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Kolumnen: MOONSAULT.de Match of the Year Roundtable 2015 - heute: Platz 4 und 3
Verfasst von Jigsaw am 10.02.2016, 18:34 Uhr
GWF Berlin Wrestling Night
Herzlich willkommen zum ersten MOONSAULT.de Match of the Year Roundtable seit fünf Jahren. Im Jahre 2010 war es das letzte Mal der Fall, dass MOONSAULT.de eine Gruppe von Experten rekrutierte, um das Match des Jahres zu küren. Dieses Jahr wird diese beinahe in Vergessenheit geratene MOONSAULT.de – Tradition wieder zum Leben erweckt.
In einem Zeitraum von über drei Wochen wurden die versiertesten Experten ihrer Zunft ausgewählt, um den Titel des Match of the Year zu vergeben. Die MOONSAULT.de – Teammitglieder Edgehead, Grissom und Jigsaw, sowie die engagierten MOONSAULT.de - User Edgecution und Zwen haben die letzten drei Wochen abseits der Zivilisation verbracht und sich durch die Perlen des Wrestlingjahres 2015 gekämpft.

Das Prozedere wurde dabei wie folgt gehandhabt: Intern einigten wir uns auf eine bunte Mischung aus 10 Matches, die uns dieses Jahr in Begeisterungsstürme versetzen konnten und die folglich einer genaueren Analyse standhalten mussten. Basierend auf dieser detaillierten Analyse reichte jeder der fünf Experten seine Rangliste der zehn ausgewählten Matches ein. Platz 1 bedeutet die Vergabe von 10 Punkten, Platz 2 ist mit 9 Punkten zu belohnen, etc., bis am Ende die Punkte aller Experten addiert werden und eine endgültige Top 10 des Jahres entsteht.

Wir laden euch User herzlich dazu ein, über unsere Einschätzungen und die kommenden Platzierungen zu diskutieren und wünschen euch jetzt viel Spaß mit den Ülätzen 4 und 3 des Jahres 2015.



Platz 4: IWGP Heavyweight Championship – Hiroshi Tanahashi vs Kazuchika Okada – NJPW Wrestle Kingdom 9 - 33 Punkte (1 x Platz 8, 1 x Platz 6, 1 x Platz 4, 1 x Platz 3, 1 x Platz 1)


Edgehead
(Platz 3)

Wenn ich richtig gezählt habe, ist das Teil 7 der Serie zwischen den Beiden. Eine grandiose Rivalität mit einer unglaublichen Qualität an Matches, die wohl nur mit Misawa vs. Kobashi vergleichbar ist. Okada will um jeden Preis diesen Titel wieder haben und vor allem will er Tanahashi als das „Ace“ von NJPW ablösen.
Schon beim zweiten Rope Break war nichts mehr mit clean, es gab einen ordentlichen Forearm ins Gesicht von Tanahashi. Draußen gab es dann High Fly Flow vom Top Rope über die Absperrung von Tanahashi auf Okada. Eine absolut beindruckende Sequenz mit vielen Kontern und abschließendem High Fly Flow zunächst auf den Rücken, dann auf die Brust, brachte den ersten richtig knappen Near Fall. Tanahashi wirkt verzweifelt und versucht sich am Rainmaker, den kontert Okada jedoch in einen Eigenen. Normal immer das Ende des Matches, doch Tanahashi kickt als Erster normal aus dem Rainmaker aus.

Nun ist Okada der Verzweiflung nahe. Es gab ein Hin und Her in dem Tanahashi den Rainmaker in alle möglichen Suplex-Varianten kontern konnte. Nach zahlreichen Near Falls, und dem großartigsten Dropkick der Welt, gab es wieder den Versuch zum Rainmaker. Der Champion konnte jedoch mit einem Dragon Screw kontern. Schon vorher im Match hatte er Okadas Bein ein bisschen bearbeitet. Ein weiterer Dragon Screw hinterließ Okada in den Seilen, wo Tanahashi einen High Fly Flow auf das Bein gezeigt hat. Da hat man wirklich den Schmerz mitgefühlt. Okadas Knie wird hier auf brutalste Weise zerstört. Es gibt nochmal zwei High Fly Flows. Tanahashi covert Okada und hakt dabei das gesunde Bein ein, wodurch er keine Chance hat mit seinem kaputten Bein den Kickout zu schaffen. Man sieht in Okadas Augen, dass er sich genau das denkt. Er liegt da mit offenen Augen und weiß einfach, dass er hier nichts mehr ausrichten kann und den Three Count über sich ergehen lassen muss.
Somit bleibt Tanahashi Champion und Okadas ist auf dem Weg zum Wiedergewinn seines Titels kurz vorm Ziel gescheitert.Er wird von Gedo schluchzend Backstage begleitet. Davon könnten sich einige Ligen mal etwas abschauen. Okada hat gerade das World Title Match bei der größten Show des Jahres verloren, worauf er ein halbes Jahr hingearbeitet hat und er hat es verloren und weint. Hat ihn das zu einer Heulsuse gemacht? Nein! Wird er deshalb von den Fans verhöhnt? Nein! So steigert man nochmal die Wichtigkeit seines Titels.

Tanahashi greift sich dann das Mikrofon und hat ein paar Worte an Okada und macht ihm klar, dass er noch weit davon entfernt ist das „Ace“ zu sein. In dieser Zusammenfassung wirkt das Match vielleicht nicht so spektakulär, wie es wirklich war, aber all diese Geschichten und Vorgeschichten zu diesem Match machen es zu etwas Besonderem. Der Kampf um die Nummer 1 bei NJPW. Die womögliche Arroganz von Okada, nachdem er die letzten beiden Titelmatches gegen Tanahashi gewinnen konnte und dadurch ein bisschen den Fokus verloren hat. Die Beinbearbeitung von Tanahashi, nachdem er im letzten Titelmatch der Beiden mit der Armbearbeitung nicht weitergekommen ist. Der krönende Abschluss hierzu sollte dann genau ein Jahr später stattfinden, aber ich will ja nichts vorwegnehmen.



Grissom
(Platz 4)

Die Saga zwischen Kazuchika Okada und Hiroshi Tanahashi ging bei Wrestle Kingdom in die nächste Runde und wenn Tanahashi und Okada aufeinander treffen, dann kann davon ausgehen, dass die beiden Ausnahmewrestler was ganz besonderes im Seilgeviert liefern und einen weiteren Klassiker hervorzaubern.
Das Match fängt ein wenig langsam an, baut aber minütlich die Spannung immer weiter auf. Mit zunehmender fortschreitender Zeit und nach einigen Spots außerhalb des Rings, kann sich Okada die Oberhand im Match sichern und er hält Tanahashi einigermaßen gut in Schach. Tanahashi hat so seine Mühe sich zurück ins Match zu kämpfen und es dauert ein wenig bis er Okada was entgegenzusetzen weiß. Jeder Fehler im Match wird gnadenlos bestraft und beide nutzen auch jede Kleinigkeit die sie finden um sich einen Vorteil zu beschaffen, was schön aufzeigt wie gut sich beide bereits kennen.

Ein High-Fly Flow seitens Tanahashi nach draußen über die Absperrung bringt ihn dann wieder endgültig ins Match zurück und eine hochspannende und dramatische Phase wird eingeläutet mit zig Nearfalls und wunderschönen Konter-Sequenzen. Es passierte während der Endphase auch noch was Historisches, als Tanahashi als erster überhaupt bis dato aus Okadas Rainmaker auskicken konnte, grandioser Moment.
Nach diversen Dragon Screws und zwei krachenden High-Fly Flows, konnte Tanahashi dieses epische Aufeinandertreffen für sich entscheiden und hinterlässt einen fast schon gebrochen wirkenden Okada mit Tränen in den Augen zurück. Ganz großes Kino. Zum damaligen Zeitpunkt hätte ich nicht gedacht, dass die beiden dieses Match noch toppen können…bis Wrestle Kingdom 10. Eine der größten Rivalitäten aller Zeiten.



Jigsaw
(Platz 8)

Das was in Amerika Steamboat/Flair in den 80ern war, Rock/Austin in den späten 90ern und frühen 200ern und Danielson/McGuinness in den restlichen 2000er Jahren war, ist Tanahashi/Okada in den letzten Jahren in Japan gewesen. Tanahashi vs Okada ist das Duell der zwei Topstars der Liga, die sich bereits sieben Mal gegenüber standen und mit diesen 7 Matches eine der beeindruckensten, epischsten und mitreißendsten Rivalitäten der Wrestlinggeschichte kreieren konnten. Dieses achte Match zwischen den beiden Giganten wurde durch Okadas Gewinn des G1 Turniers, sowie der plötzlichen Titelregentschaft des Hiroshi Tanahashi, der sich Ende des Jahres 2014 von AJ Styles den Titel holen konnte, ermöglicht.

Ein wahrlich überragender Abschluss von „Wrestle Kingdom 9“ und ein weiteres würdiges Kapitel in der mit Superlativen übersäten Rivalität der beiden. Keine Liga der Welt vermag es so epische und mitreißende Geschichten im Ring zu erzählen, wie das bei NJPW der Fall ist, und das wird hier wieder auf beeindruckende Art und Weise zur Schau gestellt. Es sind vor allem die kleinen Details, die dieser Story ihre Wirkung verleihen, angefangen bei den überheblichen Blicken Okadas zu Beginn des Matches, in denen er seine Siegessicherheit ob der letzten beiden erfolgreichen Duelle gegen Tanahashi vermittelt, über die klare Botschaft Tanahashis an den jüngeren Löwen, als er zu dessen Rainmaker ansetzt bis hin zum Post-match Segment, in welchem Okada niedergeschlagen und unter Tränen den Ring verlässt.
All das ist nicht nur willkürlich inszeniert, sondern arbeitet alles auf den größeren Zwecken, die übergeordnete Botschaft hin, welche wiederum die Basis für die vermutlich (?) endgültige Vollendung dieser Saga ein Jahr später bei „Wrestle Kingdom 10“ bietet. Kurz und knapp: Das, meine Damen und Herren, ist Storytelling der allerhöchsten Klasse, wie man es nur ganz, ganz selten sieht. Die Umsetzung dieser Old vs Young Lion-Storyline, die darum kämpfen wer das Ace der Liga ist, macht dieses Match zu einem der Highlights des Jahres 2015.

So viel zur narrativen Seite des Matches, kommen wir zur technischen Seite des Matches. So viel sei bereits vorweggenommen: rein wrestlerisch kommen die beiden nicht ganz an ihre Klassiker aus dem Jahre 2013 und ihrem Meisterwerk aus dem Jahre 2016 heran. Dass man hier dennoch von einem Anwärter auf den Titel „Match des Jahres“ sprechen muss spricht denke ich Bände über die Qualität die man von diesen beiden erwarten kann. Zudem muss man hervorheben, wie grandios die beiden die vergangenen Matches wrestlerisch in die große Storyline einflechten und somit eine Myriade an Referenzen und Querverweisen zu vorhergehenden Matches einflechten. Als Fan der Tanahashi/Okada Fehde wird man viele Elemente wiedererkennen. Allerdings nicht eine bloße Wiederholung des Gezeigten von vorigen Matches, wie man das von anderen Ligen gewohnt ist, nein. Hier wird in der Tat auf den Erfahrungen der beiden aus den vergangenen Matches aufgebaut und dementsprechend gibt es wunderbare Modifikationen dieser bekannten Sequenzen, die perfekt den hohen Bekanntheitsgrad und den Lernprozess der Kontrahenten widerspiegelt.
Solche Feinheiten sind es die dem Zuseher den Atem rauben und diesen voll und ganz in der Narrative des Matches eintauchen lassen. Für diese Matches lebt man als Wrestlingfan. Und auch wenn dieses Match hier nur im oberen Mittelfeld der Tanahashi/Okada-Saga anzusiedeln ist, so hat man hier ein Weltklassematch, das man sich als Fan des Sports nicht entgehen lassen sollte. Streicht das: Nicht entgehen lassen darf!



Zwen
(Platz 1)

Jo. Das Match, dass sogar Shinsuke gegen Kota überbietet und mit faszinierender Leichtigkeit. Manchmal kann ich Tanahashi nicht sehen, aber in diesem Match hat er wirklich das rausgeholt, was Okada noch nicht bei ihm erreichen konnte. Sowohl ein Okada als auch ein Tanahashi sind immer in der Lage ein Match mit über **** herzuzaubern, aber was sie (und Shinsuke um das magische Dreieck zu nennen) noch spezieller macht: Sie können an jedem beliebigen Tag, solange es in die Story passt, Matches dieser Qualität abliefern und das ist nur ganz wenigen vergolten.

Das Match hat sich von Anfang an wie der Main Event der Show angefühlt und blieb diesem bis zum Ende getreu. Mag sein, dass es am Anfang eine absolute Grappling-Phase gibt, dennoch gibt es dies bei allen 30-Minuten Matches, daher kann man das als guten Aufbau zu den letzten Minuten betrachten, bin allgemein aber ein Fan von technischem Wrestling, daher hat mich das überhaupt nicht gestört.

Es ist so unglaublich groß, Okada und Tanahashi mit der Crowd spielen zu sehen und dabei ihre Rollen weiter zu spielen, irgendwie größer als Hogan, Austin oder Cena. Finishing mit den multiplen High Fly Flows von Tanahashi ein absoluter Kracher und mit einem emotional aufgelösten Okada der absolut am Boden ist, wird diese Niederlage nochmals richtig aufgespielt - die Tränen in den Augen Okadas zeigen mir, dass ihm dieser Titel etwas bedeutet und das macht das Match selbst nur noch besser. Hinter dem in den Honorable Mentions genanntem Havoc/Ospreay-Match mein MOTY.




Platz 3: PWG Championship – Roderick Strong vs Zack Sabre Jr. – PWG Don’t sweat the Technique - 34 Punkte (1 x Platz 7, 2 x Platz 5, 1 x Platz 3, 1 x Platz 1)


Edgehead
(Platz 5)

Unglaublich wie sich Roddy in den letzten zwei Jahren entwickelt hat. Sonst immer ein zwar sehr guter Wrestler, aber selten mit dem großen Wow-Effekt. Nun ist er PWG Champion und blüht in seiner Dick Heel Rolle richtig auf. Zack hat spätestens seit dem BOLA Turnier 2014 die Herzen der PWG Fans erobert und ist der beste technische Wrestler der Welt.
Dieser zeigt Roddy am Boden auch gleich mal, wo der Hammer hängt. Zack hat einfach für alles einen Konter und Strong ist richtig angepisst. Irgendwann findet er dann aber das Schlupfloch, dreht komplett durch und vermöbelt Zack nach Strich und Faden einfach volle Lotte. Doch Zack kann sich immer wieder für kleine Comebacks zurückkämpfen, durch Attacken gegen den Arm. Roddy ließ sich zunächst nicht viel anmerken, aber irgendwann musste er sich Zacks Angriffen langsam hingeben.
Das Tolle an Zack ist, dass er nicht nur irgendwelche Submission Moves am Arm zeigt um diesen zu bearbeiten, oder Moves die direkt auf den Arm gehen zeigt. Zack modifiziert seine Moves, sodass sie anstatt auf Kopf oder Brust, auf den Arm gehen. Zum Beispiel anstatt einen normalen Penalty Kick zu zeigen, kickt er anstatt Roddys Brust, einfach voll auf den Arm. Dazu noch einen Enzuigiri, einen Pele Kick und einen Headbutt, alles gegen den Arm. Kleine, aber für mich immer wieder schön anzusehende, Details. Noch viel besser macht es dann noch ein Gegner im Ring, der das Ganze auch dementsprechend sellt. Roddy vergisst den Arm nie und wenn er mal Aktionen zeigt, die den Arm beanspruchen, dann nimmt man ihm ab, dass er das trotz den Schmerzen durchziehen kann.

Gegen Ende des Matches gab es dann unglaubliche Near Falls, die mich selbst, obwohl ich das Resultat vorher kannte, zweifeln ließen. Da können sich 95% der Kollegen mal eine Scheibe abschneiden. Vielleicht waren es dann aber auch eben diese Near Falls, die das Finish dann ein bisschen flach erschienen ließen. Strong kickte Sabre ein paar Mal auf den Hinterkopf und der wurde dann im Stronghold sofort bewusstlos. Obwohl das gut zur Matchstory gepasst hat, da Roddy mit seinen brutalen Attacken am Ende über Zacks Mattenhoheit triumphiert hat. Dennoch war das Gefühl beim Finish etwas komisch. Das ist aber auch Meckern auf hohem Niveau. Wirklich grandioses Match der Beiden, bei dem man genau das bekommt, was man erwartet. Ich freue mich schon auf das Rematch, wenn Zack seinen Shot einlöst.



Grissom
(Platz 5)

Wenn Zack Sabre Jr. und Roddy Strong aufeinander treffen, dann kann man zurecht von einem hochklassigen technischen Match ausgehen. So auch hier bei PWG’s „Don’t sweat the Technique“ - Show vom letzten April.

Das Match hat einen ordentlichen roten Faden über die gesamte Matchzeit. Strong konzentriert sich auf Sabres Rücken und Zack bearbeitet immer wieder Strongs Arme und jeder bekommt seine dominanten Phasen im Match mit einem schönen abwechslungsreichen Aufbau bis zur fulminanten Endphase. Diese strotzt nur förmlich mit schönen Konter in Kontersequenzen und Konter in Coversequenzen und jeder Menge knapper Nearfalls. Es ist teilweise unglaublich zu sehen aus welchen Situationen und Holds, Konter möglich sind und man kommt dabei fast aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die PWG Crowd rundet das technische hochwertige Spektakel gewohnt lautstark ab. Angucken!



Jigsaw
(Platz 7)

Nachdem Roderick Strong bereits zu Beginn des Jahres klar und deutlich zeigte, dass er dieses Jahr ganz besonders beweisen sollte, dass er immer noch zu den besten der Welt gehört und dies auch mit einem MOTYC nach dem nächsten bewies, bekommt er es hier mit einem der Shooting Stars des Vorjahres zu tun. Zack Sabre Jr. feierte bei den drei „Battle of Los Angeles“-Shows 2014 sein PWG Debüt und lieferte gleich drei herausragende Matches, die ihn im Nu an die Spitze der PWG Nahrungskette beförderten. Aufgrund seiner Leistungen bei besagtem Turnier bekommt er hier die Chance sein Können gegen den amtierenden PWG Champion um dessen Titel unter Beweis zu stellen.

Eines der besten pure Wrestlingmatches der letzten Jahre und folgerichtig auch eines der besten des Jahres 2015. Sehr seltsam dass ein solches auf Psychologie und Mattenwrestling basierendes Match tatsächlich bei PWG stattfindet. Hätte man so niemals für möglich gehalten. Man sollte hier also nicht mit der Spot-Lawine rechnen, die PWG in den letzten Jahren geliefert hat, hier hat man in der Tat ein herausragendes, technisch fundiertes Match wie man es sich als Wrestlingfan nur in den Träumen ausmalt. Und auch wenn mir das Match gegen Kyle O’Reilly im Vorjahr um einen Hauch besser gefallen hat, so ist das ein weiterer Wrestlingklassiker den Zack Sabre Jr. Hier liefert.
Man sollte Wrestler ja nicht zu sehr mit anderen Wrestlern vergleichen, aber Zack erinnert mich wie kein anderer an einen jungen Bryan Danielson: äußerlich unscheinbar, aber unfassbar intensiv im Ring und mit dem sehr sehr seltenen Auge für Psychologie, die seine Matches von der breiten Masse der Kollegen abhebt. Das letzte Mal, dass ich diese Fähigkeit bei jemanden in diesem Ausmaß wahrgenommen habe, war als Danielson noch in den Indys workte. Sollte Zack so weitermachen traue ich ihm eine ähnlich erfolgreiche Laufbahn zu, nur schade, dass er aktuell noch recht wenig in Amerika arbeitet. Aber vielleicht kommt das noch.
Zu Roderick Strong muss man nicht viel sagen, was nicht schon unzählige Male gesagt wurde. Ganz klar der beste Wrestler des Jahres 2015, der mehr Must-see Matches abliefern konnte, wie jeder andere Wrestler im Jahre 2015. Dieses Match gegen Zack Sabre Jr. Ist für mich das beste Strong Match seit seinem Klassiker bei „Final Battle 2010“ und sticht auch als sein zweitbestes im Jahr 2015 hervor. Nur ein Match von ihm konnte mich noch mehr begeistern, als dieses hier.

Was macht dieses Match nun so großartig? Die unfassbare Psychologie des Matches. Sicherlich haben wir hier extreme Stiffness auf beiden Seiten, unfassbare Kontersequenzen und überragendes Mattenwrestling zu Beginn des Matches, aber was das Match vom Rest abhebt ist die unfassbar geniale Psychologie. Das beginnt schon in den ersten Sekunden, als Zack dem amtierenden Champion zeigt, dass er ihm technisch in allen Belangen überlegen ist. In Reaktion auf diese bedrohliche Situation stellt Strong mit seiner Intensität und Härte das Match auf den Kopf und macht sich seiner deutlich besseren Fitness zunutze, indem er den technisch versierten Engländer in einer solch hohen Frequenz mit Attacken bombardiert, dass dieser im Mittelteil des Matches seine technische Überlegenheit nicht ausspielen kann. Auf dies reagiert Zack mit gezielten Attacken gegen Strongs Arm, was mich zum nächsten Punkt bringt, der dieses Match so großartig macht: Das limb work von Zack Sabre Jr.

Wie der Mann das ganze Match über ganz gezielt all seine Offense gegen den Arm von Roddy einsetzt ist schlichtweg überragend. Hier handelt es sich nicht um zweckmäßiges Bearbeiten des Arms um ein paar Minuten totzuschlagen nur um dann darauf zu vergessen, er bleibt bis zum Ende fokussiert auf Roddys Arm und hält so seine Chancen bis zum bitteren Ende offen.
Großartige Psychologie, limb work vom allerfeinsten, einen Roddy auf Speed und einen Zack Sabre Jr. der mit seiner Technik zu beeindrucken weiß. All das macht das Match zu einem Klassiker des Jahres 2015. Hätte man im Mittelteil etwas mehr Tempo beziehungsweise ein fokussierteres Heat Segment gehabt wäre sogar eine noch höhere Platzierung möglich gewesen. So bleibt es mein zweitliebstes PWG Match des Jahres und Nummer 7 auf meiner Liste.



Zwen
(Platz 3)

Da hat sich Sabre Jr. ganz gut eingelebt. Crowd akzeptiert ihn zu 75%, die anderen buhen ohne großen Anlass und chanten aus dem Nichts "USA" - muss mir noch erklärt werden, wird mir immer noch nicht klar. Wie dem auch sei: Match natürlich ein Feuerwerk von technischem Wrestling gepaart mit guten, schnellen Spots. Ein normaler Main Event im Kessel von Reseda, beide Wrestler geben ihr Bestes und überzeugen punktgenau mit trotzenden Aktionen. Excalibur & Hero am Kommentar eine Belohnung sondergleichen, kann Hero den Britten den Zuschauern vorm TV näher bringen, während man dabei vollstens im Match drin ist.
Endsequenz mit einem immer wieder in Cover konternden Sabre phänomenal, genauso die Kickouts seitens Roddy, welcher es schafft den noch so geringsten Nearfall geringer zu kriegen! Das Strong ihn nach dem Match und vorherigen Attacken in die Knie zwingt passt nicht direkt ins Match, aber wird mit kurzer Zeit erklärbar. Das wohl beste US-Independent-Match 2015.


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