WWE: Daniel Bryan im Interview: "Ich war davon überzeugt, dass ich beim Cash-In scheitern würde!"/ "Ich erfuhr erst vor Ort vom geplanten Titelgewinn!"/ "In Zukunft will ich WWE-PPVs im Main Event abschließen!" Verfasst von Frollo am 19.06.2012, 06:05 Uhr
Ex-World Heavyweight Champion Daniel Bryan war am Wochenende bei der New Yorker Radioshow "Rosenberg Radio" zu Gast. Darin äußerte er sich noch einmal ausführlich über seinen imposanten Push in den Main Event in den vergangenen sechs Monaten seiner WWE-Karriere. Die wichtigsten Aussagen haben wir für Euch an dieser Stelle zusammengefasst:
- Daniel Bryan gab an, dass er niemals damit gerechnet hätte, jemals in der WWE einen World Title zu gewinnen, da er eigentlich all das verkörpern würde, was ein Vince McMahon gerade nicht bei einem seiner Heavyweight Champions sehen wolle. Er sei nicht muskelbepackt, esse kein Fleisch, würde privat billigere Klamotten bevorzugen und sei sicherlich kein Ryback. Daher habe er nie wirklich an einen World Title-Gewinn geglaubt.
- Als Chris Jericho bei Bryans NXT-Debüt die Aufmerksamkeit von Vince McMahon auf den Neuzugang lenken wollte und ihm sagte: "Auf diesen hier solltest Du ein Auge haben", hätte der Chairman nur abfällig abgewunken.
- Bryan sagte, dass er selbst nach Gewinn des "Money in the Bank"-Koffers im Juli 2011 nicht an einen späteren World Title Run geglaubt hätte. Er sei bis zum Schluss fest davon überzeugt gewesen, dass er als erster Wrestler beim "Cash-In" versagen und keinen der beiden großen WWE-Titel gewinnen würde. An einen Triumph als Babyface-Herausforderer über Mark Henry (etwa bei WrestleMania) habe er nie wirklich geglaubt.
- Er hätte erst in allerletzter Minute von dem Plan erfahren, dass er den World Title gewinnen sollte. Schon bei der Survivor Series wäre er überrascht gewesen, als nach dem Finish des "Henry vs. Big Show"-Matches (der Ring kollabierte) der Madison Square Garden nach "Daniel Bryan" geschrien hätte. Dabei wäre er an diesem Abend noch nicht einmal in der Halle gewesen und hätte den PPV nur am Fernseher verfolgt. Zu TLC 2011 in Baltimore wäre er dann im Dezember ursprünglich nur wegen einer Autogrammstunde angereist. Er sei dann völlig perplex gewesen, als Arn Anderson als verantwortlicher Road Agent ihn plötzlich zu sich rufen ließ und ihm dann mitteilte: "Here is what we're gonna do tonight!" Die ganze Situation danach sei surreal für ihn gewesen.
- Der Tag nach WrestleMania, als ihn Miami mit den "YES!"-Sprechchören feierte, sei bisher der größte Abend seiner WWE-Karriere gewesen. Es wäre völlig unerwartet gekommen und hätte auch ihn selbst total überrascht.
- Es sei verrückt, dass er und CM Punk zur gleichen Zeit die World Champions von Vince McMahon gewesen seien. Beide hätten vermutlich noch nie einen Drink in ihrem Leben gehabt und würden den Idealvorstellungen des WWE Chairmans eigentlich komplett widersprechen.
- Er sei stolz darauf, dass er mittlerweile regelmäßig bei den PPVs in den World Title Matches wrestlen würde. Er hoffe aber, dass er die nächsten Monate sogar noch weiter die Leiter aufsteigen dürfe. Sein Ziel sei mittelfristig der "Cena-Spot": Die "echten" PPV Main Events, also regelmäßig im letzten Kampf des Abends einer WWE-Großveranstaltung anzutreten.
- Von seinen Ex-Indy-Kollegen würde er es am ehesten Nigel McGuinness zutrauen, es in der WWE zu packen. Dieser sei am Mic noch besser als er selbst. Im WWE Lockerroom sei es dagegen im Moment tragisch, dass Tyson Kidd keine größeren Chancen auf einen Push bekommen würde. Er wäre für ihn im Moment mit der talentierteste Wrestler in der WWE. Auch Alex Riley habe seiner Meinung ein besseres Schicksal als sein jetztiges Edeljobber-Dasein verdient.
Das komplette 23minütige Interview hat "Radio Rosenberg" mittlerweile komplett auf Youtube online gestellt. Hier könnt ihr es Euch ansehen:
(Quelle: Radio Rosenberg)
(Credits: Lionheart @ CyBoard)