WWE Headliner des Jahres 2012: Cena schafft auch ohne ein einziges Titelmatch fünf von sechs PPV-Hauptkämpfen/ Rekord: Sechs PPVs in Folge ohne World Title-Match im Main Event/ SmackDown stellte seit 20 Monaten keinen PPV-Hauptkampf mehr
Die erste Jahreshäfte 2012 neigt sich dem Ende zu - Zeit für eine kleine Zwischenbilanz in unseren LSA-PPV-Statistiken. Sechs Großveranstaltungen hat die WWE in diesem Zeitraum ihren Fans zum Kauf angeboten, fünfmal stand dabei John Cena im letzten Match des Abends. Lediglich beim Royal Rumble, wo er diesmal nicht an der Battle Royal teilnahm, trat der Franchise der WWE bereits in der Midcard an. Wer also nach dem letzten Kalenderjahr (Cena stand 2011 in insgesamt 11 von 13 PPV Main Events) eventuell gedacht hatte, dass die Dominanz des Chaingang Commanders 2012 in dieser Hinsicht etwas zurückgedrängt werden würde, sah sich erneut getäuscht: Cena setzte noch einen drauf und stellte dabei seinen alten Halbjahresrekord aus dem Jahr 2007 ein (Damals stand er freilich sogar in sechs von sieben PPV Main Events in der ersten Jahreshälfte). Bemerkenswert an seinem aktuellen Lauf ist dabei sicherlich die Tatsache, dass er es diesmal ohne einen World Title um seine Hüften zu diesem Rekord gebracht hat. In der Geschichte der WWE-PPVs war bisher nur ein einziges Mal ein anderer Wrestler in der ersten Hälfte eines Kalenderjahres noch häufiger in den Main Events der jeweiligen WWE-Großveranstaltungen zu finden als John Cena 2007 & 2012: Stone Cold Steve Austin. Die Attitude-Ikone brachte es1999 fertig, in wirklich jedem PPV-Abschlusskampf der damaligen ersten Jahreshäfte vertreten zu sein - inklusive dem Royal Rumble Match sowie dem UK-Only-PPV No Mercy..Die Texas Rattlesnake konnte damals erst im September aufgrund einer Verletzung aus den Main Events vertrieben werden.
Die "Totale Dominanz" von Cena hatte derweil diesmal, wie schon erwähnt, auch Folgen für die beiden WWE World Title. Da der Chaingang Commander die komplette erste Jahreshälfte ohne Titelgürtel um seine Hüften auskam, zudem überraschenderweise auch kein einziges Mal bei einer Großveranstaltung in einem Titelmatch als Herausforderer stand, wurden die WWE Championship und die World Heavyweight Championship sechs PPVs in Folge nur in der Upper Midcard oder gar im Opener ausgekämpft. Auch dies stellt einen neuen Rekord in der Geschichte der beiden World Title da. Bis jetzt lag die Bestmarke für die meisten WWE PPV Main Events in Folge ohne World Title Match bei
drei Hauptkämpfen (zuletzt erreicht: Dezember 1998-Februar 1999 [In Your House: Rock Bottom/ Royal Rumble/ In Your House: St. Valentine's Massacre]). Diese alte Marke hat sich dieses Jahr also gleich verdoppelt. Zu dieser historischen Ausnahmesituation haben freilich auch vor allem die beiden kurzen Comeback zweier alter WWE-Legenden beigetragen: The Rock und Brock Lesnar. Ihre Kämpfe waren aufgrund des Hypes um ihre Rückkehr am Ende eben zwangsläufig auch im Main Event der jeweiligen PPVs. Dennoch bleibt es überaus bemerkenswert, dass nach der Häfte des Jahres noch kein einziges Mal in einem Hauptkampf bei einer WWE-Großveranstaltung um einen World Title gekämpft wurde. Es wirft so natürlich auch automatisch ein etwas fragwürdiges Licht auf die beiden aktuellen Titelregentschaften von CM Punk und Sheamus, die vom WWE Office offenbar doch noch nicht das ganz große Vertrauen geschenkt bekommen haben.
Ebenfalls bemerkenswert bleibt die Abstinenz eines echten SmackDown!-Hauptkampfes in den Rankings. Bis in das Jahr 2010 hinein hatte sich das Roster der Freitagsshow bemerkenswert gut gegenüber dem großen Bruder von RAW geschlagen und verhältnismäßig oft auch entsprechende PPV Main Events stellen dürfen. Ende 2009 lag man quasi noch gleichauf in der ewigen Gesamtbilanz. Dieser Trend hat sich die letzten zwei Jahre schlagartig ins Gegenteil verkehrt. Bis auf den Royal Rumble sieht man eigentlich bei absolut jeder WWE-Großveranstaltung am Ende des Abends einen Kampf zwischen zwei RAW-Wrestlern im Main Event. Seit dem längst vergessenen PPV "Hell in a Cell 2010", wo der Undertaker auf seinen Bruder Kane traf, hat SmackDown! keinen einzigen Hauptkampf mehr stellen dürfen. Seit 20 Monaten müssen sich die Main Eventer der Freitagsshow nun schon mit der Upper Midcard oder gar dem Opener zufrieden geben - auch dies ist ein bisher einmaliger Rekord in der Geschichte der Brand Extension (seit 2002).
Hier nun die aktuellen Rankings [Stand: 24.06.2012]:
Alle WWE PPV Main Events 2012:
WWE No Way Out 2012: RAW
(John Cena vs. The Big Show, Steel Cage-Match; Stipulations: Verliert Big Show, wird John Laurinaitis gefeuert!/ Verliert Cena, wird dieser bei RAW gefeuert!)
WWE Over The Limit 2012: RAW
(John Cena vs. John Laurinaitis, Stipulations: Verliert Laurinaitis, wird er gefeuert! / Greift ein unter Vertrag stehender Wrestler ein, wird dieser gefeuert!)
WWE Extreme Rules 2012: RAW
(John Cena vs. Brock Lesnar, Extreme Rules-Match)
WWE WrestleMania 28: RAW
(John Cena vs. The Rock, "Once in a lifetime")
WWE Elimination Chamber 2012: RAW
(John Cena vs. Kane, Ambulance-Match)
WWE Royal Rumble 2012: RAW & SD!
(The Royal Rumble Match)
Welcher Wrestler hatte die meisten PPV Main Events 2012 (ohne Royal Rumble Match)?
1) John Cena
(5 PPV Main Events - davon fünf "One on One")
2) Kane
(1 PPV Main Event - davon einer "One on One")
2) The Rock
(1 PPV Main Event - davon einer "One on One")
2) Brock Lesnar
(1 PPV Main Event - davon einer "One on One")
2) John Laurinaitis
(1 PPV Main Event - davon einer "One on One")
2) The Big Show
(1 PPV Main Event - davon einer "One on One")
HEADLINER - Welcher Wrestler stand am häufigsten in einem WWE PPV Main Event (nach Kalenderjahren sortiert) [ohne das "Royal Rumble"-Match]?
2011: John Cena (10 PPV Main Events) [bei 13 PPVs im Jahr]
2010: John Cena (7 PPV Main Events) [bei 13 PPVs im Jahr]
2009: Triple H (5 PPV Main Events) [bei 14 PPVs im Jahr]
2008: Triple H (6 PPV Main Events) [bei 14 PPVs im Jahr]
2007: John Cena (9 PPV Main Events) [bei 15 PPVs im Jahr]
2006: John Cena (8 PPV Main Events) [bei 16 PPVs im Jahr]
2005: Batista (5 PPV Main Events) [bei 15 PPVs im Jahr]
2004: Triple H (6 PPV Main Events) [bei 14 PPVs im Jahr]
2003: Triple H & Bill Goldberg (je 5 PPV Main Events)
2002: The Undertaker (5 PPV Main Events)
2001: Stone Cold Steve Austin (9 PPV Main Events)
2000: The Rock (9 PPV Main Events)
1999: Stone Cold Steve Austin (8 PPV Main Events)
1998: Stone Cold Steve Austin (9 PPV Main Events)
1997: The Undertaker (7 PPV Main Events)
1996: Shawn Michaels (8 PPV Main Events) [bei 12 PPVs im Jahr]
1995: Diesel [Kevin Nash] (8 PPV Main Events) [bei 10 PPVs im Jahr]
1994: The Undertaker (2 PPV Main Events) [bei 5 PPVs im Jahr]
1993: Yokozuna (3 PPV Main Events) [bei 5 PPVs im Jahr]
1992: Bret Hart (2 PPV Main Events) [bei 4 PPVs im Jahr]
1991: Hulk Hogan (3 PPV Main Events) [bei 5 PPVs im Jahr]
1990: The Ultimate Warrior (3 PPV Main Events) [bei 4 PPVs im Jahr]
1989: Hulk Hogan & Randy Savage (je 2 PPV Main Events) [bei 4 PPVs im Jahr]
1988: Macho Man Randy Savage (3 PPV Main Events) [bei 4 PPVs im Jahr]
Gesamtbilanz seit April 2002:
RAW:
75 PPV Main Events
SmackDown!:
39 PPV Main Events
ECW:
2 PPV Main Events
Joined Main Events:
17 PPV Main Events (12 RAW & SD!, 5 RAW & SD! & ECW)
Quelle: LSA - Lionheart's Statistik Archiv
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