Red Forman
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Schulden und Finanzen im Fußball |
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Ich habe einen interessanten Frontal21-Artikel gefunden - mit dazugehörigem Video!
Vielleicht kann dies ja zu einer Diskussion anregen!
(Sorry falls es schon sowas wie einen Schulden-Thread gibt - habe gesucht, aber nichts so recht passendes gefunden - daher der neue Thread!)
Hier das Video --> http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beit...-Schuldenkicker
Die Schuldenkicker
Finanztricks im Profifußball
Europäische Spitzenklubs wirtschaften oft besser als führende Bundesligavereine. Zu diesem Ergebnis kommt der Bilanzexperte Professor Karlheinz Küting von der Universität Saarbrücken. Für Frontal21 untersuchte Küting die Geschäftszahlen der umsatzstärksten Fußballclubs Europas und erstellte eine Rangliste. Danach steht Olympique Lyon wirtschaftlich am besten da, gefolgt von Real Madrid. Erst auf Platz drei folgt ein deutscher Verein mit dem FC Bayern München.
Platz fünf belegen gemeinsam der Hamburger SV und Borussia Dortmund. Schlusslichter dieser Tabelle sind Juventus Turin, der FC Schalke 04 und der FC Chelsea. Für diesen Vergleich legte Küting betriebswirtschaftliche Kennziffern zu Grunde, die für die Prüfung eines Unternehmens üblich sind, darunter Schuldenstand und Eigenkapitalquote ebenso wie Jahresüberschüsse und Umsatzrentabilität.
Bundesliga-Vereine haben in der Vergangenheit oft beklagt, die europäische Konkurrenz kaufe teure Spieler auf Pump und verzerre so den Wettbewerb. Küting hält diese Kritik für unbegründet. Trotz einer Verschuldung von über 600 Millionen Euro sei zum Beispiel Real Madrid ein höchst profitabel wirtschaftender Club. "Wenn wir auch das Gesamtkapital und das Eigenkapital mit einbeziehen, kann sich Real Madrid im Vergleich zu Bayern sehr gut sehen lassen." Seine Schlussfolgerung: "In vielen Gesichtspunkten sind die ausländischen Vereine für unsere Bundesliga vorbildlich."
Rummenigge kritisiert Real Madrid
Im Interview mit Frontal21 kritisiert Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, dennoch die Geschäftspolitik von Real Madrid. 250 Millionen Euro für Spielereinkäufe auszugeben, sei grenzwertig. "Wenn das aus dem Ruder läuft, dann arbeiten wir eigentlich alle nur noch für die Spieler und deren Agenten", so Rummenigge. "Das größte Problem im internationalen Fußball sind die Gehälter der Spieler".
Jorge Valdano, Generaldirektor von Real Madrid, erklärte gegenüber Frontal21, sein Verein bereue es nicht, allein für den Einkauf von Christiano Ronaldo 94 Millionen Euro ausgegeben zu haben, auch wenn sich das sportlich bisher noch nicht ausgezahlt habe. "Die Wahrheit ist, dass Real Madrid der reichste Fußballverein der Welt ist, mit Einnahmen in Höhe von über 400 Millionen Euro pro Saison. Und das hat mit einem sehr guten Vereinsmanagement zu tun", sagte Valdano im Frontal21-Interview.
Verstoß gegen UEFA-Regeln
Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und ihre Vereine verstoßen gegen UEFA-Regeln und das Gebot der Fairness und finanziellen Transparenz. Diese Ansicht vertritt der Bilanzexperte Professor Karlheinz Küting von der Universität Saarbrücken in einem Interview mit dem ZDF-Magazin Frontal21.
Entgegen der Lizenzierungsrichtlinien der UEFA reiche die Deutsche Fußball-Liga (DFL) keinen Konzernabschluss ein für die Bundesligisten, die am internationalen Wettbewerb teilnehmen. Damit verzerrten die deutschen Clubs den Wettbewerb im europäischen Fußball, so Küting. "Wenn die Konzernabschlüsse nicht auf den Tisch kommen, liegen die Bedingungen für eine internationale Teilnahme nicht vor. Dann müsste die UEFA konsequent sein und die deutschen Clubs ausschließen."
Dem widerspricht die Deutsche Fußball-Liga in einer Stellungnahme gegenüber Frontal21. Die Lizenzierungsordnung des Ligaverbandes sowie deren Anhänge seien von der UEFA akkreditiert und damit von ihr als regelkonform angesehen. Jeder Lizenzbewerber liefere mit seinen Unterlagen im Lizenzierungsverfahren Informationen zu beteiligten und verbundenen Unternehmen. Der Wirtschaftsprüfer des Clubs habe dabei die Auswirkungen der wirtschaftlichen Situation der Beteiligungsunternehmen und der verbundenen Unternehmen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Clubs zu würdigen.
Der Ligaverband überprüfe im Rahmen der Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Clubs also die Schnittstellen des Lizenzbewerbers zu diesen Unternehmen, heißt es in der Stellungnahme der DFL weiter.
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhal...8072996,00.html
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