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Skyclad
MoonSurfer 10000

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Zitat: Original geschrieben von Xagon:
Was ist das denn für ein Vergleich?
Das türkische Militär hat sich ständig in die Politik eingemischt und sich als in letzter Konsequenz über den demokratischen Institutionen stehend gesehen und das ist in einer Demokratie nunmal unzulässig. Von daher war es legitim den Einfluss zu reduzieren.
Kurzes Zitat:
"Ungeachtet massiver Warnungen der türkischen Militärführung hält Außenminister Abdullah Gül an seiner Kandidatur für das Amt des Staatspräsidenten fest"
http://www.mopo.de/news/wahlen-guel...32,5530994.html
Es ist durchaus legitim solche Militärs zu entmachten, die massive Warnungen aussprechen, wenn ihnen nicht genehme Kandidaten zu Wahlen antreten wollen.
Ist nur die Frage, ob Erdogan das Militär entmachtet, um demokratische Strukturen zu festigen, oder ob er die Demokratie vielmehr abschaffen will.
Und gemäßigt war der Islamist Erdogan nie. Wenn ich ihn richtig verstehe, will er seit langem schon aus der säkulären Türkei einen religiös geführten Staat machen, in dem alle nach islamischen Vorstellungen leben sollen ...
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xBox live Gamertag: Slough Feg
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Posted: 17.06.2013, 21:35 Uhr |
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Xagon
MoonSurfer 5000

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Zitat: Original geschrieben von Berlin Brawler:
@ Xagon:
1. der Generalstab war trotz aller Kritik Garant für eine laizistische und säkuläre Türkei. Und es ist ja so, dass nun eher ein anderes Extrem ernannt wurde.
2. und was ist mit den anderen Ounkten?
1. Dann trauer du mal dieser autoritären Institution nach, die wie die Geschichte zeigt bei Bedarf wenn sie könnten Militärputsche durchführen, missliebige Politiker verhaften lassen, Bürgerrechte nach Belieben außer Kraft setzen, Verfassungen nach ihren Wünschen aufoktroyieren, und sich als die wahren Herrscher im Land sehen usw. Gut, manche sagen das war früher. Aber noch bis vor kurzem haben sie "massive Warnungen" ausgesprochen, wenn missliebige Poltiker zu Wahlen antraten und drohten implizit mit militärischer Gewalt wenn die politische Entwicklung zu sehr den Wünschen des Militärs widerspricht. Sehr positiv das die Macht des Generalstabs gebrochen wurde. Eine widerwärtige Institution.
Aber wie auch immer man dazu steht, das als Punkt gegen Erdogan aufzuführen finde ich etwas schwach, denn bei uns in Deutschland würden wir solche Generäle, die sich politisch einmischen und mit Konsequenzen drohen, wenn man nicht ihren Wünschen entspricht, auch nicht tolerieren.
2. Das sind keine Sachen die Erdogan eingeführt hat. Die Türkei war schon immer ein autoritärer Staat. Unter Erdogan war in den ersten Jahren ein tendenziell positiver Trend zu verzeichnen, eine Öffnung hin zu Europa fand statt und erste Schritte zur Herstellung der Beitrittsfähigkeit zur EU wurden unternommen. Später ist dieser Trend dann zum Erliegen gekommen und in manchen Bereichen wieder zurückgedreht bzw konterkariert worden. Natürlich entwertet er durch sein jetziges Vorgehen alles vorige bzw lässt es in einem anderen Licht erscheinen. Dennoch bleibe ich bei meiner Aussage dass seine Politik bis vor kurzem als alles in allem relativ (!!!!) gemäßigt bezeichnet werden kann. (gemäßigt heißt überigens nicht positiv, sondern nur dass sein Vorgehen bislang nicht extremistisch war)
Beitrag editiert von Xagon am 18.06.2013 um 12:34 Uhr
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Posted: 18.06.2013, 12:11 Uhr |
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Berlin Brawler
MoonSurfer 20000

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Zitat: Original geschrieben von Xagon:
1. Dann trauer du mal dieser autoritären Institution nach, die wie die Geschichte zeigt bei Bedarf wenn sie könnten Militärputsche durchführen, missliebige Politiker verhaften lassen, Bürgerrechte nach Belieben außer Kraft setzen, Verfassungen nach ihren Wünschen aufoktroyieren, und sich als die wahren Herrscher im Land sehen usw. Gut, manche sagen das war früher. Aber noch bis vor kurzem haben sie "massive Warnungen" ausgesprochen, wenn missliebige Poltiker zu Wahlen antraten und drohten implizit mit militärischer Gewalt wenn die politische Entwicklung zu sehr den Wünschen des Militärs widerspricht. Sehr positiv das die Macht des Generalstabs gebrochen wurde. Eine widerwärtige Institution.
Aber wie auch immer man dazu steht, das als Punkt gegen Erdogan aufzuführen finde ich etwas schwach, denn bei uns in Deutschland würden wir solche Generäle, die sich politisch einmischen und mit Konsequenzen drohen, wenn man nicht ihren Wünschen entspricht, auch nicht tolerieren.
Der Militärrat ist doch nicht abgeschafft, sondern die Protagonisten mit Pro Erdogan Generälen besetzt. Im Enteffekt ist das genau wie ein Putsch gewesen, wo aber niemand etwas sagte gerade in der Hoffnung, dass es ein Schritt Richtung Demokratie wäre.
Ist es aber nicht. Gefangene werden immer noch gefoltert, die Medien beeinflusst, Menschen ohne Verfahren verfolgt oder eingesperrt, Anwälten von Kritikern droht Repression, die Kurden werden weiterhin unterdrückt, die Schulbücher verfälscht und der einzige Unterschied ist, dass der Islamismus eingeführt wird.
So widerwärtig der alte Militärrat gewesen sein mochte, die AKP ist meines Erachtens mindestens genauso widerwärtig. Aber Hey, lieber noch einen Gottesstaat ohne Rechte für Frauen und Berfolgung von Homosexuellen. Feier das mal schön.
-------------------- Nieder mit Cliff Barnes - Es lebe Ewing Oil
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Posted: 18.06.2013, 16:31 Uhr |
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