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Jiri Nemec
MoonModerator

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Das Problem sind weniger die Verkäufer, als eher die Käufer dieser teurer Karten. Ich z.B. käme nie auf die Idee, mehr als das doppelte für ein Konzert, Fußballspiel oder sonstigen Event zu bezahlen. Genausowenig gebe ich, wenn ich eine Karte übrig habe, diese an irgendeinen Schwarzhändler, der mich vor dem Event fragt, ob ich noch Karten hätte, 5m weiter aber mit einem "Biete Karte" Schild in der Hand rumsteht und dieselbe Karte wieder mit Gewinn vertickt.
-------------------- Metzelder: "Ich bin ein altes Schlachtross, wenn die Geschütze donnern bin ich an der Front."
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Posted: 01.12.2010, 12:05 Uhr |
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BasslineBob
MoonRookie

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Sehe ich auch so, wenn ich irgendwie verhindert wäre, würde ich das Ticket zu dem Preis weiterverkaufen, für den ich es auch erworben hätte, ich meine man muss doch als Fans zusammenhalten, oder!? Aber in der heutigen Zeit ist das eh für'n Eimer und diese eBayer sind vorallem Geldgeil, nicht mehr nicht weniger! Beispiel T-Shirts:
Es gibt einen eBay Shop 1w...1, der kauft sich die Shirts für ca. 25€ in Amerika (inkl. Zoll) und verkauft die für 60€ weiter und so machte er das auch schonmal bei Tickets, ich meine das müsste doch mal unterbunden werden, oder? Aber solange es kleine reiche Kinder gibt, wird es auch die Händler geben,...leider!
Beitrag editiert von BasslineBob am 01.12.2010 um 12:29 Uhr
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Posted: 01.12.2010, 12:09 Uhr |
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's Chefle
MoonModerator

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Zitat: Original geschrieben von Jiri Nemec:
Das Problem sind weniger die Verkäufer, als eher die Käufer dieser teurer Karten. Ich z.B. käme nie auf die Idee, mehr als das doppelte für ein Konzert, Fußballspiel oder sonstigen Event zu bezahlen.
Klar, Angebot, Nachfrage und Preis regeln sich auch hier gegenseitig. Dennoch sehe ich die Verantwortlichkeit, die moralische Schuld hier hauptsächlich auf Anbieterseite. Sie handeln im Gegensatz zu den Nachfragern absolut rational und gewinnorientiert, während sich der Nachfrager in der Regel nur durch ein hohes Involvement, eine hohe emotionale Verbundenheit zum Angebot darauf einlässt. Zum Beispiel beim Fußball im Vorverkauf stapelweise Karten aufzukaufen, nur um diese danach umgehend mit möglichst großer Gewinnmarge weiterzuverticken, während unzählige Fans mit ernsthaftem Interesse entweder leer ausgehen oder sich eben auf genau so ein Angebot einlassen müssen, ist ein absolutes Unding, gegen das man viel schärfer rechtliche Maßnahmen ergreifen müsste.
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Posted: 01.12.2010, 12:15 Uhr |
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2. Vorsitzende
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Sehe das auch so wie Jiri Nemec. Wenn keiner diese überteuerten Preise bezahlen würde, gäbe es diesen Markt gar nicht. Ich sehe das bei einer regionalen Veranstaltung hier. Da werden Tickets nach bewerbung verlost (ähnlich wie früher bei der WM 2004), und dann landen die Dinge bei ebay und erzielen die doppelten Preise wie im regulären Verkauf. Und dann beschweren sich die gleichen Leute, die diese Tickets überteuert gekauft haben, dass sie ja sonst nie an Tickets gekommen wären. Wenn man sie mal drauf hinweist, dass wenn Schwarzmarkthändler nicht so große Gewinne mit den Tickets machen würden, diese dann diese Tickets gar nicht erst aus dem normalen Kontingent kaufen würden, und diese damit für den regulären Käufer zurückblieben, wird man angeguckt als hätte man eben erst erklärt dass die Erde rund ist. Der Markt bestimmt den Preis, das ist überall so und nicht zu ändern. Wenn sich potentielle Käufer kollektiv weigern würden, Veranstaltungskarten über regulärem Verkaufswert zu kaufen, dann blieben die Händler auf ihren Tickets sitzen.
Den Händlern kann man meiner Meinung nach genau so wenig einen Vorwurf machen wie ebay. Wenn ich irgendwo etwas günstig einkaufe und es genug Leute gibt, die mir das doppelte dafür zahlen, wer will es mir denn verübeln?
-------------------- Sollte man sich mal durchlesen: http://www.organspende-info.de/organspende/ausweis/
Was Sie schon immer über die Verwendung multipler Ausrufe- und Fragezeichen wissen wollten: http://www.sockenseite.de/usenet/ausruf.html
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Posted: 01.12.2010, 12:19 Uhr |
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BasslineBob
MoonRookie

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Zitat: Original geschrieben von 2. Vorsitzende:
Sehe das auch so wie Jiri Nemec. Wenn keiner diese überteuerten Preise bezahlen würde, gäbe es diesen Markt gar nicht. Ich sehe das bei einer regionalen Veranstaltung hier. Da werden Tickets nach bewerbung verlost (ähnlich wie früher bei der WM 2004), und dann landen die Dinge bei ebay und erzielen die doppelten Preise wie im regulären Verkauf. Und dann beschweren sich die gleichen Leute, die diese Tickets überteuert gekauft haben, dass sie ja sonst nie an Tickets gekommen wären. Wenn man sie mal drauf hinweist, dass wenn Schwarzmarkthändler nicht so große Gewinne mit den Tickets machen würden, diese dann diese Tickets gar nicht erst aus dem normalen Kontingent kaufen würden, und diese damit für den regulären Käufer zurückblieben, wird man angeguckt als hätte man eben erst erklärt dass die Erde rund ist. Der Markt bestimmt den Preis, das ist überall so und nicht zu ändern. Wenn sich potentielle Käufer kollektiv weigern würden, Veranstaltungskarten über regulärem Verkaufswert zu kaufen, dann blieben die Händler auf ihren Tickets sitzen.
Den Händlern kann man meiner Meinung nach genau so wenig einen Vorwurf machen wie ebay. Wenn ich irgendwo etwas günstig einkaufe und es genug Leute gibt, die mir das doppelte dafür zahlen, wer will es mir denn verübeln?
Klar, ist eine reine Gewissenssache, und ich könnte das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren!
Als die 1. Reihe Tix für Dortmund in den VVK gingen, hätte ich aus Block F die komplette 1. Reihe leerkaufen können, sogar in einem 30 minütigen Zeitfenster! Habe ich aber nicht, sondern habe es hier im Cyboard bekanntgegeben, so dass auch andere Fans mal die Möglichkeit hatten begehrte 1.Reihe Tix zum regulären Preis zu erwerben, weil es einfach schöner ist, wenn echte Fans eine echte Portion Freude abbekommen, als gierige Halsabschneider!:-)
Aber das ist nur meine bescheidene Meinung!
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Posted: 01.12.2010, 12:23 Uhr |
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's Chefle
MoonModerator

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Zitat: Original geschrieben von 2. Vorsitzende:
Wenn man sie mal drauf hinweist, dass wenn Schwarzmarkthändler nicht so große Gewinne mit den Tickets machen würden, diese dann diese Tickets gar nicht erst aus dem normalen Kontingent kaufen würden, und diese damit für den regulären Käufer zurückblieben, wird man angeguckt als hätte man eben erst erklärt dass die Erde rund ist. Der Markt bestimmt den Preis, das ist überall so und nicht zu ändern. Wenn sich potentielle Käufer kollektiv weigern würden, Veranstaltungskarten über regulärem Verkaufswert zu kaufen, dann blieben die Händler auf ihren Tickets sitzen.
Das funktioniert vielleicht in der Theorie, nicht aber in der Praxis. Stichwort Gefangenendilemma. Jeder müsste den eigenen Nutzen zunächst minimieren bzw. Eigeninteressen hintenanstellen, um den Nutzen aller zu maximieren. Da man allerdings nicht weiß, wie der jeweils andere sich verhält, logischerweise kein hundertprozentiges Vertrauen vorhanden ist, eine gegenseitige Absprache aller nicht möglich ist und schon ein einzelner, der aus der Reihe tanzt, das ganze System untergräbt, ist das bei einer Veranstaltung mit Interessenten im drei- bis fünfstelligen Bereich mehr als unrealistisch. Das Beispiel zeigt ja, wie groß das Dilemma und dementsprechend Gering die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung bereits bei nur 2 Protagonisten ist.
Zitat: Original geschrieben von 2. Vorsitzende:
Den Händlern kann man meiner Meinung nach genau so wenig einen Vorwurf machen wie ebay. Wenn ich irgendwo etwas günstig einkaufe und es genug Leute gibt, die mir das doppelte dafür zahlen, wer will es mir denn verübeln?
Die eigenen Moralvorstellungen und in vielen Fällen auch das Gesetz? Es werden zweifellos Grenzen überschritten mit dieser Art von Geschäft, die Nutznießer von jeglicher Verantwortung freizusprechen, halte ich für falsch.
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Posted: 01.12.2010, 12:30 Uhr |
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2. Vorsitzende
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Natürlich sollten die eigenen Moralvorstellungen dagegen sprechen. Diesen Aspekt habe ich einfach aussen vor gelassen, weil bei einer bestimmten Gewinnchance die Moral der meisten ein Ende hat.
Wenn man die Möglichkeit hat, Tickets für 200, 300% loszuschlagen, werden manche es nicht tun, manche aber eben doch.
Und natürlich sind Absprachen bedingt möglich. Natürlich wird es immer noch einzelne geben, die aus der Reihe tanzen und die jeden Preis für eine bestimmte Veranstaltung zahlen würden. Die untergraben das System aber weit weniger, als die Masse, die die erhöten Preise sonst zahlt. Und wenn sich wirklich größere Mengen Fans absprechen und sagen "Das machen wir nicht mehr mit!" würde sich vielleicht langsam etwas bewegen.
Der Veranstalter kann wenig tun, außer die Tickets zu personalisieren. Da beschweren sich dann am Ende die, die krank werden und ihre Tickets nicht weiterverkaufen können. Der Handel mit Schwarzmarkttickets erhöht zudem irgendwie die Attraktivität der Veranstaltung an sich, gilt sie doch als Indikator für die Beliebtheit.
-------------------- Sollte man sich mal durchlesen: http://www.organspende-info.de/organspende/ausweis/
Was Sie schon immer über die Verwendung multipler Ausrufe- und Fragezeichen wissen wollten: http://www.sockenseite.de/usenet/ausruf.html
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Posted: 01.12.2010, 12:45 Uhr |
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BasslineBob
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Zitat: Original geschrieben von 2. Vorsitzende:
Natürlich sollten die eigenen Moralvorstellungen dagegen sprechen. Diesen Aspekt habe ich einfach aussen vor gelassen, weil bei einer bestimmten Gewinnchance die Moral der meisten ein Ende hat.
Wenn man die Möglichkeit hat, Tickets für 200, 300% loszuschlagen, werden manche es nicht tun, manche aber eben doch.
Und natürlich sind Absprachen bedingt möglich. Natürlich wird es immer noch einzelne geben, die aus der Reihe tanzen und die jeden Preis für eine bestimmte Veranstaltung zahlen würden. Die untergraben das System aber weit weniger, als die Masse, die die erhöten Preise sonst zahlt. Und wenn sich wirklich größere Mengen Fans absprechen und sagen "Das machen wir nicht mehr mit!" würde sich vielleicht langsam etwas bewegen.
Der Veranstalter kann wenig tun, außer die Tickets zu personalisieren. Da beschweren sich dann am Ende die, die krank werden und ihre Tickets nicht weiterverkaufen können. Der Handel mit Schwarzmarkttickets erhöht zudem irgendwie die Attraktivität der Veranstaltung an sich, gilt sie doch als Indikator für die Beliebtheit.
Du triffst den Nagel so ziemlich exakt auf dem Kopf
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Posted: 01.12.2010, 12:51 Uhr |
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Jiri Nemec
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Zitat: Original geschrieben von 2. Vorsitzende:
Der Veranstalter kann wenig tun, außer die Tickets zu personalisieren. Da beschweren sich dann am Ende die, die krank werden und ihre Tickets nicht weiterverkaufen können. Der Handel mit Schwarzmarkttickets erhöht zudem irgendwie die Attraktivität der Veranstaltung an sich, gilt sie doch als Indikator für die Beliebtheit.
Auf Schalke sind die Karten z.B. personalisiert bzw. kann anhand der aufgedruckten Kartennummer erkannt werden, wer die Karte gekauft hat.
So ein Problem hatte meine Freundin letztens. Sie hatte jemandem für das CL Spiel gegen Lyon ihr Ticket zum Originalpreis überlassen, was vom Verein aus auch erlaubt und gestattet ist. Nun hat sich derjenige bei dem Spiel dabei erwischen lassen, wie er die Karte innerhalb des Stadions an jemanden gab, damit dieser in den Stehplatzbereich kommen konnte.
Ende vom Lied: derjenige flog aus dem Stadion, aber meine Freundin als Käuferin der Karte bekam die Post, dass sie gegen die Stadionverordnung verstoßen habe und sie sollte eine Unterlassungserklärung unterzeichnen, sonst würde man ihr Dauerkarten-Abo stornieren und sie vom Kauf weiterer Heimspielkarten für die Arena ausschließen.
Wenn dann legaler Kartenhandel dann noch so endet, ist das Käse in jeder Hinsicht. Aber das ist ja auch wieder eine andere Baustelle. Sollte jetzt nur zeigen, dass Personalisierung auch nicht immer die Rettung sein kann.
-------------------- Metzelder: "Ich bin ein altes Schlachtross, wenn die Geschütze donnern bin ich an der Front."
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Posted: 01.12.2010, 12:54 Uhr |
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's Chefle
MoonModerator

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Zitat: Original geschrieben von 2. Vorsitzende:
Und natürlich sind Absprachen bedingt möglich. Natürlich wird es immer noch einzelne geben, die aus der Reihe tanzen und die jeden Preis für eine bestimmte Veranstaltung zahlen würden. Die untergraben das System aber weit weniger, als die Masse, die die erhöten Preise sonst zahlt. Und wenn sich wirklich größere Mengen Fans absprechen und sagen "Das machen wir nicht mehr mit!" würde sich vielleicht langsam etwas bewegen.
Ich denke halt, die Denkweise "wenn ich nicht zuschlage, wird es ein anderer tun, also zahle ich zwar darauf, habe aber immerhin einen Nutzen davon" ist nur menschlich. Vielleicht nicht bei nem Konzert irgendeiner regionalen Coverband oder beim Fußballspiel in der Oberliga, aber eben bei Großereignissen, wie einmaligen Konzerten, Shows, oder einem bedeutenden Fußballspiel. Sie ist, wie schon angesprochen, nicht gerade rational, aber eben durch die emotionale Verbundenheit kaum zu unterdrücken.
Weshalb man das Problem aus meiner Sicht auch an der Wurzel packen sollte, und nicht erst an seinen Auswüchsen. Personalisierung sollte ab einer gewissen Größenordnung eh verpflichtend sein, und dann sollte man eben auch endlich einmal mit strikteren Maßnahmen gegen ebay-Händler und Co. vorgehen. Die Unrechtmäßigkeit, Tickets über dem Einkaufspreis zu veräußern, wird zwar mittlerweile fast überall angegeben, unmittelbare Konsequenzen bekommen die Verantwortlichen aber in den wenigsten Fällen zu spüren. Die werden erst aufhören, wenn es ihnen richtig weh tut, und die Risiken und Kosten den Gewinnnutzen klar übersteigen.
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Posted: 01.12.2010, 13:02 Uhr |
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Der Regler
MoonSurfer 10000

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Das kommt immer drauf an. Im Grunde ist es ja das normale marktwirtschaftliche Denken einen Gegenstand möglichst günstig zu erwerben und mit Gewinn wieder zu verkaufen. Auch im Privatbereich und da nehme ich mich selbst nicht aus, wenn ich daran zurückdenke zur Zeit der Sammelkarten, wo auch jeder versuchte möglichst billig an die teuren Karten ranzukommen und sie dann wieder mit Gewinn abzustoßen. Auch Projekte, in denen sich jemand von der Büroklammer zum Auto hochgetauscht hat, ist nichts anderes.
Wenn ich etwas im Wert von 100 € habe und es für 300 € anbiete, ist das natürlich unverschämt. Wucher. Ein Käufer wird mir nur widerwillig das Geld dafür bezahlen. Etwas anderes ist es jedoch, wenn das Angebot von ihm bekommt. Bspw. auf Ebay. Wenn ich etwas im Wert von 100 € habe und mir jemand dafür 300 € anbietet, warum nicht? Da hätte ich dann kein Problem mit. Das Angebot kam von ihm, ich bin glücklich, er ist glücklich, wir haben beide gewonnen. Natürlich stimmt er im ersten Fall auch zu, die Summe ist ebenfalls die Gleiche, aber der Unterschied liegt darin, dass er das Angebot selbst gemacht hat. Ein Unterschied zwischen "Wenn ich X will muss ich Y zahlen" zu "Ich will zu X, also biete ich mal Y".
Im zweiten Fall ist ihm der Gegenstand X auch Y wert. Er hat den Preis selbst geboten. Im ersten Fall ist ihm der Gegenstand X vielleicht nicht Y wert, aber er wird es dennoch annehmen müssen, wenn er X unbedingt haben will und nirgendwo anders bekommen kann.
Deshalb ist die Frage immer von wem das Angebot ausgeht, ob ich sowas als moralisch okay betrachten kann.
-------------------- "I survived the Apocalypse and all I got was this lousy Signature."
Dragons are no Match for F-22 Raptors
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Posted: 01.12.2010, 14:21 Uhr |
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BasslineBob
MoonRookie

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Zitat: Original geschrieben von Sebulon:
Das kommt immer drauf an. Im Grunde ist es ja das normale marktwirtschaftliche Denken einen Gegenstand möglichst günstig zu erwerben und mit Gewinn wieder zu verkaufen. Auch im Privatbereich und da nehme ich mich selbst nicht aus, wenn ich daran zurückdenke zur Zeit der Sammelkarten, wo auch jeder versuchte möglichst billig an die teuren Karten ranzukommen und sie dann wieder mit Gewinn abzustoßen. Auch Projekte, in denen sich jemand von der Büroklammer zum Auto hochgetauscht hat, ist nichts anderes.
Wenn ich etwas im Wert von 100 € habe und es für 300 € anbiete, ist das natürlich unverschämt. Wucher. Ein Käufer wird mir nur widerwillig das Geld dafür bezahlen. Etwas anderes ist es jedoch, wenn das Angebot von ihm bekommt. Bspw. auf Ebay. Wenn ich etwas im Wert von 100 € habe und mir jemand dafür 300 € anbietet, warum nicht? Da hätte ich dann kein Problem mit. Das Angebot kam von ihm, ich bin glücklich, er ist glücklich, wir haben beide gewonnen. Natürlich stimmt er im ersten Fall auch zu, die Summe ist ebenfalls die Gleiche, aber der Unterschied liegt darin, dass er das Angebot selbst gemacht hat. Ein Unterschied zwischen "Wenn ich X will muss ich Y zahlen" zu "Ich will zu X, also biete ich mal Y".
Im zweiten Fall ist ihm der Gegenstand X auch Y wert. Er hat den Preis selbst geboten. Im ersten Fall ist ihm der Gegenstand X vielleicht nicht Y wert, aber er wird es dennoch annehmen müssen, wenn er X unbedingt haben will und nirgendwo anders bekommen kann.
Deshalb ist die Frage immer von wem das Angebot ausgeht, ob ich sowas als moralisch okay betrachten kann.
Das ist wohl war, allerdings greift dieses Prinzip auf eBay nicht, da es sich dort um Sofortkauf Angebote handelt, heisst, der Käufer kann garnicht in die Situation kommen zu sagen "...ich bin bereit das Ticket für xxx€ zu kaufen!"! Von daher,...
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Posted: 01.12.2010, 14:32 Uhr |
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