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Kolumnen: "Where are they now?" #1: Rikishi
Verfasst von N3RO am 20.02.2012, 14:37 Uhr
Solofa F. Fatu, Jr. wurde am 11. Oktober 11 1965 in San Francisco, California geboren. Als Teil der großen und legendären samoanischen Wrestlingfamilie, zu der unter Anderem auch The Rock, Yokuzna, die ‘Wild Samoans‘, Umage oder auch seine Söhne, Jimmy und Jey Uso, gehören, wurde ihm das Wrestling praktisch in die Wiege gelegt. Daher bestand kein Zweifel, dass er es irgendwann zur WWE schaffen würde, bei der er unter seinem Ringnamen ‘Rikishi’ durch kontroverse Aktionen, wie dem ‘Stinkface’, mehrere Titel gewinnen konnte sich somit unter vielen Fans einen Kultstatus erreichen konnte.


Die Anfänge als ‘The Samoan Swat Team‘

Seine Anfänge im Wrestlingbusiness absolvierte Rikishi im Jahre 1985 für die Promotion “International Wrestling", welche in der damaligen Zeit der einzelnen Territorien ihren Sitz in Montreal hatte. Nachdem er dort einige Matches als klassischer Babyface absolvierte, ergriff er nach der Schließung der regionalen Promotions die Chance, sich mit seinem Cousin Samula Anoa'i, der bereit einige Zeit als Heel in Montreal Erfolge feiern konnte (als "The Great Samu"), zusammenzuschließen, um fortan unter dem Titel ‘The Samoan Swat Team‘ als Tag Team für die in Puerto Rico ansässige Promotion ‘World Wrestling Council‘ anzutreten.

Als Team, welches sich vom Gimmick her an dem Tag Team ihrer Väter orientierte, schafften es die beiden Samoaner im Jahre 1987 die ersten WWC Caribbean Tag Team Champions zu werden. Nach einer Titelregenschaft, die allerdings nur einen knappen Monat anhielt, verließen die Beiden die Liga in Richtung Texas. In der ‚World Class Championship Wrestling‘ Promotion, welche unter der Leitung des legendären Fritz Von Erich stand, rückten Beide in kürzester Zeit in der Fokus der Shows und durften nach einer kurzen Fehde die Tag Team Titel gegen Kerry und Kevin Von Erich gewinnen. Nach diversen Titelwechseln zwischen dem Samoan Swat Team und einem Team, bestehend aus Michael Hayes und Steve Cox, durften die Samoaner ihre Tag Team Title sogar bei AWA SuperClash III, welches der erste PPV der ‘American Wrestling Association‘ Promoion war, gegen das erwähnte Team aufs Spiel setzen.

Nach der Zusammenarbeit bekam die Beiden die Möglichkeit , für die WCW (damals noch Teil der NWA) anzutreten, und bekamen es, mit Paul E. Dangerously als Manager, mit dem ‘Midnight Express‘, welche sie auch umgehend beim Clash of the Champions V vom 02. April 1989 besiegen durften. Nachdem das Team einen neuen Manager bekam und die Samoaner immer mehr Matches verloren, kam es sogar zu einem Wechsel innerhalb des Teams. Samu musste weichen, um wurde von Fatus Bruder, welcher unter dem Ringnamen ‘The Samoan Savage‘ antrat. Nach dieser erfolglosen Zeit trennten sich die Wege von Rikishi und der WCW. Im weiteren Verlauf des Jahres 1990 trat das ‘Samoan Swat Team‘ nur noch in der Independentszene der USA, sowie für einige Ligen in Europa und Japan auf, wo sie noch den ein oder anderen Titel halten durften.


Über viele Umwege entsteht das Gimmick des Rikishi

1992 unterzeichnete Rikishi, zusammen seinem originalen Tag Team Partner Samu, einen Vertrag mit der WWF. Auch unter dem Banner der McMahon Promotion arbeiteten sie mit dem selben Gimmick als Team, allerdings änderte man den Namen des Tag Teams in ‘The Headshrinkers‘, welches fortan auch von Samus Vater Afa begleitet wurde.
Zwischen 1992 und 1994 schafften es die Beiden, sich fest in der Tag Team Division der WWF zu etablieren. Während dieser Zeit arbeiteten sie mit prominenten Teams wie Money Inc., The Natural Disasters, The Smoking Gunns, Men on a Mission oder auch The Quebecers, denen sie am 26. April 1994 die WWF Tag Team Titles abnehmen konnten. So schön dieser erste Titelgewinn war, umso kontroverser war der Verlust des Golds. Bei einer Houseshow verloren die Samoaner die Tag Team Titles an Shawn Michales und Diesel, nur ein Tag vor einer geplanten Titelverteidigung gegen Irwin R. Schyster und Bam Bam Bigelow beim Summerslam PPV.
Samu verließ daraufhin die WWF, um einige Verletzungen auszukurieren. Das Team der Headshrinkers wurde aufrecht erhalten, indem man ihn durch Sionne ersetzte, womit zum ersten Mal ein Nicht-Samoaner ein Teil des Teams war. Allerdings konnte das Team in der neuen Besetzung keine bedeutenden Erfolge mehr feiern.

1995 sollte Fatu zum ersten Mal einen Run als Single-Wrestler erhalten, jedoch trat er nicht direkt als Rikishi auf, sondern trat als “Man from the streets" auf. Fortan durfte Fatu während den Shows Englisch sprechen und referierte darüber, wie es ist, auf den Straßen der USA aufzuwachsen. Während dieser Zeit erwähnte er auch einen realen Drive-By-Shooting, der ihm vor seiner Wrestlingkarriere wiederfuhr. Das Gimmick, bei welchem er als “Make a Difference" Fatu, bezeichnet wurde, hielt allerdings nicht lange an und auch ein Angle, bei dem Samu und sein Bruder Lloyd Anoa'i, als "The Samoan Gangster Party" mehrmals an den Ring stürmten, lies man einfach fallen. Es reichte lediglich zu einer Matchserie mit Hunter Hearst Helmsley.

Der zweite Versuch, Fatu als Single Wrestler zu etablieren, endete im Gimmick von ‘The Sultan‘. Wie der Name vermuten lässt, spielte er einen Sultan aus dem mittleren Osten, der komplett verhüllt war. Dadurch war auch nie erkennbar, wer den Charakter spielte, da es auch nie ein Interviewsegment mit dem Sultan gab. Zusätzlich hatte er den Iron Sheik und Bob Backlund als Manager an seiner Seite.
Nach einer Auftaktniederlage gegen Yokozuna legte Fatu eine imposante Siegesserie hin, welche in einem Titelmatch um Rocky Maivia’s (The Rock) Intercontinental Title bei Wrestlemania 13 mündete, allerdings kam es dort zu einer Titelverteidigung.
Das Gimmick wurde 1998 wieder fallen gelassen, obwohl Fatu es in der Zwischenzeit mit legendären Namen wie The Undertaker, Bret Hart, Triple H,Goldust, The Rock oder Jake "The Snake" Roberts aufnehmen durfte. Nach der Auflösung des Charakters verließ Fatu sogar kurzzeitig die WWF, um in Dory Funk Jr's. DOJO trainieren zu können.

Bei der Ausgabe von WWF Metal, vom 13. November 1999, feierte Fatu sein Comeback als Rikishi Fatu, der Ringname wurde allerdings nach kurzer Zeit auf ‘Rikishi‘ gekürzt. Allerdings hatte sich nicht nur der Name geändert. In der Zwischenzeit hatte Fatu einiges an Gewicht zugelegt, sich die Haare blondiert und seine langen Hosen gegen den berühmten Tanga getauscht. Als tanzender Sumo-Wreslter kam er unheimlich gut bei den Fans an, die Popularität stieg aber umso mehr, als er mit Grand Master Sexay und Scotty 2 Hotty die Gruppierung ‘Too Cool‘ bildete. Nach dem erfolgreichen Rumble Match, bei dem er sieben Wrestler eliminierte und es ganze sechs Personen benötigte, um Rikishi über das Seil zu werfen, folgten einige nennenswerte Matches, wie ein Sieg an der Seite von Kane gegen die D-Generation X bei Wrestlemania 2000 oder Fehden wie beispielsweise gegen Edge, Christian und Kurt Angle als Trio ‘Too Cool‘.

Im weiteren Verlauf schaffte es Rikishi, sich bis ins Finale des ‘King of the Ring‘-Turniers vorzukämpfen. Allerdings stoppten ihn an dieser Stelle Chris Benoit und Val Venis, die er im vorherigen Verlauf des Turniers besiegte, mit Stuhlschlägen, wodurch sich Kurt Angle ohne große Bemühungen den Sieg holen konnte. Dies führte zu einer Fehde mit Val Venis, die sogar zu einem Steel Cage Match beim ‘Fully Loaded‘ PPV führte. Das Highlight war sicherlich der Splash von Rikishi vom Käfigrand, ganz im Stile des legendären Jimmy ‘Superfly‘ Snuka.

Im Anschluss bemühte man sich, den wuchtigen Samoaner als Heel zu etablieren. Dafür benutzte man einen Angle aus dem Jahre 1999, bei dem Stone Cold Steve Austin bei der Survivor Series von einem Auto angefahren wurde. Der damalige Commissioner Mick Foley beschuldigte Rikishi der Fahrer des Autos gewesen zu sein und tatsächlich gab Rikishi dies im weiteren Verlauf der Storyline zu. Seine Beweggründe erklärte er damals damit, dass er der Ansicht sei, dass die Samoaner in der WWE, wie ‘High Chief‘ Peter Maivia and Jimmy ‘Superfly‘ Snuka, immer benachteiligt wurden. Mit dem Angriff auf Austin wollte er seinem Cousin The Rock helfen, an die Spitze der WWF zu gelangen.
Erwartungsgemäß führte dies zu einer Fehde zwischen Rikishi und Steve Austin, woraufhin Beide in einem No Holds Barred aufeinandertrafen. Allerdings gab es bei diesem Match einen No Contest, da Steve Austin versuchte, den Samoaner ebenfalls mit einem Truck zu überfahren. Allerdings griff die Polizei ein, um den Angriff zu verhindern.
In den kommenden Wochen wurde Austin mehrfach im Backstage Bereich angegriffen und es wurde mehr als deutlich, dass Rikishi einen Verbündeten haben muss, der ihn bei seinen Angriffen unterstützte. Während eines Handicap Matches, bei dem Rikishi an der Seite von Kurt Angle gegen Stone Cold Steve Austin antrat, kam Triple H zum Ring und attackierte überraschend Austin mit seinem Sledgehammer. Kurz darauf verkündete Triple H offiziell, dass er der Kopf hinter den Angriffen ist und diese organisierte. Diese Zeit kann man definitiv als die erfolgreichste Zeit von Rikishi bewerten.

Nach einer Niederlage gegen The Rock bei der Survivor Series, der Teilnahme an einem Six-Man Hell in a Cell Match, bei dem er es mit einem Chokeslam vom Undertaker vom Käfigdach auf einen stehen Truck in die Geschichtsbücher der WWE schaffte, und als Nummer 30 des Royal Rumbles, bei dem er sogar den Undertaker eliminierte, verschlug es Rikishi zurück in die Tag Team Szene. An der Seite von Haku gab es Programme mit den Brothers of Destruction (The Undertaker und Kane) und den Hardy Boys, welches aber plötzlich endete, da sich Rikish eine Verletzung zuzog und Haku entlassen wurde. Kurz darauf gab es einen Faceturn für Rikishi, nachdem er Stephanie und auch Vince McMahon den Stinkface verpasste.

In den folgenden Wochen und Monaten schien der Stern von Rikishi immer weiter zu sinken. An der Seite von Rico gab es ein Kurzprogramm gegen Billy und Chuck, sowie eine Storyline mit Rowdy Roddy Piper, bei der man auf den legendären Kokusnuss-Schlag von Piper auf Jimmy Snuka anspielte.
An der Seite seines ‘Too Cool‘-Kollegen Scotty 2 Hotty gelang es Rikishi noch einmal, die WWE Tag Team Title von den Basham Brothers zu gewinnen. Nach der zweimonatigen Regenschaft kam es allerdings zu Differenzen mit der WWE, die schlussendlich zu einer Entlassung führten. Die offizielle Begründung lag darin, dass die WWE mehrfach Rikishi, der in der Zwischenzeit stark übergewichtig war, aufforderte, Gewicht abzunehmen. Dies hat Rikishi allerdings nie umgesetzt und er soll sich sogar geweigert haben.


Die Reise um den Globus führt zu TNA

Nach der Entlassung vom 16. Juli 2004 trat Rikishi wieder in der Independetszene der USA an und kam auch international mehrfach zum Einsatz. Eines seiner ersten Projekte war die ‘Nu-Wrestling Evoultion‘ oder kurz NWE-Promotion aus Italien. Rikishi war einer der der ersten amerikanischen Superstars der Liga, die bis heute Stars wie Scott Steiner, Vampiro, Mr. Anderson, Chris Masters , Ultimo Dragon und sogar den Ultimate Warrior für Einsätze verpflichten konnte. Desweiteren konnte er für All Japan Pro Wrestling gegen Akebono antreten, an einem 8-Man Tag Team Match für die mexikanische AAA beim TripleMania Event teilnehmen aber auch diverse Matches in den USA warnehmen.

Bereits zu Beginn seiner Indepentzeit gab es einen Konflikt mit der WWE, da diese die Rechte am Namen ‘Rikishi‘ besitzt. Daher trat er beim Großteil seiner Matches mit der Kurzform seines WWE Namens, Kishi, auf.

Am 13. September 2007 feierte Fatu ein überraschendes Debüt bei TNA Impact, als Teil der Storyline zwischen Samoa Joe und Christian Cage. In der darauffolgenden Woche stieg er unter dem Namen ‘Junior Fatu‘ bereits zum ersten Mal gegen Cage in den Ring. Allerdings musste er direkt eine Niederlage einfahren, nachdem er von AJ Styles abgelenkt wurde. Im Anschluß konnte sich Fatu, durch die Hilfe von Samoa Joe, gegen Robert Roode in einem ‘Fight Fort he Right Tournament‘ Match durchsetzen. Allerdings kam es nie zu einem Einsatz in der nächsten Runde, da Rikishi von TNA entlassen wurde. Laut damaligen Meldungen konnte man keine Einigung beim Gehalt zwischen Fatu und der Promotion aus Orlando erzielen.


Karriereausklang bei ‘Terriroty League Promotion‘?

Nach dem Ende bei TNA machte Rikishi einen Ausflug nach Chile, um für die ‘Revolución Lucha Libre‘ Promotion aufzutreten. Dabei kam es zu einem Match gegen Ariki Toa um den World Title der Liga, welches er sogar für sich entscheiden konnte und er somit kurzzeitig Titelträger war.
Während der Hulkamania Tour durch Australien kam es 2009 sogar zu einer Wiedervereinigung mit seinem ehemaligen Tag Team Partner Grand Master Sexay, um gegen Orlando Jordan und seinem mittlerweile verstorbenem Bruder Umaga anzutreten.

Aktuell ist der 45-jährige Kishi ein Teil der ‘Territory League Promotion‘, welche sich an einem neuen Konzept versucht. Innerhalb dieser Liga gibt es sieben verschiedene Teams, die sich nach Territorien und Städten differenzieren, um anschließend gegeneinander anzutreten. Neben dieser Aufteilung gibt werden desweiteren die Division, unter anderem Heavyweight, Cruiserweight, Tag-Team oder Mexican Luchadore, unterschieden.
Kishi ist als Teil des Teams ‘Las Vegas Highrollers‘, neben Grand Master Sexay, Scotty 2 Hotty, Jeckles the Jester, Ricky The Activist, Pastor Phopps und Latigo Blanco aktiv.


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