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Miku ist online! Miku
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Zitat:
Original geschrieben von Kirk Angel:
Ohne jetzt zu tief einsteigen zu wollen, aber warum wird hier das private Verkleiden mit einem Indianerkostüm (was Carpendale, die dafür als aktuelles Beispiel hergenommen wurde, ja getan hat; sie hat es halt nur öffentlich gepostet) immer wieder mit der Kunst (Filme, Karl-May-Festspiele, Satire) im selben Atemzug genannt? Das sind doch wohl zwei paar unterschiedliche Stiefel, ob ich mich privat als Indianer verkleide (und damit nicht die für das Jahr 2021 angemessene Sensibilität mit dem Thema habe, ob gewollt oder ungewollt) oder ob ich das in Ausübung meines Berufes mache. Freiheit der Kunst und so?



Weil das die Frage war die am Ende der letzten Seite gestellt wurde und um Die eigentlich gerade von Kir Royal diskutiert wurde.
Du sagst ja gerade selber "Das seien ja noch unterschiedliche Paar Stiefel", also genau Kir's Argument.

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Mein rechter, rechter Platz ist frei Vol. 3 -- Sieger
Beste Band
Verein: Bayern München
"Verbrennt die Kinder und versteckt die Ernte!"

Old Post Posted: 24.02.2021, 13:36 Uhr
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ron-cober ist online! ron-cober
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Zitat:
Original geschrieben von Kirk Angel:
Ohne jetzt zu tief einsteigen zu wollen, aber warum wird hier das private Verkleiden mit einem Indianerkostüm (was Carpendale, die dafür als aktuelles Beispiel hergenommen wurde, ja getan hat; sie hat es halt nur öffentlich gepostet) immer wieder mit der Kunst (Filme, Karl-May-Festspiele, Satire) im selben Atemzug genannt? Das sind doch wohl zwei paar unterschiedliche Stiefel, ob ich mich privat als Indianer verkleide (und damit nicht die für das Jahr 2021 angemessene Sensibilität mit dem Thema habe, ob gewollt oder ungewollt) oder ob ich das in Ausübung meines Berufes mache. Freiheit der Kunst und so?



Sicher ist das grds. etwas anderes, aber schlägt die Kunstfreiheit, in der sich Regisseur, Autor, etc. verwirklichen, die persönliche Verwirklichung bei einer Kostümfeier? Das halte ich für eine sehr gewagte Abwägung.

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Das Leben ist dein Wunschkonzert.

Old Post Posted: 24.02.2021, 13:37 Uhr
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ron-cober ist online! ron-cober
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Zitat:
Original geschrieben von Kir Royal:
Ich frage mich nur, wen theoretisch "das Verkleiden als Indianer" stört, wenn es in unserer Gegend kaum US-Ureinwohner gibt? Und ich weiß auch nicht, wie das in den USA abläuft. Darf man sich dort noch als Indianer verkleiden?

Und von mir aus kann man auch solche Kostüme verbieten. Bitte nicht falsch verstehen. Wo ich halt grundsätzlich nicht mehr dabei bin ist, wenn sich "Schauspieler" bei irgend einem Event für eine Rolle so verkleiden würden und das dann kritisiert wird.

Das sollte schon noch erlaubt sein. Ich frage mich z.B., wie heute ein Filmproduzent einen Mafia-Film in Deutschland drehen sollte? Menschen mit italienischen Wurzeln in Deutschland sind auch eine Minderheit. Darf man das? Und wie sollen man dann die Mafioso in dem Film darstellen? Italienischer Akzent noch erlaubt? Darf ein "nicht Italiener" dann einen Mafia-Boss spielen? Oder nimmt der dann einem Schauspieler mit Migrationshintergrund die Rolle weg?

Was ich insgesamt kritisch sehen bei solchen Diskussionen ist einfach, dass für diese Diskussionen überhaupt keine logische Regeln gibt. Man weiß nie, was erlaubt ist und was verboten ist. Deshalb hat man doch auch fast wöchentliche Skandale, weil keiner mehr irgendwo durchblickt.



Darf ich mich dann zum Karneval als ital. Pizzalieferant verkleiden? Oder als Obelix? Oder als Bayer? Oder als irgendein Berufsvertreter - die Stellen für sich ja eine Minderheit dar. Oder als Gottheit? Religiöse Gefühle usw. Oder als Tier? Fänden überzeugte Tierhalter nicht gut, außerdem Tierrechte usw. Wer bin ich, mich über eine Katze zu stellen.

Das einzig wahre Ergebnis ist doch, Karneval und alle vergleichbaren Aktivitäten einfach zu verbieten. Dann kann auch keiner mehr Anstoß nehmen.

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Das Leben ist dein Wunschkonzert.

Old Post Posted: 24.02.2021, 13:42 Uhr
Beiträge: 669 | Wohnort: | Registriert seit: 01.02.2020 Info | Posting ID: 9885134  
Tom Mickel ist offline Tom Mickel
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Zitat:
Original geschrieben von Kir Royal:
Der BR hat einige Scheibenwischer-Ausgaben mit Dieter Hildebrandt in den 80er Jahren nicht ausgestrahlt. Ob das alles immer "positive Beispiele" sind ...



Hobby nerven und dämlich stellen?
Was soll auch ständig wieder dieser Quatsch von wegen "erlaubt oder verboten"? Wurde irgendwer verhaftet? Ist es wirklich zu viel verlangt, sich als öffentliche Person einer öffentlichen Diskussion zu stellen? Was hat das mit Verboten oder Zensur zu tun? Ist das nicht sogar im Umkehrschluss ein erbärmlicher Versuch, sachlichen Kritikern das Wort zu verbieten, sie durch die Hintertür zu zensieren?
Ich gebe es auf. Schönen Tag noch.

Beitrag editiert von Tom Mickel am 24.02.2021 um 13:55 Uhr

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Alte Fettflecken werden wieder wie neu, wenn man sie mit Butter bestreicht!

Old Post Posted: 24.02.2021, 13:45 Uhr
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Kirk Angel ist offline Kirk Angel
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Zitat:
Original geschrieben von Miku:
Weil das die Frage war die am Ende der letzten Seite gestellt wurde und um Die eigentlich gerade von Kir Royal diskutiert wurde.
Du sagst ja gerade selber "Das seien ja noch unterschiedliche Paar Stiefel", also genau Kir's Argument.



Ich habs leider genau anders rum verstanden, nämlich das die "Indianer-Verkleidung" von (z. B.) Carpendale im privaten und von (z. B.) Bully in der Kunst einfach gleichgesetzt wird. Ich versuche auch alles immer zu lesen, bevor ich meinen Senf dazu gebe. Falls mir da was durchgerutscht ist, sorry. Aber wer fragt "darf sich denn dann Bully noch als Indianer verkleiden im Film?" (sinngemäß) und das mit einer privaten Verkleidung vergleicht, dann sehe ich da keine Differenzierung.

Zu ron-cober: Kunstfreiheit und persönliche Verwirklichung auf einer Kostümfeier? Wirklich? Kann man einen Film über die Nazizeit realisieren, ohne Nazis zu zeigen (in Kostüm, in Sprache, in Gestik)? Denke nein? Kann ich - weil es meine persönliche Verwirklichung auf einer Kostümfeier ist - da als Adolf Hitler hingehen? Das brauch ich erst gar nicht zu beantworten (tu es aber sicherheitshalber doch; natürlich nicht!). Krasses Beispiel, sollte aber meinen Punkt klar stellen.

Das ich nicht von Rassismus-verherrlichender oder -verhamlosender Kunst rede, sollte selbstverständlich sein und nicht extra erwähnt werden müssen.

Beitrag editiert von Kirk Angel am 24.02.2021 um 14:00 Uhr

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Verein: 1. FC Nürnberg

Oh It’s True, It’s Damn True – Die Kurt Angle Story in der WWE

Old Post Posted: 24.02.2021, 13:54 Uhr
Beiträge: 1000 | Wohnort: Nürnberg | Registriert seit: 01.09.2016 Info | Posting ID: 9885141  
Daniel Stendel ist offline Daniel Stendel
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Zitat:
Original geschrieben von ron-cober:
Sicher ist das grds. etwas anderes, aber schlägt die Kunstfreiheit, in der sich Regisseur, Autor, etc. verwirklichen, die persönliche Verwirklichung bei einer Kostümfeier? Das halte ich für eine sehr gewagte Abwägung.


Das halte ich tatsächlich überhaupt nicht für gewagt, sondern für absolut selbstverständlich und richtig. Selbstredend hat die Kunst in der Form völlig andere Möglichkeiten, weil sie eben auch in einem völlig anderen Rahmen passiert, als eine Kostümfeier, die in der Regel eben zum Spaß stattfindet und nicht zur ernsthaften Auseiandersetzung mit dem Thema. Darum finden wir's ja auch in Ordnung Nazis in Kinofilmen darzustellen, während wir Bernhard aus der IT vermutlich eher mit der flachen Hand verdreschen würden, bis der Arm bricht, wenn er als Göring zur Weihnachtsfeier kommt.

Mal abgesehen davon, finde ich den Begriff der persönlichen Verwirklichung im Rahmen von einer Karnevals-Suff-Veranstaltung jetzt auch ein wenig hochtrabend, da ist das ganze ja immer von vornherein als Gag angelegt.

Zitat:
Original geschrieben von Tom Mickel:
Hobby nerven und dämlich stellen?
Was soll auch ständig wieder dieser Quatsch von wegen "erlaubt oder verboten"? Wurde irgendwer verhaftet? Ist es wirklich zu viel verlangt, sich als öffentliche Person einer öffentlichen Diskussion zu stellen? Was hat das mit Verboten oder Zensur zu tun? Ist das nicht sogar im Umkehrschluss ein erbärmlicher Versuch, sachlichen Kritikern das Wort zu verbieten, sie durch die Hintertür zu zensieren?
Ich gebe es auf. Schönen Tag noch.


Ist sein typisches Goalpost-Moving. Extrem ermüdend.

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#grieseabschaffen

"Ich halte es für ein Gewinn, wenn der Hauptrepräsentant eines der wichtigsten Länder der Welt rassistischer, sexistischer Narzist ist." - Stingray

Old Post Posted: 24.02.2021, 13:54 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von Daniel Stendel:
Ist sein typisches Goalpost-Moving. Extrem ermüdend.



Ich warte einfach immer noch auf eine logische Erklärung, warum ich mich theoretisch nicht mehr als Indianer verkleiden darf im Fasching.

Grundsätzlich nehmen wir doch zurecht Rücksicht auf jede Minderheit, damit sich niemand gekränkt fühlt. Aber gilt das dann auch für Minderheiten, die es bei uns nicht gibt? Wen beleidige ich denn dann?

Wenn das so sein sollte, müsste man ja vor jedem Kostüm-Party Recherche betreiben, ob Kostüm XY irgendwo auf der Welt eine Minderheit beleidigt. Und wer das nicht tut, kann medial in den sozialen Medien kritisiert werden.

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"I'm telling an old myth in a new way, that's how you pass down the meat and potatoes of your society to the next generation."
George Lucas 1999 über seine sechsteilige Star Wars Saga.

Mark Hamill über die neuen STAR WARS Filme: "Ich bin mir aber sicher, dass es sehr schwer für George Lucas war, seine Schöpfung loszulassen, genau wie es für mich schwer ist, Teil von etwas zu sein, seit er nicht mehr unser Anführer ist. Ohne ihn wird STAR WARS nie wieder dasselbe sein!!!"

Old Post Posted: 24.02.2021, 14:05 Uhr
Beiträge: 14145 | Wohnort: | Registriert seit: 10.07.2007 Info | Posting ID: 9885148  
Indy26 ist online! Indy26
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Zitat:
Original geschrieben von Daniel Stendel:
Das halte ich tatsächlich überhaupt nicht für gewagt, sondern für absolut selbstverständlich und richtig. Selbstredend hat die Kunst in der Form völlig andere Möglichkeiten, weil sie eben auch in einem völlig anderen Rahmen passiert, als eine Kostümfeier, die in der Regel eben zum Spaß stattfindet und nicht zur ernsthaften Auseiandersetzung mit dem Thema. Darum finden wir's ja auch in Ordnung Nazis in Kinofilmen darzustellen, während wir Bernhard aus der IT vermutlich eher mit der flachen Hand verdreschen würden, bis der Arm bricht, wenn er als Göring zur Weihnachtsfeier kommt.

Mal abgesehen davon, finde ich den Begriff der persönlichen Verwirklichung im Rahmen von einer Karnevals-Suff-Veranstaltung jetzt auch ein wenig hochtrabend, da ist das ganze ja immer von vornherein als Gag angelegt.


Ist sein typisches Goalpost-Moving. Extrem ermüdend.



Der Unterschied ist doch, dass Göringverkleidung schon seit dem Ende von Adolf & Co. nicht gern gesehen worden ist, und man sich Prügel einfing, wenn msn so auftauchte . Das Indianerkostüm war aber über Jahrzehnte eines der beliebtesten Köstume.

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Als ich das letzte Mal auf dem Laufband war, haben sie mich aus dem Supermarkt geschmissen.

Old Post Posted: 24.02.2021, 14:05 Uhr
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Tom Mickel ist offline Tom Mickel
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Zitat:
Original geschrieben von Kir Royal:
Ich warte einfach immer noch auf eine logische Erklärung, warum ich mich theoretisch nicht mehr als Indianer verkleiden darf im Fasching.


Meine Güte.
Nochmal zum mitschreiben: Du darfst das. Niemand! Verbietet! Es! Dir!
Hör einfach auf dich dumm zu stellen.

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Old Post Posted: 24.02.2021, 14:09 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von Indy26:
Der Unterschied ist doch, dass Göringverkleidung schon seit dem Ende von Adolf & Co. nicht gern gesehen worden ist, und man sich Prügel einfing, wenn msn so auftauchte . Das Indianerkostüm war aber über Jahrzehnte eines der beliebtesten Köstume.


Finde ich für den diskutierten Punkt gerade ehrlich gesagt nicht so wahnsinnig relevant. Es ging mir um den grundsätzlichen Unterschied zwischen darstellender Kunst und Kostümierung. Es ist ja aber nicht so, als würde es da abseits des Indianerkostüms nicht noch einige andere Beispiele von Dingen geben, wo man sich eigentlich auch nicht mehr so richtig vorstellen mag, dass das mal jemand okay war, was ich aber selbst noch zu Kinderzeiten miterlebt habe, ohne dass sich da jemand dran gestört hat.

Und bzgl. des Nazikostüms: Ich glaube da hängt es einfach davon ab, welche Kostümparties man so besucht.

Zitat:
Original geschrieben von Kir Royal:
Ich warte einfach immer noch auf eine logische Erklärung, warum ich mich theoretisch nicht mehr als Indianer verkleiden darf im Fasching.


Wirst du nicht bekommen, weil das niemand hier behauptet. Du willst es nur machen, ohne dass sich jemand daran stört, die Garantie gibt's und gab's hier aber nie.

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Old Post Posted: 24.02.2021, 14:12 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von Daniel Stendel:
Das halte ich tatsächlich überhaupt nicht für gewagt, sondern für absolut selbstverständlich und richtig. Selbstredend hat die Kunst in der Form völlig andere Möglichkeiten, weil sie eben auch in einem völlig anderen Rahmen passiert, als eine Kostümfeier, die in der Regel eben zum Spaß stattfindet und nicht zur ernsthaften Auseiandersetzung mit dem Thema. Darum finden wir's ja auch in Ordnung Nazis in Kinofilmen darzustellen, während wir Bernhard aus der IT vermutlich eher mit der flachen Hand verdreschen würden, bis der Arm bricht, wenn er als Göring zur Weihnachtsfeier kommt.

Mal abgesehen davon, finde ich den Begriff der persönlichen Verwirklichung im Rahmen von einer Karnevals-Suff-Veranstaltung jetzt auch ein wenig hochtrabend, da ist das ganze ja immer von vornherein als Gag angelegt



Gerade diese Art von Feier ist ja eben ein Ausfluss der Selbstverwirklichung und einer mittlerweile transformierten Kultur bzw. Brauchtum. Vielleicht keine hochkulturelle, aber das kann man vom größten Teil dessen, was wir als Kunst bezeichnen auch nicht behaupten.

Bei ersterem halte ich Dir entgegen, dass du den völlig anderen Rahmen in qualitativer Hinsicht unterstellst, er aber nicht zwingend vorliegt. Die unzähligen Klassiker der Nazi-Zombie Filme und Spiele dienen sicher nicht intensiver einer reflektiven Auseinandersetzung mit dem Thema (Bsp. gab es in Unchartet 1 Elemente, Wolfenstein musste mWn speziell für den deutschen Markt angepasst werden, weil einige im Spiel verwendete Symboliken auf dem Index stehen), als es ein Indianerkostüm würde. Gleiches gilt für die "grandiosen" Italowestern, oder den Schuh des Manitu etc.

Letztlich ist dein Beispiel auch ein sehr europäisches - an anderen Stellen der Erde wäre das (nicht zu Unrecht) weit weniger problematisch und geschieht teilw. auch. Da ein historisches No-Go anzuführen finde ich argumentativ rel. unsinnig. Allenfalls zeigt es, dass die Betrachtung örtlich-histor. Gegebenheiten eine Rolle spielen können. Die Gewaltphantasie ist hoffentlich nur ein Stilmittel. (Wenn die Argumentation ohne Nazi-Bezug nicht funktioniert ist es grds. keine besonders gute.)

Im Ergebnis kann mE es eine sonderthematisch begründete Unterscheidung geben, aber ganz sicher keine allgemeine.

Auch @Kirk: versuch es mal unterhalb der Nazi-Thematik.

Beitrag editiert von ron-cober am 24.02.2021 um 14:29 Uhr

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Old Post Posted: 24.02.2021, 14:26 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von Daniel Stendel:
Wirst du nicht bekommen, weil das niemand hier behauptet. Du willst es nur machen, ohne dass sich jemand daran stört, die Garantie gibt's und gab's hier aber nie.



Wenn es keine logische Begründung gibt, ist es halt auch schwierig, einen solchen Fehler vorab zu erkennen. Ich sehe ja auch ein, dass man sich heute nicht mehr als Indianer verkleiden sollte, finde dann aber auch die Kritik daran oft zu übertrieben, sollte das irgendjemand noch nicht kapiert haben.

Was ich (im Internet) halt allgemein vermisse, ist die Haltung, dass man "Thematik XY" auch mal lockerer sieht. Person XY sagt heute noch Zigeuner-Schnitzel. Finde ich auch kritisch. Aber war deshalb die mediale Aufregung im Netz gerechtfertigt?

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George Lucas 1999 über seine sechsteilige Star Wars Saga.

Mark Hamill über die neuen STAR WARS Filme: "Ich bin mir aber sicher, dass es sehr schwer für George Lucas war, seine Schöpfung loszulassen, genau wie es für mich schwer ist, Teil von etwas zu sein, seit er nicht mehr unser Anführer ist. Ohne ihn wird STAR WARS nie wieder dasselbe sein!!!"

Old Post Posted: 24.02.2021, 14:47 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von ron-cober:
Gerade diese Art von Feier ist ja eben ein Ausfluss der Selbstverwirklichung und einer mittlerweile transformierten Kultur bzw. Brauchtum. Vielleicht keine hochkulturelle, aber das kann man vom größten Teil dessen, was wir als Kunst bezeichnen auch nicht behaupten.

Bei ersterem halte ich Dir entgegen, dass du den völlig anderen Rahmen in qualitativer Hinsicht unterstellst, er aber nicht zwingend vorliegt. Die unzähligen Klassiker der Nazi-Zombie Filme und Spiele dienen sicher nicht intensiver einer reflektiven Auseinandersetzung mit dem Thema (Bsp. gab es in Unchartet 1 Elemente, Wolfenstein musste mWn speziell für den deutschen Markt angepasst werden, weil einige im Spiel verwendete Symboliken auf dem Index stehen), als es ein Indianerkostüm würde. Gleiches gilt für die "grandiosen" Italowestern, oder den Schuh des Manitu etc.


Gerade die von dir genannten Beispiele zeigen in meinen Augen ganz wunderbar einen völlig anderen Rahmen in qualitativer und auch ethischer Hinsicht. Bleiben wir doch einmal bei deinem Beispiel der Nazizombies: Welchen Zweck hat diese Schöpfung wenn nicht die Kreation eines absoluten Superbösen, bei dem du einfach nur die schlimmsten Grausamkeiten übereinanderlegst, bis du irgendwann irgendein Horror-Amalgam bekommst? Es bedient halt schlicht und ergreifend den allgemeinen Konsens, dass so ziemlich niemand Nazis mag.

Wird das einer historisch korrekten Betrachtung des Nationalsozialismus gerecht? Kein bisschen. Ist es hingegen in puncto Verharmlosung und/oder Bagatellisierung vielleicht etwas anderes, wenn ich hingegen den Nazi neben Prinzessin Lilifee auf dem Karneval rumstapfen lasse? Finde ich dann doch durchaus.

Zitat:
Letztlich ist dein Beispiel auch ein sehr europäisches - an anderen Stellen der Erde wäre das (ni{cht zu Unrecht) weit weniger problematisch und geschieht teilw. auch. Da ein historisches No-Go anzuführen finde ich argumentativ rel. unsinnig. Allenfalls zeigt es, dass die Betrachtung örtlich-histor. Gegebenheiten eine Rolle spielen können. Die Gewaltphantasie ist hoffentlich nur ein Stilmittel. (Wenn die Argumentation ohne Nazi-Bezug nicht funktioniert ist es grds. keine besonders gute.)


Selbstverständlich ist das eine kulturell bedinge Betrachtungsweise, etwas anderes macht ja bei diesem Thema auch absolut keinen Sinn. Aber das genau ist doch die Crux - der amerikanische Ureinwohner existierte in Deutschland die längste Zeit in dieser Form ja nur fiktional und als lustiges, popkulturelles Abziehbildchen und war eben nichts anderes als ein fortgeführter Tropus. Gerade dann würde ich aber sowas umso mehr hinterfragen, wenn die gleiche kulturelle Diskussion am eigentlichen Ort des Geschehens stattfindet und man dort diesbezüglich schon an einem anderen Punkt angelangt ist (Und ja, ich weiß, die USA sind ein großes, meinungsdiverses Land).

Und ja, das ist natürlich ein Problem, welches sich nicht global betrachten und lösen lässt, sondern welches man regional betrachten muss. Das wird ja alleine schon jedem einmal aufgefallen sein, der einmal in die Niederlange rübergeschaut hat - der zwarte Piet könnte so auch nicht mehr überall auf der Welt stattfinden. Nur müssen wir irgendwo mit den Diskussionen über die Befindlichkeit stattfinden, und das passiert in der Regel nicht von oben, sondern eher von der Basis.

BTW verstehe ich den Einwurf von Godwin's Law nicht so wirklich, wenn wir uns über Tabuthemen unterhalten, wozu Nazis in Deutschland in der besprochenen Hinsicht noch absolut zählen. Finde ich völlig legitim das aufzugreifen und ein wenig hastig da zu sagen "Kann deswegen kein gutes Beispiel sein", aber wie du meinst. Find's alleine schon deswegen superspannend, weil's für uns so mit das "unvorstellbarste" ist, es aber in anderen Ländern wie du völlig korrekt sagst nicht abwegig ist.

Generell halte ich für's mich einfach damit den Betroffenen zuzuhören und dann dementsprechend darauf zu reagieren. Wer meint, dass der eigene Spaß (oder Verwirklichung) höher hängt als die Befindlichkeit der entsprechenden Minderheit oder eben auch einem anderen großen Teil der Bevölkerung, die das so sieht, ist das ja auch fein. Muss ja jeder für sich selbst entscheiden und dann ggf. mit der Konsequenz leben. Ich bin damit aber übrigens auch wieder raus und habe alles zum Thema gesagt, was ich beizutragen habe, wird mir schon wieder zu lang hier

Ehrlichen dank für den Austausch!

Und den ITler würde ich natürlich wirklich vermöbeln.

Zitat:
Original geschrieben von Kir Royal:
Wenn es keine logische Begründung gibt, ist es halt auch schwierig, einen solchen Fehler vorab zu erkennen. Ich sehe ja auch ein, dass man sich heute nicht mehr als Indianer verkleiden sollte, finde dann aber auch die Kritik daran oft zu übertrieben, sollte das irgendjemand noch nicht kapiert haben.

Was ich (im Internet) halt allgemein vermisse, ist die Haltung, dass man "Thematik XY" auch mal lockerer sieht. Person XY sagt heute noch Zigeuner-Schnitzel. Finde ich auch kritisch. Aber war deshalb die mediale Aufregung im Netz gerechtfertigt?


Gerade keine Ahnung was du möchtest, aber wird schon passen.

Edit: Fast 20 Jahre hier und immer noch zu doof zum formatieren.

Beitrag editiert von Daniel Stendel am 24.02.2021 um 15:06 Uhr

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Zitat:
Sie befürworteten online die rassistischen Morde von Hanau oder stachelten zur Gewalt gegen Flüchtlinge auf: Nun spüren elf Personen aus Hessen offline die Konsequenzen.
In dieser Woche wurden nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt in einer hessenweiten Aktion elf Beschuldigte vernommen und deren Wohnungen durchsucht, weil sie im Internet Hass und Hetze verbreitet haben sollen. Beteiligt waren neben der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) auch die sechs hessischen Polizeipräsidien, wie die ZIT am Mittwoch mitteilte. Bei den Beschuldigten handelt es sich um zehn Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 61 Jahren aus Hanau, Frankfurt, Fulda und Kassel, dem Landkreis Kassel, dem Main-Taunus-Kreis, dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und dem Vogelsbergkreis. Sie stehen "im Verdacht, in sozialen Netzwerken strafrechtlich relevante Äußerungen getätigt zu haben".

Bürgermeldungen haben Verfahren ins Rollen gebracht

Konkret sollen die Beschuldigten den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU), den Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020 oder die Mordserie des NSU befürwortet haben und zum Hass gegen Flüchtlinge oder Politiker aufgestachelt haben. Gegen sie wird nun wegen Verdachts der Billigung von Straftaten und des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt.

Ins Rollen gekommen waren diese Verfahren wegen Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern zu Hasskriminalität im Internet. Diese können sich seit vergangenem Jahr bei hessengegenhetze.de, einer hessischen Meldestelle, und bei der hessischen Kooperation keinemachtdemhass.de melden und Fälle von Hass und Hetze online anzeigen.


https://www.hessenschau.d...etzung-100.html

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