Zwei Jahre ist es her, als uns die WWE mit einem wahnsinnigen Schocker überraschte. Nachdem zunächst nur Wade Barrett die Entrance-Stage betrat, um das laufende Match zwischen CM Punk und John Cena zu stören, strömten die weiteren Rookies der ersten NXT-Staffel durch die Zuschauermengen zum Ring, um dort völliges Chaos zu hinterlassen.
Nach einigen dominanten und wirklich interessanten Monate geschah aber das, was früher oder später alle Stables erwartet: Die Gruppe viel auseinander. In der 22. Ausgabe von N3RO’s Hot Topic möchte ich einen kurzen Blick darauf werden, was aus den
Originalmitgliedern der Nexus geworden ist.
Wade Barrett
Der Brite war nicht nur der Sieger der ersten Staffel, sondern er war es, der die Führung der Gruppe übernahm und damit eine wichtige Rolle in den Shows einnahm. Diesen Status konnte er nach dem Ende des Stables leider nicht konstant aufrecht erhalten, auch wenn viele das nötige Potenzial in ihm sahen.
Nach einem Spin-off der Gruppe, unter dem Namen The Corre, trat Barrett zunächst um den Intercontinental Title an und konnte diesen auch gewinnen. Seine letzte nennenswerte Funktion war sicherlich das gute Programm mit Randy Orton. Nach dem Ende dieser Fehde sah es danach aus, als könnte der Barrett endlich wieder im Title Picture mitwirken, doch leider setzte ihn eine Verletzung außer Gefecht.
Bisher warten die Fans noch auf das Comeback des Briten, doch es bleibt zu hoffen, dass die WWE den Momentum der letzten Storyline nutzt und Wade Barrett in höheren Regionen der Card einsetzt. Das nötige Talten, ob im Ring, am Mikrophon oder das generelle Auftreten, hat er definitiv.
Erfolge in der WWE:
1x Intercontinental Champion
Sieger der ersten NXT-Staffel
Daniel Bryan
Der Platz von Daniel Bryan in dieser Liste ist sicherlich etwas umstritten. Bryan wurde am Tag nach der Invasion bei RAW entlassen – die verbreitete Meinung lautet, dass er deswegen gefeuert wurde, das er den Ringsprecher Justin Roberts mit dessen Krawatte würgte und damit die PG-Richtlinien der WWE verletzte. Wenige Monate später, beim Summerslam PPV, feierte er dann sein Comeback. Dieses Mal trat er aber gegen Nexus an.
Nach einem etwas holprigen Start mit seinem Auftreten als Baby Face, war es definitiv der Heel-Turn, der ihn zum Durchbruch verhalf. Die Fans erkannten, dass Bryan nicht nur ein großartiger Techniker im Ring war, sondern auch als Perfomer in allen Bereichen überzeugen kann.
Wenn man sich die vergangenen Monate anschaut, kann man wohl relativ schnell sagen, dass Daniel Bryan bisher den größten Erfolg unter den NXT Mitglieder hatte. Neben einem beachtlichen Run als World Heavyweight Champion, bei dem er sogar als Titelträger in die Road to Wrestlemania ging, war er über Wochen hinweg ein Teil der wichtigsten Storyline von Monday Night RAW.
Das Beste ist aber wohl, dass auch ein weiterer Fokus auf Daniel Bryan liegen wird. Dies hat er sich auch verdient, da er seinen Platz als wichtigster Heel der WWE mittlerweile zurecht hält. Man darf gespannt sein, was nach der geplatzten Hochzeit und AJ als neuer GM auf ihn wartet.
Erfolge in der WWE:
1x World Heavyweight Champion
1x United States Champion
Money in the Bank Winner
Skip Sheffield
Skip wer? Unter dem Namen Skip Sheffield versteckt sich das alte Cowboy-Gimmick des Wrestlers, der heute als Ryback Woche für Woche seine Gegner squasht. Sheffield hatte in der Originalbesetzung von Nexus die Funktion des Powerhouses, ähnlich wie Batista in der Evolution.
Unglücklicherweise brach sich Sheffield den Knöchel bei einer Houseshow und es dauerte über ein Jahr, bis er sich auskurierte und wieder in den TV-Shows mitmischen konnte.
Nach dieser langen und unfreiwilligen Pause feierte Sheffield im April 2012 sein Comeback als Ryback. Nachdem viele Fans das Gimmick als Goldberg-Kopie abstempelten und die Rolle weniger Bedeutung bekam, scheint es nun so, als würden die Fans Interesse am Charakter zu finden. Die Forderung “Feed me more!“, die Ryback nach seinen Match herausschreit, wird von immer mehr Chants der Fans unterstütut. Außerdem scheint es, als würde die WWE Ryban nun in mehr “richtigen“ Matches einsetzen – bestes Beispiel ist wohl der Kampf gegen Tyler Reks und Curt Hawkins.
Trotz der ständigen Vergleiche mit Goldberg steckt eine Menge Potenzial in Ryback. Erst auf Dauer wird man wirklich erkennen, ob das Gimmick der Kampfmaschine im Jahr 2012 tatsächlich noch funktioniert.
Erfolge in der WWE:
Keine
Justin Gabriel
Bei Justin Gabriel ist es schwer einzuschätzen, welchen Status er aktuell hat und wohin sein Weg führen wird. Er kann sicherlich in eine Schublade mit Wrestlern wie beispielsweise Tyson Kidd gesteckt werden. Durch sein technische Finesse und speziell den Highflying-Stil unterscheidet sich Gabriel von vielen anderen Midcadern, trotzdem will der große Durchbruch noch nicht gelingen.
Durch diese Leistungen im Ring ist es wohl auch soweit gekommen, dass sich Justin Gabriel dreifacher Tag Team Champion nennen darf. Aber auch diese Zeit war nicht mit großer Aufmerksamkeit auf das Team mit Heath Slater gesegnet. Es wirkte so, dass sie eben Champions waren, weil sie eine gewisse Vergangenheit hatten und es ansonsten keine Verwendung für die Newcomer gab.
Aktuell ist Gabriel wohl Einer von Vielen, bei denen ein großes Fragezeichen steht, wenn man sich deren Zukunft anschaut. Er hat definitiv einen speziellen Look, um als Babyface einige Erfolge feiern zu können. Es liegt aber an der WWE, wie Wrestler wie Gabriel in Zukunft eingesetzt werden.
Erfolge in der WWE:
3x WWE Tag Team Champion
Heath Slater
Heath Slater war eigentlich seit Beginn von NXT einer der Kandidaten, den viele Fans ganz oben auf einer Liste von Wrestlern sahen, die während einer Entlassungswelle aus der WWE gespült werden sollten. Doch auch wenn Slater extrem viele Niederlagen einstecken muss, hat er einen Vorteil, den sich viele Wrestler wünschen würden: Er bekommt jede Woche Zeit, eine kurze Promo zu halten und darf anschließend ein Match bestreiten.
Wie gesagt, musste Slater meist Niederlagen einstecken, da man diverse Legenden zum Aufbau der 1000. Ausgabe von RAW einlud. Trotzdem ist er einigen Workern durch diese Aufmerksamkeit um einiges voraus. Man darf nur gespannt sein, was die WWE mit der One Man Band vorhat, jetzt wo die Jubiläumsausgabe vorüber ist und es daher keine Legendenauftritte mehr geben wird. Sollte man Pläne für Heath Slater haben und möchte ihn für gewisse Auftritte einplanen, würde es Sinn machen, den aktuellen “Hype“ zu nutzen.
Erfolge in der WWE:
3x WWE Tag Team Champion
David Otunga
David Otunga legte eine der steilsten Entwicklungen der ehemaligen NXT-Mitglieder hin. Viele Fans dachten, dass er fehl am Platz wäre und sahen nicht viel Talent in ihm. Als man ihm nach einiger Zeit aber an die Seite von John Laurinaitis stellte, blühte er richtig stark auf.
Dieser starke Stand innerhalb der Shows ging immer weiter zurück, was zum Einen damit zusammenhängt, dass John Laurinaitis nicht mehr in den Shows vertreten ist, zum Anderen ist Otunga durch die privaten Geschehnisse rund um seine Verlobte Jennifer Hudson, stark eingebunden.
Es könnte durchaus sein, dass Otungas Rolle innerhalb der WWE stark von einem Comeback von John Laurinaitis abhängt. Die Beiden haben perfekt zueinander gepasst und kleine Feinheiten von Otunga, wie die Fliege oder der Kaffeebecher, haben den Charakter noch verbessert. Eine Chance, sich als Singlewrestler zu beweisen, hat sich Otunga alleine durch die Leistungen in den vergangenen Monaten verdient, bei denen er sogar einen Main Event gegen John Cena auf “Augenhöhe“ bestreiten durfte. Und sind wir ehrlich: Ein Körperbau, wie der David Otunga, hat schon vielen Wrestler geholfen, um aufzusteigen. Egal, wie viel Talent vorhanden war.
Erfolge in der WWE:
2x WWE Tag Team Champion
Darren Young
Nach einer langen Durststrecke hat mittlerweile auch Darren Young einen festen Platz in der WWE gefunden. Dabei verlief seine Zeit innerhalb von Nexus eher unglücklich. Nach Daniel Bryan, der die Gruppierung ja wegen der Kündigung verlassen musste, war Darren Young der nächste, der aus dem Stable gekickt wurde. Dies könnte speziell daran gelegen haben, dass Young extrem unerfahren war. Ähnlich, wie es bei der späteren Version auch Husky Harris nachgesagt wurde.
Nach einiger Zeit bei einer weiteren Staffel von NXT, bildete er mit dem NXT Rookie Titus O’Neil ein Tag Team. Fortan traten sie als Prime Time Players auf. Mit dem neuen Manager Abraham Washington und einem etwas charakteristischen Auftreten, hat das Team deutlich mehr Profil, als andere Teams der Tag Team Division (…viel Konkurrenz gibt es ja auch nicht…). Die Chancen stehen definitiv gut, dass auch Darren Young sich bald die Tag Team Gürtel um die Hüften schnallen kann.
Erfolge in der WWE:
Keine
Michael Tarver
Michael Tarver ist das einzige Mitglied der Originalbesetzung, welches nicht mehr bei WWE unter Vertrag steht. Wenn man darüber nachdenkt, gibt es auch nicht sonderlich viel, was über Tarver gesagt werden kann. Während der gesamten Zeit, ob bei NXT oder später als Teil des Stables, war er relativ uninteressant und nutzte keine Chance richtig aus, um den Spotlight auf sich zu rücken. Nachdem er verletzungsbedingt ausfiel, verlor er zunächst seinen Platz in der Gruppe und fand auch nie wieder in die Shows zurück. Nach dem Ende der Gruppierung sah mal ihn lediglich in ein paar Backstagesegmenten, die aber keine wirkliche Bedeutung hatten.
Erfolge in der WWE:
Keine
Was denkt ihr? Wie sieht ihr die Entwicklung der ehemaligen Nexus-Mitgliedern und wem gelang der besete Aufstieg?
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