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Stingray
MoonAdmin

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Natürlich kannst Du das nicht vergleichen. Für van Gaals Reputation ist es völlig egal, ob er mit Bayern am Ende Dritter oder Vierter wird. Da sagt doch keiner mehr in 5 Jahren: "Wow, damals, als Bayern am Ende noch Dritter wurde. Huiuiui, war das was".
Für Heynckes ist eine Meisterschaft mit Leverkusen aber ein absolutes Karrierehighlight. Dafür hängt man sich natürlich rein. Daran würden sich die Leverkusen-Anhänger noch in Jahrzehnten erinnern. Heynckes wäre der Mann, der den Vize-Fluch gebrochen hat.
Siehst Du jetzt, das man das nicht vergleichen kann? Für den einen ging es nur darum, eine Saison mit möglichst wenig Schaden zu Ende zu bringen (da ging es nur noch darum, zwischen "schlechte Saison" und "katastrophale Saison" zu entscheiden), der andere kann sich ein Denkmal in der Stadt schaffen. Zudem sind in beiden Fällen wohl auch sehr unterschiedliche Verhältnisse zwischen Trainer und Vorstand der Fall. Heynckes wollte gehen, van Gaal wurde gefeuert.
-------------------- Genau nämlich.
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Posted: 17.04.2011, 12:07 Uhr |
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Beiträge: 16515 | Wohnort: | Registriert seit: 05.10.2000
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Stingray
MoonAdmin

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Du verstehst das scheinbar nicht.
Es geht da gar nicht um Ehre. Ich glaube auch nicht, dass vG das wirklich scheißegal war, was in München passiert. Aber dass man unmotivierter ist, wenn kein richtiges Ziel mehr winkt, einem der eigenen Arbeitgeber schon das Vertrauen entzogen hat, die Mannschaft auch nicht gerade für einen spielt und man sich mit seinen Bossen eh nicht versteht, sollte verständlich sein. Das geht den meisten Arbeitnehmern so, dass sie sich da - wenn auch nur unbewusst - nicht mehr so reinhängen würden. Würdest Du Dich in Deinem Job noch voll motivieren können, wenn kein für Dich lohnendes Ziel winkt, Deine Bosse Dich geringschätzen, Du sowieso schon entlassen bist und Deine Untergebenen auch nicht gerade alles für Dich tun?
Das ist van Gaals Situation gewesen.
Heynckes spürt volle Unterstützung des Umfeldes, die Spieler spielen richtig stark und die Fans lieben ihn. Da ist es nun einmal wesentlich leichter, noch einmal alles aus sich rauszuholen und es unbedingt packen zu wollen.
Und ja, den Vizekusen-Fluch zu brechen und zum ersten mal überhaupt mit der Werkself Meister zu werden, wäre natürlich ein riesiger Erfolg. Da würden ihm Leute in 10 Jahren noch in Leverkusen auf die Schulter klopfen. Wegen einem Dritten Platz hätte vG in München keiner gefeiert.
Ganz abgesehen davon hat Bayern auch noch gute Chancen auf den dritten Platz, selbst wenn Leverkusen sie heute schlagen sollte.
-------------------- Genau nämlich.
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Posted: 17.04.2011, 12:32 Uhr |
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