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Davor fuhr einer um 0:35h oder so und ab 06:55 regelmäßig. In beiden noch massig Platz.

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Old Post Posted: 30.06.2012, 15:15 Uhr
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Das Problem war die Hinfahrt. Da war alles dicht. Ab 4 Uhr alle Züge mit denen man zum Anstoß da gewesen wäre. Und Hotels innerhalb Warschau waren an dem Tag zudem unbezahlbar. Haben die Karten ja eine Woche vor dem Spiel gekauft.

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Wenn ich bei einer Show ankomme und erstmal saufen will, gehe ich zu Jesper, Krümel oder Cope. Die anderen sind doch *******. - Fresh Prince

Hannover macht immer Spaß beim Zuschauen. - Harry Decheiver

Old Post Posted: 30.06.2012, 16:45 Uhr
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Verstehe. Wobei wir den Zug um 09.45 am Donnerstag genommen haben, und auch in dem war noch Platz, da die Bahn da ein paar Wagen drangehangen hat.

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Old Post Posted: 30.06.2012, 16:49 Uhr
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So, hier mal mein Erfahrungsbericht. War nicht einfach zu schreiben.

Was haben wir uns auf diese Tage gefreut. Über Monate hinweg lief die Organisationsarbeit in der Facebook-Gruppe »Vorschicht TOT*******!« für diese Reise auf Hochtouren. Ergebnis: Gemeinsames Treffen am Mittwochabend in Berlin, erstes Halbfinale schauen, Zugfahrt nach Warschau, siegen, durchmachen, Zug nach Krakau, Mitfahrgelegenheit nach Kiew und Zeuge des ersten deutschen Titels seit sechzehn Jahren werden. Doch das Verhältnis von Theorie und Praxis ist leider instabiler als die irische Abwehr in diesem Turnier.

Level 1
Nachdem der Plan am Mittwoch »nicht so lange zu machen« gründlich in die Hose gegangen war und ein Teil der vierköpfigen Truppe nichtmal mehr vermochte seinen Wecker zu stellen, begann der nächste Morgen mit leichten Anflügen von Hektik. Und zwar Hausgemachte: »Wir hätten das mit der Schlafaufteilung besser überdenken sollen. Lieber ein Gewissenhafter mit einem Hallodri zusammen« lauteten die sinngemäßen Worte des strammdisziplinären Ex-DDR-Bürgers Hirschbein (Name leicht verändert), als er ungeduldig vor dem Bahnhof seine siebte »Ökö-Lucky« durchzog. Die sinngemäße Überlieferung kommt daher, dass ich zum »Hallodri«-Duo gehörte, welches der gewissenlose Pillie Peacock komplettierte und platzbedingt einen anderen Schlafplatz wahrnehmen musste. Unseres Rufes durchaus bewusst, entschieden Peacock und Ich, den Zonengeistern Kirschwein und Zahn einen Streich zu spielen und so tun, als hätten wir massig verpennt, nur um ihre fassungslosen Gesichter vorm Treffpunkt Eiscafé Zambrotta zu fotografieren. Der Plan misslang nicht nur, weil die beiden beinahe unsere Zugtickets zurückgegeben hätten, sondern weil die das selbstvorgeschlagene Café nicht finden konnten, selbst zeitknapp dort auftauchten und wir irgendwann unsere Deckung aufgeben mussten, um den Zug nicht tatsächlich zu verpassen. In der wörtlichen Retrospektive kam unser Vorhaben auch nicht allzu gut an, aber die Stimmung hellte sich auf, da man aufgrund einer leichten Verspätung nochmal am Bahnsteig eine durchziehen und einem armen Irren seinen Tischplatz im Abteil ausreden konnte.

Nun saß man also da. Schön am Tisch, Bier in der Hand und Skat gekloppt für kurzweilige sechs Stunden. Für spritigen Nachschub war übrigens gesorgt, da der Speisewagen Bier gleich Sixpackweise für *ähem* 15€ das Stück angeboten hat. Dafür war es kalt und sehr genießbar. Sehr witzig, war übrigens der Weg dorthin. Erfahrene Konsolenzocker, werden sich sicherlich an die »World 7-4« aus Super Mario erinnern, in der man unbedingt den richtigen Pfad durch das Level nehmen musste, da man ansonsten wieder am Start landete. So kam ich mir dort vor. Der Zug wurde immer länger und länger, die einzelnen Waggons waren eklektizistisch aneinander gereiht und ich hätte mich wenig gewundert, wenn ich irgendwann wieder bierlos vor meinen Kumpels angekommen wäre. Stimmung war übrigens nicht vorhanden, erst als ich Pillie mangels Schminke eine Flagge mit Kugelschreiber in die Wange gefurcht habe (Rot mit Blau darzustellen ist gar nicht so einfach), zog ein Hauch von Amüsement durch die Reihen.


»...Heimspiel in Waaaarschau! Wir haben Heimspiel in Warschau!«
Am Bahnhof angekommen musste erstmal das Nötigste erledigt werden. Heißt: Gepäck loswerden, Essen, Umziehen, Geld wechseln, Weg zum Stadion klären usw. Ich musste mir noch unbedingt die Haare waschen, was sich an einem Wasserhahn, der das Wasser nur schubweise herauskotzte, recht abenteuerlich gestaltete. Der nette Mr. Peacock hat unterdessen geklärt, wie er früh morgens am besten nach Prag kommt. Nach Prag? Genau. Jetzt wird es absurd: Pillie musste, gemäß dem Falle, dass wir nach Kiew weiterreisen, noch in der Nacht nach dem Spiel zurück, da er am Folgeabend einen Theaterauftritt einer wenig erwähnenswerten Studententruppe zu absolvieren hatte und die Teilnahme an der Mitfahrgelegenheit, ihm so keinen Sinn gemacht hätte. Da der frühe Rückflug nur verbunden mit dem Reiseantritt des Hinfluges gültig wurde, musste er also zu seinem Abflugort Prag gelangen, von wo aus er nach Kiew fliegt, wo wir uns am nächsten Tag wieder getroffen hätten. Dieser obskure Plan war eigentlich schon zu bescheuert, um je eintreffen zu können.

Wie dem auch sei, als alles erledigt war, machten wir uns auf zum Stadion, welches nicht weit vom Bahnhof entfernt lag und äußerlich einen netten Eindruck machte. Alles prima also. Fast: Da wir nur so genannte »Vouchers« für das Spiel hatten, mussten wir diese irgendwo am Stadion gegen echte Tickets eintauschen gehen. Wer wie wir dachte, dass diese Stellen sich irgendwo dort in der Nähe befinden müssten lag allerdings falsch. Dass nicht viele anders dachten, verdeutlichte die Menge an deutschen Fans, die sich vom Stadion entfernten, was ich mir zunächst nicht erklären konnte. An einem Schalter bekamen wir eine provisorische Beschreibung in Form eines Google-Maps Ausdrucks in die Hand gedrückt, die uns den Weg zum »richtigen« Schalter anzeigen sollte. Um wieder eine Medienanalogie zu ziehen: Die einsetzende Nüchternheit, gepaart mit dem wirklich sonnigen Wetter, bei unpassender Kleidung und einem unabsehbar langen Fußweg, ließ Befürchtungen aufkommen, dass uns eine Asterix-mäßige Odyssee zum Passierschein »A-38« bevorstand. Dem war zwar nicht ganz so, aber die Schlange, die sich vor den wenigen, geöffneten Schaltern aufgereiht hatte, ließ dennoch leichte Katerstimmung und Folgen der Ermüdung einsetzen.

Außerdem hatte die »Reisegruppe« nun erstmals wirklich Gelegenheit andere Fans zu beobachten, und da wurde die Übelkeit noch weiter angeregt. Eine Ansammlung absoluter Hohlbirnen, die der Stimmung nichts Zuträgliches beizusteuern wussten und höchstens (intendiert) fragwürdige Lieder anstimmten (siehe Überschrift). Ein Fan reüssierte bei den weiblichen Anwesenden damit, dass er mit der Vuvuzela in sein Bier trötete. Ein anderer ließ die Umgebung an seinem erfolgreichen Stuhlgang teilhaben und noch einer empfand die einfach Frage danach, woher er das Dosenbier hatte, offenbar als Beleidigung. Es blieb nichts anderes möglich, als das Verbot des öffentlichen Alkoholgenusses ebenfalls zu vergessen und schnell die Lippen um eine kühle Bierflasche zu schließen. Gesagt, getan. Als die »Ticketgruppe« endlich mit den vollwertigen Karten vor uns stand, hellte sich die Stimmung doch merklich auf. Abseits der Straße wurde dann Bier getrunken, was hier wirklich niemanden juckte. Ein Anwohner hat uns allenfalls darum gebeten die Flaschen nicht kaputt zu schlagen. Das hatte allerdings auch niemand vor. Der geschmacksverirrte Teil der Jungs, also alle außer mir, zogen sich dann noch einen tropfenden Kebab rein, während sich bei mir ebenfalls Tropfen unter den Augen bildeten, als ich in einem Supermarkt handlich portionierte Flaschen meines polnischen Lieblingswodkas erblickte und gleich zwei einsteckte. Der Schnapps musste jetzt sein, das Bier machte mich zu müde, und die Wirkung, die der Konsum auf dem Weg zum Stadion erzeugte, war der Stimmung abermals förderlich. Es konnte also losgehen.


Klimax
Am Stadion ging alles sehr zügig von statten, geradezu vorbildlich. Davor dann noch etwas Atmosphäre getankt, Fotos mit Koreanern gemacht, die in Deutschlandmontur umherliefen und ermahnt worden, dass man auch am Stadionaufgang keine durchziehen darf. Der spätere Spielverlauf sorgte allerdings dafür, dass sich an dieses Verbot wirklich niemand mehr halten sollte. Als dann die Spieler zum Warmmachen aus der Kabine kamen, hat man so langsam verstanden, dass man tatsächlich vor Ort war. Deutschland vs. Italien. EM-Halbfinale. Option die Jungs bis ins Finale zu begleiten. All diese Faktoren ließen so langsam Emotionen aufkommen und Kamerad Pirschschwein kullerten bei der Nationalhymne gar die Tränen. Der Spielverlauf ist dann ja bekannt. An der Stimmung kann das Resultat jedenfalls nicht festgemacht werden, denn die war wirklich durchweg gut. Die Anfangsminuten der zweiten Halbzeit gaben auch nochmal Anlass zur Hoffnung und man hatte tatsächlich das Gefühl, dass ein einziges verfluchtes Tor das Spiel komplett kippen könnte. Es kam dann ja auch, nur leider viel zu spät. Danach saß man erstmal stumm und apathisch auf seinem Platz. Das war es also. Wieder kein Titel. Nix mit Kiew. Komplette Taubheit. Gepaart mit der kürzlichen Erfahrung in München, war man wirklich kurz davor dem Sport zu entsagen und lieber Diskuswerfen anzuschauen oder andere Sportarten, die irgendwie mal ein Erfolgserlebnis versprechen.

Auf dem Bildschirm dann nochmal die Gegentore angesehen und erste Worte, ob der Fehler von Hummels und Lahm brachen aus einem heraus. Weniger Wut darüber, als vielmehr Ungläubigkeit, dass den beiden sowas passieren konnte. Das »Azzurro« aus den Boxen musste man einfach überhören und vom großen italienischen Jubel, waren wir Gottseidank genügend entfernt. Vor dem Stadion erstmal eine durchgezogen. Kritik am desolaten Auftritt Podolskis. Kurze Fehleranalyse und Spekulationen - half ja aber alles nüscht. Wie ging es nun weiter? Ein Plan B war nicht wirklich vorhanden. Also erstmal ab zum Bahnhof. Im Zug dann der erste Kontakt mit einem nervigen Italiener, der zwei Sätze auf Deutsch beherrschte: »Auf wiedersehen Deutschland! Wir sehen uns auf dem Oktoberfest!«, die er jedem mitteilen musste. Wir haben dann vorsorglich den Waggon gewechselt. War auch besser so, denn auf dem Bahnsteig am Hauptbahnhof hatte er immer noch nichts besseres zu tun. Den Antrieb, bei einem Sieg nichts besseres zu tun zu haben als den Gegner zu verhöhnen, anstatt seiner eigenen Freude Ausdruck zu verleihen, werde ich wohl nie nachvollziehen. Wir hätten noch einen Zug bekommen, entschlossen uns dann aber doch dafür die Nacht in Warschau zu verbringen, wenn man denn einmal da war. Also Fahrscheine für den nächsten Tag geordert und nochmal Geld wechseln gegangen. Das Wechselbüro am Bahnhof scheint übrigens das einzige zu sein, welches 24h aufhat, da man sich erlauben konnte, den Wechselkurs des Nachts um gut zehn Prozent zu senken. Egal.

Vor dem Bahnhof spielten sich dann dramatische Szenen ab. Ein Pole prügelte sich neben uns mit einem anderen vollkommen unvermittelt und ohne vorausgehendes Wortgefecht. Dann kam ein anderer angelaufen und trennte beide mit einem mitgebrachten Totschläger, den er auf den Asphalt kloppte. Pillie versuchte derweil seinen Flug nach Prag zu stornieren, was daran scheiterte, dass die Hotline zu der Zeit nicht zu erreichen war. Mies. Es half also abermals nur Alkohol. Vorher noch in einem Burgerking eingekehrt, der sich ein Gebäude mit einem Pizza Hut, einem KFC und Starbucks teilte. Vor uns in der Schlange stand dann tatsächlich wieder der Oktoberfest-Italiener, der Abend meinte es wirklich nicht gut mit uns. Danach in eine Cocktailbar, um die Laune schnell wegzusaufen, was Dank Anekdoten über peinliche Augenblicke, Sufferlebnisse und nette Bedienung einigermaßen gelang. Ärgerlich waren dann nur noch die Fans drumherum. Die Italiener lernen »Auf Wiedersehen Deutschland« anscheinend in der Schule und die Deutschen ergeben sich in einer Mischung aus Galgenhumor und Devotion. Der Tisch hinter uns, eine Ansammlung Frankfurter Vaddis haben dann die ganze Nacht Sprechchöre intoniert und sind bei jedem aufgesprungen. Und da war alles dabei, vom Puff nach Barcelona, über Italien-Gesänge und andauerndem »Wir können nach Hause fahren!«, wo man sich allmählich wünschte, sie würden ihr Vorhaben baldmöglich in die Tat umsetzen.


Das Ende mit müdem Schrecken
Als der Pegel dann gegen 4 Uhr erreicht war, zogen wir um in einen anliegenden Club, der wenig verwunderlich, die komplette 90er Mucke aus den Boxen dröhnen ließ. Immerhin kein Eintritt, aber die Luft war extrem feucht, stickig, es roch nach Urin und rappelvoll war es obendrein. Keine Italiener, dafür viele hackendichte Deutsche. Etwas Tanz und weitere Pegel erhaltende Maßnahmen später, mussten wir uns aufmachen, um den Zug nicht zu verpassen. Der nette Mr. Peacock hat sich zuvor den Rest gegeben und musste partiell getragen werden. Zum Glück sind wir seiner Aufforderung: »Lasst mir fünfzig Euro, nehmt mein Portemonnaie mit und holt mich später aus dem Casino ab«, nicht nachgekommen. Um demnächst ein etwas günstigeres Durchziehen zu ermöglichen, mussten für Herrn Tischbein noch diverse Stangen Zigaretten besorgt werden. Danach ab in den Zug, breitmachen, schlafen.

In Berlin angekommen war die Stimmung dann komplett verkatert. Unter einer Brücke an der Spree haben wir erstmal Kaffe konsumiert und Touri-Schiffchen zugewunken. Der nette Mr. Pillie-Please war dann bald nicht mehr allzu nett, da sein erneutes Ansinnen auf Cancellung des Fluges abermals in die Hose ging: Die Hotline für 1,99€/min hielt ihn knapp zwanzig Minuten in der Weiterleitungsschleife und ein erneuter Anruf, der die Direktwahl zum ukrainischen Flugunternehmen besorgte, war auch nicht hilfreich, da unter der Nummer niemand zu erreichen war. So langsam wurde ihm klar, dass er gerade jede Menge Kohle in den Sand gesetzt hatte, und uns, dass wir gerade mit Kaffe an der Spree und nicht mit Wodka am Dnepr saßen. Geredet wurde deswegen wieder nicht viel. Stattdessen sorgte jeder dafür, dass er irgendwie nach Hause kam. Wehmut kam auf, dass man nicht wenigstens in Warschau geblieben ist, doch mit der Laune von jetzt, hätte das wohl wenig Spaß gemacht. Die ganze Reise endete so, wie sie sich keiner vorgestellt hatte und wollte. Das zu realisieren war dann nichtmal auf dem Heimweg möglich, sondern wird erst ganz klar, wenn man die Balotellis, Pirlos und Buffons am Sonntag auf dem Platz toben sieht. Wenn man es sich denn anschaut - da waren einige nicht sicher, ob sie das wirklich wollen.

Beitrag editiert von Nate Diazepam am 30.06.2012 um 21:11 Uhr

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Es gab dann übrigens doch noch ein kleines Happyend: Pillie hat seine Flugkosten zumindest rückerstattet bekommen.

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Old Post Posted: 03.07.2012, 19:32 Uhr
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Zitat:
Original geschrieben von Blackmunk:
Dass ihr in Minute 80 raus seid überrascht aber schon sehr. Wenn man überlegt was hätte passieren können wenn Lannoy den Freistoß ausführen lässt und ein Kopfball bzw. ein "Aguero" die Verlängerung gebracht hätte, während ihr schon konsterniert im Auto saßt...aber du hast Recht, es war ja am Ende nicht so.



Dazu gibts bei Sky andauernd eine Doku "Eine Nacht im Mai" über das CL Finale von 2005. Dort wird auch berichtet, dass ein Liverpool Fan in der 45.Minute das Stadion verlassen hatte. Das ist halt echt ein total bitterer Moment. Die Spieler von Liverpool hatten aber wenigstens noch gekämpft.

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If you love me let me go
Back to that bar in Tokyo
Where the demons from my past
Leave me in peace

Old Post Posted: 03.07.2012, 22:43 Uhr
Beiträge: 4809 | Wohnort: | Registriert seit: 29.12.2002 Info | Posting ID: 5738601  
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