR schon noch auf dem Boden des GG bleiben.
Was diese ganzen elenden Talk-Formate angeht, erkenne ich da weiß Gott keine linke Prägung. Die Themen sind fast immer das, was momentan am lautesten ist und es sitzen praktisch auch immer die gleichen Gestalten da, ohne deutliches Übergewicht nach links. Lindner, Kubicki oder Altmaier sind da genauso Stammgäste wie Wagenknecht, Habeck oder Kipping. Genauso mittlerweile auch fast immer irgendeine AfD-Nase.

Am deutlichsten fand ich eigentlich in den letzten gut 15 Jahren, wie schonend weite Teile des Journalismus, und dazu gehört sicher auch der ÖRR, vor allem mit Merkel umgegangen sind und wie gut sie eigentlich immer in allem wegkam, ohne große kritische Auseinandersetzung. Das hatte, überspitzt formuliert, fast schon Züge, dass man vergessen konnte, dass Fr. Merkel Teil der durchaus kritisch betrachteten Bundesregierung ist. Dass rechte Strömungen in den letzten Jahren versuchen, Merkel nach links zu rücken, macht aus ihr aber weiterhin keine linke Politikerin und die Hofberichterstattung ihr persönlich gegenüber den ÖRR nicht "links". Merkel ist immer noch eine konservative Politikerin einer konservativen Partei.

Ansonsten klar, das Polit-Entertainment ist tatsächlich eher links. Die Heute-Show ist sicher eher dem linkeren Spektrum zuzuordnen, wobei sie, als ich sie noch schaute eigentlich besonders gerne auf die SPD draufgehauen hat und die Anstalt ist sicher das linkeste, was man im deutschen Fernsehen auf so einer Bühne zu sehen kriegt. Könnte aber auch daran liegen, dass rechte Satire echt nicht funktioniert.

Beitrag editiert von Sandhausenfahrer am 05.05.2021 um 15:35 Uhr

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Sandhausen soll ja auch ganz schön sein.

Old Post Posted: 05.05.2021, 15:27 Uhr
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Kir Royal ist offline Kir Royal
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Zitat:
Original geschrieben von DerrickRose2:
Ich sehe halt momentan, wie die Diskussionen sich verschieben, Trump-Ära, Fake-News, Social Media etc.. Es ist halt schwierig geworden und ich sehe halt in solchen Behauptungen, der ÖR ist mittlerweile sehr links, ein sehr großes Problem, weil es die AfD und rechte Positionen damit relativiert. Es suggeriert ja, dass wenn die Tagesschau über Forscher berichten, die vor dem Klimawandel warnen, dass man das nicht ernst nehmen müsse, weil Tagesschau ist ja links und die Wahrheit liegt in der Mitte. Und das tut sie bei dem Thema z.B.halt nicht. Es wird suggeriert, dass man entweder der Meinung sein kann, Klimawandel ist gefährlich oder nicht. Und gerade bei dem Thema ist sich die Wissenschaft da so dermaßen einig.



Dass es den Klimawandel gibt, bestreitet ja kein halbwegs gebildeter Mensch. Aber gibt es KEINE wichtigeren Probleme als den Klimawandel? Falls dass die Tagesschau so sehen sollte, geht es ja mit der Beeinflussung schon wieder los ...

Natürlich kann man auch die Meinung vertreten, der Klimawandel ist unwichtig. Ich glaube mal, dass dem 80ig Jährigen die eigene Rente wichtiger ist, als wie das Klima in 30 Jahren aussehen wird. Rentner habe ich bei Friday for Future noch wenige gesehen

Und wenn ARD & ZDF konservativ sein sollen, dann zählt mal bitte 10 konservative Sendung auf

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Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.

Old Post Posted: 05.05.2021, 15:30 Uhr
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Berlin Brawler ist offline Berlin Brawler
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Das ZDF wurde ja auf Druck der CDU gegründet, weil Ihnen schon damals einige Sendeanstalten der ARD zu "links" waren... Ansonsten gibt es in beiden Sendern wenige erfrischende Ausnahmen, aber sonst wird da rechter Mainstream wiedergekäut - insbesondere in den Nachrichtensendungen.

Und wenn mal etwas kommt, was man eventuell als linker interpretieren könnte (Böse Krawallmacher eventuell mit der Realität des Mietendrucks und gekippten Mietendeckel auch nur ansatzweise in Verbindung bringen oder eine Baerbock, die - wie mittlerweile der Großteil der Grünen eher konservativ Ökologisch agiert - zitieren, dann kommt sofort Druck von Rechts, weil es kann ja nichtsein, daß auch solche Positionen gesagt werden (wird man ja wohl noch sagen dürfen).

Alleine das Mimimi, wenn man das anspricht und sagt, woher das kommt, spricht Bände.

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Ganz Berlin hasst die CDU

Old Post Posted: 05.05.2021, 15:38 Uhr
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Griese ist offline Griese
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Zitat:
Original geschrieben von Berlin Brawler:
Ansonsten gibt es in beiden Sendern wenige erfrischende Ausnahmen, aber sonst wird da rechter Mainstream wiedergekäut - insbesondere in den Nachrichtensendungen.



Was meinst du damit?

Old Post Posted: 05.05.2021, 15:42 Uhr
Beiträge: 69595 | Wohnort: | Registriert seit: 09.04.2006 Info | Posting ID: 9959756  
Berlin Brawler ist offline Berlin Brawler
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Mal bei den heute Nachrichten genau auf den Subtext geachtet? Auch die ARD tagesschau ist nun wirklich nicht viel besser.
Von Maischberger oder Plaßberg will ich gar nicht erst anfangen. Auch im MoMa ist jetzt eher die AfD zu Gast als die Linke und auch der Umgang ist ein deutlich anderer.

Vielleicht im Vergleich zu Springer mag es Links anmuten. Aber aus meiner Sicht ist ungefähr zwei Drittel bis drei Viertel des Programms der ÖR sicherlich nicht links.
Ausnahmen halt Satireformen wie extra3 oder heuteshow, denen aber zu echter Kritik der nötige Ernst fehlt. Allein Monitor ist da im Kampf gegen Windmühlen.

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Old Post Posted: 05.05.2021, 15:51 Uhr
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DerrickRose2 ist offline DerrickRose2
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Zitat:
Original geschrieben von Berlin Brawler:
Mal bei den heute Nachrichten genau auf den Subtext geachtet? Auch die ARD tagesschau ist nun wirklich nicht viel besser.
Von Maischberger oder Plaßberg will ich gar nicht erst anfangen. Auch im MoMa ist jetzt eher die AfD zu Gast als die Linke und auch der Umgang ist ein deutlich anderer.

Vielleicht im Vergleich zu Springer mag es Links anmuten. Aber aus meiner Sicht ist ungefähr zwei Drittel bis drei Viertel des Programms der ÖR sicherlich nicht links.
Ausnahmen halt Satireformen wie extra3 oder heuteshow, denen aber zu echter Kritik der nötige Ernst fehlt. Allein Monitor ist da im Kampf gegen Windmühlen.



Und zur heute-show (die halt einfach auch leichteres Spiel bei Satire über Konservative hat, weil die CDU bspw. viel mehr Skandale hatte in letzter Zeit) hast du wieder dann irgendwelche Dieter Nuhr Sendungen, wo er über Greta schimpft.

Gleichzeitig auch die Talkshows, ich sehe da nicht wirklich, dass man da mehr linke Positionen einlädt. Eher im Gegenteil. Da wird bei hart aber fair über Rassismus gesprochen und den einzigen Schwarzen, den man einlädt, ist jemand der komischerweise nichts gegen das N-Wort hat.

Und von der Berichterstattung an sich, ist es wenn höchstens subtil, also ich kann da nicht erkennen, dass da nur noch voreingenommen berichtet wird.

Old Post Posted: 05.05.2021, 16:29 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von DerrickRose2:
Und von der Berichterstattung an sich, ist es wenn höchstens subtil, also ich kann da nicht erkennen, dass da nur noch voreingenommen berichtet wird.



Naja, für "Enteignungen" machen hat ARD & ZDF keine Werbung. Für den "Christopher Street Day" dagegen schon. Der ist eigentlich immer Thema. In jedem Jahr.

Ist halt die Frage, wie man nun den "Christopher Street Day" heute noch einordnet. Enorm wichtig oder völlig überflüssig in Zeiten, wo nun Homosexuelle Menschen endlich auch heiraten und Kinder adoptieren können.

Vor allem muss man auch wissen, welche Informationsgehalt sich hinter solchen News verbirgt, wenn ein paar Homosexuelle nochmal Karneval feiern müssen im Sommer. Aber über unwichtige Skispringen und Pferderennen wird ja auch berichtet

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Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.

Old Post Posted: 05.05.2021, 17:07 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von Kir Royal:
Naja, für "Enteignungen" machen hat ARD & ZDF keine Werbung. Für den "Christopher Street Day" dagegen schon. Der ist eigentlich immer Thema. In jedem Jahr.

Ist halt die Frage, wie man nun den "Christopher Street Day" heute noch einordnet. Enorm wichtig oder völlig überflüssig in Zeiten, wo nun Homosexuelle Menschen endlich auch heiraten und Kinder adoptieren können.

Vor allem muss man auch wissen, welche Informationsgehalt sich hinter solchen News verbirgt, wenn ein paar Homosexuelle nochmal Karneval feiern müssen im Sommer. Aber über unwichtige Skispringen und Pferderennen wird ja auch berichtet



Ok schade, also sind Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz für Homosexuelle keine Selbstverständlichkeit mehr sondern linksextremes/grünes Gedankengut.

Dann können wir die Diskussion hier auch beenden...

Old Post Posted: 05.05.2021, 17:20 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von DerrickRose2:
Ok schade, also sind Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz für Homosexuelle keine Selbstverständlichkeit mehr sondern linksextremes/grünes Gedankengut.

Dann können wir die Diskussion hier auch beenden...



Also die homosexuellen Menschen, die ich kenne, laufen privat nicht täglichen in engen Lederklamotten durch die Gegend und machen besoffen Party.

Welches Bild von Homosexualität vermittelt denn deiner Meinung nach der CSD?

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Old Post Posted: 05.05.2021, 17:26 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von Kir Royal:
Also die homosexuellen Menschen, die ich kenne, laufen privat nicht täglichen in engen Lederklamotten durch die Gegend und machen besoffen Party.

Welches Bild von Homosexualität vermittelt denn deiner Meinung nach der CSD?



Ist das jetzt dein Ernst?

Abgesehen von Karneval/Fastnachtsfeiern von besoffenen Kostümierten, die viel mehr Sendezeit bekommen. Das Bild deckt sich komischerweise auch nicht, privat laufen die an der Arbeit bei mir immer ohne Kostüm rum. Komisch.

Old Post Posted: 05.05.2021, 17:29 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von DerrickRose2:
Aber wo siehst du, dass die Berichterstattung bei den ÖR sehr meinungsgetrieben ist? Ich finde wir sind da noch meilenweit entfernt von amerikanischen Verhältnissen. Hat man ja auch bei der US-Wahlnacht sehr gut, hier die nüchterne Diskussionen ohne großes Tamtam und in Amerika auf CNN, wo man konstant Puls von 180 hatte.

Auch was Meinungen angeht, wenn ich gerade auf tagesschau.de gehe, sehe ich da jetzt nicht, dass da selektiv berichtet wird, oder alles sehr links wirkt. Und wenn es mal Meinungen gibt, werden die ja auch gekennzeichnet als Kommentare.



Den Eindruck erhalte ich nahezu jeder Polittalkshow, durch die Besetzung, Anmoderation, die super-fancy Themenvideos, etwaigen Interventionen der Moderatoren, die Betonung der Emotionen entgegen von Fakten, usw. Ich kann mir von diesem ganzen Klamauk eigentlich nur noch anschauen, wenn er von Phoenix stammt.

Zitat:
Original geschrieben von DerrickRose2:
Und ÖR ist jetzt auch nicht nur ARD und ZDF, es gibt viele Formate, die auch den Bildungsauftrag sehr gut erfüllen. Dass es nicht immer passiert bin ich auch bei dir, aber das ist ein generelles Problem und jetzt nicht aus einer linken Ideologie/Beeinflussung der Meinung heraus.



Ersteres habe ich nicht behauptet und ich kann mir von den seriösen Sendungen wirklich allein die Phoenixformate schmerzfrei anschauen.

Es ist aber mE schon ein Problem, wenn man auf vereinzelte Nischen schauen muss, um ein angemessenes Maß an Qualität zu bekommen, während die Flagships auf einem eher Nichtniveau agieren.

Zitat:
Original geschrieben von DerrickRose2:
Deswegen ich würde mir mehr wünschen, dass vor allem in Talk-Shows etc. Aussagen viel härter geprüft werden und das auch angesprochen wird. Da dürfen stellenweise Leute, die keine Ahnung von einem Thema haben, Sachen sagen, die schon komplett widerlegt sind und ein Lanz ignoriert das einfach und die Zuschauer*innen denken, das stimme alles.



Du meinst, wenn bspw. Karl Lauterbach Studien rezipiert, ohne auf die Prämissen und Einschränkungen der Aussagekraft einzugehen?

In der Sache bin ich bei dir, man müsste den meisten Diskutanten das, was sie da auswerfen, klar widerspiegeln. Auch um nochmal zwischen SV, Würdigung und Emotion zu unterscheiden. Nur sind die meisten Talkformate gerade auf Polemik und Konfrontation ausgerichtet. Deshalb sieht Habeck da auch immer schwächer aus als Baerbock, obwohl er inhaltlich und gedanklich meist mehr zu bieten hat, wenn man mich fragt. Er macht den Fehler ernsthaft nachzudenken und versucht dann seine Gedanken zu erläutern. Aber auch hier sind wir wieder bei der Qualitätsfrage angelangt und zudem der Frage, ob das eine sinnvolle thematische Befassung ist.

Zitat:
Original geschrieben von DerrickRose2:
Und da sind wir beim nächsten Problem, wenn man schon von ausgeht, dass der ÖR angeblich nur noch links ist (was ich wie gesagt überhaupt nicht sehe, eher manchmal noch das Gegenteil, aber egal), dann kommen wieder die AfD/Querdenker*innen, die das auch als Einfluss auf die Meinung sehen und sich selektiv Beispiele raussuchen.



Soweit das ein Versuch ist, mich und meine Weltanschauung in diese Ecke zu stellen, nehme ich den persönlich.

I.Ü. ist es kein sinnvolles Argument, jemandem vorzuwerfen, dritte würde eine Argumentation oder auch nur das Ergebnis einer Fragestellung teilen.

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Das Leben ist dein Wunschkonzert.

Old Post Posted: 05.05.2021, 17:58 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von DerrickRose2:
Ist das jetzt dein Ernst?

Abgesehen von Karneval/Fastnachtsfeiern von besoffenen Kostümierten, die viel mehr Sendezeit bekommen. Das Bild deckt sich komischerweise auch nicht, privat laufen die an der Arbeit bei mir immer ohne Kostüm rum. Komisch.



Wenn wir beide Karneval und CSD gleichstellen, dient dann der Karneval für die Darstellung von Heterosexualität? Falls ja, wie sinnvoll ist das bitte?

Und was der Informationsgehalt in den Nachrichten dazu ist, ist auch so ein Geheimnis. Oder schauen irgendwelche homophoben Leute dann Tagesschau und ändern durch die Übertragung des CSD dann ihre Meinung?

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Old Post Posted: 05.05.2021, 17:59 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von ron-cober:
Den Eindruck erhalte ich nahezu jeder Polittalkshow, durch die Besetzung, Anmoderation, die super-fancy Themenvideos, etwaigen Interventionen der Moderatoren, die Betonung der Emotionen entgegen von Fakten, usw. Ich kann mir von diesem ganzen Klamauk eigentlich nur noch anschauen, wenn er von Phoenix stammt.

Ersteres habe ich nicht behauptet und ich kann mir von den seriösen Sendungen wirklich allein die Phoenixformate schmerzfrei anschauen.

Es ist aber mE schon ein Problem, wenn man auf vereinzelte Nischen schauen muss, um ein angemessenes Maß an Qualität zu bekommen, während die Flagships auf einem eher Nichtniveau agieren.




Ja aber die Frage war ja, sieht man vermehrt nur noch linke Positionen im ÖR. Das es Qualitätsmängel gibt, finde ich ist halt eine andere Diskussion. Da bin ich auch bei dir. Wobei ich hier auch sagen muss, die tagesschau empfinde ich immer noch als sehr qualitativ, dafür dass sie auch nur 15 Minuten haben. Aber das zeigt halt auch, dass es selektiv ist.

Zitat:
Original geschrieben von ron-cober:

Du meinst, wenn bspw. Karl Lauterbach Studien rezipiert, ohne auf die Prämissen und Einschränkungen der Aussagekraft einzugehen?

In der Sache bin ich bei dir, man müsste den meisten Diskutanten das, was sie da auswerfen, klar widerspiegeln. Auch um nochmal zwischen SV, Würdigung und Emotion zu unterscheiden. Nur sind die meisten Talkformate gerade auf Polemik und Konfrontation ausgerichtet. Deshalb sieht Habeck da auch immer schwächer aus als Baerbock, obwohl er inhaltlich und gedanklich meist mehr zu bieten hat, wenn man mich fragt. Er macht den Fehler ernsthaft nachzudenken und versucht dann seine Gedanken zu erläutern. Aber auch hier sind wir wieder bei der Qualitätsfrage angelangt und zudem der Frage, ob das eine sinnvolle thematische Befassung ist.



Ja das ist ja das Problem bei Namen, wie "Hart aber fair". Ich lieb das von Jon Stewart ja, wo er CNN für eine Talkshow fertig gemacht hat: https://www.youtube.com/w...h?v=aFQFB5YpDZE Und das trifft es manchmal, dass es eher Theater als Diskurs ist. Warum sonst lädt man bevorzugt prominente Leute ein, die wissenschaftliche Behauptungen in den Raum stellen, die jeder Wissenschaftler widerlegt. Wobei man hier aber auch betonen muss, so schlimm manches ist, was in den Talkshows passiert, es gibt da auch Schwankungen und es ist jetzt nicht komplett auf RTL 2 Niveau.

Aber ja klar, wenn Karl Lauterbach was falsch zitiert, dann muss er dafür auch kritisiert werden. Darum geht es ja.

Ich sehe halt mit dem Aufkommen der ganzen Verschwörungstheorien etc. das Problem, dass wir die inhaltliche Grundlage verlieren. Und das meinte ich auch mit dem Faktenchecker. Da wird es immer noch Leute geben, die irgendwelche Behauptungen in die Welt setzen und die Fakten damit diskreditieren. Muss man die dann erhören?

Wie können wir über richtiges Vorgehen in der Pandemie diskutieren, wenn diese Diskussionen auf falschen Annahmen basiert?


Zitat:
Original geschrieben von ron-cober:

Soweit das ein Versuch ist, mich und meine Weltanschauung in diese Ecke zu stellen, nehme ich den persönlich.

I.Ü. ist es kein sinnvolles Argument, jemandem vorzuwerfen, dritte würde eine Argumentation oder auch nur das Ergebnis einer Fragestellung teilen.



Nein es war kein Vorwurf, es war eine allgemeine Feststellung, was man doch jetzt schon sieht. Wir reden jetzt schon darüber, ob die ÖR befangen seien in ihrer Meinung. Wie willst du dann diesen Faktencheck vor Kritik schützen? Und leider werden da bestimmt auch mal Fehler passieren. Aber da muss danach kommuniziert werden, warum.

Old Post Posted: 05.05.2021, 18:22 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von DerrickRose2:
Ja aber die Frage war ja, sieht man vermehrt nur noch linke Positionen im ÖR. Das es Qualitätsmängel gibt, finde ich ist halt eine andere Diskussion. Da bin ich auch bei dir. Wobei ich hier auch sagen muss, die tagesschau empfinde ich immer noch als sehr qualitativ, dafür dass sie auch nur 15 Minuten haben. Aber das zeigt halt auch, dass es selektiv ist.



Meiner Wahrnehmung zeigt sich da durchaus diese Tendez. Begründet liegt das mE in der Emotionalisierung und teilw. auch Moralisierung von Einzelfragen - soweit bspw. Progressivität als inhaltsleerer Grundwert im Gegensatz zu wirtschaftsnahen oder konservativen Standpunkten goutiert wird, schwingt notwendigerweise eine Stigmatisierung und Narrativbildung statt. Das merkt man mE durchaus öfters; Teilnehmern wird auf diese Weise subtil die Berechtigung der Interessenstragung abgesprochen.

Die Bild darf das gerne (leider) machen, aber bitte nicht der ÖRR.

Zitat:
Original geschrieben von DerrickRose2:
Ja das ist ja das Problem bei Namen, wie "Hart aber fair". Ich lieb das von Jon Stewart ja, wo er CNN für eine Talkshow fertig gemacht hat: https://www.youtube.com/w...h?v=aFQFB5YpDZE Und das trifft es manchmal, dass es eher Theater als Diskurs ist. Warum sonst lädt man bevorzugt prominente Leute ein, die wissenschaftliche Behauptungen in den Raum stellen, die jeder Wissenschaftler widerlegt. Wobei man hier aber auch betonen muss, so schlimm manches ist, was in den Talkshows passiert, es gibt da auch Schwankungen und es ist jetzt nicht komplett auf RTL 2 Niveau.



Offtopic: John Steward ist in der Tat immer wieder gut anzuschauen; am interessantesten finde ich seine Einschätzung, dass seine Satire in der Daily Show den Weg für die heutige "seriöse" politische Berichterstattung in den USA bereitet hat, weil sie sich ganz im Wesentlichen seiner Stilmittel bedient.

Wenn wir beginnen, RTL II auch nur in die Nähe eines Maßstabes zu bringen, ist der Kampf verloren.

Zitat:
Original geschrieben von DerrickRose2:
Aber ja klar, wenn Karl Lauterbach was falsch zitiert, dann muss er dafür auch kritisiert werden. Darum geht es ja.

Ich sehe halt mit dem Aufkommen der ganzen Verschwörungstheorien etc. das Problem, dass wir die inhaltliche Grundlage verlieren. Und das meinte ich auch mit dem Faktenchecker. Da wird es immer noch Leute geben, die irgendwelche Behauptungen in die Welt setzen und die Fakten damit diskreditieren. Muss man die dann erhören?



Nun, man sollte den Faktencheck durchaus auch mal checken. Immer, wenn ich da mal hingeschaut habe (zugegebener Maßen nur bei der Anstalt) war das mau bis verfälschend. Für Satire ist das noch in Ordnung, solange der Konsument einigermaßen medienkompetent mit den Formaten umgehen kann.

Zitat:
Original geschrieben von DerrickRose2:
Wie können wir über richtiges Vorgehen in der Pandemie diskutieren, wenn diese Diskussionen auf falschen Annahmen basiert?



Gerade hinsichtlich der Pandemie lernen wir gerade, dass die meisten Annahmen eine kurze Halbwertszeit haben. Das macht die Frage durchaus schwierig, wenn du mich fragst.

Zitat:
Original geschrieben von DerrickRose2:
Nein es war kein Vorwurf, es war eine allgemeine Feststellung, was man doch jetzt schon sieht. Wir reden jetzt schon darüber, ob die ÖR befangen seien in ihrer Meinung. Wie willst du dann diesen Faktencheck vor Kritik schützen? Und leider werden da bestimmt auch mal Fehler passieren. Aber da muss danach kommuniziert werden, warum.



Auch hier ist die Frage, wie man "befangen" definiert: reichen die Rundfunkräte aus? Ein Einfluß ist es schon, befangen wäre mir zu stark.

Es geht mE viel mehr um die Professionalität und den Habitus, den der ein oder andere Redakteur Journalist etwas verquer verortet. Das zeigt sich dann auch darin, dass die eigene Auffassung im Programm überhöht wird. Im Ergebnis, wenn der Journalist bei sich den vorhin angemerkten Erziehungsauftrag oder einen Auftrag, die Gesellschaft in eine Richtung zu lenken, wird es - für den ÖRR - schwierig.

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Das Leben ist dein Wunschkonzert.

Old Post Posted: 05.05.2021, 19:36 Uhr
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