Cutty Framm
MoonSurfer 1000

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Am Sonntag in der Pause war ich wirklich nicht ansprechbar. Zwei Tage Vollsuff etc. und Netto Schlafzeit fünf Stunden am WE. Und warum wir am Sonntag wirklich erst um 10h zuhause waren werde ich nochmal en detail ausführen.
Also zum Verständnis: Wir haben in Essen-Werden bei einem Kumpel geschlafen. Dieser Kumpel war aber nicht da, weil er gerade durch Russland tourt bei einer Art Supertalent, wo er als der berühmteste deutsche Comedian vorgestellt wird (er ist Ballett-Tänzer). Er hat uns aber netterweise seine Freundin in der Bude gelassen, die keiner von uns zuvor je gesehen hatte. Fatima. Fatima kommt irgendwo aus Südamerika und es dauerte keine zwei Minuten bis sie »Fatma« hieß.
Am Freitagabend haben wir sie nicht gesehen, weil sie, als wir nach Hause kamen, schon gepennt hat. Sie musste Samstagmorgen arbeiten. Wir waren dann in der Folge fortschreitenden Alkoholkonsums nicht wirklich leise, es entwickelte sich eben. Das tat uns auch eigentlich leid. Aber nun. Um 02:00h kam R. auf die Idee noch etwas zu essen bestellen zu wollen, mit den folgenden Worten: »Ach, kommt, wir müssen was essen morgen früh. Dann bestellen wir uns jetzt ne Pizza und morgen früh haben wir gleich Frühstück. Ist doch super! Ich bezahle auch.« Gut, KEINER hatte Hunger, noch hat jemand den Sinn dieser Idee verstanden. Aber nun, Alkohol etc. Also suchen wir uns irgendeinen Schund zusammen, bestellen noch eine Portion »Krebsschenkel« extra, um den Mindestbestellwert von 39€ zu erreichen. Dann rufen wir da an, der Inder, der den Italo-Imbiss da führt erzählt uns am Ende der Bestellung, dass wir noch etwas für 10€ drauf bestellen müssten, da ihre Bude in Bochum sitzt. Statt das ganze abzublasen fragt R.: »Was können sie denn empfehlen für 10€?« »Chickenwings mit Pommes.« (!!!) »Alles klar, nehmen wa.« (!!!!!!!!!).
Anschließend haben wir dem Typen noch verklickert, dass er bitte aufm Handy anrufen möge, weil klingen ja schlecht ist, wegen Fatma und so. Ach ja, beim Bestellvorgang hat R. noch die Straße »Rebstock« buchstabiert und zwar folgendermaßen: »R wie Richard, E wie Emil, B wie Berta, S wie Siegfried, T wie Thedor, O wie Otto, C wie Cock....« (Gelächter.) Gut. Nach einer guten Stunde sind wir davon ausgegangen, dass keiner mehr kommt und der Typ sich womöglich verarscht gefühlt hat. Also machen wir uns bettfertig usw. Es ist mittlerweile 3:30h.
Plötzlich klingelt es an der Tür. Wir schreien R. an, zur Tür zu gehen und zu bezahlen: »Was ich? Ich habe doch keine Kohle.« Nachdem wir ihm fast den Kopf abgerissen haben, haben wir das Geld zusammengeklingelt (»Es ist bestimmt Geld im Haus«) und den Riesenfraß aufgenommen. Da diese Chickenwings und Krebsfüße am Morgen noch ungenießbarer sind als ohnehin, haben wir die dann noch gegessen und diverse Biere getrunken. Natürlich hat dann noch jeder seine Pizza gefressen (Freßflash) und so war die ursprüngliche Intention des Plans eh dahin.
Diese Geschichte sollte eigentlich nur deutlich machen wieviel Schuldgefühle wir gegenüber Fatma eh schon hatten.
Dann sind wir nach 4 Stunden Schlaf raus und Richtung Stadion. Konterbier usw. Dass da noch entsprechend was geflossen ist, ist klar und anschließend zur Turbinenhalle, ins Centreville, danach in die Spielo und ab nach Essen in die Mupa. Da war es grob 1:30h. Drinnen dann der übliche Abwasch, ich will da nicht ins Detail gehen. Allerdings hatte P. eine an der Backe und ich habe zum Schluss (wir waren die letzten) noch mit irgendeiner getanzt. Draußen hat dann P. die Alte vollgesülzt und ihr erzählt, dass er sie eigentlich gar nicht leiden kann. Ich habe mich derweil um ihre Freundin gekümmert (no pun intended) und R. hatte die am Zipfel (no pun intended), mit der ich zum Schluss getanzt habe. P. und ich haben dann die Freundin (Natalie) getragen, weil sie zu voll war zum laufen.
Am Essener Bahnhof sind wir dann noch zum McDonalds und haben was gegessen mit denen, bis uns auffiel, dass R. weg war. »Wo issn der?« »Keine Ahnung, der war doch mit der einen mit der Brille....« »Ah!« »Nee, der macht nichts, der heiratet ja bald.« »Wo ist er denn dann?« »Keine Ahnung, ich ruf ihn mal an.« »Brauchste nicht, sein Handy war in der MuPa schon alle.« Natalie: »Ihr hattet noch einen dabei?«
Und so saßen wir da zwei Stunden bis 8:00h mit diesen Frauen und haben auf R. gewartet, bis wir uns entschlossen haben nach Hause zu fahren in der Hoffnung, dass er bestimmt dorthin gefahren sei. T. versuchte in dieser Zeit die eine rumzukriegen, die eigentlich P. wollte, die der aber ja beleidigt hatte. Vor dem McD fand dann folgendes Gespräch statt (aus heiterem Himmel)...P.:»Mädels wir fahren jetzt.« Natalie: »Mit dir redet keiner, du hast gesagt, dass du meine Mutter f***st und die ist erst vor zwei Monaten gestorben.« P.: »Das tut mir auch leid, das konnte ich ja nicht wissen.« Natalie: »Aber meine Freundin hast du ja auch beleidigt.« P.:_»Das ist ja auch ne Schlampe.« Natalie: »Ist sie gar nicht. Ich kenne sie viel länger als du.« P.: »Du bist ja auch ne Schlampe.« Natalie: »Stimmt gar nicht.«
Wir haben uns dann wirklich verabschiedet und zu meiner Verwunderung habe ich ihr wohl irgendwann im Suff eine Visitenkarte gesteckt, was am Sonntagabend noch eine Rolle spielen sollte, aber darauf verzichte ich jetzt mal. In dem Moment wo wir gerade vor dem Taxistand gepinkelt haben, rief R. an, dass er lange zuhause sei und er Fatma wecken musste, weil er ja nicht reinkam. Er hat aber einen Kaffee mit ihr getrunken und sie sei sehr nett. Wir also ins Taxi, dann dort angekommen und einen komplett derangierten R. vorgefunden.
Er hat uns dann erzählt, dass er dieses Mädchen mit der Brille zur Bahn bringen wollte, dort hat sie dann versucht ihn zu küssen und ist dabei aber in Tränen ausgebrochen. Abgekürzt: Sie hatte wohl irgendwelche arge Probleme und R. wollte sie dann nicht alleine lassen, weil er sich eingebildet hatte, dass sie sich sonst etwas antue. Dann haben sie ewig rumdiskutiert, sind nochmal in die Mupa weil sie da wohl etwas vergessen hatte, dann wieder zur Bahn, weiter diskutiert, R. versucht sie zu trösten und dann irgendwann am Ende seiner Kräfte ins Taxi und damit zur Bank (keine Kohle) und nach Hause, wo er uns die Geschichte dann detailliert vorgetragen hat bei diversen Bieren bis es eben 10h morgens war.
Das ist wirklich nur das Rudimentäre der Geschichte und soll nun reichen. Entschuldigt das weite Ausholen, aber nach euren Anekdoten war mir danach zumindest diese Happen auch einmal zum Besten zu geben.
Beitrag editiert von Cutty Framm am 08.03.2013 um 02:00 Uhr
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"Die Tage sind alle gleich lang, aber unterschiedlich breit." | Udo Lindenberg
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