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[Kultgimmicks] Terry Taylor a.k.a. Red Rooster
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Beitrag von hattrick83:
[Kultgimmicks] Jetzt als Buch erhältlich!!!



Hallo

Heute möchte ich euch besonders auf eine sehr interessante – wenn nicht sogar die bisher interessanteste – Kolumne aufmerksam machen. Ihr denkt die Karriere von Terry Taylor war langweilig? Da liegt ihr falsch! Ich kann euch diese Ausgabe nur sehr ans Herz legen.

In meiner 33. Kolumne geht es um einen Mann, dessen Karriere mit einem einzigen Gimmick regelrecht zerstört wurde. Die Rede ist von Terry Taylor, der im Jahr 1989 bei der WWF als Hahn auflaufen musste. Diese Ausgabe passt perfekt zum Thema Gimmicks. Auch wenn man sich zu Recht über den Red Rooster lustig machen kann, ist dies menschlich gesehen für Terry Taylor eine tragische Story. Erlebt in dieser sehr ausführlichen Biografie in 29 Kapiteln mit, wie ein großes Talent mit viel Pech um seine Karriere gebracht wurde. Außerdem ist dies auch eine Biografie über einen Mann, der als WCW-Booker in den 90ern unauffällig die Monday Night Wars kräftig aufmischte. Als kreativer Kopf bei der Entwicklung der nWo ließ er zwar die Sonne strahlen, aber er erlebte auch die schattigen Seiten des Business.

Viel Spaß!!!

Und wer es noch nicht weiß:
Kultgimmicks@Facebook ;)
Meinungsumfrage


Terry Taylor a.k.a. Red Rooster

Ohne bei einem Wrestling-Trainer trainiert zu haben zum Rookie of Year 1980
Terry Taylor gilt als eines der besten Beispiele dafür wie eine viel versprechende Karriere durch ein schlechtes Gimmick (Red Rooster) ruiniert wurde. Geboren wurde er am 12. August 1955 als Paul Worden Taylor III. in Greenville, South Carolina. Sein Vater Dr. Paul W. Taylor Junior war ein erfolgreicher Frauenarzt und Geburtshelfer, der seinen Doctor of Medicine, abgekürzt als M.D., in Florida machte. Sohnemann Paul Taylor besuchte das Guilford College in Greensboro, North Carolina und schaffte dort im Jahr 1979 seinen Abschluss in Wirtschaftswissenschaft. Damit sicherte er sich seine Zukunft und beschäftigte sich anschließend um seine große Leidenschaft neben der schulischen Ausbildung: Wrestling! Bereits seit seiner Jugend war er ein Fan dieser Sportart und seinem Lieblingswrestler Terry Funk. Ohne zuvor trainiert zu haben, bestritt Taylor am 28. September 1979 mit 24 Jahren sein erstes Match. Laut eigener Aussage brachte er sich alles selber bei und benötigte daher keinen Trainer. Trotz dieses Mankos sammelte er mit der Zeit Erfahrungen und entwickelte sich zu einem ausgezeichneten Techniker.
Bereits am Anfang seiner Karriere benannte Paul sich nach seinem Lieblingswrestler Terry Funk in "Terry Taylor" um und formte schon früh ein kurzlebiges Team mit dem legendären André the Giant. Er trat als Face an und hatte als Finishing Move den Flying Forearm, den er Five Arm nannte. In den ersten Jahren machte er sich mit vielen kleinen Titelerfolgen in unterschiedlichen Territorien diverser Ligen des Dachverbandes National Wrestling Alliance einen Namen. Nachdem er seine ersten Schritte bei Championship Wrestling From Florida absolvierte, errang er bei Southeast Championship Wrestling in Alabama und Tennessee seine ersten Gürtel. Mit einem Sieg über The Matador (Jerry Stubbs) wurde Taylor im Mai 1980 NWA Southeastern Television Champion (Northern Division) und am 13. Juni mit einem Sieg über Bad News Harris (dem späteren Kamala) NWA Southeastern Heavyweight Champion. Der TV Titel wurde kurz darauf inaktiv und den Schwergewichtstitel verlor er bereits einen Tag später an Dennis Condrey wieder. Am 22. August 1980 wurde er bei Georgia Champion Wrestling in Atlanta der erste NWA National Television Champion. Bereits zwei Monate später verlor er den Titel an seinem Vorbild Terry Funk wieder. Während dieser Zeit wurde Taylor zum ersten Mal für einen Auftritt von der World Wrestling Federation gebucht und konnte hier am 20. Oktober im berühmten Madison Square Garden in New York den Puerto-Ricaner Jose Estrada bezwingen. Es war für ihn ein guter Start in die Karriere und dies würdigte auch das Magazin Pro Wrestling Illustrated. Terry Taylor wurde vor Barry Windham mit dem Rookie of the Year-Award 1980 ausgezeichnet – und dies gelang ihm ohne Wrestling-Trainer.

Der fleißige Sammler sammelt Titel auch in Memphis bei der CWA
Mit der Wahl zum Rookie of the Year 1980 erntete Terry Taylor die Vorschußlorbeeren der Experten und Fans. Wie ging er mit diesem Druck um? Ganz einfach: Er sammelte weiterhin fleißig Titel! Im Jahr 1981 wurde er bei Central States Wrestling in Kansas City NWA Central States Television Champion und mit Bob Brown NWA Central States Tag Team Champion. Den vakanten Einzeltitel sicherte er sich im Januar mit einem Turnierfinalsieg über Buzz Tyler und verlor ihn kurz darauf an Bobby Jaggers wieder. Mit Brown konnte er um die Tag Team Titel am 9. April die Kelly Twins Mike & Pat bezwingen. Als Taylor die Promotion verließ, wurden die Gürtel für vakant erklärt. Er blieb bei der National Wrestling Alliance und wurde am 7. Juni 1981 mit einem Sieg über Les Thornton in Roanoke, Virginia NWA World Junior Heavyweight Champion. Nur 13 Tage später musste er den Titel an Thornton wieder abgeben. Neben seinen Erfolgen bestritt er auch einige Kämpfe im Kiel Auditorium von St. Louis, Missouri.
Im Jahr 1982 wechselte Terry Taylor nach Memphis, Tennessee zu Jerry Jarrett’s Continental Wrestling Association. Diese Liga sorgte zu dieser Zeit mit der legendären Fehde zwischen Topstar Jerry Lawler und dem Komiker Andy Kaufman für großes Medieninteresse. Taylor, immer noch ein Zuschauerliebling, war in der Midcard zu finden und mit Steve Keirn (später als Skinner bekannt) aus Florida wurde er am 30. August mit einem Sieg über Bobby Eaton & Sweet Brown Sugar (dem späteren Koko B. Ware) AWA Southern Tag Team Champion. Der Titel wurde in Tennessee ausgekämpft, da damals die CWA eng mit der American Wrestling Association zusammenarbeitete. Bereits am 6. September mussten sie ihre Gürtel wieder an Eaton & Sugar abgeben. Laut ersten Plänen sollte Taylor mit Stan Lane das neue Gespann The Fabulous Ones gründen, diese wurden jedoch umgeworfen und man entschied sich dann doch für Keirn. Dies sollte Taylor nicht stören, denn als Singles-Wrestler sammelte er bei der CWA zahlreiche Titel. Im November gewann er von Jimmy Snuka’s Bruder Sabu the Wildman die AWA Southern Heavyweight Championship, die er im Januar 1983 an Jerry Roberts (Jacques Rougeau) wieder verlor. In einem Rückkampf am Valentinstag im Februar holte Terry sich den Titel von Roberts wieder zurück. Sein zweiter Run mit diesem Gürtel endete am 21. März mit einer Niederlage gegen Bill Dundee. In der Hochburg von Memphis folgte am 1. Dezember 1983 mit dem Gewinn der NWA Mid-America Heavyweight Championship gegen "Nature Boy" Buddy Landel der nächste Erfolg. Diesen Gürtel verlor er 25 Tage später an Randy Savage, noch vor dessen glorreichen Karriere in der WWF als "Macho Man". Ende 1984 und im Sommer 1985 wurde er mit Siegen über Eddie Gilbert und Phil Hickerson zweifacher CWA International Heavyweight Champion. Beide Titelverluste erlitt er während einer Fehde mit Hickerson.

Titelerfolge bei Bill Watts’ MSW und Auftritte für Jim Crockett’s MACW
In den 80er machte Terry Taylor sich einen Namen in der National Wrestling Alliance, wo er schnell zu einem der talentiertesten Wrestler wurde, der von allen Seiten eine große Zukunft vorhergesagt bekam. Dies bestätigte er neben guten Kämpfen mit vielen weiteren Titelerfolgen, auch wenn die ganz großen ausblieben. Im Januar 1984 startete er bei Bill Watts’ Mid-South Wrestling (MSW), einer Mitgliedspromotion der NWA, und fehdete gegen den bösen "Russen" Krusher Khrushchev. Beide trafen im Mai im Finale eines Turniers, das den ersten Mid-South Television Champion ermittelte, aufeinander. Krushchev setzte sich zwar durch, aber am 16. Juni sicherte sich Taylor in New Orleans, Louisiana das Gold. Am 26. September unterlag er Adrian Street und verlor dadurch an ihn auch seinen Gürtel. Mit einem Sieg über Buddy Landel am 2. Januar 1985 konnte er die Mid-South TV Championship zum zweiten Mal sichern. Diesen Titel musste er abgeben, nachdem er am 13. März Ted DiBiase um die wertvollere Mid-South North American Heavyweight Championship besiegte. Die Regel besagte, dass man nicht zwei Titel auf einmal halten durfte. Den Gürtel konnte er u.a. beim MSW Superdome Extravaganza gegen Kamala durch DQ verteidigen. Am 22. Mai verlor er seinen Titel an den maskierten Nightmare, dargestellt von Moondog Rex. Zu dieser Zeit durfte er auch den damaligen NWA World Heavyweight Champion Ric Flair um seinen Titel herausfordern. Eine große Ehre für Taylor, der in seiner ganzen Karriere aus Vero Beach, Florida angekündigt wurde.
Nach seinen ganzen Erfolgen bei Bill Watts versuchte Terry Taylor sein Glück bei einer der bekanntesten Ligen der NWA. Die Rede ist von Jim Crockett Junior’s Mid-Atlantic Championship Wrestling (MACW) und auch hier gewann er einen Titel. Am 22. September 1985 wurde er mit einem Sieg über Black Bart neuer NWA National Heavyweight Champion. Auf ganz großer Bühne musste er den Titel im November wieder abgeben. Dabei unterlag er bei NWA Starrcade im Greensboro Coliseum Buddy Landel. Im Jahr 1986 kehrte Taylor zu Bill Watts zurück und musste eine Veränderung miterleben. Mid-South trennte sich von der NWA und änderte ihren Ligennamen in Universal Wrestling Federation um. Damit wollte ein finanziell angeschlagener Watts seine Liga eigenständig auf nationale Ebene etablieren. Dies sollte ihm jedoch nicht gelingen, da Vince McMahon mit seiner großen World Wrestling Federation das Wrestling-Business nicht nur in den USA, sondern weltweit wie kein Zweiter beherrschte.

Das Ende der UWF und Titelvereinigungskampf bei NWA Starrcade 1987
Neben dem Ligennamen wurde auch der Television Titel in UWF World Television Championship unbenannt und im Rennen um diesen Gürtel sollte Terry Taylor erneut mitmischen. Er gehörte mit zu den größten Stars der UWF und gewann im Mai 1986 mit einem Sieg über Buzz Sawyer zum dritten Mal den TV Title. Diesen konnte er im Juni gegen den Ex-Champion beim Superdome Extravaganza in New Orleans erfolgreich verteidigen. Im selben Monate hatte er gegen Terry Gordy die Chance auf dessen UWF Heavyweight Championship, scheiterte jedoch. Am 29. September verlor er seinen TV Gürtel an Buddy Roberts. Ende 1986 bildete Taylor mit Jim Duggan ein Team und konnte mit ihm am 27. Dezember gegen Bill Irwin & Leroy Brown die UWF World Tag Team Championship erringen. Nachdem Duggan am 23. Januar 1987 ein Losers Leaves Town Match verlor, wurde der Titel für vakant erklärt. Mit dem Engländer "Gentleman" Chris Adams fand er schnell einen neuen Partner und mit einem Turniersieg im Februar holte er sich den vakanten Titel wieder zurück. Hierfür konnten sie im Finale Sting & Rick Steiner in die Knie zwingen, die sich jedoch am 12. April revanchierten und die Tag Team Gürtel sicherten. Einen Tag zuvor noch setzten sich Taylor & Adams noch bei Superblast at the Superdome durch. Anschließend turnte Taylor gegen den Engländer zum Heel und zwischen den beiden Ex-Partnern entwickelte sich eine hitzige Rivalität.
Bill Watt’s letzter Versuch seine Promotion in den USA national zu etablieren, um nicht alle seine Talente an die stärker und größer werdenden Konkurrenten zu verlieren, scheiterte kläglich. Die Universal Wrestling Federation verzeichnete zwar anfänglich noch Erfolge, doch eine Wirtschaftskrise in Oklahoma und der noch größere Erfolg der Konkurrenz zwangen Watts schließlich dazu, im Frühling 1987 die Rechte an seiner Liga an Jim Crockett Jr. und dessen Promotion Mid-Atlantic Championship Wrestling abzutreten. Dieser versprach ihm zwar, sich weiterhin um die Liga zu kümmern, doch letzten Endes ließ er die UWF-Stars lediglich für seine eigenen Stars jobben, so dass die UWF noch im Dezember 1987 aufhörte zu existieren. Darunter litt auch Terry Taylor, der am 2. September mit einem Sieg über Shane Douglas immerhin noch einmal zum vierten und letzten Mal die UWF World Television Championship gewinnen durfte. Daraus resultierte eine Fehde mit dem NWA World Television Champion Nikita Koloff. Nach einem Streit stahl Taylor den Gürtel seines Rivalen, was zu einem Titelvereinigungskampf der beiden TV-Champions bei Starrcade 1987 im November führte. Natürlich gewann Koloff das Match, der UWF Television Titel wurde mit dem NWA Television Titel vereinigt und verschwand für immer. Kurz darauf verließ Terry Taylor frustriert die Promotion.

Hartnäckiger Kampf um einen Job bei der World Wrestling Federation wird belohnt
Im Jahr 1988 ging Terry Taylor zu den Von Erichs nach Texas zur World Class Wrestling Association und trat als Heel auf. Am 26. Februar besiegte er "Maniac" Matt Borne und wurde WCWA Texas Heavyweight Champion. Außerdem gewann er im gleichen Jahr mit Iceman Parsons die WCWA World Tag Team Championship, nachdem die beiden Kerry & Kevin Von Erich besiegten. Anfang Juli revanchierten sich die Von Erichs und holten sich die Titel zurück. Seinen Texas Heavyweight Titel konnte Taylor u.a. gegen Kevin Von Erich und seinem Erzrivalen aus der UWF Chris Adams verteidigen. Den Engländer schlug er im Mai bei der 5th Von Erich Memorial Parade of Champions, die im Texas Stadium von Irving stattfand. Da Terry Taylor die WCWA im Juli verließ, bekam Kevin Von Erich den Titel kampflos zugesprochen.
Die Wrestling-Karriere verlief für Paul Taylor eher schlecht als recht, aber dafür fand er sein Familienglück. Ende der 70er Jahre lernte er die 1962 geborene Trudy K. Davidson kennen und lieben. Am Anfang seiner Laufbahn als Wrestler wurden sie Eltern eines gesunden Sohnes namens Don und im Jahre 1988 erwarteten sie einen weiteren Sohn. Was zu seinem Familienglück noch fehlte war ein anständiger Job mit einem festen Gehalt. Bei der WCWA verdiente Taylor nur 200 Dollar die Woche und dies reichte nicht seine Familie zu ernähren. Zur NWA wollte er nicht mehr zurückkehren, da er dort nicht richtig eingesetzt wurde und auch nicht sonderlich glücklich war. Zu dieser Zeit gab es nur eine Liga in der man finanziell abgesichert war: Die World Wrestling Federation! Hartnäckig versuchte Taylor bereits seit Ende 1987 dort einen Job zu bekommen, indem er den damaligen WWF Booker und Road Agent Pat Patterson sehr oft anrief und regelrecht um einen Vertrag bettelte. Taylor in einem Radiointerview dazu: "Ich verdiente 200 Dollar in der Woche. Ich hatte eine schwangere Freundin und einen 8-jährigen Sohn und ich brauchte bald einen Job. Also rief ich Pat jeden Freitagmittag 9 Monate lang an und immer ging der Anrufbeantworter an. Ich hinterließ ihm immer eine Nachricht und sagte einfach >Pat, hier ist Terry Taylor. Ich will dir einfach Bescheid sagen, dass ich arbeiten will und nicht nach einer Garantie frage, sondern nur nach einer Möglichkeit. Falls du mich nicht magst, lasse ich dich in Ruhe. Aber ich will einfach eine Möglichkeit.< Eines Tages rief mich Pat zurück und sagte >Wenn du mir versprichst, dass du mich nie wieder anrufst, komm am Montag vorbei.<" Das ringerische Talent von Terry Taylor war unübersehbar, aber laut den Bookern wirkte er zu farblos um ihn ein passendes Gimmick für die WWF zu kreieren. Dies war wohl der Grund, warum man von sich aus ihm nicht einen Vertrag anbot. Paul Taylor, der einen 2-Jahresvertrag unterschrieb, sollte dies zunächst einmal egal sein, denn er hatte einen Job bei der größten Liga der Welt sicher. Mit dieser guten Nachricht heiratete er am 5. Juli 1988 im texanischen Bezirk Tarrant seine Freundin Trudy und auch sein zweiter Sohn Cody Taylor erblickte gesund das Licht der Welt.

Terry Taylor oder Curt Hennig: Wer bekommt das "Mr. Perfect"-Gimmick?
Ein kreiertes Gimmick von den Bookern der WWF lag für Terry Taylor bereits in der Schublade. Die Rede ist von "Mr. Perfect", der in allen möglichen Sportarten perfekt abschnitt. Für Taylor, der bereits Ende Juni 1988 seine ersten TV-Aufzeichnungen absolvierte, hätte es die Rolle seines Lebens werden können. Jedoch wurde zu seinen Ungunsten der 30-jährige Curt Hennig verpflichtet, der seinen WWF-Vertrag im Juli unterschrieb. Das große Talent aus Minnesota gehörte zu den Aushängeschildern der damaligen American Wrestling Association und war knapp über ein Jahr lang AWA World Heavyweight Champion. Einen seiner ersten Matches bestritt er gegen Taylor und dieser Kampf wurde am 31. Juli bei der Open Air-Veranstaltung WrestleFest 1988 in Milwaukee ausgetragen. Diese Show wurde für Coliseum Video aufgezeichnet, wobei das angesprochene Match nicht für das Endprodukt berücksichtige wurde. Die beiden Techniker lieferten sich zwar einen kurzen, dennoch guten Kampf, den Hennig für sich entscheiden konnte. Nun hatte man mit Taylor und Hennig zwei gute Wrestler, die zum Gimmick des "Mr. Perfect" passen würden. Die Entscheidung fiel auf den ehemaligen AWA Champion, dem man mehr Charisma und Talent zutraute um diese Rolle perfekt darzustellen. Diese Wahl erwies sich als einziger Glücksfall, denn Curt Hennig wurde als Mr. Perfect zur Legende. Für den 1,85 m große und um die 110 kg schwere Terry Taylor, mittlerweile 32 Jahre alt, wurde erst später ein Gimmick kreiert, das jedoch negativ in die Geschichte eingehen sollte.
Ohne große Ideen schrieben die Writer für ihn zunächst eine Einstiegsstory, die auch keinen Hund hinterm Ofen hervorlocken sollte. Terry Taylor feierte bei Prime Time Wrestling am 1. August 1988 als Face sein WWF TV-Debüt, als er zusammen mit Sam Houston auf die maskierten Conquistadors traf. Nach dem Houston gepinnt wurde, machte Taylor seinen Tag Team-Partner für die Niederlage verantwortlich und attackierte ihn. Damit turnte er bereits bei seinem ersten offiziellen TV-Match für die WWF zum Heel. Mit dem Spitznamen "Scary" (schaurig) legte er eine kleine Siegesserie hin und konnte im TV neben einigen Jobbern auch Scott Casey und Lanny Poffo bezwingen. Dabei gewann er jeweils mit seinem Finishing Move, dem Scorpion Deathlock, noch lange bevor Bret Hart diese Aktion als Sharpshooter popularisierte. Ende September errang er in der WWF seinen bis dato wichtigsten Sieg, nachdem er bei WWF on MSG Network seinen Erzrivalen Sam Houston besiegte. Bisher sprang der Funken bei den Fans noch nicht rüber. Was Terry Taylor noch fehlte war eine ordentliche Storyline und ein passendes Gimmick. In der damals bunten WWF reichte es nicht nur aktiv im Ring zu glänzen.

Bobby Heenan’s Versuch aus einem Niemand einen Star zu machen
Einige Wochen nach seinem Turn versuchte Terry Taylor seine Karriere in Gang zu bringen, indem er sich die Dienste des hinterlistigen Erfolgsmanager Bobby "The Brian" Heenan wandte. Das Wiesel nahm den Neuling in seine Heenan Family auf und präsentierte ihn der Öffentlichkeit in der allerersten Ausgabe der Brother Love Show bei Superstars am 8. Oktober 1988. Heenan machte Taylor zum Mittelpunkt eines ehrgeizigen Projekts: Er erklärte, dass er anhand seines neuen Schützlings beweisen würde, dass man aus einem unerfahrenen Niemand einen Star machen könnte. Unter Wrestling-Experten war er bestimmt kein Niemand, für die Zielgruppe der WWF jedoch ein unbeschriebenes Blatt und dies passte perfekt zu dieser Storyline. Bobby sagte, dieser Junge bräuchte nicht mal einen Namen, da er de facto nichts Anderes als ein junger Hahn sei ("Little Red Rooster"). Daraufhin taufte er ihn Red Rooster – ohne dass sich dabei an Taylor’s Gimmick groß etwas änderte. Er behielt seinen Kampfstil und trug – wie bereits während seiner gesamten Karriere – eine kurze, meist rote Hose. An einen Hahn trotz des Namens erinnerte er nicht – noch nicht!
Die Zusammenarbeit zwischen Terry Taylor und Bobby Heenan erwies sich zunächst als erfolgreich – was sich der Manager selbstverständlich allein auf seine Fahne schrieb. Der Red Rooster setzte sich u.a. bei einer Superstars-Ausgabe gegen Lanny Poffo und bei Prime Time Wrestling im November gegen Ken Patera durch. Zudem schnitt er beim King of the Ring-Turnier, damals noch bei einer House Show veranstaltet, am 16. Oktober gut ab. Nach Siegen über Marty Jannetty von den Rockers in der ersten Runde und "Iron" Mike Sharpe im Viertelfinale stand der Hahn im Halbfinale. Hier zog er gegen den späteren Sieger und damaligen WWF Champion "Macho Man" Randy Savage den Kürzeren. Wahrlich keine Schande! Bei der Survivor Series 1988 stand er im Main Event, an das er sich jedoch nicht gerne zurückerinnerte. An der Seite von Ted DiBiase, Big Boss Man, Akeem und King Haku traf er in einem Elimination Match auf die Mega Powers (Hulk Hogan, Randy Savage, Koko. B. Ware, Hillbilly Jim und Hercules). Der Red Rooster musste als erstes die Segel streichen, nachdem er von Savage eliminiert wurde. Die beiden Teamkapitäne Hogan und Savage gewannen am Ende den Kampf für ihr Team. Nach dem PPV errang der Hahn im TV noch Siege über die Edeljobber Sam Houston und Scott Casey. Außerdem endeten Matches gegen den Blue Blazer (Owen Hart) und Koko B. Ware nach Ablauf des Zeitlimits unentschieden. Mehr oder weniger ein guter Start für den Red Rooster, aber zum Jahreswechsel gab es erste Spannungen mit seinem Manager Bobby Heenan.

Red Rooster fliegt aus dem Hühnerstall von Bobby Heenan
Das Geschäftsverhältnis zwischen dem Red Rooster und seinem Manager Bobby Heenan wurde zunehmend schlechter. Das Wiesel hatte nichts Besseres zu tun, als den Hahn während seiner Matches anzuschreien und schlecht zu behandeln, sobald dieser Fehler machte. Die Fans entwickelten nach der Zeit eine gewisse Sympathie für den gefiederten Kameraden, so dass dieser auch bald selbst merkte, dass eine Trennung von Bobby Heenan das Beste für ihn wäre. Bei Saturday Night’s Main Event am 7. Januar 1989 sollte es zum angedeuteten Split der beiden kommen. Vor einem Match gegen Tito Santana prahlte Heenan vor Interviewer Jesse Ventura, wie er aus einem Wrestler mit limitierten Fähigkeiten von einem Niemand zu einem Topmann gemacht hätte – was den daneben stehenden Rooster dann doch sichtlich irritierte. Dass das Verhältnis von Manager und Schützling alles andere als gesund war, sollte dann beim Match des Roosters gegen Santana überdeutlich werden. Heenan – der sich mit einem Mikrofon verkabeln ließ, auf dass jeder seine Kommunikation mit dem Rooster hören konnte -, zeigte sich mehrfach ungehalten über ein in seinen Augen nicht sehr gutes Match des Roosters. Indem er immer wieder mit ihm diskutierte, machte er die Lage aber nicht besser, sondern trug so seinen Teil dazu bei, dass der Rooster seinen Fokus verlor und Santana unterlag. Die erste TV-Niederlage des Roosters machte Heenan sauer: Er wies seinen Schützling zurecht, ohrfeigte ihn sogar. Das aber ließ sich der Rooster nicht gefallen: Er prügelte auf Heenan ein und machte ihm klar, dass er sich von niemandem herumschubsen lassen würde. Damit war der Face-Turn perfekt.
Kurz nach der Trennung nahm der Red Rooster als Nr. 25 am Royal Rumble Match teil und wurde nach 11:16 Minuten von Ted DiBiase eliminiert. Wenige Tage später wurde bei einer Prime Time Wrestling-Ausgabe das Zerwürfnis zwischen Taylor und Heenan thematisiert. Zum Ende hin zeigte sich das Wiesel reumütig und reichte dem Rooster sogar die Hand. Dies erwies sich jedoch als Finte, denn der Hahn wurde hinterrücks von WWF-Jobber Steve Lombardi attackiert. Heenan hatte einen neuen Schützling, den er ebenfalls neu aufmachte: Lombardi verwandelte sich in keinen anderen als den guten alten Brooklyn Brawler. Nach dieser Attacke versuchte Bobby seinem ehemaligen Klienten klarzumachen, er wäre fortan nicht mehr der Red Rooster, sondern ganz einfach Terry Taylor. Dies stritt er ab und sagte, dass er sehr wohl noch der Red Rooster sei. Zu diesem Zweck färbte er sich einen Teil seiner Haare rot, steckte sie zu einem Kamm zusammen und fing an wie ein Hahn herumzulaufen, u.a. mit den entsprechenden Kopfbewegungen. Mit einem Krähen begann seine Einzugsmusik und seine Fans nannte er "Roosters Boosters". Es war eine – etwas eigenwillige – Form von Selbstverwirklichung, nachdem ihm Heenan so lange eingeredet hatte, ein Niemand zu sein. Diese Weiterentwicklung des Red Rooster-Gimmicks leitete damit unfreiwillig seinen Karriere-Ruin ein.

Arr Arar Ararrrrrrrrrrr – Ein Hahn verirrt sich in Brooklyn und kämpft gegen einen Perfektionisten
Mit diesem Gimmick gelang es der WWF einen talentierten Wrestler der Lächerlichkeit preis zu geben. Peinlich waren auch die Promos, die Terry Taylor als Red Rooster in die Kamera gackern musste: "Arr Arar Ararrrrrrrrrrri". Außerdem wurde sein Finishing Move, der Scorpion Deathlock, namentlich in Cock of the Walk geändert. Neben dieser Aktion beendete er seine Kämpfe noch mit einem Lifting Hammerlock, den er als Rooster Wing bezeichnete. Natürlich machte der Hahn mit seinem neuen Look Jagd auf Bobby Heenan und dessen Schützling Brooklyn Brawler, aber auch das Wiesel ließ nicht locker. So hetzte er den Brawler bei mehreren Gelegenheiten auf den Rooster los und sorgte unter anderem dafür, dass der Rooster gegen Mr. Perfect verlor. Im Madison Square Garden kam es im Februar 1989 zum ersten großen Match, das der Bösewicht mit der Hilfe seines Managers gewann. Bei Saturday Night's Main Event am 11. März konnte sich Taylor rächen und entschied den Kampf für sich. Anschließend wollten Heenan und der Brawler auf den Hahn losgehen, doch der wehrte sich erfolgreich. Nun wollte sich der Rooster auch an das Wiesel rächen und daher wurde ein Match für WrestleMania V angesetzt. Ohne Probleme siegte er nach nur 32 Sekunden und konnte unmittelbar danach noch den herbeigeeilten Brawler abfertigen. Letztes Aufeinandertreffen bei einer TV-Show war am 20. Mai bei Superstars, dass der Rooster klar für sich entscheiden konnte. Terry Taylor hatte also bewiesen, dass er auch ohne Heenan sehr wohl seinem Mann (oder seinem Hahn?) stehen konnte. Er und der Brawler blieben auf House Shows zwar bis in den Sommer hinein Dauergegner, aber für den TV-Zuschauer war die Angelegenheit vorbei. Der Hahn gewann alle House Show-Matches.
Nach der Fehde gegen den Brooklyn Brawler wurde der Red Rooster im Großen und Ganzen nur noch als Edeljobber eingesetzt. Beim SummerSlam 1989 unterlag er Mr. Perfect, der ein Gimmick besaß, den Terry Taylor gerne hätte. Hennig, der diese Rolle perfekt darstellte, war seit seinem Debüt in TV-Shows und PPV’s unbesiegt und daran konnte auch ein Hahn nichts ändern. Im Oktober nahm er bei einer House Show erneut am King of the Ring-Turnier teil und schied gegen Haku diesmal bereits in der ersten Runde aus. Bei der Survivor Series am 23. November war er mit Brutus Beefcake und Tito Santana Mitglied im Dream Team von Dusty Rhodes und traf zusammen mit ihnen im Opener auf The Enforcers (Big Bossman, Honky Tonk Man, Rick Martel und Bad News Brown). Auch wenn der Rooster vom Bossman eliminiert wurde, stand er Dank der Survivors Rhodes und Beefcake im Siegerteam. Zwei Tage später wurde für den Saturday Night’s Main Event ein Rückmatch vom SummerSlam zwischen Hennig und Taylor angesetzt. Erneut setzte sich Mr. Perfect ohne Probleme mit seinem Perfect Plex durch.
Im Januar 1990 durfte der Red Rooster am Royal Rumble Match teilnehmen, aber auch nur als Ersatzmann für "Widowmaker" Barry Windham, der die WWF in Richtung WCW verließ. Als Nr. 12 gestartet wurde er relativ schnell von André the Giant eliminiert. Anschließend wurde er in ein kleines Programm mit Al Perez gesteckt. Perez? Diesen Wrestler kann man eher als einen Niemand bezeichnen. Am 19. Februar endete ein Match zwischen den beiden bei Prime Time Wrestling mit einem Double Count Out und dies bildete das Grundgerüst für eine Fehde bei House Shows. Selbst für Veranstaltungen abseits der Kameras eine Zumutung. Der Rooster und Perez konnten abwechselnd die Kämpfe gewinnen. Während dieser Auseinandersetzung jobbte der Hahn bei PTW für Rick Martel und Dino Bravo sowie für Ted DiBiase bei Ultimate Challenge, einer Aufwärmshow für WrestleMania VI. In seinen letzten Monaten wurde er nur noch bei House Shows eingesetzt, ehe sein 2-Jahresvertrag im Juni 1990 auslief und er die WWF verließ.

Fazit: Wie ein Gimmick die Karriere eines talentierten Wrestlers ruinierte
Wenn die Rede von Gimmicks ist, die als Gift gegen potenzielle Karrieren gewirkt haben, dann steht überall eines ganz oben auf der Liste: der Red Rooster, das zweitberüchtigtste Geflügel-Gimmick hinter dem Gobbledy Gooker. Aufgebürdet wurde es Terry Taylor, der in den 80er Jahren als ein sehr viel versprechendes Talent galt und bei der National Wrestling Alliance, Universal Wrestling Federation und World Class Wrestling Association zahlreiche Titelerfolge feierte. Vor allem in der NWA absolvierte er sehr viele ansehnliche, gute Kämpfe. Er arbeitete sich immer weiter vor und wäre sicher auch bald ein richtiger Topstar geworden. Er erinnerte viele – nicht zuletzt wegen des ähnlichen Ringoutfits – an eine etwas jüngere Ausgabe von Ric Flair. Und auch wenn es sicher übertrieben ist zu behaupten, dass er ohne das Rooster-Gimmick noch eine ähnliche Karriere hingelegt hätte: Ein Wendepunkt nach unten war der Charakter definitiv. Ob dies der Grund war, aber während seinem WWF-Run war er ein Stammopfer des Backstage-Tyrannen Tom Billington allias The Dynamite Kid.
Trotz seines Talents hatte die World Wrestling Federation kein großes Interesse Terry Taylor zu verpflichten. Mangelndes Charisma und belanglosem Mic-Work waren laut der WWF wohl die Gründe. Andere wiederum sahen in ihm ein echtes Naturtalent, denn er verstand es gute Skillz mit starkem Charisma zu verbinden. Aufgrund hartnäckiger Nachfragen für einen Job während eines finanziellen Tiefs wurde er im Sommer 1988 dann doch verpflichtet. Es hätte alles perfekt laufen können, aber für die kreierte Rolle des "Mr. Perfect" entschied man sich letztendlich für Curt Hennig. Den Bookern fiel Kurz darauf wurde aus Taylor der Red Rooster, eine Art Hahn. Dieses Gimmick setzte seiner Karriere einen jähen Schlussstrich. Da es der WWF leider nicht gelang Foghorn Leghorn von den Looney Toons zu verpflichten, musste er gegen Jobber Brooklyn Brawler fehden. Bereits nach zwei Jahren war zwar Schluss, aber das Gimmick des wrestlenden Hahns wurde er nie mehr los. Diese Rolle klebte an ihm wie fettige Soße an Chicken Wings. Egal ob bei der NWA, bei seinem zweiten WWF-Run oder bei der WCW: Taylor wurde von vielen nicht mehr ernst genommen und musste sich von den Zuschauern bis zum Ende seiner Karriere "Rooster! Rooster!"- und "Kikeriki"-Chants anhören. Leider konnte/durfte er nie sein ganzes Potenzial entfalten. Kaum ein so wahnsinnig guter Wrestler wie Taylor wurde so um seine Karriere gebracht als er. Sein Wechsel zur WWF hat sich hoffentlich wenigstens finanziell ausgezahlt, für seine Karriere als Wrestler sicherlich nicht.

Die Rückkehr zur National Wrestling Alliance
Nach seinem Ausscheiden aus der WWF nahm Terry Taylor im Juli 1990 an der Summer Action Series-Tour von All Japan Pro Wrestling teil. Vom Land der aufgehenden Sonne wurde er trotz seiner jüngeren Vergangenheit als Red Rooster mit offenen Armen empfangen. Die Japaner legten mehr großen Wert auf das ringerische Können, als auf schauspielerisches Talent und empfingen Taylor mit Respekt. An vielen Abenden durfte er mit Leuten wie Giant Baba, Stan Hansen, Jumbo Tsuruta, Kenta Kobashi und Mitsuharu Misawa zusammen arbeiten. Nach nur einer Tour kehrte Taylor im August zur National Wrestling Alliance zurück und dort wurde er mit den bereits angesprochenen "Rooster! Rooster!"-Rufen empfangen. Bei seiner Rückkehr zur NWA gab es mittlerweile auch große Änderungen. Im November 1988 ging Mid-Atlantic Championship Wrestling von Jim Crockett Jr. in den Besitz von Medienmogul Ted Turner über und es wurde anfänglich, wie auch vertraglich vereinbart, unter dem Banner von NWA World Championship Wrestling veranstaltet. Dies kam Terry Taylor nur zugute, denn unter Crockett fühlte er sich damals nicht wohl.
Ende August 1990 bestritt er seine ersten Matches und feierte seine TV-Rückkehr. Taylor trat als Face an und gewann die meisten seiner Kämpfe mit seinem alten Finishing Move Five Arm. Bereits am 5. September hatte er einen Live-Auftritt bei Clash of the Champions #12, als er zusammen mit Jackie Fulton den Nasty Boys unterlag. Nachdem Fulton den Pin einstecken musste, verscheuchte Taylor die Nasty Boys aus dem Ring. In den nächsten Wochen wurden während seinen Matches gegen Jobber Videos eingespielt, in denen er über seine Rückkehr zur NWA sprach. Zu Beginn erhielt er mit Siegen über Buddy Landel und Stan Lane sowie mit Mike Rotunda gegen Sgt. Buddy Lee Parker & Lt. James Earl Wright einen kleinen Push. Mitte Oktober saßen im Georgia Mountains Center von Gainesville, GA bei einem Squash gegen Jobber Chuck Coates seine Eltern im Publikum. Während des Matches wurde für Halloween Havoc ein Kampf zwischen Taylor und Dr. X (Moondog Rex) angesetzt. Dies wurde jedoch kurzfristig geändert und "Wild" Bill Irwin wurde zum Gegner ernannt. Terry konnte sich gegen den späteren WWF-Eishockeyspieler The Goon durchsetzen und wurde kurz nach dem PPV zum #1 Herausforderer auf Arn Anderson’s NWA World Television Championship. Die TV-Kämpfe um den Titel endeten meist nach dem Zeitlimit mit einem Unentschieden. Erst Anfang 1991 wurde bei einer TV-Show ein Sieger gefunden, nachdem Double A den Herausforderer mit den Füßen auf den Seilen pinnen und damit seinen Television-Gürtel verteidigen konnte.

Verwehrte Chancen auf den WCW Television Titel leiten Heel-Turn ein
Im Dezember 1990 legte sich Terry Taylor mit Yuppie Michael Wallstreet (Mike Rotunda) an, der von seiner Managerin bzw. Finanzanalystin Alexandra York (Terri Runnels) begleitet wurde. Alles fing mit einer Ohrfeige von York gegen Taylor an und prompt wurde ein Match für Starrcade angesetzt. Wallstreet’s Begleiterin analysierte seine Gegner mit Hilfe eines modernen Laptops, der jedoch eher an einen aufgemotzten Taschenrechner erinnerte. Im Vorfeld des PPV sagte York’s Computer voraus, dass ihr Schützling ihn in unter 8:32 Minuten besiegen würde. Bei Starrcade, das am 16. Dezember in St. Louis, Missouri stattfand, wurde ein 8:32 Minuten Countdown eingeblendet und der Computer sollte Recht behalten, denn Wallstreet konnte seinen Widersacher in der vorhergesagten Zeit bezwingen.
Neue Änderungen gab es bei der National Wrestling Alliance: Um seine Eigenständigkeit zu betonen, begann Ted Turner ab Januar 1991 seine Shows nicht mehr unter dem NWA Banner, sondern nur noch unter dem Namen von World Championship Wrestling abzuhalten und schuf infolge dessen auch eigenständige Titel. Es dauerte noch zwei weitere Jahre, bis sich die Wege von WCW und NWA für immer trennten. Nach der Fehde gegen Michael Wallstreet widmete sich Terry Taylor wieder dem WCW World Television Champion Arn Anderson, der seinen Titel wie bereits erwähnt Anfang 1991 erfolgreich verteidigen konnte. Mit dieser Niederlage gab sich der ehemalige Red Rooster jedoch nicht zufrieden und verlangte ein weiteres Titelmatch. Dies wurde ihm jedoch verwehrt und anstatt ihm bekam der "Z-Man" Tom Zenk die Chance, die er auch nutzte.
Nun wollte Terry Taylor am 30. Januar 1991 bei der 14. Ausgabe von Clash of the Champions gegen den neuen TV-Champion Tom Zenk erneut eine Titelchance, doch stattdessen sollte er ein Tag Team Match mit Ricky Morton vom Rock ’n’ Roll Express bestreiten. Daraus entwickelte sich ein Streit, der zu einem Einzelmatch gegen Morton beim CotC führte. Zu dieser Zeit suchte Alexandra York nach einem neuen Schützling, nachdem Michael Wallstreet und die WCW getrennte Wege gegangen sind. Mike Rotunda wechselte später im Jahr zur WWF und wurde zum Steuereintreiber Irwin R. Schyster. Während des Matches gegen Morton beim CotC gab York bekannt, sich für Taylor entschieden zu haben. Damit war Terry Taylor, der seinen Kampf nach einer Unaufmerksamkeit seines Gegners Ricky Morton gewinnen konnte, neuer Schützling seiner ehemaligen Rivalin Alexandra York. Dies kam bei den Fans nicht überraschend, denn dem Ringsprecher Gary Michael Cappetta passiere vor dem Match ein Fauxpas. Er kündigte Terry Taylor als "The Computerized Man of the 1990s" an und dies sollte erst nach dem Heel-Turn zu seinem Spitzname werden.

Als Terrence Taylor in der York Foundation
Terry Taylor füllte die hinterlassene Lücke von Michael Wallstreet und übernahm das Gimmick von seinem Vorgänger. Er trug einen Anzug, nannte sich von nun an Terrence Taylor und seine langen Haare waren gegelt sowie zu einem Zopf gebunden. Die formalisierten Versionen ihrer Vornamen und das tragen von Anzügen waren auch typisch für zukünftliche Mitglieder der York Foundation. Kurz darauf gesellte sich zur York Foundation noch Mr. Hughes, ein von Alexander York ausgesuchter Bodyguard. Seine erste Fehde als Heel hatte er mit dem "Z-Man" Tom Zenk, der jedoch wieder seine Television Championship an Arn Anderson abgeben musste. Nach einem Time Limit Draw Anfang März 1991 bei der TV-Show The Main Event attackierte Taylor seinen Rivalen. In diese Fehde mischten sich auch Bobby Eaton und Buddy Landel ein, dass zu mehreren Tag Team Matches zwischen Zenk/Eaton und Taylor/Landel führte. Bei WrestleWar im selben Monat setzte sich "The Computerized Man of the 1990s" gegen Zenk in einem No DQ Match durch. Kurz nach dem PPV konnte Taylor Eaton unfair besiegen, nachdem er ihn mit York’s Computer niederschlug.
Nach der Rivalität mit dem "Z-Man" fehdete Terrence Taylor mit Dustin Rhodes, der im wahren Leben später der Ehemann von Alexander York sein sollte. Ab April suchte sie nach neuen Mitgliedern für die York Foundation und bot dies auch Rhodes an, der dieses Angebot jedoch ablehnte und von Taylor attackiert wurde. Dies führte zu einem Match bei SuperBrawl am 19. Mai 1991, das Rhodes für sich entscheiden konnte. Während dieser Fehde erwies sich die Suche von York nach neuen Schützling als schwierig. Ihre Wunschkandidaten Arn Anderon und Larry Zbyszko lehnten ab und gründeten zusammen das Tag Team Enforcers, die ehemaligen Rivalen Zenk und Eaton wollten aus verständlichen Gründen nicht und Buddy Landel verlor während eines Tryout einfach zu viele Kämpfe. Kurz nach SuperBrawl endete ein Tag Team Match zwischen Terrence Taylor & The One Man Gang auf der einen und Dustin Rhodes & Ricky Morton auf der anderen Seite ohne Wertung. Anschließend flüsterte Alexandra York Gegner Morton etwas ins Ohr. Wird das Mitglied des legendären Rock ’n’ Roll Express der neue Mann in der York Foundation?
Noch vor dem Clash of the Champions #15 kündigten York und Taylor an, bei diesem Event das neueste Mitglied ihres Stables vorzustellen. Beim CotC am 12. Juni gewann Erzrivale Rhodes gegen "The Computerized Man of the 1990s" durch DQ, nachdem sein Bodyguard Mr. Hughes eingriff. Danach tauchte Morton auf und half den Heels Rhodes zu verprügeln. Dies bedeutete nicht nur der Heel-Turn, sondern auch der Eintritt in die York Foundation. Aus Ricky Morton wurde Richard Morton und auch er trug von nun an einen Anzug. Anschließend half Taylor seinem neuen Kollegen in dessen Fehde gegen den ehemaligen Tag Team-Partner Robert Gibson. Im Juni 1991 verlor die York Foundation die Dienste von ihrem Bodyguard Mr. Hughes, der sich Lex Luger und Harley Race anschloss. Dafür wurde Alexandra York um ein drittes Mitglied bereichert. Die Rede ist von Tommy Rich oder besser gesagt Thomas Rich.

Scaffold Match und Niederlagenserie
Bereits während seiner Fehde gegen Rhodes, forderte Terrence Taylor den WCW World Television Champion "Beautiful" Bobby Eaton erfolglos zu mehreren Titelmatches heraus. Eaton, der durch einen Sieg über Arn Anderson neuer Champion wurde, verlor seinen Titel im Sommer 1991 an Steve Austin. Beim Great American Bash im Juli bestritten Taylor & Austin gegen Eaton & P.N. News ein Scaffold Match. Diese gefährliche unattraktive Matchart findet heute nur noch selten bei Independentligen statt. Ein Scaffold Match findet nicht im Ring statt, sondern darüber. Am Ring werden wird dafür zwei Gerüste aufgestellt, die durch eine Planke verbunden sind, auf der dann der Kampf stattfindet. Sieger ist, wer seinen Gegner zuerst herunterbefördern kann. Diese Matches sind sehr gefährlich, was dazu führt, dass man den Teilnehmern ihr Unbehagen durchaus ansieht. Ein weiteres Problem ist die geringe Größe der Planke auf der sich die Wrestler befinden und natürlich die Abwesenheit von Ringseilen etc., was dazu führt, dass nur sehr wenige Aktionen möglich sind. Beim Great American Bash entschärfte man das Ganze, in dem es nun nicht mehr notwendig war, einen Gegner vom Gerüst zu werfen, sondern man nur noch die gegnerische Flagge erobern musste. Im Vorfeld der Show wurde dies allerdings nicht erwähnt und so war das Match, das auch noch den Opener der Show bildete und von 4 Midcardern bestritten wurde, von denen keiner einen Freiflug bekam, für viele Fans eine Enttäuschung. Diesen Kampf konnten Eaton und P.N. News für sich entscheiden.
Bisher konnte Terrence Taylor keine Bäume ausreißen und dies sollte sich auch in den nächsten Monaten nicht ändern. In den TV-Shows kassierte er Niederlagen gegen Johnny B. Badd und mit Richard Morton gegen Todd Champion & Firebreaker Chip im Viertelfinale eines Turniers um die vakante WCW Tag Team Championship. Bei Clash of the Champions #16 am 5. September 1991 scheiterte Taylor bei einer Battle Royal sehr früh und später am Abend machte er für den WCW-Debütanten Van Hammer in knapp über einer Minute den Job. Wenige Tage später unterlag er Mike Graham im Viertelfinale eines Turniers um die brandneue WCW Light Heavyweight Championship. Bei Halloween Havoc durfte Terrence Taylor immerhin zeigen, was für ein hervorragender Wrestler er doch war. In einem rund 16 Minuten langen technischen Leckerbissen unterlag er "Beautiful" Bobby Eaton, einem seiner Stammgegner.

WCW World Six-Man Tag Team Championship und das Ende der York Foundation
Nach dieser Durststrecke durfte Terrence Taylor mit seinen Kollegen Richard Morton und Thomas Rich endlich ein kleines Erfolgserlebnis feiern. Am 10. November 1991 wurde die York Foundation mit einem Sieg über Dustin Rhodes, "Z-Man" Tom Zenk und Big Josh (Matt Borne) bei The Main Event neue WCW World Six-Man Tag Team Champions. Dieser Titel brachte jedoch erste Spannungen im Stable von Alexander York. Nach einem Missverständnis zwischen Taylor und Morton verloren sie gegen den "Z-Man", Big Josh und Arachnaman ein Non-Title Match. Anschließend verließ Terrence den Ring und ließ seine Teamkameraden alleine. Kurz darauf wurde die kurzlebige World Six-Man Tag Team Championship Ende November für immer eingestellt. Taylor versuchte so langsam aber sicher seinen eigenen Weg zu gehen und dies sorgte für immer mehr Probleme in der York Foundation. Während eines Matches gegen Jobber Rick Ryder ignorierte er den Befehl von Alexandra York, den Kampf mit einem Neckbreaker zu beenden und zeigte stattdessen seinen Five Arm. Bei Starrcade am 29. Dezember erschien Taylor sogar ohne seine Managerin zu seinem Lethal Lottery Tag Team Match. Überraschend arbeitete er mit seinem zu gelosten Rivalen Tom Zenk sehr gut zusammen und den beiden gelang es fast den WCW World Heavyweight Champion Lex Luger & Arn Anderson zu besiegen. In diesem Kampf baute man Terrence in Richtung Face auf und zu diesem sollte er auch Anfang 1992 endgültig turnen. Im Januar verließ Taylor die York Foundation und gewann zahlreiche Matches bei House Shows gegen Richard Morton. Diese Fehde abseits der Kameras bedeutete gleichzeitig das Ende von Alexandra York’s Stable. Für Taylor fand man schnell ein neues Gimmick und damit ging es ihm besser als seinen alten Kollegen Richard Morton und Thomas Rich, die nur noch als Edeljobber eingesetzt wurden.
Als York Foundation-Mitglied Terrence Taylor hatte er zwar ein solides Gimmick, aber das Red Rooster-Image hing immer noch zu sehr an ihm. Immerhin war für die Experten sein wrestlerisches Talent unübersehbar, denn der Wrestling Observer Newsletter zeichnete ihn zum Most Underrated Wrestler des Jahres 1991 aus. Hier werden Wrestler berücksichtigt, die trotz vorhandenen Könnens in den Shows unterbewertet eingesetzt werden. In diese Kategorie passte ein Terry Taylor wie die Faust aufs Auge!

Als Taylor Made Man mit Greg "The Hammer" Valentine WCW United States Tag Team Champion
Nach seinem Face-Turn vollzog Terry Taylor fast zeitgleich erneut einen Sinneswandel. Aus ihm wurde der Taylor Made Man, der ebenfalls ein Anzug trug und gegelte Haare hatte. Während seiner Darstellung dieser Rolle hatte er zwei Entrance Themes: "Rock it" und "The Champ". Mit diesem Heel-Gimmick suchte er nach Wrestlern, die er tatkräftig unterstützen wollte. Bei Clash of the Champions #21 am 21. Januar 1992 hatte er seinen ersten größeren Auftritt, als er zusammen mit Tracy Smothers gegen Marcus Alexander Bagwell & Flyin’ Brian eine Niederlage kassierte. Trotzdem zog der Taylor Made Man eine positive Bilanz aus diesem Match, da er von Bagwell sehr begeistert war. Um für ihn als Protegé zu arbeiten bot er ihm Geld an, aber der Youngster lehnte ab. Weitere Angebote scheiterten, bis eines Tages Marcus Alexander hinterrücks attackiert wurde. Die Rede ist von Veteran Greg "The Hammer" Valentine, der frisch aus der WWF zur WCW gewechselt war. Ende Februar trafen Taylor und Bagwell bei SuperBrawl II in einem Singles Match aufeinander, das der Face für sich entscheiden konnte. Anschließend attackierte ein wütender Heel seinen Gegner.
Mit Greg Valentine hatte der Taylor Made Man einen guten Verbündeten gefunden und dies sollte sich am 29. Februar 1992 auch lohnen. An diesem Tag besiegten sie bei Saturday Night Ron Simmons & Big Josh und wurden neue WCW United States Tag Team Champions. Um diese Gürtel fehdeten sie mit Marcus Alexander Bagwell & dem "Z-Man" Tom Zenk, die im März ein Non-Title Match gewannen. Als es jedoch bei einer Saturday Night-Ausgabe richtig ernst wurde, verteidigten Taylor & Valentine ihre Gürtel. Viel Zeit zum feiern hatten die Champions nicht, denn mit den legendären Fabulous Freebirds warteten bereits die nächsten Herausforderer. Am 11. April bekamen Michael Hayes & Jimmy Garvin bei Saturday Night in einem Best Two out of Three Falls Match ihre erste Gelegenheit auf die Titel. In dieser hart umkämpften Schlacht konnten sich die Titelträger Taylor & Valentine durchsetzen, aber die Freebirds ließen nicht locker und gewannen kurze Zeit später ein Non-Title Match. Nach diesem Ergebnis wurde für WrestleWar am 17. Mai ein weiteres Titelmatch angesetzt. Im Vorfeld zum PPV gab es noch zwei Einzelkämpfe: Taylor besiegte Garvin und Hayes bezwang Valentine. Bei WrestleWar mussten Taylor Made Man & Greg Valentine nach 16 Minuten ihre United States Tag Team Championship an die Freebirds abgeben.
Kurz nach dem Titelverlust startete der Taylor Made Man gegen Ron Simmons eine Fehde, der er haushoch verlor. Am 23. Mai 1992 unterlag er bei Saturday Night nach einem missglückten Eingreifen seines Tag Team Partners Greg Valentine. Auch bei Beach Blast am 20. Juni und sieben Tage später bei der TV-Show World Wide zog er den Kürzeren. Während Taylor und Valentine sich still und heimlich trennten, wurde im August 1992 bei New Japan Pro Wrestling im Rahmen des bekannten Turnier G1 Climax die vakante NWA World Heavyweight Championship ausgekämpft. Dieser Titel war seit dem Wechsel von Ric Flair zur WWF im September 1991 vakant und erst fast ein Jahr später wurde ein Nachfolger ermittelt. Auch Terry Taylor nahm an diesem Turnier teil und überstand die erste Runde, nachdem sich sein geplanter Gegner Hiroshi Hase eine Schulterverletzung zuzog. Im Viertelfinale musste sich der ehemalige Red Rooster der japanischen Legende Kensuke Sasaki geschlagen geben. Neuer NWA World Heavyweight Champion wurde Masahiro Chono, der im Finale Rick Rude besiegen konnte. Zu dieser Zeit wurde der Taylor Made Man nur noch als Edeljobber eingesetzt und nach der WCW-Übernahme durch Bill Watts recht zügig entlassen.
Beitrag von hattrick83:
Sein zweiter WWF-Run wird alles andere als "großartig"
Im September 1992 kehrte Terry Taylor als Heel zur World Wrestling Federation zurück und damit in die Liga, wo er vor vier Jahren als Red Rooster aus dem Ei geschlüpft war. Nun kämpfte er mit dem Spitznamen "Terrific", dass im deutschen übersetzt großartig, fantastisch und klasse heißt. Er trug keine auffällige Verkleidungen, sondern nur eine simple kurze Hose. Damit passte er nun gar nicht in die damals bunte WWF, die mit cartoonartigen Gimmicks überfüllt war. Immerhin erinnerten sich viele Fans an Taylor und feuerten ihn mit den bekannten "Rooster! Rooster!"-Chants an. Da wäre es ihm wohl lieber gewesen, wenn sie sich nicht mehr an ihn erinnert hätten. Trotz dieser Schmach aus der Vergangenheit, versuchte er wieder mit soliden Wrestling zu glänzen. Dieser Punkt gelang ihm zwar, aber auch sein zweiter WWF-Run verlief nicht so wie er es gern hätte. Auch als "Terrific" wurde Terry Taylor nicht beachtet.
Am 5. Oktober 1992 feierte "Terrific" Terry Taylor ohne Einzugsmusik seine Rückkehr vor den WWF TV-Kameras und konnte bei Prime Time Wrestling "Jumping" Jim Brunzell mit einer schön ausgeführten Sitout Powerbomb besiegen. Diese Aktion zeigte er bereits in der WCW und sollte in der WWF auch sein neuer Finishing Move sein. In der Folgezeit trat er hauptsächlich bei PTW auf und dort konnte er u.a. Jim Powers bezwingen. Außerdem kamen zwei Unentschieden gegen "El Matador" Tito Santana und Lance Cassidy (Steve Armstrong) hinzu, nachdem jeweils das Zeitlimit abgelaufen war. Am 14. Dezember lieferte er sich mit dem ehemaligen zweifachen WWF Champion "Macho Man" Randy Savage ein tolles Match ab. Auch wenn Savage den Kampf mit seinem Flying Elbow Drop vom obersten Seil gewann, zeigte Taylor im Ring abermals sein großes Talent. Seine In-Ring Leistung im Jahre 1992 bescherte ihm bei den Wrestling Observer Newsletter Awards erneut den Sieg in der Kategorie Most Underrated Wrestler. Kurz darauf bekam er seine Einzugsmusik und zwar seine alte Melodie aus seiner Red Rooster-Zeit, nur ohne Krähen.
Ein weiteres gutes Match bestritt "Terrific" Terry Taylor am 18. Januar 1993 bei Monday Night Raw gegen Mr. Perfect. Der ehemalige Red Rooster trat anstelle des verletzten Papa Shango als Ersatz an und stand kurz vor einer Überraschung. Während des Matches wurde Mr. Perfect von seinem Erzrivalen Ric Flair attackiert, konnte sich am Ende aber dennoch mit seinem Perfect Plex durchsetzen. Bereits Ende Dezember 1993 setzte man für den Royal Rumble 1993 ein Einzelmatch zwischen Taylor und Max Moon fest. Dies plante man jedoch kurzfristig um und beide wurden in den Main Event gesteckt. Terry’s Auftritt im Royal Rumble Match war nur von kurzer Dauer, denn mit der Nr. 16 wurde er bereits nach 24 Sekunden eliminiert. Als er mit Koko B. Ware in den Seilen hing, warf Ted DiBiase beide zusammen über das oberste Seil. Angeblich sollte beim Rumble zunächst ein Match zwischen Taylor und Lance Cassidy stattfinden, aber nachdem Armstrong die WWF verließ, wurde dieser durch Max Moon ersetzt. Trotzdem steht dieser Kampf als Druckfehler auf der Hülle der Videokassette.

Terry Taylor und Bret Hart sind sich nicht grün
Nach dem Royal Rumble 1993 wurden die TV-Auftritte von "Terrific" Terry Taylor immer weniger. Am 15. Februar nahm er bei Monday Night RAW erfolglos an einer Battle Royal teil, die von Razor Ramon gewonnen werden konnte. Eine Woche später kassierte er bei RAW eine klare Niederlage gegen Crush. Am 10. Mai gehörte er bei der Montagsshow zu den Lumberjacks im gleichnamigen Match um die WWF Intercontinental Championship zwischen Shawn Michaels und "Hacksaw" Jim Duggan. Seinen letzten TV-Auftritt hatte Taylor bei Mania am 22. Mai, als er dem Indianer Tatanka unterlag. Ansonsten hatte er bis Anfang August 1993 nur Matches bei House Shows und nahm auch an zwei Europa-Touren teil. Hier verlor er gegen Typhoon, El Matador, Virgil, Tatanka, Owen Hart, The 1-2-3 Kid und Brutus Beefake. Lediglich einige Siege über "Jumping" Jim Brunzell und Jobber sowie einmal gegen Owen konnte er während dieser Zeit für sich verbuchen.
Auch wenn seine aktive Karriere nicht so ruhmreich verlief, galt Terry Taylor als ein guter Geschichtenerzähler von Matches. Dieses große Talent besaß auch das damalige Top-Babyface Bret "Hit Man" Hart. Taylor und Hart verstanden sich sowohl beruflich als auch privat überhaupt nicht und dies brachte Probleme mit sich. Vor allem der Kanadier shootete bis heute immer wieder gegen Terry und seinem Gimmick Red Rooster: "Es war grauenvoll, doch wenn jemand es verdient hatte, den Red Rooster zu spielen, dann Terry Taylor. Er war ein richtiger Arschkriecher und hat immer Vince McMahon's Füße geleckt. Das Gimmick geschah ihm zu Recht!" Taylor hielt sich mit beleidigenden Äußerungen zwar zurück, brachte den "Hit Man" jedoch mit einer fragwürdigen Theorie zur Weißglut. Hätte Bret das Red Rooster-Gimmick bekommen und Terry nicht, dann hätte wohl Taylor die Erfolge wie Hart gefeiert. Die beiden ausgezeichneten Wrestler verstanden sich auch im Jahre 1993 überhaupt nicht und ein Bret Hart wollte sich bestimmt nicht von einem ehemaligen Hahn erzählen lassen, wie ein Match richtig geführt wird. Um Ärger zwischen den beiden zu vermeiden, durfte Taylor hinter den Kulissen nicht als Booker arbeiten. Dafür konnte er sich als Interviewer à la "Mean" Gene Okerlund versuchen und führte u.a. exklusive Gespräche für Coliseum Video beim King of the Ring. Außerdem kommentierte er die ein oder andere Show mit. Dies war jedoch nur von kurzer Dauer, denn sein im August 1993 auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert. Bret Hart war froh, erzählte seine Matchstorys alleine und dies konnte er ja schließlich perfekt.

1993/1994 in der Midcard bei World Championship Wrestling
Bereits im August 1993 kehrte Terry Taylor zunächst als Kommentator an der Seite von Tony Schiavone zu World Championship Wrestling zurück und bestritt nebenbei einige Matches bei House Shows. Im Oktober wurde er für das WCW International World World Heavyweight Titelmatch zwischen Champion Rick Rude und Herausforderer Ric Flair beim Halloween Havoc zum Gastringrichter außerhalb des Rings ernannt. Als der Ringrichter im Ring Randy Anderson versehentlich ausgeknockt wurde, musste Taylor ihn ersetzen. Auch er wurde getroffen und konnte nicht sehen, wie Flair mit einem Schlagring seinen Gegner ausknockte. Als Taylor den 3-Count durchzählen wollte, meldete sich der wieder genesene Anderson zurück. Er gab Taylor zu verstehen, den Schlag mit dem unerlaubten Gegenstand gesehen zu haben. Daraufhin wurde das Match mit einem DQ-Sieg für den Champion Rick Rude gewertet.
Am 28. November 1993 kehrte Terry Taylor bei The Main Event aktiv ins Geschehen vor den Kameras zurück und setzte sich gegen Chic Donovan mit seinem Five Arm durch. Früher bei der Show half er Todd Champion, der nach einem Match von seinem Gegner Lord Steven Regal, damaliger WCW World Television Champion, und dessen Manager Sir William attackiert wurde. Daraus entwickelte sich eine Fehde, aber bevor es zu einem Kampf kam, gewann Taylor ein Dark Match gegen The Equalizer (Dave Sullivan) vor Starrcade. Am Neujahrstag 1994 trafen die beiden bei Saturday Night in einem technisch guten Kampf mit viel Matten-Wrestling aufeinander. Regal gewann, nachdem er beim Pin die Hose von Taylor festhielt. Damit verteidigte der Engländer seinen TV-Titel und die Fehde fand ihr schnelles Ende.
Nach einer weiteren Niederlage bei Saturday Night gegen WCW United States Champion Steve Austin, wurde eine Fehde mit Diamond Dallas Page gestartet, den Terry Taylor bei SuperBrawl IV am 20. Februar in die Knie zwang. DDP hatte gegen den ehemaligen Red Rooster keine Chance und ließ sich neben Pleiten in Tag Team Matches bei einem Rückmatch bei Worldwide am 26. März absichtlich auszählen. Im Mai bildete er zusammen mit Ringrichter Jimmy Jet und Sgt. Craig Pittman die Jury im Marquis of Queensbury Cup zwischen Ric Flair und Steven Regal. Dies waren mehrere Rundenkämpfe mit einem Punktesystem wie im Boxen und am Ende setzte sich der "Nature Boy" durch. Zu dieser Zeit wurde Taylor nur noch als Edeljobber eingesetzt und kassierte u.a. Niederlagen gegen den Honky Tonk Man und Steve Austin. Immerhin erkämpfte er sich gegen Terra Ryzing, einem damals noch jungen Triple H, ein Unentschieden. Am 6. August lieferte er sich mit Ric Flair bei Saturday Night ein hervorragendes und langes Match, das der "Nature Boy" mit seinem Figure Four Leglock gewinnen konnte. Nach dem Kampf wurde Taylor weiter attackiert, aber Flair’s Erzrivale Hulk Hogan rettete ihn. Im August 1994 verließ er die WCW, wo er auch für eine kurze Zeit als Trainer arbeitete und Sgt. Craig Pittman zum Wrestler ausbildete.

Als WCW-Booker mitverantwortlich für die nWo-Storyline und Cruiserweight-Division
Nach seinem Abgang aus der WCW, wechselte Terry Taylor zur neu gegründeten American Wrestling Federation, die im US-Bundesstaat Illinois von Paul Alperstein gegründet wurde. Der Besitzer Alperstein hatte konkrete Pläne für seine Liga, die in Anlehnung an das europäische Catchen nur Kämpfe nach einem festen Regelwerk abhalten sollte. So wurden die Matches in Runden von vier Minuten unterteilt und das Werfen des Gegners über das oberste Seil hatte eine automatische Disqualifikation zur Konsequenz. Wenn ein Kampf das angesetzte Zeitlimit überschritt, wurde der Sieger von Kampfrichtern durch ein Punktesystem entschieden. Dieses Vorhaben scheiterte und im Dezember 1996 musste Alperstein seine Liga wegen Geldknappheit schließen. Taylor arbeitete in den Jahren 94 und 95 für die AWF hauptsächlich als Kommentator und bestritt nur sehr selten Matches. Als Fan der Kommentatoren-Legender Gordon Solie versuchte er ähnlich zu kommentieren und benutzte oft seine bekannten Sprüche. Anschließend tourte er mit diversen Independentligen durch die USA, u.a. als Dr. Feelgood in der texanischen Liga United Wrestling Alliance. Im August 1995 gab Terry Taylor bekannt, sich aus dem aktiven Geschehen zurückzuziehen und nur noch wenige Kämpfe im Jahr zu bestreiten. Mit 40 Jahren versuchte er nun mehr hinter den Kulissen zu arbeiten. Hier konnte er das Wrestling mehr beeinflussen und war erfolgreicher als zu seiner aktiven Zeit als Wrestler.
Im Jahr 1996 verpflichtete die WCW Terry Taylor einmal mehr, aber diesmal als Road Agent und an der Seite von Eric Bischoff, Paul Orndorff, Kevin Sullivan, TV-Direktor Craig Leathers und Annette Yother als Booker für die TV-Show Monday Nitro und PPV’s. Er entwickelte sich durch sein schreiberisches Talent zu einem der wichtigsten Mitarbeiter und war u.a. für den Aufstieg der Cruiserweight-Division als führender Kopf verantwortlich. So war die von Bischoff eingeführte populäre Leichtgewichtsklasse während den Monday Night Wars eine willkommene Abgrenzung zum WWF-Produkt und bot eine bis dahin im amerikanischen Wrestling nicht erreichte Athletik und Akrobatik. Leute wie Dean Malenko, Rey Mysterio oder Ultimo Dragon eroberten im Sturm die Herzen der Fans. Schnell entwickelte sich Taylor sogar blitzschnell zum Chef-Booker und hatte auch in Sachen New World Order stark seine Finger im Spiel. Zusammen mit seinem Team entwickelte er rund um die nWo-Grüdern Hulk Hogan, Kevin Nash und Scott Hall eine Storyline, die die gesamte Wrestling-Welt auf den Kopf stellen sollte. Die ursprüngliche Idee des "Invasions"-Angles der nWo bei World Championship Wrestling stammte von Paul Orndorff. Booker Terry Taylor verfeinerte die Idee, indem er zum Beispiel die Ideen zu den T-Shirts, den Farben schwarz-weiß, der Attitude und den Spraydosen hinzusteuerte. Während Bischoff nun vor den Kameras öfters zu sehen war, gesellten sich zu Taylor’s Team Nash und Hall hinzu und alle brachten ihre eigenen Ideen in das nWo-Konzept. TV-Direktor Leathers kreierte das nWo-Logo, Hall das Wolfpac-Handzeichen und Taylor die berühmte Cathphrase "When you’re nWo, you’re nWo 4 live", die bei Nitro in einem Segment Ende 1996 erstmals gesagt wurde. Bischoff war für die Verpflichtung neuer Wrestler für die WCW zuständig; und er war es auch, der in letzter Instanz die Storylines absegnete. Als führender Kopf im kreativen Booker-Team war Taylor mitverantwortlich für den Erfolg der WCW. Im Gegensatz zu seiner Wrestling-Karriere verlief seine zweite Laufbahn hinter den Kulissen um einiges erfolgreicher. Leider blieb dies den Zuschauern verwährt, denn welche Personen damals wirklich die Fäden in den Storylines zogen, spielte vor den Kameras keine große Rolle. In den Shows wurden Eric Bischoff und Hollywood Hogan als die Hauptverantwortlichen angesehen.

Entwickler der Undefeated Streak von Goldberg und Abgang nach Backstage-Chaos
Die New World Order war eine grandiose Idee, denn mit dieser Story gewann die WCW während den Monday Night Wars die Einschaltquoten gegenüber der WWF von Mitte 1996 bis Anfang 1998. Ende 1997 versuchte die nWo im Rahmen einer perfekt ausgearbeiteten Storyline sogar, aus "WCW Monday Nitro" ein "nWo Monday Nitro" zu machen. Diese war von Terry Taylor, Paul Orndorff und Hulk Hogan entworfen worden, aber wurde letztendlich nicht verwirklicht. Taylor blieb weiterhin ein wichtiger Mann hinter den Kulissen und hatte zudem noch Zeit Sportpromis wie die Basketballer Dennis Rodman und Karl Malone für ihre PPV-Matches zu trainieren. Taylor’s Auftritte vor den Kameras waren rar gesät und wenn man ihn mal sah, mimte er einen unauffälligen WCW Offiziellen. Nur wenige Matches bestritt er zu dieser Zeit bei House Shows gegen Lord Steven Regal, Big Bubba Rogers, The Cat, Chris Adams und Steve McMichael.
Neben der nWo-Storyline und Cruiserweight-Division hatte Taylor Ende 1997 die Idee den ehemaligen NFL-Footballprofi Bill Goldberg mit einer Siegesserie in den Main Event zu pushen. Diese Story schlug ein wie eine Bombe und Goldberg konnte jeden Gegner problemlos besiegen. Im August 1998 wurde er unter frenetischem Jubel mit einem Sieg über Hollywood Hogan bei Nitro im Georgia Dome vor über 40.000 Zuschauern neuer WCW World Heavyweight Champion. Mittlerweile wurde die nWo in zwei Lagern gesplittet: Hogan’s nWo Hollywood und Nash’s Wolfpac. Nach 173 Siegen hintereinander kassierte Goldberg bei Starrcade im Dezember 1998 gegen Kevin Nash seine erste Niederlage und verlor seinen Titel. Dies war jedoch nicht die Idee von Taylor, sondern von Nash, der hinter den Kulissen bei Eric Bischoff seine Macht ausspielen konnte. Terry war strikt gegen diese Idee und verstand sich mit seinem Kollegen Nash überhaupt nicht mehr. Am 4. Januar 1999 folgte bei Nitro der nächste Streich. Nash forderte den zurückkehrenden Hogan heraus und überließ ihm den Titel, indem er sich nach einem leichten Stoß an die Brust (bekannt als Fingerpoke of Doom) pinnen ließ. Damit wurde die nWo unter Anführer Hollywood Hogan wiedervereinigt, konnte jedoch bei weitem nicht an ihre früheren Erfolge anknüpfen. Diesen Angle sahen viele Experten als den Anfang vom Ende der WCW. Kurz darauf verließ Terry Taylor die WCW in Richtung WWF, da er mit der chaotischen Backstagepolitik von Bischoff, Hogan, Nash und Co. nicht zu Recht kam. Nach seinem Abgang sollte auch die Cruiserweight-Division so langsam den Bach runter gehen.

WWF-Verpflichtung von Public Enemy erwies sich als Flop
Auch in der WWF arbeitete Terry Taylor im Jahr 1999 als Booker, aber unter Hauptschreiber Vince Russo und dessen rechten Hand Ed Ferrera hatte er nicht mehr solch einen enormen Einfluss auf die Shows. Manchmal kommentierte er einige Shows, darunter auch einmal RAW is WAR als Ersatz für Michael Cole, der von Jim Ross attackiert wurde. Ähnlich wie in der WCW kam es auch in der WWF zu Problemen hinter den Kulissen. Die Writer Bruce Prichard (Brother Love), Gerald Brisco und Pat Patterson verstanden sich mit Taylor überhaupt nicht. Der Hauptgrund war das Tag Team Public Enemy, die der ehemalige Red Rooster von der WCW mit seinem Abgang verpflichtete. Rocco Rock und Johnny Grunge verhielten sich hinter den Kulissen nicht gerade kollegial. Daraufhin kreierte man die Storyline, dass die beiden Ärger mit dem WWF Locker Room hatten. Wie viel davon Work und wie viel davon Shoot war, ist bis heute unbekannt. Im März 1999 gab es jedenfalls ein Match, welches auch im Fernsehen ausgestrahlt wurde, in dem es für Public Enemy sehr hart zur Sache ging. Sie traten gegen die Acolytes (Bradshaw und Faarooq) an, die Public Enemy so sehr verprügelten, dass das wohl kaum mehr als abgesprochen eingestuft werden kann. Die Acolytes waren dafür bekannt, härter gegen Gegner vorzugehen, mit denen sie Backstage Streit hatten. Es gab auch Situationen in denen sie von den Offiziellen angewiesen wurden, es einem Störenfried mal so richtig zu zeigen. Public Enemy, die Erfolge in der WCW und ECW feierten, wurden in der WWF als großer Flop eingestuft und wurden bereits im Frühling 1999 wieder gefeuert. Für diese Fehlverpflichtung machten Prichard, Brisco und Patterson natürlich Taylor verantwortlich. Daraufhin hatte er keinen guten Stand mehr und durfte als Writer sich nicht entfalten.
Außer seinem Auftritt als Kommentator bei RAW, waren auch hier seine Erscheinungen vor den Kameras eher rar gesät. Backstage führte er einige Interviews mit den WWF-Superstars. Bei House Shows kämpfte er gegen Joey Abs von der Mean Street Posse und im Mai 1999 gegen Kurt Angle, der noch ganz am Anfang seiner glorreichen Karriere stand. Außerdem bestritt er Matches bei der 2nd Annual Brian Pillman Memorial Show gegen Tom Prichard (19. Mai 1999) und bei Curtis Comes Home gegen Chris Jericho (30. Juli 1999). Mit letzterer Show wurde dem verstorbenen Ringrichter Brian Hildebrand alias Mark Curtis gedacht.

Schock für die WWF: Terry Taylor folgt Vince Russo und Ed Ferrera zurück zur WCW
Am 3. Oktober 1999 erlebte WWF-Boss Vince McMahon einen großen Schock, denn sein Hauptschreiber der zuletzt überaus erfolgreichen Storylines, Vince Russo, kündigte fristlos und gab gleichzeitig bekannt, dass er mit Wirkung vom 4. Oktober beim großen Konkurrenten WCW anfängt. Dort wurde im Vormonat Eric Bischoff wegen mittlerweile anhaltender Erfolglosigkeit gefeuert und durch Bill Busch ersetzt. Russo sollte nun in der WCW für frischen Wind sorgen, wie es ihm einst in der WWF gelang. Hier galt er als der Hauptverantwortliche für den kometenhaften Aufstieg der WWF-Einschaltquoten. Zweiter Schock: Auch der zweite Storylineschreiber Ed Ferrara, der die Chefrolle von Russo eigentlich übernehmen sollte, wechselte zur WCW. McMahon spielte die Abgänge der damals besten Wrestling-Drehbuchschreiber herunter und reagierte sofort, indem er die Rolle des Chefbookers selber übernahm. Seine engsten Mitschreiber wurden Terry Taylor und Tommy Blancha, der von "Conan O’Brian" kam und eigentlich dafür vorgesehen war, die WWF ins normale TV-Geschäft mit anderen, außerhalb des Wrestlings spielenden Serien expandieren zu lassen. Gleichzeitig sagte Vince allen seinen führenden Mitarbeitern, sie müssten eine Klausel unterschreiben, wonach sie ein Jahr nach ihrem Weggang aus der WWF (sei es durch eine Kündigung oder seitens einer Kündigung der WWF) keinen anderen vergleichbaren Job Wrestling-Business annehmen dürften (so genannte Wettbewerbsausschußklausel). Diese passte aber wiederum vielen nicht. So kündigte zum Beispiel der Chefredakteur des WWF-Magazins Bill Banks und wechselte zur WCW. Auch Taylor, der als Chefbooker vorgesehen war, weigerte sich beharrlich diese Klausel zu unterschreiben und wechselte im Oktober 1999 wieder zurück zur WCW. Dies war zu diesem Zeitpunkt für die WWF natürlich ein riesengroßer Schock, aber wie wir wissen konnte Russo die WCW auch nicht mehr retten. Die Einschaltquoten rasten in den Keller, die Eintrittskarten verkauften sich immer schlechter und dies endete mit einem Finanzdebakel.

Vince Russo sieht in Terry Taylor einen Saboteur
Als Terry Taylor im Herbst 1999 zur WCW zurückkehrte, sollte er miterleben wie ein Booker-Team rund um Vince Russo und Ed Ferrera eine Liga in den sicheren Tod brachte. Die beiden Köpfe schrieben sich als "Powers That Be" sogar selbst in die Shows. Der ehemalige Red Rooster war natürlich auch nicht ganz unschuldig, denn als Booker für Monday Nitro sorgte er immer wieder für kurzfristige Änderungen in den Storylines. Taylor, der auf den guten Geschmack zu achten versuchte, manipulierte einige geschmacklose Angles, wie z.B. die Schwangerschaftstory mit Stacy Keibler. Geplant war, dass Stacy laut Storyline anfangs von David Flair schwanger sein sollte. Nachdem angeblich schwanger geworden war, sollte sie ihren damaligen Freund David bei einer Ausgabe von Nitro heiraten, doch dann hieß es plötzlich, David sei gar nicht der Vater des Kindes. Dies führte zur Trennung von David und Stacy und sollte in der Folge eigentlich eine Fehde zwischen David und seinem Vater Ric Flair einleiten, der statt seiner angeblich der richtige Vater von Stacy's Ungeborenen sein sollte (somit wären Stacy und David Halbgeschwister gewesen). Darauf folgend hätte sich dann allerdings herausstellen sollen, dass Stacy nicht von David schwanger ist, sondern dass sie von Buff Bagwell vergewaltigt wurde. Gerüchten zufolge wollte Russo sich sogar selbst als Vater des Kindes enthüllen und die Geschichte dann mit dem Geständnis von Ric Flair weiterspinnen, dass er eine Affäre mit Stacys Mutter gehabt hätte. David und Stacy sollten sich also als Bruder und Schwester entpuppen. "Dank" Taylor, wurde diese Storyline allerdings bereits abgebrochen, als Stacy gerade von ihrer Schwangerschaft erfahren hat
Stacy verschwand nach dieser Situation für einige Zeit aus dem Geschehen im TV und kehrte dann als Managerin von Shawn Stasiak zurück. Schwanger war sie plötzlich nicht mehr – und Erwähnung fand die Storyline in den Shows ebenso nicht mehr. Klar war diese Story geschmacklos, aber damals auf jeden Fall genau richtig, um Zuschauer anzuziehen. Abgebrochene Storylines dagegen, wirft die WCW nicht in ein gutes Licht.
Im Jahr 2000 bestand das damalige Booking-Komitee aus Terry Taylor, Vince Russo, Ed Ferrera, Bill Banks und Jeremy Borash. Dieser Job war für alle ein riesengroßer Stress und man musste täglich 12 bis 14 Stunden arbeiten. Dazu kamen die vielen Meinungsunterschiede und ein Russo, der sich nicht unbedingt immer durchsetzen konnte. Der einzige, der für ein wenig Spaß in die Runde brachte, war Wrestler "Disco Inferno" Glenn Gilbertti, der ein wenig als WCW-Booker aushalf. Taylor, der immer noch ein Dorn im Auge von Russo war, sehnte sich nach seiner aktiven Zeit im Ring zurück, die sicherlich nicht mit so viel Stress verbunden war. Neben der Storyline rund um Stacy’s Ungeborenes, gab es auch den Angle mit "Seven". Hier kehrte Dustin Rhodes als Geist in die WCW zurück und ursprünglich war geplant, dass er zurückkam, um sich an Brian Adams zu rächen, der ihn zu Lebzeiten ermordet haben soll – aber auch diese Storyline wurde vom Red Rooster und seinen Gehilfen abgeblockt! Ob Taylor immer der Sündenbock im Team war sind teilweise nur Gerüchte, aber dass Russo ihn nicht besonders mag, war offensichtlich. In einem Angle pinnte Norman Smiley in einem Kerker ein Gummiskelett mit Hahnenkamm und dies war natürlich eine glasklare Anspielung auf den Red Rooster. Damit versuchte Russo die Bremse (Taylor) mit etlichen Sticheleien aus der WCW zu ekeln – nur leider kam es zu spät. Ende 2000 wurde er selbst von seinem Posten enthoben und Terry Taylor blieb bis zum Verkauf an die WWF im März 2001 in der Liga. In den Wochen vor dem Ende kommentierte er neben seinem Job als Booker zusammen mit Larry Zbyszko WCW Saturday Night. Mit Vince Russo sollte Taylor bei Total Nonstop Action noch einmal zusammenarbeiten – aber diesmal mit unterschiedlichen Jobs.

Nach zwei Operationen der endgültige Rücktritt vom aktiven Geschehen
Nach dem Ende der WCW floh Terry Taylor wieder zurück in den Ring und bestritt im August 2001 bei der 4th Annual Brian Pillman Memorial Show ein Match gegen Bobby Eaton. Am 10. Oktober kämpfte er für die Kanada sitzende Promotion Border City Wrestling und bildete ein Tag Team mit Cyrus. An diesem besagten Tag konnten sie beiden mit einem Sieg über Tyson Dux & Jack Damage die BCW Can-Am Tag Team Championship erringen. Diesen Titel konnten sie genau ein Jahr lang verteidigen, ehe sie den Gürtel am 10. Oktober 2002 an Tyson Dux & El Tornado wieder abgeben mussten. Bereits einen Monat zuvor war er beim WWE PPV Unforgiven anwesend. Anschließend kehrte Taylor nach 1988, 1992 und 1999 zum bereits vierten Mal zu World Wrestling Entertainment, mittlerweile unbenannt, zurück und arbeitete bis zum 14. Juli 2003 als Road Agent für den SmackDown-Brand.
Kurz darauf wurde Terry Taylor Backstage-Reporter bei der noch jungen Liga NWA Total Nonstop Action Wrestling. Dort stieg er auch vor den Kameras einmalig in den Ring und besiegte am 24. September 2003 Kid Kash. Während dieser Zeit arbeitete er auch als Road Agent und Trainer für TNA. Leider hatte er so schwer mit Nackenschmerzen zu kämpfen, dass ihm am 12. April 2004 drei Wirbel im Nacken miteinander verschmolzen wurden. Nach dieser Operation kündigte er am 24. Mai bei TNA, aber bereits wenige Tage kehrte er zurück. Neben seinen Auftritten bei TNA, verbrachte er seine Zeit in Indy-Ligen, wo er 2005 im Zuge des Mark Curtis Memorial den Texas World Title von Tom Prichard gewann. In dieser Zeit wurde Taylor zum wiedergeborenen Christen und hatte daher auch einige Auftritte in Ted Dibiase’s christlichen Wrestlingliga. Am 3. April 2006 musste er sich einer dreistündigen Wirbelsäulen-Operation (Spondylodese) unterziehen, in der sein sechster und siebter Wirbel miteinander verbunden wurden. Nach der zweiten Operation gab er mit 50 Jahren seinen endgültigen Rücktritt vom aktiven Sport bekannt. Im Januar 2008 folgte eine dritte Operation, als ihm aufgrund von Verschleiß im Laufe der Jahre künstliche Kniegelenke eingesetzt wurden.

Als Personalchef bei TNA u.a. für die Verpflichtung von Kurt Angle verantwortlich
Im Juni 2006 stieg Terry Taylor bei Total Nonstop Action Wrestling zum Director of Talent Relations auf. Diesen Job kann man im deutschen als einen Personalchef beschreiben und diese Arbeit kam ihm als ausstudierter Wirtschaftswissenschaftler nur zu Gute. Als seine größte Verpflichtung beantwortete er in einem Interview mit Kurt Angle, der im September 2006 sensationell zu TNA wechselte, nachdem er im Vormonat die WWE verlassen hatte. Taylor findet, dass Angle das Beste sei, was die Promotion nur haben könne. Man kann und soll laut ihm die Liga um diesen Mann bauen, außerdem gebe der Ex-Olympionike auch viel an die Promotion zurück. Auch AJ Styles, Rob Van Dam und Sting halte Taylor für die wichtigsten Leute im Roster und besonders die letzteren beiden für entscheidende Neuverpflichtungen.
Neben Verpflichtungen musste Terry Taylor als Personalchef auch andere Arbeiten verrichte. So teilte er im Januar 2008 vor dem PPV Final Resolution den Wrestlern in einer Konferenz mit, dass noch im gleichen Monat Drogentests eingeführt werden sollen. Demnach soll auf anabole Steroide, Schmerzmittel und Straßendrogen, inklusive Marihuana getestet werden. Allerdings wurde den Wrestlern noch nicht mitgeteilt, welche Konsequenzen ein positiver Test nach sich ziehen wird. Mit der Drogenpolitik reagierte TNA auf die immer noch im Raum stehende Kongressuntersuchung der Wrestlingindustrie. Auch TNA bekam dabei wie die WWE ein Schreiben aus dem Kapitol in Washington mit der Anfrage, wie das Thema in der Liga gehandhabt werde. Das Thema schwebte schon eine Weile im Raum und es gab zuletzt schon Befürchtungen, dass TNA es unter den Teppich kehren würde - vor allem nachdem den Wrestlern ein Maulkorb verpasst wurde und sie in Interviews nicht mehr darüber reden durften. Grund hierfür war der Selbstmord von Chris Benoit im Juni 2007, der unter schweren Hirnschäden durch jahrelangen Drogenmissbrauch zuvor seine Frau und seinen siebenjährigen Sohn umgebracht hatte. Nun sollte sich bald zeigen wie ernst es der Liga mit der Bekämpfung der dunklen Seiten des Geschäfts ist.

Die negativen Seiten der Arbeit eines Personalchefs
Als Personalchef hat man auch unliebsame Aufgaben zu bewältigen. Bei Final Resolution im Dezember 2009 zeigte Hernandez einen Stuhlschlag gegen Jesse Neal und zwar einen ungeschützten, ungeblockten Schlag gegen den Kopf, wie er während der Attitude-Zeit häufiger zu sehen war, aber in den letzten Jahren aus der WWE komplett verbannt wurde und auch bei TNA immer seltener zu sehen war. Diese Aktion kam bei den Verantwortlichen überhaupt nicht gut an und Terry Taylor soll Neal nach dem Match Backstage zusammengestaucht haben. Er machte deutlich, dass Wrestler niemals wieder ungeschützte Stuhlschläge gegen den Kopf nehmen sollte, sondern stattdessen die Hände zu Hilfe nehmen, um den Schlag abzublocken. Es wurde auch klargestellt, dass TNA diese Aktionen von ihren Wrestlern nicht mehr sehen möchte in der Zukunft.
Im Februar 2010 drohte die junge Independent-Promotion Dragon Gate USA rechtliche Schritte gegen TNA einzuleiten. Der Ärger von DGUSA beruht auf einem mündlichen Vertrag mit dem Tag Team Young Bucks/Generation Me, die ihre Teilnahme für die Shows am 26. und 27. März in Phoenix, Arizona bereits zugesichert hatten und auch beworben wurden, bevor sie einen Vertrag mit TNA unterzeichneten. Somit habe TNA kein Recht, den beiden Jungstars diese Auftritte zu verbieten. Gerüchten zu Folge gab es diesbezüglich bereits vor ein paar Wochen ein Telefonat zwischen DGUSA-Besitzer Gabe Sapolsky und dem TNA Director of Talent Relations Terry Taylor, welches damit endete dass Taylor auflegte, als Sapolsky zu ausfallend wurde. Um Ärger zu vermeiden, durften Jeremy und Max Buck für Dragon Gate USA ihre beiden Auftritte absolvieren.

Terry Taylor’s freiwilliger Abgang sorgt für Brisanz
Im Mai 2011 gab Total Nonstop Action bekannt, dass sich Terry Taylor dazu entschieden hat, die Company zu verlassen. Bis dahin hatte er die Position des Director of Talent Relations inne, die man auch mit der Position von John Laurinaitis bei der WWE vergleichen kann. Was sich auf den ersten Blick noch relativ harmlos liest, soll jedoch einige Brisanz besitzen. Laut einem Bericht des Wrestling Observers soll TNA Taylor ohne Angaben von Gründen gefeuert haben und nur nach außen wurde es als ein freiwilliger Abgang dargestellt. Der Grund hierfür seien Anschuldigungen, die in einer von einem ehemaligen Talent erhobenen Anklage geäußert wurden.
Um welche Anklage es sich dabei genau handelt, ist nicht klar. Eine Möglichkeit ist aber der von Daffney angestrebte Gerichtsfall gegen die Company. Der Hintergrund zu diesem Fall sind Arztrechnungen, die von Total Nonstop Action nicht bezahlt wurden. Während ihrer Zeit bei TNA erlitt Daffney mehrere schwere Verletzungen. Bei Bound For Glory in 2009 überredeten Terry Taylor und Writer Vince Russo Daffney zu einem gefährlichen Spot. Sie sollte von Abyss durch ein Barbed-Wire-Board geslammt werden. Mit der Begründung, dies sei für die laufende Story zwischen Abyss und Mick Foley wichtig, stimmte Daffney dem Spot zu. Trotz zugesicherter Sicherheit erlitt sie bei dem Spot eine Gehirnerschütterung und musste im Krankenhaus behandelt werden. Bei Spike TV war der Spot auf Grund der Politik des Senders in Sachen Gewalt von Männern gegen Frauen nicht zu sehen.
Die Rechnung des Krankenhauses zahlte Total Nonstop Action nicht, obwohl Daffney dies im Vorfeld angeblich zugesichert worden war. Darüber hinaus zwang man sie angeblich dazu, weiter zu performen, was zu zwei weiteren Gehirnerschütterungen führte, so die Anklage. Gemeint sind damit die vom 18. Februar 2010, als Daffney von Tara mit einem Werkzeugkasten am Kopf getroffen wurde, sowie die vom 20. April 2010, wo sie in ein Dark Match gegen eine offensichtlich unbeholfene Workerin namens Miss Betsy geschickt wurde. Terry Taylor wird bei TNA zunächst durch zwei Leute vertreten. Zum einen durch Bruce Prichard, der Taylor’s noch offene Verpflichtungen übernehmen wird. Und durch Chief Financial Officer Dean Broadhead, der sich um alle vertraglichen Angelegenheiten kümmern wird.

Unheilbare Krebserkrankung seiner Frau der wahre Grund hinter dem Rücktritt
Daraufhin wurde viel spekuliert warum Terry Taylor plötzlich nach all den Jahren TNA verließ und durch Bruce Prichard ersetzt wurde. Ein tragischer Schicksalsschlag kam am 14. Juli 2011 zum Vorschein, denn seine Frau Trudy verstarb mit nur 48 Jahren nach jahrelangem Kampf gegen den Krebs. Dies könnte wohlmöglich der wahre Grund hinter seinem Rücktritt sein. Der Gesundheitszustand seiner Frau verschlechterte sich und Taylor wollte in ihren letzten Wochen beistehen. So viel man über seine Karriere vor und hinter den Kameras weiß, so wenig weiß man über sein Privatleben, das er konsequent abschirmte. Trudy hinterließ neben ihrem Ehemann noch ihre beiden Söhne Don und Cody Taylor.
Ob Terry Taylor bald wieder ein Job im Wrestling hinter den Kulissen nachgeht, ist ungewiss. Am meisten wird er für seine Rolle als Red Rooster bekannt sein. Ein Gimmick das die Karriere eines großen Wrestling-Talents zerstörte, bevor sie wirklich anfangen konnte. Als Booker, Road Agent und Personalchef erlebte er zudem die Höhen und Tiefen eines knüppelharten Business. Heute lebt der 56-jährige Witwer und zweifache Vater Paul Worden Taylor III. im US-Bundesstaat Tennessee.

hattrick83



Über Feedback würde ich mich freuen. Auch gerne über kultgimmicks@moonsault.de
Sollte ich mich mal vertan haben, ihr Rechtschreibfehler findet oder sogar weitere Informationen zum Gimmick dieser Kolumne kennt lasst es mich bitte wissen. Außerdem kann man natürlich über diesen Wrestler hier diskutieren.


[Kultgimmicks] Jetzt als Buch erhältlich!!!
Beitrag von Lionheart:
@hattrick83:

Wie immer tolle Arbeit :)

Auf dem Newsboard hast Du aber den ersten Satz doppelt gepostet. Korrigiere das mal ;)
Beitrag von Duketom:
Wahnsinnskolumne wieder mal, sehr interessant auch mal hinter die Kulissen zu blicken und ein bisserl Backstagepoltics mitzubekommen!

Danke für diese Kolumne
Beitrag von Jambolicious:
Wie immer der Wahnsinn. Es macht Spaß in längst vergangene Zeiten transportiert zu werden. Und vieles wird für manchen langjährigen Wrestlingfan, der solche Zeiten erlebt hat, wieder in Erinnerung gerufen.

Ich warte gespannt auf ein neues Buch :)
Beitrag von Antichrist:
Sehr interessant, vielen Dank.

Ich weiss nicht mehr wo genau, aber irgendwo schriebst du dass Taylor nen Tag Team Title gewann...im Jahr 2011. ;)

Abgesehen von dem Fehler (find den grad nimmer wieder) mal wieder eine top Kolumne!
Beitrag von Triple H Fan #1:
Sehr gute Arbeit mal wieder. Mach weiter so :thumbsup:
Beitrag von TheGreatOne388:
Ich bin ein großer Fan deiner Arbeit. Wieder mal ein klasse Kolumne!

BTW: Wenn Bret jeden so gehasst hätte, der Vince' Hintern küsst, dann konnte er wohl die halbe Belegschaft auch nicht ausstehen.
Beitrag von HaVoC:
Wirklich wieder sehr interessant!

Danke!
Beitrag von Jason Crutch:
Bei der Sache mit der York Foundation schreibst du (ich glaube 2x) "Alexander York" anstatt "Alexandra York"...

Vor allem bei folgendem Satz musste ich dann doch schmunzeln:

"Nach der Rivalität mit dem "Z-Man" fehdete Terrence Taylor mit Dustin Rhodes, der im wahren Leben später der Ehemann von Alexander York sein sollte. "
Beitrag von hattrick83:
Zitat:
Original geschrieben von Lionheart:
@hattrick83:

Wie immer tolle Arbeit :)

Auf dem Newsboard hast Du aber den ersten Satz doppelt gepostet. Korrigiere das mal ;)



Danke für die Blumen. Wenn du diesen Satz meinst
"Heute möchte ich euch besonders auf eine sehr interessante – wenn nicht sogar die bisher interessanteste – Kolumne aufmerksam machen.",
dann liegst du falsch. So wollte ich ihn schreiben, da ich finde, dass diese Kolumne mMn zu den interessantesten Kolumnen bisher gehört.

Danke auch für die Topstory!!! :cool:

Zitat:
Original geschrieben von Lionheart:
Bei der Sache mit der York Foundation schreibst du (ich glaube 2x) "Alexander York" anstatt "Alexandra York"...

Vor allem bei folgendem Satz musste ich dann doch schmunzeln:

"Nach der Rivalität mit dem "Z-Man" fehdete Terrence Taylor mit Dustin Rhodes, der im wahren Leben später der Ehemann von Alexander York sein sollte. "



Ein böser Schnitzer, den ich sogar 3x gemacht habe. Nun stimmt es wieder und Dustin hatte mit Alexandra York eine Frau an seiner Seite :D

Freue mich auf weiteres Feedback.....
Beitrag von Fresh Prince:
Hast du da nicht einen Part doppelt drin? Du erwähnst z.B. zweimal die Sache mit dem Perfect Gimmick.

Ansonsten eine tolle Arbeit, wie immer. Sehr unterhaltsam.
Beitrag von hattrick83:
Zitat:
Original geschrieben von Fresh Prince:
Hast du da nicht einen Part doppelt drin? Du erwähnst z.B. zweimal die Sache mit dem Perfect Gimmick.

Ansonsten eine tolle Arbeit, wie immer. Sehr unterhaltsam.



Beim zweiten Mal handelte es sich um das Fazit zu seinem Rooster-Gimmick und da habe ich nochmal kurz dieses Thema angesprochen.
Beitrag von Violet Hill:
Wahnsinnskolumne!
Ich finde es unglaublich genial, wie viel Arbeit du dir machst. Auch diesmal war wieder viel interessantes dabei. Zum Beispiel die Sache mit dem Mr. Perfect-Gimmick war mir gänzlich unbekannt, finde ich aber super, sowas mal zu erfahren.

Sehr, sehr großes Lob! :thumbsup:
Beitrag von German Suplex:
Die Kolumne ist Top allerdings wieder mal ein absolut farbloser Wrestler & uninteressant dazu :(
Beitrag von NightLord:
Zitat:
Original geschrieben von German Suplex:
Die Kolumne ist Top allerdings wieder mal ein absolut farbloser Wrestler & uninteressant dazu :(



:O
Die Kolumne ist diesmal so episch, soooo mega Interessant und handelt über so einen super Wrestler, der leider Pech hatte... und auch die Parts mit dem booking etc. Wahnsinn !
Beitrag von Jambolicious:
Zitat:
Original geschrieben von German Suplex:
Die Kolumne ist Top allerdings wieder mal ein absolut farbloser Wrestler & uninteressant dazu :(



Aber grad solche Karrieren sind doch meistens die interessantesten. Die Vergangenheit eines Bret Hart oder Steve Austin kennt man ja schon fast auswendig.
Beitrag von Ravenspower:
ich habe nicht jede kolumne gelsen aber die meisten. diese hier gefällt mir sehr gut.

am interessantesten finde ich immer noch die kolumne über "kamala". diese hat mich menschlich sehr berührt.
Beitrag von German Suplex:
Zitat:
Original geschrieben von Jambolicious:
Aber grad solche Karrieren sind doch meistens die interessantesten. Die Vergangenheit eines Bret Hart oder Steve Austin kennt man ja schon fast auswendig.

Da würden mich die Karrieren von Buff Bagwell, Rowdy Piper, Sandman oder Taz aber viel mehr ansprechen. Als Wrestler wie Virgil oder Terry Taylor.
Beitrag von EdgeheadRKO:
habs jetze au gelesen und ich bin echt begeistert ! :thumbsup:
Beitrag von Jambolicious:
Zitat:
Original geschrieben von German Suplex:
Da würden mich die Karrieren von Buff Bagwell, Rowdy Piper, Sandman oder Taz aber viel mehr ansprechen. Als Wrestler wie Virgil oder Terry Taylor.



Thema der Kolumne sind aber die Gimmicks, die Kultgimmicks. Bei Roddy Piper ist es Gimmicktechnisch eher beschränkt und nicht grad interessant. Was jetzt nicht gegen Roddy gehen soll. Okay, Buff Bagwell wäre wirklich ne Idee. Nichts desto trotz ist es interessant über Wrestler zu lesen die jeder kennt, die aber eher die zweite oder manchmal auch fünfte Geige spielten....
Beitrag von hattrick83:
Zitat:
Original geschrieben von German Suplex:
Die Kolumne ist Top allerdings wieder mal ein absolut farbloser Wrestler & uninteressant dazu :(



Freut mich das dir meine Kolumnen im Großen und Ganzen gefallen. Schließlich gehörst du zu meinen Stammlesern. :cool: Jeder Wrestler bzw. jedes Gimmick kann natürlich nicht allen gefallen. Dies ist schließlich eine Geschmackssache. Leider kann ich nicht jeden Geschmack treffen. Den einen gefällt es, anderen wiederum nicht. Ein Terry Taylor wirkte in der damals bunten Welt farblos. Daran konnte auch sein Red Rooster-Gimmick nichts ändern. Außer einem roten Kamm, war er auch nicht groß verkleidet.
Über uninteressant kann man sich natürlich streiten. Meiner Meinung nach - und dies ist wirklich meine persönliche Meinung - hat Taylor eine hochinteressante berufliche Laufbahn gehabt. Über private Dinge konnte ich ja nicht viel finden, aber seine Biografie von einer tragisch gescheiteten Karriere bis zu seiner anschließenden Arbeit hinter den Kulissen, wo er u.a. half die WCW an die Spitze zu bringen, ist (übertrieben gesagt) Wrestling-Geschichte. Vor allem zweiteres.
Würde mich mal interessieren was du an Terry Taylor uninteressant findest? Oder was denken andere User über seine Karriere vor und hinter den Kulissen: Interessant oder uninteressant? Würde mich auf eure Meinungenen freuen. :)
Morgen zwischen 18 und 20 Uhr erscheint die nächste Anmeldungsphase für die User-Auslosung, wer je die Kolumne 34, 35 und 36 auswählen darf. Wenn du German Suplex mitmachst, hast du mit Losglück die große Möglichkeit aus 40 Kultgimmicks einen farbenfrohen und interessanten Wrestler dir aus zu suchen. Dies gilt natürlich auch für alle anderen.

Bis Morgen!!!
Beitrag von Adlerauge:
Ich wußte nicht viel über Terry Taylor, von daher ein absolut interessanter Artikel :thumbsup:
Beitrag von Bob Backlund:
Ich war mal auf einer Houseshow in berlin und da hat er sogar gegen Brutus Beefcake verloren!!!!
echt lächerlich , er wurde von der halben halle dafür aufgezogen!!!! und beim rausgehen wurde er belächelt!!!
Beitrag von RavenHawk999:
Wieder einmal eine sehr sehr gute Kolumme,da muss man wirklich mal den Hut vor ziehen,ist ja auch eine Menge Arbeit die der Schreiber hattrick83 hat.
Beitrag von The Lizard King:
Sehr schön zu lesen. Herzlichen Dank an hattrick83 :thumbsup:
Beitrag von CokeZeroFreak:
Zitat:
Original geschrieben von TheGreatOne388:
BTW: Wenn Bret jeden so gehasst hätte, der Vince' Hintern küsst, dann konnte er wohl die halbe Belegschaft auch nicht ausstehen.

Naja, aber gerade einem Bret Hart braucht wohl keiner zu sagen wie man ein gutes Match zu bestreiten hat.

Insgesamt muss man sagen blöd gelaufen für Terry Taylor, aber ich glaube mit einem Bret Hart mit seiner WWE Karriere und mit einem Mr. Perfect Curt Hennig sind wird schon optiml gefahren und ich bezweifele dass es mit Taylor in der jeweiligen Rolle besser gelaufen wäre.
Beitrag von Störtebeker:
Ich möchte mal was ganz anderes in den Raum stellen:
Taylor war für mich kein überragender Techniker.
Gut, aber kein Hennig, kein Hart, kein Savage, kein Flair und kein Steamboat.
Er hatte kein einnehmendes Wesen, kein spektakuläres Micwork und kein überbordendes Charisma.
Leute wie er sind zu seiner Zeit in den Territorien und auf der Welt hunderte herumgetingelt.

Taylor war ... gewöhnlich.
Beitrag von XAVINIESTA:
erneut eine tolle Kolumne, danke dafür :)

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